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Mein Mann möchte mich nach 14-jähriger Ehe verlassen

9 Antworten3'371 AufrufeGestartet von saraesse ·

saraesseThemenstart
#1
Also ich versuche meine 14-jährige Ehe zu kurz und so gut es geht zusammen zu fassen. Vor fast 9 Jahren ist unsere Tochter geboren bis dahin lief alles gut. Ein Jahr drauf, hat sich unser Sohn angekündigt und auch die Probleme. Mein Mann hat sich in eine tiefe Depression gehängt. Er fand er sein einer zuviel in der Familie und ich habe ihn vor lauter Liebe zu den Kindern regelrecht vergessen. Ich aber ignorierte alles von ihm, seine Briefe seine Worte alles... ich lebte mein Leben weiter. Und ehrlich gesagt, lebte ich nur noch für meine Kinder. Seiner Nähe wich ich so gut es ging aus und Sex gab es selten bis fast nie. In den letzten 3/4 Jahren 2-3 Mal im Jahr. Heute kann ich sagen, dass ich meinen Mann nicht mehr geliebt habe. Er war einfach der klassisch Ehemann und Partner der Ende Monats das Geld nach Hause brachte. Im April dieses Jahres aber, kam dann das grosse Erwachen. Ich ging für 2 Wochen zu meinen Eltern in den Urlaub. Merkte aber schon Bald, dass mit ihm irgend etwas nicht stimmte. SMS kamen immer seltener und auch seine Anrufe wurden immer knapper. Als ich vom Urlaub zurückkam teilte er mir mit, dass sich seinen Gefühle mir gegenüber sehr verändert haben sie seien zum grossen Teil zerbrochen. Aber auch dies liess bei mir keine Warnglocken läuten. Das Leben ging weiter wie bis anhin. Im Mai dann der grosse Schock, ich enteckte SMS an eine andere Frau. Kurz darauf beichtete er mir, dass er für eine Arbeitskollegin Gefühle entwickelt habe, aber sie glücklich verheiratet sei und seine Gefühle nicht entsprechen könne. Er wollte eine Auszeit um über alles nachzudenken, aber die wollte ich ihm nicht geben den Kindern und auch mir zu liebe kämpfte ich dagegen und wir hatten für 3 Monate die schönste Zeit seit wir verheiratet waren. Ich verliebte mich wieder in meinen Mann!! Vor gut einem Monat entdeckte ich aber wieder SMS an diese Frau die mich wieder erschüttern liessen. Ich hatte nun das ganze Vertrauen in ihn verloren. Er gab zu, noch etwas für diese Frau zu empfinden. Für mich brach eine Welt zusammen. Er zog aus mit der Begründung er müsse über alles nachdenken und sich selber finden. Heute ist er seit 3 Wochen ausgezogen und kommt den Kindern zu liebe jedes Wochenende nachhause. Schläft aber nicht bei uns sondern geht Samstags weg und kommt Sonntag wieder. In dieser Zeit welche wir zusammen sind, merke ich, dass er stark gegen die Gefühle für mich kämpft. Er möchte mich küssen, stoppt aber plötzlich. Macht mir Komplimente wie schön ich doch sei. Streichelt mich und beteurt mir wie gern er mich doch habe... aber er wisse nicht ob sich die Gefühle für mich jemals wieder entwickeln können. Es sei zuviel kaputt gegangen. Manchmal redet er von zukunftspläne welche wir alle 4 zusammen beweltigen können und dann plötzlich sagt er mir, dass er mir keine falsche Hoffnungen machen möchte. Er weiss das ich sehr darunter leide und es mir sehr schlecht geht aber er meint einfach nur trocken, dass er seine Auszeit bräuche um wirklich sicher zu sein ob er mit mir nochmals von Null beginnen möchte.

Wer war vielleicht auch schon in einer sollchen verzwickten Situation? Weil ich ehrlich gesagt bald den Verstand verliere. Ich liebe meinen Mann über alles, auch wenn ich es erst jetzt bemerkt habe, aber ich möchte ihn wirklich nicht verlieren.

Jane
#2
puuuh, das ist wirklich eine schwierige Situation. Welcher Gedanke mir als erstes durch den Kopf schoss, war der, eine Eheberatung aufzusuchen. Da wirst du dann merken, ob er überhaupt bereit ist, für eure Ehe zu kämpfen. denn das ist Grundvoraussetzung und wird durch den Therapeuten geklärt. Wenn du diesen Weg nicht gehen willst oder wenn er sich dagegen sperrt, ist es natürlich schwer für dich, denn du bist in der passiveren Lage. Du kannst nichts unternehmen, um ihn zurückzubekommen, das muss er von ganz alleine tun. Ich würde an deiner Stelle erst mal den Alltag so gut es geht, weiterführen. Du hast deine Kinder und dich selbst, gönn euch mal was, dir ne neue Frisur, den Kindern einen Tag im Spaßbad. Vielleicht hat dein Mann da ja auch Lust zu. Auf jeden Fall solltest du ihm nicht gottesergeben zeigen, dass du auf ihn wartest und dass dein Leben ohne ihn leer ist. Gewinne ihn wieder für dich, indem du an dir selber arbeitest. Aber der erste Schritt in Richtung Beziehung/Ehe wieder aufnehmen muss von ihm ausgehen

:trost:

#3
Hallo Jane75

Danke für Deinen Rat mich ein wenig mir selber zu wiedmen. Bin drann, aber leider ist das ganze nicht einfach. Den Tag bringe ich immer irgendwie rum es ist am Abend sobald die Kinder im Bett sind wo mich Angstgefühle packen und ich mich sehr alleine fühle. Habe schliesslich seit 14 Jahren ständig jemanden auf meiner Seite gehabt.

#4
Hallo,

ich habe beim Lesen auch als erstes an Eheberatung gedacht.

Es liest sich ganz schön hart, was alles vorgefallen ist.

. Er war einfach der klassisch Ehemann und Partner der Ende Monats das Geld nach Hause brachte.
Das ist ganz schön harter Tobak-alleine diese Definition :nono: , was wäre Dein Mann denn heute?

Ich fände es sinnvoll um eure Ehe zu kämpfen, aber ich verstehe Deine Beweggründe noch nicht so ganz.

du hast 14 Jahre lang gemacht was Du wolltest, ihn ausgeschlossen und bist aufgewacht als Du Gefahr liefst alleine zu bleiben. (Wohlgemerkt nicht ihn zu verlieren) Das ist nicht das Gleiche.

Ich habe Verständnis für seine Reaktion, was erwartet ihn bei Dir, wenn er wiederkommt, wenn dann die Kinder aus dem Haus sind? Kann er Dir und Deinen Gefühlen vertrauen?

Ich meine, der klassische Ehemann ist der, der bleibt, wenn die Kinder gegangen sind. Der, mit dem man alt werden möchte. Der, der einem Partner, Freund und Mann ist und dem man dasselbe bietet.

Ich denke, dass eure einzige Chance eine Eheberatung ist, wo ihr beide den Müll von der Seele abladen könnt und einer helfend eingreifen kann.

Offensichtlich liegt ihm ja doch noch einiges an Dir.

Viele Grüße,

justine

Habt ihr sowas wie eine Ehetherapie ins Auge gefasst?

#5
Hi!

Was geschehen ist ist geschehen. Vielleicht hätte dein Mann vorher auf Notaus gehen müssen, ist er aber nicht. Vielleicht hättest du vorher zuhören müssen, hast du aber auch nicht.....

Ich denke, ihr seit an einem Punkt wo ihr euch neu definieren müsst, an dem ihr jeder prüfen solltet ob es noch geht. Du beteuerst jetzt deinen Mann zu lieben, schreibst aber im selben Atemzug von Verlust-Ängsten.

Auch du solltest dich wirklich prüfen, ob du deinen Mann ausreichend liebst, und ihm die Zuneigung schenken kannst, die er verlangt.

Ich kann mir vorstellen, dass du im Mom seine Nähe suchst, aber vielleicht solltest du das nicht so extrem betreiben. Zu schreiben, "lenk dich ab" ist einfach, .ich weiss, einfacher gesagt als getan, aber suche doch mal das Leben neben deiner Ehe! Jetzt hast du die Möglichkeit, - leider hindern dich deine Ängste - , sie wahrzunehmen. Dein Mann verlangt jetzt Abstand, gib' ihm das was er verlangt.

Dein Mann ist vielleicht verliebt, dann hättest du im Moment eh' keine wirkliche Chance. Vielleicht sucht er auch nur Liebe und weiss nicht, dass er sie schon gefunden hat. Aber wie soll er sie finden, wenn du zur Verfügung steht?

Da du meine Geschichte kennst, weisst du auch, dass ich 3 Monate brauchte um mir wirklich klar zu machen, dass ich meine Frau liebe.

Ich war mir auch nicht sicher, ganz und gar nicht!

Ich musste erst wirklich allein sein, um mir darüber klar zu werden, was ich wirklich wollte. Es hätte natürlich auch anders ausgehen können, aber es ist nunmal Tatsache, dass in so vielen Jahren wesentlichere Attribute als "verliebt sein" zählen.

LG

Grillcat

#6
hi,

ich kenne deine situation!

wichtig ist dabei nur ihm das gefühl zu geben, dass es dir ernst ist und du auch gewillt bist, an der situation etwas zu ändern.

so wie du es schreibst, hat er erst gemerkt welch eine erleichterung es war, als du weg warst (damals im urlaub, ist nicht böse gemeint!).

da bemerkte er, dass es ihm vorher nicht gut ging und das es ihm besser geht ohne dich.

du musst ihm jetzt zeit lassen aber auch das gefühl, dass er jederzeit wieder nach hause kommen kann.

natürlich kann es auch schief gehen und er kommt nicht zurück.

aber viele möglichkeiten hast du momentan nicht.

eure situation ist total verfahren und er hat antürlich jetzt angst, seine frisch gewonnene freiheit wieder an etwas zu verlieren, was er 14 jahre lang hatte.

nämlich eine beziehung, die sich nur um die kinder drehte und nicht um ihn.

wo er nicht als mann gesehen wurde sondern als geld-spender.

ich hoffe, dass es bei euch ebenso gut ausgeht wie bei uns.

will heissen, alles ist zu schaffen, wenn beide es mit bestimmtheit wollen.

hoffentlich habe ich mich nicht zu unkoordiniert ausgedrückt.

wenn du fragen hast, frag ganz einfach.

gruss

monsti

#7
Hallo saraesse,

deine Situation stelle ich mir eher so vor, wie du in deinem letzten Eintrag geschrieben hast:

Du hast viele Jahre an der Seite deines Mannes verbracht und dich immer auf ihn verlassen - und jetzt ist es so, dass diese Verlässlichkeit, diese Stütze, ob sie nun moralisch oder finanziell (oder auch nur fiktiv!) war, weg ist.

So etwas erschreckt, macht panisch, bedroht die Existenz, es ist verständlich, dass du das vermisst. Das heißt aber nicht automatisch, dass du ihn vermisst und vor allem nicht, dass du ihn vermisst, weil du ihn liebst.

Liebe hat ja bekanntlich viele Definitionen, aber es ist dennoch wichtig - finde ich - für sich selbst zu unterscheiden, was genau fehlt und welche Rolle der andere im Leben spielt.

Es schadet nie zu lernen, wie man auch alleine zurechtkommen kann. Es macht dich unabhängiger und selbstbewusster, es macht dich frei - so frei, wie du wahrscheinlich noch nie zuvor warst.

Und ist es nicht viel wünschenswerter, Liebe als freier Mensch zu erleben, wenn sich die Fragen nach existenziellen Abhängigkeiten gar nicht erst stellen?

Alle guten Wünsche von

#8
Back again!

Ihr wisst, eigentlich hasse ich sowas.....aber "standing Ovations" für den Beitrag von Lisabell!

LG

Grillcat

PS Eben sehe ich die erste/zweite Reaktion auf den Beitrag von Lisabel;

Ich finde ihren Beitrag sehr gut, weil er auf Grundsätzlichkeiten und wahren Gefühle bezogen ist, nicht oder auch weil sie Mann zum Ernährer degradiert (bzw. diese Funktion als Beziehungsgrund in Frage stellt), sondern weil sie klar zum Ausdruck bringt, das Liebe mehr ist als nur die Frühstücksbrötchen!

#9
Hallo saraesse...!

Eigentlich kennt man mich hier wohl als "Vertreter der leiseren" töne...!Ich möchte bestimmt auch nicht spalten, oder nur eine position ein nehmen pro MANN....Aber: Du schreibst in deinem Bericht, du hast ihn nicht mehr geliebt! Und zum Schluss, deines Berichts, gibst du ihn doch etwas die Schuld...! Desweiteren behagt mir nicht, einen Menschen (Ja, auch das sind wir Männer)! als Versoger zu degradieren! Das dabei die Liebe, erotik, romantik usw. leidet in Verbindung mit einem Ehe-alltag ist selbstverständlich! Hier hat es eine Dame, sehr schön ebend formuliert... :super: ! Vermisst du ihn als MANN, seine Wärme geborgenheit...? Oder platt formuliert, vermisst du ein Sicherheitsbedürfniss...?? Zu deinem Mann, gebe ihm die Zeit, die er braucht falls, du ihn noch liebst...? Ich lese, aus seinen wiedersprüchlichen Aussagen:" starke verwirrung heraus"...! Vielleicht tut euch, ein gewisser Abstand mal gut, damit Ihr das wieder entdeckt was ich in deinem Bericht vermisst habe......LIEBE!

ALLES LIEBE UND VIEL KRAFT... :trost:

#10
Du schreibst Du kennst diese Situation, hast Du etwas änliches erlebt? Darf ich fragen was? Lieber Gruss saraesse

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