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Hoffen vs. Wissen – fühlen vs. Akzeptieren

5 Antworten1'445 AufrufeGestartet von heguan ·

heguanThemenstart
#1
Kennt ihr das?

Gerade schlage ich mich mit solchen Gedanken herum.

Mittlerweile ist die Trennung einige Monate her, nach 2,5 Jahren Beziehung. Das war ein ziemlicher Schlag in die Magengrube, kam Sie doch recht plötzlich und nur wirklich wenige Anzeichen sprachen dafür.

Mir wurde unter großen Tränen gesagt, diese Trennung sei endgültig und zwar aus dem Grund, dass Sie mich nicht mehr liebe, was aber wirklich völlig konträr zum Verhalten an den Tagen/Wochen davor war. Versuche, eine Antwort auf das „Warum“ zu erhalten, schlugen sämtlich fehl – abblocken und bloß kein Kontakt zulassen war da die große Mode. Und wenn doch was durchkam, war nur „lass mich in ruhe, es bringt nichts etc…“ angesagt.

Ich habe das dann auch erstmal so akzeptiert, versucht zu verarbeiten, zu verdrängen und zu reflektieren. Das klappte auch ganz gut soweit und ich wähnte mich fast schon „über den Berg“. Bis auf die letzten Tage. Plötzlich überkam mich ein „inniges“ Gefühl, es doch noch mal zu probieren – also Kontakt aufnehmen und über das ganze zu reden und zu klären und möglicherweise zu schauen was wie weitergehen kann. Und egal was ich tue – ich kann es nicht abschalten. Und was ich noch viel seltsamer finde – einhergehend mit diesem innigen Verlangen stellte sich auch noch ein solch „durchschlagendes, durch nichts zu erklärendes“ gutes Gefühl ein, welches einfach nur beschreibt: Das wird schon alles, wart ab, bald seid ihr wieder zusammen etc…Also einfach ein von grund auf positives Gefühl, wie man es nicht oft hat denke ich…

Kennt ihr das? Habt/hattet ihr auch solche Phasen? Kann es überhaupt noch einmal funktionieren – rein theoretisch? Was denkt ihr dazu?

#2
Hallo Heguan

Erst mal tut es mir leid für Dich.

Ich kenn das.. nach 3 Jahren hat mein Freund auch gesagt er liebt mich nicht mehr... auch mehr oder weniger einfach so.. habe überhaupt nicht damit gerechnet und bin aus allen Wolken gefallen. Anzeichen gab es zwar schon, ..er war sehr launisch mir gegenüber, aber das war er eigentlich schon immer ein bisschen... und ich hätte nie im leben gedacht, dass er alles hinschmeisst weil wir eigentlich eine gute Beziehung hatten.. Ich wollte auch alles klären, wollte wissen, was den schief gelaufen ist.. was ich falsch gemacht habe oder wieso, dass es soweit gekommen ist.. genau wie bei Dir.. keine Antworten und keine Erklärungen.. schweigen oder "ich weiss nicht"... ich glaube auch nicht, dass ich je 1 Antwort bekomme.... Zwischendurch beschleicht mich auch das Gefühl, dass es das doch nicht gewesen sein kann, dass er doch merken muss, dass ich die Richtige bin.... aber ich denke das ist mehr ein Wunschgedanke von mir.... dieses Hoffen, dieses positive denken... das kenne ich auch.. um dann, wenn ich Versuche, dass ganze zu klären, festzustellen, dass das Ganze irgendwie nur in meinen Kopf abspielt.. Hätten unsere Kanditaten gemerkt, dass Sie uns doch wollen, würden Sie doch von sich aus den Kontakt wieder suchen? Nicht???... Wer weiss vlt. bekommt man irgendwann wieder eine Chance, aber im Moment wohl eher nicht.. und ob es wieder funktionieren kann?... Ich weiss nicht.. hättest du noch Vetrauen zu Ihr?.. ich hätte Mühe.. bei jeder Kleinigkeit die nicht Rund läuft, hätte ich wohl Angst, dass er wieder gehen könnte... keine Ahnung.... Verlassen werden ist immer Schwer... und manchmal auch unbegreiflich, vorallem wenn der Verlassene das Gefühl hatte... es wäre doch alles i.o. gewesen .....

#3
ja exakt.

das gefühl, dass es das nicht gewesen sein kann - das beschreibts wohl am besten. was ich nur komisch finde is, dass ich mich eigentich schon damit abgefunden hatte und quasi meine lehren daraus gezogen hatte - und urplötzlich mit dieser "neuen art von gedanken" mich konfrontiert sehe die ich weder beeinflussen noch abschalten kann - sie sind einfach da.

naja, ob es wieder klappen könnte - keine ahnung... ich denke mal grundsätzlich ja - situationsabhängig. kommt ja dann auf beide an...

#4
Mir geht es immer so, dass ich an einem Tag denke "gut sie ist weg". Dann Wache ich am nächten Morgen auf und denke mir "das soll alles gewesen sein". Am nächsten Tag dann wieder "sie kommt zurück, sie wird schon merken, was sie an mir hatte". Der übernächste Tag "sie kommt ganz sicher zurück!". Und dann wieder "nein, sie kommt bestimmt nicht wieder". Und das geht mir seit 3 Monaten schon.

Kurz zu meiner Geschichte. Freundin sagt nach 7 Jahren, dass ihre Gefühle nicht mehr reichen. Auch unsere Beziehung war toll ... von beiden Seiten wurde das immer bestätigt. Auch im Nachhinein. Was wohl den großen Unterschied macht, 3 Wochen nach der Trennung war sie in einer neuen Beziehung ... mit einer Frau! Ein Schelm, wer böses dabei denkt ...

#5
Hallo Oliver.. oh man... lass sich mal drücken...

das ist sicher hart und das nach 7 Jahren.... man, man.. verstehe einer die Menschen.. und genau so wie du das beschreibst geht es mir auch... hoffen, positivies denken, die Welt verluchen, Ihn verfluchen, ihn vermissen, usw. usw. usw... der einzige Trost, irgendwann hören die Gedankenkaruselle vlt. wieder auf.. hoffen wir mal darauf, dass wir eines Tages erwachen und uns gar keine Gedanken mehr über die Person machen... und es uns schlichtwegs egal ist, ob Sie / Er nun zurück kommt oder nicht, weil es uns einfach nicht mehr Intressiert... .. kann denn niemand die Zeit vordrehen?

taube
#6
Hallo

Ich kenne diese Phasen nur zu gut, bin mittlerweile schon seit 10 Monaten getrennt und es ist immer noch so. Nur wechseln sich die Phasen nicht mehr tageweise ab, sondern etwa wochenweise.

Habe langsam sogar Bedenken, ob ich jemals darüber hinwegkomme... :confused:

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