Liebt sie mich wirklich nicht mehr?
1 Antworten1'053 AufrufeGestartet von Matt ·
MattThemenstart
Hallo,
Gestern machte meine Freundin schluss mit mir und ich bin am Boden zerstört. Zu Beginn unserer Beziehung (im Dezember 04) hatte ich nicht diese Schmetterlinge wie sie sie hatte, doch ist meine Liebe für sie stets gewachsen. Nach 3 Monaten meinte sie, dass die Schmetterlinge fort seien und das was übrig bleibe zu wenig für eine Beziehung sei. Heute sei ich mehr wie ein Bruder und nicht wie ein Freund für sie, obwohl der Sex bis zu letzt wahnsinnig intensiv und schön war. Ich kann das ganze einfach nicht verstehen. Meine Liebe für sie wuchs in den 5 Monaten so stetig an, dass ich sie kaum mehr loslassen kann. Nun frage ich micht natürlich an was es liegt und ich ertappe mich oft, dass ich mir für die Situation die Schuld gebe, obschon man sich ja in einer Beziehung auf lange Frist nicht verstellen darf, nur um dem Partner zu gefallen.
Früher war ich der Meinung, dass es 3 Arten von Liebe gibt. Die erste sind die Schmetterlinge im Bauch. Nach drei Monaten verschwinden sie regelmässig. Sobald das Neue und ungewisse verschwindet, fliegen auch die Schmetterlinge davon. Die zweite Art ist die Liebe zu einer Partnerin und die dritte Art die Liebe und Zuneigung für nahe Familienangehörige und enge Freunde. Heute glaube ich, dass die zweite und dritte Art der Liebe kaum voneinander zu unterscheiden sind. Ich glaube, dass ich für sie eine Liebe empfinde, die sehr rein ist. Es handelt sich nicht um magische Anziehung. Sie ist für mich ein wichtiges Familienmitglied geworden. Dass sie mich wie ein Bruder ansieht, erschreckt mich nicht mal so sehr, denn ich glaube, dass diese Liebe auf Dauerhaftigkeit beruhen könnte. (Der Sex ist ja davon überhaupt nicht berührt, und mit einem Geschwister würde man ja nicht ins Bett gehen wollen.) Wie sieht ihr das? Ich vermute (oder rede mir ein), dass sie durch ihre Geschichte nicht mit solchen 'familienähnlichen Gefühlen' klar kommt und nun das Gefühl hat, dass sie mich gar nicht liebt. Ich glaube aber, dass sie mich liebt, doch kann sie nicht mit dieser Art von Liebe umgehen. Sie meinte auch, dass sie in ihrer letzten (7 jährigen) Beziehung stets investieren musste.Ihr Ex ging ihr auch 3 mal fremd. Danach hätte sie sich genau soeiner gewünscht wie ich einer bin, doch jetzt wo sie es hat, bin ich wie uninteressant für sie geworden.
Ich habe ein interessantes Buch in die Finger gekriegt: 'The Passion Paradox' von Dean C. Delis und Cassandra Phillips
Darin wird über Nähe und Distanz in Liebesbeziehungen geschrieben. Eine Beziehung kann danach ins Ungleichgewicht kommen, wenn der eine Partner nach der 3 monatigen Schmetterlingsphase rascher die Gefühle verliert als der andere. Derjenige, welcher weniger liebt, nennt Delis den Überlegenen, derjenige, welcher weniger liebt, den Unterlegenen. Durch das verschwinden der Gefühle beim Überlegenen geht dieser automatisch auf Distanz. Die Folge davon ist, dass der Unterlegene Angst bekommt und den Partner nicht verlieren will, weshalb er sich immer stärker an den Überlegenen klammert. Je mehr dieser jedoch klammert, desto mehr stösst dies den Überlegenen ab. Ich unserer Beziehung habe ich dieses Paradox ebenfalls festgestellt. Ich bin der Unterlegene ('gewesen'). Ich habe auch versucht, dem entgegen zu wirken und zu beginn funktionierte das auch. Leider hat sie trotzdem immer öfters an mir rumgenörgelt und ich konnte kaum noch was richtig machen. Bei Diskussionen am Abendtisch (mit beiden Familien) hielt sie mir vor, dass ich für alles eine Antwort parat hätte und wenn ich mal zu diskutieren beginne, wie ein Maschinengewehr meine Argumente darlege. Mir war bewusst, dass ich nicht wortkarg bin, doch habe ich stets versucht, mich zurückzuhalten und bin immer sehr offen auf sie eingegangen und habe sie eingebunden. Das haben mir sogar beide Familien bestätigt. Sie ist leider der Meinung, dass mit uns zwei völlig verschiedene Welten aufeinander getroffen sind. Mich störte das überhaupt nicht, sondern freute mich über diese Bereicherung. Ich bin auch viel toleranter geworden in letzter Zeit. Sie hat neben einigen Freunden mit denen ich sehr gut auskomme einen etwas speziellen Kollegenkreis (sie wohnt ja in Zürich). Diese sind immer ganz schwarz gekleidet und halt extrem links. Leider ist sie in dieser Sache viel weniger tolerant als ich und so scheint sie das mehr zu stören als mich. Inwiefern die 7 Jahre Altersunterschied eine Rolle spielt, weiss ich nicht. Sie meint, es sei nicht so entscheidend.
Es ist schwierig eine solche Situation umfassend auf dem Papier niederzuschreiben. Vielleicht habt ihr ja auch schon sowas erlebt und mich würde interessieren, wie ihr das seht.
Liebe Grüsse
Matt
Gestern machte meine Freundin schluss mit mir und ich bin am Boden zerstört. Zu Beginn unserer Beziehung (im Dezember 04) hatte ich nicht diese Schmetterlinge wie sie sie hatte, doch ist meine Liebe für sie stets gewachsen. Nach 3 Monaten meinte sie, dass die Schmetterlinge fort seien und das was übrig bleibe zu wenig für eine Beziehung sei. Heute sei ich mehr wie ein Bruder und nicht wie ein Freund für sie, obwohl der Sex bis zu letzt wahnsinnig intensiv und schön war. Ich kann das ganze einfach nicht verstehen. Meine Liebe für sie wuchs in den 5 Monaten so stetig an, dass ich sie kaum mehr loslassen kann. Nun frage ich micht natürlich an was es liegt und ich ertappe mich oft, dass ich mir für die Situation die Schuld gebe, obschon man sich ja in einer Beziehung auf lange Frist nicht verstellen darf, nur um dem Partner zu gefallen.
Früher war ich der Meinung, dass es 3 Arten von Liebe gibt. Die erste sind die Schmetterlinge im Bauch. Nach drei Monaten verschwinden sie regelmässig. Sobald das Neue und ungewisse verschwindet, fliegen auch die Schmetterlinge davon. Die zweite Art ist die Liebe zu einer Partnerin und die dritte Art die Liebe und Zuneigung für nahe Familienangehörige und enge Freunde. Heute glaube ich, dass die zweite und dritte Art der Liebe kaum voneinander zu unterscheiden sind. Ich glaube, dass ich für sie eine Liebe empfinde, die sehr rein ist. Es handelt sich nicht um magische Anziehung. Sie ist für mich ein wichtiges Familienmitglied geworden. Dass sie mich wie ein Bruder ansieht, erschreckt mich nicht mal so sehr, denn ich glaube, dass diese Liebe auf Dauerhaftigkeit beruhen könnte. (Der Sex ist ja davon überhaupt nicht berührt, und mit einem Geschwister würde man ja nicht ins Bett gehen wollen.) Wie sieht ihr das? Ich vermute (oder rede mir ein), dass sie durch ihre Geschichte nicht mit solchen 'familienähnlichen Gefühlen' klar kommt und nun das Gefühl hat, dass sie mich gar nicht liebt. Ich glaube aber, dass sie mich liebt, doch kann sie nicht mit dieser Art von Liebe umgehen. Sie meinte auch, dass sie in ihrer letzten (7 jährigen) Beziehung stets investieren musste.Ihr Ex ging ihr auch 3 mal fremd. Danach hätte sie sich genau soeiner gewünscht wie ich einer bin, doch jetzt wo sie es hat, bin ich wie uninteressant für sie geworden.
Ich habe ein interessantes Buch in die Finger gekriegt: 'The Passion Paradox' von Dean C. Delis und Cassandra Phillips
Darin wird über Nähe und Distanz in Liebesbeziehungen geschrieben. Eine Beziehung kann danach ins Ungleichgewicht kommen, wenn der eine Partner nach der 3 monatigen Schmetterlingsphase rascher die Gefühle verliert als der andere. Derjenige, welcher weniger liebt, nennt Delis den Überlegenen, derjenige, welcher weniger liebt, den Unterlegenen. Durch das verschwinden der Gefühle beim Überlegenen geht dieser automatisch auf Distanz. Die Folge davon ist, dass der Unterlegene Angst bekommt und den Partner nicht verlieren will, weshalb er sich immer stärker an den Überlegenen klammert. Je mehr dieser jedoch klammert, desto mehr stösst dies den Überlegenen ab. Ich unserer Beziehung habe ich dieses Paradox ebenfalls festgestellt. Ich bin der Unterlegene ('gewesen'). Ich habe auch versucht, dem entgegen zu wirken und zu beginn funktionierte das auch. Leider hat sie trotzdem immer öfters an mir rumgenörgelt und ich konnte kaum noch was richtig machen. Bei Diskussionen am Abendtisch (mit beiden Familien) hielt sie mir vor, dass ich für alles eine Antwort parat hätte und wenn ich mal zu diskutieren beginne, wie ein Maschinengewehr meine Argumente darlege. Mir war bewusst, dass ich nicht wortkarg bin, doch habe ich stets versucht, mich zurückzuhalten und bin immer sehr offen auf sie eingegangen und habe sie eingebunden. Das haben mir sogar beide Familien bestätigt. Sie ist leider der Meinung, dass mit uns zwei völlig verschiedene Welten aufeinander getroffen sind. Mich störte das überhaupt nicht, sondern freute mich über diese Bereicherung. Ich bin auch viel toleranter geworden in letzter Zeit. Sie hat neben einigen Freunden mit denen ich sehr gut auskomme einen etwas speziellen Kollegenkreis (sie wohnt ja in Zürich). Diese sind immer ganz schwarz gekleidet und halt extrem links. Leider ist sie in dieser Sache viel weniger tolerant als ich und so scheint sie das mehr zu stören als mich. Inwiefern die 7 Jahre Altersunterschied eine Rolle spielt, weiss ich nicht. Sie meint, es sei nicht so entscheidend.
Es ist schwierig eine solche Situation umfassend auf dem Papier niederzuschreiben. Vielleicht habt ihr ja auch schon sowas erlebt und mich würde interessieren, wie ihr das seht.
Liebe Grüsse
Matt
Das mit dem Überlegenen und Unterlegenn hab ich auch schon oft selbst zu spüren bekommen ... nur bei mir war es so das ich dauert der überlegene war und die situation sich voll verdreht hat ... :] egal ...
das beste ist sich einfach nicht mehr zu melden ... und eine situation zu schaffen in der du nicht mehr der unterlegne bist ...
du glaubst doch selber dran ( ich übrigens auch ) also try it ...
das beste ist sich einfach nicht mehr zu melden ... und eine situation zu schaffen in der du nicht mehr der unterlegne bist ...
du glaubst doch selber dran ( ich übrigens auch ) also try it ...
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