Mein Leidensweg - kennt das jemand?

AHoernchen

Neuer Benutzer
07. Dez. 2002
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Hallo,

ich weiß, ist viel zu lesen, dafür schliesst es aber auch viele Fragen schonmal aus.

Bitte antwortet auch nicht mit so sprüchen wie "sie war es nicht wert" oder "ander Mütter haben auch noch hübsche Töchter" - ich kann das alles nicht mehr hören.

ich will nur wissen ob ihr vielleicht noch irgendwelche ideen habt wie ich sie zurück bekomme, denn ein Leben ohne sie kann ich mir nicht vorstellen.

Wenn ihr keine Idee habt, dann schreibt wenigstens ein paar aufmunternde Worte, denn ich weiß einfach nicht mehr weiter....

Aber fangen wir von vorne an:

Februar diesen Jahres lernte ich über das Internet Nadine kennen. Wir plauderten viel, und bereits am 2. Tag war da schon mehr. Von beiden war der Wunsch nach mehr! Sie erzählte mir auch von ihren Problemen, dass sie ihr ex schlagen würde, sie unterdrückt. Sie tat mir so leid... Ich versuchte ihr seelischen beistand zu leisten. Mit wenig erfolg, die Unterdrückungen und Schläge gingen weiter. Wir verliebten uns ineinander. Und begannen zu telefonieren. Ich rief sie immer an. Innerhalb von 2,5 Wochen vertelefonierte ich mit ihr ca. 900 € ... Und unser Bund wurde immer fester. Dann sahen wir uns das erste Mal. Ihrem damaligen Freund erzählte sie, sie mache einen Frauenabend mit Ihrer Schwester zusammen. Dort war sie auch, und ich kam sie dort besuchen. Wir hatten wunderbare 2 Tage - bis dann ihr damaliger Freund anrief und ihr wieder drohte "wenn du nicht sofort nach Hause kommst, kannst Du was erleben..." Kurzerhand entschloss ich mich sie von diesem kleinen Ferienörtchen an der Nordsee mit zu mir nach Dortmund zu nehmen.

ich hatte noch keine Ahnung wie alles funktionieren sollte... Ich wohnte in einer WG und hatte nur ein kleines Zimmer, sie hatte kein Geld, etc.

So wurden wir also ein Paar.

Sie litt noch lange unter den Qualen ihres Ex-Freunds in Form von Atemstillständen und Alpträumen während der Nacht. Ich blieb immer so lange ich konnte wach um für sie da zu sein. Doch auch Tagsüber benötigte sie eine Schulter zum anlehnen. Sie hatte ja sonst niemanden. Und so kam es das ich all meinen Freunden den rücken zu kehrte - einfach um immer für sie da sein zu können. Ich erfüllte ihr jeden Wunsch den ich ihr erfüllen konnte. Von der kleinsten Kleinigkeit bis zum größten. Ich tat alles für sie!

Wir hatten gemeinsame Träume. Wir wollten Heiraten (und das obwohl ich mir geschworen hatte, das sich dies nie tun werde und es auch bei all meinen Exfreundinnen nie ein Thema für mich gewesen ist.), wir wollten ein Kind zusammen haben. Und wir wollten gemeinsam nach Süddeutschland ziehen um einen neuen Start ins Leben beginnen zu können. Wir hatten auch diese Abmachung: wenn jemand auf Lars (ihr sohn der bei seinen großeltern lebt) schören sollte, musste dieser schwur 100%ig der Wahrheit entsprechen und durfte auch nie gebrochen werden! Und so schwörten wir beide eines Tages auf Lars, dass wir zusammen alt werden möchten. Wir hatten wunderbare neun Monate zusammen. Sie war, was die Beziehung angeht nie unglücklich.

Wir fuhren gemeinsam in den Urlaub. Ich erfüllte ihr weiterhin jeden Wunsch...

Sie lernte neue freunde kennen, während ich meine alten Freunde immer noch nicht wieder sehen wollte um für sie da zu sein. Sie verbrachte auch viel Zeit mit diesen Freunden, was mich ein wenig störte, da ich mir immer zurückgelassen vorkam. Die letzten 3 Wochen lief es dann nicht mehr so besonders. Wir haben uns häufig über Kleinigkeiten gestritten. Sie war mehr bei ihren Freunden als bei mir. Diese Streitereien kamen sicherlich daher, dass ich in letzter zeit etwas überspannt war (Schulden, stress auf der Arbeit, Prüfungsangst, etc.) Plötzlich meinte sie, sie wäre Schwanger. Wir freuten uns beide auf das Baby. Leider war es nur eine Magendarmgrippe, die ihren Bauch dicker werden ließ und sie häufig zum erbrechen brachte.

Dann geschah es. Sie war wieder einmal den ganzen Tag mit ihren Freunden unterwegs und rief mich spät abends noch an um zu erfragen ob sie wohl noch eine Nacht (bereits die 3. hintereinander) bei ihrer Freundin schlafen könnte. Dabei ist mir dieser blöde Spruch "Was nützt mir eine Freundin wenn sie nie für mich da ist" rausgerutscht. Dieser hat sie so sehr verletzt, dass sie sich direkt in die Arme des nächst besten gelegt hat. Sie verbrachte die Nacht mit ihm. Sie schlief mit ihm. Dies war von 5 Tagen

Nun sagt sie sie liebt uns beide gleich. Und sie könne sich nicht entscheiden. Für sie ist unsere Beziehung bereits beendet. Ich bat sie sich eine Auszeit zu nehmen. Zu ihrer Schwester zu fahren. Sie stimmte zu. Am Morgen als ich sie zum Bahnhof brachte küssten wir uns und sie nahm mich in die Arme. ich weiß dass sie mich noch liebt. Doch ich weiß nicht, ob sie reif genug ist eine lange und gute funktionierende Beziehung einer kurzen Schwärmerei vor zu ziehen.

Wenn sie mich wirklich verlässt, dann weiß ich einfach nicht mehr weiter. Dann habe ich keine Perspektiven mehr. Denn ich habe ja sonst niemanden mehr. Alle meine freunde habe ich aufgegeben. Alle meine Zukunftspläne beruhten auf einer Zukunft mit ihr. Mein ganzes Kartenhäuschen der Zukunft ist zusammengebrochen.

Was bewegt eine Frau dazu so etwas aufzugeben? Die gemeinsamen Träume? Wünsche? Was habe ich in der Beziehung falsch gemacht? Und womit hab ich das verdient? Ich sehe keine andere Wahl. Und so setze ich mich auch mit dem Thema Suizid auseinander. Ich weiß einfach nicht mehr wie es weiter gehen soll. Was kann ihr dieser dahergelaufene Pisser geben was ich ihr nicht geben kann? Ich bat sie nie um einen großen Gefallen - tat ich doch so viel für sie. Und nun kann sie mir meinen einzigen Wunsch, den Wunsch nach einer zweiten Chance für unsere gemeinsame Zukunft wahrscheinlich nicht erfüllen...

Warum? Warum musste das alles so kommen? Warum gibt sie dieses große vertrauen was sie in mich gesteckt hatte einfach so auf? Es gibt so viele geheimnise die sie mit mir teilt. So viele Ängste die sie hat, wo ich der EINZIGE bin der alle kennt. Warum gibt ein Mensch so etwas auf?

Warum bringt mich ein Mensch dazu mich selbst aufzugeben?

Ich habe keine Kraft mehr für einen einsamen Neuanfang.

ich kann nicht mehr...

Weiter im nächsten post....

 
01.12.02

Sie fuhr nach Norddeutschland, zu ihrer Schwester... Weil Sie Zeit brauchte, Zeit über alles nach zu denken. Sie kam wieder - nun brauchte ich eine Antwort... Sie senkte den Kopf!

Vor lauter Verzweiflung bat ich ihre Cousine, welche ich kaum kenne mit ihr darüber zu sprechen.

Bei dem Gespräch kam heraus, das sie mich nicht mehr lieben würde, und es deshalb vorbei sei.

Später am Abend kam sie um die persönlichen Besitzverhältnisse zu regeln. Ich versuchte nicht schon wieder emotional zu werden - blieb sachlich. ich schwörte ihr damals bei allem was mir heilig ist, dass sie eine schöne Zukunft haben wird. nun versaut sie es sich selbst. kümmert sich nicht um ihren Anspruch auf Sorgerecht des Kindes aus der vorherigen Beziehung... Hat keinerlei Mobiliar... die nächsten 2 Wochen kein Geld... lässt regelmäßige Zahlungen schleifen uvm. Dies alles sagte ich ihr in einem ruhigen ton. Ich sagte ihr ebenfalls, dass daran wohl ihr jetziger Freundeskreis, welcher ausschließlich aus Sozialhilfeempfängern, Ex-Knastis und Drogenabhängigen besteht, daran schuld sei.

Plötzlich begann sie zu weinen... ich wollte hart bleiben, wollte ihr von nun an nicht mehr den roten Teppich auslegen. Doch als sie so weinend da stand und sich sagte, dass ihr das alles so leid täte, und sie nicht mehr kann, und auch nicht mehr leben will, da wusste ich, das sie mich braucht.

Ich nahm sie in die Arme - spendete ihr Trost. Sie war so verzweifelt, dass sie umkippte. Ich trug sie auf s Bett, nahm sie in die Arme. Ich legte ihren Kopf auf meine Brust, wie eine Mutter ihr neugeborenes auf die Brust legt. Dies beruhigte sie frührer schon immer. So auch gestern. Als sie sich wieder etwas gefangen hatte, fragte ich ein zweites Mal, ob sie sich 100%ig sicher ist, das sie mich nicht mehr lieben würde. Sie war sich nicht sicher. Beschreibte ihre Gefühle für mich als "mehr als ein bester Freund". Dies hat mir wieder neuen Lebensmut gegeben. denn ich legte einen Schwur darauf ab, das es ihr gut gehen würde, und daran halte ich mich nun auch. Doch macht es mich innerlich kaputt zu sehen wie sie sich selbst so weh tut. Ich fragte was sie dabei fühle, wenn sie so auf meiner Brust läge. Sicher, Geborgen, Wohl, war ihre Antwort.

Ich glaube ihr einfach nicht, das sie mich wirklich verlassen wollte. ich glaube es nicht! In meinen Augen spielt da ihr Freundeskreis eine größere Rolle als ich bisher annahm. Es tut so weh sie in den anderen Armen zu wissen. Und es tut auch so weh nicht zu wissen was sie so weit gebracht hat... Sie weiß genau, das ich mit meinen "Vorwürfen" recht habe... Es liegt in ihrer Hand, ihre Zukunft zu ändern.

Wie gerne würde ich sie einfach von Dortmund entführen. An einen unbestimmten Ort, wo sie neue Leute kennen lernt. Wo wir einen Neuanfang machen können. Ich kann sie aber nicht gegen ihren willen mitnehmen. Kann dies auch nicht von heute auf morgen tun - so etwas braucht Zeit. Und vor allem müsste sie mir dazu noch einmal so sehr vertrauen, wie damals als ich sie von ihrem Ex weg geholt habe...

Was wenn sie das nicht mehr hat? Was wenn sie diesen schweren weg wirklich gehen möchte? Was wenn sie gar nicht weiß was sie mir damit antut?

Was habe ich denn nur so falsch gemacht, das sie freiwillig eine schlechtere Zukunft in Kauf nimmt???

02.12.02

Wir haben uns wieder gesehen. Sie kam vorbei zum reden… ich konnte es einfach nicht vermeiden sie wieder einmal auf das was mich bedrückt anzusprechen. Wieder hielt ich ihr vor das sie sich ihr eigenes Grab schaufele. Doch sie riegelte ab, meinte sie würde mit den Problemen fertig werden. „Ach ja?“ dachte ich mir da nur, „und was war das gestern?“ Gestern war ihr alles zu viel – keinen Lebensmut mehr. Heute machte sie wie so oft gute Miene zu bösem Spiel. Dies kann sie verdammt gut. Im Laufe der zeit hat sie es Perfektioniert. Sie war schon immer ein Mensch der nie offen über seine Gefühle sprechen konnte. Oft musste ich ihr jede Antwort aus der Nase ziehen. Ich fand mich jedoch mit dieser Antwort ab – vorerst!

Ich habe ihr gezeigt das immer eine Tür für sie offen steht. Doch ist sie momentan noch nicht in der Lage sich zu entscheiden. Sie kann mir einfach nicht zeigen wie es auf der Strasse der Zukunft weiter gehen soll. Also beschloss ich mich sie zu begleiten. Ihr vorsichtig den weg zu zeigen, bis zu dem Punkt an dem sie wieder von alleine weiter weiß. Wie ein Lehrer der dem Befragten Schüler die ersten Buchstaben des Wortes vorsagt. Im Klartext bedeutet das, dass wir zeit miteinander verbringen werden. Zeit die sie benötigt um über alles nachdenken zu können. Sich sicher zu werden ob da noch Liebe ist oder nicht. Morgen spazieren gehen – Wochenende Coca-Cola Weihnachtstrucktour…

Mal sehen was sich noch so ergibt… Von nun an heißt es also erstmal abwarten.

Mittlerweile habe ich mit einigen Leuten meines Vertrauens über meine Situation gesprochen. Die Meinungen wie ich mich weiter verhalten soll waren breit gefächert, wobei die klare Mehrheit mir riet, mir selbst eine Auszeit zu nehmen. Endlich mal wieder an mich selbst zu denken… Nicht immer nur an Nadines Wohlergehen….Gutgemeinte Ratschläge, welche auch während des Gesprächs immer logisch erscheinen. Doch sobald der Gesprächspartner den Raum verlässt, den Hörer auflegt, oder das Chatprogramm beendet sitze ich wieder alleine da. Und schon erscheinen diese soeben noch als richtig empfundenen Ratschläge der falsche weg zu sein. Kaum sind die Gesprächspartner weg übernimmt das Herz wieder die Kontrolle. Und das will nur eins: Mit ihr zusammen sein – egal was es kostet, und wenn es selbst die eigene Gesundheit ist.

Ich bin müde, leer und ausgepowered. Und doch, sobald ich weiß sie nähert sich mir bin ich wieder so voller Energie. Mein ganzer Körper zittert vor Aufregung… Als wenn man sich gerade frisch verliebt hätte… Empfindet sie das gleiche? Wird dieser weg, der weg ihr zeit zu geben der richtige sein? Ich weiß es nicht – und dies wird mir sicherlich auch nicht über die einsame Nacht hinweg helfen…

Weiter im nächsten post....

 
04.12.02

Es gibt wieder Neuigkeiten…. Zunächst began der Tag katastrophal! Nicht nur, das ich mal wieder fast die ganze Nacht kein Auge zu machen konnte, nein, als ich dann heute morgen, ohnehin schon fast zu spät, aufstand, musste ich mich erst mal übergeben. Satte 45 Minuten verbrachte ich auf der Toilette… dadurch kam ich natürlich auch schon zum zweiten mal in Folge zur spät zur Arbeit. Nun kann man sich ja vorstellen, das mein Chef davon nicht gerade begeistert war. Den ganzen Tag über quälten mich nur die Gedanken an Nadine. Ich war demotiviert zu arbeiten – vergaß immer die hälfte meiner Aufgaben. Doch irgendwie brachte ich auch diese neun Stunden hinter mich. Nach dem es Nadine ja bereits am vortag sehr schlecht ging und wir uns gestern nicht gesehen haben, rechnete ich nicht mit einem Anruf von ihr. Auch ich wollte mich dann heute nicht bei ihr melden. Umso überraschter war ich dann als sie mich auf dem Weg nach Hause dann doch anrief und sich sofort mit mir treffen wollte.

Ich hatte mir den ganzen Tag fest vorgenommen, bei unserem nächsten Treffen keine Gefühle zuzulassen. Einfach nur ein Freund zu sein. Dies tat ich dann auch. Da wir uns mitten in der Stadt getroffen haben wollten wir zunächst etwas über den Weihnachtsmark schlendern. Irgendwie waren mir da aber viel zu viele Leute und so entschloss ich mich sie in ein Bistro zu locken. Auf dem weg dorthin machte ich immer wieder Bemerkungen, die sie eigentlich spüren lassen sollte, das ich nicht von einer Wiedervereinigung ausgehen würde. Mit Erfolg! Als wir in dem Bistro ankamen sagte sie mit einer Stimme aus Enttäuschung und Angst, das ich diese Bemerkungen doch bitte lassen sollte. Zunächst tat ich so als wenn ich nicht wüsste was sie meinte. Als wenn es für mich normal wäre so mit ihr zu reden. Dabei tat mir jeder Spruch in der Seele weh! Wir sprachen dann über Gott und die Welt, und saßen uns wirklich wie Freunde gegenüber. Doch dann sagte sie, das sie morgen einen Schwangerschaftstest machen wolle (ihre Ärztin ging von der Möglichkeit aus, da sie in letzter Zeit sich so oft übergeben muss). Meine erste Reaktion war nüchtern: „dann mach ich nen Vaterschaftstest“. Ich sagte dies weil ich in der ersten Sekunde davon ausging, dass das Kind ohnehin nicht von mir sein kann. Doch sie hatte es doch vor einigen Wochen schon einmal im Gefühl, das sie vielleicht schwanger sein könnte. Da freuten wir uns beide doch so sehr drauf. Also ging ich von nun an, von einem eigenen Kind, für den Fall das sich die Schwangerschaft bestätigt, aus. Und ich wurde traurig. Sagte ihr, das ich mich dann nicht wirklich darüber freuen würde. Das würde wohl kein Mann wenn er hört, das seine Ex ein Kind von ihm erwartet. Sie wusste nicht genau was ich meinte und so erklärte ich ihr was ich darüber dachte. Plötzlich nahm sie meine Hand! Ich hatte mit so vielem jetzt gerechnet, nur nicht damit! Ich wollte sie erst wieder zurückziehen, doch ich konnte nicht! Ihre Nähe zu spüren war einfach viel zu schön, als das ich hätte wieder loslassen können. Ich fragte ob ihr ein Kind von mir die Entscheidung (zwischen uns beiden Kerlen) erleichtern würde, worauf sie ein „ich weiß nicht“ mit so einer Art und Weise von sich gab, als wenn ich sie gefragt hätte ob sie schon mein Weihnachtsgeschenk gekauft hätte. Ich meine so eine Art, als ob sie es bereits gekauft hat, aber nur nicht sagen wolle. Hoffnung machte sich in mir breit. Wir sprachen nicht weiter darüber – wollten erst mal den Test abwarten.

Noch immer will sie Zeit mit mir verbringen. Ja auch ein ganzes Wochenende will sie anscheinend wirklich mit mir verbringen. Hierfür lügt sie sogar ihren Typen an, will ihm sagen, dass sie zu ihrer Schwester fährt…

Ich hatte schon kaum noch daran gedacht, und war umso erstaunter als sie meinte sie würde morgen Nacht zu Hause verbringen. Auch sagte sie, dass sie dann mit mir kuscheln wolle – ihren Kopf auf meine Brust legen wolle.

Später alberten wir rum und sie begann plötzlich über mein Gesicht zu streicheln. Ich legte mein Gesicht in ihre Hand, schmiegte mich an diese. Es tat so gut das zu fühlen. Anschließend tat ich das gleiche bei ihr – fragte sie auch dabei ob es schön ist (ich will ja nichts tun was sie wieder in einen Zwiespalt oder so bringt) – sie antwortete mit einem unmissverständlichem ja. So kamen wir uns näher. Wir saßen nicht mehr aufrecht am Tisch, sondern sahen uns tief in die Augen. So, als wenn man sich gerade frisch verliebt hat. Ich musste sie einfach auch die Stirn küssen. Wir gaben uns „Nasenküsse“, wobei ich mich so sehr zusammenreißen musste sie nicht auf den Mund zu küssen! Sie sagte mir leise und zärtlich wie lieb sie mich hat – ich erwiederte es. Doch sie wollte die Bestätigung haben – wollte sichergehen ob ich sie wirklich so doll lieb habe. Ich war mir sicher, das ich sie nicht nur lieb habe, nein, ICH LIEBE SIE!

Irgendwann musste sie aber leider wieder gehen…

Die Verabschiedung verlief dann entgegen meiner Hoffnung leider unspektakulär. Was vielleicht auch gar nicht so verkehrt ist… Wir müssen uns Zeit lassen!

Dennoch ist heute der erste Abend seit nun über einer Woche an dem ich wieder gute Laune habe, auch wenn ich sie immer noch so sehr vermisse.

Es ist wohl noch zu früh das zu sagen, aber bei mir macht sich wieder Hoffnung breit. Hoffnung darauf, das sie sich bereits nach so einer kurzen zeit ausgetobt hat. (oder was auch immer sie hatte, es vorbei ist)

Sollte sie wirklich morgen Nacht hier schlafen, wird es sicherlich einer der schönsten Abende die wir miteinander verbracht haben. Aber ich sollte mir auch nicht zu viel erhoffen…

05.12.02

Tja, das war dann wohl nix L Sie hatte leider lieber einem Babysittertermin zugesagt, als sich an unser „Date“ zu halten. Jetzt möchte sie dafür also Samstag nicht nur den ganzen Tag mit mir verbringen, sondern auch die ganze Nacht. Mal sehen ob wieder etwas dazwischen kommt. Wenn ja werde ich auf jeden Fall mit Sanktionen beginnen. Denn dann werde ich auch mal ne weile überhaupt keine Zeit für sie haben.

Doch es gibt auch etwas schönes worüber ich schreiben kann! Nicht nur, das sie sich heute an mich gekuschelt hat, nein, beim obligatorischen Abschiedskuss (links, rechts, mitte) haben wir uns richtig geküsst! Es war wunderschön. Mittlerweile komme ich mir so vor, als wenn wir uns zwar schon eine ganze weile kannten – uns aber erst jetzt ineinander verlieben. Jedes mal wenn sie in meiner Nähe ist habe ich Schmetterlinge im Bauch, und bei dem Kuss wäre ich lieber gestorben als aufzuhören. Ich glaube ich habe wirklich nur eine einzige Möglichkeit sie zurück zu erobern: Zeit! Und die scheint momentan auf meiner Seite zu stehen. Ich bekomme immer mehr das Gefühl, als wenn sie zurückkommen wollte, aber nur noch nicht weiß wie sie das am Geschicktesten anstellen soll.

Na ja, warten wir mal ab was die nächsten tage und vor allem das Wochenende so mit sich bringen.

Seit 1,5 Wochen mache ich diese Berg und Talfahrt nun schon mit. Den Tiefpunkt habe ich zwar bereits überschritten, doch wieder oben auf bin ich noch lange nicht!

Ich weiß auch nicht wie lange das noch so weitergehen soll. Wie lange ich diesen wahnsinnig großen schmerz, zu wissen sie verbringt die Tage und Nächte mit ihm, und ich diese endlose Leere noch Aushalte. Wenn ich über den Tag nachdenke an dem ich ihr ein Ultimatum stellen werden muss weil ich sonst daran kaputt gehe wird mir schlecht. Trotz all meiner Zuversicht habe ich eine riesen Angst vor diesem Tag.

Sie empfand es als selbstverständlich morgen wieder vorbei zu kommen. Ich lass mich überraschen wie es morgen weiter geht.

06.12.02

Eigentlich wollte Sie vorbei kommen. Na ja, sie war ja auch da – nur ich leider nicht!

Warum war ich nicht da als sie hier auf mich gewartet hat? Warum hat sie nicht auf mich gewartet? Wir haben kurz telefoniert als ich noch unterwegs war und sie hier. Ich bat ihr an sie könnte auch später noch vorbei kommen. Sie wusste nicht ob sie dies macht. Keine Antwort die ich erhofft hatte. Eigentlich müsste ich nach einer solchen Antwort mir auch gar keine Hoffnung machen. Und doch schrecke ich bei jedem Geräusch auf, in der endlosen Hoffnung das die Tür aufgeht und sie vor mir steht.

Ich werde wohl noch lange wach bleiben, denn wenn ich morgen früh auf sie warten muss drehe ich wahrscheinlich durch!

Außerdem brauch ich dringend mal schlaf… Doch ich habe immer noch solche angst mich ins Bett zu legen… Alleine die Nacht in diesem großen Bett zu verbringen…. Genau zu spüren wie einsam ich doch bin… Es tut so weh!

Vielleicht kommt erleichtert es ja wirklich für sie die Entscheidung wenn sie schwanger wäre…. Ich wünschte es mir so sehr… Nein, nicht nur weil ich sie damit zurückgewinnen würde, sondern weil dann auch ein Traum – ein Baby mit meiner Traumfrau zu haben – in Erfüllung gehen würde.

Wenn ich so weitermache wie die letzten Tage… wie lange kann ich diesen Schmerz noch ertragen? Wie lange kann ich die gewissheit, das sie die Nächte bei ihm verbringt noch aushalten? Nach Weihnachten muss ich es akzeptieren. Länger halte ich es auf keinen Fall durch! Ab dann werde ich nur noch ein Freund für sie sein – nie wieder zärtlich berühren – nie wieder küssen….. Wahrscheinlich werde ich mich nie mit diesem gedanken abfinden können…. Was habe ich nur falsch gemacht? Warum?

Weiter im nächsten post....

 
07.12.02

Der Tag heute war besonders schmerzhaft. Ich merke langsam das dieses Schiff der Beziehung untergehen wird. Und nun stehe ich hier, vor diesem riesen Loch im Bug – mit einer Rolle Klebeband in der Hand ohne mich entscheiden zu können, ob ich versuchen soll dieses Loch weiterhin zu flicken oder lieber vom Schiff zu springen und mich zu retten. Auch habe ich so das Gefühl, das wenn ich es nicht rechtzeitig schaffe, das Loch zu flicken ohne abzuspringen, dass ich dann mit dem Schiff in die ewigen Tiefen gerissen werde! Dann wird mir nur noch übrig bleiben die Luft anzuhalten und mich auf meinen in kürze eintreffenden Tod vor zubereiten…

Doch lassen wir den Tag noch ein mal Revue passieren….

Geplant war ein ganzer Tag zusammen zu verbringen, nach Marl auf den Weihnachtsmarkt zugehen und anschließend zusammen bei mir/uns zu übernachten.

Heute morgen kam sie dann auch… es fing auch noch alles schön an – ich schlief noch, sie weckte mich mit einem Kuss auf die Wange. Wir frühstückten gemeinsam und machten uns dann auf de Weg nach Marl.

In Marl angekommen rief sie IHN an… und dann war auch schon wieder alles anders… Sie sagte mir für den gemeinsamen Abend/Nacht ab! Sagte seine Eltern würden heute vorbei kommen und sie kennen lernen wollen. Toll, was hat dieser Typ nur an sich, dass sie immer sofort springt wer er sie ruft? Ist sie sein Hund?

Na ja, der Weihnachtsmark war dann auch nicht so toll, und so beschlossen wir recht schnell etwas trinken zu gehen…. Dabei redeten wir ein wenig. Ich machte sie darauf aufmerksam, dass sie sich so langsam entscheiden müsse. Ich sagte ihr, das ich es nicht mehr lange aushalten würde sie zu sehen, zu berühren, mir Hoffnungen machen zu lassen und doch immer im Hintergrund zu stehen.

Ich machte ihr klar, das sie nicht beide haben kann, und das sie auf dem besten Wege ist mich zu verlieren. Ihre Augen veränderten sich – sie wirkte traurig. Es schien als hatte sie Angst mich zu verlieren. Auf dem Weg nach Hause sahen wir so ein kleines Mädchen, vielleicht 3 jahre alt und total knuffig. Ich sagte: „So hätte hätte unsere Tochter auch sein können.“ – Wieder ein trauriger Blick von ihr…

Was geht in ihrem Kopf nur vor? Warum habe ich immer wieder das gefühl sie bereut jetzt schon mich verlassen zu haben und schaff es nur nicht das zu sagen?

Wieder zu Hause angekommen rief er auch schon wieder an – wo sie bleiben würde… Sie redete sich bei ihm raus, sagte sie müsse noch aufräumen und holte so noch eine Stunde Zeit für uns raus.

Wir lagen im Bett – halb nackt – ich streichelte sie, ihr schien es zu gefallen. Als es so langsam an der Zeit wurde für sie zu gehen beugte ich mich über sie, fragte ob ich sie küssen dürfe. Sie zuckte mit den schultern… Ich tat es dennoch, dann drehte sie ihren Kopf weg. Als wenn ich ihr soeben weh getan hätte… Sie schwor hoch und heilig morgen mit mir zu übernachten. Ich glaube nicht daran…

Ich weiss nicht mehr was ich tun soll!? War es ein Fehler – soll ich wieder den coolen spielen den sie nicht haben kann? Alles ist so schwer und kompliziert. Dabei könnte es so leicht sein… ein klares JA oder NEIN könnte so viel verändern. Doch dazu ist sie nicht in der Lage – ist sich noch nicht sicher… Und seit heute glaube ich das die Zeit gegen uns Spielt… ich kann doch nicht einfach so zusehen wie das ganze Wasser ins Schiff läuft! Ich muss irgend einen Weg finden – für UNS – für MICH!!!

 
Das ist ja ganz schön harter Stuff!

Da weiß ich jetzt eigentlich gar nicht was ich sagen soll.

Im Prinzip weißt du ja alles selbst, dass dich diese Frau kaputt macht, dass du ihr ein Ultimatum stellen musst und dass du dich nicht in der Lage fühlst sie zu verlassen.

Ich wünsche dir, dass du rechtzeitig den Absprung schaffst und nicht mit dem Schiff untergehst. Aber ich glaube das schaffst du, wenn du tief genug unten bist wirst du die Kraft dazu haben und vielleicht geschieht ja noch ein Wunder. Ich weiß nur nicht ob ich das für dich hoffen soll...

Drück dich :trost: