Kleine (halb-)wissenschaftliche Abhandlung über Liebeskummer

Equilibrio

Neuer Benutzer
30. Aug. 2002
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Hi ihr, ich habe mir vor kurzem mal einfach Gedanken über den Liebeskummer an sich gemacht und habe eine kleine pseudo-wissenschaftliche Abhandlung verfasst. Vielleicht kann sie dem einen oder anderen mal nützlich sein:

Kleine Abhandlung über Liebeskummer

Inhalt:

1. Einleitung

2. Die 4 Grundarten des Liebeskummers

3. Mögliche Erscheinungsformen des Liebeskummers

4. Die 5 Stadien des Liebskummers

5. 22 Allgemeine Techniken und Verhaltensweisen gegen Liebeskummer:

1. Einleitung:

Es herrscht allgemein der Gedanke vor, dass Liebeskummer ein typisches Teenager-Problem sei. Deshalb hat der Liebeskummer als Negativ-Gefühl und schwierige Phase des Lebens einen eher „niedlichen“ Ruf und wird im Allgemeinen belächelt. Das mag daran liegen, dass Liebeskummer ein Gefühl oder eine Phase ist, die irgendwann komplett überwunden wird und an die man, spätestens in einer neuen Beziehung, lächelnd zurück denkt und den Kopf schüttelt. Das unterscheidet den Liebeskummer z.B. von der Trauer, wenn ein geliebter Mensch gestorben ist.

Man sollte Liebeskummer dennoch nicht unterschätzen. Genau wie die Trauer ist er ein Gefühl des Vermissens, der Einsamkeit und das Gefühl, in ein tiefes, dunkles Loch zu fallen und für kurze Zeit keinen Sinn mehr im Leben zu erkennen. Nicht umsonst wählen in Deutschland jedes Jahr viele hundert Menschen (nicht nur Teenager) aufgrund von Liebeskummer den Freitod.

Liebeskummer kann jeden in jedem Alter und Lebensabschnitt treffen, Lebenserfahrung schütz nur bedingt davor. Charaktereigenschaften wie Selbstvertrauen und die Fähigkeit, Gefühle effektiv verdrängen zu können, sind da schon eine bessere Abwehr. Alle, die diese Fähigkeiten nicht besitzen und im Gegenteil sogar eher sensibel sind, trifft der Liebeskummer wie ein Hammerschlag und wird in einer bestimmten Phase (meist ganz zu Anfang) als ebenso schlimm empfunden, wie die Trauer um einen Toten.

2. Die vier Grundarten des Liebeskummers:

Es gibt vier Hauptarten von Liebeskummer, die sich (normalerweise) in Dauer und Schwere unterscheiden, besonderes wenn man unterschiedliche äußere Einflüsse bedenkt:

 Vermissen des Partners

 Heimliche Liebe

 Unerwiderte, verschmähte Liebe

 Trennung nach einer Beziehung

Im Normalfall ist das Vermissen des Partners (andere Stadt, anderes Land, bestimmte Situationen, in denen er nicht zugegen ist) eine schwache Form des Liebeskummers. Sie tritt zeitweise und nur in bestimmten Situationen auf und lässt sich durch einen Anruf oder einen Brief so weit mildern, dass sie (wenn auch unterschwellig allgegenwärtig) kaum noch zu spüren ist.

Die heimliche Liebe ist meist ein Ausdruck von Scham, Angst vor Zurückweisung, mangelndem Selbstvertrauen und Schüchternheit. Sie ist normalerweise nicht von langer Dauer, da sie meist aus der Distanz (also ohne den Schwarm näher zu kennen) praktiziert wird und sich abschwächt, wenn man das Objekt der Sehnsucht einige Zeit lang nicht sieht. Diese Form des Liebeskummers ist (normalerweise) eine eher Schwache und tritt tatsächlich hauptsächlich im Teenageralter auf. „Sich jeden Tag in einen anderen verknallen“ ist nach der Pubertät eher ungewöhnlich. Viele glauben, ein Geständnis der Liebe könnte hilfreich sein, einen längeren Anflug von heimlicher Liebe zu verkürzen, weil man Klarheit erlangt. Oft ist dem auch so, im schlimmsten Falle jedoch entsteht daraus die verschmähte, unerwiderte Liebe.

Die Unerwiderte, verschmähte Liebe kann ausgesprochen lange dauern, wenn man ständig die Nähe des anderen sucht und sich (meist) unberechtigte Hoffnungen macht. Im schlimmsten Falle kann dies dazu führen, dass man in jeder Geste und jeder Tat des anderen einen bewussten oder unterbewussten Annäherungsversuch zu erkennen glaubt und so die Hoffnung immer wieder aufsteigt. Besonders hartnäckig ist diese Form des Liebeskummers in Situationen, in denen man keine Möglichkeit hat, dem Objekt der Begierde aus dem Weg zu gehen (wie z.B. bei Schulkameraden, Arbeitskollegen usw.). Sobald dieser Einfluss verschwunden ist, schwächt sich das Verliebtsein meist sehr schnell ab und verschwindet in wenigen Wochen ganz. Diese Form des Liebeskummers ist durchaus nicht zu unterschätzen, denn der Leidende ist immerhin (vielleicht über Jahre hinweg) „dauerverliebt“. Das bedeutet: ein Herzklopfen, wenn nur der Name fällt oder man ihn liest, ein unbeschreibliches Glücksgefühl, wenn man den anderen sieht oder er oder sie anruft. Aber auch Trauer und Wut, wenn der oder die Geliebte einen Partner hat oder zum 100. Mal bestätigt, dass für eine gemeinsame Beziehung keine Hoffnung besteht. Das eigene Gefühlsleben ist sozusagen ständig abhängig vom Leben eines anderen, eigene Interessen und Freunde treten oft dahinter zurück.

Die schlimmste Form des Liebeskummers ist jener nach der Beendigung einer Beziehung. Sie ist auch die komplexeste und ihre Dauer und ihr Verlauf wird von einer Vielzahl äußerer Umstände beeinflusst: wie lang die Beziehung war, ob es gemeinsame Freunde gibt, ob es gemeinsamen Besitz wie eine Wohnung gibt, ob man zusammen Kinder hat, ob man verlassen wurde oder selbst verlassen hat, ob man betrogen wurde oder selbst betrogen hat, ob man sich einvernehmlich und friedlich oder mit einem großen Streit getrennt hat, ob man nach der Trennung merkt, dass man den anderen doch noch liebt oder eben nicht, usw. Sogar das Geschlecht des Leidenden spielt eine Rolle. Während Männer eher dazu neigen, sich einzuigeln und still vor dich her zu leiden, gehen Frauen häufiger aus, treffen Freundinnen und Freunde, vertrauen sich ihnen an und verändern sehr oft auch ihr Äußeres. Generell scheinen Frauen besser mit Liebeskummer umgehen und ihn auch schneller überwinden zu können, eine Regel ist dies aber nicht.

3. Mögliche Erscheinungsformen des Liebeskummers:

Genau so vielfältig wie die Gründe für Liebeskummer sind seine Auswirkungen und Symptome:

 Schlaflosigkeit

 Unkonzentriertheit (Probleme am Arbeitsplatz oder in der Schule)

 Appetitlosigkeit (Magenknurren, aber weder Hungergefühl noch Appetit)

 Magenprobleme (Übelkeit, ständiger Druck, ein inneres „Zerreißen“ und Durchfall)

 Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme („Frustfresser“ sind seltener als man glaubt)

 Einsamkeitsgefühle (selbst wenn Eltern und Freunde für den Leidenden da sind)

 Ohnmachtsgefühl (Hilflosigkeit, in ein tiefes Loch fallen, Gefühlen ausgeliefert sein)

 Allgemeine Lustlosigkeit (Melancholie, nichts wirkt ablenkend, nichts macht Spaß)

 Extreme Stimmungsschwankungen (von Hoffnung, Glücksgefühlen über Selbstvorwürfe, tiefe Trauer bis hin zu blankem Hass gegen den Ex-Partner, seinen neuen Partner, manchmal sogar gegen Freunde, die eher zu dem Ex-Partner halten)

 Suizid-Gedanken (keinen Sinn mehr im Leben sehen - eine der seltensten aber sicher auch die schlimmste aller Erscheinungsformen von Liebeskummer)

Man könnte annehmen, der Liebeskummer verleiht Superkräfte: man isst nicht, verspürt aber weder Hunger noch Appetit, man schläft nicht, hat aber so viel Energie, dass man kaum weiß wohin damit. Doch das hat einen hohen Preis: Gewichtsverlust, Unausgeglichenheit, Zittern und andere körperliche Folgeschäden. Das Vermissen des Partners nach einer längeren Beziehung ist eine im höchsten Maße unangenehme Sache, besonders wenn man ihn oder sie noch liebt, vielleicht sogar zusammen gewohnt hat. Man verliert nicht nur den Lebenspartner, sondern auch eine wichtige Stütze, eine Bezugsperson und vielleicht auch gleichzeitig den besten Freund. Ein Umstand, der ein Loch in das bisherige Leben des an Liebeskummer Leidenden gerissen hat. Viele schöne Erinnerungen tauchen aus den Tiefen des Gedächtnis auf, und gleichzeitig weiß man, dass diese schönen Momente nie wieder mit dieser Person erlebt werden können. Es entsteht auch häufig die Angst, all diese Tätigkeiten (wie z.B. in Kino gehen, schwimmen gehen, eine bestimmte Fernsehsendung sehen, ein bestimmtes Reiseziel besuchen), nie wieder ohne den Partner tun und genießen zu können. Daraus entsteht Frust, Angst, Melancholie und das Gefühl, ohnmächtig zu sein.

Viele an „Liebeskummerpatienten“ leiden darunter, dass sie sich immer wieder (mesit unbeabsichtigt) selbst quälen, indem sie ständig über die vergangene Beziehung nachdenken, und den Wunsch vergrößern, den Ex-Partner sehen und berühren zu wollen. Quälende Sehnsucht, Selbstvorwürfe am Scheitern der Beziehung und ein tiefes Gefühl der Einsamkeit sind die schlimmsten geistigen Symptome des Liebeskummers, ein ständiger Druck und ein inneres Zerreiß-Gefühl im Magen und eine rapide Gewichtsabnahme machen ihn auch körperlich spürbar.

Stimmungsschwankungen bestimmen den Alltag, den man trotz des eigenen Ausnahmezustandes weiterhin meistern muss. Sie gehen von „sich Hoffnungen machen“ bis hin zur blanken Wut gegen den Partner. Dies wird noch verschlimmert, wenn der Ex-Partner sich schon nach kürzester Zeit anderweitig tröstet oder den Leidenden während der Beziehung sogar betrogen hat. Dann richtet sich der Hass gleich auf zwei Personen und man ist ständig versucht, einen Keil zwischen die neue Beziehung zu treiben, obwohl sich der Leidende im Normalfall im Klaren darüber ist, mit derartigen Aktionen die unangenehme Situation noch zu verschlimmern.

Ende Teil 1

 
4. Die 5 Phasen des Liebeskummers

Im Allgemeinen kann man im Verarbeitungsprozess des Liebeskummers grob 5 Stadien unterscheiden. Diese sind ganz ähnlich den 5 Verarbeitungsstadien eines Menschen, der erfährt, dass er bald sterben muss, da diese Phasen den (normalen) Verarbeitungsprozess einer schwer zu verdauenden Situation repräsentieren:

1. Leugnen

2. Feilschen

3. Wut

4. Angst / Trauer

5. Akzeptanz

Leugnen: Ist die Phase, welche der verlassene Partner durchmacht, sobald die Beziehung beendet ist. Das Gefühl, dass es vorbei ist, kann nicht bewusst gemacht werden.

Feilschen: In dieser Phase versucht der Liebeskummerpatient, die Beziehung nachhaltig noch zu retten. Er macht sich Hoffnungen, unternimmt mehr oder weniger geschickte Aktionen, den Partner wieder zurück zu gewinnen und macht sich dabei nicht selten lächerlich, der Bruch zwischen den Partnern wird noch stärker. Eine Phase, die Frauen viel seltener durchmachen als Männer. Diese Phase ist sicher am schwersten zu überwinden, die dauert häufig auch am längsten.

Wut: Der Hass auf den Partner wächst. Zurückweisung, der Knick im Selbstvertrauen und der Zusammenbruch aller Gewohnheiten lösen eine Abwehrreaktion aus, mit welcher der Verlassene (oder jener, der hinterher die Trennung bereut, aber keine zweite Chance bekommt) seine Liebe und seine Ängste ins Gegenteil umkehrt und auf den Partner projiziert. Der Leidende schüttelt alle Schuld von sich ab und überträgt sie auf ein Ziel, welches normalerweise der Expartner oder dessen neue Beziehung ist.

Angst/Trauer: Die Angst vor der Zukunft beginnt. Der Leidende hat eingesehen, dass nun nichts mehr die Beziehung retten kann und er eine schwer zu verdauende Tatsache akzeptieren muss. Dabei trauert er den vergangenen Zeiten hinterher und hat gleichzeitig die Furcht, dass er niemals wieder glücklich werden und sich verlieben könnte.

Akzeptanz: Die völlige Akzeptanz der Situation ist nur der Abschluss dieser Phase. Sie beginnt damit, dass der Leidende alle Hoffnung auf einen Neustart der Beziehung aufgibt und langsam ein eigenes neues Leben beginnt.

All diese Stadien sind nur Theorie. Die können sich vermischen, die Reihenfolge kann sich ändern und Phasen können übersprungen und wiederholt werden. Oft kommt es auch zu Rückfällen, die meist durch ein Treffen, einen Anruf des Expartners oder durch die Nachricht, dass er eine neue Beziehung eingegangen ist, ausgelöst werden können.

Bleibt ein Leidender in einer dieser Phasen stecken (sehr „beliebt“ ist dabei die Phase 2), und kann sich über längere Zeit (ca. über ein halbes Jahr) nicht daraus befreien, sollte tatsächlich ein Psychologe zu Rate gezogen werden, denn dies ist ein Zeichen einer beginnenden Neurose oder vielleicht sogar eines Traumas, das im Leben immer wieder auftauchen kann, selbst wenn der Liebeskummer irgendwann verschwunden ist. Zuvor sollte man aber verschiedene Dinge versuchen, sich auf andere Weise „selbst zu therapieren“.

5. 22 Allgemeine Techniken und Verhaltensweisen gegen Liebeskummer:

Für Liebeskummer gibt es nur eine Heilung: die Zeit. Aber glücklicherweise gibt es Techniken, die dem Leidenden die Phase des Trauerns erheblich erleichtern können:

 Viel Rauchen, wenn einem danach ist, denn das wirkt (wenn auch sehr schwach) beruhigend. Man sollte aber tunlichst davon absehen, sich daran zu gewöhnen, Nichtraucher sollten in Hinblick auf die Zukunft nicht gar nicht erst anfangen.

 Sich zwingen, eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen, auch wenn es nur Vitamintabletten sind. Besonders gut soll Schokolade helfen. Aber nicht zuviel! Eine halbe Tafel pro Tag reicht schon aus um genug Glückshormone auszuschütten, so dass der Schmerz etwas gemildert wird.

 Fotos, Geschenke und Andenken an den Expartner und mit dem Partner gemeinsam angeschaffte Gegenstände aus dem Blickfeld schaffen! Wenn es ganz schlimm wird, kann es den Kummer mildern, diese Gegenstände zu zerstören. Dies sollte man aber nur im absoluten Notfall praktizieren, weil man eine solche Aktion später meist bereut. Es reicht, diese Gegenstände auf den Dachboden oder in den Keller zu stellen und dort zu lagern, bis man seinen Liebeskummer überwunden hat.

 Viel Musik hören. Aber keine Songs, die man mit seinem Expartner verbindet, das hat den gegenteiligen Effekt. Am besten hört man einen neuen Song, den man erst vor kurzem zum erstem Mal gehört und gleich gemocht hat, immer und immer wieder. Dadurch wird er unterbewusst zu einem Symbol für einen Neuanfang und hebt bei jedem neuen Anhören merklich die Laune. Oft hilft selbst die Lieblingsband nicht weiter, wenn man sie z.B. mit dem Partner schon live gesehen hat, auch wenn der Partner sie gar nicht so sehr mochte, wie der Leidende. Wenn man die Leidenschaft für eine bestimmte Band während der Beziehung mit dem Partner entdeckt hat, ist sie untrennbar mit Erinnerungen an die gemeinsame Zeit verbunden und sollte (auch wenn es schwer fällt) auf jeden Fall gemieden werden, wenn man schon bei den ersten Klängen merkt, dass man wehmütig wird.

 Sport treiben, damit bringt man den Kreislauf in Schwung, verbraucht überschüssige Energien und fühlt sich hinterher einfach klasse. Zusätzlich vergrößert es das Selbstvertrauen, man ist stolz auf sich selbst.

 Unmengen Wasser und Milch trinken, wenn man spürt, dass eine innere Unruhe wütet. Das macht träge und spült den angeschlagenen Körper durch.

 Generell unbedingt Alkohol vermeiden, denn er verstärkt in der Regel Gefühle um ein Vielfaches.

 Kaffee vermeiden, denn er gibt noch mehr Energie als sowieso schon störend vorhanden ist und vermindert die ohnehin kaum vorhandene Konzentrationsfähigkeit.

 Seinen Gefühlen freien Lauf lassen! Schreien, heulen, auf Gegenstände (NIEMALS auf Personen!!) losgehen (ideal: Sandsack!) und seine Wut rauslassen! Gefühle dieser Intensität kann man nicht unterdrücken, jedenfalls nicht lange. Irgendwann brechen sie doch aus und bis dahin hat man nur unnötige Bauchschmerzen.

 Sich wieder auf sich selbst besinnen, sich mit Dingen beschäftigen, die man vor der Beziehung getan und gemocht hat. Dazu gehören auch Heimvideos oder Fotos aus der Zeit davor.

 NIEMALS in extremen Phasen des Liebeskummers (unendliche Trauer, blanke Wut, heilloses Vermissen) den Expartner anrufen, besuchen oder zur Rede stellen! Man könnte Dinge tun und sagen, die hinterher ausgesprochen peinlich sind und die man absolut bereuen würde! Wenn der Wunsch aufkommt, in einer solchen Phase den Expartner zu treffen, sollte man sich bewusst machen, dass auch dieses momentane Extremgefühl aufgrund der üblichen Stimmungsschwankungen vorbei gehen werden und sich lieber einem Freund oder einer Freundin anvertrauen. Keine Angst, richtige Freunde sind nicht so leicht genervt, wenn sie sich ständig bei ihnen ausheulen, dazu hat man Freunde.

 Leute anrufen, die man noch aus der Zeit vor der Beziehung kennt und die man schon immer gern mal wiedersehen würde. Ganz besonders gut ist es, seinen Exfreund oder seine Exfreundin aus vergangenen Zeiten zu treffen, am besten, wenn man auch damals unter der Trennung gelitten hat. Ein absoluter Geheimtipp! Denn dadurch wird dem Leidenden bewusst, dass er den Liebeskummer, den er wegen dieser Person hatte, auch überwunden hat, und gleich geht es ihm besser.

 Plätze wie Veranstaltungen, Kneipen und Klubs, die man oft mit dem Expartner besucht hat, in der ersten Zeit meiden. In Diskotheken, in denen der Expartner normalerweise verkehrt hat und auch immer noch verkehrt, wird man so kurz nach einer Trennung keinen Spaß haben. Neue Orte kennenlernen hilft, sich des Neuanfangs bewusst zu werden.

 Gemeinsame Freunde nicht vernachlässigen! Wenn man gemein ist, nimmt man Leute, die einem besonders wichtig sind, erst einmal für sich selbst ein, bevor der Expartner es tut. Das ist nicht die feine Art, jedoch würde die erzwungene „Trennung“ von diesen Freunden eine zusätzliche Belastung bedeuten. Eben solchen Freunden sollte man sich auch anvertrauen, neue Dinge unternehmen und über seinen Kummer reden.

 Sich keine Hoffnungen machen, den Expartner zurück zu gewinnen. Der schlimmste aller Fehler. Bei jedem Treffen wird man sich verkrampfen, durch Äußerungen des Expartners („Mir geht’s total gut, ich habe dieses und jenes gemacht...“) verletzt sein und noch viel länger leiden. Nach ein paar Wochen sollte man spätestens anfangen, sein Leben und seine neu gewonnene Freiheit zu genießen, ohne den Expartner in seine Aktivitäten einzubinden. Und wenn, dann sollte man unbedingt davon absehen, in jeder Geste und jeder Bemerkung des Expartners einen Versuch des Zurückgewinnens zu sehen. Besonders bei Frauen beruhen solche Annäherungsversuche fast immer auf dem Wunsch, den Expartner nicht als Freund zu verlieren, mit Gefühlen wie Liebe hat dies nichts zu tun.

 Sich Hals über Kopf in (sexuelle) Abenteuer stürzen. Normalerweise kein guter Rat, wenn man an Risiken wie Geschlechtskrankheiten und späteren Schuldgefühlen denkt. Aber ein bewusster und vorsichtiger Umgang mit diesem Thema baut das Selbstvertrauen auf. Wer es braucht, kann auch noch zusätzlich Kraft aus der Befriedigung schöpfen, dem oder der Ex einen neuen Partner zu präsentieren zu können. Aber dabei bleibt immer noch das Risiko späterer Schuldgefühle, also Vorsicht!

 Sich Zeit nehmen, den Expartner zu hassen. Normalerweise sucht man im frühen Stadium des Liebeskummers alle Schuld am Scheitern der Beziehung bei sich selbst. Nach einigen Tagen oder spätestens drei Wochen sollte man jedoch damit beginnen, über die Fehler des Expartners nachzudenken, denn so gut wie nie ist nur eine Person am Scheitern einer Beziehung schuld. Es ist wichtig zu erkennen, dass die Beziehung ohnehin nicht ein Leben lang gehalten hätte, dabei kann man seiner Wut freien Lauf lassen. Dabei ist aber wichtig, den Expartner nicht mit diesen Gedanken zu behelligen, man sollte sie einem Freund erzählen, dem man vertraut oder alles aufschreiben. Diese Phase des Hassens ist wichtig und tritt normalerweise ganz von allein ein. Man sollte sich aber irgendwann bewusst werden, dass diese Phase enden muss, um einen Krieg mit dem Expartner zu vermeiden. Länger als eine Woche sollte diese Phase nicht dauern. Geht sie nicht vorbei, sollte man das Gespräch mit einem Freund oder einer Freundin suchen, der oder die dem Expartner nicht ablehnend gegenüber steht und fähig ist, die Situation unparteiisch zu bewerten.

 Seine Gedanken niederschreiben, Tagebuch führen. Dadurch wird man sich bewusst, in welcher Phase und Stimmung man sich gerade befindet. Ob es einem gut geht, ob man wütend ist, ob man den anderen vermisst und trauert. Und außerdem wird man beim ständigen Lesen der zuvor geschrieben Einträge merken, dass die Stimmungsschwankungen nach und nach immer weniger extrem werden und man kann ähnlich wie während eines Gesprächs mit einer vertrauten Person, seine „Seele befreien“ und auch einmal Gedanken äußern, die man selbst den besten Freunden nicht verraten könnte.

 Tapetenwechsel, Zimmer umstellen. An Orten, an denen man viel mit dem Expartner verbracht hat, wird man sich längere Zeit nicht wohl fühlen, weil immer wieder Erinnerungen hochsteigen. Am besten nimmt man alle Plakate oder Bilder von der Wand und ersetzt sie durch neue. Oder man stellt sein Zimmer komplett um, schafft sich neue Möbel an oder zieht gleich in eine neue Wohnung – am besten weit weg vom Expartner.

 Urlaub machen. Mal rauskommen aus der Wohnung, der Stadt vielleicht sogar aus dem Land. Es hilft ungemein, mit Freuden eine Woche oder mehr in einer völlig neuen Umgebung „auf Piste“ zu gehen, neue Leute kennenzulernen und einfach nur seine Freiheit zu genießen, auch wenn man sich vielleicht vorher nicht viel davon verspricht.

 Alten Hobbys nachgehen, die man vielleicht aufgrund der Beziehung vernachlässigt hat. Ob Briefmarken sammeln, Tennis spielen oder Eisenbahnplatte – ganz egal. Hauptsache es lenkt ab, und später wird man den fast vergessenen Spaß an der Sache wieder entdecken.

 
 Dem Expartner bewusst aus dem Weg gehen. Wahrscheinlich der wichtigste Punkt. Meist ist die Sehnsucht nach dem Expartner so stark, dass man (manchmal sogar unterbewusst) alles tut, um in seiner Nähe zu sein. Man fährt an seinem Haus vorbei, schickt E-Mails, Briefe oder SMS, geht auf Veranstaltungen, weil man um drei Ecken gehört hat, dass der Expartner auch dort ist, man bietet seine Hilfe bei diesem und jenem an und tut sich damit nur immer und immer wieder selbst weh. „Aus den Augen, aus dem Sinn“ heißt die Devise. Man sollte das dem Expartner auch sagen und ihn bitten, sich ebenfalls nicht mehr zu melden. Besonders Frauen tun das gern, denn ihnen liegt nach dem Ende einer Beziehung oft viel daran, den Expartner als Freund zu behalten. Man kann aber nicht mit jemanden befreundet sein, den man liebt. Man wird eifersüchtig sein, kontrollierend und immer wieder von dem gleichen Thema anfangen. Das macht keinen Sinn und verlangsamt oder stoppt der Verarbeitungsprozess. Teilweise jahrelange Qualen sind die Folge. Als Finger weg! Wenn dem Leidenden so viel daran liegt, den Expartner wieder zu sehen, muss er begreifen, dass er sich vorher erst emotional komplett von ihm lösen muss. Oder anders gesagt: wer den Expartner nicht komplett (als Mensch und Freund) verlieren möchte, muss ihn erst einmal für lange Zeit loslassen. Das ist hart, aber leider der einzige Weg...

 
hey!

da hast du dir ja ganz schön mühe um ein trauriges thema gemacht..

wieso denn? was ist *dein* anlaß über den kummer nachzudenken? was steckt hinter der "wissenschaftlichen" (meiner meinung nach etwas zu kühlen, rationellen) fassade?

würd mich freuen mehr von dir zu lesen

~tank

 
Hi tank

Naja, das witzige ist, dass es mal ganz gut tut, so eine schlimme Sache mal nüchtern zu betrachten, selbst wenn man sonst eher emotional veranlagt ist. Ich habe Liebeskummer erst einmal als eine Krankheit gesehen. Wenn man weiß, mit was man es zu tun hat, dann hat man auch nicht mehr so eine Angst davor.

Ich habe mir aber erspart, die Sache WIRKLICH nüchtern zu betrachten, ich meine im biologischen Sinn, oder besser gesagt: wozu ist die Liebe biologisch gesehen eigentlich da und warum löst sie diese höchst unproduktiven Gefühle in einem aus?

zumindest habe ich sie nicht aufgeschrieben, Gedanken habe ich mir trozdem darüber gemacht *g*

Ach, bei mir ist es auch die alte Geschichte, natürlich mal wieder in einer der millionen Abwandlungen, die es gibt und die alles so kompliziert machen. Besonders, wenn man Ratschläge geben will. Deshalb habe ich mich an einen eher nüchternen, allgemein gehaltenen Stiel gehalten.

Ich denke, es gibt hier sehr viel mehr Leute, die sehr viel schlimmere Probleme haben, als ich, aber wenn es dich interessiert, dann kann ich mal alles schildern. Aber ich warne dich, das wird ein laaaaaaaaanges Posting! *g*

 
kleiner tip für lange postings:

absätze, satzzeichen, auch und vor allem kommata vereinfachen extrem den lesefluß ;)

ansonsten hab ich selber schon lange gepostet, hab lange posts gelesen... insofern kein hinderungsgrund.

aber wenn du es postest sollte es vor allem dir etwas bringen und nicht so sehr meine neugier befriedigen :)

wie lange ist deine geschichte denn schon her?

ansonsten hast du recht, ich neige auch oft dazu, alles möglichst sachlich zu betrachten. das hilft dabei, sich nicht in seinen gefühlen zu verlieren. kann natürlich nicht alles sein, das rationale, aber im richtigen maß tut es sehr gut.

~tank

 
Ok, dann jetzt mal ganz rational (ist kürzer) *g*

Vorgeschichte:

Seit 4 Jahren war ich mit meiner jetzigen Ex zusammen, fast 2 Jahre haben wir zusammen in einer Wohnung gewohnt.

Dann habe ich irgendwann (vor etwa einem Jahr) beschlossen, mein Studium abzubrechen. Das hat mich in eine tiefe Krise gestürzt, ich weiss selbst nicht, warum.

Zumindest war ich erstmal ein wenig lustlos, habe mich schon etwas hängen lassen. Sie hat schon darunter gelitten, weil ich viel Zeit für mich selbst gebraucht habe.

Obwohl sie mich regelrecht dazu überredet hat, mit mir zusammen zu ziehen, kam vor etwa einem Jahr schon in ihr der Wunsch auf, wieder eine eigene Wohnung zu haben, obwohl sie eigentlich nie allein sein kann und ihr schon in ihrer letzten Wohnung die Decke auf den Kopf gefallen ist. Das hat mir natürlich weh getan, aber heute sagt sie, sie wollte mich damit "wachrütteln". Sie hatte erwartet, dass ich sage "Nein, lass uns zusammenraufen, ich helfe dir jetzt mehr im Haushalt, wir gehen wieder öfter aus usw.)

Mich hat diese Äußerung allerdings nur sauer gemacht, weil sie ein Jahr, nachdem sie mich überredet hat, mit ihr zusammen zu ziehen, wieder ausziehen will. Nur wegen meiner Krise. Ich bin ein Mensch, der immer alles zuende bringt, auch wenn Hindernisse auftauchen. Ich war einfach sauer auf sie, weil ich das Gefühl hatte, sie steht die Situation mit mir nicht einfach durch, sondern lässt mich im Stich.

Also habe ich nur gesagt: "Du musst wissen, was du tust und willst" und bin nicht weiter darauf eingegangen. Wir haben uns aber vor dem Ende unserer Beziehung nie darüber unterhalten, was wir in dieser Situation tatsächlich gefühlt haben.

So fing alles an, auch unsere Streitereien. Sie war gefrustet, weil ich mich nicht änderte und ich wollte mich nicht ändern, weil ich das Gefühl hatte, dass es sich für diese Frau (die nichts durchhalten kann und mich bei der nächstbesten Gelegenheit aus Angst ehr im Stich lassen würde) nicht lohnen würde, sich zu ändern.

Aus Troz habe ich ihr dann auch immer gesagt, dass sie mich so lieben soll, wie ich bin und ich mich nicht ändern werde. Das war falsch, ih weiß.

So haben wir uns Stück für Stück auseinandergelebt, hatten (achtung: privat!*g*) kaum noch Sex usw.

Dabei lag das gar nicht an ihr, sie wollte noch bis vor einem Monat. Sie wollte auch mehr mit mir machen, aber irgendwann wusste sie nicht mehr, wie sie an mich heran kommen sollte und hat sich emotional von mit gelöst. Dann habe ich meine neue Stelle bekommen und es ging emotional wieder bergauf mit mir. Ich hatte mich geändert, wir haben viel miteinander gemacht, ich habe für uns wieder öfter gekocht und habe ihr bei ihrer Umschulung beigestanden. Leider war es da schon zu spät, sie hat nicht mehr gemerkt, dass ich mich verändert habe. Oder es war ihr egal, weil wir uns schon zu sehr von einander entfernt hatten. Wir haben nämlich weitergestritten, doch diesmal gingen diese Streits von ihr aus. Sie war manchmal unausstehlich, hat alles nur kritisiert und nichts mehr wirklich zu schätzen gewusst.

Als wir vor einem Monat auf einem Festival waren, habe ich gemerkt, dass sie kaum noch mit mir Spass haben konnte und mit anderen Leuten zu den Konzerten gegangen ist.

Hinterher, als wir wieder zuhause waren, habe ich ihr Stück für Stück aus der Nase gezogen, dass sie sich ihrer Gefühle nicht mehr sicher ist. Da mir das in einer Beziehung aber das Allerwichtigste ist, habe ich sie "überredet" Schluss zu machen. Oder besser gesagt, ihre Zustimmung zum Schlussmachen zu geben. Schweren Herzens hat sie es auch getan.

Bis hierhin kannst du ja schon mal lesen, der rest kommt nach der Mittagspause *g*

 
das sind die richtigen! nur während der arbeitszeit schreiben, auf keinen fall in einer pause! :nono:

~tank ;)

 
was das lesen betrift:

denkt ihr ich lesse immer alles???

denkt ihr ich bin dumm?? :)

ich habe auf meiner HP ein forum von forumfomarum.de

in dem forum ist ein buton wo steht vorlesen :)

wenn mann darauf klickt kann mann sich ein

program downloaden wo dir alles was im internet

geschrieben ist vorliest ist echt cool das ding ich

benutze es schon seit langem da ich wirklich aber WIRKLICH lese faul bin :)

hir ein link *externe Links sind nicht gestattet*

viel spass damit

P.S. Equilibrio ich vinde es total interesant was du

da schreibst werde es mir auch weiter vorlesen lassen *g* also weiter so

MFG Gawal

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
hmm leider ist zuzeit der server von forumfomarum down oder so aber ist bestimt schnell behoben denke ich

MFG Gawal

 
*hihi*, hab eben Hunger!

Naja...achso da war ich!

Wir haben also Schluss gemacht. Dazu muss man wissen, dass wir immernoch in einer Wohnung zusammen gewohnt haben, in einem Bett geschlafen haben. Am nächsten Tag ging es mir total beschissen, weil ich merkte, dass ich einen Fehler gemacht hatte. Wir haben geredet, unsere ganze Beziehung aufgearbeitet, Sachen erzählt, die wir uns nie gesagt haben und in mir kam, nachdem wir alles geklärt hatten, der Wunsch auf, es doch noch einmal von neuem zu versuchen. Aber sie sagte, sie könne jetzt nicht mehr zurück.

das war vor fast 4 Wochen. Ihre Eltern sind gleich zwei Tage danach in Urlaub gefahren und ihre Wohnung stand solange frei. Meine Exfreundin hat mir angeboten, 10 Tage dort zu verbringen, weil sie es nicht ertragen konnte, mich leiden zu sehen. Das tat sie dann auch. Als sie weg war, wurde alles noch viel schlimmer.

Wir haben in diesen 10 Tagen telefoniert und sie sagte mir, dass wohl doch keine Liebe mehr da sei, weil sie sich jetzt richtig wohl fühlen würde. Sie hat bisher auch keine Träne verdrückt. Im Gegenteil, sie hat sich super amüsiert. War im Kino, in der Disko, in der wir uns kennengelernt haben und hat viel mit anderen Leuten unternommen (Kochen, an den See gehen, eigentlich alles, was wir früher auch gemacht haben). Und das hat sie mir alles erzählt. Da habe ich schon ein mulmiges Gefühl bekommen: die Erkenntnis, dass es TATSÄCHLICH vorbei war!

Ich habe es dann nicht mehr ausgehalten und bin mit Sack und Pack zu meinen Eltern gezogen, bevor sie wieder zu uns nach Hause kommen konnte.

Es wurde immer schlimmer und schlimmer, ich hatte regelrechte Zusammenbrüche. einer war so schlimm, dass ich mit dem Kopf immer und immer wieder gegen die Wand geschlagen habe, um endlich ohnmächtig zu werden, ich war außer mir vor Trauer. Aber ich habe viel mit Freunden darüber gesprochen und es ganz gut abgearbeitet.

Wir telefonieren ab und zu, aber nur, wenn sie anruft. Dann bin ich immer etwas sauer, weil (und ich kann es ihr tausendmal sagen) sie mir damit wehtut und meinen Verarbeitungsprozess damit bremst. Scheinbar vermisst sie mich auch, aber wohl eher als Freund.

Ich mache mir aber Sorgen um sie. Ich habe gehört, dass sie sehr abgenommen hat, sie kaum noch etwas isst, sie kann sich nicht konzentrieren, nicht für ihre Prüfung lernen und versiebt eine Arbeit nach der anderen, so kurz vor ihrer Abschlussprüfung. Aber wie sie mir selbst gesagt hat: sie fühlt sich im Moment wie 19. Die Frau ist 26! Andererseits höre ich aber von jedem, mit dem sie gesprochen hat, wie weh ihr das tut, dass ich jetzt joggen gehe, diät mache, jeden Tag Freunde besuche, dich ich vorher vernachlässigt habe und dafür sogar 20 Kilometer mit dem Fahrrad fahre. Aber sie sagt auch jedem, dass sie jetzt nicht mehr zurück kann.

Heute ist in unserer Stadt Stadtfest und sie hat mich gefragt, ob ich auch komme. Ich habe natürlich auch Lust, sie zu sehen, aber im Moment geht es mir so gut, wie lange nicht. Und ich habe keine Lust, wieder einen Rückfall zu erleiden.

Sie ist immer sehr wankelmütig gewesen, hat ihre Phasen gehabt und diese dann hinterher so gut wie immer bereut. Auch in ihrer letzten Beziehung. da kam die Reue dann 2 Monate später.

Sie sagt Sachen wie "Man weiß ja nicht, ob man nicht mal wieder eine Beziehung hat und merkt, dass die andere doch schöner war - aber ich will dir keine Hoffnung machen".

Klar macht sie mir damit Hoffnung, aber ich will diese Hoffnung nicht. Was die anrichtet, kannst du hier überall im Forum lesen. Ich bin mir nicht ganz im Klaren darüber, was ich heute Abend mache, aber ich werde wahrscheinlich mit meinen Leuten losziehen, Spaß haben, andere Leute kennenlernen und wenn wir uns zufällig begegnen gebe ich ihr ein Bier aus und rede mit ihr über alles AUSSER über unsere Beziehung und unsere Trennung. Aber ob das richtig ist, ich weiß es nicht...

 
ihrgendwie funzt es ueber mein forum net mehr

daher habe ich gesucht wo mans runter saugen kann

hir die sitte von WebSpeech

viel spass damit

gruß Gawal

 
toll geschrieben. wenn es nicht echt wäre, eine wunderschön traurige kurzgeschichte.

und ob es richtig ist, was du für heute abend vorhast...

dazu kann ich nur auf benjis sig verweisen (ich hoffe du hast nichts dagegen, wenn ich zitiere, benji):

Herr, gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Kraft, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann und die Weisheit beides von einander zu trennen.

~tank

 
Sehr interessanter Text... und es erschreckt mich wie viele Punkte sich mit mir decken... aber auch mit meinen unbewussten Versuchen mir selber zu helfen... nur sind natürlich nie ganz alle Vorschläge in jedem Fall anwendbar... aber im grossen und ganzen trifft das sowohl Situation und Umgang von mir... und wahrscheinlich auch vielen andern.

Schade lässt sich die nüchterne Betrachtung nicht wirklich direkt in die emotionale umsetzen... ;)

 
Bei den Symptonen trifft es mir im jetzigen Zeitpunkt vieles zu, aber es ist zugleich auch sehr schwierig die Lösungen umzusetzen.

Vielleicht mag es ja besser sein, die Partnerin nicht mehr zu sehen, aber wenn ich das nicht tue, zerstört es mich noch rapider..... ?(

 
Nur momentan. Du musst das Gefühl ertragen, sonst wirst du es nicht so schnell los. Das ist so ähnlich, wie bei Drogensüchtigen: keiner sagt, es wäre einfach, die Finger davon zu lassen, denn wenn man das tut, bedeutet das unendlichen Schmerz. Wenn man aber weitermacht, führt das unweigerlich ins Verderben. Halte es aus, gib dem Gefühl nicht nach. Und irgendwann wird es verschwinden... klingt leicht? Keine Bange, ich weiß, wie schwer das ist...

 
Aber vielleicht will ich es ja gar nicht, mich von dieser Gefühl zu trennen. Vielmehr sehne ich mich ja danach....

Nun ja, um mich ganz zu verstehen, müsste ich ein neues Topic anfangen....

 
hallo sam,

keine sorge das ist vielleicht auch ganz normal am anfang einer trennung, dass du sozusagen die finger nicht von dem lassen kannst, was dir garantiert weh tun wird. das ist die noch nicht gestorbene hoffnung.

oder - und darüber weiss ich nichts, du hast nichts davon erzählt - du bist wirklich ein bisschen selbstzerstörerischer veranlagt als es gut ist.

vielleicht machst du ein post auf, es ist ganz gut, wenn man sich den ganzen frust + dreck + den seelenschmerz von der seele tippt.

grüsse

vreni

 
Original von vreni hallo sam,

keine sorge das ist vielleicht auch ganz normal am anfang einer trennung, dass du sozusagen die finger nicht von dem lassen kannst, was dir garantiert weh tun wird. das ist die noch nicht gestorbene hoffnung.
Es ist mehr, aber um es euch ein bisschen verständlicher zu machen, werde ich dieses Wochenende ein neues Topic erröffnen, damit ihr mehr Details davon wisst.

oder - und darüber weiss ich nichts, du hast nichts davon erzählt - du bist wirklich ein bisschen selbstzerstörerischer veranlagt als es gut ist.
Ich schätze mich nicht als sehr selbstzerstörerisch ein, eher bin ich nur mit meine momentane Situation unzufrieden und es verreisst mich täglich fast das Herz.

vielleicht machst du ein post auf, es ist ganz gut, wenn man sich den ganzen frust + dreck + den seelenschmerz von der seele tippt.

grüsse

vreni
Werde ich machen :super:

 
Sam mir geht es genauso wie dir

ich will nicht den schmerz los werden

in dem ich vergesse zumindest nicht

bevor ich nicht weis woran ich bin

ach ihr wist die geschichte nicht also versteht ihr

mich auch nicht ist aber egal

MFG Gawal