Ich schäme mich für meine Naivität
8 Antworten2'019 AufrufeGestartet von Chaotin1337 ·
Chaotin1337Themenstart
bearbeitet #1
Hallo Zusammen,
ich bin gerade am Ende meines "Romans" angekommen. Er ist so viel länger geworden, als ich dachte und ich hoffe auf wertvolle Ratschläge und keine Verurteilungen. Eigentlich bin ich nur auf der Suche zurück zu mir selbst...ich möchte endlich wieder aufwachen und mit den Gedanken endlich wieder bei einem anderen Thema sein. Ich hab bewusst soweit ausgeholt, damit ihr einen Eindruck von der Art der Beziehung erhaltet und ich denke auch beim Schreiben wurde mir bereits einiges klar - das hat also schon einmal geholfen :) Ich möchte eigentlich gestärkt aus der Situation gehen und finde meinen Weg bisher nicht. Vielleicht hat der eine oder andere Lust meine Geschichte zu lesen und hat ein Paar Denkanstöße für mich oder auch eine Sichtweise, die mir bisher noch selbst gar nicht eingefallen ist.
ich habe selbst noch nie in so ein Forum geschrieben, gelesen hab ich allerdings schon ganz viel. Mich beschäftigt derzeit ein Problem, was ich einfach nicht verarbeiten kann. Möglicherweise bin ich noch nicht an den Kern des Problems gestoßen, oder ich gehe zu hart mit mir ins Gericht oder mir fehlt es einfach an Selbstbewusst sein.
Lange Rede kurzer Sinn. Vor 4 Monaten lernte ich über eine Online-Plattform einen Mann (wir beide 30) kennen. Ich hatte mich angemeldet, weil mein Freundeskreis nur aus Paaren besteht und man häufig, auch wenn alle zusammen unterwegs ist, unter sich bleibt - außerdem war ich neugierig, was für Singles sich so in der Welt rumtreiben. Ich unterhielt mich eine Weile mit ihm, wir tauschten Handynummern aus und tickerten 3-4 Tage lang. Es waren lustige, lockere Gespräche. Er flirtete des Öfteren auch mal zweideutig und ich teilte ihm schnell mit, dass ich nichts dagegen habe, wenn er sich nach seiner Beziehung (lag ca. ein halbes Jahr zurück, dauerte 3 Jahre und es entstand ein Kind daraus) austoben wolle, ich jedoch nicht auf sexuelle Abenteuer stehe. Also beschlossen wir ohne Erwartungshaltung einen Kaffee trinken zu gehen, weil wir uns einfach sympathisch waren. Das Treffen lief besser, als gedacht. Wir gingen spazieren und haben viel gelacht - er hat mir sofort gefallen, aber ich wollte vorsichtig sein. Am folgenden Tag trafen wir uns und fuhren Tretboot (er angelte nebenbei und ich genoss einfach die Ruhe auf dem See). Am nächsten Tag besuchte er mich spontan in meiner Firma (es war samstags und es war außer mir niemand im Haus) und trank einen Kaffee mit mir, ich machte Feierabend und wir gingen ein Eis essen. Ich fragte, ob wir uns abends wiedersehen würden und er Lust hätte, etwas zu unternehmen.
Gesagt getan, es fand eine Strandparty nahe seiner Wohnung statt, wir tranken bereits bei ihm schon ein wenig und ich hab ihn ein wenig damit aufgezogen, dass er noch gar nicht versucht hätte, Körperkontakt herzustellen (weder Händchen halten, noch ein Kuss usw. - keine Ahnung, woher meine Ungeduld kam, wir kannten uns ja erst 3 Tage - er sagte mir, dass sich die Gelegenheit einfach noch nicht geboten hat) Der Abend lief weiter ganz lustig und wir gingen zum Strand, dort küsste er mich zum ersten mal. Wir gingen später Hand in Hand zurück zu ihm und aus einem Gespräch heraus erklärte er mir, dass er nicht der Typ ist, der sich so schnell verlieben würde. Ich versuchte das nicht allzu persönlich zu nehmen, er meinte jedoch, dass es bei seiner Ex genauso war und das er Liebe auf den ersten Blick einfach nicht kenne. Bei ihm in der Wohnung angekommen (ich war bereits einigermaßen angetrunken) habe ich ihn dann wieder geküsst und fing an ihn auszuziehen... Sex hat allerdings nicht funktioniert, er konnte nicht. Er meinte, es läge nicht an mir, er fände mich heiß, aber er fände es einfach nicht richtig jetzt miteinander zu schlafen, nur weil wir getrunken hätten. Das war in Ordnung und ich war auch müde, also schliefen wir ein. Ich musste früh morgens gehen, weil ich arbeiten musste, ihn habe ich schlafen lassen, weil wir kaum 3h zuvor erst ins Bett gegangen waren. Als er wach wurde schrieb er mir, dass ich ihn doch nicht einfach so liegen lassen könne ohne mich zu verabschieden und tat ganz beleidigt. Das fand ich dann schon wieder süß! Wir simsten den Tag über witzig hin und her und so ergab es sich, dass wir uns in den darauffolgenden Wochen fast täglich trafen. Nach ca. 2 Wochen und einigen Versuchen klappte es dann auch im Bett (er wertete seine Aufgeregtheit beim Sex als gutes Zeichen und ich eigentlich auch, er sagte, es wäre ihm ja auch wichtig, dass es schön ist - im Nachhinein betrachtet stand er vllt einfach nicht auf mich?). Auf jeden Fall hatten wir nicht so häufig Sex, wie ich es aus meinen beiden vergangenen Beziehungen in der Anfangszeit kannte - gerade anfangs kann man doch eigentlich die Finger nicht voneinander lassen - aber wir kuschelten viel, machten es uns gemütlich und hatten gute Gespräche
Nach ca. 3 Wochen wollte ich mit Freunden zu einem Festival, er hatte auch Lust darauf aber keiner seiner Freunde wollte gehen, also sagte ich ihm, dass er uns begleiten könne. Gesagt/Getan! Wir hatten nicht genau definiert, was das zwischen uns ist, also war ich im Umgang mit ihm vor meinen Freunden auch etwas unsicher. Es dauerte ewig bis es losging, weil die Mädels sich natürlich alle noch stundenlang "fertig machen" mussten ...sowohl er, als auch ich waren dann schon einigermaßen genervt, als wir ankamen, das verflog aber irgendwann wieder. Wir tranken alle viel und ärgerten uns alle gegenseitig (das ist ziemlich normal in unserem Freundeskreis und ich hatte ihn bereits vorgewarnt). Da ich die einzige Singlefrau im Freundeskreis bin, werde ich damit auch häufig aufgezogen, womit ich allerdings gut leben kann. Wir saßen irgendwann spät am Abend alle an einem Tisch und aßen, als mich mal wieder jemand ärgerte und ich darüber lachte und plötzlich sagte "mein Freund", dass ich ja so der Kumpeltyp wäre. Ich hab das runtergeschluckt, aber ich hab auch den anderen Mädels angesehen, dass sie die Aussage unpassend fanden. Ich hab mich geschämt und ich war sauer. Später sind wir wieder feiern gegangen und ich hab versucht meinen Spaß zu haben und versucht ihm aus dem Weg zu gehen. Natürlich bemerkte er das und fragte irgendwann, was los sei. Ich wollte darüber nicht reden und ich wollte auch gar nicht, dass er sieht, dass mich das so trifft - ich fand mich selber affig. Nachdem er mich aber nicht in Ruhe ließ, warf ich ihm dann an den Kopf, dass ich keinen Bock hätte, seine Kumpeline zu sein und das ihm das doch eigentlich bewusst sein müsste. Im Alkoholdrama lief dann auch die eine oder andere Träne aus Wut. Er meinte, er fände das irgendwie süß und nahm mich in den Arm und wir gingen nach einiger Zeit wieder zu meiner Clique. Wir waren die Letzten zum Ende des Fests und beschlossen im Auto zu schlafen. Auf dem Weg dort hin machte ich ihn darauf aufmerksam, dass er mich verunsichern würde, dass die Leidenschaft bei uns recht kurz käme, auch wenn wir sehr zärtlich und vertraut miteinander sind, aber ich ja nun mal auch ne Frau bin und nix dagegen hätte, auch mal einfach gepackt zu werden und naja...dann gehts eben los. Er sagte, dass das ja eigentlich alles wäre, was sich ein Mann so wünschen könnte.
Tja, was soll ich sagen, als hätte meine Ansage Wunder bewirkt, hatten wir plötzlich überall und ständig Sex. Er organisierte romantische Dates für mich, am Strand mit einer Flasche Wein und Musik und essen, wir waren aufgrund der Temperaturen fast täglich am See, er hatte Urlaub und brachte mir was zu Essen auf Arbeit, er machte mir Komplimente, er erzählte seinen Eltern wohl von mir und seiner Ex. Ich dachte, es würde endlich laufen. Aber irgendwie hatte ich doch immer das Gefühl, dass ich der Initiator sein müsse, dass er zwar alles von ihm bekommen könne, was ich mir wünsche, aber es nicht von ihm allein gekommen wäre. Alles, was ich dabei natürlich eigentlich wollte, war zu spüren, was er für mich empfindet - die ganze Mühe, die er sich gab, war wunderschön, aber ich hätte mich auch über viel weniger gefreut. Z.B. darüber, dass er mich mehr an seinem Leben teilhaben lässt, dass es etwas selbstverständlicher wäre zu wissen, wann wir uns wiedersehen - diese grundsätzlichen Dinge, versteht ihr? Das man sich erzählt, hey...morgen treffe ich mich mit Kumpels oder in meinem Fall mit Freundinnen und übermorgen abend wäre ich gern bei dir. Klar, wir sahen uns tatsächlich fast täglich, jedoch haben wir das oft erst nach Feierabend beschlossen und ich denke, dass ich vllt des Öfteren diejenige gewesen bin, die gefragt hat. Mittlerweile kam erschwerend hinzu, dass seine Ex ihn immer mehr terrorisierte, ihn zurück wollte, ihn mit dem Kind erpresste und eigentlich alles tat, damit er mich wieder verlässt.
Eigentlich war mir schon in dem Moment klar, dass es mir offenbar mehr bedeutet, als ihm, aber da er mir unglaublich gern eine Freude machte und immer respektvoll und zärtlich zu mir war und wir durchweg eine schöne Zeit hatten, wenn wir zusammen waren, man die Uhr danach stellen konnte, dass er mir einen guten Morgen wünschte und wir eigentlich immer in Kontakt standen, auch wenn wir uns mal nicht sahen, wollte ich auch glauben, dass es einfach nur Zeit braucht. Ich hätte mich mehr um mich selbst kümmern müssen, das weiß ich heute, aber das ist immer noch nicht der Grund für meinen Post.
Es vergingen noch ein Paar Wochen und wir fuhren zusammen ein Paar Tage ans Meer, zuvor hatte er seine Eltern mit seinem Sohn besucht und wir freuten uns aufeinander. Ab dem Moment, als ich in sein Auto stieg wusste ich jedoch, dass etwas anders war. Er war natürlich immer noch der Liebe und Fürsorgliche aber es gab im Urlaub kaum Körperkontakt, ich hatte eher das Gefühl, er ging dem ganzen bewusst aus dem Weg. Ich fragte ihn einen Abend, ob alles in Ordnung wäre und sagte ihm, dass ich das Gefühl hätte, mit ihm stimmt etwas nicht. Er meinte, ich würde mir das einreden und es wäre alles ok. Ich wollte unseren Urlaub auch nicht ruinieren, also hoffte ich, dass er möglicherweise irgendwann allein mit der Sprache rausrückte.
Aus dem Urlaub zurück sahen wir uns erst 2 Tage später wieder...nachdem wir auch während des Urlaub nur einmal am ersten Abend Sex hatten...hatte ich wirklich Lust auf ihn...er jedoch gar nicht. Ich war irritiert und lies ihn das auch spüren. Irgendwie hatten wir dann wohl doch Mitleidssex und besser hab ich mich danach natürlich auch nicht gefühlt. Klüger wäre es selbstverständlich gewesen, ihn dem Abend einfach allein zu lassen und seinen Launen nachhängen zu lassen, wenn er schon nicht sagen wollte, was ihn beschäftigt - aber wie das eben so ist, wenn man ohnehin verunsichert ist, dann versucht man ja doch irgendwie alles unter Kontrolle zu bringen (was klar nicht funktioniert). Ich schrieb ihm am nächsten Tag, ob es denn wirklich noch das ist, was er wolle - das mit mit mir - und er meinte, dass er mich nicht verletzten will, die Zeit mit mir wunderschön wäre, er aber einfach nicht weiß zur Zeit, ob er für eine Beziehung schon wieder bereit ist. Gut, auch wenn wenig überraschend, das war natürlich ein Schlag ins Gesicht. Ich sagte ihm, dass es dann wohl auch besser wäre, wir würden uns nicht mehr sehen, es würde ja nichts bringen....er meinte er würde das verstehen, wer wüsste im Moment einfach nicht so genau...ich schwieg darauf. Am nächsten Tag bot ich ihm an, dass wir an unserer Zeit festhalten, dass es manchmal vielleicht nicht so einfach ist, aber wir immer gut miteinander umgegangen sind und wenn er noch nicht die Nase voll von mir hat, wir es einfach laufen lassen. Ich klärte ab, ob es weiterhin gilt, dass wir keine anderen Treffen, das versicherte er mir und somit war ich einverstanden. Ich wollte nicht kampflos und gekränkt aufgeben. Wir gingen einen Tag später essen, ich schlief bei ihm. Wir küssten uns und kuschelten. Am Morgen, als er ging, wollte er gar nicht aufstehen. Umarmte mich fest und streichelte mich und kam noch einige Male wieder zurück ins Bett während er sich für die Arbeit fertig machte. Ich war fast überrascht über diesen "Gefühlsausbruch".
Den folgenden Abend wollte er bei mir schlafen, verschob es jedoch auf den Folgetag. Am Folgetag, wollte er für mich kochen und bei mir schlafen, versetzte mich jedoch, als ich quasi fertig in meiner Wohnung saß und auf ihn wartete. Wir redeten darüber, was das ganze denn soll und er mir doch einfach sagen soll, wenn er mich nicht mehr sehen will. Er tat es nicht. Er versprach mir am nächsten Tag da zu sein. Wir begrüßten uns per SMS wie jeden Morgen, ein wenig Smalltalk...ich hielt weitere Nachrichten auch niht für nötig, ich verließ mich ja darauf, dass wir uns abends sehen....jedoch meldete er sich nicht...und ich war dann auch zu stolz zu fragen. Wir meldeten uns also beide nicht. 4 volle Tage lang und eines hatte ich noch während dieser Tage erfahren. Ich war schwanger. Ich verhüte zwar, hab aber in einem Zyklus Antibiotika genommen, zusätzliche Verhütung irgendwie verdrängt. Für mich war klar, ich würde alleine kein Kind kriegen und auch in so einer frühen Phase einer Beziehung wäre das schon eine riesen Sache. Klar war auch, das mit ihm und mir ist vorbei, deutlicher konnte er mir wohl nicht zeigen, dass er nicht mehr möchte. Nach den 4 Tagen, schrieb ich ihm, dass er mir fehlt und das ich mir wünschte, er würde endlich mit mir reden. Er war kurz angebunden, er wüsste nicht, wie er sich das weiter mit uns vorstellt. Ich schlug vor es zu beenden, er willigte ein. Ich fand er hatte ein recht von Schwangerschaft zu erfahren, also knallte ich ihm die Info auch so in die SMS. Er reagierte damit, dass ihm das leid täte und er dazu nichts zu sagen wüsste. Wir stritten darüber, aber es ergab natürlich alles keinen Sinn. Er war überfordert und ich auch und wir sagten uns irgendwann gute Nacht. Am nächsten Tag schrieb ich ihm, dass die Situation mich belastet, dass ich auch nicht weiß, ich die Abtreibung finanziell wuppen könnte, dass ich ich ohnehin schon viel nebenher arbeiten würde um mein Leben vernünftig gestalten zu können und es mir leid täte ihn so überrumpelt zu haben, aber das mir die ganze Situation auch emotional zu schaffen macht, mir seine Meinung wichtig war, aber das ich natürlich auch keine Beziehung ohne Gefühle führen möchte, aber mich das eben alles nicht kalt lässt. Er antwortete darauf, dass es eben unter den Umständen niemanden glücklich macht, aber er mich finanziell unterstützen würde. Ich sagte, dass ich das eigentlich gar nicht will, sondern gerade jemanden bräuchte, der mir sagt, dass alles gut wird. Er meinte, dass er das in der Situation nicht könne.
Tja...ich nahm sein Angebot auf finanzielle Unterstützung an...machte meine Termine beim Frauenarzt. Er sagte, ich könnte ihm ja Bescheid sagen, was bei den Untersuchungen herauskäme. Das tat ich also, immer, wenn ich Termine hatte, gab ich ein kurzes Statement. Gefolgt von ein wenig Smalltalk. Er fragte während der 2 Wochen, die sich das ganze hinzog kein einziges Mal, wie es mir geht. Ich war enttäuscht, aber freundlich. Für den Tag der Abtreibung brauchte ich jemanden, der ein Paar Stunden bei mir bleibt. Ich fragte also ihn, er willigte ein. Er fragte noch, ob ich auf einem Festival arbeiten würde, zu dem er gehen wollte und meinte noch, dass er sich freuen würde, mich dort zu sehen.
Wir sahen uns dann am Tag der Abtreibung. Er hat sich gut um mich gekümmert, geredet haben wir über uns nicht mehr. Wir haben viel geschwiegen, aber es war auch nicht unangenehm. Ich fand es beruhigend, dass er da war. Wir verabschiedeten uns und sagten uns noch, dass wir uns am Abend auf dem Festival ja vllt sehen werden. Ich dankte ihm für seine Zeit und wünschte ihm viel Spaß. Natürlich sahen wir uns am Abend...er begrüßte mich nicht, grinste mich an ja...aber er war nicht mehr der vom Vormittag...ich war sauer und ich sagte ihm, dass ich sein Verhalten kindisch finde. Er warf mir vor, dass ich nicht so ausgesehen hätte, als hätte ich Bock auf ein Gespräch mit ihm gehabt. Am nächsten Tag schrieb er, dass er mir eigentlich auch anbieten wollte, dass ich mich nach Feierabend bei ihm im Zelt hinlegen könnte. Damit hat er mich natürlich besänftigt, auch wenn es für das Angebot zu spät war. Ich sagte ihm, dass es dumm ist ständig zu streiten und das ich mich freuen würde, wenn wir uns einfach nochmal friedlich treffen würden. Er tat so, als würde er sich sehr über das Angebot freuen, wir machten auch gleich einen Termin aus. An dem Tag des Treffens schrieb ich ihm, wann wir uns treffen wollen und er sagte mir, dass es bei ihm erst später abends ginge, er nicht wüsste ob es sich noch lohnen würde, ich sagte, ich hätte Urlaub, mir würde es nichts ausmachen, er könne sich das überlegen, ob es sich für ihn lohnen würde. Er schlug vor, es den Folgetag am nachmittag zu verschieben. Ich willigte ein...wir schrieben noch ein wenig darüber, was wir machen wollen und ich sagte zum schluss noch einmal, dass er das nicht machen müsste, weil er sich mir gegenüber zu etwas verpflichtet fühlt, sondern wenn, weil er wirklich Bock drauf hat mich zu sehen. Darauf keine Antwort mehr...Am nächsten Tag natürlich auch nicht. Knapp eine Stunde nach unserer vereinbarten Uhrzeit schrieb er mir, dass er jetzt erst Feierabend hätte und nun erst noch zum Sport wollte - ich sagte ihm, dass er sich gern mal fi**** könnte. Seitdem ist Funkstille!
Mir war das ganze Theater dann einfach zu doof. Ich hab mir ein friedliches Ende gewünscht. Ich wusste, es gab nichts zu retten. Wenn man nicht verliebt ist, ist man eben nicht verliebt - ich hätte ihn niemals angebettelt, es trotzdem mit mir zu versuchen. Aber wir hatten eine super Zeit mit einem schlechten Ende und wir haben niemals darüber gesprochen, was in unseren Köpfen während der letzten 2-3 Wochen vorgegangen war. 2 Wochen später war klar, er ist zu seiner Ex zurück gegangen. In meinen Augen verständlich. Sie ist die Mutter seines Kindes. Alles gut soweit und korrekt, dass er es versuchen will. Nur worüber ich einfach nicht hinweg komme, warum musste er mich zum Schluss so belügen. Ich hab mich gefühlt, wie eine nervige Alte, die ihm nachrennt und dann auch noch zu doof zum verhüten ist. Ich hab an mir gezweifelt und mich oft gefragt, was ich falsch gemacht habe. Ich hab versucht, es uns beiden zum Schluss nicht unnötig kompliziert zu machen. Ich hätte es so gebraucht, dass er mir sagt, dass es alles gut so war, dass er einfach nicht über seine Ex hinweg war. Stattdessen (und das ganze ist ja nun auch schon wieder weitere 2 Wochen her) werde ich jeden Tag wütender auf ihn. Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht eifersüchtig. Aber man hat sich doch auch mal etwas bedeutet und ich hätte ihn verstanden, hätte er nur mit mir geredet.
Ich hab das Gefühl, ich komme nicht weiter. Und natürlich denke ich mir selbst, Mensch...Krone richten und weitergehen. Aber eigentlich möchte ich ihm gern sagen, wie sehr er mich enttäuscht hat, in dem er mir was vorgespielt hat, was nicht da war und als er mich nicht mehr brauchte, einfach weggeschmissen hat und das das unserer Zeit nicht würdig und er damit einem Menschen, der ihm ja wohl zumindest ein wenig bedeutet hat, sehr doll verletzt hat. Nicht mit der Trennung, sondern mit seinem Verhalten vor allem trotz der Tatsache, dass die Schwangerschaft im Raum stand. Ich weiß, ich thematisiere das hier nur beiläufig...glaubt mir, es war keine einfache Entscheidung aber dennoch eine, die ich für mich und das leben von 3 Menschen gut vertreten kann. Vielleicht brauch ich einfach Menschen, die mir den Kopf waschen, weil ich noch immer an mir zweifle. Ich habe das Gefühl, ich habe ein Stück meiner Würde verloren und ich bin eigentlich ein selbstsicherer Mensch. Natürlich war ich sehr verliebt und ja ich war auch anhänglich, wo ich es vllt gar nicht hätte sein müssen, aber sein Verhalten zum Schluss verstehe ich einfach nicht und wenn ich ihm jetzt an den Kopf knalle, wie scheiße ich ihn finde, dann ist ja auch keinem geholfen.
P.S. ich habe vergangenes Wochenende einen Mann kennengelernt, der unglaublich witzig war....wir kamen ins Gespräch.....er fing an zu flirten....es stellte sich im Gespräch heraus, dass die beiden direkte Arbeitskollegen sind. Damit war für mich das Thema tabu. Sein Kollege blieb trotzdem dran, schimpfte über meinen Ex, meinte, er hätte mich ja eh nur fürs Bett gewollte. Ich hab kein schlechtes Wort über ihn verloren - das macht man nicht, aber dabei hab ich einfach festgestellt, wie wütend ich eigentlich doch selbst noch über den Verlauf der Geschichte bin. Und vllt wollte mir das Schicksal auch damit sagen, beschäftige dich mit der Sache, bevor du dich einem neuen Mann widmest.
Viele Grüße und ein Großes Danke fürs Lesen.
ich bin gerade am Ende meines "Romans" angekommen. Er ist so viel länger geworden, als ich dachte und ich hoffe auf wertvolle Ratschläge und keine Verurteilungen. Eigentlich bin ich nur auf der Suche zurück zu mir selbst...ich möchte endlich wieder aufwachen und mit den Gedanken endlich wieder bei einem anderen Thema sein. Ich hab bewusst soweit ausgeholt, damit ihr einen Eindruck von der Art der Beziehung erhaltet und ich denke auch beim Schreiben wurde mir bereits einiges klar - das hat also schon einmal geholfen :) Ich möchte eigentlich gestärkt aus der Situation gehen und finde meinen Weg bisher nicht. Vielleicht hat der eine oder andere Lust meine Geschichte zu lesen und hat ein Paar Denkanstöße für mich oder auch eine Sichtweise, die mir bisher noch selbst gar nicht eingefallen ist.
ich habe selbst noch nie in so ein Forum geschrieben, gelesen hab ich allerdings schon ganz viel. Mich beschäftigt derzeit ein Problem, was ich einfach nicht verarbeiten kann. Möglicherweise bin ich noch nicht an den Kern des Problems gestoßen, oder ich gehe zu hart mit mir ins Gericht oder mir fehlt es einfach an Selbstbewusst sein.
Lange Rede kurzer Sinn. Vor 4 Monaten lernte ich über eine Online-Plattform einen Mann (wir beide 30) kennen. Ich hatte mich angemeldet, weil mein Freundeskreis nur aus Paaren besteht und man häufig, auch wenn alle zusammen unterwegs ist, unter sich bleibt - außerdem war ich neugierig, was für Singles sich so in der Welt rumtreiben. Ich unterhielt mich eine Weile mit ihm, wir tauschten Handynummern aus und tickerten 3-4 Tage lang. Es waren lustige, lockere Gespräche. Er flirtete des Öfteren auch mal zweideutig und ich teilte ihm schnell mit, dass ich nichts dagegen habe, wenn er sich nach seiner Beziehung (lag ca. ein halbes Jahr zurück, dauerte 3 Jahre und es entstand ein Kind daraus) austoben wolle, ich jedoch nicht auf sexuelle Abenteuer stehe. Also beschlossen wir ohne Erwartungshaltung einen Kaffee trinken zu gehen, weil wir uns einfach sympathisch waren. Das Treffen lief besser, als gedacht. Wir gingen spazieren und haben viel gelacht - er hat mir sofort gefallen, aber ich wollte vorsichtig sein. Am folgenden Tag trafen wir uns und fuhren Tretboot (er angelte nebenbei und ich genoss einfach die Ruhe auf dem See). Am nächsten Tag besuchte er mich spontan in meiner Firma (es war samstags und es war außer mir niemand im Haus) und trank einen Kaffee mit mir, ich machte Feierabend und wir gingen ein Eis essen. Ich fragte, ob wir uns abends wiedersehen würden und er Lust hätte, etwas zu unternehmen.
Gesagt getan, es fand eine Strandparty nahe seiner Wohnung statt, wir tranken bereits bei ihm schon ein wenig und ich hab ihn ein wenig damit aufgezogen, dass er noch gar nicht versucht hätte, Körperkontakt herzustellen (weder Händchen halten, noch ein Kuss usw. - keine Ahnung, woher meine Ungeduld kam, wir kannten uns ja erst 3 Tage - er sagte mir, dass sich die Gelegenheit einfach noch nicht geboten hat) Der Abend lief weiter ganz lustig und wir gingen zum Strand, dort küsste er mich zum ersten mal. Wir gingen später Hand in Hand zurück zu ihm und aus einem Gespräch heraus erklärte er mir, dass er nicht der Typ ist, der sich so schnell verlieben würde. Ich versuchte das nicht allzu persönlich zu nehmen, er meinte jedoch, dass es bei seiner Ex genauso war und das er Liebe auf den ersten Blick einfach nicht kenne. Bei ihm in der Wohnung angekommen (ich war bereits einigermaßen angetrunken) habe ich ihn dann wieder geküsst und fing an ihn auszuziehen... Sex hat allerdings nicht funktioniert, er konnte nicht. Er meinte, es läge nicht an mir, er fände mich heiß, aber er fände es einfach nicht richtig jetzt miteinander zu schlafen, nur weil wir getrunken hätten. Das war in Ordnung und ich war auch müde, also schliefen wir ein. Ich musste früh morgens gehen, weil ich arbeiten musste, ihn habe ich schlafen lassen, weil wir kaum 3h zuvor erst ins Bett gegangen waren. Als er wach wurde schrieb er mir, dass ich ihn doch nicht einfach so liegen lassen könne ohne mich zu verabschieden und tat ganz beleidigt. Das fand ich dann schon wieder süß! Wir simsten den Tag über witzig hin und her und so ergab es sich, dass wir uns in den darauffolgenden Wochen fast täglich trafen. Nach ca. 2 Wochen und einigen Versuchen klappte es dann auch im Bett (er wertete seine Aufgeregtheit beim Sex als gutes Zeichen und ich eigentlich auch, er sagte, es wäre ihm ja auch wichtig, dass es schön ist - im Nachhinein betrachtet stand er vllt einfach nicht auf mich?). Auf jeden Fall hatten wir nicht so häufig Sex, wie ich es aus meinen beiden vergangenen Beziehungen in der Anfangszeit kannte - gerade anfangs kann man doch eigentlich die Finger nicht voneinander lassen - aber wir kuschelten viel, machten es uns gemütlich und hatten gute Gespräche
Nach ca. 3 Wochen wollte ich mit Freunden zu einem Festival, er hatte auch Lust darauf aber keiner seiner Freunde wollte gehen, also sagte ich ihm, dass er uns begleiten könne. Gesagt/Getan! Wir hatten nicht genau definiert, was das zwischen uns ist, also war ich im Umgang mit ihm vor meinen Freunden auch etwas unsicher. Es dauerte ewig bis es losging, weil die Mädels sich natürlich alle noch stundenlang "fertig machen" mussten ...sowohl er, als auch ich waren dann schon einigermaßen genervt, als wir ankamen, das verflog aber irgendwann wieder. Wir tranken alle viel und ärgerten uns alle gegenseitig (das ist ziemlich normal in unserem Freundeskreis und ich hatte ihn bereits vorgewarnt). Da ich die einzige Singlefrau im Freundeskreis bin, werde ich damit auch häufig aufgezogen, womit ich allerdings gut leben kann. Wir saßen irgendwann spät am Abend alle an einem Tisch und aßen, als mich mal wieder jemand ärgerte und ich darüber lachte und plötzlich sagte "mein Freund", dass ich ja so der Kumpeltyp wäre. Ich hab das runtergeschluckt, aber ich hab auch den anderen Mädels angesehen, dass sie die Aussage unpassend fanden. Ich hab mich geschämt und ich war sauer. Später sind wir wieder feiern gegangen und ich hab versucht meinen Spaß zu haben und versucht ihm aus dem Weg zu gehen. Natürlich bemerkte er das und fragte irgendwann, was los sei. Ich wollte darüber nicht reden und ich wollte auch gar nicht, dass er sieht, dass mich das so trifft - ich fand mich selber affig. Nachdem er mich aber nicht in Ruhe ließ, warf ich ihm dann an den Kopf, dass ich keinen Bock hätte, seine Kumpeline zu sein und das ihm das doch eigentlich bewusst sein müsste. Im Alkoholdrama lief dann auch die eine oder andere Träne aus Wut. Er meinte, er fände das irgendwie süß und nahm mich in den Arm und wir gingen nach einiger Zeit wieder zu meiner Clique. Wir waren die Letzten zum Ende des Fests und beschlossen im Auto zu schlafen. Auf dem Weg dort hin machte ich ihn darauf aufmerksam, dass er mich verunsichern würde, dass die Leidenschaft bei uns recht kurz käme, auch wenn wir sehr zärtlich und vertraut miteinander sind, aber ich ja nun mal auch ne Frau bin und nix dagegen hätte, auch mal einfach gepackt zu werden und naja...dann gehts eben los. Er sagte, dass das ja eigentlich alles wäre, was sich ein Mann so wünschen könnte.
Tja, was soll ich sagen, als hätte meine Ansage Wunder bewirkt, hatten wir plötzlich überall und ständig Sex. Er organisierte romantische Dates für mich, am Strand mit einer Flasche Wein und Musik und essen, wir waren aufgrund der Temperaturen fast täglich am See, er hatte Urlaub und brachte mir was zu Essen auf Arbeit, er machte mir Komplimente, er erzählte seinen Eltern wohl von mir und seiner Ex. Ich dachte, es würde endlich laufen. Aber irgendwie hatte ich doch immer das Gefühl, dass ich der Initiator sein müsse, dass er zwar alles von ihm bekommen könne, was ich mir wünsche, aber es nicht von ihm allein gekommen wäre. Alles, was ich dabei natürlich eigentlich wollte, war zu spüren, was er für mich empfindet - die ganze Mühe, die er sich gab, war wunderschön, aber ich hätte mich auch über viel weniger gefreut. Z.B. darüber, dass er mich mehr an seinem Leben teilhaben lässt, dass es etwas selbstverständlicher wäre zu wissen, wann wir uns wiedersehen - diese grundsätzlichen Dinge, versteht ihr? Das man sich erzählt, hey...morgen treffe ich mich mit Kumpels oder in meinem Fall mit Freundinnen und übermorgen abend wäre ich gern bei dir. Klar, wir sahen uns tatsächlich fast täglich, jedoch haben wir das oft erst nach Feierabend beschlossen und ich denke, dass ich vllt des Öfteren diejenige gewesen bin, die gefragt hat. Mittlerweile kam erschwerend hinzu, dass seine Ex ihn immer mehr terrorisierte, ihn zurück wollte, ihn mit dem Kind erpresste und eigentlich alles tat, damit er mich wieder verlässt.
Eigentlich war mir schon in dem Moment klar, dass es mir offenbar mehr bedeutet, als ihm, aber da er mir unglaublich gern eine Freude machte und immer respektvoll und zärtlich zu mir war und wir durchweg eine schöne Zeit hatten, wenn wir zusammen waren, man die Uhr danach stellen konnte, dass er mir einen guten Morgen wünschte und wir eigentlich immer in Kontakt standen, auch wenn wir uns mal nicht sahen, wollte ich auch glauben, dass es einfach nur Zeit braucht. Ich hätte mich mehr um mich selbst kümmern müssen, das weiß ich heute, aber das ist immer noch nicht der Grund für meinen Post.
Es vergingen noch ein Paar Wochen und wir fuhren zusammen ein Paar Tage ans Meer, zuvor hatte er seine Eltern mit seinem Sohn besucht und wir freuten uns aufeinander. Ab dem Moment, als ich in sein Auto stieg wusste ich jedoch, dass etwas anders war. Er war natürlich immer noch der Liebe und Fürsorgliche aber es gab im Urlaub kaum Körperkontakt, ich hatte eher das Gefühl, er ging dem ganzen bewusst aus dem Weg. Ich fragte ihn einen Abend, ob alles in Ordnung wäre und sagte ihm, dass ich das Gefühl hätte, mit ihm stimmt etwas nicht. Er meinte, ich würde mir das einreden und es wäre alles ok. Ich wollte unseren Urlaub auch nicht ruinieren, also hoffte ich, dass er möglicherweise irgendwann allein mit der Sprache rausrückte.
Aus dem Urlaub zurück sahen wir uns erst 2 Tage später wieder...nachdem wir auch während des Urlaub nur einmal am ersten Abend Sex hatten...hatte ich wirklich Lust auf ihn...er jedoch gar nicht. Ich war irritiert und lies ihn das auch spüren. Irgendwie hatten wir dann wohl doch Mitleidssex und besser hab ich mich danach natürlich auch nicht gefühlt. Klüger wäre es selbstverständlich gewesen, ihn dem Abend einfach allein zu lassen und seinen Launen nachhängen zu lassen, wenn er schon nicht sagen wollte, was ihn beschäftigt - aber wie das eben so ist, wenn man ohnehin verunsichert ist, dann versucht man ja doch irgendwie alles unter Kontrolle zu bringen (was klar nicht funktioniert). Ich schrieb ihm am nächsten Tag, ob es denn wirklich noch das ist, was er wolle - das mit mit mir - und er meinte, dass er mich nicht verletzten will, die Zeit mit mir wunderschön wäre, er aber einfach nicht weiß zur Zeit, ob er für eine Beziehung schon wieder bereit ist. Gut, auch wenn wenig überraschend, das war natürlich ein Schlag ins Gesicht. Ich sagte ihm, dass es dann wohl auch besser wäre, wir würden uns nicht mehr sehen, es würde ja nichts bringen....er meinte er würde das verstehen, wer wüsste im Moment einfach nicht so genau...ich schwieg darauf. Am nächsten Tag bot ich ihm an, dass wir an unserer Zeit festhalten, dass es manchmal vielleicht nicht so einfach ist, aber wir immer gut miteinander umgegangen sind und wenn er noch nicht die Nase voll von mir hat, wir es einfach laufen lassen. Ich klärte ab, ob es weiterhin gilt, dass wir keine anderen Treffen, das versicherte er mir und somit war ich einverstanden. Ich wollte nicht kampflos und gekränkt aufgeben. Wir gingen einen Tag später essen, ich schlief bei ihm. Wir küssten uns und kuschelten. Am Morgen, als er ging, wollte er gar nicht aufstehen. Umarmte mich fest und streichelte mich und kam noch einige Male wieder zurück ins Bett während er sich für die Arbeit fertig machte. Ich war fast überrascht über diesen "Gefühlsausbruch".
Den folgenden Abend wollte er bei mir schlafen, verschob es jedoch auf den Folgetag. Am Folgetag, wollte er für mich kochen und bei mir schlafen, versetzte mich jedoch, als ich quasi fertig in meiner Wohnung saß und auf ihn wartete. Wir redeten darüber, was das ganze denn soll und er mir doch einfach sagen soll, wenn er mich nicht mehr sehen will. Er tat es nicht. Er versprach mir am nächsten Tag da zu sein. Wir begrüßten uns per SMS wie jeden Morgen, ein wenig Smalltalk...ich hielt weitere Nachrichten auch niht für nötig, ich verließ mich ja darauf, dass wir uns abends sehen....jedoch meldete er sich nicht...und ich war dann auch zu stolz zu fragen. Wir meldeten uns also beide nicht. 4 volle Tage lang und eines hatte ich noch während dieser Tage erfahren. Ich war schwanger. Ich verhüte zwar, hab aber in einem Zyklus Antibiotika genommen, zusätzliche Verhütung irgendwie verdrängt. Für mich war klar, ich würde alleine kein Kind kriegen und auch in so einer frühen Phase einer Beziehung wäre das schon eine riesen Sache. Klar war auch, das mit ihm und mir ist vorbei, deutlicher konnte er mir wohl nicht zeigen, dass er nicht mehr möchte. Nach den 4 Tagen, schrieb ich ihm, dass er mir fehlt und das ich mir wünschte, er würde endlich mit mir reden. Er war kurz angebunden, er wüsste nicht, wie er sich das weiter mit uns vorstellt. Ich schlug vor es zu beenden, er willigte ein. Ich fand er hatte ein recht von Schwangerschaft zu erfahren, also knallte ich ihm die Info auch so in die SMS. Er reagierte damit, dass ihm das leid täte und er dazu nichts zu sagen wüsste. Wir stritten darüber, aber es ergab natürlich alles keinen Sinn. Er war überfordert und ich auch und wir sagten uns irgendwann gute Nacht. Am nächsten Tag schrieb ich ihm, dass die Situation mich belastet, dass ich auch nicht weiß, ich die Abtreibung finanziell wuppen könnte, dass ich ich ohnehin schon viel nebenher arbeiten würde um mein Leben vernünftig gestalten zu können und es mir leid täte ihn so überrumpelt zu haben, aber das mir die ganze Situation auch emotional zu schaffen macht, mir seine Meinung wichtig war, aber das ich natürlich auch keine Beziehung ohne Gefühle führen möchte, aber mich das eben alles nicht kalt lässt. Er antwortete darauf, dass es eben unter den Umständen niemanden glücklich macht, aber er mich finanziell unterstützen würde. Ich sagte, dass ich das eigentlich gar nicht will, sondern gerade jemanden bräuchte, der mir sagt, dass alles gut wird. Er meinte, dass er das in der Situation nicht könne.
Tja...ich nahm sein Angebot auf finanzielle Unterstützung an...machte meine Termine beim Frauenarzt. Er sagte, ich könnte ihm ja Bescheid sagen, was bei den Untersuchungen herauskäme. Das tat ich also, immer, wenn ich Termine hatte, gab ich ein kurzes Statement. Gefolgt von ein wenig Smalltalk. Er fragte während der 2 Wochen, die sich das ganze hinzog kein einziges Mal, wie es mir geht. Ich war enttäuscht, aber freundlich. Für den Tag der Abtreibung brauchte ich jemanden, der ein Paar Stunden bei mir bleibt. Ich fragte also ihn, er willigte ein. Er fragte noch, ob ich auf einem Festival arbeiten würde, zu dem er gehen wollte und meinte noch, dass er sich freuen würde, mich dort zu sehen.
Wir sahen uns dann am Tag der Abtreibung. Er hat sich gut um mich gekümmert, geredet haben wir über uns nicht mehr. Wir haben viel geschwiegen, aber es war auch nicht unangenehm. Ich fand es beruhigend, dass er da war. Wir verabschiedeten uns und sagten uns noch, dass wir uns am Abend auf dem Festival ja vllt sehen werden. Ich dankte ihm für seine Zeit und wünschte ihm viel Spaß. Natürlich sahen wir uns am Abend...er begrüßte mich nicht, grinste mich an ja...aber er war nicht mehr der vom Vormittag...ich war sauer und ich sagte ihm, dass ich sein Verhalten kindisch finde. Er warf mir vor, dass ich nicht so ausgesehen hätte, als hätte ich Bock auf ein Gespräch mit ihm gehabt. Am nächsten Tag schrieb er, dass er mir eigentlich auch anbieten wollte, dass ich mich nach Feierabend bei ihm im Zelt hinlegen könnte. Damit hat er mich natürlich besänftigt, auch wenn es für das Angebot zu spät war. Ich sagte ihm, dass es dumm ist ständig zu streiten und das ich mich freuen würde, wenn wir uns einfach nochmal friedlich treffen würden. Er tat so, als würde er sich sehr über das Angebot freuen, wir machten auch gleich einen Termin aus. An dem Tag des Treffens schrieb ich ihm, wann wir uns treffen wollen und er sagte mir, dass es bei ihm erst später abends ginge, er nicht wüsste ob es sich noch lohnen würde, ich sagte, ich hätte Urlaub, mir würde es nichts ausmachen, er könne sich das überlegen, ob es sich für ihn lohnen würde. Er schlug vor, es den Folgetag am nachmittag zu verschieben. Ich willigte ein...wir schrieben noch ein wenig darüber, was wir machen wollen und ich sagte zum schluss noch einmal, dass er das nicht machen müsste, weil er sich mir gegenüber zu etwas verpflichtet fühlt, sondern wenn, weil er wirklich Bock drauf hat mich zu sehen. Darauf keine Antwort mehr...Am nächsten Tag natürlich auch nicht. Knapp eine Stunde nach unserer vereinbarten Uhrzeit schrieb er mir, dass er jetzt erst Feierabend hätte und nun erst noch zum Sport wollte - ich sagte ihm, dass er sich gern mal fi**** könnte. Seitdem ist Funkstille!
Mir war das ganze Theater dann einfach zu doof. Ich hab mir ein friedliches Ende gewünscht. Ich wusste, es gab nichts zu retten. Wenn man nicht verliebt ist, ist man eben nicht verliebt - ich hätte ihn niemals angebettelt, es trotzdem mit mir zu versuchen. Aber wir hatten eine super Zeit mit einem schlechten Ende und wir haben niemals darüber gesprochen, was in unseren Köpfen während der letzten 2-3 Wochen vorgegangen war. 2 Wochen später war klar, er ist zu seiner Ex zurück gegangen. In meinen Augen verständlich. Sie ist die Mutter seines Kindes. Alles gut soweit und korrekt, dass er es versuchen will. Nur worüber ich einfach nicht hinweg komme, warum musste er mich zum Schluss so belügen. Ich hab mich gefühlt, wie eine nervige Alte, die ihm nachrennt und dann auch noch zu doof zum verhüten ist. Ich hab an mir gezweifelt und mich oft gefragt, was ich falsch gemacht habe. Ich hab versucht, es uns beiden zum Schluss nicht unnötig kompliziert zu machen. Ich hätte es so gebraucht, dass er mir sagt, dass es alles gut so war, dass er einfach nicht über seine Ex hinweg war. Stattdessen (und das ganze ist ja nun auch schon wieder weitere 2 Wochen her) werde ich jeden Tag wütender auf ihn. Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht eifersüchtig. Aber man hat sich doch auch mal etwas bedeutet und ich hätte ihn verstanden, hätte er nur mit mir geredet.
Ich hab das Gefühl, ich komme nicht weiter. Und natürlich denke ich mir selbst, Mensch...Krone richten und weitergehen. Aber eigentlich möchte ich ihm gern sagen, wie sehr er mich enttäuscht hat, in dem er mir was vorgespielt hat, was nicht da war und als er mich nicht mehr brauchte, einfach weggeschmissen hat und das das unserer Zeit nicht würdig und er damit einem Menschen, der ihm ja wohl zumindest ein wenig bedeutet hat, sehr doll verletzt hat. Nicht mit der Trennung, sondern mit seinem Verhalten vor allem trotz der Tatsache, dass die Schwangerschaft im Raum stand. Ich weiß, ich thematisiere das hier nur beiläufig...glaubt mir, es war keine einfache Entscheidung aber dennoch eine, die ich für mich und das leben von 3 Menschen gut vertreten kann. Vielleicht brauch ich einfach Menschen, die mir den Kopf waschen, weil ich noch immer an mir zweifle. Ich habe das Gefühl, ich habe ein Stück meiner Würde verloren und ich bin eigentlich ein selbstsicherer Mensch. Natürlich war ich sehr verliebt und ja ich war auch anhänglich, wo ich es vllt gar nicht hätte sein müssen, aber sein Verhalten zum Schluss verstehe ich einfach nicht und wenn ich ihm jetzt an den Kopf knalle, wie scheiße ich ihn finde, dann ist ja auch keinem geholfen.
P.S. ich habe vergangenes Wochenende einen Mann kennengelernt, der unglaublich witzig war....wir kamen ins Gespräch.....er fing an zu flirten....es stellte sich im Gespräch heraus, dass die beiden direkte Arbeitskollegen sind. Damit war für mich das Thema tabu. Sein Kollege blieb trotzdem dran, schimpfte über meinen Ex, meinte, er hätte mich ja eh nur fürs Bett gewollte. Ich hab kein schlechtes Wort über ihn verloren - das macht man nicht, aber dabei hab ich einfach festgestellt, wie wütend ich eigentlich doch selbst noch über den Verlauf der Geschichte bin. Und vllt wollte mir das Schicksal auch damit sagen, beschäftige dich mit der Sache, bevor du dich einem neuen Mann widmest.
Viele Grüße und ein Großes Danke fürs Lesen.
bearbeitet #2
Hallo Chaotin. Deine Geschichte ist gut nachvollziehbar und auch schon sehr reflektiert geschrieben. Manchmal hilft diese Reflektion etwas, die Worte die man finden kann, die Narrative, die man ausfindig macht und darlegt, um sich in der Objektivierung des Gewesenen schon zu distanzieren. Zumindest etwas. Insofern Glückwunsch zu einem kleinen Schritt.
Aber die bohrenden Fragen und die Verletzungen hören natürlich nicht so einfach auf.
Deine Art zu denken und zu interpretieren ist mir relativ vertraut, obgleich ich ein Mann bin.
Aber bevor ich darauf noch eingehe, möchte ich etwas zur Abtreibung sagen.
Ich glaube dir, dass du dir die Entscheidung nicht leicht gemacht hast. Aber ich finde, deine Interpretation ist in einem Punkt tatsächlich falsch und dazu stehe ich auch falls es Widerspruch von welcher Seite auch immer geben sollte.
Du schreibst, dass es eine Entscheidung sei, die du „für (dich) und das Leben von 3 Menschen gut vertreten kannst“. Aber hier liegst du falsch, falls dieser dritte Mensch das ungeborene Kind ist. Denn dieses wird nie eine Chance haben, sich dazu zu positionieren und hypothetisch gesehen ist es auch unlauter, auch nur zu setzen, es würde (oder könnte auch nur!) später im Leben deiner Entscheidung zugestimmt haben. Das haut absolut nicht hin. Du hast eine Entscheidung getroffen, sie war nicht leicht und für dich war es die beste (verfügbare), oder vielleicht auch die beste der schlechten Entscheidungen. Das ist okay. Auch zu sagen, dass es für ihn, den jetzt-doch-nicht-Vater, die beste Entscheidung war ist okay, zumal er nicht widersprochen hat, dich „dabei“ (dieses „Dabei“ ist eine Sache, die sicherlich innere Schmerzen und Scham auslöst und die du in ihrer Gänze kaum zulassen kannst, die du vielleicht gar nicht in vollem Ausmaß blicken kannst, weil sie so schmerzhaft ist – dazu steht unten gleich viel mehr!) unterstützt hat und nicht erkennen ließ, das Kind haben zu wollen. Aber du kannst dieses Kind nicht mit in die Gleichung einbeziehen. Das ist ein psychologisch nachvollziehbarer, aber falscher Trick, der dich von Verantwortung entlastet. Aber wenn man es objektiv sieht und ehrlich ist, ist das keine Entlastung. Es ist ein Manöver deiner Selbst, dich freizusprechen mit einem Scheinargument, auf das du herein fällst. Zu dieser harten Einschätzung stehe ich (auch wenn ich die Tragik verstehe und Glück habe, diese qua biologischer Destination nie in dem Ausmaß durchleben zu müssen!).
Und hier gibt es auch (von ganz besonderen Ausnahmen abgesehen, für die in deiner Geschichte keine Anhaltspunkte genannt wurden [z.B. Sicherheit oder große Wahrscheinlichkeit einer schweren unheilbaren Krankheit des Kindes oder ein Leben des Kindes, das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so schmerzhaft sein wird, dass es nicht durch irgendetwas, was es im Leben Schönes und Lebenswertes erleben kann, aufgewogen werden kann]) keine Frage des „kann man so und so sehen“. Auch dazu stehe ich. Dieser gedankliche Zug ist ein Selbstbetrug.
Also noch mal anders: Dein Handeln fällt in die moralische Sphäre und es kann nicht durch deine Behauptung der besten Entscheidung für 3 Menschen daraus entzogen werden.
Trotzdem sage ich damit nicht, dass ich deine Entscheidung unmoralisch finde. Aber sie ist, auch das wieder mein Klartext, nicht über jeden (und aus meiner Sicht auch nicht über jeden schwerwiegenden) Zweifel erhaben. Mein dezidiertes Urteil enthalte ich, weil das wiederum sehr wohl subjektiv ist und ich nicht alles von dir und deiner Lebenssituation sowie körperlichen und geistigen Kraft weiß und auch nichts von der Mühe bei der Entscheidung, die du dir gegeben hast.
Und damit das klar ist: Wie er mit der Schwangerschaft umging und auf dich einwirkte und dich unterstützte (wohl auch in seinem Sinn) und wo nicht, ist genauso moralischen Zweifeln ausgesetzt - nicht nur deine Entscheidung und dein Handeln. Und da würde ich ihn auch nicht einfach freisprechen im Hinblick auf den Umgang mit dir in deiner schwierigen Lage.
Zu der gescheiterten Beziehung.
Du hast schlicht den Mann zum falschen Zeitpunkt kennen gelernt. Und zwar aus 2 Gründen:
1) Er war noch sehr frisch getrennt, noch sehr emotional mit seiner Ex involviert. Und auch an sie und eine Beziehung zu ihr gebunden - durch das gemeinsame Kind. Es ist eine schwerere Ausgangslage als andere. Anders gesagt: Du hast schon an einem Spiel mit relativ großen Risiken teilgenommen.
2) Der Mann war andererseits vermutlich in der Lage, dass er Ablenkung, Trost, Zuspruch, Bestätigung aufsog, aber dazu bedarf es ja nicht einer tollen Partnerin oder der tiefen Liebe. Diese Aspekte kann auch eine andere Person, in dem Falle du, geben.
Zudem:
Der Mann hat dir schon sehr früh vermittelt, dass er gerade nichts Festes kann. Ob das in jedem Fall stimmt (viele glauben, das ist nicht der Fall; bei der richtigen könne und würde jeder [nahezu; ich will nicht von traumatisierten oder sozial irgendwie lädierten bzw. extrem unempfindlichen Menschen sprechen] „etwas Festes“ eingehen) ist schwer zu sagen. Aber du warst eigentlich im Bilde. Aber du hast versucht das zu übergehen und positiv diese Haltung zu verändern und in ihm die Liebe für dich zu wecken. Das ist nicht falsch. Manchmal wächst es dann. Aber wie schon geschrieben, die Wahrscheinlichkeit, dass es sich nicht so entwickelt, war schon gegeben und wurde dir vermittelt. Hier ist die Message einfach: Hör zu was jemand sagt und handele demgemäß, wie du das findest. Und schau natürlich auch, ob Worte und Taten zusammenstimmen…
Prinzipiell aber ist jede Beziehung ein Wagnis und immer kann es enttäuschend und schmerzend verlaufen. Selbst wenn beide das Beste wollen. Das ist eben so. Und vielleicht war eure Beziehung im Prinzip auch genau so etwas, wenn am Ende nicht noch die Schwangerschaft alles verschärft hätte.
Warum soll er dich denn in eurer gemeinsamen Zeit unfreundlich oder schlecht behandeln? Ist nach allem was du schreibst nicht seine Art, bringt nichts, würde dir nicht gerecht werden, ist keine Basis für einen guten Umgang. Also aus diesem Grunde sehe ich nicht, dass er dich getäuscht hätte. Er war da nicht falsch zu dir. Er war sogar sehr lieb zu dir und deswegen auch - so hoffe ich - hast du ihn so gern gehabt.
Am Ende war es einfach ganz anstrengend und schwierig geworden in der Gemengelage. Da war er nicht sehr toll, aber in Anbetracht der ganzen Irrungen und Wirrungen auch kein "Arsch". Freilich, wie oben geschrieben, im Hinblick auf die Schwangerschaft und Abtreibung war er auf jeden Fall kein Vorbild an Verantwortung und Beistand und die Abtreibung war vielleicht auch für die für ihn bequemste Lösung (Hat er da auf dich eingewirkt in dem Sinne, dass du es machen sollst über das Angebot das Geld für die "Maßnahme" zu geben hinaus?). Siehe den Abschnitt oben.
Würde.
Das ist ein großes Wort. Er hat deine Würde sicherlich etwas verletzt. Aber vielleicht hast du deine Würde auch verletzt (Dinge getan, die du eigentlich nicht tun willst, die nicht deinem Selbst(wunsch)bild entsprechen) und auch dafür muss er nun als Sündenbock herhalten. Das ist auch ein Selbstentlastungsversuch wie der, den ich oben schon abgehandelt habe, wenn auch ein anderer Selbstentlastungsversuch (Opferrolle im Verbund mit Verdrängung der selbst hervorgerufenen Verletzungen der eigene Würde). Mir kommt das etwas so vor. Aber wie es auch ist und was auch immer er getan hat (in meiner Sicht hat er nicht nur gut, aber auch nicht nur schlecht gehandelt und dich auch zeitweise gut behandelt; aber er hat dich nicht in einem ernsten Sinne missbraucht!): Es ist geschehen. Wichtig ist, daraus zu lernen!
Anhänglichkeit:
Die von dir geschilderte Anhänglichkeit kann ich gut nachvollziehen und habe ich auch schon ausgelebt. Dafür musst du dich meiner Meinung nach nicht schämen. Auch hier: Lerne daraus. In deiner Männerwahl. In deiner Erwartung an eine Beziehung. In den Aktionen in der Beziehung, die du bei Unsicherheit bringst bzw. nicht bringst. Es kann aber immer passieren, wenn man liebt, dass man hofft und wünscht und fleht und bittet - und enttäuscht ist.
Und nach dem ganzen was ich jetzt schrieb etwas Wichtiges:
Suche dir gute Gesprächspartner, vielleicht auch „Professionelle“. Du hast mit der Abtreibung sicherlich viel zu verarbeiten. Die Enttäuschung und das Verletztsein durch ihn sind auch schon nicht ohne, aber diese Abtreibung ist der Kern des Ganzen und wie ich an 2 Beispielen darlegte, liegen sie auch deiner Wut auf ihn und einem gewissen Selbstbetrug zugrunde. Verdrängung ist das Stichwort. Wenn du diese Verdrängung auflösen und nicht zukünftig von den begrabenen Ängsten und Schmerzen gepeinigt werden willst, ist es ratsam da Hilfe zu suchen. Es kann zwar auch so funktionieren, aber darauf wetten würde ich nicht.
Und das ganze Ausmaß deiner Verletztheit ist vielleicht auch noch nicht da und die Trauer auch noch nicht. Das kann noch krass werden. Momentan bist du wie mir scheint noch im Schock und Trauma, obgleich du es vielleicht gar nicht spürst.
Also unterschätze das nicht und mache dich auf den Weg.
Aber die bohrenden Fragen und die Verletzungen hören natürlich nicht so einfach auf.
Deine Art zu denken und zu interpretieren ist mir relativ vertraut, obgleich ich ein Mann bin.
Aber bevor ich darauf noch eingehe, möchte ich etwas zur Abtreibung sagen.
Ich glaube dir, dass du dir die Entscheidung nicht leicht gemacht hast. Aber ich finde, deine Interpretation ist in einem Punkt tatsächlich falsch und dazu stehe ich auch falls es Widerspruch von welcher Seite auch immer geben sollte.
Du schreibst, dass es eine Entscheidung sei, die du „für (dich) und das Leben von 3 Menschen gut vertreten kannst“. Aber hier liegst du falsch, falls dieser dritte Mensch das ungeborene Kind ist. Denn dieses wird nie eine Chance haben, sich dazu zu positionieren und hypothetisch gesehen ist es auch unlauter, auch nur zu setzen, es würde (oder könnte auch nur!) später im Leben deiner Entscheidung zugestimmt haben. Das haut absolut nicht hin. Du hast eine Entscheidung getroffen, sie war nicht leicht und für dich war es die beste (verfügbare), oder vielleicht auch die beste der schlechten Entscheidungen. Das ist okay. Auch zu sagen, dass es für ihn, den jetzt-doch-nicht-Vater, die beste Entscheidung war ist okay, zumal er nicht widersprochen hat, dich „dabei“ (dieses „Dabei“ ist eine Sache, die sicherlich innere Schmerzen und Scham auslöst und die du in ihrer Gänze kaum zulassen kannst, die du vielleicht gar nicht in vollem Ausmaß blicken kannst, weil sie so schmerzhaft ist – dazu steht unten gleich viel mehr!) unterstützt hat und nicht erkennen ließ, das Kind haben zu wollen. Aber du kannst dieses Kind nicht mit in die Gleichung einbeziehen. Das ist ein psychologisch nachvollziehbarer, aber falscher Trick, der dich von Verantwortung entlastet. Aber wenn man es objektiv sieht und ehrlich ist, ist das keine Entlastung. Es ist ein Manöver deiner Selbst, dich freizusprechen mit einem Scheinargument, auf das du herein fällst. Zu dieser harten Einschätzung stehe ich (auch wenn ich die Tragik verstehe und Glück habe, diese qua biologischer Destination nie in dem Ausmaß durchleben zu müssen!).
Und hier gibt es auch (von ganz besonderen Ausnahmen abgesehen, für die in deiner Geschichte keine Anhaltspunkte genannt wurden [z.B. Sicherheit oder große Wahrscheinlichkeit einer schweren unheilbaren Krankheit des Kindes oder ein Leben des Kindes, das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so schmerzhaft sein wird, dass es nicht durch irgendetwas, was es im Leben Schönes und Lebenswertes erleben kann, aufgewogen werden kann]) keine Frage des „kann man so und so sehen“. Auch dazu stehe ich. Dieser gedankliche Zug ist ein Selbstbetrug.
Also noch mal anders: Dein Handeln fällt in die moralische Sphäre und es kann nicht durch deine Behauptung der besten Entscheidung für 3 Menschen daraus entzogen werden.
Trotzdem sage ich damit nicht, dass ich deine Entscheidung unmoralisch finde. Aber sie ist, auch das wieder mein Klartext, nicht über jeden (und aus meiner Sicht auch nicht über jeden schwerwiegenden) Zweifel erhaben. Mein dezidiertes Urteil enthalte ich, weil das wiederum sehr wohl subjektiv ist und ich nicht alles von dir und deiner Lebenssituation sowie körperlichen und geistigen Kraft weiß und auch nichts von der Mühe bei der Entscheidung, die du dir gegeben hast.
Und damit das klar ist: Wie er mit der Schwangerschaft umging und auf dich einwirkte und dich unterstützte (wohl auch in seinem Sinn) und wo nicht, ist genauso moralischen Zweifeln ausgesetzt - nicht nur deine Entscheidung und dein Handeln. Und da würde ich ihn auch nicht einfach freisprechen im Hinblick auf den Umgang mit dir in deiner schwierigen Lage.
Zu der gescheiterten Beziehung.
Du hast schlicht den Mann zum falschen Zeitpunkt kennen gelernt. Und zwar aus 2 Gründen:
1) Er war noch sehr frisch getrennt, noch sehr emotional mit seiner Ex involviert. Und auch an sie und eine Beziehung zu ihr gebunden - durch das gemeinsame Kind. Es ist eine schwerere Ausgangslage als andere. Anders gesagt: Du hast schon an einem Spiel mit relativ großen Risiken teilgenommen.
2) Der Mann war andererseits vermutlich in der Lage, dass er Ablenkung, Trost, Zuspruch, Bestätigung aufsog, aber dazu bedarf es ja nicht einer tollen Partnerin oder der tiefen Liebe. Diese Aspekte kann auch eine andere Person, in dem Falle du, geben.
Zudem:
Der Mann hat dir schon sehr früh vermittelt, dass er gerade nichts Festes kann. Ob das in jedem Fall stimmt (viele glauben, das ist nicht der Fall; bei der richtigen könne und würde jeder [nahezu; ich will nicht von traumatisierten oder sozial irgendwie lädierten bzw. extrem unempfindlichen Menschen sprechen] „etwas Festes“ eingehen) ist schwer zu sagen. Aber du warst eigentlich im Bilde. Aber du hast versucht das zu übergehen und positiv diese Haltung zu verändern und in ihm die Liebe für dich zu wecken. Das ist nicht falsch. Manchmal wächst es dann. Aber wie schon geschrieben, die Wahrscheinlichkeit, dass es sich nicht so entwickelt, war schon gegeben und wurde dir vermittelt. Hier ist die Message einfach: Hör zu was jemand sagt und handele demgemäß, wie du das findest. Und schau natürlich auch, ob Worte und Taten zusammenstimmen…
Prinzipiell aber ist jede Beziehung ein Wagnis und immer kann es enttäuschend und schmerzend verlaufen. Selbst wenn beide das Beste wollen. Das ist eben so. Und vielleicht war eure Beziehung im Prinzip auch genau so etwas, wenn am Ende nicht noch die Schwangerschaft alles verschärft hätte.
Warum soll er dich denn in eurer gemeinsamen Zeit unfreundlich oder schlecht behandeln? Ist nach allem was du schreibst nicht seine Art, bringt nichts, würde dir nicht gerecht werden, ist keine Basis für einen guten Umgang. Also aus diesem Grunde sehe ich nicht, dass er dich getäuscht hätte. Er war da nicht falsch zu dir. Er war sogar sehr lieb zu dir und deswegen auch - so hoffe ich - hast du ihn so gern gehabt.
Am Ende war es einfach ganz anstrengend und schwierig geworden in der Gemengelage. Da war er nicht sehr toll, aber in Anbetracht der ganzen Irrungen und Wirrungen auch kein "Arsch". Freilich, wie oben geschrieben, im Hinblick auf die Schwangerschaft und Abtreibung war er auf jeden Fall kein Vorbild an Verantwortung und Beistand und die Abtreibung war vielleicht auch für die für ihn bequemste Lösung (Hat er da auf dich eingewirkt in dem Sinne, dass du es machen sollst über das Angebot das Geld für die "Maßnahme" zu geben hinaus?). Siehe den Abschnitt oben.
Würde.
Das ist ein großes Wort. Er hat deine Würde sicherlich etwas verletzt. Aber vielleicht hast du deine Würde auch verletzt (Dinge getan, die du eigentlich nicht tun willst, die nicht deinem Selbst(wunsch)bild entsprechen) und auch dafür muss er nun als Sündenbock herhalten. Das ist auch ein Selbstentlastungsversuch wie der, den ich oben schon abgehandelt habe, wenn auch ein anderer Selbstentlastungsversuch (Opferrolle im Verbund mit Verdrängung der selbst hervorgerufenen Verletzungen der eigene Würde). Mir kommt das etwas so vor. Aber wie es auch ist und was auch immer er getan hat (in meiner Sicht hat er nicht nur gut, aber auch nicht nur schlecht gehandelt und dich auch zeitweise gut behandelt; aber er hat dich nicht in einem ernsten Sinne missbraucht!): Es ist geschehen. Wichtig ist, daraus zu lernen!
Anhänglichkeit:
Die von dir geschilderte Anhänglichkeit kann ich gut nachvollziehen und habe ich auch schon ausgelebt. Dafür musst du dich meiner Meinung nach nicht schämen. Auch hier: Lerne daraus. In deiner Männerwahl. In deiner Erwartung an eine Beziehung. In den Aktionen in der Beziehung, die du bei Unsicherheit bringst bzw. nicht bringst. Es kann aber immer passieren, wenn man liebt, dass man hofft und wünscht und fleht und bittet - und enttäuscht ist.
Und nach dem ganzen was ich jetzt schrieb etwas Wichtiges:
Suche dir gute Gesprächspartner, vielleicht auch „Professionelle“. Du hast mit der Abtreibung sicherlich viel zu verarbeiten. Die Enttäuschung und das Verletztsein durch ihn sind auch schon nicht ohne, aber diese Abtreibung ist der Kern des Ganzen und wie ich an 2 Beispielen darlegte, liegen sie auch deiner Wut auf ihn und einem gewissen Selbstbetrug zugrunde. Verdrängung ist das Stichwort. Wenn du diese Verdrängung auflösen und nicht zukünftig von den begrabenen Ängsten und Schmerzen gepeinigt werden willst, ist es ratsam da Hilfe zu suchen. Es kann zwar auch so funktionieren, aber darauf wetten würde ich nicht.
Und das ganze Ausmaß deiner Verletztheit ist vielleicht auch noch nicht da und die Trauer auch noch nicht. Das kann noch krass werden. Momentan bist du wie mir scheint noch im Schock und Trauma, obgleich du es vielleicht gar nicht spürst.
Also unterschätze das nicht und mache dich auf den Weg.
3× hilfreich
Also erst einmal ganz herzlichen Dank! Ich hab tatsächlich Tränen in den Augen gehabt, weil ich es unglaublich rührend finde, dass sich jemand ganz Fremdes so ausführlich mit meinem Thema beschäftigt hat. Ich kann in definitiv allen Punkten recht geben oder dir zumindest zustimmen. Ich würde ganz gern noch mehr dazu sagen aber dazu muss ich darüber erst einmal eine Nacht schlafen. Trotzdem wollte ich schon einmal jetzt ein ganz herzliches Danke an dich, BlackSwan aussprechen. Auch dafür, wie du es geschafft hast, zwischen den Zeilen zu lesen.
Damit erst einmal eine gute Nacht.
Liebe Grüße!
Damit erst einmal eine gute Nacht.
Liebe Grüße!
1× hilfreich
Guten Morgen,
so - ich wollte ja noch einmal auf die Antwort von BlackSwan eingehen.
Was das Thema Abtreibung angeht. Ja, es ist korrekt...es ist vielleicht tatsächlich eine Art meine "Selbstvorwürfe" von mir zu weisen. Ich denke, du verstehst, worauf ich mit dem Satz "Es ist das beste für 3 Menschen" hinaus wollte. Ja, es geht um mich, um ihn und die 3. Person wäre das Kind gewesen. Was ich damit meinte, war schlichtweg, dass ich mich nicht bereit gefühlt hätte, es alleine zu bekommen und meiner Ansicht nach, jedes Kind erwünscht sein und geliebt werden sollte. Das es aufgrund der Umstände zu wenig Liebe erfahren hätte, das lässt sich jetzt natürlich nur spekulieren - ich bin mir durchaus bewusst, dass man mit seinen Aufgaben wächst und hab großes Vertrauen darin, dass die Natur hormonell alles so regelt, dass man eine ganz enge Verbindung zu seinem Kind herstellt. Dennoch, ja - du hast recht - es war die einfachste Entscheidung und damit zum Zeitpunkt der Entscheidung auch die, die ich als "vernünftigste" tituliert habe...um es mal so auszudrücken. Du könntest auch Recht haben, wenn du sagst, dass ich an dem Punkt noch einmal ansetzen sollte.
Ich möchte mich jetzt auch gar nicht unbedingt verlieren in "War-wäre-gewesen-Wenn"-Theorien. Es wurde entschieden - ob gut oder schlecht - und nun IST ES. Ich kann die Vergangenheit nicht ändern und würde ich es wiederholen können, würde ich es unter gleichen Bedingungen vermutlich genauso wieder tun. Dennoch kann ich deine Ansicht darüber, BlackSwan, absolut nachvollziehen und definitiv nicht widersprechen.
Zu ihm und mir:
Während unserer Zeit hat er mich sicher nicht getäuscht und ich denke, dass er das auch zum Schluss nicht bewusst tat. Ich denke nur, er hätte die Möglichkeit in Betracht ziehen sollen, dass er mit mir über seien Gefühle reden kann - auch über die zu seiner Ex (er betonte bis zum Schluss mehrmals, dass er nicht zu ihr zurück gehen würde). Ich hätte eher gewusst, woran ich bin, oder zumindest was ihn beschäftigt. Er hätte sich den Druck nehmen können und infolge dessen hätten wir nicht im Streit auseinander gehen müssen (so zumindest meine Theorie). Natürlich wäre ich auch traurig gewesen, aber ich hätte vollstes Verständnis gehabt, dass es ihn nicht kalt lässt, wenn sie ihm ständig in den Ohren liegt.
Und genau daraus folgt eigentlich alles weitere. Hätte er mit mir gesprochen, hätte ich mich respektvoller behandelt gefühlt, hätte er weniger inneren Druck gehabt, hätten wir sehr viel offener über die Schwangerschaft reden können, vielleicht hätte er mir mit einem guten Gefühl freundschaftlich während der Wartezeit auf die Abtreibung zur Seite stehen können (dazu hätte er ja nicht zwangsläufig vor Ort sein müssen) und - was für mich unglaublich wichtig gewesen wäre - wir hätten nicht im Streit auseinander gehen müssen. Die Sache war ohnehin sehr traurig, die Beziehung zwischen uns von Anfang an (die du schon sagst) ein Risiko und dennoch geprägt von gegenseitigem Respekt, Zärtlichkeit, Zuneigung, Freude. Dieses Ende wird unserer gemeinsamen Zeit einfach nicht gerecht. Vermutlich empfinde ich das noch sehr viel stärker, weil ich nicht nur ihn verloren habe. Vielleicht denkt er nicht einmal im Ansatz so wie ich oder es ist ihm total egal. Und dennoch würde ich ihm diese Sachen so gern sagen, wie wundervoll ich ihn fand, wie innerlich zerrissen ich war, weshalb ich seine Unterstützung gebraucht hätte, weshalb ich ihm seine Entscheidung niemals ausgeredet hätte....das ich ihm so gern zum Schluss alles gute für die Zukunft gewünscht hätte und mich von Herzen für die Zeit bedankt hätte, meine Fehler einräumen, seine Aufzeigen...mit dem Ergebnis, dass wir beide nur gutes wollten, sodass wir mit einem Lächeln auseinander gehen könnten und uns, wann immer wir uns zufällig wiedersehen, einfach darüber freuen, dass der andere auf der Welt existiert. Das klingt so übertrieben und überdramatisch - finde ich selbst - und ich denke auch nicht, dass ich das Recht hätte, ihn jetzt mit meinen ganzen Gefühlen einfach so zu überfallen oder noch schlimmer, ob ich mich damit nicht total blamieren würde. Aus welchen Gründen auch immer, denke ich allerdings, dass es mir bei der Verarbeitung helfen würde. Aber ich glaube auch, dass denkt man immer, dass Kontakt helfen würde. Möglicherweise geht es aber auch genau darum, dass ich rausfinden will, dass er mich ebenfalls keinesfalls verurteilt.
Vielleicht ist all das, was ich ihm sagen will, eigentlich das, was ich mir von ihm zu hören wünsche. Dann wären wir wieder beim Punkt "Selbstverurteilung". Ich bin tatsächlich planlos, denn diese Gefühle, die ich hier über die Beziehung zu ihm/Trennung von ihm beschreibe, sind definitiv vorherrschend. Ob ich sie selbst vorschiebe, um mich selbst zu schützen, kann ich nicht fühlen.
Ganz liebe Grüße!
so - ich wollte ja noch einmal auf die Antwort von BlackSwan eingehen.
Was das Thema Abtreibung angeht. Ja, es ist korrekt...es ist vielleicht tatsächlich eine Art meine "Selbstvorwürfe" von mir zu weisen. Ich denke, du verstehst, worauf ich mit dem Satz "Es ist das beste für 3 Menschen" hinaus wollte. Ja, es geht um mich, um ihn und die 3. Person wäre das Kind gewesen. Was ich damit meinte, war schlichtweg, dass ich mich nicht bereit gefühlt hätte, es alleine zu bekommen und meiner Ansicht nach, jedes Kind erwünscht sein und geliebt werden sollte. Das es aufgrund der Umstände zu wenig Liebe erfahren hätte, das lässt sich jetzt natürlich nur spekulieren - ich bin mir durchaus bewusst, dass man mit seinen Aufgaben wächst und hab großes Vertrauen darin, dass die Natur hormonell alles so regelt, dass man eine ganz enge Verbindung zu seinem Kind herstellt. Dennoch, ja - du hast recht - es war die einfachste Entscheidung und damit zum Zeitpunkt der Entscheidung auch die, die ich als "vernünftigste" tituliert habe...um es mal so auszudrücken. Du könntest auch Recht haben, wenn du sagst, dass ich an dem Punkt noch einmal ansetzen sollte.
Hat er da auf dich eingewirkt in dem Sinne, dass du es machen sollst über das Angebot das Geld für die "Maßnahme" zu geben hinaus?Nein, im Gegenteil. Er hat sich schwer getan mit mir darüber zu reden. Ich denke, er war bei dem Thema genauso gehemmt, wie ich und wollte nichts falsches sagen. (wo wir wieder bei den eigenen Moralvorstellungen wären und beim Thema Vernunft gegen Gefühl). Er sagte, dass die Entscheidung bei mir läge, egal, was er nun sagen würde. Bekannt hat er sich zu einer Meinung insofern, dass er sagte, dass mit einem Kind unter den Umständen wohl niemand glücklich wäre und das eigentlich auch erst nachdem ich immer und immer wieder betont habe, dass es mir ganz wichtig ist, was er denkt (ich hätte es nicht ertragen, wenn er mich für eine Abtreibung verurteilt hätte, vermutlich weil ich mich selbst schon verurteilt habe).
Auch zu sagen, dass es für ihn, den jetzt-doch-nicht-Vater, die beste Entscheidung war ist okay, zumal er nicht widersprochen hat, dich „dabei“ (dieses „Dabei“ ist eine Sache, die sicherlich innere Schmerzen und Scham auslöst und die du in ihrer Gänze kaum zulassen kannst, die du vielleicht gar nicht in vollem Ausmaß blicken kannst, weil sie so schmerzhaft ist – dazu steht unten gleich viel mehr!) unterstützt hat und nicht erkennen ließ, das Kind haben zu wollenDieser Satz hat mich unglaublich beeindruckt und gerade die letzten Worte "...nicht erkennen ließ, das Kind haben zu wollen" sind wohl der Schlüssel für meine Gedanken. Ich bin tatsächlich überzeugt, meine Entscheidung hätte anders ausgesehen, hätte er sich für das Kind ausgesprochen (unabhängig von einer Beziehung zu mir). Ich weiß, diese Aussage, lässt wieder darauf schließen, dass ich ihm die Schuld geben möchte. Nein! Keinesfalls...ich bin mir sicher, er hat genau das getan, was er konnte - nicht mehr und nicht weniger. Beeindruckt war ich vor allem von deiner Interpretation, weil das nichts war, was ich - bei meinem irre langen Text - in irgendeiner Art geschrieben habe und doch wohl genau das meinte, ob nun bewusst oder unbewusst.
Ich möchte mich jetzt auch gar nicht unbedingt verlieren in "War-wäre-gewesen-Wenn"-Theorien. Es wurde entschieden - ob gut oder schlecht - und nun IST ES. Ich kann die Vergangenheit nicht ändern und würde ich es wiederholen können, würde ich es unter gleichen Bedingungen vermutlich genauso wieder tun. Dennoch kann ich deine Ansicht darüber, BlackSwan, absolut nachvollziehen und definitiv nicht widersprechen.
......vielleicht auch die beste der schlechten EntscheidungenTrifft wohl den Nagel auf den Kopf!!!
Zu ihm und mir:
Während unserer Zeit hat er mich sicher nicht getäuscht und ich denke, dass er das auch zum Schluss nicht bewusst tat. Ich denke nur, er hätte die Möglichkeit in Betracht ziehen sollen, dass er mit mir über seien Gefühle reden kann - auch über die zu seiner Ex (er betonte bis zum Schluss mehrmals, dass er nicht zu ihr zurück gehen würde). Ich hätte eher gewusst, woran ich bin, oder zumindest was ihn beschäftigt. Er hätte sich den Druck nehmen können und infolge dessen hätten wir nicht im Streit auseinander gehen müssen (so zumindest meine Theorie). Natürlich wäre ich auch traurig gewesen, aber ich hätte vollstes Verständnis gehabt, dass es ihn nicht kalt lässt, wenn sie ihm ständig in den Ohren liegt.
Und genau daraus folgt eigentlich alles weitere. Hätte er mit mir gesprochen, hätte ich mich respektvoller behandelt gefühlt, hätte er weniger inneren Druck gehabt, hätten wir sehr viel offener über die Schwangerschaft reden können, vielleicht hätte er mir mit einem guten Gefühl freundschaftlich während der Wartezeit auf die Abtreibung zur Seite stehen können (dazu hätte er ja nicht zwangsläufig vor Ort sein müssen) und - was für mich unglaublich wichtig gewesen wäre - wir hätten nicht im Streit auseinander gehen müssen. Die Sache war ohnehin sehr traurig, die Beziehung zwischen uns von Anfang an (die du schon sagst) ein Risiko und dennoch geprägt von gegenseitigem Respekt, Zärtlichkeit, Zuneigung, Freude. Dieses Ende wird unserer gemeinsamen Zeit einfach nicht gerecht. Vermutlich empfinde ich das noch sehr viel stärker, weil ich nicht nur ihn verloren habe. Vielleicht denkt er nicht einmal im Ansatz so wie ich oder es ist ihm total egal. Und dennoch würde ich ihm diese Sachen so gern sagen, wie wundervoll ich ihn fand, wie innerlich zerrissen ich war, weshalb ich seine Unterstützung gebraucht hätte, weshalb ich ihm seine Entscheidung niemals ausgeredet hätte....das ich ihm so gern zum Schluss alles gute für die Zukunft gewünscht hätte und mich von Herzen für die Zeit bedankt hätte, meine Fehler einräumen, seine Aufzeigen...mit dem Ergebnis, dass wir beide nur gutes wollten, sodass wir mit einem Lächeln auseinander gehen könnten und uns, wann immer wir uns zufällig wiedersehen, einfach darüber freuen, dass der andere auf der Welt existiert. Das klingt so übertrieben und überdramatisch - finde ich selbst - und ich denke auch nicht, dass ich das Recht hätte, ihn jetzt mit meinen ganzen Gefühlen einfach so zu überfallen oder noch schlimmer, ob ich mich damit nicht total blamieren würde. Aus welchen Gründen auch immer, denke ich allerdings, dass es mir bei der Verarbeitung helfen würde. Aber ich glaube auch, dass denkt man immer, dass Kontakt helfen würde. Möglicherweise geht es aber auch genau darum, dass ich rausfinden will, dass er mich ebenfalls keinesfalls verurteilt.
Vielleicht ist all das, was ich ihm sagen will, eigentlich das, was ich mir von ihm zu hören wünsche. Dann wären wir wieder beim Punkt "Selbstverurteilung". Ich bin tatsächlich planlos, denn diese Gefühle, die ich hier über die Beziehung zu ihm/Trennung von ihm beschreibe, sind definitiv vorherrschend. Ob ich sie selbst vorschiebe, um mich selbst zu schützen, kann ich nicht fühlen.
Ganz liebe Grüße!
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Hey,
Ich kann nachvollziehen wie es ist, nicht zu wissen ob man seine Gefühle einem zum “Schluss” noch offenbaren soll oder es besser sein lassen soll. Ich denke du solltest ihm das alles dennoch schildern was dir auf dem Herzen liegt. Was er denken könnte, hin oder her.
Wenn du für dich weißt du kannst damit abschließen wenn du ihm sagst was er für dich war, was du dir gewünscht hättest und was du ihm jetzt noch auf seinem Weg wünscht ist das gut.
Ich meine er war im entdefekt der, der nicht wusste was Plan ist und dir nicht sagen konnte was er in euch beiden sieht.
Du kannst dich wieder auf neue Sachen konzentrieren und hast das Kapitel abgeschlossen.
Ich hoffe du machst den Schritt wenn es dir dadurch besser geht.
Ich wünsche dir viel Glück.
Nacht(:
Ich kann nachvollziehen wie es ist, nicht zu wissen ob man seine Gefühle einem zum “Schluss” noch offenbaren soll oder es besser sein lassen soll. Ich denke du solltest ihm das alles dennoch schildern was dir auf dem Herzen liegt. Was er denken könnte, hin oder her.
Wenn du für dich weißt du kannst damit abschließen wenn du ihm sagst was er für dich war, was du dir gewünscht hättest und was du ihm jetzt noch auf seinem Weg wünscht ist das gut.
Ich meine er war im entdefekt der, der nicht wusste was Plan ist und dir nicht sagen konnte was er in euch beiden sieht.
Du kannst dich wieder auf neue Sachen konzentrieren und hast das Kapitel abgeschlossen.
Ich hoffe du machst den Schritt wenn es dir dadurch besser geht.
Ich wünsche dir viel Glück.
Nacht(:
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Hallo Zusammen,
Bei I007s11 wollte ich mich auch einmal für den den herzlichen Post bedanken. Ich musste die Woche leider so viel arbeiten, dass ich es nicht geschafft habe zu antworten.
Ob ich das tun werde oder nicht, darüber bin ich mir noch immer nicht schlüssig. Meine Gefühlslage ändert sich stetig von "sag ihm alles" zu " Gott sei dank hast du es nicht abgeschickt".
Alles hier aufzuschreiben und auch insbesondere die Antwort von BlackSwan hat mir klar gemacht, dass ich die Hauptverantwortung -zumindest- für meine Gefühle trage. Meine Nachricht an ihn wäre komplett geschlossen, jede Frage an ihn, habe ich mir bereits selbst beantwortet. Er würde sich vermutlich fragen, was er nun damot anfangen soll. Vielleicht entschuldigt er sich...aber was dann? Will ich das? Was ändert es, außer, dass ich feststellen würde, dass es mir nicht genügt? Mir fehlt vor allem das Gefühl mich ihm anvertrauen zu können. Also schreibe ich sie mir täglich selbst und auch das hilft irgendwie.
Was mich viel mehr beeindruckt, ist, dass sich hier im Forum Menschen Zeit nehmen, völlig unbekannten helfen zu wollen....ohne Erwartung! Ich finde das verdient wirklich Anerkennung, weil man so umfangreiche und gut überlegte Antworten oft nicht einmal im Freundeskreis erlebt.
Einen schönen Sonntag für euch.
Bei I007s11 wollte ich mich auch einmal für den den herzlichen Post bedanken. Ich musste die Woche leider so viel arbeiten, dass ich es nicht geschafft habe zu antworten.
Ob ich das tun werde oder nicht, darüber bin ich mir noch immer nicht schlüssig. Meine Gefühlslage ändert sich stetig von "sag ihm alles" zu " Gott sei dank hast du es nicht abgeschickt".
Alles hier aufzuschreiben und auch insbesondere die Antwort von BlackSwan hat mir klar gemacht, dass ich die Hauptverantwortung -zumindest- für meine Gefühle trage. Meine Nachricht an ihn wäre komplett geschlossen, jede Frage an ihn, habe ich mir bereits selbst beantwortet. Er würde sich vermutlich fragen, was er nun damot anfangen soll. Vielleicht entschuldigt er sich...aber was dann? Will ich das? Was ändert es, außer, dass ich feststellen würde, dass es mir nicht genügt? Mir fehlt vor allem das Gefühl mich ihm anvertrauen zu können. Also schreibe ich sie mir täglich selbst und auch das hilft irgendwie.
Was mich viel mehr beeindruckt, ist, dass sich hier im Forum Menschen Zeit nehmen, völlig unbekannten helfen zu wollen....ohne Erwartung! Ich finde das verdient wirklich Anerkennung, weil man so umfangreiche und gut überlegte Antworten oft nicht einmal im Freundeskreis erlebt.
Einen schönen Sonntag für euch.
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Hey,
Ich finde das hier auch eine Klasse Plattform, ich muss sagen ich mag es mir Texte durchzulesen und zu sehen was andere so durchmachen & klar ist es meist so das der Freundeskreis hiermit nicht mithalten kann [emoji28] hier kann man eher nachvollziehen was der andere fühlt und es wird jeder auch ernster genommen
Ich kann’s verstehen das du es nicht abschicken willst da er sich dann fragt was er mit deinem Text anfangen soll, klar verständlich
Du weißt am besten was er für ein Typ ist und wie gesagt wenn du dich besser fühlst wenn du ihm sagst was du traurig findest und was du toll fandest dann mach’s, ich meine man war sich so nah und war glücklich und am Ende überlegt man ob man dem Kerl der nicht wusste was Plan ist und „gespielt“ hat noch ein paar letzte Worte schreiben soll..
Soll nicht heißen das du ihm den Text schicken sollst, das musst du wissen nur falls du dir darüber den Kopf zerreißt und dich „kaputt“ machst, doch du meinst ja auch du schreibst dir den Text täglich selber und wenn du doch siehst das es besser wird dann ist das doch vielleicht auch gut so(:
Gesendet von iPhone mit Liebeskummer
Ich finde das hier auch eine Klasse Plattform, ich muss sagen ich mag es mir Texte durchzulesen und zu sehen was andere so durchmachen & klar ist es meist so das der Freundeskreis hiermit nicht mithalten kann [emoji28] hier kann man eher nachvollziehen was der andere fühlt und es wird jeder auch ernster genommen
Ich kann’s verstehen das du es nicht abschicken willst da er sich dann fragt was er mit deinem Text anfangen soll, klar verständlich
Du weißt am besten was er für ein Typ ist und wie gesagt wenn du dich besser fühlst wenn du ihm sagst was du traurig findest und was du toll fandest dann mach’s, ich meine man war sich so nah und war glücklich und am Ende überlegt man ob man dem Kerl der nicht wusste was Plan ist und „gespielt“ hat noch ein paar letzte Worte schreiben soll..
Soll nicht heißen das du ihm den Text schicken sollst, das musst du wissen nur falls du dir darüber den Kopf zerreißt und dich „kaputt“ machst, doch du meinst ja auch du schreibst dir den Text täglich selber und wenn du doch siehst das es besser wird dann ist das doch vielleicht auch gut so(:
Gesendet von iPhone mit Liebeskummer
Soooo! Ich denke es ist Zeit für die letzte Nachricht. Mittlerweile ist der Gedanke, sie abzuschicken, so fest in meinem Kopf, dass ich wohl nicht darum herumkomme, es zu tun.
Falls jemand Einwände hat, diverser Art - ich bin für andere Blickwinkel immer offen. Was ich keinesfalls möchte, ist es, zu bereuen, wenn sie abgeschickt ist. Und da es ohnehin nun schon einen Monat her ist, kommt es auf ein Paar Stunden mehr oder weniger auch nicht an, also vielleicht habt ihr Lust einmal drüber zu lesen.
Ich möchte ihn keinesfalls verärgern, denn weiteren Streit ertrage ich nicht, also ist es wichtig, dass die Nachricht nicht provokativ rüberkommt. Dennoch sollte man spüren, dass er mir einerseits viel bedeutet hat, aber ich andererseits mich schwer tue mit der Enttäuschung/dem "Sich im Stich gelassen gefühlt haben" klarzukommen. Auf eine Botschaft, die ich ihm auf den Weg mitgeben möchte, hab ich verzichtet. Natürlich wünsch ich ihm alles gute und natürlich möchte ich ihm sagen, bitte tu das niemand anderem an - aber ich bin ja auch nicht sein Mutter.
Hi du!
Ich hab lange überlegt, ob ich dir schreibe oder es einfach dabei belasse aber immer, wenn ich beschließe, nicht mehr darüber nachzudenken, dann passiert irgendetwas, was mich daran erinnert, also macht es vielleicht Sinn, es endlich mal zu sagen.Ich weiß nicht, was du gerade tust oder wie dein Leben aussieht, deshalb will ich auch gar nicht lange stören. Es ist furchtbar anstrengend wütend auf dich zu sein, weil du so besonders für mich warst, weil ich einen schönen Sommer mit dir hatte und weil mir die Erinnerung keiner wegnehmen kann, auch wenn ich die Zeit nicht zurückdrehen kann, um Dinge anders zu machen, auf Situationen anders zu reagieren oder etwas anderes zu sagen.....Ich erinnere mich an den einen Tag, als deine Eltern da waren und du gefragt hast, ob wir uns noch kurz sehen und ich weiß noch ganz genau, wie erleichtert du warst, als ich dann da war, weil dich irgendwas aufgeregt hatte. So ging mir das andersrum auch so oft, weshalb mich manche Fragen noch bis heute quälen: Warum warst du nicht da als ich schwanger war? Was hab ich so schlimmes gemacht, dass du nicht einmal fragen wolltest, wie es mir damit geht? Ich hatte mir das doch genauso wenig ausgesucht, wie du! Oder dachtest du, ich wäre extra unvorsichtig gewesen?Egal, was ich vorher dachte und egal, was ich vorher gesagt habe…So leicht, wie du vielleicht dachtest, war es ganz sicher nicht. Weder moralisch noch emotional. Ich musste für 3 Menschen entscheiden - für dich, weil offensichtlich war, dass du das mit uns nicht weiterführen willst und ich dir deine Zukunft mit einem Kind nicht erschweren wollte. Für mich, weil ich viel zu große Angst hatte, alleine Mutter zu sein und für den 3. Menschen, der noch gar nicht mit entscheiden konnte. Du warst die ganzen Wochen vorher mein Ruhepol - die Sonne ist aufgegangen, wenn ich dich lachen gesehen hab - und in dem Moment, als ich dich wirklich gebraucht hätte, warst du für mich nicht mehr erreichbar und ich weiß bis heute nicht, was dich so abgelenkt hat oder weshalb du dachtest, das ich das nicht verdient hätte, dass du in der Situation mehr hinter mir stehst, denn ich bin mir sicher, dass du über den Schritt auch erleichtert warst.Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht, egal wie schwer…eins, was zumindest der Zeit die wir hatten, gerecht geworden wäre und vor allem ohne Streit - denn immerhin waren wir uns ja mal nah, wenn auch nicht für lange. Das hätte mir wirklich viel bedeutet!
Und das war auch alles, was ich noch sagen wollte....
Ich wünsche euch ansonsten einen ganz schönen Sonntag und hoffe, euch geht es gut!
Hi, was den Brief angeht, den kann man so und so lesen. Kommt darauf an, wie er aufgestellt ist und was er rauslesen will. Du kannst also Provokation nicht ganz ausschliessen dabei. Mehr geht es aber darum, dass du den Brief deinetwegen geschrieben hast und wenn du ihn abschickst, auch für dich abschickst.
Ich persönlich finde mittlerweile, dass man Menschen nicht immer wie Zucker behandeln muss und dass man sowas schon auch sagen/schreiben kann. Muss jeder selbst wissen. Erwarte dir einfach nichts davon. Der Brief hilft dir vielleicht nur, einen Schritt weiter zu gehen.
Jedenfalls wünsche ich Dir alles Gute und einen schönen Sonntag ebenfalls.
Ich persönlich finde mittlerweile, dass man Menschen nicht immer wie Zucker behandeln muss und dass man sowas schon auch sagen/schreiben kann. Muss jeder selbst wissen. Erwarte dir einfach nichts davon. Der Brief hilft dir vielleicht nur, einen Schritt weiter zu gehen.
Jedenfalls wünsche ich Dir alles Gute und einen schönen Sonntag ebenfalls.
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