Liebeskummer bis zur Unerträglichkeit
3 Antworten914 AufrufeGestartet von Maetthu 29 ·
Maetthu 29Themenstart
bearbeitet #1
Hallo Alle
Erst mal was zu meiner person....
Ich bin ein 29 Jähriger Mann aus dem Kanton Bern. Bin nicht gerade ein George Clooney aber schlecht sehe ich wirklich auch nicht aus. Ich hätte eigentlich beste Voraussetzungen für ein erfülltes und glückliches Leben. Wenn da nicht meine Vergangenheit wäre die mich einfach nicht in Ruhe lassen will.
Am besten blende ich einmal ganz zurück....
Ich war als kleiner Junge immer sehr verschlossen und sensibel...ich hatte damals eine ausgeprägte Trichterbrust und heute bin ich überzeugt dass das der Grund dafür war dass es so kam wie es kam....
Ich war mir schon immer der "Andersartigkeit" bewusst. Ich wurde oft gehänselt deswegen und glaubte schlussendlich dann dass alle Menschen mich deswegen meiden würden ( Auch die, die es eigentlich nicht taten ). Das hat sich natürlich auf mein Verhalten ausgewirkt, ich zog mich immer mehr zurück, verlor das Selbstvertrauen und wurde dann für andere Menschen unerträglich, weil ich versuchte zu überspielen wie sehr es mich verletzte dass mich die anderen immer deswegen gehänselt haben.
Mit 15 Jahren dann begann ich Drogen zu nehmen.... fand zwar einige "Freunde" damit aber eigentlich überdeckten sie das Problem nur. Es war gerade die Zeit als die Technowelle das Land überschwappte und da in dieswer Kultur Drogen halt dazugehörten rutschte ich da immer tiefer rein. Aber das änderte halt auch nichts an meinem Problem. Ich konnte das niemandem mitteilen da ich mich so sehr schämte ( was ich heute als grossen Fehler ansehe ). Hätte ich das dann gemacht, es wäre mir viel erspart geblieben.
Mit 17 wurde ich dann von einer schweren Krankheit heimgesucht die mir beinahe das Leben nahm. 4 Monate Spitalaufenthalt, davon 1 Monat zwischen Leben und Tod. Ich verlor den glauben an mich und die Gerechtigkeit. Begann noch tiefer in die Drogenscheisse abzugleiten, begann mich aussergewöhnlich auffällig zu kleiden ( wohl Unterbewusst als Mitteilung an andere dass ich mich alleine Fühle und die Situation alleine nicht mehr schaffen könnte ) So begannen sich die Menschen auch über mich zu amüsieren was mich sehr geschmerzt hat. 2002 kam es dann zum Eklat, auf einem Ausflug an eine Party mit Drogenkonsum haben Leute so auf mir rumgehackt dass ich eine Art Schock erlitt.
Ich wurde misstrauisch gegenüber jeder Person... selbst gegenüber den engsten Verwandten. jedes Lachen sah ich fortan erst mal als auslachen an ( was sich mittlerweile zum Glück grösstenteils gelegt hat )
Es folgten zwei unglaublich harte Jahre in denen ich zwar die Lehrabschlussprüfung bestand, aber seelisch am Ende war. Mein Verhalten dann trug noch das Restliche bei. Immer mehr Leute entfernten sich von mir oder sahen mich mitleidig an, das war so demütigend, wie mit einem gebrochenem Rückgrat rumzulaufen.
Ich dachte , ich könnte die Leute mit meinem Talent beeindrucken ( das ich tatsächlich in vielen verschiedenen "Sparten" besitze besonders in dingen die mit Kunst zu tun haben wie z.B Inlineskaten in der Miniramp, Tanzen, Gitarrespielen ). Doch kam das gar nicht gut an, die Leute meinten dass ich etwas zu Beweisen versuchte, dabei wollte ich im Grunde nur so Akzeptiert werden wie ich war. Wenigstens gab es Leute die das erkannten und die mich so nahmen.
Ich wusste, so kann es nicht weitergehen. Ich musste etwas verändern.
So informierte ich mich darüber, welche Möglichkeiten es gibt die Trichterbrust zu entfernen.
So kam ich dann zu Dr Stein im Inselspital in Bern. Ich denke, er hat mein Problem sofort erkannt. Er Operierte mich und ich lief 3 Jahre mit 2 Metallstäben in der Brust rum. Ich fand während dieser Zeit meine ersten beiden richtigen Freundinnen, es war, als würde sich jetzt alles zum guten verändern. Leider wurde ich übermütig... wobei ich das erst gar nicht so erkannte, ich merkte einfach dass aussergewöhnlich viele Leute mich nicht akzeptierten ( Leute mit denen andere durchaus klarkommen ) , später sagten mir viele Leuite dass ich arrogant und reserviert oder dann unsicher wirke. Aber ich konnte das damals nicht erkennen, für mich war ich halt so wie ich war. Ich wusste um meine schwierige Vergangenheit und dachte das kommt dann schon mit der Zeit, desshalb begann ich auch vielen Leuten sozusagen als "Präventivaktion" davon zu erzählen, ohne mir im klaren darüber zu sein dass ich mich so präsentierte als möchte ich Mitleid und auch ohne mir im klaren darüber zu sein dass andere Menschen damit überfordert sein könnten.
Es lief irgendwie in jeder neuen Arbeitsstelle nach dem selben Muster ab. Erst sahen die Leute meine "Fassade" und dachten, der hat sein Leben im griff. Bis dann meine Vergangenheit durchschien und die Leute merkten dass sie mich stechen können.
Ich verbrachte viele Zeit zuhause in sogenannten Singelchats in der Hoffnung, dass sich meine Unruhe und Selbstunsicherheit durch die anwesenheit einer starken Freundin legen würde. Ich übersah aber, dass starke Frauenpersönlichkeiten nicht unbedingt Wert darauf legen jemanden an der Seite zu haben der Unsicher ist. Und die Frauen die ich "anzog" waren selber mit ihrem Leben meist überfordert. So war diese Art der Partnersuche ein Schlag ins Wasser es gab ab und zu mal kleinere Lichtblicke, aber das meiste davon war eigentlich eine Enttäuschung.
Da mich irgendwie auch der Paartanz faszinierte und mir bewusst war dass das eine sehr gute Möglichkeit ist, sich näher zu kommen und die unbegründete Angst vor neuen Enttäuschungen abzubauen, meldete ich mich auf so einer Seite zu einem Tanzkurs an.
Der Tanzkurs einem Dominikaner geleitet. Ich spürte irgendwie dass er mich irgendwie als ängstlich und schwächlich ansah. Es waren so subtile Sachen, wie das verkaufen einer zerkratzten CD um zu sehen wie ich reagierte. Es steigerte sich derart dass wir Streit bekamen später dann. Er erklärte mir dann immer wieder dass er mir helfen wolle, aber ich konnte ihm nicht so recht glauben, nach diesen Provokationen. Ausserdem wollte ich nicht in die Abhängigkeit eines anderen Menschen geraten. Ich wusste zwar von meinen Problemen, aber war eigentlich auch der Meinung dass das ja meine Probleme sind und die anderen nichts angehe. Ich wollte auch nicht wieder dastehen als jemand der Mitleid von anderen erwartet, weil das will ich wirklich nicht, helfen lassen würde ich mir schon von ihm, aber nicht demütigen lassen.
So dümpelte das ganze dann vor sich hin, als dann einmal ein junges Mädchen da war im Kurs. Sie hat mir von Anfang an gefallen, wusste aber dass sie einen Freund hatte und habe mir deswegen auch gar nicht gross Gedanken darüber gemacht. Sie ist dann noch einige Male mit ihrem Freund dagewesen, und dann längers nicht mehr.
Geraume Zeit später erschien sie dann wieder einmal und erklärte mir dass sie und ihr Freund jetz nicht mehr zusammen gehen würden sie hätten sich getrennt. Hab mir dabei eigentlich auch noch nichts gedacht. Sie fragte dann ob wir die Telnummern austauschen wollen um einmal zusammen tanzen zu gehen.
Wir haben dann einmal abgemacht und mir fiel dann gleich mal Ihr Lachen auf als sie eintrat. Es war irgendwie so warm und süss, es sprach so auf mich an. Ich dachte mir zwar schon dass ich schon lange keine Freundin mehr hatte, aber ich kannte sie ja nicht und ausserdem braucht es eigentlich auch mehr als ein warmes Lachen. Wir verbrachten noch einige Abende in Discos und da ist es halt dann passiert.
Ich war so gefesselt von ihr, ich hätte mein letztes Hemd gegeben um mit ihr zusammen sein zu können. Ich merkte aber dass sie immer so seltsame Fragen stellte, es kam mir vor als würde sie mich ausquetschen für den Tanzlehrer (Das klingt paranoid, aber ich fühlte das so, und das Gefühl lässt sich nicht wegdenken ). Da hat sie einmal geschrieben dass sie mit mir und ihrer Schwester abmachen wolle in einem Tanzlokal. Irgendwie habe ich schon am Sms erkannt dass etwas komisch war, konnte es aber nicht recht einordnen. Wie auch immer, ich ging dahin, war der erste, und als sie dann kamen war sie irgendwie anders, so aufgeregt und nervös. Ich konnte das wiederum nicht einordnen. Ich tat es als Einbildung ab und wir setzten uns an einen Tisch und begannen zu reden. Plötzlich nach dem ersten mal tanzen macht ihre Schwester die Bemerkung " Fass ihr doch einmal an den Arsch" ich dachte ich höre nicht recht. So ging das dann den Abend lang, immer so komisch. Der Freund der Schwester zerrte sie einmal mit raus zum reden. Um was es da ging weis ich nicht aber ich denke dass er es auch so komisch empfunden hat.
Der Abend ging zuende und ich habe dann lang nichts mehr von ihr gehört.
Schliesslich hielt ich es nicht mehr aus und rief sie an ob wir mal wieder tanzen gingen. Also gingen wir und irgendwie schien alles wieder gut zu sein.
Nur dass ich mittlerweile weder aus noch ein wusste vor lauter Sehnsucht.
Eine Woche später dann wollte ich wieder mit ihr weg, und da klang sie am Telefon so gereizt weil ich ungeduldig war dass ich einfach wissen musste was Sache ist. Ich fragte sie dann ob wir vllt irgendwo was trinken gehen wollen, sie sagte keine Zeit und tat so "was ist denn los" man hörte aber ihrer Stimme an dass sie schon lange wusste was los war. Also sagte ich es ihr gradeheraus. Sie sagt nur so dass sie mich als guetn Kollegen sähe und sonst leider nichts.
Mir ging es dann von Tag zu Tag schlechter und stiess fast überall auf Spott wenn ich es jemandem erzählt habe. Es war so schlimm.... Nach dieser ganzen Jugendzeit voller Misserfolge festzustellen dass einem die Leute als "Opfer" sehen und auch so behandeln. Ich war am Boden zerstört. Der Tanzlehrer meldete sich auch nicht mehr und so wollte ich einmal mit ihm reden. Er wollte das unbedingt in einem Restaurant machen, ich war zwar dagegen aber aus lauter Verzweiflung bin ich dann doch dahin. Es war wie eine Blosstellung und anstatt besser ging es mir danach noch schlechter.
Habe ihn dann um Hilfe gebeten, dass ich aus dieser misslichen Lage rausfinde, er hat eingewilligt. Weil ich wusste dass ich etwas tun muss um aus dieser Opferrolle rauszukommen, und das tue ich auch.
Es ist mittlerweile eine Weile zurück, aber das Gefühl wird einfach nicht besser. Ich bin unsterblich verliebt, ich kann es nicht einfach so abstellen, und doch bleibt ein unglaublich bitterer Nachgeschmack von Demütigung zurück der mir Magenschmerzen und Herzstechen verursacht. Ich kann ja für meine Sensibilität auch nichts dafür, es geht mir halt sehr nahe.
Jedenfalls kann ich mittlerweile wieder Lachen und auch Spässe machen, ausser wenn ich an sie denke, da wird es mir ganz anders zumute.
Ich musste das jetzt einfach mal irgendwo loswerden, auch wenn ihr mich jetz als schwach ansieht, es ist mir gleich, es muss raus
Erst mal was zu meiner person....
Ich bin ein 29 Jähriger Mann aus dem Kanton Bern. Bin nicht gerade ein George Clooney aber schlecht sehe ich wirklich auch nicht aus. Ich hätte eigentlich beste Voraussetzungen für ein erfülltes und glückliches Leben. Wenn da nicht meine Vergangenheit wäre die mich einfach nicht in Ruhe lassen will.
Am besten blende ich einmal ganz zurück....
Ich war als kleiner Junge immer sehr verschlossen und sensibel...ich hatte damals eine ausgeprägte Trichterbrust und heute bin ich überzeugt dass das der Grund dafür war dass es so kam wie es kam....
Ich war mir schon immer der "Andersartigkeit" bewusst. Ich wurde oft gehänselt deswegen und glaubte schlussendlich dann dass alle Menschen mich deswegen meiden würden ( Auch die, die es eigentlich nicht taten ). Das hat sich natürlich auf mein Verhalten ausgewirkt, ich zog mich immer mehr zurück, verlor das Selbstvertrauen und wurde dann für andere Menschen unerträglich, weil ich versuchte zu überspielen wie sehr es mich verletzte dass mich die anderen immer deswegen gehänselt haben.
Mit 15 Jahren dann begann ich Drogen zu nehmen.... fand zwar einige "Freunde" damit aber eigentlich überdeckten sie das Problem nur. Es war gerade die Zeit als die Technowelle das Land überschwappte und da in dieswer Kultur Drogen halt dazugehörten rutschte ich da immer tiefer rein. Aber das änderte halt auch nichts an meinem Problem. Ich konnte das niemandem mitteilen da ich mich so sehr schämte ( was ich heute als grossen Fehler ansehe ). Hätte ich das dann gemacht, es wäre mir viel erspart geblieben.
Mit 17 wurde ich dann von einer schweren Krankheit heimgesucht die mir beinahe das Leben nahm. 4 Monate Spitalaufenthalt, davon 1 Monat zwischen Leben und Tod. Ich verlor den glauben an mich und die Gerechtigkeit. Begann noch tiefer in die Drogenscheisse abzugleiten, begann mich aussergewöhnlich auffällig zu kleiden ( wohl Unterbewusst als Mitteilung an andere dass ich mich alleine Fühle und die Situation alleine nicht mehr schaffen könnte ) So begannen sich die Menschen auch über mich zu amüsieren was mich sehr geschmerzt hat. 2002 kam es dann zum Eklat, auf einem Ausflug an eine Party mit Drogenkonsum haben Leute so auf mir rumgehackt dass ich eine Art Schock erlitt.
Ich wurde misstrauisch gegenüber jeder Person... selbst gegenüber den engsten Verwandten. jedes Lachen sah ich fortan erst mal als auslachen an ( was sich mittlerweile zum Glück grösstenteils gelegt hat )
Es folgten zwei unglaublich harte Jahre in denen ich zwar die Lehrabschlussprüfung bestand, aber seelisch am Ende war. Mein Verhalten dann trug noch das Restliche bei. Immer mehr Leute entfernten sich von mir oder sahen mich mitleidig an, das war so demütigend, wie mit einem gebrochenem Rückgrat rumzulaufen.
Ich dachte , ich könnte die Leute mit meinem Talent beeindrucken ( das ich tatsächlich in vielen verschiedenen "Sparten" besitze besonders in dingen die mit Kunst zu tun haben wie z.B Inlineskaten in der Miniramp, Tanzen, Gitarrespielen ). Doch kam das gar nicht gut an, die Leute meinten dass ich etwas zu Beweisen versuchte, dabei wollte ich im Grunde nur so Akzeptiert werden wie ich war. Wenigstens gab es Leute die das erkannten und die mich so nahmen.
Ich wusste, so kann es nicht weitergehen. Ich musste etwas verändern.
So informierte ich mich darüber, welche Möglichkeiten es gibt die Trichterbrust zu entfernen.
So kam ich dann zu Dr Stein im Inselspital in Bern. Ich denke, er hat mein Problem sofort erkannt. Er Operierte mich und ich lief 3 Jahre mit 2 Metallstäben in der Brust rum. Ich fand während dieser Zeit meine ersten beiden richtigen Freundinnen, es war, als würde sich jetzt alles zum guten verändern. Leider wurde ich übermütig... wobei ich das erst gar nicht so erkannte, ich merkte einfach dass aussergewöhnlich viele Leute mich nicht akzeptierten ( Leute mit denen andere durchaus klarkommen ) , später sagten mir viele Leuite dass ich arrogant und reserviert oder dann unsicher wirke. Aber ich konnte das damals nicht erkennen, für mich war ich halt so wie ich war. Ich wusste um meine schwierige Vergangenheit und dachte das kommt dann schon mit der Zeit, desshalb begann ich auch vielen Leuten sozusagen als "Präventivaktion" davon zu erzählen, ohne mir im klaren darüber zu sein dass ich mich so präsentierte als möchte ich Mitleid und auch ohne mir im klaren darüber zu sein dass andere Menschen damit überfordert sein könnten.
Es lief irgendwie in jeder neuen Arbeitsstelle nach dem selben Muster ab. Erst sahen die Leute meine "Fassade" und dachten, der hat sein Leben im griff. Bis dann meine Vergangenheit durchschien und die Leute merkten dass sie mich stechen können.
Ich verbrachte viele Zeit zuhause in sogenannten Singelchats in der Hoffnung, dass sich meine Unruhe und Selbstunsicherheit durch die anwesenheit einer starken Freundin legen würde. Ich übersah aber, dass starke Frauenpersönlichkeiten nicht unbedingt Wert darauf legen jemanden an der Seite zu haben der Unsicher ist. Und die Frauen die ich "anzog" waren selber mit ihrem Leben meist überfordert. So war diese Art der Partnersuche ein Schlag ins Wasser es gab ab und zu mal kleinere Lichtblicke, aber das meiste davon war eigentlich eine Enttäuschung.
Da mich irgendwie auch der Paartanz faszinierte und mir bewusst war dass das eine sehr gute Möglichkeit ist, sich näher zu kommen und die unbegründete Angst vor neuen Enttäuschungen abzubauen, meldete ich mich auf so einer Seite zu einem Tanzkurs an.
Der Tanzkurs einem Dominikaner geleitet. Ich spürte irgendwie dass er mich irgendwie als ängstlich und schwächlich ansah. Es waren so subtile Sachen, wie das verkaufen einer zerkratzten CD um zu sehen wie ich reagierte. Es steigerte sich derart dass wir Streit bekamen später dann. Er erklärte mir dann immer wieder dass er mir helfen wolle, aber ich konnte ihm nicht so recht glauben, nach diesen Provokationen. Ausserdem wollte ich nicht in die Abhängigkeit eines anderen Menschen geraten. Ich wusste zwar von meinen Problemen, aber war eigentlich auch der Meinung dass das ja meine Probleme sind und die anderen nichts angehe. Ich wollte auch nicht wieder dastehen als jemand der Mitleid von anderen erwartet, weil das will ich wirklich nicht, helfen lassen würde ich mir schon von ihm, aber nicht demütigen lassen.
So dümpelte das ganze dann vor sich hin, als dann einmal ein junges Mädchen da war im Kurs. Sie hat mir von Anfang an gefallen, wusste aber dass sie einen Freund hatte und habe mir deswegen auch gar nicht gross Gedanken darüber gemacht. Sie ist dann noch einige Male mit ihrem Freund dagewesen, und dann längers nicht mehr.
Geraume Zeit später erschien sie dann wieder einmal und erklärte mir dass sie und ihr Freund jetz nicht mehr zusammen gehen würden sie hätten sich getrennt. Hab mir dabei eigentlich auch noch nichts gedacht. Sie fragte dann ob wir die Telnummern austauschen wollen um einmal zusammen tanzen zu gehen.
Wir haben dann einmal abgemacht und mir fiel dann gleich mal Ihr Lachen auf als sie eintrat. Es war irgendwie so warm und süss, es sprach so auf mich an. Ich dachte mir zwar schon dass ich schon lange keine Freundin mehr hatte, aber ich kannte sie ja nicht und ausserdem braucht es eigentlich auch mehr als ein warmes Lachen. Wir verbrachten noch einige Abende in Discos und da ist es halt dann passiert.
Ich war so gefesselt von ihr, ich hätte mein letztes Hemd gegeben um mit ihr zusammen sein zu können. Ich merkte aber dass sie immer so seltsame Fragen stellte, es kam mir vor als würde sie mich ausquetschen für den Tanzlehrer (Das klingt paranoid, aber ich fühlte das so, und das Gefühl lässt sich nicht wegdenken ). Da hat sie einmal geschrieben dass sie mit mir und ihrer Schwester abmachen wolle in einem Tanzlokal. Irgendwie habe ich schon am Sms erkannt dass etwas komisch war, konnte es aber nicht recht einordnen. Wie auch immer, ich ging dahin, war der erste, und als sie dann kamen war sie irgendwie anders, so aufgeregt und nervös. Ich konnte das wiederum nicht einordnen. Ich tat es als Einbildung ab und wir setzten uns an einen Tisch und begannen zu reden. Plötzlich nach dem ersten mal tanzen macht ihre Schwester die Bemerkung " Fass ihr doch einmal an den Arsch" ich dachte ich höre nicht recht. So ging das dann den Abend lang, immer so komisch. Der Freund der Schwester zerrte sie einmal mit raus zum reden. Um was es da ging weis ich nicht aber ich denke dass er es auch so komisch empfunden hat.
Der Abend ging zuende und ich habe dann lang nichts mehr von ihr gehört.
Schliesslich hielt ich es nicht mehr aus und rief sie an ob wir mal wieder tanzen gingen. Also gingen wir und irgendwie schien alles wieder gut zu sein.
Nur dass ich mittlerweile weder aus noch ein wusste vor lauter Sehnsucht.
Eine Woche später dann wollte ich wieder mit ihr weg, und da klang sie am Telefon so gereizt weil ich ungeduldig war dass ich einfach wissen musste was Sache ist. Ich fragte sie dann ob wir vllt irgendwo was trinken gehen wollen, sie sagte keine Zeit und tat so "was ist denn los" man hörte aber ihrer Stimme an dass sie schon lange wusste was los war. Also sagte ich es ihr gradeheraus. Sie sagt nur so dass sie mich als guetn Kollegen sähe und sonst leider nichts.
Mir ging es dann von Tag zu Tag schlechter und stiess fast überall auf Spott wenn ich es jemandem erzählt habe. Es war so schlimm.... Nach dieser ganzen Jugendzeit voller Misserfolge festzustellen dass einem die Leute als "Opfer" sehen und auch so behandeln. Ich war am Boden zerstört. Der Tanzlehrer meldete sich auch nicht mehr und so wollte ich einmal mit ihm reden. Er wollte das unbedingt in einem Restaurant machen, ich war zwar dagegen aber aus lauter Verzweiflung bin ich dann doch dahin. Es war wie eine Blosstellung und anstatt besser ging es mir danach noch schlechter.
Habe ihn dann um Hilfe gebeten, dass ich aus dieser misslichen Lage rausfinde, er hat eingewilligt. Weil ich wusste dass ich etwas tun muss um aus dieser Opferrolle rauszukommen, und das tue ich auch.
Es ist mittlerweile eine Weile zurück, aber das Gefühl wird einfach nicht besser. Ich bin unsterblich verliebt, ich kann es nicht einfach so abstellen, und doch bleibt ein unglaublich bitterer Nachgeschmack von Demütigung zurück der mir Magenschmerzen und Herzstechen verursacht. Ich kann ja für meine Sensibilität auch nichts dafür, es geht mir halt sehr nahe.
Jedenfalls kann ich mittlerweile wieder Lachen und auch Spässe machen, ausser wenn ich an sie denke, da wird es mir ganz anders zumute.
Ich musste das jetzt einfach mal irgendwo loswerden, auch wenn ihr mich jetz als schwach ansieht, es ist mir gleich, es muss raus
Hallo Maetthu,
ich glaube, dass viele Menschen deine Gedankengänge durchaus nachempfinden können. In bestimmten Phasen des Lebens können Enttäuschungen jeder Art zu großer Unsicherheit führen. Und ich denke letztlich ist bei dir durch irgendetwas eine Grundunsicherheit entstanden.
Wer unsicher ist neigt dazu, sich eher in die Opferrolle zu begeben und sich auch nur dort zu sehen.
Ich war auch jahrelang "nur" Opfer - dachte ich. Doch jedes Opfer ist auch irgendwie Täter - und umgekehrt. Klingt provokant und ist es auch. Aber...
Was ist, wenn zum Beispiel
- die Menschen auf deine Trichterbrust selber unsicher reagiert haben, weil sie nicht wussten wie sie mit dir umgehen sollten? Du hast es doch selbst nicht gekonnt.
- die Menschen auf dein Misstrauen reagiert haben, weil sie sich von dir ungerecht behandelt gefühlt haben?
- einzelne Menschen dir tatsächlich helfen wollten und du sie nicht gelassen hast? Dafür hättest du Anderen Vertrauen schenken müssen, das du dir selber nicht gegeben hast.
...
Es ist schwer, sich einzugestehen, dass man als Opfer meist auch Täter war. Man kann dadurch den Blickwinkel aber ändern und das hilft manchmal enorm.
Versteh mich nicht falsch. Für diese Theorie gibt es Grenzen - ein Kind, das geschlagen wird, ist ein Opfer. Und in vielen Fällen war es kein Täter. Gleiches würde ich bei Vergewaltigungen sagen. Beide Opfer werden zum Täter, wenn sie anfangen, sich zu wehren. Dann fühlt sich der Agressor als Opfer.
Ich wünsche dir, dass du einen Weg findest, nicht in allen Mitmenschen nur schlechtes zu erwarten. Ich wünsche dir, dass du lernst zu vertrauen - dir und anderen. Ich wünsche dir, dass du lernst, dein Bauchgefühl zu verstehen.
Ich wünsche dir inneren Frieden,
pitsch
ich glaube, dass viele Menschen deine Gedankengänge durchaus nachempfinden können. In bestimmten Phasen des Lebens können Enttäuschungen jeder Art zu großer Unsicherheit führen. Und ich denke letztlich ist bei dir durch irgendetwas eine Grundunsicherheit entstanden.
Wer unsicher ist neigt dazu, sich eher in die Opferrolle zu begeben und sich auch nur dort zu sehen.
Ich war auch jahrelang "nur" Opfer - dachte ich. Doch jedes Opfer ist auch irgendwie Täter - und umgekehrt. Klingt provokant und ist es auch. Aber...
Was ist, wenn zum Beispiel
- die Menschen auf deine Trichterbrust selber unsicher reagiert haben, weil sie nicht wussten wie sie mit dir umgehen sollten? Du hast es doch selbst nicht gekonnt.
- die Menschen auf dein Misstrauen reagiert haben, weil sie sich von dir ungerecht behandelt gefühlt haben?
- einzelne Menschen dir tatsächlich helfen wollten und du sie nicht gelassen hast? Dafür hättest du Anderen Vertrauen schenken müssen, das du dir selber nicht gegeben hast.
...
Es ist schwer, sich einzugestehen, dass man als Opfer meist auch Täter war. Man kann dadurch den Blickwinkel aber ändern und das hilft manchmal enorm.
Versteh mich nicht falsch. Für diese Theorie gibt es Grenzen - ein Kind, das geschlagen wird, ist ein Opfer. Und in vielen Fällen war es kein Täter. Gleiches würde ich bei Vergewaltigungen sagen. Beide Opfer werden zum Täter, wenn sie anfangen, sich zu wehren. Dann fühlt sich der Agressor als Opfer.
Ich wünsche dir, dass du einen Weg findest, nicht in allen Mitmenschen nur schlechtes zu erwarten. Ich wünsche dir, dass du lernst zu vertrauen - dir und anderen. Ich wünsche dir, dass du lernst, dein Bauchgefühl zu verstehen.
Ich wünsche dir inneren Frieden,
pitsch
Hallo Pitsch
Danke für die Nachricht.
Ich wünsche es mir und meinen Verwandten und Bekannten auch dass ich wieder Vertrauen fassen kann, sie leiden nämlich mit mir. Ich weis es dass längst nicht alle Leute schlechtes wollen, wahrscheinlich verstehen sie mich einfach nicht, es ist ja auch für mich eine schwierige Situation.
Ich nehme an , mit Bauchgefühl verstehen meinst du, dass ich vorsichtiger sein soll wenn mir etwas nicht behagt? Ja, ich muss lernen mehr zu mir zu schauen. Das Vertrauen aufbauen ist einfach ein langwieriger Prozess, es geht nicht von heute auf morgen, zuviel ist zerstört davon.
Danke für die Nachricht.
Ich wünsche es mir und meinen Verwandten und Bekannten auch dass ich wieder Vertrauen fassen kann, sie leiden nämlich mit mir. Ich weis es dass längst nicht alle Leute schlechtes wollen, wahrscheinlich verstehen sie mich einfach nicht, es ist ja auch für mich eine schwierige Situation.
Ich nehme an , mit Bauchgefühl verstehen meinst du, dass ich vorsichtiger sein soll wenn mir etwas nicht behagt? Ja, ich muss lernen mehr zu mir zu schauen. Das Vertrauen aufbauen ist einfach ein langwieriger Prozess, es geht nicht von heute auf morgen, zuviel ist zerstört davon.
Hallo Maetthu,
mit "Bauchgefühl verstehen" meine ich, dass der erste Schritt ist, zu registrieren "hier reagiert mein Bauch".
Danach kommt aber noch mehr. Es ist dann viel schwerer zu unterscheiden was der Bauch einem sagen will - insbesondere, wenn man verletzt wurde.
Wenn der Bauch sich meldet kann es auch heißen "super", "aufregend", "ich will mehr"... und nicht nur "Bedrohung", "Verletzung"... Wenn er erst einmal "Angst" signalisiert, dann muss auch das nichts Böses heißen. Wir haben Angst, wenn der Körper vermehrt Adrenalin benötigt. Man ist irgendwie in Lauerstellung. Das kann z.B. heißen "große Freude" oder "Flucht". Aber erst später und nicht unbedingt sofort.
Vertrauen lernen heißt auch, dass du dir selber vertrauen musst - im Zweifel eben diesem Bauchgefühl.
Ich hatte zum Beispiel ein merkwürdiges Bauchgefühl als mein Ex anfing, mich zu hintergehen. Damals konnte ich damit nichts anfangen und er redete mir auch ständig ein, dass alles in Ordnung sei. Heute weiß ich, dass ich meinem Bauchgefühl vertrauen kann - denn es hatte recht damit, dass etwas nicht stimmte.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Selbststudie,
pitsch
mit "Bauchgefühl verstehen" meine ich, dass der erste Schritt ist, zu registrieren "hier reagiert mein Bauch".
Danach kommt aber noch mehr. Es ist dann viel schwerer zu unterscheiden was der Bauch einem sagen will - insbesondere, wenn man verletzt wurde.
Wenn der Bauch sich meldet kann es auch heißen "super", "aufregend", "ich will mehr"... und nicht nur "Bedrohung", "Verletzung"... Wenn er erst einmal "Angst" signalisiert, dann muss auch das nichts Böses heißen. Wir haben Angst, wenn der Körper vermehrt Adrenalin benötigt. Man ist irgendwie in Lauerstellung. Das kann z.B. heißen "große Freude" oder "Flucht". Aber erst später und nicht unbedingt sofort.
Vertrauen lernen heißt auch, dass du dir selber vertrauen musst - im Zweifel eben diesem Bauchgefühl.
Ich hatte zum Beispiel ein merkwürdiges Bauchgefühl als mein Ex anfing, mich zu hintergehen. Damals konnte ich damit nichts anfangen und er redete mir auch ständig ein, dass alles in Ordnung sei. Heute weiß ich, dass ich meinem Bauchgefühl vertrauen kann - denn es hatte recht damit, dass etwas nicht stimmte.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Selbststudie,
pitsch
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