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ich werde sterben - ganz sicher

14 Antworten2'522 AufrufeGestartet von monsterchen ·

monsterchenThemenstart
#1
hallo ihr alle,

bin zufällig auf dieses forum gestoßen und bin wirklich um jeden rat oder jede antwort dankbar.

ich weiß nicht wo ich anfangen soll zu kämpfen:

gegen die tränen

gegen die wut

gegen die verzweiflung

gegen den schmerz, der im wahrsten sinne des wortes mein herz rausreisst,

gegen die angst, IHN wieder zu sehen

gegen die verlangung ans telefon zu greifen und IHN anzurufen

gegen die einsamkeit

ich bin am boden und kann nicht mehr aufstehen

was soll ich denn bloß tun????

Jane
#2
hallo monsterchen und erst mal herlich willkommen in diesem forum!

Fühl dich gedrückt :trost: und sei dir gewiss, dass wir hier alle nachvollziehen können, wie es dir geht.

Vielen geht es jetzt im Moment genauso wie dir, manche sind schon einen Schritt weiter und es treiben sich auch einige im Foum rum, die das schon hinter sich haben und liebeskummerfrei sind sozusagen:-)

Du sprichst von einem Kampf, gegen alle Erscheinungen des Liebeskummers.

Mein erster Gedanke dazu war, dass ich auch gekämpft habe, aber irgendwann die Tränen und den Kummer zugelassen habe. Auch die Wut, die irgendwann kam, habe ich nicht bekämpft, aber einen Kanal gefunden, durch den sie raus konnte (Sport). Wo ich wirklich gegen ankämpfen musste, war gegen das Verlangen, ihn anzurufen. Das habe ich geschafft und bis heute nicht bereut:-) Mir hat in Situationen, in denen ich nicht mehr weiter wusste und am liebsten zu ihm gefahren wäre, diese Forum sehr, sehr geholfen.

Ich hoffe, dass es auch für dich so sein wird.

Aber leider erzählst du sehr wenig, schreib doch deine Geschichte ruhig hier rein, dann können wir dich vielleicht etwas besser verstehen...

:trost: :trost: :trost: :trost:

#3
Original von monsterchenich bin am boden und kann nicht mehr aufstehen

was soll ich denn bloß tun????
liegenbleiben, entspannen, und merken, dass das Leben weitergeht.

je mehr du kämpfst, desto ärger wird es. Druck erzeugt Gegedruck, eine Weisheit der Physik ist auf Liebeskummer anwendbar ...

Und wenn es dir gelingt, dich endlich wieder zu entspannen, dann passieren unglaubliche Dinge:

die Gedanken werden ruhiger,

sie beginnen sich zu ordnen,

und bald kannst du klarer sehen.

Nur Geduld :trost:

#4
danke für eure antworten,

ich weiß das zu schätzen, ich werde ganz sicher meine geschichte hier aufschreiben, aber im moment habe ich nicht die kraft dazu. das hört sich vielleicht jetzt dumm an, aber ich kann nicht an ihn denken ohne sofort in tränen auszubrechen. ich habe wirklich das gefühl zusammenzubrechen, noh nie zuvor hatte ich dieses gefühl und ich hatte auch schon vorher den ein oder anderen liebeslummer!!!

Jane
#5
ja, das kann ich verstehen. bei mir war es eine sehr kurze beziehung, deren ende mich völlig aus der bahn warf. ich habe lange gebraucht und mir ging es zwiscdhendurch so schlecht, dass ich zu einer psychotherapeutin gegangen bin, die mir auch sehr geholfen hat. das in tränen ausbrechen ist normal, lass es ruhig raus. ich konnte teilweise nicht hier rein schreiben, weil ich vor schluchzen und tränen nichts tippen/sehen konnte!

lass dir alle zeit der welt, aber bau keinen mist! Schreib hierrein, wenn du hilfe brauchst, kiontaktiere eine freundin, fahr zu deinen eltern, geh wenns ganz schlimm ist zu einem psychologen. ich verspreche dir, dass es dir nicht den rest deines lebens so schlecht gehen wird! :trost:

#6
hallo ihr lieben,

als ich meinen thread eröffnet habe, hatte ich ziemlich heftigen liebeskummer.

allerdings hat ER sich einen tag später bei mir gemeldet, wir haben ganz offen und ehrlich miteinander gesprochen, und konnten so das problem aus der welt schaffen. kurz gesagt, ich halte es ohne ihn nicht aus und er hält es ohne mich nicht aus.

das eigentlich problem aber, denke ich liegt nur an mir und meiner unzufriedenheit. sehr schwierig zu erklären, wenn man über sich selber schreiben, oder besser gesagt, sich selbst beschreiben möchte.

am anfang unserer beziehung (wer kennt das nicht), war alles ein traum, ich dachte, ich habe den mann fürs leben gefunden.

ER: aufmerksam, liebevoll, eifersüchtig, zuvorkommend, interessiert, bis über beide ohren in mich verliebt, lange wunderschöne sms zwischen uns (ich muss hinzufügen, dass wir uns damals aus bestimmten gründen nicht sehr oft sehen konnten), intensive telefongespräche

meine große liebe, wie ich dachte.

und nun muss ich zusehen, habe zumindest das gefühl, dass unsere beziehung zu bröckeln beginnt. langsam, stück für stück.

das geht los mit kleinigkeiten, ich ärgere mich, wenn ich zwischendurch keine sms (oder ´nicht mehr so viele sms bekomme), wenn er nicht gleich anruft, wenn ich mir das wünsche, ich bilde mir ein (bilde ich es mir wirklich nur ein?), dass seine blicke nicht mehr so intensiv sind auch seine küsse nicht mehr und noch einige dinge mehr.

ich muss dazu sagen, dass wir eine menge durchgemacht haben, in der zeit die wir zusammen sind, und schon einige schlimme streits und diskussionen geführt haben.

ich frage mich dauernd, warum ich die zeit mit ihm nicht geniessen kann. warum ich immer misstrauisch sein muss und nicht mehr so fröhlich sein kann. ich weiß nicht, ob sich das jetzt irgendwie unverständlich anhört, aber ich weiß im moment nicht, ob ich mir das alles einbilde, oder ob in unserer beziehung nun wirklich etwas nicht stimmt.

Eines weiß ich mit absoluter sicherheit, ich liebe ihn wirklich über alles auf dieser welt, und wenn ich sage "lieben", dann meine ich das auch so! und zwar mit haut und haaren, so wie ich keinen menschen zuvor geliebt habe!

gerne hätte ich ehrliche meinungen von euch, ich weiß, dass hier viele menschen sind, die offen und ehrlich sind, und ich kann auch kritik vertragen, denke ich.

ich wüßte nur gerne, ob vielleicht irgendjemand mit ähnlichen problemen zu kämpfen hat oder hatte und ob mich jemand verstehen kann.

liebe grüße

euer monsterchen

Jane
#7
ich glaube, du leidest sehr unter Verlustängsten. Das hat wahrscheinlich nichts mit dem Verhalten deines freundes zu tun, er war dir ja imemr treu und steht zu dir, aber es kann andere Ursachen haben, Ursachen, die in dir selbst liegen, in deiner Kindheit, in deiner Familie. Manchmal ist es aber auch nur einfach so. Ich habe mich in meine erste Liebe sehr reingesteigert und hatte extreme Verlustängste. Dann war chluss und ich ließ los. Bei meiner nächsten Beziehung war es ähnlich. Mich belastet das auch sehr und jetzt, wo ich solo bin, ahbe ich das nicht. Aber wenn die nächste Beziehung kommt (ich habe da im Moment etwas, das sich in diese Richtung entwickelt, aber die großen Gefühle sind bei mir (noch) nicht da), kann es sein, dass es wieder "ausbricht". ich habe schon mal eine Therapie gemcht, aber da standen andere Probleme im Mittelpunkt. Ich weiß nicht, wenn es für mich zu heftig wird, würde ich nochmal eine Therapie machen. Ich habe jezzt aus meiner Sicht berichtet. Die helfen kann ich da leider wenig. Mein einziger Tipp wäre, dir ein schönes Leben neben der Beziehung zu machen. 1 oder 2 Hobbies, die dir ganz viel bedeutet und die du konstant durchziehst. Dann fällst du auch nicht in ein so tiefes Loch, wenn die Beziehung nicht hält. Und es hat den Vorteil, dass du es gar nicht merkst, wenn dein Freund sich mal einene Tag lang nicht meldet.

#8
hallo jane,

woher kommen verlustängste? weißt du das? was passiert in einer therapie? findet man dafür die ursachen heraus?

ich verstehe nur nicht, wieso ich die früher, auch in anderen beziehungen nie hatte. ich verstehe mich selbst nicht mehr. meine freunde bestätigen mir, dass ich ein lebenslustiger mensch bin, mit vielen interessen, auch an familie, wegehen usw.

nur mit ihm habe ich dauernd probleme.

vielleicht ist es schlicht und einfach so, dass wir nicht zusammen passen und keiner von uns beiden möchte es sich eingestehen!

Jane
#9
hallo monsterchen,

ich weiß nicht, woher meine verlsutängste kommen/kamen. ich habe damals diese liebe als das tollste erlebt und mich auch so darauf eingestellt. ich habe mich gehen lassen und mich nicht mehr um mein leben gekümmernt, sondnern nur noch um meine beziehung und dabei vergessen, dass es nicht meine beziehung war, sondern unsere. irgendwann war er dann weg. und damit hatte ich nichts mehr. ich denke, mittlerweile kann ich damit besser umgehen - nach 4 jahren solo, arbeitslosigkeit, heimatlosigkeit und diversen prüfungen habe ich das gefühl, eine menge alleine geschafft zu haben und mein eigenes leben, in das erst mal jemand reinkommen muss.

ich glaube nicht, dass es war damit zu tun hat dass ihr zusammenpasst oder nicht. du klammerst und hast wenig vertrauen, obwohl er dir keinen anlass dazu gibt, ihm nicht zu vertrauen.

was passiert bei eine rtherapie? du redest über dein problem und der therapeut hört dir zu. du lässt alles raus, guckst in deinem verhalten nach und bewertest selber, wie du dich verhältst. du findest selber strategien und setzt die als "hausaufgabe" um (z.b. ein neues hobby, ein abend mit freundinnen, ein abend alleine). du bekommst den auftrag zu beobachten wie du dich in bestimmten situtaionen verhältst und im besten fall findest du selber eine strategie, wie du damit umgehst und dein verhalten ggf. änderst. wenn man von jemandem behandelt wird, der von außen auf die sache guckt, hat man die objektivität, die einem sonst fehlt. ich habe das schon gemacht und mir hat es sehr geholfen. es ging bei mir allerdings um andere sachen.

#10
hallo jane und monsterchen...

die verlustängste kenn ich allzu gut.... man klammert sich so sehr an die person fest, das man alles herum vergisst.

man tut dies nicht bewusst sondern es geschieht einfach so.

bin´ein scheidungskind und ich denke meine ängste kommt aus meiner kindheit.

es ist nicht leicht. weder für den partner noch für einen selbst.

denn man hat, zumindestens ging's mir so, ständig angst nicht mehr geliebt zu werden.

fazit man klammert... also wollt euch nur sagen ihr seit nicht allein.

nen therapie ist ne tolle sache- kann ich nur empfehlen.

lg

#11
hey monsterchen.

du sprichst mir aus der seele. ganz genau gehts mir so im moment. ich hatte sowas in den vorigen beziehungen nie aber warum jetzt? was hat dieser mensch dass ich so intensiv liebe, oder ist es mehr eine art abhängigkeit?

ich denke dass meine verlustängste auch aus meiner kindheit stammen. bin auch ein scheidungskind. aber warum hatte ich das früher nicht? oder fällt es einem im jüngeren alter leichter loszulassen? wird es um so älter man wird schwerer?

warum können wir nicht einfach "normal" lieben? so wie unsere partner uns lieben. das heißt ja nicht dass sie uns weniger lieben. aber warum erkennen wir das nicht? ständig fühlen wir uns vernachlässigt oder sonst schlecht behandelt.

also liebes monsterchen ich kann mir gut vorstellen wie du fühlst. sehr gut sogar.

aber ich will deswegen keine therapie anfangen...

es wird doch irgendwie zu schaffen sein "normal" zu lieben.

#12
hallo alle miteinander,

muss mich entschuldigen, ich kann leider nicht so oft schreiben, nur in der arbeit, weil ich zuhause keinen pc habe, und meistens nur im büro schreiben kann.

hey kleines mädl,

erst einmal finde ich es sehr sehr schön, dass man überhaupt so lieben kann. das ist doch schon mal was wirklich positives.

wenn man allerdings tagtäglich sich die frage stellt, ob der partner einen genauso liebt, kann sich das ziemlich schnell ins negative verwandeln.

ich habe mit meinem partner darüber gesprochen, ich habe ihm meine ängste und sorgen mitgeteilt, und er hat mir vernünftig und normal erklärt, dass er mich genauso liebt, wie ich ihn, und dass er eigentlich gar nicht weiß, warum ich mir solche gedanken mache.

weder bin ich ein scheidungskind, noch hatte ich irgendwann vorher in meinem leben irgendwelche verlustängste. manchmal denke ich, dass ich mir probleme mache, wo keine sind.

in zukunft werde ich versuchen, liebes-angelegenheiten nicht ganz so verbissen zusehen, und die schöne zeit, die ich habe, einfach zu geniessen (lernen)!!!!!!

#13
hallo kleines mädl,

also mir gings schon immer so mit meinen verlustängsten.

es ist besonders schwer andere menschen, vorallem dann wenn man sie so sehr liebt, gehen zu lassen.

deshalb fällt mir jetzt auch die trennung so schwer.

ja, ich denke man kann das lernen normal zu lieben und nen therapie ist nicht zwingend notwendig.

mach das auch aus anderen gründen.

aber du schaffst das sicher auch so......

vielleicht hast du früher nie solche gefühle für einen menschen gehabt und das es dir jetzt so schwer fällt.

oder du hast viele schlechte erfahrungen gemacht mit menschen, das du jetzt einfach vorsichtiger geworden bist.

wünsch dir viel viel glück lg

#14
was soll man tun?

wenn man dauernd streitet und beide auf seinem recht beharren?

was soll man tun, wenn die unsicherheit so immens groß ist?

wenn man solche angst hat, verletzt oder verlassen zu werden?

wenn man jemanden so liebt, wie man es nie für möglich gehalten hätte, einen menschen überhaupt so zu lieben?

wieso kann man sich nicht einfach verstehen? weil man sich liebt??!!

#15
Hallo Monsterchen,

das was du so schreibst, kommt mir auch ein wenig bekannt vor. Ich denke auch immer gleich, dass er mich vielleicht nicht so liebt wie ich ihn,wenn er mir nicht gleich zurück simst oder anders als erwartet reagiert. Ich habe auch schon überlegt,ob ich nicht mal eine Therapie machen sollte,damit ich mich persönlich auch besser kennenlerne und mein Verhalten verstehe bzw. ändern kann. Denn ich verletze ihn damit.Er liebt mich.Und was will ich mehr? Hört auf mit den vielen Streitereien wegen Nichtigkeiten und schaffe dir selbst keine Probleme!

Ich habe zur Zeit auch Liebeskummer.Aber es ist vielleicht ein anderer.Denn mein Freund ist nun für 4 Monate in Neuseeland.Ich weiß,dass wir uns wiedersehen werden.Und ich weiß auch schon jetzt,dass einige unserer Streitereien Zeitverschwendung waren.Leider merkt man das erst immer, wenn derjenige weg ist.Deshalb genießt eure Zeit und genießt eure Liebe zueinander.Vielleicht müsst ihr sie auch erst wieder neuentdecken bzw. sie nicht für so selbstverständlich halten.

Liebe Grüße,Flizzi.

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