Nach 10 Jahren habe ich mich getrennt - und weiss nicht, ob es richtig war
7 Antworten1'458 AufrufeGestartet von MaA ·
MaAThemenstart
Hallo ihr Lieben,
Ich habe ein Dilemma, auf das einige von Euch vielleicht auch eine Meinung haben.
Ich habe mich vor 2 Monaten von meinem Freund von 9.5 Jahren getrennt.
Wir haben uns kennengelernt und er hat sich mehr oder weniger direkt verliebt. Ich war eigentlich gar nicht so interessiert, da ich mich auch erst vor 4 Monaten nach einer längeren Beziehung getrennt hatte. Dies hatte ich auch sehr deutlich gesagt, aber er war sehr hartnaäckig, und ich habe dann irgendwann nachgegeben. Eine starke Anziehungkraft gab es für mich nicht von Anfang an, aber er selber ist ein toller Mensch und hat sich sehr um mich gekümmert. Er hat sich dann sehr schnell verliebt und ist schon nach 4 Monate bei mir eingezogen - es ging mir alles sehr schnell, und ich fragte mich da zum ersten Mal, ob ich einen Fehler gemacht hatte.
Wir hatten dann viel Spass miteinander, sind auch zusammen über Kontinente umgezogen, aber ich habe immer mal wieder Männer kennengelernt, wo die Anziehungskraft viel stärker war. Aber natürlich haben wir uns nach so langer Zeit andere Dinge aufgebaut, die auch sehr wichtig sind.
Kurz zusammengefasst sind hier die Dinge, die mich dann im Endeffekt dazu gebracht haben, mich zu trennen:
- ich wollte nicht mehr wirklich mit ihm schlafen, und wir haben im letzen Jahr unserer Beziehung vielleicht 1x Sex gehabt, und das war auch problematisch
- ich hatte das Gefühl, dass ich mit "Abenteuern", Urlaubsideen, Aktivitäten etc etc immer selber aufkommen musste, und die Antwort darauf oft lauwarm war (ja, vielleicht machen wir das; hmm, was sollen wir denn in Island?)
- er wollte Kinder, ich war noch nicht bereit (ist das, weil ich sie nicht mit ihm wollte?)
- er wollte heiraten, ich möchte gar nicht heiraten (habe ich den Richtigen noch nicht getroffen? Der Gedanke an Hochzeit kommt mir so permanent vor!)
- ich war oft nicht mehr so nett zu ihm
- ich versuchte öfter, über diese Herausvorderungen zu sprechen, aber es kam nichts dabei raus
- ich musste für die Arbeit 6 Monate verreisen, in denen wir uns insgesamt für 6-8 Wochen gesehen hatten; ich habe dann jemand anderen geküsst, es aber dann da gestoppt; die körperliche Anziehung war so intensiv
Ich hab dann gedacht, dass ich mein Freund offensichtlich nicht so liebe, wie ich es sollte, und die Entscheidung, noch im Ausland, getroffen, mich zu trennen. Als ich zurück kam, habe ich gedacht, dann erstmal eine Woche zu warten, weil ich dachte, vielliecht pendelt es sich wieder ein, aber es hat mich so gestresst, dass ich mich dann getrennt habe. Für ihn der total Schock, und er hat mich als die Liebe seines Lebens angesehen, und es hat mir das Herz gebrochen, wie am Boden zerstört er war.
Daraufhin musste ich wieder weg für 3 Wochen, und in der Zeit hatten wir sehr netten Kontakt, aber ich war mir immer noch sicher, das Richtige gemahct zu haben (so sicher man sich sein kann). Als er mich gefragt hatte, habe ich dann auch gesagt ich bin mir sicher - ich wollte keine falschen Hoffnungen anregen, da ich das nicht fair fand. Mein GEdanke war, dass wenn wir uns nochmal zusammen finden würden, dann müssten wir ganz von vorne anfangen.
Jetzt fast forward, er hat eine neue kennengelernt (6 Wochen nach der Trennung), und sie kommt ihn besuchen in unserer Wohnung, die ich ihm überlassen habe für den Moment, wo aber noch alle meine Sachen sind, und für die ich bis Ende Juni noch Miete bezahlt habe, ihm alle Möbel etc gelassen habe für den Moment, weil es für ihn dann einfacher ist; und jetzt hab ich ein Riesenproblem damit, dass sie neue Frau in dem Zimmer schläft, wo noch alle meine Sachen sind, und er das Wochenende mit ihr blockiert hat vor meinem Umzug. Er meint, er hätte nicht gewusst dass es das Wochenende ist, aber ich bin irgendwie total verletzt das es a) so schnell ging, dann eine andere zu finden (auch wenn ich mir das ja nur selber zuschreiben kann, aber es tut trotzdem weh) und b ) dass er sie in die Wohnung holt, wo noch alle meine Sachen sind, bevor ich sie abholen kann.
Er wollte dann, dass ich noch in unserer Wohnung bleibe und unsere Serien weitergucke etc - ich hab gesagt, es verletzt mich, wenn die neue da übernachtet, und ob sie nicht für das WE ins Hotel gehen könnten, wo sie zu Besuch ist, aber er findet das total egoistisch von mir.
Naja, jedenfalls weiss ich jetzt nicht, ob ich es total bereue, dass ich mich von ihm getrennt hab, ob nur mein Ego angekratzt ist, ob ich fantasiere wenn ich denke, dass eine Beziehung auf längere Zeit leidenschaftlich bleibt, und dass das, was wir hatten, vielleicht das ist, was alle anstreben, und es war mir arroganter Weise nicht genug?
Habt ihr Meinungen?
Ich habe ein Dilemma, auf das einige von Euch vielleicht auch eine Meinung haben.
Ich habe mich vor 2 Monaten von meinem Freund von 9.5 Jahren getrennt.
Wir haben uns kennengelernt und er hat sich mehr oder weniger direkt verliebt. Ich war eigentlich gar nicht so interessiert, da ich mich auch erst vor 4 Monaten nach einer längeren Beziehung getrennt hatte. Dies hatte ich auch sehr deutlich gesagt, aber er war sehr hartnaäckig, und ich habe dann irgendwann nachgegeben. Eine starke Anziehungkraft gab es für mich nicht von Anfang an, aber er selber ist ein toller Mensch und hat sich sehr um mich gekümmert. Er hat sich dann sehr schnell verliebt und ist schon nach 4 Monate bei mir eingezogen - es ging mir alles sehr schnell, und ich fragte mich da zum ersten Mal, ob ich einen Fehler gemacht hatte.
Wir hatten dann viel Spass miteinander, sind auch zusammen über Kontinente umgezogen, aber ich habe immer mal wieder Männer kennengelernt, wo die Anziehungskraft viel stärker war. Aber natürlich haben wir uns nach so langer Zeit andere Dinge aufgebaut, die auch sehr wichtig sind.
Kurz zusammengefasst sind hier die Dinge, die mich dann im Endeffekt dazu gebracht haben, mich zu trennen:
- ich wollte nicht mehr wirklich mit ihm schlafen, und wir haben im letzen Jahr unserer Beziehung vielleicht 1x Sex gehabt, und das war auch problematisch
- ich hatte das Gefühl, dass ich mit "Abenteuern", Urlaubsideen, Aktivitäten etc etc immer selber aufkommen musste, und die Antwort darauf oft lauwarm war (ja, vielleicht machen wir das; hmm, was sollen wir denn in Island?)
- er wollte Kinder, ich war noch nicht bereit (ist das, weil ich sie nicht mit ihm wollte?)
- er wollte heiraten, ich möchte gar nicht heiraten (habe ich den Richtigen noch nicht getroffen? Der Gedanke an Hochzeit kommt mir so permanent vor!)
- ich war oft nicht mehr so nett zu ihm
- ich versuchte öfter, über diese Herausvorderungen zu sprechen, aber es kam nichts dabei raus
- ich musste für die Arbeit 6 Monate verreisen, in denen wir uns insgesamt für 6-8 Wochen gesehen hatten; ich habe dann jemand anderen geküsst, es aber dann da gestoppt; die körperliche Anziehung war so intensiv
Ich hab dann gedacht, dass ich mein Freund offensichtlich nicht so liebe, wie ich es sollte, und die Entscheidung, noch im Ausland, getroffen, mich zu trennen. Als ich zurück kam, habe ich gedacht, dann erstmal eine Woche zu warten, weil ich dachte, vielliecht pendelt es sich wieder ein, aber es hat mich so gestresst, dass ich mich dann getrennt habe. Für ihn der total Schock, und er hat mich als die Liebe seines Lebens angesehen, und es hat mir das Herz gebrochen, wie am Boden zerstört er war.
Daraufhin musste ich wieder weg für 3 Wochen, und in der Zeit hatten wir sehr netten Kontakt, aber ich war mir immer noch sicher, das Richtige gemahct zu haben (so sicher man sich sein kann). Als er mich gefragt hatte, habe ich dann auch gesagt ich bin mir sicher - ich wollte keine falschen Hoffnungen anregen, da ich das nicht fair fand. Mein GEdanke war, dass wenn wir uns nochmal zusammen finden würden, dann müssten wir ganz von vorne anfangen.
Jetzt fast forward, er hat eine neue kennengelernt (6 Wochen nach der Trennung), und sie kommt ihn besuchen in unserer Wohnung, die ich ihm überlassen habe für den Moment, wo aber noch alle meine Sachen sind, und für die ich bis Ende Juni noch Miete bezahlt habe, ihm alle Möbel etc gelassen habe für den Moment, weil es für ihn dann einfacher ist; und jetzt hab ich ein Riesenproblem damit, dass sie neue Frau in dem Zimmer schläft, wo noch alle meine Sachen sind, und er das Wochenende mit ihr blockiert hat vor meinem Umzug. Er meint, er hätte nicht gewusst dass es das Wochenende ist, aber ich bin irgendwie total verletzt das es a) so schnell ging, dann eine andere zu finden (auch wenn ich mir das ja nur selber zuschreiben kann, aber es tut trotzdem weh) und b ) dass er sie in die Wohnung holt, wo noch alle meine Sachen sind, bevor ich sie abholen kann.
Er wollte dann, dass ich noch in unserer Wohnung bleibe und unsere Serien weitergucke etc - ich hab gesagt, es verletzt mich, wenn die neue da übernachtet, und ob sie nicht für das WE ins Hotel gehen könnten, wo sie zu Besuch ist, aber er findet das total egoistisch von mir.
Naja, jedenfalls weiss ich jetzt nicht, ob ich es total bereue, dass ich mich von ihm getrennt hab, ob nur mein Ego angekratzt ist, ob ich fantasiere wenn ich denke, dass eine Beziehung auf längere Zeit leidenschaftlich bleibt, und dass das, was wir hatten, vielleicht das ist, was alle anstreben, und es war mir arroganter Weise nicht genug?
Habt ihr Meinungen?
Ja.
Du HAST das Richtige getan.
Du HAST das Richtige getan.
Warum meinst du das Manana? Ich brauche etwas Logik, damit ich mich selber überzeugen kann
Ich brauche etwas Logik, damit ich mich selber überzeugen kann
Es braucht keinen Grund zu gehen wenn man keinen hat zu bleiben.
Da hast du Recht - aber dann wiederum jetzt, wo ich sehe, dass er "moved on" ist, fallen mir die Dinge ein, die gut waren.
Wenn das mit der neuen in 2 Wochen passiert wäre, hätte es gar kein Drama gegeben - wir hätten uns nett gesehen vor meinem Umzug, ich hätte meine Sachen gepackt, und er hätte gemacht, was er wollte hinterher.
Jetzt bin ich so verletzt, dass ich überhaupt nicht mehr weiss, was ich fühle oder denke.
Wenn das mit der neuen in 2 Wochen passiert wäre, hätte es gar kein Drama gegeben - wir hätten uns nett gesehen vor meinem Umzug, ich hätte meine Sachen gepackt, und er hätte gemacht, was er wollte hinterher.
Jetzt bin ich so verletzt, dass ich überhaupt nicht mehr weiss, was ich fühle oder denke.
Ich brauche etwas Logik, damit ich mich selber überzeugen kannDann liess nochmals durch, was du geschrieben hast ;-).
aber er war sehr hartnaäckig, und ich habe dann irgendwann nachgegeben.Braucht dich jemand zu überzeugen wenn du ihn lieben würdest?
Na ja, einfach ausgewechselt zu werden ist nicht wirklich toll, auch wenn du diejenige warst, die sich getrennt hat.
Es wird so verschieden mit einer Trennung umgegangen, die einen nehmen sich Zeit um alles zu verarbeiten, andere gehen direkt wieder in die nächste Beziehung.
Bei uns hat sich einer von seiner Frau getrennt und noch am gleichen Tag wo sie mit den Kindern ausgezogen ist, zog seine neue Flamme mit ihren Kindern ein... für die einen ein no go, für andere normal...
weiss ich jetzt nicht, ob ich es total bereue, dass ich mich von ihm getrennt hab, ob nur mein Ego angekratzt istIch würde mal sagen, dein Ego ist angekratzt ;-)
Danke Bergwelt.
Ich glaub ihr habt alle Recht, und ich muss einfach ein Bisschen warten und meine Wunden lecken und mich selber wieder finden um zu wissen, was ich eigentlich will!
Ich glaub ihr habt alle Recht, und ich muss einfach ein Bisschen warten und meine Wunden lecken und mich selber wieder finden um zu wissen, was ich eigentlich will!
bearbeitet #8
Hallo MaA
10 Jahre Beziehung sind doch schon mal eine reife Leistung. Eine Dekade bedeutet bei den meisten Leuten 1/7 oder gar 1/8 ihres gesamten Lebens. In einer Dekate kann viel passieren. Familienmitglieder sterben, Familienmitglieder werden hinzugeboren. Die Freundschaft von Vierbeinern dauert vielleicht etwas länger als 10 Jahre, aber meist auch nicht viel mehr, ehe sie ins Sternenmeer entschwinden. Eine finanzielle Lage kann sich verbessern oder auch verschlechtern, sprich ein Leben kann nach 10 Jahren komplet anders ausschauen, wie zu Beginn. Dein Leben wandelt und verändert sich laufend, so auch die Beziehung in welcher Du steckst. Und in einer Beziehung entscheidest nicht nur Du, sondern auch Dein Lebenspartner. Am Ende manch eines gemeinsamen Weges stellt sich immer die Frage: Wie weiter? Und da gibt's keine Standartlösung. Du wirst x-tausend Beziehungen nebeneinander stellen können und keine wird einer anderen gleichen. So auch das Resultat Eurer Entscheidung. Ihr scheint Euch mehr oder weniger getrennt zu haben - so hat jeder von Euch beiden sein Werte schon auf der Waagschale platziert.
Aber eines dürfte auch klar sein: Egal, wie viele Beziehungen Du noch beginnen wirst, Beziehungen verändern sich über die Jahre, das Prickeln von einst entschwindet zusammen mit der rosa Brille, bei den Einen früher, bei den Anderen später, doch verändern wird sich's allemal. Bleibt nur noch eine Frage, ob Du mit einem Menschen weiterhin zusammenbleiben möchtest oder was Neues suchst - aber vergiss nicht:
Der gemeinsame Freundeskreis geht meist kaputt, gemeinsame Errungenschaften lösen sich in Luft auf, gemeinsame Erinnerungen der letzten 10 Jahre wirst Du mit einem neuen Partner nicht mehr teilen können - viel Aufwand für ein vermeintlich neues Glücksgefühl ...
10 Jahre Beziehung sind doch schon mal eine reife Leistung. Eine Dekade bedeutet bei den meisten Leuten 1/7 oder gar 1/8 ihres gesamten Lebens. In einer Dekate kann viel passieren. Familienmitglieder sterben, Familienmitglieder werden hinzugeboren. Die Freundschaft von Vierbeinern dauert vielleicht etwas länger als 10 Jahre, aber meist auch nicht viel mehr, ehe sie ins Sternenmeer entschwinden. Eine finanzielle Lage kann sich verbessern oder auch verschlechtern, sprich ein Leben kann nach 10 Jahren komplet anders ausschauen, wie zu Beginn. Dein Leben wandelt und verändert sich laufend, so auch die Beziehung in welcher Du steckst. Und in einer Beziehung entscheidest nicht nur Du, sondern auch Dein Lebenspartner. Am Ende manch eines gemeinsamen Weges stellt sich immer die Frage: Wie weiter? Und da gibt's keine Standartlösung. Du wirst x-tausend Beziehungen nebeneinander stellen können und keine wird einer anderen gleichen. So auch das Resultat Eurer Entscheidung. Ihr scheint Euch mehr oder weniger getrennt zu haben - so hat jeder von Euch beiden sein Werte schon auf der Waagschale platziert.
Aber eines dürfte auch klar sein: Egal, wie viele Beziehungen Du noch beginnen wirst, Beziehungen verändern sich über die Jahre, das Prickeln von einst entschwindet zusammen mit der rosa Brille, bei den Einen früher, bei den Anderen später, doch verändern wird sich's allemal. Bleibt nur noch eine Frage, ob Du mit einem Menschen weiterhin zusammenbleiben möchtest oder was Neues suchst - aber vergiss nicht:
Der gemeinsame Freundeskreis geht meist kaputt, gemeinsame Errungenschaften lösen sich in Luft auf, gemeinsame Erinnerungen der letzten 10 Jahre wirst Du mit einem neuen Partner nicht mehr teilen können - viel Aufwand für ein vermeintlich neues Glücksgefühl ...
Seite 1 von 1 · 8 Beiträge in diesem Thema