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Ich darf ihn nicht mehr mitnehmen! :(

4 Antworten1'235 AufrufeGestartet von Putzi ·

PutziThemenstart
#1
Hallo!

Ich bin jetzt fast (!) wieder mit meinem (Ex-) Freund zusammen, es läuft gut, aber es gibt da ein Problem, das mich Tag ein Tag aus belastet!

Das Problem ist mein Vater!

Er verbietet mir meinen Freund mit nach Hause zu nehmen und das schon seit 3 Monaten!

Mein Freund hat vor einem Jahr Schluss gemacht und ich habe damals sehr darunter gelitten, weil ich ihn sehr liebe!

Jedoch ist das meiner Meinung nach normal, wenn man verlassen wird!

Ich habe bis 3 Monate nach der Trennung letztes Jahr eine richtig heftige Trauerphase gehabt und zwischendrin immer Kontakt mit ihm (meinem Freund) gehabt, weil er mich auch nicht gehen lassen wollte!

Ich war in der Zeit sehr durcheinander, weil ich nicht wusste, woran ich bin usw.!

Mein Vater hat mich in meiner schlimmsten Zeit hautnah miterlebt und das hat seine Wut oder was auch immer auf meinen Freund immer größer gemacht (er war schon immer der Meinung, dass ich zu gut sei für ihn (nur weil er etwas schlechter auf meinen Freundin der Schule war als ich ...).

Ich habe oft ein sehr angespanntes Verhälntis zu meinem Vater, weil er meiner Meinung nach sehr fragwürdige Asichtsweisen hat und immer versucht, mich so gut wie möglich zu unterdrücken und klein zu machen. (Sagt mir, er kann mich nicht ernst nehmen, weil ich zu schnell reden würde, meine Gechenke für seinen Gebrutstag könne er nicht so richtig ernst nehmen, er analysiert mich immer psychologisch (hat mal 3 Semester Psychologie studiert....und meint jetzt er wär der "Psycho-Pro" ...) und sagt mir immer nur, was ich noch nicht kann, wenn ich mit ihm etwas sachliches (Geldangelegenheiten beispielsweise) besprechen will! Er erklärt mir dann immer an aus der Nase hergezogenen Beispielen (von Sachen, von denen er DENKT, dass ich diese mache), was ich entwicklungstechnisch noch lernen muss und weshalb ich also noch nicht erwachsen bin!

Meine Berufswahl will er beeinflussen und setzt mich damit ziemlich unter Druck! Er meint, wir Kinder würden ihm das Geld aus der Tasche ziehen und er will mich (bin fast 20) aus dem Haus haben (hat nach 4 Kindern die Schnautze voll, will "endlich auch mal egoistisch sein und auf niemanden Rücksicht nehmen müssen") und er müsse mich nicht gleichgerecht wie meine Geschwister behandeln (die druften alle bis 23 im Haus bleiben! Er hat mich dann um mir das bildhaft zu zeigen mit einem behinderten Kind verglichen o.O...

Achja und der Hammer (er sagt das immer indirekt, wenn man dann sagt, dass das aber nicht rechtens ist hier in Deutschland meint er immer, er meinte das ja nicht so...aha) : Ich muss gefälligst, wenn ich unter seinem Dach wohne, SEINE Meinung teilen, darf keine eigene Meinung sagen bzw. äußern und ich solle seine Haltung und seine Sichtweisen respektieren! Wenn ich dann sage, dass er aber auch die meinen genause respektieren soll, dann sagt er immer "Ja tu ich ja, ABER ICH will dass du meine Meinung respektierst!" usw. ...

Ich habe das Gefühl, dass ihn das irgendwie "geil" macht, wenn er jemanden unterdrücken kann (auch meine und seine Mutter, seine Arbeitnehmer, meine Geschwister usw., er ist generell sehr abwertend gegenüber Frauen!), er ist ja der Chef (ist selbstständig und verdient sehr viel Geld)!

Er meint auch, er würde nichts zurückbekommen! Von niemandem! Auch von meiner Mutter nicht, die den Haushalt schmeißt und sich um Haus und Garten und frpher um uns Kinder gekümmert hat (bin die Jüngste)!

(Was will er denn, Geld?)

So nun aber zu meinem eigentlichen Problem:

Schon damals hat mein Vater meinen Freund nie so richtig akzeptiert! Mein Freund ist eben ein etwas schüchternerer Typ und ihm fällt es schwer auf Leute zuzugehen! Aber bei meinem Vater würde das selbst MIR an seiner Stelle schwer fallen!

Mein Vater will, dass mein Freund und meine Freunde (alle "Gäste" in SEINEM Haus) immer ihn begrüßen und immer ein nettes Pläuschchen mit ihm halten (Psychoprotz! Entschuldigt...!:/ )!

Mein Freund hat sich aber nie so Recht getraut, auf ihn zuzugehen, er ist eben ein schüchterner Typ und das will mein Vater nicht respektieren, dass Menschen eben unterschiedlich aufgeschlossen sind!

Nunja jetzt hatte ich vor 3 Monaten einen Unfall gehabt und mein Freund war sofort da, mein Vater hat noch mit den Polizisten geredet und mein Freund hatte gar nicht die Chance ihm "Hallo" zu sagen und das ist jetzt der Vorwurf, den mein Vater ihm gegenüber vorbringt!

Mein Vater meint, er will ihn nicht mehr hier im Haus haben (habe ihn extra vor 4-5 Wochen zum ersten Mal gefragt, ob ich ihn endlich mal wieder mit nehmen darf) und er meinte dann, dass er ihn nicht mehr hier haben will....blabla...egoistisch sein....generell dürfen keine Freunde mehr hier her usw.! Und vielleicht denke er ja in ein paar Wochen anders, da soll ich noch mal fragen, aber jetzt ist das so(bzw. war so?!)! Das Ganze war etwa vor 2 Monaten und jetzt ist ja einige Zeit verstrichen aber ich traue mich einfach nicht, ihn nochmal zu fragen! Zu groß ist die Angst, vor einer erneuten Absage!

Vor allem, da wir beide sehr implusiv sind und gleich an die Decke springen! Zumal er mich auch immer "sticheln" muss und Provokationsmöglichkeiten sucht!

Er meint, er müsse mich (20) immernoch erziehen und seine Methodik, dass er auf sein "Nein" beharrt wäre pädagogisch wertvoll für mich und würde ich gut erziehen- im Gegenteil, mcih setzt das alles nur unter Druck!

Es belastet unglaublich, dass mein Freund und ich nur noch zu ihm können! Mein Freund fragt dauernd, wann ich denn endlich wieder meinen Vater frage und das setzt mich auch wieder unter Druck!

Ausziehen will ich, aber es ist im Moment einfach nicht möglich! Selbst, wenn ich meine Ausbildung (die ich hoffentlich bekomme!) im Oktober beginnen reicht mein Geld nicht, und ich würde keine Unterstützung bekommen!

Das ist alles so festgefahren!

Ich fühl mich einfach nur noch schlecht, fühl zu Hause nicht mehr wohl wie in einem Gefängis!

Hat jemand eine Idee, wie ich ein sinnvolles Gespräch mit meinem Vater aufbauen könnte? Bzw. mag einfach jemand mal was dazu schreiben?

#2
Hat jemand eine Idee, wie ich ein sinnvolles Gespräch mit meinem Vater aufbauen könnte?
Ganz ehrlich gesagt: Nein.

Ich glaube auch nicht, dass ein sinnvolles Gespräch mit deinem Vater überhaupt möglich ist.

Es geht ihm nicht um deine Erziehung, um Psychologie, um Geld oder Freundlichkeit.

Ich vermute, dass es ihm (unbewusst) schlicht nur um Macht geht. Macht gegenüber dir und deinem Freund, gegenüber seiner Frau, seinen Arbeitnehmern, seinen Mitmenschen generell.

Er kann es wahrscheinlich nicht ertragen, dass jemand mit anderer Meinung auch Recht haben könnte. Deshalb beharrt er auf seiner eigenen.

Deinen Freund lässt er nicht gerne ins Haus, weil dieser eine potentielle Gefahr für sein kleines Reich darstellen könnte.

Ich glaube, dass dein Vater selber eher wenig Selbstvertrauen hat und voller Komplexe ist. Deshalb verhält er sich gegenüber seinen Mitmenschen, die er befehligen kann, so.

"Wenn du wissen willst, wie ein Mensch wirklich ist, dann schaue nicht wie er Gleichgestellte behandelt, sondern wie er Untergestellte behandelt." J.K. Rowling

Ob sich dein Vater ändern wird, bezweifle ich. Irgendwann ist man in seinen Verhaltensweisen dermassen gefangen, dass es schwierig bis ummöglich wird, daraus auszubrechen.

Tut mir leid, dass ich keinen besseren Rat weiss, als irgendwie durchzuhalten und sobald du die Möglichkeit hast, von Zuhause auszuziehen.

Alles Gute.

#3
Hallo Putzi,

ich geh mal davon aus, dass dein Mum zu Hause nichts zu melden hat? Was sagt sie denn zu der ganzen Sache?

Warum solltest du keine Unterstützung bekommen, wenn du ausziehst? Ich glaube, es gibt immer einen Weg, wenn man das wirklich will. Kannst du nicht Hilfe von deiner Mutter, Geschwister oder Großeltern bekommen?

Streitest du immer nur mit deinem Vater oder könnt ihr auch normal Reden? Kannst du ihm nicht sagen, wie sehr du darunter leidest, dass er dich unterdrückt? Oder ihm einen Brief schreiben, indem du ihm das sagst?

Dein Freund muss sich halt damit abfinden, dass er "nicht willkommen" ist bei dir. Da kannst du erstmal nichts dran ändern. Er weiß doch sicherlich, wie es bei dir zu Hause ist. Wenn du deinen Vater nicht noch einmal fragen willst, sag ihm das klipp und klar. Immerhin hast du dann den Stress, wenn er wieder geht. Oder du musst ihn einfach mitbringen und gar nicht erst fragen. (wird wahrscheinlich nicht möglich sein?) Würde dein Vater ihn dann rausschmeißen? Oder lad ihn und deinen Vater doch mal zum essen ein oder koch was. Vielleicht müssen sie sich einfach mal besser kennenlernen.

Wenn das alles nicht möglich ist, hat Grit recht: wenn die Situation so festgefahren ist, bleibt dir nichts anderes übrig als aus zuziehen und bis dahin durch zuhalten.

#4
Hallo Putzi,

hm... klingt Alles sehr schwierig :( . Du solltest deinem Freund auf jeden Fall klar machen, dass es nicht an dir sondern einzig und allein an deinem Vater liegt, dass er nicht zu dir kommen kann! Sag ihm doch einfach was du hier geschrieben hast, wenn er das nicht schon weiß... Sag ihm, dass du mit deinem Vater einfach nicht reden kannst und auch warum! Ich denke, dass das sehr verständlich ist!

Wegen dem Ausziehen bzw. der fehlenden Unterstützung... Müsstest du nicht eigentlich Berufsausbildungsbeihilfe beantragen können?

Erdbeerchen

#5
Hallo!

Also, wenn du eine Ausbildungsstelle bekommst und ausziehst, was dein Vater ja scheints möchte, bekommst du entweder Ausbildungsbeihilfe plus deinen Lohn, oder dein vater, wenn er so viel geld verdient, muss einen gewissen Teil Unterhalt zahlen.

Man kann schon für wenig Geld ein zimmer in einer Wg oder so mieten.

gruß

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