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PADIs gedichte

10 Antworten1'577 AufrufeGestartet von padi ·

padiThemenstart
#1
die gedichte haben eigentlich alle noch keinen titel. ich improvisier einfach mal was, aber würde mich über verbesserungsvorschläge freuen, auch was den inhalt betrifft.

#2
Zwei Menschen, vereint in ihrer Einsamkeit.

Gemeinsam gegen den Rest der Welt!

Unbesiegbar - weil unerreichbar.

Durch ihre Schwächen gebunden,

durch ihre Stärken ergänzt,

doch niemals ganz,

denn etwas fehlt...

Schwimmen gegen den Strom,

gehen ihren ganz eigenen Weg,

flüchten sich durch Lücken

vorm unaufhaltsamen Leben.

Suchen sich Verstecke

- Wen von beiden erreicht es zuerst?

Werde ich dir mit Verrat zuvorkommen?

Oder hast du mich bereits hintergangen...?

Irgendwann werden wir sterben...

Du tötest mich oder ich vielleicht dich...

Wer von uns wollte je leben?

Wolltest du immer, wollte ich nie.

Und das ganze war nur meine Fantasie.

Die ganze Zeit über nur geträumt,

die letzte Chance zum Gefühl versäumt...

Dann lass mich halt liegen in meinem Blut!

Ich verzeihe dir sofort.

Ich selber habe keinen Mut.

Erschöpft - also bleibe ich hier

im Dunkeln...

in unserem Revier

...in MEINEM Revier.

by PADI

Ich muss jetzt schon los, aber es folgen noch Gedichte! und ich sag später auch noch was zu diesem gedicht. freue mich über meinungen und interpretationen!

#3
resonanz = 0

na toll.

dann sag ich selbst mal was zu dem gedicht:

ich habe viele verschiedene, vergangene freundschaften in einen text zusammengefasst.

ehmm, vom aufbau bin ich selbst gar nicht so zufrieden...

erst reimts sich nicht, und dann reimts sich später doch..also mir gefällt eigentlich nur das ungereimte.

es geht erstmal um zwei außenseiter, die außer sich niemanden haben. sie werden von der übrigen welt nicht akzeptiert, aber das ist egal, denn jeder wird vom anderen akzeptiert, und zusammen verschanzen sie sich, und wollen mit allen/allem anderen nichts zu tun haben.

"etwas fehlt.."

hmmmja, was das so ist, weiß ich auch nicht ganz genau..vielleicht die liebe? denn es ist keine freundschaft, auf liebe(also übergroße sympathie) basierend, sondern, darauf, dass man sonst niemanden hat.

aber in so einer freundschaft, in der man nur noch mit demjenigen etwas macht, ist man von ihm dann auch abhängig und nicht frei. irgendwann trennen sich die wege, z.b. verliebt sich einer, und der beste freund wird zur nebensache. dieser, alleingelassen, wird sich verraten fühlen, wie von hinten erdolcht.

eigentlich haben beide sich die ganze zeit nur davor gedrückt, ihr leben zu leben und ihren weg zu gehen...

einer geht schließlich. und lässt den anderen zurück.

und das wars.

#4
.................Sag mir eine Zahl.

So viele Male in Dich verliebt.

So oft aufgegeben,

so oft von Zweifeln besiegt.

So oft gedacht, ich verlieb mich nie mehr.

Mein Herz...

so viele Tonnen schwer.

So viele Male nicht gemerkt,

dass meine Liebe doch nicht einseitg war.

Jetzt wird mir so vieles klar.

Die Erkenntnis...

wie so oft zu spät:

Wir haben uns gegenseitig verschmäht.

So viele Details in Deinem Gesicht

leiten mich fehl wie ein Irrlicht,

denn eigentlich...

liebe ich nicht,

nein. Ich begehre Dich.

by PADI

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Das ist phänomenal:

Ein interaktives Gedicht!

Gabs das hier schon mal?

Gesehen hab ich's nicht.

die zweite strophe ist wohl eher fiktion...hab ich geschrieben, als ich mir noch eingebildet hab, dass ich irgendwann mal eine verpasste chance bei ihr gehabt habe..

die dritte strophe gibt als grund für die verliebtheit ganz allein die äußere anziehung an.

ist nicht schön, aber in meinem fall leider schon ziemlich wahr....

#5
padi

ui, ich find mich da aber ganz schön wider in deinem letzten gedicht..

ist wirklich sehr sehr schön....

und hey, is doch egal wie der aufbau is im endeffelt, es geht ja drum warum dus schreibst und ich find es ist gelungen....

so wie auch das gedicht "freundschaft"

bis bald!

schnubbi :compi:

#6
dankeschön, schnubbi :) )

nächstes:

Abstraktion

In der Erinnerung ist Dein Gesicht

immer abstrakter geworden. Für mich

warst du dann irgendwann nur

noch eine süße Comicfigur.

Nun aber bist du wieder da:

Deine schmalen Augen, Dein langes Haar..

Das Bild und die Schmerzen beinahe erlischt,

seit gestern wieder voll aufgefrischt.

by PADI

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ich hatte sie eines abends in der disko zufällig wiedergetroffen und alles ist wieder zurückgekehrt. war sehr schmerzhaft, besonders weil ich bis zu dem abend dachte, ich hätte es hinter mir. ich hab das dann am nächsten morgen geschrieben.

es tat bisher immer wieder höllisch weh, sie einfach nur wiederzusehen... ;(

#7
Ich lag am Boden

und ich war am Ende,

aber ich stand wieder auf

um von vorn zu beginnen.

Eines Tages werden meine Worte so mächtig sein,

jedes Herz im Sturm zu erobern.

Bis dahin will ich üben,

mit Worten zu lieben...

und bei Dir würde ich

wohl am wenigsten lügen :)

by PADI

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tja, es gab eine wende (siehe thread)

und das ist ein resultat davon.

ein zweites folgt sogleich.

#8
Ich bin erfüllt von weichem Glück,

das mich auffängt, meinen Sturz bremst.

Auch das wird bald vorübergehen...

Noch träume ich von mehr,

doch am Ende, das weiß ich genau,

werde ich mich nach eben diesen Momenten sehnen,

in denen ich nicht alles besaß,

sondern nur einen winzig leuchtenden Splitter,

doch so schön,

dass ich für einen kleinen Moment

nach mehr zu verlangen vergaß.

In diesen Momenten

will ich nicht mit Gefühlen geizen,

sondern das Leben genießen,

so lange ich kann,

bevor der Gipfel erreicht

und es wieder bergab geht,

wo alte Vertraute

wie Kummer und Angst

mich schon sehnsüchtig erwarten.

by PADI

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etwas durchweg positives zu schreiben...geht bei mir einfach nicht. aber das sind die beiden positivsten gedichte, die ich jemals geschrieben habe(aber ich schreib ja auch erst seit anderthalb monaten...)

vielleicht bringt es ja jemanden von euch ein bisschen... optimismus...?

#9
Menschen

werfen mir ihre Ratschläge zu,

während sie an mir vorbeilaufen,

anfangen, zu eilen,

von mir forthasten.

Keiner, der nur ein paar Minuten

für mich stehenbleibt.

Keine Zeit.

Ich kann nicht mehr gehen.

Mein Willen hat keine Macht

über meine Beine, meinen Körper.

Mein Willen ist gebrochen.

Umarme mich.

Gib mir von Deiner Wärme

bis mein eisiges Herz wieder auftaut.

Nimm mich bei der Hand,

nimm mich mit Dir,

stütze mich,

bring mir das Laufen wieder bei.

Und wenn mein Herz wieder schlägt

und das Blut wieder durch meine Adern fließt,

Dann umarme mich - zum Abschied

und lass mich endlich los!

by PADI

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das ist wieder ein älteres gedicht, ich halt mich hier nicht so streng an die chronologische reihenfolge...

Einsamkeit, Verlassenheit, Verlorenheit, Mutlosigkeit, (fehlendes) Mitleid, Hilfe, Genesung, und schließlich:

Schritt zur Selbstständigkeit und UNDANKBARKEIT.

das alles wollte ich mit dem gedicht ausdrücken....

...weiß einer nen guten titel?

#10
Wie oft haben wir zusammen gelacht

und im nächsten Moment warst Du fort.

Du hast mit mir die Nacht verbracht,

doch bin ich ohn' Dich aufgewacht..

"So ist es." hab ich mir gedacht

und nicht weiter nachgefragt,

hab' die Tränen weggewischt

und ging alleine durch den Tag.

Ich hätte eigentlich nie gewagt,

zu hoffen, dass Du länger bleibst

als einen kurzen Augenblick,

oh, Du mein einzig wahres Glück,

dass du mir Deine Treue zeigst.

Du hast Dich nun für mich entschieden,

bist bis heut' bei mir geblieben,

mir vom Himmel zugefallen:

Du bist

die Fähigkeit, zu lieben!

Was nur, wäre ich ohne Dich...

by PADI

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jaha, es geht hier gar nicht um ein mädel.

ich sehe die liebe irgendwie schon ein bisschen als fähigkeit. denn nicht jeder kann lieben.

liebe wird ja auch unter anderem aus mut gemacht.

und diesen lebensmut, der mich heute mit voller kraft vorantreibt, habe ich noch gar nicht so lange.

jedenfalls bin ich dafür sehr dankbar und deswegen habe ich dieses gedicht geschrieben.

(ihr könnt mir übrigens auch ruhig was zu meinen gedichten sagen. kritik fänd ich zum beispiel mal ganz interessant. ich hab das gefühl, das die meisten nur lesen, aber nichts schreiben wollen...zu faul?)

#11
In diesem Theaterstück

spiele ich mich selbst

in den Augen eines Mädchens,

das mich mein Leben lang kannte,

das bewundernd zu mir aufblickte,

vor Jahren,

heute auf mich hinabschaut,

Tränen des Mitleids für mich weinend.

Ich wollte sie lieben...

doch das Publikum schrie

nach Tragödie - es war mir nicht erlaubt.

Ich bin der Held dieser Geschichte.

Die Augen jedes Zuschauers

beginnen, zu leuchten,

wenn sie mich auf der Bühne leiden sehen.

Sie lieben mich.

Doch ich spüre ihre Liebe nicht.

Im Rampenlicht stehe ich allein,

geblendet von den Scheinwerfern,

möchte meine Augen fest schließen,

im tödlichen Sturz die Vorstellung beenden.

Doch mit Schlägen weist die Regie mich zurecht:

"Du lebst nicht nur allein für Dich!

Du bist unser Star. Du gehst noch nicht!"

und legt mir die Fußfessel wieder an,

und stößt mich zurück ins Scheinwerferlicht.

Also Vorhang auf - für mich und mein

vor Schmerzen lachendes Gesicht!

by PADI

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depri-phase. größtenteils fiktion, erinnerung insofern, dass bewunderung schon oft über die jahre in mitleid umgeschlagen ist.

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