Ich will mal so richtig jammern und wünsche mir Rat
2 Antworten680 AufrufeGestartet von Kein_Zufall ·
Kein_ZufallThemenstart
Hallo ihr Lieben!
Ich muss mich auskotzen und hoffe, daß ich hier Rat finde.
ich will mir mühe geben, meinen ewig langen text so übersichtlich wie möglich zu gestalten, damit ihr euch beim lesen nicht so plagen müsst... und danke schonmal vorab an alle, die bis zum schluss durchhalten.
ich habe ihn in einem kleinen tangostudio kennen gelernt und er gefiel mir sofort. er war höflich und gutaussehend und zwei monate jünger als ich.
es muss ihm umgekehrt ähnlich gegangen sein, denn bald tauschten wir unsere nummern und er begann, mir den hof zu machen.
eines tages verabredeten wir uns bei mir zu hause, das war im januar 2008. was da passierte, muss ich nicht schreiben, denke ich. jedenfalls weiß ich noch, daß ich hinterher ziemlich durch den wind war, weil ich zwei jahre lang niemand an mich heran ließ und nicht wirklich glauben konnte, daß dies nicht wieder ein übles ende nimmt.
er ging sehr liebevoll mit mir um. und nach kurzer zeit sagte er mir, daß er sich gut vorstellen kann, mit mir zusammen zu ziehen. hier stoppte ich ihn, denn diese hau-ruck-erfahrung hatte ich bereits. ich erklärte ihm, daß wir erst herausfinden sollten, ob es uns nicht etwa nur darum geht, nicht allein zu sein oder ob wir uns wirklich meinen.
er lebt in seinem elternhaus über 100 km weg von mir, zusammen mit seiner mutter. sein vater, den er als ewigen schimpfer und flucher und lästigen raucher in erinnerung hat, lebt nicht mehr.
ich war einmal bei ihm zu besuch, er zeigte mir seine heimat. es war irgendwie einsam dort, er war irgendwie einsam dort. es störte mich, daß er mit seiner mutter in diesem haus lebt und es störte mich, daß er überhaupt in seinem elternhaus lebt, das war mir unheimlich.
ich besuchte ihn danach nicht mehr und er hörte auf, mich danach zu fragen, er fragte mich aber auch nicht, warum ich ihn nicht mehr besuche. so kam also immer er zu mir, es war eine wochenendbeziehung mit tanzkursbesuchen und ich hatte den eindruck, alles sei in ordnung.
eines tages suchte ich mir eine neue, günstigere wohnung, denn ich war in ständigen finanziellen schwierigkeiten und musste daran unbedingt etwas verändern. er begleitete mich zu den besichtigungen und leistete mir viel beistand. als ich endlich eine neue wohnung fand, begannen monate harter arbeit.
ich hatte keinen urlaub und musste meine alte wohnung renovieren und die neue wohnung für den einzug vorbereiten. ich will hier nicht ins detail, das würde zu weit führen, nur so viel: es waren etwa vier monate voller druck und voller arbeit, bis zum umfallen, da ich kaum unterstützung hatte, ausser ihn. er verbrachte jede freie minute damit, mir zu helfen und er lieh mir einige male auch geld, das ich ihm zurückzahlte, sobald es mir möglich war.
unter diesem hochdruck war ich öfter mal ungerecht, was mir später selber aufging und worauf ich mich auch bezog und ihm dazu erklärte, warum ich ungerecht war. ich selber fand die zeit unausstehlich und es dauerte so lange, bis endlich land in sicht war von all der vielen arbeit.
als der druck endlich weniger wurde hatte ich plötzlich den gedanken, er würde mich - sobald das alles vorbei ist - "zum teufel jagen". ich erzählte ihm von diesem gedanken und er meinte, so einfach sei das nicht.
doch kurze zeit darauf machte er wegen einer anderen kleinigkeit mit mir per eMail schluss. das traf mich wie aus heiterem himmel, denn den vorigen gedanken hatte ich längst verworfen und ich rechnete damit überhaupt nicht, auch war ich fassungslos, per email abserveriert zu werden.
nach zwei wochen kam es doch noch zu einem "gespräch", das aber wenig klärung brachte. nur, daß er erkennt, daß er ein problem hat und therapie machen sollte, sonst bleibe er immer allein. und nur, daß er sicher ist, daß er will, daß schluss ist.
er fragte aber, ob ich weiterhin mit ihm tanzen würde und ich solle mir das überlegen. er wollte weiterhin eine freundschaft.
bei mir funktioniert das aber nicht. war ich doch noch so verletzt, für mich war diese beziehung gerade an ihrem beginn, nach diesem verheerenden umzug. war ich doch so froh, daß endlich wieder luft zum atmen war, hatte ich doch geglaubt, jetzt können wir endlich in frieden zusammen sein und schöne dinge miteinander unternehmen und erleben... da macht er schluss. da ist für ihn unsere beziehung zu ende...
ich hab mich noch einige male mit ihm zum tanzen getroffen, drei mal, glaube ich.
was ungeheuer schwierig war und mich ohnmächtig machte war, daß ich ihm nichts sagen durfte, ohne daß er sich sofort anpasste.
so sagte ich ihm zum beispiel, daß es mich runterzieht, wenn wir in einer phase wie dieser telefonieren, weil er am telefon so klingt, als sei überhaupt nichts passiert. reden wir aber persönlich miteinander und kann ich ihn dann als ganzer wahrnehmen, habe ich diesen eindruck überhaupt nicht. im gegenteil, dann kann ich sehen, daß ihm das alles sehr wohl etwas ausmacht.
die konsequenz für ihn war, daß er mich überhaupt nicht mehr anrief.
er schrieb auch keine email mehr, weil ich ihm sagte, daß diese "schluss"-email wie eine briefbombe eingeschlagen hat. der kontakt beschränkte sich nurmehr auf sms-niveau.
nun konnte ich ihm natürlich nicht sagen, daß mich das sms-niveau so belastet, weil ich ahnte, daß es nur dazu führt, daß er mich auch auf diesen weg nicht mehr kontaktieren wird und daß dann nichts mehr übrig bleibt.
seine anpassung hat mich sehr gequält und wenn ich aber mit ihm darüber reden wollte, passte er sich innerhalb der anpassung nur nochmals an.
eine kritik erhielt ich dagegen nicht. und ich vermute, er ärgerte sich oftmals über dieses oder jenes und fras es in sich hinein, während ich davon nichts ahnte. ist aber alles nur meine vermutung.
ich schickte ihm manchmal eine sms mit "ich denk an dich" oder einmal mit "ich vermiss dich". das war aber in sehr behutsamen dosierung geschehen.
als antwort kam dann eventuell ein "ich dich auch" oder "ich auch an dich".
jedenfalls hatte ich mir wochenlang hoffnungen gemacht, daß es wieder besser wird mit uns.
eines tangoabends brachte er mich nach hause und sagte, er würde mich noch zur tür bringen. ich aber war darauf aus, ihn zu "vernaschen". als ob er es schon ahnte. er hoppelte wie ein verängstigter hase davon und meldete sich über eine woche lang nicht.
er war die besagte woche krank mit übelkeit und kopfschmerz und rief mich danach an. er sagte, er wolle mich so gern als freundin behalten und wäre er bei mir geblieben, dann wären wir intim geworden und alles wäre nur wieder so wie vorher. da wusste ich erst nichts zu sagen und er sagte, er würde mich in einer woche wieder anrufen.
doch mich ließ das telefonat nicht mehr los. ich schrieb ihm eine email, in der ich ihm offen gestand, daß ich die ganze zeit gehofft hatte, des es mit uns wieder wird. ich schrieb ihm, daß ich ihn natürlich gehörig vernascht hätte und mir das schon lange zeit sehr schön vorgestellt hatte.
dann schrieb ich, daß wir nicht mehr miteinander tanzen können, weil ich glaube, daß ihm nicht bewusst ist, was ich die vergangen monate ausgehalten habe, was uns angeht. und daß ich glaube, daß er mich im grunde gar nicht sieht. vielleicht wird das einmal anders, schrieb ich, doch setzt das voraus, daß er mir egal genug ist, daß mir das alles "wurscht" ist.
eine woche später erhielt ich eine antwort mit dem inhalt, daß er voll und ganz dazu steht, daß wir keine zukunft haben und auch keine perspektive. es ehre ihn, daß ich etwas für ihn übrig habe und er wollte betonen, daß er umgekehrt ebenfalls für mich was übrig hat, doch für mehr als eine freundschaft reicht es nicht mehr, ich solle das akzeptieren, außerdem findet er es besser, wenn wir den kontakt ganz einstellen, bis wir beide die trennung verarbeitet haben.... (so in etwa die kurzform).
ich antwortete darauf nicht mehr.
das ist über sechs wochen her. mir geht es furchtbar.
mein gefühl sagt mir, daß es soviel zu sagen gäbe.
vor zwei wochen bin ich (endlich) an eine grenzerfahrung bezüglich meines alkoholproblems geraten. jeden abend musste ich bier trinken, jahrelang. vor zwei wochen ließ ich mich bis zur bewusstlosigkeit vollaufen und agierte in meiner wohnung einen wutausbruch aus, an den ich mich nicht mehr erinnern kann. am nächsten tag fuhr mich eine freundin ins krankenhaus, wo ich eine woche blieb und froh war, daß ich endlich mit jemandem darüber gesprochen habe. ich denke, das wars, kein alkohol mehr.
seit vier wochen ungefähr baggert er eine neue tanzpartnerin an.
und ich habe immernoch das gefühl, es gäbe so viel zu sagen.
übermorgen ist mein 40ster geburtstag. ich habe kaum bekannte und weiß nicht, was ich an diesem tag machen soll.
ich habe darüber nachgedacht, ob ich auf eine tangoveranstaltung gehen soll, doch ist die gefahr gegeben, daß wir uns über den weg laufen.
vielleicht hat er dann auch noch die neue tanzpartnerin im arm.
manchmal habe ich eine riesen wut, die mich regelrecht auffrisst, weil er sich so davon gestohlen hat, ohne auch nur irgendeine greifbare erklärung oder klärende aussprache...
und ich habe immernoch das gefühl, es gäbe so viel zu sagen.
Ich muss mich auskotzen und hoffe, daß ich hier Rat finde.
ich will mir mühe geben, meinen ewig langen text so übersichtlich wie möglich zu gestalten, damit ihr euch beim lesen nicht so plagen müsst... und danke schonmal vorab an alle, die bis zum schluss durchhalten.
ich habe ihn in einem kleinen tangostudio kennen gelernt und er gefiel mir sofort. er war höflich und gutaussehend und zwei monate jünger als ich.
es muss ihm umgekehrt ähnlich gegangen sein, denn bald tauschten wir unsere nummern und er begann, mir den hof zu machen.
eines tages verabredeten wir uns bei mir zu hause, das war im januar 2008. was da passierte, muss ich nicht schreiben, denke ich. jedenfalls weiß ich noch, daß ich hinterher ziemlich durch den wind war, weil ich zwei jahre lang niemand an mich heran ließ und nicht wirklich glauben konnte, daß dies nicht wieder ein übles ende nimmt.
er ging sehr liebevoll mit mir um. und nach kurzer zeit sagte er mir, daß er sich gut vorstellen kann, mit mir zusammen zu ziehen. hier stoppte ich ihn, denn diese hau-ruck-erfahrung hatte ich bereits. ich erklärte ihm, daß wir erst herausfinden sollten, ob es uns nicht etwa nur darum geht, nicht allein zu sein oder ob wir uns wirklich meinen.
er lebt in seinem elternhaus über 100 km weg von mir, zusammen mit seiner mutter. sein vater, den er als ewigen schimpfer und flucher und lästigen raucher in erinnerung hat, lebt nicht mehr.
ich war einmal bei ihm zu besuch, er zeigte mir seine heimat. es war irgendwie einsam dort, er war irgendwie einsam dort. es störte mich, daß er mit seiner mutter in diesem haus lebt und es störte mich, daß er überhaupt in seinem elternhaus lebt, das war mir unheimlich.
ich besuchte ihn danach nicht mehr und er hörte auf, mich danach zu fragen, er fragte mich aber auch nicht, warum ich ihn nicht mehr besuche. so kam also immer er zu mir, es war eine wochenendbeziehung mit tanzkursbesuchen und ich hatte den eindruck, alles sei in ordnung.
eines tages suchte ich mir eine neue, günstigere wohnung, denn ich war in ständigen finanziellen schwierigkeiten und musste daran unbedingt etwas verändern. er begleitete mich zu den besichtigungen und leistete mir viel beistand. als ich endlich eine neue wohnung fand, begannen monate harter arbeit.
ich hatte keinen urlaub und musste meine alte wohnung renovieren und die neue wohnung für den einzug vorbereiten. ich will hier nicht ins detail, das würde zu weit führen, nur so viel: es waren etwa vier monate voller druck und voller arbeit, bis zum umfallen, da ich kaum unterstützung hatte, ausser ihn. er verbrachte jede freie minute damit, mir zu helfen und er lieh mir einige male auch geld, das ich ihm zurückzahlte, sobald es mir möglich war.
unter diesem hochdruck war ich öfter mal ungerecht, was mir später selber aufging und worauf ich mich auch bezog und ihm dazu erklärte, warum ich ungerecht war. ich selber fand die zeit unausstehlich und es dauerte so lange, bis endlich land in sicht war von all der vielen arbeit.
als der druck endlich weniger wurde hatte ich plötzlich den gedanken, er würde mich - sobald das alles vorbei ist - "zum teufel jagen". ich erzählte ihm von diesem gedanken und er meinte, so einfach sei das nicht.
doch kurze zeit darauf machte er wegen einer anderen kleinigkeit mit mir per eMail schluss. das traf mich wie aus heiterem himmel, denn den vorigen gedanken hatte ich längst verworfen und ich rechnete damit überhaupt nicht, auch war ich fassungslos, per email abserveriert zu werden.
nach zwei wochen kam es doch noch zu einem "gespräch", das aber wenig klärung brachte. nur, daß er erkennt, daß er ein problem hat und therapie machen sollte, sonst bleibe er immer allein. und nur, daß er sicher ist, daß er will, daß schluss ist.
er fragte aber, ob ich weiterhin mit ihm tanzen würde und ich solle mir das überlegen. er wollte weiterhin eine freundschaft.
bei mir funktioniert das aber nicht. war ich doch noch so verletzt, für mich war diese beziehung gerade an ihrem beginn, nach diesem verheerenden umzug. war ich doch so froh, daß endlich wieder luft zum atmen war, hatte ich doch geglaubt, jetzt können wir endlich in frieden zusammen sein und schöne dinge miteinander unternehmen und erleben... da macht er schluss. da ist für ihn unsere beziehung zu ende...
ich hab mich noch einige male mit ihm zum tanzen getroffen, drei mal, glaube ich.
was ungeheuer schwierig war und mich ohnmächtig machte war, daß ich ihm nichts sagen durfte, ohne daß er sich sofort anpasste.
so sagte ich ihm zum beispiel, daß es mich runterzieht, wenn wir in einer phase wie dieser telefonieren, weil er am telefon so klingt, als sei überhaupt nichts passiert. reden wir aber persönlich miteinander und kann ich ihn dann als ganzer wahrnehmen, habe ich diesen eindruck überhaupt nicht. im gegenteil, dann kann ich sehen, daß ihm das alles sehr wohl etwas ausmacht.
die konsequenz für ihn war, daß er mich überhaupt nicht mehr anrief.
er schrieb auch keine email mehr, weil ich ihm sagte, daß diese "schluss"-email wie eine briefbombe eingeschlagen hat. der kontakt beschränkte sich nurmehr auf sms-niveau.
nun konnte ich ihm natürlich nicht sagen, daß mich das sms-niveau so belastet, weil ich ahnte, daß es nur dazu führt, daß er mich auch auf diesen weg nicht mehr kontaktieren wird und daß dann nichts mehr übrig bleibt.
seine anpassung hat mich sehr gequält und wenn ich aber mit ihm darüber reden wollte, passte er sich innerhalb der anpassung nur nochmals an.
eine kritik erhielt ich dagegen nicht. und ich vermute, er ärgerte sich oftmals über dieses oder jenes und fras es in sich hinein, während ich davon nichts ahnte. ist aber alles nur meine vermutung.
ich schickte ihm manchmal eine sms mit "ich denk an dich" oder einmal mit "ich vermiss dich". das war aber in sehr behutsamen dosierung geschehen.
als antwort kam dann eventuell ein "ich dich auch" oder "ich auch an dich".
jedenfalls hatte ich mir wochenlang hoffnungen gemacht, daß es wieder besser wird mit uns.
eines tangoabends brachte er mich nach hause und sagte, er würde mich noch zur tür bringen. ich aber war darauf aus, ihn zu "vernaschen". als ob er es schon ahnte. er hoppelte wie ein verängstigter hase davon und meldete sich über eine woche lang nicht.
er war die besagte woche krank mit übelkeit und kopfschmerz und rief mich danach an. er sagte, er wolle mich so gern als freundin behalten und wäre er bei mir geblieben, dann wären wir intim geworden und alles wäre nur wieder so wie vorher. da wusste ich erst nichts zu sagen und er sagte, er würde mich in einer woche wieder anrufen.
doch mich ließ das telefonat nicht mehr los. ich schrieb ihm eine email, in der ich ihm offen gestand, daß ich die ganze zeit gehofft hatte, des es mit uns wieder wird. ich schrieb ihm, daß ich ihn natürlich gehörig vernascht hätte und mir das schon lange zeit sehr schön vorgestellt hatte.
dann schrieb ich, daß wir nicht mehr miteinander tanzen können, weil ich glaube, daß ihm nicht bewusst ist, was ich die vergangen monate ausgehalten habe, was uns angeht. und daß ich glaube, daß er mich im grunde gar nicht sieht. vielleicht wird das einmal anders, schrieb ich, doch setzt das voraus, daß er mir egal genug ist, daß mir das alles "wurscht" ist.
eine woche später erhielt ich eine antwort mit dem inhalt, daß er voll und ganz dazu steht, daß wir keine zukunft haben und auch keine perspektive. es ehre ihn, daß ich etwas für ihn übrig habe und er wollte betonen, daß er umgekehrt ebenfalls für mich was übrig hat, doch für mehr als eine freundschaft reicht es nicht mehr, ich solle das akzeptieren, außerdem findet er es besser, wenn wir den kontakt ganz einstellen, bis wir beide die trennung verarbeitet haben.... (so in etwa die kurzform).
ich antwortete darauf nicht mehr.
das ist über sechs wochen her. mir geht es furchtbar.
mein gefühl sagt mir, daß es soviel zu sagen gäbe.
vor zwei wochen bin ich (endlich) an eine grenzerfahrung bezüglich meines alkoholproblems geraten. jeden abend musste ich bier trinken, jahrelang. vor zwei wochen ließ ich mich bis zur bewusstlosigkeit vollaufen und agierte in meiner wohnung einen wutausbruch aus, an den ich mich nicht mehr erinnern kann. am nächsten tag fuhr mich eine freundin ins krankenhaus, wo ich eine woche blieb und froh war, daß ich endlich mit jemandem darüber gesprochen habe. ich denke, das wars, kein alkohol mehr.
seit vier wochen ungefähr baggert er eine neue tanzpartnerin an.
und ich habe immernoch das gefühl, es gäbe so viel zu sagen.
übermorgen ist mein 40ster geburtstag. ich habe kaum bekannte und weiß nicht, was ich an diesem tag machen soll.
ich habe darüber nachgedacht, ob ich auf eine tangoveranstaltung gehen soll, doch ist die gefahr gegeben, daß wir uns über den weg laufen.
vielleicht hat er dann auch noch die neue tanzpartnerin im arm.
manchmal habe ich eine riesen wut, die mich regelrecht auffrisst, weil er sich so davon gestohlen hat, ohne auch nur irgendeine greifbare erklärung oder klärende aussprache...
und ich habe immernoch das gefühl, es gäbe so viel zu sagen.
Ich weiss wie schlimm das für dich ist. Mein Freund hat auch nach drei Jahren einfach per SMS Schluss gemacht und es gab nie eine klärende Aussprache. Und wird es wahrscheinlich auch nie geben. Auch wenn du das Gefühl hast, dass es noch so viel zu sagen gäbe, mußt du die Situation jetzt akzeptieren, denn er wird nicht wirklich hören bzw hören wollen was du zu sagen hast. Halt einfach Abstand und vermeide Situation wo du mit ihm zusammentreffen könntest. Irgendwann wirst du dich wieder besser und normal fühlen. Leider kann ich dir nicht sagen wie lange das dauert - ich warte auch noch darauf mich wieder "normal" zu fühlen.
liebeskummer, herzschmerz, trennung per sms, cybersex....
ich könnte kotzen. ich könnte über diese gesellschaft nichts als kotzen.
ich könnte kotzen. ich könnte über diese gesellschaft nichts als kotzen.
Seite 1 von 1 · 3 Beiträge in diesem Thema