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ipsissima verba

257 Antworten16'810 AufrufeGestartet von molog ·

#41
wie sie es wünschen


so wird es geschehn



sie nehmen sich alles


wollen niemals vergehn






sie schleichen sich überall


in mein leben ein



doch ist es mein leben?



was heisst für mich "sein"?






die blüte gestorben



durch
sie umgebracht


und
sie sind dieselben


die mich in der macht






wer sind
sie, was wollen


sie immer von mir?



umklammern die seele



mit blaukalter gier






sie sind die schmerzen,


die sorgen, die mich



von innen zerfressen



wer befreit mich?






das kann nur ich selber,



das weiss ich sehr gut



doch mir fehlt die kraft,



die hoffnung, der mut...
;(

#42
und zuletzt: stille

#43
Die Sonne


Untergegangen.



Im Sturzflug



Senkrecht



Für Ewigkeiten



Verschwunden



Der Horizont



Verschluckt



Aussichtslos



Einsam



Verlassen.


eines der schönsten gedichte von MOBY

danke!

#44
ich schliesse meine augen und sage zu mir:





sag nichts,


was du jemals bereuen könntest.






tue nichts,



was nicht deinem wesen entspricht.






sei niemals so,



wie du niemals werden wolltest.






ich öffne meine augen



und sehe,






was ich gesagt habe,



was ich falsch gesagt habe



und was ich damit angerichtet habe.






was ich getan habe,



was ich falsches getan habe



und was ich damit zerstört habe.






wer ich zu sein glaubte,



wer ich nicht war



und wer ich sein sollte, damit alles wieder gut wird...


#45
allgegenwärtig,


bestimmend mein leben,



und unberechenbar






angst






dich zu verlieren



und genauso



dich wiederzugewinnen,



denn ich will dich nicht wieder enttäuschen






aber ich habe nicht so sehr angst davor,



fehler zu machen,



sondern vor allem,



dieselben fehler



noch einmal zu machen.


#46
:schmatz:

Moby :trost:

----------------

Du und ich


Gefühlsketten hielten uns gefesselt



Aus den Fesseln



Wurden Lichtschimmer



Die das Alltagsgrau erhellten



Das ich trat zurück



Das du beherrschtest



Den Vordergrund



Dankbar



Lehnte ich mich



In die Geborgenheit



Du und ich



Wir hofften



Das die Gefühlsketten



Dem Alltag widerstehen


#47
wenn ein kind stirbt,


kommt ein engel,



nimmt seine seele an der hand



und fliegt mit ihr über alle plätze auf der erde,



wo das kind früher gerne war...



und an diesen orten



beginnen knospen zu blühen,



für dieses tote kind



und die vögel



singen ein lied



nur für diese seele



und dann beginnt es zu regnen,



weil die engel im himmel



um das leben dieses kindes weinen



und die blumen blühen weiter



von den tränen der engel genährt...






in meiner seele blüht eine blume



genährt von meinen tränen



wunderschön



und nur für dich, mein kind


#48
liebe


ist nicht einfach ein gefühl



sie ist ein erlebnis






liebe



ist nicht einfach irgend ein erlebnis



sie ist ein abenteuer...






abenteuer



sind gefährlich



aber nicht unmöglich!






liebe scheint manchmal unmöglich



aber liebe



kann zugleich berge versetzen






nichts ist unmöglich,



denn Unmöglich



ist keine tatsache



es ist nur ein gefühl!


#49
:schmatz:

Moby :trost:

--------------------

#50
das wollte ich dir eigentlich schon lange sagen

aber bisher hatte ich keine gelegenheit dazu.

wie kannst du es wagen? dich so einzumischen?

du bist mein bruder, verdammt, nicht mein vater!

und auch nicht mein erziehungsberechtigter! nichts anderes als mein bruder!

manchmal noch nicht einmal das....

du gehst mir auf die nerven

gibst zu allem deinen kommentar ab

bestimmst über mich,

meinst zu wissen, was gut für mich ist...

was fällt dir ein?!?

hast du überhaupt eine ahnung davon,

wie fest sich mama von dir beeinflussen lässt?

wenn du meinst, etwas sei zu gefährlich, zu blöd

oder einfach nur unpassend für mich, teilst du uns dies mit

und siehe

sie ist plötzlich deiner meinung!

ich hasse dich dafür,

dass du für sie der verständige, intelligente,

allwissende, alles richtig einschätzende sohn bist,

jedenfalls solange es um mich geht.

und ich bin deshalb die dumme, kleine, unverständige,

eine mitläuferin,

das naive nesthäkchen.

auf mich wird nicht gehört, denn ich habe ja keine ahnung, von was ich spreche.

hör zu,

ich brauche keinen vater!

auch keinen vaterersatz!

er ist weg, schon lange,

ich weiss wie ich ohne vater leben kann!

ja, du bist jetzt der mann im haus...

wie schön für dich!

du kannst alles liegenlassen,

irgendjemand räumt es dann schon weg...

und du meinst zu wissen was gut für mich ist?!

vielleicht bräuchte ich doch einen vater,

jedes mädchen tut das...

aber nicht ich!

nicht dich!

auch wenn ich es unter anderen umständen vielleicht geniessen würde,

dass du zum teil verantwortung für mich übernimmst...

aber nicht, wenn du dies nur dann tust, wenn es dir zum vorteil ist!

wenn du wenigstens zu mir stehen würdest!

in der öffentlichkeit, unter freunden...

aber nein, dafür bist du zu schwach!

du hast keine ahnung, wie du mich damit verletzt...

ich weiss, ich bin nicht perfekt, aber wer ist das schon?

und ich bin doch deine schwester...

es ist einfach unfair,

mama vertraut dir mehr als mir,

obwohl sie selber oft findet, dass du ach so unzuverlässig bist

und faul....

papa ist weg, und auch das ist verdammt unfair,

denn auch da hatte ich nichts zu sagen...

und du darfst viel mehr als ich, auch unfair,

denn ich kann doch auf mich selbst aufpassen!

wieso glaubt mir das keiner?

ihr nehmt mich einfach nicht ernst!

könnt ihr mich nicht einfach mal in ruhe lassen

mit eurem über-mich-bestimmen

und ewigen besserwissen?!?

hab ich einfach mal so ausm kopf geschrieben, das nagt schon lange in mir und irgendwie musste es mal raus... auch wenns wohl nicht viel hilft... ;(

was soll ich machen... ;( er würde es ja doch nicht verstehen, wenn ich ihm sowas sagen würde... :(

#51
einfach nur weg, ein neuer beginn


schritte nach vorn, mag kommen was will!



alles hinter mir lassen und neue welten entdecken



einfach nur reisen, denn der weg ist mein ziel.






das leben geniessen, meine träume leben!



frischer seewind über grünen wogen und meiner haut



neue energie tanken vom klaren sternenhimmel



endlich leben wie ich es will...






meine seele zieht durch blaue berge



durch weiche täler, in sonne gebettet



laue lüfte tragen düfte



zu mir hin,



zu der, die ich jetzt wirklich bin.






manchmal muss man etwas wagen



altes abschütteln, sich trauen,



um es sich gut gehen zu lassen.






endlich ein neues leben,



endlich frei!


​

#52
ich beneide dich


du hast deine ruhe



denn du nimmst sie dir



lässt niemanden deine seele sehen



ich will dir doch helfen, denn du



stirbst innerlich,



lässt niemanden zu dir hinein



doch kann ich dir helfen?



steht mir der neid im weg?



und dennoch lebst du, da du deine schwäche nicht zeigen musst



ach wie beneide ich dich...


#53
Die Angst vor Streit und Hass und Krieg


lässt viele oft nicht ruhn.



Doch wenn man Frieden haben will,



muss man ihn selber tun.






Der Frieden wächst, wie Rosen blühn,



so bunt, so schön und still.



Er fängt bei uns Zuhause an,



bei jedem, der ihn will.






Vom Frieden reden hilft nicht viel,



auch nicht, dass man marschiert.



Er kommt wie Lachen, Dank und Traum,



schon wenn man ihn probiert.






Man braucht zum Frieden Liebe,



natürlich auch Verstand,



und wo es was zu heilen gibt:



jede Hand.


Eva Rechlin

#54
Vom baum lernen


der jeden tag neu



sommers und winters



nichts erklärt



niemanden überzeugt



nichts herstellt






Einmal werden die bäume die lehrer sein



das wasser wird trinkbar



und das lob so leise



wie der wind an einem septembermorgen


Dorothee Sölle

#55
Jeden tag


die erde mit den füssen berühren



am feuer sich wärmen



ins wasser fallen



und von der luft gestreichelt sein






Wissen ein tag ohne die vier



schwester wasser und bruder feuer



mutter erde und vater himmel



ist ein verrotteter tag






Ein tag im krieg



den wir gegen alles



führen


Dorothee Sölle

#56
Etwas endet und etwas fängt an.

Jetzt war vorhin irgendwann.

Gestern ist heute lange vorbei,

und morgen ist morgen heute.

Der nächste Augenblick ist weit...

Schwimm wie ein Schiff auf der Zeit!

Susanne Kilian

#57
Eines Tages

werden andere

in unseren Häusern

leben:

Wenn wir gastlich sind,

werden wir

Häuser bauen,

in denen sie

leben können.

Klaus Kordon

#58
Ich schenke dir diesen Baum.


Aber nur,



wenn du ihn wachsen lässt,



da wo er steht;



denn Bäume sind keine Ware,



die man einfach mitnehmen kann.



Sie keimen und wurzeln



in unserer alten Erde,



werden hoch wie ein Haus



und vielleicht sogar älter als du.



Ich schenke dir diesen Baum,



das Grün seiner Blätter,



den Wind in den Zweigen,



die Stimmen der Vögel dazu



und den Schatten,



den er im Sommer gibt.



Ich schenke dir diesen Baum,



nimm ihn wie einen Freund,



besuche ihn oft,



aber versuche nicht, ihn zu ändern.



So wirst du sehen,



dass du viel von ihm lernen kannst.



Eines Tages sogar



seine Weisheit und Ruhe.



Auch wir sind nämlich Bäume,



die in Bewegung geraten sind.


Harald Braem

#59
Über die Erde


sollst du barfuss gehen.



Zieh die Schuhe aus,



Schuhe machen dich blind.



Du kannst doch den Weg



mit deinen Zehen sehen.



Auch das Wasser



und den Wind.






Sollst mit deinen Sohlen



die Steine berühren,



mit ganz nackter Haut.



Dann wirst du bald spüren,



dass dir die Erde vertraut.






Spür das nasse Gras



unter deinen Füssen



und den trockenen Staub.



Lass dir vom Moos



die Sohlen streicheln und küssen



und fühl



das Knistern im Laub.






Steig hinein,



steig hinein in den Bach



und lauf aufwärts



dem Wasser entgegen.



Halt dein Gesicht



unter den Wasserfall.



Und dann sollst du dich



in die Sonne legen.






Leg deine Wange an die Erde,



riech ihren Duft und spür,



wie aufsteigt aus ihr



eine ganz grosse Ruh'-



Und dann ist die Erde



ganz nah bei dir,



und du weisst:



Du bist ein Teil von Allem



und gehörst dazu.


Martin Auer

#60
Wenn die Sonne untergeht


für immer,



was dann,



fragen die Kinder.






Wir erleben das nicht,



sage ich,



und verschweige,



dass Atomkraftwerke



die Dämmerung



schon eingeschaltet haben.


Julius Becke

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