Meine Mutter ist wie ein Fluch.
Geschlossen19 Antworten3'816 AufrufeGestartet von Celestina ·
CelestinaThemenstart
Liebe Runde.
Das Jahr 2010 ist für mich ein Jahr der Klärungen und der Erkenntnisse und der positiven Entwicklung. Schicht für Schicht habe ich in Sachen Beziehung alte, schädliche Muster aufgelöst und lebe jetzt in einer liebevollen Beziehung, die mich unendlich glücklich und zufrieden macht. 2011 wollen wir heiraten (ich berichtete), wir haben viele Pläne geschmiedet, sind diesen Monat zusammengezogen, beruflich läuft es prima und ich habe zum ersten Mal "the best time of my life".
Und weil ich so viel Aufräumarbeit leistete, habe ich dieses Jahr etwas in meinem Leben entdeckt, das ich bisher nicht bewusst wahr genommen habe. Ich habe überhaupt festgestellt, dass ich meiner Wahrnehmung nie vertraute und meine Gefühle für eine Situation/Person nie richtig ernst nahm.
Vorgeschichte:
Ich bin jetzt 36, weiblich, und als Einzelkind aufgewachsen. Ich bin alles andere als verwöhnt, sondern habe eine sehr strenge Kindheit erlebt. Mein Vater verließ meine Mutter, als ich 16 war und brach den Kontakt völlig ab. 2004 ist er gestorben, ohne dass wir seit seines Weggangs jemals wieder ein Wort gesprochen hatten. Er war damals quasi von der Bildfläche verschwunden, förmlich abgetaucht.
Ich habe recht früh gelernt, viel Verantwortung zu tragen, bin ein sehr tiefgründiger, verlässlicher und engagierter Mensch. Aber ich habe immer wieder von zuhause vermittelt bekommen, dass mit mir "etwas nicht stimmt". Für die kleinsten Dinge wurde ich schwer sanktioniert und mit Ignoranz und später auch mit Schlägen bestraft. Verbale Attacken kamen von beiden Eltern, die Schläge zum Schluss von meinem Vater, während meine Mutter teilnahmslos daneben stand und mich danach noch für meine "Provokation" tadelte. Ich war immer irgendwie an allem schuld und meine einzige "Währung", die ich hatte, um in dieser Familie zu bestehen, war Hochleistung und Geld. Wenn ich bereits als Kind meinen Eltern tolle, teure Geschenke machte (ich bekam Taschengeld von meiner Oma), bekam ich Anerkennung - für kurze Zeit. Es war ein Teufelskreis. Im Grunde war es ein Segen, dass mein Vater ging.
Aber da ich ein sehr gewissenhafter Mensch bin, rutschte ich automatisch als einziges Kind in die Rolle meines VAters: Ich organisierte alles, kümmerte mich um alles, reparierte so gut es ging Dinge im Haushalt, verkaufte mein Pferd und gab meiner Mutter das Geld, damit sie leben konnte und fing mit 16 Jahren an zu kellnern, um meinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Doch die Sanktionen gingen weiter. Das Telefon wurde versteckt, damit mich keine Klassenkameraden anrufen konnten. Meine Zimmermiete wurde plötzlich so erhöht, dass ich kein Geld mehr hatte, um am Landschulheimaufenthalt teilzunehmen usw. Und immer dachte ich, dass mit mir etwas nicht stimmt.
Denn: Meine Mutter hat ein unglaublich gewinnendes Wesen. Sie ist jetzt 62 Jahre alt, noch immer recht hübsch und sie hat eine ganz "süße" Art. Sie ist im pharmazeutischen Bereich im Verkauf tätig und jeder, der ihr seine gesundheitlichen Probleme erzählt, bekommt eine Beratung, die ihn dazu veranlasst, alles zu kaufen, was sie empfiehlt. Außerdem pflegt sie ganz bewusst die optische Ähnlichkeit mit einer Schlagersängerin, die sehr beliebt ist, und diese Ähnlichkeit bringt ihr automatisch viel Sympathie ein.
Ihr Auftreten und ihr Talent, immer als "Opfer" und als "Geschädigte" dazustehen, hat dazu beigetragen, dass ich von mir selbst ein ganz schlechtes Bild bekommen habe. Wenn ich Grenzen ziehen wollte, war ich böse, schlecht, ignorant, egoistisch. Sie hat mir das Geld förmlich aus der Tasche gezogen und wenn ich hier Grenzen setzen wollte, war ich "geldgeil" und "monetengeil". Angeblich habe ich all meine Partner nur deshalb ausgesucht, weil sie angeblich Geld hatten. Jede meiner Anschaffungen wurde irgendwie kommentiert. Neue Klamotten wurden zuerst aufs Markenschild untersucht und dann wurde gefragt, woher ich das habe und was es gekostet hat. Ich hatte permanent ein schlechtes Gewissen, weil ich sie nur lästernd kenne: Hinter verschlossenen Türen wird übel über jeden aus ihrem Umfeld hergezogen, der in Urlaub fährt oder sich ein neues Auto kauft. Geld zu haben ist dreckig, eklig und böse. Dabei war mein Vater Akademiker und wir lebten alles andere als schlecht; wir hatten mehrere Reit- und Rennpferde.
Nach meinem Abitur bin ich ausgezogen in meine erste, eigene Wohnung. Ich habe alles alleine bezahlt und hätte nicht mal gewagt, daran zu denken, meine Mutter um eines ihrer Tafelgeschirre zu bitten. Und sie selbst hätte mir nie von sich aus eines überlassen. Egal. Immer wieder brach der Kontakt zwischen uns ab, weil es diverse Meinungsverschiedenheiten gab. Immer wieder stellte sie mich als "Verrückte", "Spinnerin" und "Kranke" hin und damals fing sie zum ersten Mal an, in ihrem Umfeld, bei ihren Kunden in der Apotheke, über mich zu schimpfen. Sie erzählte, wie gemein und hinterhältig ich sei, dass ich sie über Jahre nur ausgenutzt hatte und sie alles für mich gegeben hätte. Da sie eben dieses souveräne, süße Auftreten hat, glaubt ihr schlicht und einfach jeder Mensch...
Und ich dachte tatsächlich, dass ich ein schlechter Mensch sei.
Die Jahre gingen ins Land, wir hatten immer wieder Kontaktpausen, die bis zu zwei Jahren dauerte, aber ich hatte dennoch permanent ein schlechtes Gewissen. Und ich bekam ohne Unterbrechung "Prügel" verpasst. Denn in meinen beiden Familien erzählte sie, wie sehr ich sie ausgenutzt hätte, sie erzählte sogar irgendwelche Lügen, und so kam es, dass ich quasi keinen Kontakt mehr zu meinen Familien habe, weil ich zum schwarzen Schaf abgestempelt wurde. Aber ich habe noch immer nicht kapiert, wie der Hase wirklich lief. Ich hatte ganz große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl.
Ich heiratete, bekam selbst ein Kind, und da fing der Kontakt wieder an. Weil sie ja die Oma ist und mein damaliger Mann wollte Familienharmonie. Wir beschlossen einen Neustart, der aber nie richtig definiert wurde. Der Kontakt klappte bis auf Kleinigkeiten ganz gut, dann trennte sich mein Exmann von mir. Ich hatte inzwischen eine eigene kleine Firma aufgebaut, hatte ein Kleinkind zu versorgen und damit kam ein Betreuungsproblem auf. Im gleichen Haus meiner Mutter war eine kleine Wohnung frei und so zog ich dort hin. Ein großer Fehler...aber ich war auf die Betreuung meiner Tochter durch meine Mutter echt angewiesen.
So kam es, dass ich wieder automatisch in die Rolle der Zahlenden rutschte: Meine Mutter verschlampte Kinderschuhe - ich kaufte neue. Sie ruinierte mit dem Bügeleisen die neuen Winterkleider - ich kaufte neue. Als sie "aus Versehen" den Vogel meiner Tochter fliegen ließ, lautete ihre Antwort: "Na, da musst Du halt einen neuen kaufen."
Sie verschlang buchstäblich mein Kind; akzeptierte es nicht, dass ich meine freie Zeit allein mit der Kleinen verbringen wollte, kontrollierte, wann ich mit ihr nach Hause komme, überschüttete die Kleine mit billigen, dummen Geschenken und kochte nur noch das, was die Kleine gerne isst, um zu punkten.
Für mich war klar, dass ich aus diesem Haus raus muss, suchte mir eine Wohnung, die ich dann dieses Jahr im April bezog. Aber als meine Mutter von meinem Auszug erfuhr, ging der Terror richtig los..An einem Tag hatte sie meinen Internetzugang benutzt, weil ihrer irgendwie kaputt war und dummerweise hatte sie vergessen, ihr Mailprogramm zu schließen. Sie hatte an eine Freundin zig Mails geschickt, in der sie auf übelste Art und Weise über mich lästerte: sie wollte das Jugendamt einschalten, weil ich angeblich nicht in der Lage sei, mich um das Kind zu kümmern, sie behauptete, ich hätte das Kind an seinen Vater gegen Geld verkauft, weil der eigene Vater das Kind sehen darf :confused: (na und???) und sie beschimpfte und beleidigte mich in einer Tour. Außerdem würde ich "die teuersten Lebensmittel" einkaufen und in Saus und Braus leben (ich kaufe Biomarken im Supermarkt - ist das ein Verbrechen??) und überhaupt sei ich das Allerletzte. Da die neue Wohnung nicht gleich frei war, zog ich - um mich und die Kleine aus diesem Schlachtfeld zu bringen - vorübergehend in eine Ferienwohnung. Vorerst war Ruhe.
Ich lernte meinen jetzigen Partner kennen und meine Fahrwasser wurden zum ersten Mal im Leben ruhig.
Bis gestern.
Ich war unterwegs, als meine Mutter, die nichts anderes zu tun hat, als mir hinterherzuschnüffeln, meinen Partner anrief. Sie redete ganz zuckersüß am Telefon, dass sie mich und die Enkelin ja so vermisse, dass sie ja so allein sei - und sie kaufe ein Haus im gleichen Ort, da wo wir jetzt leben.Außerdem will sie dort einen Buchladen eröffnen - ein leer stehendes Ladengeschäft habe sie schon ausfindig gemacht. Als PTA ein Buchladen...
Mein Partner kannte nur teilweise die ganze Geschichte zwischen mir und meiner Mutter, weil ich einfach abschließen wollte und meine frische Beziehung nicht gleich mit meinem Familienmüll belasten wollte.
Er war von meiner Mutter - wie soll es anders sein - total begeistert. "So eine nette Frau", "Sie macht sich solche Sorgen um Dich" :confused: "Und wenn sie das Haus hat, helfe ich ihr beim Renovieren - ist ja bald meine Schwiegermutter."
Wir hatten gestern richtig Krach miteinander. Ich war gestern so weit, dass ich keine andere Lösung sah, als mir im Ausland einen Job zu suchen und mein Kind zu schnappen und einfach wegzugehen. Sehr kurzsichtig gedacht...ich weiß.
Sie ist schon wieder dabei, mein Leben zu verseuchen. Sie drängt sich förmlich auf. Und vor allem wird sie nicht davor zurück schrecken, immer wieder neue, schlimme Geschichten überall da, wo sie ist, über mich zu verbreiten, um Mitleid zu ernten.
Mir geht es gesundheitlich seit gestern sehr schlecht. Ich bin gereizt. Ich bin genervt. Hab kaum geschlafen. Ich würde am liebsten einfach mein Kind schnappen und abhauen. Denn wenn sie erst mal hier wohnt, geht der Terror doch weiter: Sie wird einfach lächelnd vor dem Kindergarten stehen und alle Welt wird den Kopf über ich schütteln, weil ich nicht will, dass sie mein Kind einfach abholt. Übrigens will meine Tochter (6) nicht zur Oma - sie heult und schreit, wenn sie die Oma nur sieht. Aber ich bin ja die Böse - ich habe das arme Kind aufgehetzt.
Sie wird an Weihnachten mit einem Berg voller GEschenke vor unserer Tür stehen und wenn ich die Tür vor ihrer Nase zuknalle, bin ich die böse, böse, herzlose Tochter, die dem Enkelkind die Geschenke vorenthält. Ich habe das alles schon mal erlebt.
Ich bin mit meinem Latein am Ende. Habe 2008 diesbezüglich einen Psychologen aufgesucht. Und wie sollte es anders sein: Drei Monate später war meine Mutter dort auch Patientin. Sie wechselte auch von ihrem Hausarzt zu meinem.
Meine Mutter ist für mich ein Fluch.
Ich weiß nicht mehr weiter. Ich weiß, dass sie hier in den Ort ziehen wird, gegen all meine Einwände.
Danke fürs Lesen. Danke für Ratschläge.
Celestina
Das Jahr 2010 ist für mich ein Jahr der Klärungen und der Erkenntnisse und der positiven Entwicklung. Schicht für Schicht habe ich in Sachen Beziehung alte, schädliche Muster aufgelöst und lebe jetzt in einer liebevollen Beziehung, die mich unendlich glücklich und zufrieden macht. 2011 wollen wir heiraten (ich berichtete), wir haben viele Pläne geschmiedet, sind diesen Monat zusammengezogen, beruflich läuft es prima und ich habe zum ersten Mal "the best time of my life".
Und weil ich so viel Aufräumarbeit leistete, habe ich dieses Jahr etwas in meinem Leben entdeckt, das ich bisher nicht bewusst wahr genommen habe. Ich habe überhaupt festgestellt, dass ich meiner Wahrnehmung nie vertraute und meine Gefühle für eine Situation/Person nie richtig ernst nahm.
Vorgeschichte:
Ich bin jetzt 36, weiblich, und als Einzelkind aufgewachsen. Ich bin alles andere als verwöhnt, sondern habe eine sehr strenge Kindheit erlebt. Mein Vater verließ meine Mutter, als ich 16 war und brach den Kontakt völlig ab. 2004 ist er gestorben, ohne dass wir seit seines Weggangs jemals wieder ein Wort gesprochen hatten. Er war damals quasi von der Bildfläche verschwunden, förmlich abgetaucht.
Ich habe recht früh gelernt, viel Verantwortung zu tragen, bin ein sehr tiefgründiger, verlässlicher und engagierter Mensch. Aber ich habe immer wieder von zuhause vermittelt bekommen, dass mit mir "etwas nicht stimmt". Für die kleinsten Dinge wurde ich schwer sanktioniert und mit Ignoranz und später auch mit Schlägen bestraft. Verbale Attacken kamen von beiden Eltern, die Schläge zum Schluss von meinem Vater, während meine Mutter teilnahmslos daneben stand und mich danach noch für meine "Provokation" tadelte. Ich war immer irgendwie an allem schuld und meine einzige "Währung", die ich hatte, um in dieser Familie zu bestehen, war Hochleistung und Geld. Wenn ich bereits als Kind meinen Eltern tolle, teure Geschenke machte (ich bekam Taschengeld von meiner Oma), bekam ich Anerkennung - für kurze Zeit. Es war ein Teufelskreis. Im Grunde war es ein Segen, dass mein Vater ging.
Aber da ich ein sehr gewissenhafter Mensch bin, rutschte ich automatisch als einziges Kind in die Rolle meines VAters: Ich organisierte alles, kümmerte mich um alles, reparierte so gut es ging Dinge im Haushalt, verkaufte mein Pferd und gab meiner Mutter das Geld, damit sie leben konnte und fing mit 16 Jahren an zu kellnern, um meinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Doch die Sanktionen gingen weiter. Das Telefon wurde versteckt, damit mich keine Klassenkameraden anrufen konnten. Meine Zimmermiete wurde plötzlich so erhöht, dass ich kein Geld mehr hatte, um am Landschulheimaufenthalt teilzunehmen usw. Und immer dachte ich, dass mit mir etwas nicht stimmt.
Denn: Meine Mutter hat ein unglaublich gewinnendes Wesen. Sie ist jetzt 62 Jahre alt, noch immer recht hübsch und sie hat eine ganz "süße" Art. Sie ist im pharmazeutischen Bereich im Verkauf tätig und jeder, der ihr seine gesundheitlichen Probleme erzählt, bekommt eine Beratung, die ihn dazu veranlasst, alles zu kaufen, was sie empfiehlt. Außerdem pflegt sie ganz bewusst die optische Ähnlichkeit mit einer Schlagersängerin, die sehr beliebt ist, und diese Ähnlichkeit bringt ihr automatisch viel Sympathie ein.
Ihr Auftreten und ihr Talent, immer als "Opfer" und als "Geschädigte" dazustehen, hat dazu beigetragen, dass ich von mir selbst ein ganz schlechtes Bild bekommen habe. Wenn ich Grenzen ziehen wollte, war ich böse, schlecht, ignorant, egoistisch. Sie hat mir das Geld förmlich aus der Tasche gezogen und wenn ich hier Grenzen setzen wollte, war ich "geldgeil" und "monetengeil". Angeblich habe ich all meine Partner nur deshalb ausgesucht, weil sie angeblich Geld hatten. Jede meiner Anschaffungen wurde irgendwie kommentiert. Neue Klamotten wurden zuerst aufs Markenschild untersucht und dann wurde gefragt, woher ich das habe und was es gekostet hat. Ich hatte permanent ein schlechtes Gewissen, weil ich sie nur lästernd kenne: Hinter verschlossenen Türen wird übel über jeden aus ihrem Umfeld hergezogen, der in Urlaub fährt oder sich ein neues Auto kauft. Geld zu haben ist dreckig, eklig und böse. Dabei war mein Vater Akademiker und wir lebten alles andere als schlecht; wir hatten mehrere Reit- und Rennpferde.
Nach meinem Abitur bin ich ausgezogen in meine erste, eigene Wohnung. Ich habe alles alleine bezahlt und hätte nicht mal gewagt, daran zu denken, meine Mutter um eines ihrer Tafelgeschirre zu bitten. Und sie selbst hätte mir nie von sich aus eines überlassen. Egal. Immer wieder brach der Kontakt zwischen uns ab, weil es diverse Meinungsverschiedenheiten gab. Immer wieder stellte sie mich als "Verrückte", "Spinnerin" und "Kranke" hin und damals fing sie zum ersten Mal an, in ihrem Umfeld, bei ihren Kunden in der Apotheke, über mich zu schimpfen. Sie erzählte, wie gemein und hinterhältig ich sei, dass ich sie über Jahre nur ausgenutzt hatte und sie alles für mich gegeben hätte. Da sie eben dieses souveräne, süße Auftreten hat, glaubt ihr schlicht und einfach jeder Mensch...
Und ich dachte tatsächlich, dass ich ein schlechter Mensch sei.
Die Jahre gingen ins Land, wir hatten immer wieder Kontaktpausen, die bis zu zwei Jahren dauerte, aber ich hatte dennoch permanent ein schlechtes Gewissen. Und ich bekam ohne Unterbrechung "Prügel" verpasst. Denn in meinen beiden Familien erzählte sie, wie sehr ich sie ausgenutzt hätte, sie erzählte sogar irgendwelche Lügen, und so kam es, dass ich quasi keinen Kontakt mehr zu meinen Familien habe, weil ich zum schwarzen Schaf abgestempelt wurde. Aber ich habe noch immer nicht kapiert, wie der Hase wirklich lief. Ich hatte ganz große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl.
Ich heiratete, bekam selbst ein Kind, und da fing der Kontakt wieder an. Weil sie ja die Oma ist und mein damaliger Mann wollte Familienharmonie. Wir beschlossen einen Neustart, der aber nie richtig definiert wurde. Der Kontakt klappte bis auf Kleinigkeiten ganz gut, dann trennte sich mein Exmann von mir. Ich hatte inzwischen eine eigene kleine Firma aufgebaut, hatte ein Kleinkind zu versorgen und damit kam ein Betreuungsproblem auf. Im gleichen Haus meiner Mutter war eine kleine Wohnung frei und so zog ich dort hin. Ein großer Fehler...aber ich war auf die Betreuung meiner Tochter durch meine Mutter echt angewiesen.
So kam es, dass ich wieder automatisch in die Rolle der Zahlenden rutschte: Meine Mutter verschlampte Kinderschuhe - ich kaufte neue. Sie ruinierte mit dem Bügeleisen die neuen Winterkleider - ich kaufte neue. Als sie "aus Versehen" den Vogel meiner Tochter fliegen ließ, lautete ihre Antwort: "Na, da musst Du halt einen neuen kaufen."
Sie verschlang buchstäblich mein Kind; akzeptierte es nicht, dass ich meine freie Zeit allein mit der Kleinen verbringen wollte, kontrollierte, wann ich mit ihr nach Hause komme, überschüttete die Kleine mit billigen, dummen Geschenken und kochte nur noch das, was die Kleine gerne isst, um zu punkten.
Für mich war klar, dass ich aus diesem Haus raus muss, suchte mir eine Wohnung, die ich dann dieses Jahr im April bezog. Aber als meine Mutter von meinem Auszug erfuhr, ging der Terror richtig los..An einem Tag hatte sie meinen Internetzugang benutzt, weil ihrer irgendwie kaputt war und dummerweise hatte sie vergessen, ihr Mailprogramm zu schließen. Sie hatte an eine Freundin zig Mails geschickt, in der sie auf übelste Art und Weise über mich lästerte: sie wollte das Jugendamt einschalten, weil ich angeblich nicht in der Lage sei, mich um das Kind zu kümmern, sie behauptete, ich hätte das Kind an seinen Vater gegen Geld verkauft, weil der eigene Vater das Kind sehen darf :confused: (na und???) und sie beschimpfte und beleidigte mich in einer Tour. Außerdem würde ich "die teuersten Lebensmittel" einkaufen und in Saus und Braus leben (ich kaufe Biomarken im Supermarkt - ist das ein Verbrechen??) und überhaupt sei ich das Allerletzte. Da die neue Wohnung nicht gleich frei war, zog ich - um mich und die Kleine aus diesem Schlachtfeld zu bringen - vorübergehend in eine Ferienwohnung. Vorerst war Ruhe.
Ich lernte meinen jetzigen Partner kennen und meine Fahrwasser wurden zum ersten Mal im Leben ruhig.
Bis gestern.
Ich war unterwegs, als meine Mutter, die nichts anderes zu tun hat, als mir hinterherzuschnüffeln, meinen Partner anrief. Sie redete ganz zuckersüß am Telefon, dass sie mich und die Enkelin ja so vermisse, dass sie ja so allein sei - und sie kaufe ein Haus im gleichen Ort, da wo wir jetzt leben.Außerdem will sie dort einen Buchladen eröffnen - ein leer stehendes Ladengeschäft habe sie schon ausfindig gemacht. Als PTA ein Buchladen...
Mein Partner kannte nur teilweise die ganze Geschichte zwischen mir und meiner Mutter, weil ich einfach abschließen wollte und meine frische Beziehung nicht gleich mit meinem Familienmüll belasten wollte.
Er war von meiner Mutter - wie soll es anders sein - total begeistert. "So eine nette Frau", "Sie macht sich solche Sorgen um Dich" :confused: "Und wenn sie das Haus hat, helfe ich ihr beim Renovieren - ist ja bald meine Schwiegermutter."
Wir hatten gestern richtig Krach miteinander. Ich war gestern so weit, dass ich keine andere Lösung sah, als mir im Ausland einen Job zu suchen und mein Kind zu schnappen und einfach wegzugehen. Sehr kurzsichtig gedacht...ich weiß.
Sie ist schon wieder dabei, mein Leben zu verseuchen. Sie drängt sich förmlich auf. Und vor allem wird sie nicht davor zurück schrecken, immer wieder neue, schlimme Geschichten überall da, wo sie ist, über mich zu verbreiten, um Mitleid zu ernten.
Mir geht es gesundheitlich seit gestern sehr schlecht. Ich bin gereizt. Ich bin genervt. Hab kaum geschlafen. Ich würde am liebsten einfach mein Kind schnappen und abhauen. Denn wenn sie erst mal hier wohnt, geht der Terror doch weiter: Sie wird einfach lächelnd vor dem Kindergarten stehen und alle Welt wird den Kopf über ich schütteln, weil ich nicht will, dass sie mein Kind einfach abholt. Übrigens will meine Tochter (6) nicht zur Oma - sie heult und schreit, wenn sie die Oma nur sieht. Aber ich bin ja die Böse - ich habe das arme Kind aufgehetzt.
Sie wird an Weihnachten mit einem Berg voller GEschenke vor unserer Tür stehen und wenn ich die Tür vor ihrer Nase zuknalle, bin ich die böse, böse, herzlose Tochter, die dem Enkelkind die Geschenke vorenthält. Ich habe das alles schon mal erlebt.
Ich bin mit meinem Latein am Ende. Habe 2008 diesbezüglich einen Psychologen aufgesucht. Und wie sollte es anders sein: Drei Monate später war meine Mutter dort auch Patientin. Sie wechselte auch von ihrem Hausarzt zu meinem.
Meine Mutter ist für mich ein Fluch.
Ich weiß nicht mehr weiter. Ich weiß, dass sie hier in den Ort ziehen wird, gegen all meine Einwände.
Danke fürs Lesen. Danke für Ratschläge.
Celestina
Hallo Celestina,
vielleicht musst Du einfach eine andere Perspektive gegenüber Deiner Mutter entwickeln.
Du bist nun 36 und weißt wohl am Besten wie sie wirklich ist und ich schätze das Du angst davor hast das sie auf Dauer Dir und vorallem Deinen Nächsten schaden wird, aber bedenke dabei bitte das sie Das auf Dauer nur kann wenn Du es zulässt.
Sie hat Macht über Dich und weiß mit Sicherheit auch von Deinem Respekt ihr gegenüber, was für mich bedeutet, dass Du mehr innere Stärke brauchst um Dir klar zu machen das sie Dir nichts tun kann was Du nicht selbst zulässt.
Wenn Du in einer stabilen und sicheren Beziehung lebst, wird Dein Partner Dir vertrauen und auch Deine Erfahrungen und Probleme mit Deiner Mutter berücksichtigen und Deine Wünsche respektieren den Kontakt in jeder Form zu unterbinden.
Ich an Deiner Stelle würde es aber anders regeln, zumal sie die Oma ist und Du das nun eben nicht ändern kannst.
Wenn sie jetzt eben einfach in den Ort zieht in dem ihr lebt und versucht sich zu nähern, würde ich den Kontakt nicht unterbinden da sie scheinbar ein sehr dominanter Mensch ist der Dich dann auf Dauer wohl eher in der näheren Umgebung verunglimpfen würde an Stelle bei sich selbst auf die Fehler zu sehen.
Mein Vorschlag für Dich wäre, erlaube ihr einen gewissen Kontakt zu den Enkeln, aber sage ihr klipp und klar das Du das nur wegen der Kinder machst und nicht wegen Dir und das Du persönlich von ihr nichts mehr wissen möchtest !
Sage auch klar, dass Du weder dulden wirst das irgendeine manipulative Form des Kindes in Bezug auf Dich und Dein Familienleben von Dir geduldet werden wird und sie dann, sollte Das zutreffen und Du irgendwo schlechtes Gerede o.ä hören, der Kontakt vom Kind zu ihr sofort abgebrochen wird und Du dafür Sorge tragen wirst das Jeder erfährt warum Das so ist ( auch wenn Du wohl weniger der Typ bist der durch die Stadt zu ihren Freunden/Bekannten rennen wird um zu erzählen was für ein Biest sie ist ) .
Vielleicht hat sie auch eingesehen das sie viele Fehler gemacht hat und kann mit Dir einfach nicht reden weil sie selbst Ängste hat.
Sie ist allein und ihr seid nun mal ihre einzige Familie und wenn die Kinder es möchten ( aber nur dann ) würde ich wie gesagt zustimmen das die Oma wieder Kontakt aufnimmt.
Es ist aber wichtig dabei das Du für Dich klärst ob Du das kannst, ich würde Dir zudem vielleicht einen Therapeuten empfehlen der Dir klar macht das Du dafür nicht verantwortlich bist und Dich gegen das Gefühl der Ohnmacht Deiner Mutter gegenüber stärkt, denn Du hast mit Sicherheit schon bewiesen das Du selbst eine Mama bist die sich nicht verstecken muss ;) und die ihr Kind mit viel Liebe und auch selbst gemachten Fehlern erzieht ohne das sie selbst den Rückhalt von einer liebevollen Mama hatte.
Besinne Dich auf Das was Du kannst, schaue auf Deine Familie, dann wirst Du sehen das alles Andere total unwichtig ist.
Du und die Menschen die Du liebst zählen, wenn sie daran teil haben will, müsste sie sich Das erarbeiten, es liegt bei Dir ganz allein was sie haben darf und was nicht.
Du bist in der Machtposition und nicht sie und das Du ab und zu Angst bekommst ist dabei wohl vollkommen normal wenn man von einer dominanten Frau als Kind immer "klein gehalten" wurde. Mache ihr klar das Du nichts respektieren und hinnehmen wirst was irgendwie negativ für Dich wirken wird und sie dann nie mehr irgendwas von Deinem Leben mitbekommen darf !!!!!
Was ich noch als wichtig empfinde - mache Dir immer und immer wieder klar was sie Dir angetan hat und falle nicht mehr darauf herein, dass sie ab und zu wieder nett ist um Dich dort hin zu bekommen wo sie Dich hin haben möchte, lehne Geschenke ab, gehe mit ihr nirgendwo hin, wenn ihr Internet oder Sonstiges kaputt ist, ist es ihr Problem !
Isoliere Dich soweit als möglich und stecke ganz klar Grenzen die sie nicht übertreten darf ohne harte Konsequenzen dafür zu tragen und sage ihr auch mehrfach das Du sie maximal 2 mal bei Irgendwas verwarnst, es ihre letzte Chance ist in Deinem Leben und dem ihrer Enkelin nochmal irgendwas gut zu machen bevor sie Diese für immer verwirkt hat.
Versuche dabei aber objektiv zu sein, wenn es soweit kommt und wäge für Dich ab wie "schlimm" es wirklich ist, aber erhöhe Deine persönliche Schmerzgrenze um 90 % Du lässt Dir nämlich wie Du selbst weißt, viel zu viel gefallen ohne ihr zu zeigen wo es aufhört !
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft ! :trost:
vielleicht musst Du einfach eine andere Perspektive gegenüber Deiner Mutter entwickeln.
Du bist nun 36 und weißt wohl am Besten wie sie wirklich ist und ich schätze das Du angst davor hast das sie auf Dauer Dir und vorallem Deinen Nächsten schaden wird, aber bedenke dabei bitte das sie Das auf Dauer nur kann wenn Du es zulässt.
Sie hat Macht über Dich und weiß mit Sicherheit auch von Deinem Respekt ihr gegenüber, was für mich bedeutet, dass Du mehr innere Stärke brauchst um Dir klar zu machen das sie Dir nichts tun kann was Du nicht selbst zulässt.
Wenn Du in einer stabilen und sicheren Beziehung lebst, wird Dein Partner Dir vertrauen und auch Deine Erfahrungen und Probleme mit Deiner Mutter berücksichtigen und Deine Wünsche respektieren den Kontakt in jeder Form zu unterbinden.
Ich an Deiner Stelle würde es aber anders regeln, zumal sie die Oma ist und Du das nun eben nicht ändern kannst.
Wenn sie jetzt eben einfach in den Ort zieht in dem ihr lebt und versucht sich zu nähern, würde ich den Kontakt nicht unterbinden da sie scheinbar ein sehr dominanter Mensch ist der Dich dann auf Dauer wohl eher in der näheren Umgebung verunglimpfen würde an Stelle bei sich selbst auf die Fehler zu sehen.
Mein Vorschlag für Dich wäre, erlaube ihr einen gewissen Kontakt zu den Enkeln, aber sage ihr klipp und klar das Du das nur wegen der Kinder machst und nicht wegen Dir und das Du persönlich von ihr nichts mehr wissen möchtest !
Sage auch klar, dass Du weder dulden wirst das irgendeine manipulative Form des Kindes in Bezug auf Dich und Dein Familienleben von Dir geduldet werden wird und sie dann, sollte Das zutreffen und Du irgendwo schlechtes Gerede o.ä hören, der Kontakt vom Kind zu ihr sofort abgebrochen wird und Du dafür Sorge tragen wirst das Jeder erfährt warum Das so ist ( auch wenn Du wohl weniger der Typ bist der durch die Stadt zu ihren Freunden/Bekannten rennen wird um zu erzählen was für ein Biest sie ist ) .
Vielleicht hat sie auch eingesehen das sie viele Fehler gemacht hat und kann mit Dir einfach nicht reden weil sie selbst Ängste hat.
Sie ist allein und ihr seid nun mal ihre einzige Familie und wenn die Kinder es möchten ( aber nur dann ) würde ich wie gesagt zustimmen das die Oma wieder Kontakt aufnimmt.
Es ist aber wichtig dabei das Du für Dich klärst ob Du das kannst, ich würde Dir zudem vielleicht einen Therapeuten empfehlen der Dir klar macht das Du dafür nicht verantwortlich bist und Dich gegen das Gefühl der Ohnmacht Deiner Mutter gegenüber stärkt, denn Du hast mit Sicherheit schon bewiesen das Du selbst eine Mama bist die sich nicht verstecken muss ;) und die ihr Kind mit viel Liebe und auch selbst gemachten Fehlern erzieht ohne das sie selbst den Rückhalt von einer liebevollen Mama hatte.
Besinne Dich auf Das was Du kannst, schaue auf Deine Familie, dann wirst Du sehen das alles Andere total unwichtig ist.
Du und die Menschen die Du liebst zählen, wenn sie daran teil haben will, müsste sie sich Das erarbeiten, es liegt bei Dir ganz allein was sie haben darf und was nicht.
Du bist in der Machtposition und nicht sie und das Du ab und zu Angst bekommst ist dabei wohl vollkommen normal wenn man von einer dominanten Frau als Kind immer "klein gehalten" wurde. Mache ihr klar das Du nichts respektieren und hinnehmen wirst was irgendwie negativ für Dich wirken wird und sie dann nie mehr irgendwas von Deinem Leben mitbekommen darf !!!!!
Was ich noch als wichtig empfinde - mache Dir immer und immer wieder klar was sie Dir angetan hat und falle nicht mehr darauf herein, dass sie ab und zu wieder nett ist um Dich dort hin zu bekommen wo sie Dich hin haben möchte, lehne Geschenke ab, gehe mit ihr nirgendwo hin, wenn ihr Internet oder Sonstiges kaputt ist, ist es ihr Problem !
Isoliere Dich soweit als möglich und stecke ganz klar Grenzen die sie nicht übertreten darf ohne harte Konsequenzen dafür zu tragen und sage ihr auch mehrfach das Du sie maximal 2 mal bei Irgendwas verwarnst, es ihre letzte Chance ist in Deinem Leben und dem ihrer Enkelin nochmal irgendwas gut zu machen bevor sie Diese für immer verwirkt hat.
Versuche dabei aber objektiv zu sein, wenn es soweit kommt und wäge für Dich ab wie "schlimm" es wirklich ist, aber erhöhe Deine persönliche Schmerzgrenze um 90 % Du lässt Dir nämlich wie Du selbst weißt, viel zu viel gefallen ohne ihr zu zeigen wo es aufhört !
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft ! :trost:
Liebe Wölfin.
Vielen herzlichen Dank für Deine herrlich konstruktiven Zeilen!! Du hast mir mit einem kleinen Satz ganz viel klar gemacht: Ich bin tatsächlich immer klein gehalten worden und so soll es bis heute weitergehen.
Fühle ich mich gut, dann heißt es: "Du bist arrogant". STelle ich etwas richtig, bin ich "streng, besserwisserisch und eingebildet". Achte ich auf meine Gesundheit, verplempere ich das Geld für "die teuersten Lebensmittel, die man sich nur denken kann."
usw. usw. es gibt unzählige Beispiele.
Fakt ist einfach, dass meine Mutter genau weiß, wo die Knöpfe sind, die sie drücken muss, damit ich "funktioniere". Ich bin ein sehr korrekter Mensch und obendrein sehr familienorientiert. Ich wünsche mir eigentlich nichts sehnlicher, als in großer Runde friedlich an einem Tisch zu sitzen und miteinander zu essen. Und obendrein weiß sie, dass ich niemanden wirklich im Stich lassen würde. Das war schon immer so. Ich denke, dass ich sehr schöne Tugenden habe, die leider immer wieder missbraucht wurden. Ich denke sehr reflektiert über mich nach. Da mir selbst meine eigene Oma (Mutter meiner Mutter) vorenthalten wurde, weil sie laut meiner Mutter ein böser, raffgieriger Mensch war, habe ich mir vorgenommen, dass meine Tochter sich stets selbst ihre Meinung über andere Menschen bilden soll. Ich weiß, Wölfin, dass meine Mutter nun mal die Oma ist und ich würde niemals einen Keil zwischen meine Tochter und die Oma treiben. Seltsam ist aber, dass meine Tochter seit etwa zwei Monaten nicht mehr zu Oma will, obwohl ich gar nichts gesagt habe. Heute morgen sagte sie mir: "Ich will nicht zu Oma, weil sie mich nie in Ruhe lässt, wenn ich da bin. Und weil sie immer mit mir spielen will, obwohl ich das nicht will. Und sie redet nicht gut über Dich." Aha...
Und ganz nebenbei - eher ein Zufallsprodukt - kam heute morgen noch eine fette Lüge heraus, mit der mich meine Mutter nun zwei Jahre lang schikaniert hat.
Ich habe - seit ich denken kann - immer an meiner Wahrnehmung gezweifelt. Habe ich etwas geäußert, was meiner Wahrnehmung entspricht, war ich eingebildet, blöd, krank, verwirrt böse, neidisch, arrogant usw. Habe ich ganz sachlich meine Meinung gesagt, hagelte es entweder Schläge oder Sanktionen in Form von Essensentzug und Stubenarrest oder der Hund wurde verprügelt.
Es kamen auch Sprüche wie: "Du läufst so lahmarschig" und "Bauerntrampel" oder "Du hast einen Arsch wie ein Brauereipferd" oder "Du benimmst Dich wie eine läufige Hündin" - habe ich mich gewehrt, dann hieß es: "Das hast Du falsch verstanden, das bildest Du Dir ein."
Du hast Recht, Wölfin, wenn Du schreibst, dass es doch an mir liegt, was ich zulasse und was nicht. Das hat mir ungemein viel Kraft gegeben und meinen Blick geschärft. Ich habe auch das Gefühl, dass all diese Unruhen und diese Dramen, die sich in den vergangenen Jahren abgespielt haben, endlich aufhören, wenn meine Eltern aus meinem Leben verschwindet.
Eine Einsicht werde ich nie zu erwarten haben. Es hätte mir ja schon genügt, wenn ich mal gesagt bekommen hätte: "Das, was ich getan habe, war nicht korrekt. Du hast Recht, dass es nicht richtig ist."
Nun, Familie ist nicht automatisch Familie, nur weil man blutsverwandt ist. Im Grunde denke ich ja schon lange, dass dieses Verhältnis, das wir haben, nicht gesund ist. Ich habe aber alle Probleme immer nur auf mich bezogen. Irgendwie hat sich gestern mein Standpunkt angefangen zu verändern. Und zum ersten Mal fühlt sich das richtig an...
Danke!!!!
Vielen herzlichen Dank für Deine herrlich konstruktiven Zeilen!! Du hast mir mit einem kleinen Satz ganz viel klar gemacht: Ich bin tatsächlich immer klein gehalten worden und so soll es bis heute weitergehen.
Fühle ich mich gut, dann heißt es: "Du bist arrogant". STelle ich etwas richtig, bin ich "streng, besserwisserisch und eingebildet". Achte ich auf meine Gesundheit, verplempere ich das Geld für "die teuersten Lebensmittel, die man sich nur denken kann."
usw. usw. es gibt unzählige Beispiele.
Fakt ist einfach, dass meine Mutter genau weiß, wo die Knöpfe sind, die sie drücken muss, damit ich "funktioniere". Ich bin ein sehr korrekter Mensch und obendrein sehr familienorientiert. Ich wünsche mir eigentlich nichts sehnlicher, als in großer Runde friedlich an einem Tisch zu sitzen und miteinander zu essen. Und obendrein weiß sie, dass ich niemanden wirklich im Stich lassen würde. Das war schon immer so. Ich denke, dass ich sehr schöne Tugenden habe, die leider immer wieder missbraucht wurden. Ich denke sehr reflektiert über mich nach. Da mir selbst meine eigene Oma (Mutter meiner Mutter) vorenthalten wurde, weil sie laut meiner Mutter ein böser, raffgieriger Mensch war, habe ich mir vorgenommen, dass meine Tochter sich stets selbst ihre Meinung über andere Menschen bilden soll. Ich weiß, Wölfin, dass meine Mutter nun mal die Oma ist und ich würde niemals einen Keil zwischen meine Tochter und die Oma treiben. Seltsam ist aber, dass meine Tochter seit etwa zwei Monaten nicht mehr zu Oma will, obwohl ich gar nichts gesagt habe. Heute morgen sagte sie mir: "Ich will nicht zu Oma, weil sie mich nie in Ruhe lässt, wenn ich da bin. Und weil sie immer mit mir spielen will, obwohl ich das nicht will. Und sie redet nicht gut über Dich." Aha...
Und ganz nebenbei - eher ein Zufallsprodukt - kam heute morgen noch eine fette Lüge heraus, mit der mich meine Mutter nun zwei Jahre lang schikaniert hat.
Ich habe - seit ich denken kann - immer an meiner Wahrnehmung gezweifelt. Habe ich etwas geäußert, was meiner Wahrnehmung entspricht, war ich eingebildet, blöd, krank, verwirrt böse, neidisch, arrogant usw. Habe ich ganz sachlich meine Meinung gesagt, hagelte es entweder Schläge oder Sanktionen in Form von Essensentzug und Stubenarrest oder der Hund wurde verprügelt.
Es kamen auch Sprüche wie: "Du läufst so lahmarschig" und "Bauerntrampel" oder "Du hast einen Arsch wie ein Brauereipferd" oder "Du benimmst Dich wie eine läufige Hündin" - habe ich mich gewehrt, dann hieß es: "Das hast Du falsch verstanden, das bildest Du Dir ein."
Du hast Recht, Wölfin, wenn Du schreibst, dass es doch an mir liegt, was ich zulasse und was nicht. Das hat mir ungemein viel Kraft gegeben und meinen Blick geschärft. Ich habe auch das Gefühl, dass all diese Unruhen und diese Dramen, die sich in den vergangenen Jahren abgespielt haben, endlich aufhören, wenn meine Eltern aus meinem Leben verschwindet.
Eine Einsicht werde ich nie zu erwarten haben. Es hätte mir ja schon genügt, wenn ich mal gesagt bekommen hätte: "Das, was ich getan habe, war nicht korrekt. Du hast Recht, dass es nicht richtig ist."
Nun, Familie ist nicht automatisch Familie, nur weil man blutsverwandt ist. Im Grunde denke ich ja schon lange, dass dieses Verhältnis, das wir haben, nicht gesund ist. Ich habe aber alle Probleme immer nur auf mich bezogen. Irgendwie hat sich gestern mein Standpunkt angefangen zu verändern. Und zum ersten Mal fühlt sich das richtig an...
Danke!!!!
Liebe Wölfin.weißt Du Celestina,
Vielen herzlichen Dank für Deine herrlich konstruktiven Zeilen!! Du hast mir mit einem kleinen Satz ganz viel klar gemacht: Ich bin tatsächlich immer klein gehalten worden und so soll es bis heute weitergehen.
Fühle ich mich gut, dann heißt es: "Du bist arrogant". STelle ich etwas richtig, bin ich "streng, besserwisserisch und eingebildet". Achte ich auf meine Gesundheit, verplempere ich das Geld für "die teuersten Lebensmittel, die man sich nur denken kann."
usw. usw. es gibt unzählige Beispiele.
ich kann Dir ettliche Beispiele aufzählen in Denen meine Eltern und vorallem meine Mutter mich verletzt hat und Das aus meiner Sicht vollkommen bewusst in dem Moment, im Nachhinein weiß ich, dass sie es nicht besser kann und konnte.
In meinem Leben hat sich sehr viel verändert die letzten 1,5 Jahre und Vieles habe ich unter Anderem durch dieses Forum hier gegriffen, mich reflektiert und selbst wenn ich noch viele Rückschläge erleide, stehe ich mit beiden Beinen ( noch längst nicht fest ) aber fester auf dem Boden als je zuvor.
Mütter - Töchter...Eltern...Kinder....eine Beziehung die mich schon seit vielen Jahren prägt, beeinflusst und mich ausmacht und Dich scheinbar auch.
Hast Du Dich mal gefragt warum Deine Mutter Dir das sagt, Was sie sagt ?
Überlegt das sie vielleicht hilflos in der Welt herumstampelt, mit ihrer pubertierenden Tochter allein gelassen da stand und nicht mehr ein oder aus wusste ?
Du bist die Einzige gewesen der sie gegenüber Macht ausüben konnte und ich denke nicht das sie abgrundtief böse oder mutwillig Schaden anrichtet, es erinnert mich an die nun schon fast alte Frau die ich meine Mutter nenne.
Die unsicher in mein Auto steigt und dankbar dafür ist wenn ich sie zu meinem Vater ins Krankenhaus oder sonst wo hinfahre.
Die jetzt mich nach Rezepten fragt und gelernt hat "ich brauche Dich oder würdest Du bitte" zu sagen.....Stolz haben auch sie - diese Eltern und wie hilflos man sich fühlt und wie wenig Macht man hat gerade wenn man älter wird, werden wir wohl erst verstehen, wenn wir so alt sind wie sie und Du vielleicht wenn Deine Tochter mit Dir Probleme bekommt.
Ich will Deine Mutter nicht in Schutz nehmen, nein - aber bedenke bitte das sie auch einfach nur eine Frau ist, die wohl nicht wenig in ihrem Leben mitgemacht hat und vielleicht ist es jetzt auch ein Funken Neid und das Betteln nach Aufmerksamkeit wie Das eines kleinen Kindes, Dich in irgendeiner Form an sie zu binden.
Das sie die Knöpfe drückt die Du beschreibst, sollte Dir bewusst sein und wie gesagt seine Grenzen haben, denn sie muss lernen das sie nicht respektlos mit Dir umgehen kann ohne dafür eine Konsequenz zu erwarten.
Mich kennen meine "Pappenheimer "wie ich sie nenne auch, aber ich habe für mich gelernt, so wie Du es auch tun solltest, Grenzen zu setzen.
Wie bei Deinem Kind, so muss es auch bei Erwachsenen sein, egal bei wem, denn Du bist es wert und hast ein Recht auf Respekt und wenn man Dir diesen nicht entgegen bringt, bist Du dafür selbst verantwortlich und auch dafür den Leuten Diesen beizubringen in dem Du ihnen klare Ansagen machst und zwar so, dass sie Diese verstehen.
Entweder durch Dein Handeln-/nicht Handeln oder der Konsequenz des kompletten Kontaktentzugs.
Fakt ist einfach, dass meine Mutter genau weiß, wo die Knöpfe sind, die sie drücken muss, damit ich "funktioniere". Ich bin ein sehr korrekter Mensch und obendrein sehr familienorientiert. Ich wünsche mir eigentlich nichts sehnlicher, als in großer Runde friedlich an einem Tisch zu sitzen und miteinander zu essen. Und obendrein weiß sie, dass ich niemanden wirklich im Stich lassen würde. Das war schon immer so. Ich denke, dass ich sehr schöne Tugenden habe, die leider immer wieder missbraucht wurden. Ich denke sehr reflektiert über mich nach. Da mir selbst meine eigene Oma (Mutter meiner Mutter) vorenthalten wurde, weil sie laut meiner Mutter ein böser, raffgieriger Mensch war, habe ich mir vorgenommen, dass meine Tochter sich stets selbst ihre Meinung über andere Menschen bilden soll. Ich weiß, Wölfin, dass meine Mutter nun mal die Oma ist und ich würde niemals einen Keil zwischen meine Tochter und die Oma treiben. Seltsam ist aber, dass meine Tochter seit etwa zwei Monaten nicht mehr zu Oma will, obwohl ich gar nichts gesagt habe. Heute morgen sagte sie mir: "Ich will nicht zu Oma, weil sie mich nie in Ruhe lässt, wenn ich da bin. Und weil sie immer mit mir spielen will, obwohl ich das nicht will. Und sie redet nicht gut über Dich." Aha...nun, Deine Tochter ist nun auch Deine Tochter und selbst wenn du versuchst es zu unterdrücken spürt sie die Spannung und hat dadurch selbst kein positives Gefühl mehr zu ihrer Großmutter.
Wenn Dem so ist solltest Du sie bestärken aber ihrer Oma auch genau Das zu sagen und ihr zu erklären das es ihr freier Wille ist ob sie die Oma sehen möchte oder eben nicht, aber sie muss ihr Das dann auch selbst sagen wenn Dem nicht so ist, denn andernfalls wird sie sich hinter Dir verstecken und sie soll nun mal stärker werden als Du, nicht wahr ;) ( vielleicht tut Deiner Mum das auch mal nicht schlecht wenn ihr der Kindermund aus vollem Herzen sagt was sie nicht will, denn selbst wenn sie dann von Aufhetzen o.ä spricht wird sie spüren wie ehrlich ihre Enkelin es mit ihr meint ;) ).
Und ganz nebenbei - eher ein Zufallsprodukt - kam heute morgen noch eine fette Lüge heraus, mit der mich meine Mutter nun zwei Jahre lang schikaniert hat.dann solltest Du für Dich klären wie lange Du noch der Sklave sein willst.
Ich habe - seit ich denken kann - immer an meiner Wahrnehmung gezweifelt. Habe ich etwas geäußert, was meiner Wahrnehmung entspricht, war ich eingebildet, blöd, krank, verwirrt böse, neidisch, arrogant usw. Habe ich ganz sachlich meine Meinung gesagt, hagelte es entweder Schläge oder Sanktionen in Form von Essensentzug und Stubenarrest oder der Hund wurde verprügelt.oha, bisher hast Du nur davon geschrieben das sie Dich bis zu einem gewissen Grad unterdrückt, hier lese ich aber Misshandlung heraus !Das geht so überhaupt nicht !
Hast Du sie damit mal konfrontiert ?
Es kamen auch Sprüche wie: "Du läufst so lahmarschig" und "Bauerntrampel" oder "Du hast einen Arsch wie ein Brauereipferd" oder "Du benimmst Dich wie eine läufige Hündin" - habe ich mich gewehrt, dann hieß es: "Das hast Du falsch verstanden, das bildest Du Dir ein."daran sieht man das sie selbst nur hinter einer Maske versteckt lebt und sich daran hochzieht wie sie Dich im Griff halten kann.
Im Grunde ist sie ein armer Mensch, aber Das ist nicht Dein Problem !
Wenn Dein Kind auch nicht hin möchte, lasse es sie erklären, sage kurz dazu das Du den Kontakt für Dich auch nicht mehr brauchst, weil Du kein gutes Gefühl mehr für sie hast und Du das mit Deinem Alter wirklich nicht gebrauchen kannst und breche den Kontakt ab.
Allerdings wirst Du gutes Durchhaltevermögen, eine riesige Portion Courage und einen starken Partner brauchen der Dir Rückhalt gibt um Das was dann über Dich kursieren wird, durchzustehen.
Aber glaube mir, Menschen wie Deine Mutter schaufeln sich ihr eigenes Grab und ihre Freunde ( bzw. Bekannte denn Menschen wie sie sind nicht in der Lage ehrliche Freundschaften zu pflegen da sie nur auf sich sieht ) werde sich irgendwann von ihr abwenden weil sie merken wie sie im Grunde ist. Denn meinst Du sie ist nur bei Dir so ;) Niemals ! Bei Dir hat sie die Möglichkeit sich auszutoben und genießt Das !
Du hast Recht, Wölfin, wenn Du schreibst, dass es doch an mir liegt, was ich zulasse und was nicht. Das hat mir ungemein viel Kraft gegeben und meinen Blick geschärft. Ich habe auch das Gefühl, dass all diese Unruhen und diese Dramen, die sich in den vergangenen Jahren abgespielt haben, endlich aufhören, wenn meine Eltern aus meinem Leben verschwindet.dann hast Du für Dich doch bereits eine Entscheidung getroffen, jetzt steht aber das Handeln und Umsetzen an.
Eine Einsicht werde ich nie zu erwarten haben. Es hätte mir ja schon genügt, wenn ich mal gesagt bekommen hätte: "Das, was ich getan habe, war nicht korrekt. Du hast Recht, dass es nicht richtig ist."Nein, Das wirst Du nicht, weil Das eine gewisse Größe braucht.
Einen starken Charakter und eine Portion Demut.
Nicht jeder ist in der Lage "entschuldige" zu sagen, Mancher lernt es noch im hohen Alter weil er die Veranlagung in sich trägt, kann es "durch die Blume" sagen, ein Anderer ( so ist meine Mutter ) ruft dann plötzlich täglich an um zu fragen wie es mir geht und legt mir Geld in die Hände um zu helfen.
Es liegt an Dir ob Du verzeihen und vergessen willst und ihr noch eine Chance geben möchtest, oder ob Du sagst das Du einen Abschluss der radikalen Weise bevorzugst.
Ich für mich habe geklärt das ich für meine Eltern so gut ich kann da sein möchte ( auch wenn sie mir ab und zu dermassen zu Leide leben das ich sie an die Wand tackern möchte :tongue: ) weil ICH es will und es MIR wichtig ist und ich mehr Größe in mir trage als sie und seit ich mir Dessen bewusst bin trifft es mich nicht mehr so sehr wenn sie mal wieder Etwas vom Stapel lassen was mir weh tun könnte ( oder vormals getan hat ).
Klar fließen dann mal wieder Tränen, aber ich weiß mittlerweile auch "woher es kommt" und wie man bei Deiner Mutter sieht ist da auch mehr heiße Luft als echte Verachtung, nur würde ich mal zurück schießen wenn sie meint Dich beleidigen zu müssen.
Mir ist vor einigen Monaten der Kragen geplatzt und ich habe meine Mutter angeschrien wie noch nie in meinem Leben.
Sie meinte dann das ich Das doch nicht so mit ihr machen könne meine Antwort :" Du siehst DAS ich es kann und ich kann noch sehr viel mehr als Du ahnst und wenn Du das nochmal waagst hast Du mich gesehen und DAS ist keine Drohung, sondern ein Versprechen !"
Seither - ist Ruhe im Karton ;) bei mir ging es 34 Jahre und jetzt ist fertig :cool:
Nun, Familie ist nicht automatisch Familie, nur weil man blutsverwandt ist.mein Lieblingsspruch :" Freunde kann man sich aussuchen, Verwandte leider nicht !"
Im Grunde denke ich ja schon lange, dass dieses Verhältnis, das wir haben, nicht gesund ist. Ich habe aber alle Probleme immer nur auf mich bezogen. Irgendwie hat sich gestern mein Standpunkt angefangen zu verändern. Und zum ersten Mal fühlt sich das richtig an...wie gesagt, ich würde nichts über das Knie brechen und an Deiner Stelle "in mich gehen" und fragen ob ich es mit Dir auf Dauer und schlussendlich vereinbaren kann den Kontakt abzubrechen.Ich rede mit meiner eigenen Schwester seid rund 2,5 Jahren mehr kein Wort, ich gehe an ihr vorbei, weil sie es übertrieben hat und ich sage Dir ehrlich, es geht mir besser, selbst wenn ich weiß das ich meiner Mutter damit das Herz schwer mache. Es ist vielleicht auch bei Dir an der Zeit Dich selbst zu schützen :trost:
Danke!!!!gerne, auch wenn Du es Dir selbst sagen müsstest, denn ich bin hier gerade nur ein Spiegel und hätte Dir nicht antworten können, wenn Du nicht hier geschrieben hättest ;)
Hallöchen
Ich bin zwar noch keine 36gi, aber habe ein ähnliches Problem mit meiner Mutter. Im einen Moment ist sie total lieb und im nächsten wieder völlig biestig. Ausserdem erzählt sie im Dorf die schauerlichsten Geschichten über mich (ich sei undankbar, etc...du kennst das ja).
Mir hilft es, sie als irgendeine Person anzuschauen. Ich bin ich. Ich weiss was ich kann und nur das zählt. Und ich lasse mich von einer solchen Person weder fertig machen noch manipulieren. Ich habe gelernt viel zu reden ohne viel zu sagen. Ist sogar lustig jemandem nur uninteressante Sachen zu erzählen xD.
Bau dir eine Wand auf und lasse sie nicht zu dir durch. Lass dich nicht mundtod machen von ihr. Denn wenn du nicht mehr weisst was sagen, dann hat sie schon gewonnen. Wenn sie dich wieder mal arg beleidigt bring irgend ein Sprichwort (muss nicht passen). Zum Beispiel Morgenstund hat Gold im Mund... Macht gar keinen Sinn, aber genau DAS ist der Sinn. Sie wird nach dem Sinn suchen und deine Antwort auf ihre Beileidigung nicht verstehen. Sei selbstbewusst und verwirre sie. Wenn sie dich mal wieder beleidigt bedanke dich für die konstruktive Kritik und lächle. So nimmst du ihr den Wind aus den Segeln. Ich weiss nicht was dir am besten hilft, aber lass sie nicht an dich ran. Wenn du dich nicht mehr von ihr beleidigen lässt, hat sie keine Macht mehr. Keine Macht ist für sie nicht interessant. Sie hat dich dann nicht mehr in der Hand und es wird besser.
Hoffe dir hilft das weiter...ich weiss, dass es schlimm ist. Aber solange sie in meiner Gegenwart ist, habe ich meine Maske auf. Wenn sie weg ist, lass ich die dann jeweils fallen. Es ist nun wirklich besser geworden ;-). Sie will sicher nur das beste für dich, kann dies aber nicht ausdrücken...
Ich bin zwar noch keine 36gi, aber habe ein ähnliches Problem mit meiner Mutter. Im einen Moment ist sie total lieb und im nächsten wieder völlig biestig. Ausserdem erzählt sie im Dorf die schauerlichsten Geschichten über mich (ich sei undankbar, etc...du kennst das ja).
Mir hilft es, sie als irgendeine Person anzuschauen. Ich bin ich. Ich weiss was ich kann und nur das zählt. Und ich lasse mich von einer solchen Person weder fertig machen noch manipulieren. Ich habe gelernt viel zu reden ohne viel zu sagen. Ist sogar lustig jemandem nur uninteressante Sachen zu erzählen xD.
Bau dir eine Wand auf und lasse sie nicht zu dir durch. Lass dich nicht mundtod machen von ihr. Denn wenn du nicht mehr weisst was sagen, dann hat sie schon gewonnen. Wenn sie dich wieder mal arg beleidigt bring irgend ein Sprichwort (muss nicht passen). Zum Beispiel Morgenstund hat Gold im Mund... Macht gar keinen Sinn, aber genau DAS ist der Sinn. Sie wird nach dem Sinn suchen und deine Antwort auf ihre Beileidigung nicht verstehen. Sei selbstbewusst und verwirre sie. Wenn sie dich mal wieder beleidigt bedanke dich für die konstruktive Kritik und lächle. So nimmst du ihr den Wind aus den Segeln. Ich weiss nicht was dir am besten hilft, aber lass sie nicht an dich ran. Wenn du dich nicht mehr von ihr beleidigen lässt, hat sie keine Macht mehr. Keine Macht ist für sie nicht interessant. Sie hat dich dann nicht mehr in der Hand und es wird besser.
Hoffe dir hilft das weiter...ich weiss, dass es schlimm ist. Aber solange sie in meiner Gegenwart ist, habe ich meine Maske auf. Wenn sie weg ist, lass ich die dann jeweils fallen. Es ist nun wirklich besser geworden ;-). Sie will sicher nur das beste für dich, kann dies aber nicht ausdrücken...
Liebe Celestina
Deine Geschichte mit Deiner Mutter hört sich gar nicht gut an. Sie scheint Dich förmlich in ihrer Hand zu haben, Du bist wie Wachs in ihren Händen - im negativen Sinn.
Bedenke, um Macht ausüben zu können braucht es immer zwei dazu, einen der sie ausübt - und einen der sie an sich ausüben lässt. Sie kann Dir nur das antun, was Du auch zulässt. Ich weiss, es ist schwierig sich zu schützen, doch wenn Du in Dir selbst gefestigt bist und Du Dich selbst als ganz und vollwertig betrachtest, können Dich ihre Angriffe nicht mehr so verletzen, wie sie es bis anhin taten.
Ich erlebte einmal eine ähnliche Situation. Meine Mutter kam mit ihrer Schwiegrmutter gar nicht gut aus. Diese liess kein gutes Haar an ihr und meine Mutter fühlte sich immer etwas unterdrückt. Zu uns Enkelkindern besass sie nur bei den Jungen eine Beziehung, meine Schwester und ich waren wie nicht vorhanden. Wir durften z.B. nie in die Ferien zu ihr, meine Brüder verbrachten praktisch jedes Jahr wundervolle Skiferien. Als ich viel später einmal mit meinen Kindern und meinen Eltern bei ihr für ein paar Tage weilte, erlaubte sie sich Dinge mir gegenüber, unter denen aber auch meine Kinder leiden mussten. Dies machte mich so wütend, dass ich sie nur noch anschrie - vor meinen Eltern. Meine Mutter war völlig baff, später gestand sie mir, dass sie dies schon längst hätte tun sollen, sie sich dies aber nie getraut hätte. Von da weg hatte meine Grossmutter keine Macht mehr über mich.
Ich behaupte NICHT, dass Anschreien immer der beste Weg ist, doch demjenigen, der solche Macht ausübt, muss seine Grenzen klar aufgezeigt werden. Erdbeerli zeigt einen vielleicht für Dich gangbaren Weg auf. Nimm ihr den Wind aus den Segeln. Und so wie die einsame Wölfin schreibt (lieben Gruss an Dich):
Und noch etwas, stärke Dein Kind, dass es genug Selbstvertrauen besitzt, um sich gegen die Angriffe und Übergriffe zu wehren. Und vielleicht schreibst Du deinem Verlobten einen Brief, in dem Du all Deine Verletzungen, Anklagen und Übergriffe Deiner Mutter schilderst. Wenn Du es aufschreibst, kannst Du eher nüchtern bleiben und klarer erzählen, was Du alles erlebtest als wenn Du es ihm direkt sagst. Du brauchst so keine Verteidigungsposition einzunehmen, Deine Stimme wird sich nicht vor Wut und Trauer überschlagen und Du wirst nicht in ein heulendes Elend verwandelt, bevor Du ihm die ganze Geschicht erzählen konntest. Beim Lesen darfst Du ruhig dabei sein, um bei Fragen klärende Antworten geben zu können.
Ich hoffe, dass Du durch all unsere Anregungen genügend Mut und Zuversicht erhältst, um vertrauensvoller in die Zukunft blicken zu können.
Ich wünsche Dir viel Kraft dabei
Ditta
Deine Geschichte mit Deiner Mutter hört sich gar nicht gut an. Sie scheint Dich förmlich in ihrer Hand zu haben, Du bist wie Wachs in ihren Händen - im negativen Sinn.
Bedenke, um Macht ausüben zu können braucht es immer zwei dazu, einen der sie ausübt - und einen der sie an sich ausüben lässt. Sie kann Dir nur das antun, was Du auch zulässt. Ich weiss, es ist schwierig sich zu schützen, doch wenn Du in Dir selbst gefestigt bist und Du Dich selbst als ganz und vollwertig betrachtest, können Dich ihre Angriffe nicht mehr so verletzen, wie sie es bis anhin taten.
Ich erlebte einmal eine ähnliche Situation. Meine Mutter kam mit ihrer Schwiegrmutter gar nicht gut aus. Diese liess kein gutes Haar an ihr und meine Mutter fühlte sich immer etwas unterdrückt. Zu uns Enkelkindern besass sie nur bei den Jungen eine Beziehung, meine Schwester und ich waren wie nicht vorhanden. Wir durften z.B. nie in die Ferien zu ihr, meine Brüder verbrachten praktisch jedes Jahr wundervolle Skiferien. Als ich viel später einmal mit meinen Kindern und meinen Eltern bei ihr für ein paar Tage weilte, erlaubte sie sich Dinge mir gegenüber, unter denen aber auch meine Kinder leiden mussten. Dies machte mich so wütend, dass ich sie nur noch anschrie - vor meinen Eltern. Meine Mutter war völlig baff, später gestand sie mir, dass sie dies schon längst hätte tun sollen, sie sich dies aber nie getraut hätte. Von da weg hatte meine Grossmutter keine Macht mehr über mich.
Ich behaupte NICHT, dass Anschreien immer der beste Weg ist, doch demjenigen, der solche Macht ausübt, muss seine Grenzen klar aufgezeigt werden. Erdbeerli zeigt einen vielleicht für Dich gangbaren Weg auf. Nimm ihr den Wind aus den Segeln. Und so wie die einsame Wölfin schreibt (lieben Gruss an Dich):
.....bedenke bitte das sie auch einfach nur eine Frau ist, die wohl nicht wenig in ihrem Leben mitgemacht hat und vielleicht ist es jetzt auch ein Funken Neid und das Betteln nach Aufmerksamkeit wie Das eines kleinen Kindes, Dich in irgendeiner Form an sie zu binden.Du weisst sicher nicht genau, was sie in ihrem Leben alles durchmachen musste. Vielleicht litt sie selbst auch unter jemandem, der so viel Macht auf sie ausübte und sie sich dort so völlig hilflos empfand, wie jetzt Du manchmal. Aus Opfern werden oftmmals später Täter.
Und noch etwas, stärke Dein Kind, dass es genug Selbstvertrauen besitzt, um sich gegen die Angriffe und Übergriffe zu wehren. Und vielleicht schreibst Du deinem Verlobten einen Brief, in dem Du all Deine Verletzungen, Anklagen und Übergriffe Deiner Mutter schilderst. Wenn Du es aufschreibst, kannst Du eher nüchtern bleiben und klarer erzählen, was Du alles erlebtest als wenn Du es ihm direkt sagst. Du brauchst so keine Verteidigungsposition einzunehmen, Deine Stimme wird sich nicht vor Wut und Trauer überschlagen und Du wirst nicht in ein heulendes Elend verwandelt, bevor Du ihm die ganze Geschicht erzählen konntest. Beim Lesen darfst Du ruhig dabei sein, um bei Fragen klärende Antworten geben zu können.
Ich hoffe, dass Du durch all unsere Anregungen genügend Mut und Zuversicht erhältst, um vertrauensvoller in die Zukunft blicken zu können.
Ich wünsche Dir viel Kraft dabei
Ditta
Hallo, Ihr Lieben.
Ich habe all Eure Beiträge mit großem Interesse gelesen und danke für die vielen, vielen Anregungen.
Wie ich ja schon geschrieben habe, ist dieses Jahr ein Jahr der Erkenntnis, in ganz vielen Dingen, und ich habe schon sehr vieles zum Positiven für mich verändert.
In Euren Antworten wurde bemerkt, dass ich Verständnis für meine Mutter haben soll, weil ich nicht weiß, was sie vielleicht durchgemacht hat. Ich habe das in der Vergangenheit längst mit ihr erörtert. Sie behauptet, dass ihre Mutter/meine Oma ganz hart zu ihr gewesen sein soll und sie ständig kritisiert hat. Ich selbst habe meine Oma als sehr liebevolle, warmherzige Frau erlebt, auch im Umgang mit meiner Mutter. Ich hatte zu meiner Oma ein sehr gutes, vertrautes Verhältnis - habe auch eine Zeit lang bei ihr gewohnt. Allerdings war das erst später, so mit 18, 19, weil mir meine Mutter als Kind den Umgang mit meiner Oma verboten hat (weil sie ja angeblich so schlecht war). Deshalb vertrete ich heute die Meinung, dass meine Tochter jederzeit selbst entscheiden soll, wen sie wann sehen will. Seltsamerweise ist seit zwei Monaten in der Beziehung meiner Tochter zu meiner Mutter ein dicker Wurm drin. Meine Tochter weigert sich konstant, zu Oma zu gehen, sie will nicht mal mit ihr telefonieren. Dabei gab es zu dem Zeitpunkt keine Auseinandersetzungen; der Kontakt war regelmäßig.
Meine Tochter sagt, dass die Oma sie nie in Ruhe lasse, wenn sie das will. Sie würde sich immer in ihr Spiel einmischen und blöde Witze machen. Und obwohl sie sagt, dass sie keine Küsse haben will, würde die Oma sie trotzdem küssen.
Eine permanente Grenzüberschreitung - so kenne ich das selbst.
Wölfin, Du wolltest wissen, wie meine Mutter reagiert, wenn ich sie auf die Misshandlungen anspreche, die stattgefunden haben. Du musst wissen, dass ich ein Mensch bin, der Altes ruhen lassen kann. Ich habe durch die Handgreiflichkeiten, die ich erlebte, einen bleibenden Nierenschaden erlitten. Ich habe mich damit arrangiert, lasse den Schaden jährlich checken und mache da keinen Aufstand draus. Meine Mutter weiß das. Ihre Einstellung: "Ich habe definitiv keine Lust mehr, für dieses Zeug allein verantwortlich zu sein, nur weil mein Mann tot ist."
Verständnis? Gleich null. Eine Entschuldigung? "Nie im Leben"
Meine Mutter ist der Meinung, dass man einfach immer grad so weitermachen kann, als sei nichts gewesen. Das habe ich probiert, hab das Alte weggelegt und zahlreiche neue Chancen geboten, neu anzufangen. Aber immer und immer wieder haut sie mich in die Pfanne. Setze ich klare, deutliche Grenzen, heult sie sich überall aus, wie schlimm und streng ich sei - in meiner Gegenwart traue sie sich nicht mal zu atmen vor lauter Angst. Ich sei eine Gouvernante, eine harte, böse Frau usw. usw. Im Übrigen schickt sie alle Leute in den Wind, die ihr Verhalten ein wenig kritisch betrachten. Sie kommuniziert nur noch mit Leuten, die auf ihrem "Level" unterwegs sind: Private Ufo-Forscher, Engel-Dolmetscher. Sie selbst ist nebenbei Lebensberaterin bei so einer spirituellen Tarotkarten-Hotline und hat sich einem Kreis von Menschen angeschlossen, die glauben, dass 2012 die Welt untergeht ("Zeitenwende") und sie hat sich extra dafür ein Notstromaggregat gekauft. Sie nimmt an jeder Unterschriftenaktion teil, auch wenn es um Tiertransporte geht, rennt aber gleichzeitig in den Supermarkt und kauft sich die eingesiegelte Billig-Wurst. Ihre Wohnung ist brechend voll mit Deko; man wird erschlagen von Engeln, Kunstblumensträußen und Jesusbildern, macht man aber den Lebensmittelschrank auf, kriechen einem die Maden und Motten entgegen.
Ich lebe, seit ich denken kann, in einer permanenten Schizophrenie: Außen hui, innen pfui. Sie schaut sich im Spiegel bewundernd an und schwärmt, dass ihr Frauenarzt sagt, sie hätte eine Figur wie ein Elfe - dabei hat sie definitiv Übergewicht. Und wenn ich das sage, bin ich neidisch, bösartig, giftig usw.
Ich habe Jahrzehnte lang versucht, einen gangbaren Mittelweg zu finden. Ganz so leicht formbares Wachs bin ich nicht, liebe Ditta. Aber ich gebe zu, dass ich bis vor wenigen Tagen der Meinung war, dass man versuchen sollte, mit seinen Eltern gut auszukommen. Mein Vater ist tot, hat mir Schulden in Höhe von 250 000 Euro hinterlassen, die ich mit einer Erbverzichtserklärung abwenden konnte. Meine Mutter hat von meiner Oma ein kleines Vermögen geerbt, das aber nicht reichen würde, ein Haus komplett zu bezahlen. Sie würde sich also mit 62 für ein Haus verschulden wollen. Da sie mich im Februar 2010 enterbt hat (weil ich verkündet habe, dass ich niemals mehr mit ihr in Haus ziehen will), hat sie meine Tochter (6) als Vollerbin eingesetzt. Es soll sich jetzt also wieder ein Drama wiederholen: Wenn meine Mutter stirbt, erbt meine Tochter ein schrottreifes Haus (ich kenne das Haus, das sie hier im Ort kaufen will) mit einem Berg Schulden.
Es reicht jetzt einfach. Ich will diesen wahnsinnigen Kreislauf endlich durchbrechen. Wir haben ein massives Kommunikationsproblem: Nur das, was sie sagt, ist richtig. Alles, was ich sage, ist böse, gemein, vernichtend. Grenzen akzeptiert sie nicht. Einsicht ist niemals in Sicht.
Beispiel: 2004 wurde meine Tochter geboren. Meine Mutter besuchte uns eine Woche nach der Geburt. Nach einer Woche können Babys nun mal nicht wirklich richtig sehen. Meine Tochter wachte auf meinem Arm auf und blickte, winzig klein, in die Welt, in Richtung meiner Mutter, und schielte dabei wohl. Der Kommentar meiner Mutter zu meinem Baby: "Was schaust Du mich denn so blöd an?" Ich habe sie daraufhin rausgeworfen, weil mich das so verletzt hat. Was hat sie draußen rumerzählt? Ich würde ihr das Kind vorenthalten, dabei hätte sie gaaaar niemanden mehr, weil ja sogar ihr Mann tot sei usw. Sie weigert sich strikt, sich einfach zu entschuldigen und zu sagen: "Das war blöd von mir, es ist mir rausgerutscht. Ich bitte um Entschuldigung." Ich wäre die Letzte, die die Tür vor der Nase zuschlägt, denn ich kann verzeihen.
Ich habe in unzähligen Gesprächen versucht, eine vernünftige Basis zu schaffen, erklärte meine Position und meine Einstellung zum Leben und zum MIteinander mit mir und meiner Tochter. Ich habe gewisse Tugenden und Prinzipien und Regeln, die in meinem Haushalt gelten. Ich lege auf Sauberkeit und Ordnung wert. Was bin ich? Putzsüchtig, gestört, langweilig und weil ich gerne und gut koche, bin ich obendrein eine Angeberin, weil ich ständig zeigen muss, was ich alles kann.
Ich sage Euch ehrlich: Ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich sage: "Sorry, es passt einfach nicht". Ich habe zig Jahre versucht, einen Mittelweg zu finden. Ich habe verschiedene Techniken angewandt, um Grenzen zu ziehen: Ich habe sie ausgelacht, ich habe versucht, zu diskutieren, ich habe vermittelt, ich habe sie ignoiert, auch mal angebrüllt, ich habe ich zurückgezogen, ihr eine Hand gereicht, ich habe ihr oft geholfen, sie aber auch mal bewusst im Stich gelassen, ich habe ihre Geschenke abgelehnt - dann funktioniert das alles immer 1, 2 Wochen - und dann kommt wieder ein Knaller von ihr.
Eigentlich habe ich das nicht mehr nötig. Und irgendwann haben auch wir erwachsenen Kinder das Recht, in Ruhe zu leben.
Ich habe ihr gestern eine knappe Mail geschrieben, in der ich ihr mitgeteilt habe, dass sie hier im Ort, in dem wir wohnen, nicht erwünscht ist und dass wir ihr nicht helfen werden, sich zu etablieren. Ich habe geschrieben, dass die Beziehung zwischen ihr und mir definitiv nicht gesund ist, ich stets daran Interesse hatte, eine normale, harmonische Familienbeziehung mit ihr zu führen, ich aber nach dem jüngsten Vorfall, bei dem sie mich wieder belogen hat, keine Basis mehr für ein Miteinander sehe. Ich habe geschrieben, dass ich alle Hebel in Bewegung setzen werde, dass meine Tochter nicht das gleiche Schuldenerb-Drama erlebt wie ich, weil ich denke, dass ich genug Demütigungen und Schmach von meinen Eltern eingesteckt habe und dass ich dieses Drama hiermit beende, zumal sie noch im Februar per Mail überall verbreitet hat, dass ich ja kriminell und geldgierig sei - mit so einer Person wie mir könne sie doch unmöglich in einem Ort leben.
"Leb' wohl" war der Satz, den ich zum Abschluss verwendete.
Und was soll ich sagen - ich fühle eine unbeschreibliche Ruhe in mir. Ich habe heute Nacht geschlafen wie ein Stein. Und: Seit Jahren plagen mich seltsame Genickschmerzen, täglich, die mir permanente Kopfschmerzen bereitet haben. Seit gestern abend, 20 Uhr, sind sie verschwunden! Ich habe die Mail an meine Mutter meinem Verlobten weitergeleitet - es hat ihn sehr bewegt, welch radikalen, sachlichen Schnitt ich gezogen habe. Und unsere Beziehung hat seit gestern noch mehr Tiefe bekommen und ein Stück weit auch Ruhe.
Ich fühle mich, als komme ich gerade wie auf eine Art Gleis, auf dem ich sicher und gut fahren kann. Ich habe das noch nie erlebt.
Ich bin glücklich! Und ich ahne, dass all meine Tiefs, meine ständigen Sorgen und mein permanentes Kämpfen an vorderster Front endlich ein Ende haben werden.
Gestern abend war meine künftige Schwiegermutter da; sie hat auf meine Tochter aufgepasst, weil ich kurz dienstlich weg musste. Als ich zurück kam, saßen wir noch zusammen auf dem Sofa, haben geplaudert, und als sie aufstand, um zu gehen, nahm sie mich einfach so in den Arm. Das hat sie noch nie gemacht... Ich habe meinem Verlobten später davon erzählt und er sagte: "Das macht sie, weil sie spürt, dass Du ein guter Mensch bist. Andere Leute merken das eben nicht."
Ich bin glücklich! Und wieder ein Stück gewachsen...
Liebe Grüße!!!
Ich habe all Eure Beiträge mit großem Interesse gelesen und danke für die vielen, vielen Anregungen.
Wie ich ja schon geschrieben habe, ist dieses Jahr ein Jahr der Erkenntnis, in ganz vielen Dingen, und ich habe schon sehr vieles zum Positiven für mich verändert.
In Euren Antworten wurde bemerkt, dass ich Verständnis für meine Mutter haben soll, weil ich nicht weiß, was sie vielleicht durchgemacht hat. Ich habe das in der Vergangenheit längst mit ihr erörtert. Sie behauptet, dass ihre Mutter/meine Oma ganz hart zu ihr gewesen sein soll und sie ständig kritisiert hat. Ich selbst habe meine Oma als sehr liebevolle, warmherzige Frau erlebt, auch im Umgang mit meiner Mutter. Ich hatte zu meiner Oma ein sehr gutes, vertrautes Verhältnis - habe auch eine Zeit lang bei ihr gewohnt. Allerdings war das erst später, so mit 18, 19, weil mir meine Mutter als Kind den Umgang mit meiner Oma verboten hat (weil sie ja angeblich so schlecht war). Deshalb vertrete ich heute die Meinung, dass meine Tochter jederzeit selbst entscheiden soll, wen sie wann sehen will. Seltsamerweise ist seit zwei Monaten in der Beziehung meiner Tochter zu meiner Mutter ein dicker Wurm drin. Meine Tochter weigert sich konstant, zu Oma zu gehen, sie will nicht mal mit ihr telefonieren. Dabei gab es zu dem Zeitpunkt keine Auseinandersetzungen; der Kontakt war regelmäßig.
Meine Tochter sagt, dass die Oma sie nie in Ruhe lasse, wenn sie das will. Sie würde sich immer in ihr Spiel einmischen und blöde Witze machen. Und obwohl sie sagt, dass sie keine Küsse haben will, würde die Oma sie trotzdem küssen.
Eine permanente Grenzüberschreitung - so kenne ich das selbst.
Wölfin, Du wolltest wissen, wie meine Mutter reagiert, wenn ich sie auf die Misshandlungen anspreche, die stattgefunden haben. Du musst wissen, dass ich ein Mensch bin, der Altes ruhen lassen kann. Ich habe durch die Handgreiflichkeiten, die ich erlebte, einen bleibenden Nierenschaden erlitten. Ich habe mich damit arrangiert, lasse den Schaden jährlich checken und mache da keinen Aufstand draus. Meine Mutter weiß das. Ihre Einstellung: "Ich habe definitiv keine Lust mehr, für dieses Zeug allein verantwortlich zu sein, nur weil mein Mann tot ist."
Verständnis? Gleich null. Eine Entschuldigung? "Nie im Leben"
Meine Mutter ist der Meinung, dass man einfach immer grad so weitermachen kann, als sei nichts gewesen. Das habe ich probiert, hab das Alte weggelegt und zahlreiche neue Chancen geboten, neu anzufangen. Aber immer und immer wieder haut sie mich in die Pfanne. Setze ich klare, deutliche Grenzen, heult sie sich überall aus, wie schlimm und streng ich sei - in meiner Gegenwart traue sie sich nicht mal zu atmen vor lauter Angst. Ich sei eine Gouvernante, eine harte, böse Frau usw. usw. Im Übrigen schickt sie alle Leute in den Wind, die ihr Verhalten ein wenig kritisch betrachten. Sie kommuniziert nur noch mit Leuten, die auf ihrem "Level" unterwegs sind: Private Ufo-Forscher, Engel-Dolmetscher. Sie selbst ist nebenbei Lebensberaterin bei so einer spirituellen Tarotkarten-Hotline und hat sich einem Kreis von Menschen angeschlossen, die glauben, dass 2012 die Welt untergeht ("Zeitenwende") und sie hat sich extra dafür ein Notstromaggregat gekauft. Sie nimmt an jeder Unterschriftenaktion teil, auch wenn es um Tiertransporte geht, rennt aber gleichzeitig in den Supermarkt und kauft sich die eingesiegelte Billig-Wurst. Ihre Wohnung ist brechend voll mit Deko; man wird erschlagen von Engeln, Kunstblumensträußen und Jesusbildern, macht man aber den Lebensmittelschrank auf, kriechen einem die Maden und Motten entgegen.
Ich lebe, seit ich denken kann, in einer permanenten Schizophrenie: Außen hui, innen pfui. Sie schaut sich im Spiegel bewundernd an und schwärmt, dass ihr Frauenarzt sagt, sie hätte eine Figur wie ein Elfe - dabei hat sie definitiv Übergewicht. Und wenn ich das sage, bin ich neidisch, bösartig, giftig usw.
Ich habe Jahrzehnte lang versucht, einen gangbaren Mittelweg zu finden. Ganz so leicht formbares Wachs bin ich nicht, liebe Ditta. Aber ich gebe zu, dass ich bis vor wenigen Tagen der Meinung war, dass man versuchen sollte, mit seinen Eltern gut auszukommen. Mein Vater ist tot, hat mir Schulden in Höhe von 250 000 Euro hinterlassen, die ich mit einer Erbverzichtserklärung abwenden konnte. Meine Mutter hat von meiner Oma ein kleines Vermögen geerbt, das aber nicht reichen würde, ein Haus komplett zu bezahlen. Sie würde sich also mit 62 für ein Haus verschulden wollen. Da sie mich im Februar 2010 enterbt hat (weil ich verkündet habe, dass ich niemals mehr mit ihr in Haus ziehen will), hat sie meine Tochter (6) als Vollerbin eingesetzt. Es soll sich jetzt also wieder ein Drama wiederholen: Wenn meine Mutter stirbt, erbt meine Tochter ein schrottreifes Haus (ich kenne das Haus, das sie hier im Ort kaufen will) mit einem Berg Schulden.
Es reicht jetzt einfach. Ich will diesen wahnsinnigen Kreislauf endlich durchbrechen. Wir haben ein massives Kommunikationsproblem: Nur das, was sie sagt, ist richtig. Alles, was ich sage, ist böse, gemein, vernichtend. Grenzen akzeptiert sie nicht. Einsicht ist niemals in Sicht.
Beispiel: 2004 wurde meine Tochter geboren. Meine Mutter besuchte uns eine Woche nach der Geburt. Nach einer Woche können Babys nun mal nicht wirklich richtig sehen. Meine Tochter wachte auf meinem Arm auf und blickte, winzig klein, in die Welt, in Richtung meiner Mutter, und schielte dabei wohl. Der Kommentar meiner Mutter zu meinem Baby: "Was schaust Du mich denn so blöd an?" Ich habe sie daraufhin rausgeworfen, weil mich das so verletzt hat. Was hat sie draußen rumerzählt? Ich würde ihr das Kind vorenthalten, dabei hätte sie gaaaar niemanden mehr, weil ja sogar ihr Mann tot sei usw. Sie weigert sich strikt, sich einfach zu entschuldigen und zu sagen: "Das war blöd von mir, es ist mir rausgerutscht. Ich bitte um Entschuldigung." Ich wäre die Letzte, die die Tür vor der Nase zuschlägt, denn ich kann verzeihen.
Ich habe in unzähligen Gesprächen versucht, eine vernünftige Basis zu schaffen, erklärte meine Position und meine Einstellung zum Leben und zum MIteinander mit mir und meiner Tochter. Ich habe gewisse Tugenden und Prinzipien und Regeln, die in meinem Haushalt gelten. Ich lege auf Sauberkeit und Ordnung wert. Was bin ich? Putzsüchtig, gestört, langweilig und weil ich gerne und gut koche, bin ich obendrein eine Angeberin, weil ich ständig zeigen muss, was ich alles kann.
Ich sage Euch ehrlich: Ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich sage: "Sorry, es passt einfach nicht". Ich habe zig Jahre versucht, einen Mittelweg zu finden. Ich habe verschiedene Techniken angewandt, um Grenzen zu ziehen: Ich habe sie ausgelacht, ich habe versucht, zu diskutieren, ich habe vermittelt, ich habe sie ignoiert, auch mal angebrüllt, ich habe ich zurückgezogen, ihr eine Hand gereicht, ich habe ihr oft geholfen, sie aber auch mal bewusst im Stich gelassen, ich habe ihre Geschenke abgelehnt - dann funktioniert das alles immer 1, 2 Wochen - und dann kommt wieder ein Knaller von ihr.
Eigentlich habe ich das nicht mehr nötig. Und irgendwann haben auch wir erwachsenen Kinder das Recht, in Ruhe zu leben.
Ich habe ihr gestern eine knappe Mail geschrieben, in der ich ihr mitgeteilt habe, dass sie hier im Ort, in dem wir wohnen, nicht erwünscht ist und dass wir ihr nicht helfen werden, sich zu etablieren. Ich habe geschrieben, dass die Beziehung zwischen ihr und mir definitiv nicht gesund ist, ich stets daran Interesse hatte, eine normale, harmonische Familienbeziehung mit ihr zu führen, ich aber nach dem jüngsten Vorfall, bei dem sie mich wieder belogen hat, keine Basis mehr für ein Miteinander sehe. Ich habe geschrieben, dass ich alle Hebel in Bewegung setzen werde, dass meine Tochter nicht das gleiche Schuldenerb-Drama erlebt wie ich, weil ich denke, dass ich genug Demütigungen und Schmach von meinen Eltern eingesteckt habe und dass ich dieses Drama hiermit beende, zumal sie noch im Februar per Mail überall verbreitet hat, dass ich ja kriminell und geldgierig sei - mit so einer Person wie mir könne sie doch unmöglich in einem Ort leben.
"Leb' wohl" war der Satz, den ich zum Abschluss verwendete.
Und was soll ich sagen - ich fühle eine unbeschreibliche Ruhe in mir. Ich habe heute Nacht geschlafen wie ein Stein. Und: Seit Jahren plagen mich seltsame Genickschmerzen, täglich, die mir permanente Kopfschmerzen bereitet haben. Seit gestern abend, 20 Uhr, sind sie verschwunden! Ich habe die Mail an meine Mutter meinem Verlobten weitergeleitet - es hat ihn sehr bewegt, welch radikalen, sachlichen Schnitt ich gezogen habe. Und unsere Beziehung hat seit gestern noch mehr Tiefe bekommen und ein Stück weit auch Ruhe.
Ich fühle mich, als komme ich gerade wie auf eine Art Gleis, auf dem ich sicher und gut fahren kann. Ich habe das noch nie erlebt.
Ich bin glücklich! Und ich ahne, dass all meine Tiefs, meine ständigen Sorgen und mein permanentes Kämpfen an vorderster Front endlich ein Ende haben werden.
Gestern abend war meine künftige Schwiegermutter da; sie hat auf meine Tochter aufgepasst, weil ich kurz dienstlich weg musste. Als ich zurück kam, saßen wir noch zusammen auf dem Sofa, haben geplaudert, und als sie aufstand, um zu gehen, nahm sie mich einfach so in den Arm. Das hat sie noch nie gemacht... Ich habe meinem Verlobten später davon erzählt und er sagte: "Das macht sie, weil sie spürt, dass Du ein guter Mensch bist. Andere Leute merken das eben nicht."
Ich bin glücklich! Und wieder ein Stück gewachsen...
Liebe Grüße!!!
Hey Celestina
Du machst das gut. Setze dich durch und vor allem schütze dich vor ihr. So wie ich das sehe, hat deine Mutter ein psychisches Problem und ein riesen Problem mit sich selber. Das musst du akzeptieren, aber sie kann sich da nur selber helfen. Du hilfst ihr nämlich nicht, indem du sie immer alles machen und tun lässt. Setze die Grenzen und ziehe sie durch. Das mit der Mail finde ich super. Es geht manchmal nicht darum, was nach aussen richtig oder falsch ist, sondern was für dich stimmt. Manchmal muss man einfach egoistisch sein und sich selber an die oberste Stelle setzen. Respektiere sie, aber stelle dich nicht hinten an. Du darfst gewisse Umgangsformen verlangen.
Seit dem ich akzeptiert habe, dass meine Mutter ein Problem mit sich selber hat und nicht mit mir, geht es ganz gut. Ich bin für sie da, wenn sie mich braucht, aber agressive Telefone beende ich kurz und knapp, gehässige Mails beantworte ich gar nicht (auch wenn es mich manchmal wirklich reizen würde allen Frust zurückzurschreiben, aber bringt einfach nichts...gibt ihr nur wieder Plattform und Stoff zum über mich herziehen). So nach dem Motto: Ich kann auch ohne meine Mutter. Sie scheint es akzeptiert zu haben. Sie hat mich letzte Woche kurzfristig bei der Arbeit abgeholt und zum Mittagessen eingeladen (wohlverstanden, nachdem sie mir vor 3 Monaten ein schreckliches Mail geschrieben hat und wir seit da keinen Kontakt hatten).
Menschen kann man nicht ändern. Nur lernen mit ihnen richtig umzugehen ;-).
Ah nochwas...lass die Leute reden. Die Lästermäuler kennen dich ja nicht, denn deine Freunde halten zu dir. Alle anderen sind unwichtig und wenn du ihnen eine interessantere Kaffeepause geben kannst hast du sogar noch gutes getan xD.
Du machst das gut. Setze dich durch und vor allem schütze dich vor ihr. So wie ich das sehe, hat deine Mutter ein psychisches Problem und ein riesen Problem mit sich selber. Das musst du akzeptieren, aber sie kann sich da nur selber helfen. Du hilfst ihr nämlich nicht, indem du sie immer alles machen und tun lässt. Setze die Grenzen und ziehe sie durch. Das mit der Mail finde ich super. Es geht manchmal nicht darum, was nach aussen richtig oder falsch ist, sondern was für dich stimmt. Manchmal muss man einfach egoistisch sein und sich selber an die oberste Stelle setzen. Respektiere sie, aber stelle dich nicht hinten an. Du darfst gewisse Umgangsformen verlangen.
Seit dem ich akzeptiert habe, dass meine Mutter ein Problem mit sich selber hat und nicht mit mir, geht es ganz gut. Ich bin für sie da, wenn sie mich braucht, aber agressive Telefone beende ich kurz und knapp, gehässige Mails beantworte ich gar nicht (auch wenn es mich manchmal wirklich reizen würde allen Frust zurückzurschreiben, aber bringt einfach nichts...gibt ihr nur wieder Plattform und Stoff zum über mich herziehen). So nach dem Motto: Ich kann auch ohne meine Mutter. Sie scheint es akzeptiert zu haben. Sie hat mich letzte Woche kurzfristig bei der Arbeit abgeholt und zum Mittagessen eingeladen (wohlverstanden, nachdem sie mir vor 3 Monaten ein schreckliches Mail geschrieben hat und wir seit da keinen Kontakt hatten).
Menschen kann man nicht ändern. Nur lernen mit ihnen richtig umzugehen ;-).
Ah nochwas...lass die Leute reden. Die Lästermäuler kennen dich ja nicht, denn deine Freunde halten zu dir. Alle anderen sind unwichtig und wenn du ihnen eine interessantere Kaffeepause geben kannst hast du sogar noch gutes getan xD.
Hey Erdbeerli,
wow - für Deine 19 Lenze gibst Du großartige Ratschläge! Ich wäre froh gewesen, wenn ich mit 19 schon so weit gewesen wäre wie Du...das hätte mir viel Elend erspart.
Irgendwie fühle ich mich seit gestern größer und stabiler. All die Jahre zuvor bewegte ich mich in einem ständigen Auf und Ab. Ich hatte sogar die Vermutung, depressiv zu sein, ließ mich untersuchen - aber der Arzt winkte ab. "Stress", meinte er.
Das Seltsame war, dass ich immer Beziehungen hatte, die mir nicht gut taten und stets nach dem gleichen Schema funktionierten: Man versuchte, mich klein zu halten. Begehrte ich auf, war ich "schwierig", "kompliziert", "unnahbar" sogar "kalt". Dabei bin ich genau das Gegenteil...mein Verlobter akzeptiert und respektiert mich, so wie ich bin und wir leben in einer lebhaften, liebevollen und konstruktiven Beziehung miteinander. Ich bin richtig aufgeblüht...Und seit ich jetzt erlebe, wie schon es ist, einfach ganz normal und liebevoll behandelt zu werden, fällt mir erst mal auf, wie armselig all das war, was ich vorher erlebte.
Ich habe endlich einen neuen Blickwinkel...
Erdbeerli, Du hast mir was Wichtiges mitgeteilt: Die Probleme, die meine Mutter offensichtlich hat (ich kenne sie ja nicht anders, deshalb zweifelte ich ihr Verhalten nur bedingt an), haben nichts mit mir zu tun. Im Gegenteil: Sie spiegelt ihre eigenen Defizite auf mich. WEil sie sieht, wie ich lebe (glücklich, ordentlich, gesund essend usw), werden ihr ihre eigenen "Defizite" unbewusst bewusst. Und was macht sie? Sie kehrt alles, was ich tue, ins Negative, um selbst gut dazustehen. Wenn man mal die Regeln dieses "Spiels" verstanden hat, ist es gar nicht schwer, als Gewinner daraus herauszugehen. Ich lerne gerade, damit umzugehen, dass das, was meine Mutter macht, nicht "normal" ist. Und schon stehe ich auf einer anderen, sicheren Position... wow!!!
Glückliche Grüße!
PS: Meine Mutter hat bis dato nicht auf meine Mail reagiert. Sicher hat sie sie ausgedruckt und liest sie ihren Kollegen unter Tränen vor :-)
wow - für Deine 19 Lenze gibst Du großartige Ratschläge! Ich wäre froh gewesen, wenn ich mit 19 schon so weit gewesen wäre wie Du...das hätte mir viel Elend erspart.
Irgendwie fühle ich mich seit gestern größer und stabiler. All die Jahre zuvor bewegte ich mich in einem ständigen Auf und Ab. Ich hatte sogar die Vermutung, depressiv zu sein, ließ mich untersuchen - aber der Arzt winkte ab. "Stress", meinte er.
Das Seltsame war, dass ich immer Beziehungen hatte, die mir nicht gut taten und stets nach dem gleichen Schema funktionierten: Man versuchte, mich klein zu halten. Begehrte ich auf, war ich "schwierig", "kompliziert", "unnahbar" sogar "kalt". Dabei bin ich genau das Gegenteil...mein Verlobter akzeptiert und respektiert mich, so wie ich bin und wir leben in einer lebhaften, liebevollen und konstruktiven Beziehung miteinander. Ich bin richtig aufgeblüht...Und seit ich jetzt erlebe, wie schon es ist, einfach ganz normal und liebevoll behandelt zu werden, fällt mir erst mal auf, wie armselig all das war, was ich vorher erlebte.
Ich habe endlich einen neuen Blickwinkel...
Erdbeerli, Du hast mir was Wichtiges mitgeteilt: Die Probleme, die meine Mutter offensichtlich hat (ich kenne sie ja nicht anders, deshalb zweifelte ich ihr Verhalten nur bedingt an), haben nichts mit mir zu tun. Im Gegenteil: Sie spiegelt ihre eigenen Defizite auf mich. WEil sie sieht, wie ich lebe (glücklich, ordentlich, gesund essend usw), werden ihr ihre eigenen "Defizite" unbewusst bewusst. Und was macht sie? Sie kehrt alles, was ich tue, ins Negative, um selbst gut dazustehen. Wenn man mal die Regeln dieses "Spiels" verstanden hat, ist es gar nicht schwer, als Gewinner daraus herauszugehen. Ich lerne gerade, damit umzugehen, dass das, was meine Mutter macht, nicht "normal" ist. Und schon stehe ich auf einer anderen, sicheren Position... wow!!!
Glückliche Grüße!
PS: Meine Mutter hat bis dato nicht auf meine Mail reagiert. Sicher hat sie sie ausgedruckt und liest sie ihren Kollegen unter Tränen vor :-)
Ja weisst du auch bei mir gibt es eine lange Vorgeschichte...die Trennung meiner Eltern (meine Mutter wirft meinem Vater vor, dass meine ältere Schwester nur wegen ihm eine Behinderung habe und im Rollstuhl sitze und solche Sachen). Da ist sooo viel passiert. Aber es geht mich nichts an...es betrifft mich schon ja, aber ich kann nichts ändern.
Tja das hat auch lange gedauert, dass ich wirklich kapiert habe, dass meine Mutter nicht alle Tassen im Schrank hat. Sie hat ein Problem (das sagt mein Vater schon lange...sie zerstört alles...Rosenkrieg ist das eine, aber sie zerstört wirklich alles... Ich wollte ihm zuerst nicht glauben obwohl es klare Zeichen gab. Dann hat sie angefangen auch mit mir Spielchen zu drehen und jetzt ist damit Schluss. Seit ich akzeptiert habe, dass sie wirklich krank ist, kann ich besser mit ihr umgehen). Wie auch du schreibst...es muss KLICK machen. Es ist zwar schrecklich, seine eigene Mutter als krank zu bezeichnen, aber ist nun halt mal so. Zugeben würde sie es nie. Im Gegenteil... Ein Tipp...behandle deine Mutter mit Respekt (was du ja eh tun wirst ;-) und sage ihr nie, dass du sie als kranker Mensch siehst. Sie wird es nicht glauben und nur gegen dich verwenden. Es hat keinen Zweck. Sie kann sich nur selber helfen...
Tja das hat auch lange gedauert, dass ich wirklich kapiert habe, dass meine Mutter nicht alle Tassen im Schrank hat. Sie hat ein Problem (das sagt mein Vater schon lange...sie zerstört alles...Rosenkrieg ist das eine, aber sie zerstört wirklich alles... Ich wollte ihm zuerst nicht glauben obwohl es klare Zeichen gab. Dann hat sie angefangen auch mit mir Spielchen zu drehen und jetzt ist damit Schluss. Seit ich akzeptiert habe, dass sie wirklich krank ist, kann ich besser mit ihr umgehen). Wie auch du schreibst...es muss KLICK machen. Es ist zwar schrecklich, seine eigene Mutter als krank zu bezeichnen, aber ist nun halt mal so. Zugeben würde sie es nie. Im Gegenteil... Ein Tipp...behandle deine Mutter mit Respekt (was du ja eh tun wirst ;-) und sage ihr nie, dass du sie als kranker Mensch siehst. Sie wird es nicht glauben und nur gegen dich verwenden. Es hat keinen Zweck. Sie kann sich nur selber helfen...
Hallo Erdbeerli,
gibt es eine offizielle Diagnose bei Deiner Mutter?
gibt es eine offizielle Diagnose bei Deiner Mutter?
eine Frage von mir ... warum machst du nicht schon längst einen finalen Cut, sprich kompletten Kontaktabbruch?? Ich begreif das nicht, ehrlich gesagt.
SP
SP
@ Stayproud
Dein Einwurf ist berechtigt. Seit gestern hat sich meine Welt um 180 Grad gedreht und ich werde mir gerade darüber im Klaren, dass ich die Tochter einer Borderlinerin bin. Da ich meine Mutter überhaupt nicht anders kenne, ist es für mich so zu sagen völlig normal gewesen, dass sie so mit mir umgeht. Ich kenne das von klein auf. Meine Zweifel gegen ihr Verhalten hat sie stets gegen mich verwendet ("Du bist schwierig", "Du bist wie Dein Vater"). Und recht schnell fing ich an, an mir zu zweifeln und meine Wahrnehmung völlig in Frage zu stellen.
Dieses Muster hat sich übrigens in meinen Beziehungen mit Partnern fortgesetzt. Zwar habe ich dieses Jahr dieses Muster nun auflösen können - aber ich dachte, dass es von meiner Vater-Tochter-Beziehung herrührt. Auffallend war aber, dass es mir ohne meine Mutter immer viel besser ging, aber als einziges Kind hatte ich stets so eine Art Pflichtgefühl, dass man doch miteinander auskommen soll.
Sie hat mich systematisch vom Rest meiner Familie (Großeltern väterlicherseits, Tanten, Onkel) abgeschottet, weil sie überall erzählt, dass ich so schlimm und gemein sei und "Kriegsbücher" lese (Macchiavelli für Frauen). Ich habe vor Jahren aufgehört, überall hinter her zu telefonieren und alles richtig zu stellen. Denn im alltäglichen Leben ist meine Mutter "völlig normal" - und das ist das Verheerende. Sie kommt schick daher, kann sich relativ gut ausdrücken, steht im Beruf - wer würde da vermuten, dass sie nicht richtig "tickt"? Wieso soll ausgerechnet ich als Tochter das vermuten, wo ich doch genau mit dieser Schizophrenie aufgewachsen bin und stets eher den Fehler bei mir, anstatt bei ihr suchte???
Ich bin froh, dass ich jetzt so viel guten Input gekriegt habe. Ich hab so viel zum Guten gewendet in meinem Leben - das Letzte werde ich auch noch schaffen.
Den Kontaktabbruch habe ich übrigens gestern vollzogen. Und ich habe nicht den leisesten Hauch eines schlechten Gewissens mehr. Endlich habe ich Antworten auf meine unzähligen Fragen im Leben. Ich habe mich auf Internetseiten von Borderline-Angehörigen umgeschaut - und das, was da beschrieben wird, trifft zu 99% auf uns zu. Ich stecke mitten in einer giftigen Co-Abhängigkeit und bin im Moment aktiv dabei, diesen ganzen ätzenden Ballast abzuwerfen und einen Entzug anzusteuern. Jetzt weiß ich ja, warum unsere familiäre Beziehung so schrecklich ist.
Und ich fühle mich schon jetzt so unendlich frei und gesund!!!
Dein Einwurf ist berechtigt. Seit gestern hat sich meine Welt um 180 Grad gedreht und ich werde mir gerade darüber im Klaren, dass ich die Tochter einer Borderlinerin bin. Da ich meine Mutter überhaupt nicht anders kenne, ist es für mich so zu sagen völlig normal gewesen, dass sie so mit mir umgeht. Ich kenne das von klein auf. Meine Zweifel gegen ihr Verhalten hat sie stets gegen mich verwendet ("Du bist schwierig", "Du bist wie Dein Vater"). Und recht schnell fing ich an, an mir zu zweifeln und meine Wahrnehmung völlig in Frage zu stellen.
Dieses Muster hat sich übrigens in meinen Beziehungen mit Partnern fortgesetzt. Zwar habe ich dieses Jahr dieses Muster nun auflösen können - aber ich dachte, dass es von meiner Vater-Tochter-Beziehung herrührt. Auffallend war aber, dass es mir ohne meine Mutter immer viel besser ging, aber als einziges Kind hatte ich stets so eine Art Pflichtgefühl, dass man doch miteinander auskommen soll.
Sie hat mich systematisch vom Rest meiner Familie (Großeltern väterlicherseits, Tanten, Onkel) abgeschottet, weil sie überall erzählt, dass ich so schlimm und gemein sei und "Kriegsbücher" lese (Macchiavelli für Frauen). Ich habe vor Jahren aufgehört, überall hinter her zu telefonieren und alles richtig zu stellen. Denn im alltäglichen Leben ist meine Mutter "völlig normal" - und das ist das Verheerende. Sie kommt schick daher, kann sich relativ gut ausdrücken, steht im Beruf - wer würde da vermuten, dass sie nicht richtig "tickt"? Wieso soll ausgerechnet ich als Tochter das vermuten, wo ich doch genau mit dieser Schizophrenie aufgewachsen bin und stets eher den Fehler bei mir, anstatt bei ihr suchte???
Ich bin froh, dass ich jetzt so viel guten Input gekriegt habe. Ich hab so viel zum Guten gewendet in meinem Leben - das Letzte werde ich auch noch schaffen.
Den Kontaktabbruch habe ich übrigens gestern vollzogen. Und ich habe nicht den leisesten Hauch eines schlechten Gewissens mehr. Endlich habe ich Antworten auf meine unzähligen Fragen im Leben. Ich habe mich auf Internetseiten von Borderline-Angehörigen umgeschaut - und das, was da beschrieben wird, trifft zu 99% auf uns zu. Ich stecke mitten in einer giftigen Co-Abhängigkeit und bin im Moment aktiv dabei, diesen ganzen ätzenden Ballast abzuwerfen und einen Entzug anzusteuern. Jetzt weiß ich ja, warum unsere familiäre Beziehung so schrecklich ist.
Und ich fühle mich schon jetzt so unendlich frei und gesund!!!
Den Kontaktabbruch habe ich übrigens gestern vollzogen. Und ich habe nicht den leisesten Hauch eines schlechten Gewissens mehr. Endlich habe ich Antworten auf meine unzähligen Fragen im Leben. Ich habe mich auf Internetseiten von Borderline-Angehörigen umgeschaut - und das, was da beschrieben wird, trifft zu 99% auf uns zu. Ich stecke mitten in einer giftigen Co-Abhängigkeit und bin im Moment aktiv dabei, diesen ganzen ätzenden Ballast abzuwerfen und einen Entzug anzusteuern. Jetzt weiß ich ja, warum unsere familiäre Beziehung so schrecklich ist.Liebe Celestina,
Und ich fühle mich schon jetzt so unendlich frei und gesund!!!
das freut mich für dich, das klingt gut!
Ich weiss was du meinst, von wegen Ballast abwerfen ... es ist eine große Erleichterung, wenn man beginnt, die Ursache seiner eigenen "Reflexe" zu sehen, und den anderen plötzlich, ja kann man wohl so sagen, objektiv wahrnimmt, als einen psychisch kranken Menschen etwa. Dieser Aha-Effekt ist unbezahlbar und befreit ungemein.
Ich wünsche dir alles Gute auf deinem weiteren Weg,
SP
Super :-D. Dann kannst du ja endlich wieder mal ruhig schlafen ;-).
Ich kann sonst mal meinen Vater nach den schlauen Büchern fragen, die er darüber liest ;-).
Grüessli
Ich kann sonst mal meinen Vater nach den schlauen Büchern fragen, die er darüber liest ;-).
Grüessli
Hallo Forum.
Ich wende mich wieder mit einer Frage in Sachen "Mutter" an Euch. Als ich hier zu diesem Thema gepostet habe, erhielt ich viele gute Hinweise, die mir enorm Klarheit verschafften. Denn seit ich denken kann, habe ich ja immer gedacht, dass in unserer Familie "etwas nicht stimmt". Aber ich kam einfach nicht drauf, was es sein könnte - da für mich dieses Unnormale ja normal war (ich betone WAR)
Inzwischen habe ich mir fachlichen Rat geholt, war bei Beratungsstellen und es gibt wohl eine Antwort auf meine Frage, warum mein Leben mit meinen Eltern, insbesondere mit meiner Mutter, so lief, wie es lief: Hier ist eine starke Persönlichkeitsstörung mit Borderline im Spiel.
Ja, ich weiß - eine offizielle Diagnose gibt es nicht. Wird es wohl auch nie geben, weil meine Mutter sich ja für völlig normal hält. Nur die anderen Leute um sie herum, die spinnen. Aber das ist ja auch typisch für solche Störungen.
Egal, ob diese Einschätzung der Fachleute nun voll und ganz zutrifft oder nicht - mir hilft es, endlich zu mir selbst zu kommen und meiner Wahrnehmung endlich zu vertrauen.
Warum ich heute schreibe: Ich habe für mich beschlossen, dass ich den Kontakt zu meiner Mutter vollständig kappen möchte. Der Umgang mit ihr strengt mich enorm an und vor allem schadet er mir, gesundheitlich und seelisch. Außerdem ist mein Vertrauen zu ihr völlig erschüttert. Und da sie nicht einsieht, dass sie die Hauptverursacherin dieser Wirren ist, kann ich nicht damit rechnen, auf einen einigermaßen vernünftigen Level mit ihr zu kommen. Wir haben jetzt seit 3 Wochen keinen Kontakt mehr und es geht mir von Tag zu Tag besser, bemerke ich.
Jetzt würde ich gerne einen finalen Abschluss machen. Das heißt: Ich will den Schlüssel von meiner Wohnung, die ich diesen Monat übergeben muss,weil ich ausgezogen bin. DAs habe ich höflich in einer Mail formuliert und sie gebeten, mir den Schlüssel zu schicken.
Wie soll es anders sein: Sie lehnt das ab. Das sei ihr zu umständlich. Sie habe keine Lust. Stattdessen meint sie, sie würde den Schlüssel bei einer ihrer Ufo-Freunde (sie erforscht ja Ufos) deponieren, dort könnte ich ihn abholen. Oder sie würde eine Ufofreundin in meiner neuen Wohnung vorbeischicken, sie würde mir den Schlüssel bringen.
Irgendwie fühlt sich das für mich aber nicht gut an, weil sie es schon wieder ist, die die Spielregeln machen will. Außerdem will ich niemanden von ihren Spinnerfreunden bei mir in der Nähe haben.
Außerdem habe ich im Rahmen des Umzugs festgestellt, dass meine Mutter wohl meine Cocktailkleider irgendwann mal abgegriffen hat. Seit ich denken kann, ist es ja für sie überhaupt kein Problem, meine Kleidung einfach mitzubenutzen. Ich bin ja kleinlich und geizig wenn ich mich dagegen wehrte. Die Cocktailkleider waren in speziellen Boxen aufbewahrt worden. Die Boxen sind leer.
Mich strengt das so ungemein an. Ich will einfach nur meine Ruhe haben. Ich weiß, dass ich sie nicht ändern kann und dass ihr Zustand immer schlimmer werden wird.
Ich will meinen Schlüssel zurück, meine Kleider (die sehr teuer waren) und mein Kind vermisst ein spezielles Kuscheltier, das auch bei meiner Mutter ist.
Wie soll ich denn vorgehen????
Ich will mein Zeug zurück - und danach endlich meine Ruhe vor dieser Frau haben.
Meine Freundin meint, dass ich doch zustimmen soll, dass die Ufo-Verbündete meiner Mutter bei mir vorbeikommt. Danach wäre ein für alle mal Ruhe.
Aber für mich ist derzeit einfach auch wichtig, meine Position zu vertreten: Ich lasse mich nicht mehr rumschikanieren und ich lasse mir keine Spielregeln vorsetzen.
Danke für Rat...
Ich wende mich wieder mit einer Frage in Sachen "Mutter" an Euch. Als ich hier zu diesem Thema gepostet habe, erhielt ich viele gute Hinweise, die mir enorm Klarheit verschafften. Denn seit ich denken kann, habe ich ja immer gedacht, dass in unserer Familie "etwas nicht stimmt". Aber ich kam einfach nicht drauf, was es sein könnte - da für mich dieses Unnormale ja normal war (ich betone WAR)
Inzwischen habe ich mir fachlichen Rat geholt, war bei Beratungsstellen und es gibt wohl eine Antwort auf meine Frage, warum mein Leben mit meinen Eltern, insbesondere mit meiner Mutter, so lief, wie es lief: Hier ist eine starke Persönlichkeitsstörung mit Borderline im Spiel.
Ja, ich weiß - eine offizielle Diagnose gibt es nicht. Wird es wohl auch nie geben, weil meine Mutter sich ja für völlig normal hält. Nur die anderen Leute um sie herum, die spinnen. Aber das ist ja auch typisch für solche Störungen.
Egal, ob diese Einschätzung der Fachleute nun voll und ganz zutrifft oder nicht - mir hilft es, endlich zu mir selbst zu kommen und meiner Wahrnehmung endlich zu vertrauen.
Warum ich heute schreibe: Ich habe für mich beschlossen, dass ich den Kontakt zu meiner Mutter vollständig kappen möchte. Der Umgang mit ihr strengt mich enorm an und vor allem schadet er mir, gesundheitlich und seelisch. Außerdem ist mein Vertrauen zu ihr völlig erschüttert. Und da sie nicht einsieht, dass sie die Hauptverursacherin dieser Wirren ist, kann ich nicht damit rechnen, auf einen einigermaßen vernünftigen Level mit ihr zu kommen. Wir haben jetzt seit 3 Wochen keinen Kontakt mehr und es geht mir von Tag zu Tag besser, bemerke ich.
Jetzt würde ich gerne einen finalen Abschluss machen. Das heißt: Ich will den Schlüssel von meiner Wohnung, die ich diesen Monat übergeben muss,weil ich ausgezogen bin. DAs habe ich höflich in einer Mail formuliert und sie gebeten, mir den Schlüssel zu schicken.
Wie soll es anders sein: Sie lehnt das ab. Das sei ihr zu umständlich. Sie habe keine Lust. Stattdessen meint sie, sie würde den Schlüssel bei einer ihrer Ufo-Freunde (sie erforscht ja Ufos) deponieren, dort könnte ich ihn abholen. Oder sie würde eine Ufofreundin in meiner neuen Wohnung vorbeischicken, sie würde mir den Schlüssel bringen.
Irgendwie fühlt sich das für mich aber nicht gut an, weil sie es schon wieder ist, die die Spielregeln machen will. Außerdem will ich niemanden von ihren Spinnerfreunden bei mir in der Nähe haben.
Außerdem habe ich im Rahmen des Umzugs festgestellt, dass meine Mutter wohl meine Cocktailkleider irgendwann mal abgegriffen hat. Seit ich denken kann, ist es ja für sie überhaupt kein Problem, meine Kleidung einfach mitzubenutzen. Ich bin ja kleinlich und geizig wenn ich mich dagegen wehrte. Die Cocktailkleider waren in speziellen Boxen aufbewahrt worden. Die Boxen sind leer.
Mich strengt das so ungemein an. Ich will einfach nur meine Ruhe haben. Ich weiß, dass ich sie nicht ändern kann und dass ihr Zustand immer schlimmer werden wird.
Ich will meinen Schlüssel zurück, meine Kleider (die sehr teuer waren) und mein Kind vermisst ein spezielles Kuscheltier, das auch bei meiner Mutter ist.
Wie soll ich denn vorgehen????
Ich will mein Zeug zurück - und danach endlich meine Ruhe vor dieser Frau haben.
Meine Freundin meint, dass ich doch zustimmen soll, dass die Ufo-Verbündete meiner Mutter bei mir vorbeikommt. Danach wäre ein für alle mal Ruhe.
Aber für mich ist derzeit einfach auch wichtig, meine Position zu vertreten: Ich lasse mich nicht mehr rumschikanieren und ich lasse mir keine Spielregeln vorsetzen.
Danke für Rat...
Und wie wäre es, wenn Dein Freund den Schlüssel abholt und Du auf den Rest verzichtest?
Sonst musst Du ja doch wieder zu ihr und ihre Wohnung, ich kann es mir nicht vorstellen, dass Deine Mutter auf Deinen Wunsch hin Dir die Sachen so vollständig einpackt, dass Du nie wieder hin musst.
Sonst musst Du ja doch wieder zu ihr und ihre Wohnung, ich kann es mir nicht vorstellen, dass Deine Mutter auf Deinen Wunsch hin Dir die Sachen so vollständig einpackt, dass Du nie wieder hin musst.
Wenn Du eh ganz abschliessen willst, warum verdeidigst Du diesen "letzten" Kontakt so vehement, dass er nach Deinen Spielregeln laufen muss? Hast Du Angst, dass Du Dich wieder einlullen lässt? Steh doch darüber und nimm das entgegen, was sie Dir noch bietet, so wie Pitsch dies schreibt. Entweder Du schickst Deinen Freund oder wagst Dich selbst nochmals dorthin - mit dem Wissen im Hintergrund, dass dies das letzte Mal sein wird. Du hast doch so viel Wissen erlangt durch all die Informationen, dass Du getrost sein kannst. Weisst Du, es gibt immer jemanden, der etwas macht und jemanden, der dies mit sich machen lässt (ich meine damit nicht einzelne Taten, sondern wenn in einer Beziehung, gleich welcher Art, lange etwas schief läuft). Da Du ja gewiss bist, nicht mehr auf ihr Verhalten und ihre Forderungen reinzufallen, kannst Du ihr auch mit einer Gelassenheit begegnen.
Bestimme Du - für Dich, für Dein Leben - und lass Dich nicht in einen Machtkampf ein, beharre nicht auf etwas, was sowieso egal ist. Ob Du jetzt diesen Schlüssel auf ihre Art oder so wie Du dies wünscht bekommst, kommt dies wirklich drauf an? Erst wenn Dir das egal ist, hast Du wirklich abgeschlossen, abgeschlossen mit Deiner Co- Abhängigkeit!
Sei stark und fass den Mut ihr nochmals in die Augen zusehen - ohne Hass und Rachegedanken - eher mit einem Gefühl des Mitleids, weil Du ja weisst, dass sie krank ist. Ich denke so überwindest Du und hilfst Dir selbst am Meisten dabei.
Viel Erfolg liebe Celestina
Bestimme Du - für Dich, für Dein Leben - und lass Dich nicht in einen Machtkampf ein, beharre nicht auf etwas, was sowieso egal ist. Ob Du jetzt diesen Schlüssel auf ihre Art oder so wie Du dies wünscht bekommst, kommt dies wirklich drauf an? Erst wenn Dir das egal ist, hast Du wirklich abgeschlossen, abgeschlossen mit Deiner Co- Abhängigkeit!
Sei stark und fass den Mut ihr nochmals in die Augen zusehen - ohne Hass und Rachegedanken - eher mit einem Gefühl des Mitleids, weil Du ja weisst, dass sie krank ist. Ich denke so überwindest Du und hilfst Dir selbst am Meisten dabei.
Viel Erfolg liebe Celestina
Hallo Celestina
Mit grossem Interesse habe ich all eure Beiträge zu deiner "Mutter ist wie ein Fluch" gelesen und kann soo gut mit dir fühlen!!
Es sind zwar einige Monate vergangen, seit du geschrieben hast, und es interessiert mich brennend, wie es dir zwischenzeitlich mit deinem Kontaktabbruch zu deiner Mutter ergangen ist.
Auch wenn man blutsverwandt ist, heisst das noch lange nicht, dass wir uns so von Müttern, Vätern und auch Geschwistern behandeln lassen.
Auch ich bin die böse Tochter, die spinnt, nicht beziehungsfähig ist und an allem, was mir in meiner Kindheit passiert ist (Sexualmissbrauch durch Bruder, Vergewaltigung, Schwangerschaftsabbruch auf Willen meiner Mutter - mein Kind war 14 Wochen alt). Das sind prägende Erfahrungen, an denen ich seit Jahren arbeite. Meine Mutter hat immer nur das gemacht, war für ihren Vorteil war - noch heute. Meine Eltern haben noch heute das Gefühl, ich müsse für sie da sein, ja sogar bei ihnen wohnen, was ich leider vor 2 Jahren auch tatsächlich mit meinen 40 Jahren gemacht habe - ich Huhn!!
Es war ganz schlimm. Sie wollen mich immer vereinnahmen und werfen mir auch vor, ich sei zu viel alleine und studiere zu viel!
Deshalb mein Rat: totaler Kontaktabbruch, damit du glücklich wirst! Oma hin oder her. Wir können uns unsere Familien nicht aussuchen, unsere Freunde jedoch schon!
Alles Liebe
Shila
Mit grossem Interesse habe ich all eure Beiträge zu deiner "Mutter ist wie ein Fluch" gelesen und kann soo gut mit dir fühlen!!
Es sind zwar einige Monate vergangen, seit du geschrieben hast, und es interessiert mich brennend, wie es dir zwischenzeitlich mit deinem Kontaktabbruch zu deiner Mutter ergangen ist.
Auch wenn man blutsverwandt ist, heisst das noch lange nicht, dass wir uns so von Müttern, Vätern und auch Geschwistern behandeln lassen.
Auch ich bin die böse Tochter, die spinnt, nicht beziehungsfähig ist und an allem, was mir in meiner Kindheit passiert ist (Sexualmissbrauch durch Bruder, Vergewaltigung, Schwangerschaftsabbruch auf Willen meiner Mutter - mein Kind war 14 Wochen alt). Das sind prägende Erfahrungen, an denen ich seit Jahren arbeite. Meine Mutter hat immer nur das gemacht, war für ihren Vorteil war - noch heute. Meine Eltern haben noch heute das Gefühl, ich müsse für sie da sein, ja sogar bei ihnen wohnen, was ich leider vor 2 Jahren auch tatsächlich mit meinen 40 Jahren gemacht habe - ich Huhn!!
Es war ganz schlimm. Sie wollen mich immer vereinnahmen und werfen mir auch vor, ich sei zu viel alleine und studiere zu viel!
Deshalb mein Rat: totaler Kontaktabbruch, damit du glücklich wirst! Oma hin oder her. Wir können uns unsere Familien nicht aussuchen, unsere Freunde jedoch schon!
Alles Liebe
Shila
Offtopic:
Der Thread ist anderthalb Jahre alt, die TE war seit über einem Jahr nicht mehr eingeloggt.
Bitte öffne einen eigenen Thread, Shila69.
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