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Ich möchte mehr als eine Freizeitbeschäftigung sein

3 Antworten919 AufrufeGestartet von ivmmrpvczc ·

ivmmrpvczcThemenstart
#1
Ich hoffe, dass meine Gefühle zu erklären mir hilft, zu merken, was ich will...

Mein Freund und ich sind seit mehr als drei Jahren ein Paar. Begonnen hat diese Beziehung als eine Art Schulbeziehung, wir lernten uns in der Schule kennen. Wir waren unsere ersten Partner, alle unsere ersten Erfahrungen in der Liebe haben wir gemeinsam gemacht. Ich würde sagen, es war eine der Beziehungen bei welchen die älteren Leute lächeln und nicht glauben, dass sie mehr als ein halbes Jahr dauern kann. Nun sind wir schon volljährig und alle unsere Freunde gehen ernsthafte (mehr oder weniger) Beziehungen ein, die ersten ziehen zusammen. Wir streiten immer öfters, und immer aus dem selben Grund: Er hat ganz genau geplant, wann er Zeit für mich hat: Am Montag Abend von 19:00-21:00 und manchmal an einem Samstagnachmittag. An allen anderen Wochentagen ist er am Abend in einem Verein aktiv, Sonntag ist Familientag. Wenn es mal viel zu tun gibt auf der Arbeit (kommt natürlich öfters vor), kann er am Montag nicht kommen, denn das Programm aller anderer Abende kann in seiner Vorstellung nicht abgesagt werden. Ich fühle mich wie eine Freizeitbeschäftigung und nicht annähernd wie ein Teil seines Lebens. Und noch dazu die Freizeitbeschäftigung, die am einfachsten und liebsten abgesagt wird. Er isst nicht gerne bei mir, wenn meine Eltern da sind, er will immer eingeladen werden. Ich wünsche mir, dass es einfach klar ist, dass er hier essen darf, weil er dazu gehört, wie es der Freund meiner kleinen Schwester schon sein der ersten Woche tut. Ich würde gerne einmal mit ihm in die Ferien fahren, viele Ausflüge machen, aber all das ist ihm zu viel. Kino liegt nicht drinnen, in den zwei Stunden Zeit die er für mich hat... Sogar wenn er Ferien hat, muss der Zeitplan mehr oder weniger eingehalten werden. Meine Grosseltern kennen ihn nicht wirklich, weil er alle Einladungen zu Familienfesten oder Geburtstagen ablehnt. Meine Geburtstagsparty zum 18ten liess er wegen Training aus. Und so weiter...

Ich habe das Gefühl, dass ich mir eine auf eine Art "erwachsenere" und der Tatsache, dass das schon so lange läuft, entsprechende Beziehung wünsche. Aber ich wünsche mir sie so sehr mit ihm, weil ich unglaublich glücklich bin, sobald er bei mir ist und ich unsere gemeinsame Zeit immer geniesse. Ich bin mir sicher, ihn zu lieben, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich ihm noch glaube, wenn er sagt, dass er mich liebt. Mein Herz sagt, wieso ändert er denn nicht etwas, wenn ich so oft gesagt habe, wie ungeliebt ich mich fühle? Ich befürchte, auch wenn ich die Beziehung jetzt nicht beende, weil ich ihn noch liebe, wird sie zu Ende gehen, weil ich so oft traurig bin, wenn er mir mal wieder absagt und alles andere wichtiger ist als ich, und das immer in Streit endet. Leider oft in digitalem, da er ja nie vorbeikommt, und ich ihn auch nicht besuchen soll, sagt er. Bei 5 Minuten Weg mit dem Auto macht mich das noch mehr traurig. Unsere Beziehung schafft den Übergang von einer Schulbeziehung in etwas echteres nicht. 

#2
Hallo!

Für mich klingt das ganz und gar nicht nach einer (Liebes)beziehung. 

Er will/nimmt an Deinem Leben ja quasie gar kein Stück teil. Warum darfst Du denn nicht mal zu ihm? 

Ich finde dafür echt kaum Worte, wie er das mit Dir handhabt. Treffen immer an einem ganz bestimmten Tag inkl. einer grnauen Zeitspanne. Mir fehlen tatsächlich gerade die passenden Worte. Das Du Dich ungeliebt fühlst, kann ich absolut nachvollziehen. Wenn das schon so lange so läuft, glaube ich leider auch nicht das sich daran was ändern wird von seiner Seite aus. Ich denke ich wäre da schon längst an einem Punkt angekommen, wo ich mir gesagt hätte das man sich freundschaftlich trennt. Es macht so gar keinen Dinn.

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#3
Für mich klingt das auch mehr nach einer Freundschaft. Vielleicht könnt ihr das einfach umwandeln, und du suchst dir jemanden, der sich Zeit für dich nimmt, mehr Interesse an Gemeinsamkeit hat und ähnlichere Vorstellungen hat wie du! 

2× hilfreich
#4
Das tut mir leid. Ist ne schmerzvolle Situation, in der Du steckst. Hast Du schön beschrieben. 

Du hast auch alles auf den Punkt gebracht. ich kann Dich nur wiederholen. Du hast mehr Interesse an ihm und seinem Leben als er an Dir. Es tut weh, aber so ein Ungleichgewicht ist nicht selten. Und es ist vollkommen nachvollziehbar, dass Du darunter leidest und traurig bist. Die dauernden Zurückweisungen werden immer weh tun. Du wirst irgendwann den Mut aufbringen müssen, Dich zu trennen. Dir zu Liebe. Weil er es nicht Dir zuliebe tut. Das wird schwer und ist scheiße, aber du kommst drüber weg und wirst dann darauf achten, dass die nächste Beziehung mehr Gleichgewicht hat und ihr euch auf Augenhöhe begegnet. 

Dass dein Freund so ist, kannst du nicht ändern. Du kannst ihn stückweise manipulieren, aber das hält nicht lange. Der wahre Knackpunkt, an dem es scheitern wird ist, dass er kein wirkliches Interesse an Dir hat. 

Du verdienst allerdings Jemanden, der das hat. Also, nimm dir Zeit und mach das, was für Dich richtig ist. 

Alles Liebe

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