Hoffnung, Trauer, Schmerz, Leiden
1 Antworten816 AufrufeGestartet von Chris1983cgn ·
Chris1983cgnThemenstart
Hallo alle zusammen,
erstmalig hier angemeldet möchte ich nun kurz meine Geschichte erläutern, weil es mir erstens hilft, zweitens ich hoffe, dass es noch andere Leute mit ähnlichen Erfahrungen gibt.
Da die ganze Geschichte nun wirklich zu lange wäre, schreibe ich sie hier stichpunktartig auf:
- August 2010: Typ im Internet kennengelernt, viel gechattet, später viel telefoniert
(Eckdaten wurden ausgetauscht, Alter, Wohnort (200 km Unterschied) usw. NICHT aber Bilder)
- September 2010: Telefonate wurden länger, intensiver, regelmäßig. (Jeden Abend ab 23.00 Uhr bist morgens um 4.00 Uhr, das täglich, trotz Job)
- Oktober 2010: Erste Bilder wurden ausgetauscht, Telefonate wurden noch intensiver, Gefühle entstanden!!! (Ich weiß, für viele vielleicht unvorstellbar, dass das übers Telefon passieren kann, so ging es uns aber nunmal)
- November 2010: plötzlicher Tod seines Vaters. :( Trauer seinerseits wahr natürlich groß, trotzdem wurden die Telefonate noch intensiver, lt. seiner Aussage waren unsere Gespräche eine enorme Hilfe für ihn, mit dem Tod seines Vaters klarzukommen.
- Dezember 2010: Gefühlslage auf dem Höhepunkt, Verliebtheit Pur. Freunde und Kollegen meinten, wir oder ich, wären verrückt jeden Tag so lange zu telefonieren, das würde eh nichts geben usw. Das alles lies uns aber kalt und wir machten einfach weiter. Weihnachten kam und ging, Silvester kam und ging. Meine Gedanken kreisten immer mehr um ihn. Von Tag zu Tag wurde es mehr.
Erste Handyvideos wurden verschickt! Romantik pur! (Auch hier werden bestimmt wieder viele denken: warum habt ihr euch nicht schon längst mal getroffen ?( ?( Aber auch hierzu muss ich sagen: aus den Vorfällen der jüngsten Vergangenheit war ein Treffen zu diesem Zeitpunkt von seiner Seite aus nicht möglich, das akzeptierte ich auch ohne weiteres)
- Januar 2011: der Wunsch nach einem Teffen wurde bei mir immer größer, erste Diskussionen kamen, da er sich noch nicht bereit dazu fühlte, was ich am Anfang absolut nicht verstand. Trotzdem blieben Telefonate, Whats App und Videos, die man sich täglich schickte, gleich.
- Februar 2011: endlich. Er fragte mich nach einem Treffen. Ich war aufgeregt und außer mir vor Freude. Das erste Treffen sollte im März stattfinden. Voller Freude auf den März blieb der Februar wie die anderen Monate: viel telefonieren, whats app und Videos, Videotelefonie kam nun auch noch mit dazu.
- März 2011: da unser Kennenlernen bis hierhin ungewöhnlich war, wollten wir auch ein ungewöhnliches erstes Treffen. Da wir beide zum selben Zeitpunkt, kurz vor meinem 28 Geburtstag, Urlaub hatten und er zu mir nach Köln kommen wollte, buchte ich ein Hotelzimmer, welches ich beim Betreten vollkommen verdunkelte. Ich weiß, das klingt total verrückt und kaum jemand hätte das wohl gemacht, aber das war echt ne klasse Erfahrung, die ich jedem, der genauso denkt oder tickt wie ich, nur weiterempfehlen kann.
Das Treffen war atemberaubend und dauerte drei Tage, dann mussten wir beide wieder arbeiten. Nach dem Treffen waren unsere Gefühle noch intensiver und fester... ich glaubte, jetzt sei alles in Ordnung und würde den normalen Weg laufen. FEHLANZEIGE
- April 2011: Zwar bleiben die Telefonate wie gehabt und wir beide hatten nun auch sowas wie ne Beziehung, dennoch lehnte er weitere Treffen vorerst ab: der Tod seines Vaters im November hatte einen riesigen Rattenschwanz hinter sich gezogen, das Familienhaus musste aus finanziellen Gründen verkauft werden usw. Das alles wollte er erstmal verarbeiten, alleine, damit er sich voll auf mich einlassen
könne. Nach längeren Streitereien, den ersten richtigen Tränen und viel Ärger, willigte ich ein und dachte, das noch, dann ist alles in Ordnung.
- Mai 2011: endlich: das zweite Treffen, das noch schöner war als das erste.
Alle Probleme waren gelöst, alles war schön, wir planten unsere Zukunft, wie und wann und wie oft wir uns wiedersehen, ob wir auf dauer, irgendwann, zusammen ziehen sollten usw. Alles, wirklich alles, war schön. Ich fühlte mich wohl, glücklich und zufrieden. Aber auch dann: FEHLANZEIGE
- Juni 2011: plötzlicher Tod durch Arbeitsunfalles des besten Freundes. Es fing wieder alles von vorne an. Er zog sich zurück, lehnte mich ab, stieß mich von sich usw. Ich dachte, dass geht so nicht mehr. Machte mir Gedanken bis zum geht nicht mehr. Aber immer noch blieben die Telefonate. Das, was immer blieb.
Bereits im April wurde ein gemeinsamer Urlaub im Juli geplant, den wir beide machen wollten.
- Juli 2011: der Juni war überstanden, wir freuten uns auf unseren Urlaub. Wieder FEHLANZEIGE: ca. 2 Tage vor unserem geplanten Urlaub erfuhr er schreckliche Dinge aus dem Leben seines Vaters, was ihn wieder in ein tiefes Loch brachte. Urlaub wurde abgesagt, es war die Hölle für mich. Ich konnte nicht mehr, wollte nicht mehr, war mehr als einmal davor das ganze zu beenden. Jeder meiner Freunde und familie meinte, dass es das beste wäre, da es sowieso nichts bringen würde. Das mag vielleicht sein, aber ich denke, wenn Liebe vorhanden ist, dann kann man doch alles lösen, oder? ?( ?(
An seiner Liebe habe ich keine einzige Sekunde gezweifelt, nein, er hat mir mehr als einmal bewiesen, dass er mich braucht. Ja, das hat er. Er war sogar einen Tag vom Urlaub für sechs Stunden bei mir, bekam dann aber plötzlich panische Angst und musste wieder fahren. Er meinte, dass im Moment keine Gefühle zulassen kann, obwohl er mir so gerne all das geben würde, was er möchte, es aber im Moment nicht gehen würde, dazu wäre zu viel passiert.
- August 2011: nun ist es so, dass ich das Gefühl habe, dass er sich von Tag zu Tag mehr zurückzieht. Die Telefonate werden plötzlich weniger, alles ist weniger geworden. Es gibt Zeiten, da höre ich zwei Tage nichts von ihm, das wäre früher nie passiert. Ich denke oft, was ist denn nur passiert? Er meinte, ich dürfe ihn nicht verlassen, wer würde mich brauchen. Aber, ich kann langsam nicht mehr. Mein Leben geht kaputt dadurch, von meinem Job, dem ich sowieso dadurch schon zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe, mal ganz abgesehen. Ich habe die Hoffnung, dass alles gut wird, irgendwie, irgendwann. Aber wie lange soll ich warten?!
Ich weiß, er hat viel durchgemacht in letzter Zeit, das schafft kein Mensch so schnell. Er lehnt aber jeden Kontakt, außer telefonischen, strikt ab.
So, das ist doch alles etwas länger geworden als gedacht.
Was haltet ihr von der Sache? Oder schonmal was ähnliches erlebt?
erstmalig hier angemeldet möchte ich nun kurz meine Geschichte erläutern, weil es mir erstens hilft, zweitens ich hoffe, dass es noch andere Leute mit ähnlichen Erfahrungen gibt.
Da die ganze Geschichte nun wirklich zu lange wäre, schreibe ich sie hier stichpunktartig auf:
- August 2010: Typ im Internet kennengelernt, viel gechattet, später viel telefoniert
(Eckdaten wurden ausgetauscht, Alter, Wohnort (200 km Unterschied) usw. NICHT aber Bilder)
- September 2010: Telefonate wurden länger, intensiver, regelmäßig. (Jeden Abend ab 23.00 Uhr bist morgens um 4.00 Uhr, das täglich, trotz Job)
- Oktober 2010: Erste Bilder wurden ausgetauscht, Telefonate wurden noch intensiver, Gefühle entstanden!!! (Ich weiß, für viele vielleicht unvorstellbar, dass das übers Telefon passieren kann, so ging es uns aber nunmal)
- November 2010: plötzlicher Tod seines Vaters. :( Trauer seinerseits wahr natürlich groß, trotzdem wurden die Telefonate noch intensiver, lt. seiner Aussage waren unsere Gespräche eine enorme Hilfe für ihn, mit dem Tod seines Vaters klarzukommen.
- Dezember 2010: Gefühlslage auf dem Höhepunkt, Verliebtheit Pur. Freunde und Kollegen meinten, wir oder ich, wären verrückt jeden Tag so lange zu telefonieren, das würde eh nichts geben usw. Das alles lies uns aber kalt und wir machten einfach weiter. Weihnachten kam und ging, Silvester kam und ging. Meine Gedanken kreisten immer mehr um ihn. Von Tag zu Tag wurde es mehr.
Erste Handyvideos wurden verschickt! Romantik pur! (Auch hier werden bestimmt wieder viele denken: warum habt ihr euch nicht schon längst mal getroffen ?( ?( Aber auch hierzu muss ich sagen: aus den Vorfällen der jüngsten Vergangenheit war ein Treffen zu diesem Zeitpunkt von seiner Seite aus nicht möglich, das akzeptierte ich auch ohne weiteres)
- Januar 2011: der Wunsch nach einem Teffen wurde bei mir immer größer, erste Diskussionen kamen, da er sich noch nicht bereit dazu fühlte, was ich am Anfang absolut nicht verstand. Trotzdem blieben Telefonate, Whats App und Videos, die man sich täglich schickte, gleich.
- Februar 2011: endlich. Er fragte mich nach einem Treffen. Ich war aufgeregt und außer mir vor Freude. Das erste Treffen sollte im März stattfinden. Voller Freude auf den März blieb der Februar wie die anderen Monate: viel telefonieren, whats app und Videos, Videotelefonie kam nun auch noch mit dazu.
- März 2011: da unser Kennenlernen bis hierhin ungewöhnlich war, wollten wir auch ein ungewöhnliches erstes Treffen. Da wir beide zum selben Zeitpunkt, kurz vor meinem 28 Geburtstag, Urlaub hatten und er zu mir nach Köln kommen wollte, buchte ich ein Hotelzimmer, welches ich beim Betreten vollkommen verdunkelte. Ich weiß, das klingt total verrückt und kaum jemand hätte das wohl gemacht, aber das war echt ne klasse Erfahrung, die ich jedem, der genauso denkt oder tickt wie ich, nur weiterempfehlen kann.
Das Treffen war atemberaubend und dauerte drei Tage, dann mussten wir beide wieder arbeiten. Nach dem Treffen waren unsere Gefühle noch intensiver und fester... ich glaubte, jetzt sei alles in Ordnung und würde den normalen Weg laufen. FEHLANZEIGE
- April 2011: Zwar bleiben die Telefonate wie gehabt und wir beide hatten nun auch sowas wie ne Beziehung, dennoch lehnte er weitere Treffen vorerst ab: der Tod seines Vaters im November hatte einen riesigen Rattenschwanz hinter sich gezogen, das Familienhaus musste aus finanziellen Gründen verkauft werden usw. Das alles wollte er erstmal verarbeiten, alleine, damit er sich voll auf mich einlassen
könne. Nach längeren Streitereien, den ersten richtigen Tränen und viel Ärger, willigte ich ein und dachte, das noch, dann ist alles in Ordnung.
- Mai 2011: endlich: das zweite Treffen, das noch schöner war als das erste.
Alle Probleme waren gelöst, alles war schön, wir planten unsere Zukunft, wie und wann und wie oft wir uns wiedersehen, ob wir auf dauer, irgendwann, zusammen ziehen sollten usw. Alles, wirklich alles, war schön. Ich fühlte mich wohl, glücklich und zufrieden. Aber auch dann: FEHLANZEIGE
- Juni 2011: plötzlicher Tod durch Arbeitsunfalles des besten Freundes. Es fing wieder alles von vorne an. Er zog sich zurück, lehnte mich ab, stieß mich von sich usw. Ich dachte, dass geht so nicht mehr. Machte mir Gedanken bis zum geht nicht mehr. Aber immer noch blieben die Telefonate. Das, was immer blieb.
Bereits im April wurde ein gemeinsamer Urlaub im Juli geplant, den wir beide machen wollten.
- Juli 2011: der Juni war überstanden, wir freuten uns auf unseren Urlaub. Wieder FEHLANZEIGE: ca. 2 Tage vor unserem geplanten Urlaub erfuhr er schreckliche Dinge aus dem Leben seines Vaters, was ihn wieder in ein tiefes Loch brachte. Urlaub wurde abgesagt, es war die Hölle für mich. Ich konnte nicht mehr, wollte nicht mehr, war mehr als einmal davor das ganze zu beenden. Jeder meiner Freunde und familie meinte, dass es das beste wäre, da es sowieso nichts bringen würde. Das mag vielleicht sein, aber ich denke, wenn Liebe vorhanden ist, dann kann man doch alles lösen, oder? ?( ?(
An seiner Liebe habe ich keine einzige Sekunde gezweifelt, nein, er hat mir mehr als einmal bewiesen, dass er mich braucht. Ja, das hat er. Er war sogar einen Tag vom Urlaub für sechs Stunden bei mir, bekam dann aber plötzlich panische Angst und musste wieder fahren. Er meinte, dass im Moment keine Gefühle zulassen kann, obwohl er mir so gerne all das geben würde, was er möchte, es aber im Moment nicht gehen würde, dazu wäre zu viel passiert.
- August 2011: nun ist es so, dass ich das Gefühl habe, dass er sich von Tag zu Tag mehr zurückzieht. Die Telefonate werden plötzlich weniger, alles ist weniger geworden. Es gibt Zeiten, da höre ich zwei Tage nichts von ihm, das wäre früher nie passiert. Ich denke oft, was ist denn nur passiert? Er meinte, ich dürfe ihn nicht verlassen, wer würde mich brauchen. Aber, ich kann langsam nicht mehr. Mein Leben geht kaputt dadurch, von meinem Job, dem ich sowieso dadurch schon zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe, mal ganz abgesehen. Ich habe die Hoffnung, dass alles gut wird, irgendwie, irgendwann. Aber wie lange soll ich warten?!
Ich weiß, er hat viel durchgemacht in letzter Zeit, das schafft kein Mensch so schnell. Er lehnt aber jeden Kontakt, außer telefonischen, strikt ab.
So, das ist doch alles etwas länger geworden als gedacht.
Was haltet ihr von der Sache? Oder schonmal was ähnliches erlebt?
Nunja, nix ähnliches erlebt, aber ich kann versuchen Erklärungsversuche zu bringen...
Es sieht alles ziemlich nach Depression aus: So viele Rückschläge; Tote,finanzielle Probleme, schlenze Erinnerungen...
Das baut viel Druck auf. Sowas kann sich selbst regenerieren, aber auch tragisch destruktiv verlaufen.
Da musst du ihn definitiv unterstützen, wie, musst du leider selbst herausfinden.
Das er sich immer mehr zurückzieht würde ebenfalls in meine These passen. Vielleicht können andere member hieraus eine
passende Schlussfolgerung ziehen
Viel Glück
Ccooll
Es sieht alles ziemlich nach Depression aus: So viele Rückschläge; Tote,finanzielle Probleme, schlenze Erinnerungen...
Das baut viel Druck auf. Sowas kann sich selbst regenerieren, aber auch tragisch destruktiv verlaufen.
Da musst du ihn definitiv unterstützen, wie, musst du leider selbst herausfinden.
Das er sich immer mehr zurückzieht würde ebenfalls in meine These passen. Vielleicht können andere member hieraus eine
passende Schlussfolgerung ziehen
Viel Glück
Ccooll
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