Perspektive?
8 Antworten1'500 AufrufeGestartet von zukunft ·
zukunftThemenstart
Ich bin verwirrt. Naja, wer ist das nicht manchmal, aber ich bin wirklich einfach nur noch durcheinander und orientierungslos.
Seit gut 2 Jahren lebe ich in einer Beziehung. Knapp 1 ½ Jahre davon in einer Fernbeziehung (ca. 400km). Da wir uns erst in der Endphase unseres Studiums kennengelernt haben, hat es uns im Anschluß beruflich durch die Republik verstreut hat. Ich hatte dabei das Glück gehabt, dass ich eine Stelle in der Nähe meines Heimatortes gefunden habe, während sie fern von allem (Zuhause + mir) untergekommen ist. Wir haben uns auch soweit regelmäßig besucht, mal mehr und mal weniger, je nachdem wie es so passte, aber so 2mal im Monat war es dann schon meistens. Daneben haben wir fast täglich telefoniert.
Soweit vielleicht noch eine ganz normale Lösung für eine Fernbeziehung.
Da wir beide in demselben Beruf arbeiten, war es uns klar, dass es schon schwierig werden wird, dass wir irgendwann mal auch örtlich zusammenkommen werden. Aber hoffen tut man es ja doch: „Klappt ja bei den anderen auch“, „Wird schon irgendwie weitergehen etc.“.
Seit gut zwei Monaten erlebe ich aber, wie ich mich immer mehr beginne von ihr zu entfernen bzw. immer mehr an dieser Hoffnung verzweifle. Ich zähle einfach mal ein paar Dinge auf, die für mich als Gründe hierfür in Frage kommen.
Mir fehlt die physische Nähe zu ihr. Klar ist telefonieren ganz nett und wir haben auch immer irgendwas zu erzählen, aber mal ehrlich, dass kann ich auch mit einem guten Freund. Sicherlich könnte man die Anzahl unserer Wiedersehen erhöhen (bspw. jedes Wochenende), aber genau das will ICH ja auch nicht. Warum? Ganz einfach, ich habe wieder angefangen die alten Strukturen, Cliquen, Freundeskreise nach meiner Rückkehr wieder aufleben zu lassen. Da die meisten aber auch mittlerweile Berufstätig sind, findet sich auch hier meist nur an den Wochenenden Gelegenheit etwas zu unternehmen. Klar habe ich sie anfangs häufig dann einfach mitgenommen, wenn man mal etwas mit mehreren unternimmt, doch mit der Zeit hat sich gezeigt, dass sie mit dem einen Teil meiner Freunde ganz gut zurecht kommt, mit dem anderen Teil aber überhaupt nicht. Nicht das irgendwie böse Worte oder so gefallen wären, nur findet sie überhaupt keinen Zugang. Das hatte dann meistens die Folge, dass ich den ganzen Abend damit beschäftigt war sie zu „unterhalten“ oder noch besser, sie war an solchen Abenden grundsätzlich irgendwie „krank“, so dass wir daheim geblieben sind.
Ich habe versucht mit ihr darüber zu sprechen, aber irgendwie kam nichts dabei herum, so dass ich dann einfach die Lösung gefahren bin, dass ich an den Wochenenden wo wir uns nicht sehen können, ich mit den Leuten was unternehmen und an den anderen halt machen wir etwas zusammen oder eben auch mit den Leuten, mit denen sie „klarkommt“. Noch zu erwähnen wäre – und das ist für jemanden wie mich, der Freunde als wichtigen Teil seines Leben empfindet unverständlich -, dass sie bei sich vor Ort nicht eine Person oder irgendwen hat, mit dem sie mal weggehen oder plaudern kann. Sie ist, wenn man so will, ziemlich auf mich fixiert. Alle anderen, seien es Arbeitskolleginnen etc. seien ja alle so doof und überhaupt. Diese Isolation mit anzusehen, macht mich irgendwie traurig, vielleicht weil ich es einfach nicht verstehen kann.
Hinzukommt, dass ich in letzter Zeit beruflich ziemlich geschlaucht bin (stehe morgens um 5h auf und bin meistens nicht vor 18h nicht zurück). Das führt dann dazu, dass ich abends recht müde und leider auch ruppig und genervt sein kann, wenn ich mal nicht (und das mag sich jetzt doof anhören) um 21h im Bett lieg. Doch meisten ist das dann genau die Zeit, wenn wir telefonieren und sie mich um Hilfe bei irgendwelchen Sachen bittet (meist beruflicher Art, haben ja schließlich denselben Beruf). Und genau hier schalte ich dann einfach ab…ich bin müde, ich habe den ganzen Tag nachgedacht und ich habe einfach keine Lust mehr nachzudenken…schon gar nicht über was berufliches. Wenn ich dann versuche das ganze nett zu vertagen, dann bekomme ich (irgendwie ja auch gerechtfertigt) zu hören, dass ich ja für sowas nie Zeit hätte etc…und dann kommt das Gespräch erst so richtig in Fahrt ;) (und ich bin weiterhin müde). Das hat dann die Folge, dass ich das Ende des Gesprächs herbeisehne und förmlich die Erlösung spüre, wenn ich den Hörer vom Ohr nehmen kann. Gleichzeitig fühle ich mich aber auch einfach nur sch…., weil ich das gar nicht so will. Ich möchte sie dann einfach in den Arm nehmen können und ich glaube auch, dass wenn sie wirklich hier wäre ich ihr viel besser zuhören könnte, als wenn ich mir wie jetzt auch noch einen Plastikknochen ans Ohr halten muss.
Wenn ich schon das berufliche gerade angesprochen habe, so hängt daran auch der Punkt der mich wirklich am meisten im Hinblick auf unsere Beziehung quält…diese elendige Perspektivlosigkeit. Bislang hatten wir beide immer wieder befristete Verträge, mal einen Monat, dann wieder um zwei verlängert, immer so kleckerweise. Andere Bewerbungen laufen mangels Vielzahl von Stellen auch nur schleppend.
Vor wenigen Tagen hat sie eine unbefristete Stelle angeboten bekommen und ich habe ihr geraten sie unter allen Umständen anzunehmen (wird sie auch machen). Das Problem ist nur, dass die Stelle jetzt noch mal 200km auf unsere Distanz drauf schlägt. Gleichzeitig erfahre ich vor Ort, dass ich wohl mittelfristig übernommen werde. Toll! Da hat man einmal die lang ersehnte Perspektive im Beruf und zugleich verliere ich alle Hoffnung, dass das mit uns mal irgendwann (plus x) mal „normal“ werden würde.
Das sind denke ich irgendwo die wichtigsten Punkte für meine derzeitige Unzufriedenheit. Und irgendwie zweifle ich daran, ob man diese ganze Hoffnungsgedöns nicht einfach aufgeben sollte – uns zuliebe, ihr zuliebe, mir zuliebe. Ich habe mit ihr in den letzten Tagen ziemlich lange und ausführlich über das Thema gesprochen. Sie bittet inständig darum, dass ich doch bitte nicht aufgeben soll und dass vielleicht irgendwann alles besser wird…aber gerade dieses „irgendwann“ macht mich krank…ich kann es einfach nicht mehr hören…irgendwann muss doch mal Klarheit sein…so ein Mist…
Nur um das deutlich zu sagen: Ich liebe diese Frau, aber ich gehe an dieser Liebe kaputt.
Ich weiß, das war jetzt etwas viel Text, aber jedem der sich bis hierhin durchgequält hat, wäre ich um einen Kommentar dankbar.
Seit gut 2 Jahren lebe ich in einer Beziehung. Knapp 1 ½ Jahre davon in einer Fernbeziehung (ca. 400km). Da wir uns erst in der Endphase unseres Studiums kennengelernt haben, hat es uns im Anschluß beruflich durch die Republik verstreut hat. Ich hatte dabei das Glück gehabt, dass ich eine Stelle in der Nähe meines Heimatortes gefunden habe, während sie fern von allem (Zuhause + mir) untergekommen ist. Wir haben uns auch soweit regelmäßig besucht, mal mehr und mal weniger, je nachdem wie es so passte, aber so 2mal im Monat war es dann schon meistens. Daneben haben wir fast täglich telefoniert.
Soweit vielleicht noch eine ganz normale Lösung für eine Fernbeziehung.
Da wir beide in demselben Beruf arbeiten, war es uns klar, dass es schon schwierig werden wird, dass wir irgendwann mal auch örtlich zusammenkommen werden. Aber hoffen tut man es ja doch: „Klappt ja bei den anderen auch“, „Wird schon irgendwie weitergehen etc.“.
Seit gut zwei Monaten erlebe ich aber, wie ich mich immer mehr beginne von ihr zu entfernen bzw. immer mehr an dieser Hoffnung verzweifle. Ich zähle einfach mal ein paar Dinge auf, die für mich als Gründe hierfür in Frage kommen.
Mir fehlt die physische Nähe zu ihr. Klar ist telefonieren ganz nett und wir haben auch immer irgendwas zu erzählen, aber mal ehrlich, dass kann ich auch mit einem guten Freund. Sicherlich könnte man die Anzahl unserer Wiedersehen erhöhen (bspw. jedes Wochenende), aber genau das will ICH ja auch nicht. Warum? Ganz einfach, ich habe wieder angefangen die alten Strukturen, Cliquen, Freundeskreise nach meiner Rückkehr wieder aufleben zu lassen. Da die meisten aber auch mittlerweile Berufstätig sind, findet sich auch hier meist nur an den Wochenenden Gelegenheit etwas zu unternehmen. Klar habe ich sie anfangs häufig dann einfach mitgenommen, wenn man mal etwas mit mehreren unternimmt, doch mit der Zeit hat sich gezeigt, dass sie mit dem einen Teil meiner Freunde ganz gut zurecht kommt, mit dem anderen Teil aber überhaupt nicht. Nicht das irgendwie böse Worte oder so gefallen wären, nur findet sie überhaupt keinen Zugang. Das hatte dann meistens die Folge, dass ich den ganzen Abend damit beschäftigt war sie zu „unterhalten“ oder noch besser, sie war an solchen Abenden grundsätzlich irgendwie „krank“, so dass wir daheim geblieben sind.
Ich habe versucht mit ihr darüber zu sprechen, aber irgendwie kam nichts dabei herum, so dass ich dann einfach die Lösung gefahren bin, dass ich an den Wochenenden wo wir uns nicht sehen können, ich mit den Leuten was unternehmen und an den anderen halt machen wir etwas zusammen oder eben auch mit den Leuten, mit denen sie „klarkommt“. Noch zu erwähnen wäre – und das ist für jemanden wie mich, der Freunde als wichtigen Teil seines Leben empfindet unverständlich -, dass sie bei sich vor Ort nicht eine Person oder irgendwen hat, mit dem sie mal weggehen oder plaudern kann. Sie ist, wenn man so will, ziemlich auf mich fixiert. Alle anderen, seien es Arbeitskolleginnen etc. seien ja alle so doof und überhaupt. Diese Isolation mit anzusehen, macht mich irgendwie traurig, vielleicht weil ich es einfach nicht verstehen kann.
Hinzukommt, dass ich in letzter Zeit beruflich ziemlich geschlaucht bin (stehe morgens um 5h auf und bin meistens nicht vor 18h nicht zurück). Das führt dann dazu, dass ich abends recht müde und leider auch ruppig und genervt sein kann, wenn ich mal nicht (und das mag sich jetzt doof anhören) um 21h im Bett lieg. Doch meisten ist das dann genau die Zeit, wenn wir telefonieren und sie mich um Hilfe bei irgendwelchen Sachen bittet (meist beruflicher Art, haben ja schließlich denselben Beruf). Und genau hier schalte ich dann einfach ab…ich bin müde, ich habe den ganzen Tag nachgedacht und ich habe einfach keine Lust mehr nachzudenken…schon gar nicht über was berufliches. Wenn ich dann versuche das ganze nett zu vertagen, dann bekomme ich (irgendwie ja auch gerechtfertigt) zu hören, dass ich ja für sowas nie Zeit hätte etc…und dann kommt das Gespräch erst so richtig in Fahrt ;) (und ich bin weiterhin müde). Das hat dann die Folge, dass ich das Ende des Gesprächs herbeisehne und förmlich die Erlösung spüre, wenn ich den Hörer vom Ohr nehmen kann. Gleichzeitig fühle ich mich aber auch einfach nur sch…., weil ich das gar nicht so will. Ich möchte sie dann einfach in den Arm nehmen können und ich glaube auch, dass wenn sie wirklich hier wäre ich ihr viel besser zuhören könnte, als wenn ich mir wie jetzt auch noch einen Plastikknochen ans Ohr halten muss.
Wenn ich schon das berufliche gerade angesprochen habe, so hängt daran auch der Punkt der mich wirklich am meisten im Hinblick auf unsere Beziehung quält…diese elendige Perspektivlosigkeit. Bislang hatten wir beide immer wieder befristete Verträge, mal einen Monat, dann wieder um zwei verlängert, immer so kleckerweise. Andere Bewerbungen laufen mangels Vielzahl von Stellen auch nur schleppend.
Vor wenigen Tagen hat sie eine unbefristete Stelle angeboten bekommen und ich habe ihr geraten sie unter allen Umständen anzunehmen (wird sie auch machen). Das Problem ist nur, dass die Stelle jetzt noch mal 200km auf unsere Distanz drauf schlägt. Gleichzeitig erfahre ich vor Ort, dass ich wohl mittelfristig übernommen werde. Toll! Da hat man einmal die lang ersehnte Perspektive im Beruf und zugleich verliere ich alle Hoffnung, dass das mit uns mal irgendwann (plus x) mal „normal“ werden würde.
Das sind denke ich irgendwo die wichtigsten Punkte für meine derzeitige Unzufriedenheit. Und irgendwie zweifle ich daran, ob man diese ganze Hoffnungsgedöns nicht einfach aufgeben sollte – uns zuliebe, ihr zuliebe, mir zuliebe. Ich habe mit ihr in den letzten Tagen ziemlich lange und ausführlich über das Thema gesprochen. Sie bittet inständig darum, dass ich doch bitte nicht aufgeben soll und dass vielleicht irgendwann alles besser wird…aber gerade dieses „irgendwann“ macht mich krank…ich kann es einfach nicht mehr hören…irgendwann muss doch mal Klarheit sein…so ein Mist…
Nur um das deutlich zu sagen: Ich liebe diese Frau, aber ich gehe an dieser Liebe kaputt.
Ich weiß, das war jetzt etwas viel Text, aber jedem der sich bis hierhin durchgequält hat, wäre ich um einen Kommentar dankbar.
hallo zukunft (trotz fehlender perspektive)
im gegensatz zu deiner freundin hast du dein leben und auch das handling der nicht einfachen fernbeziehung gut im griff. sie allerdings scheint sich an dich zu klammern und - statt dich positiv zu beeinflussen - zunehmend immer mehr zu belasten. das ist schade!
wie sieht es denn bei euch aus mit eventueller familienplanung? klar, nach abschluss des studiums wollt ihr sicher beide erst mal berufserfahrung und auch geld sammeln, doch wenn dies doch später mal in frage käme, hättet ihr wieder eine basis, ein gemeinsames ziel und das motiviert und lässt (nochmals) durchhalten.
lg mörli
im gegensatz zu deiner freundin hast du dein leben und auch das handling der nicht einfachen fernbeziehung gut im griff. sie allerdings scheint sich an dich zu klammern und - statt dich positiv zu beeinflussen - zunehmend immer mehr zu belasten. das ist schade!
wie sieht es denn bei euch aus mit eventueller familienplanung? klar, nach abschluss des studiums wollt ihr sicher beide erst mal berufserfahrung und auch geld sammeln, doch wenn dies doch später mal in frage käme, hättet ihr wieder eine basis, ein gemeinsames ziel und das motiviert und lässt (nochmals) durchhalten.
lg mörli
Familienplanung...für mich in naher Zukunft nicht, fühle mich auch ehrlich gesagt einfach zu jung (25) . Sie hingegen, ok ist auch schon etwas älter, könnte sich das schon eher vorstellen. Wobei wir haben bislang ja noch nichtmal zusammen gewohnt bzw. bis auf die verliebte rosa Anfangszeit ja "nur" Wochenenden und Urlaube gemeinsam verbracht. Ich denke, bevor ich mir wirklich eine
Zukunft mit Familie ausmale, sollte irgendwie der Rest "probegelaufen" sein.
Ist jetzt irgendwie umständlich beschrieben...aber ich hoffe man kann es verstehen.
Zukunft mit Familie ausmale, sollte irgendwie der Rest "probegelaufen" sein.
Ist jetzt irgendwie umständlich beschrieben...aber ich hoffe man kann es verstehen.
ist sehr klar beschrieben, mach dir keine sorgen. wollte einfach mal gewisse ansätze von anfang an klären. familie wär somit bis auf weiteres ausgeschlossen.
jetzt wird's schwierig, denn die einzige möglichkeit sehe ich darin, dass deine freundin sich weiter entwickeln muss, um auf den gleichen stand zu kommen, wie du es bist. tönt jetzt auch etwas seltsam.
doch ich stelle bei euch einfach fest, dass sie mit sich selbst nicht viel anzufangen weiss und alles von dir abhängig macht und auf dauer - und jetzt scheint der zeitpunkt da - läuft das nicht. vor allem für dich nicht, da du ein ausgefülltes leben zu haben scheinst und auch nicht mit deinem leben unglücklich bist, sondern deswegen, weil sie sozusagen nicht mitzieht und in letzter zeit meistens nur noch klagt. und du verspürst ein schlechtes gewissen, fühlst dich selbst schlecht, weil du merkst, dass sie unglücklich ist. deshalb würdest du sie gerne in die arme nehmen in solchen momenten.
ich erlebe es ja gerade selbst, habe auch seit (nur) 8 monaten eine fernbeziehung. die woche über muss man halt schon recht selbständig und unabhängig sein und sein leben leben, sonst funktionierts nicht. auch ich habe an manchen tagen das gefühl, physisch von ihm entfernt zu sein, je nachdem, was abgelaufen ist auch in meinem beruf. doch mich beunruhigt dies nicht, denn es gibt sich dann wieder.
um so mehr ihr denselben beruf habt, sollte noch mehr verbindendes da sein, das hab ich hingegen nicht.
tja, was soll ich dir noch sagen? du hast erwähnt, dass du einen job auf fest in aussicht hast. ist es ein ding der unmöglichkeit, dass sie nach ihrem jetzigen temporären job oder schon während, etwas in deiner nähe sucht?
oder ihr mit eurem inzwischen verdienten geld mal einen monat eine reise zusammen macht?
alles nur vorschläge, vermutungen.
lg mörli
jetzt wird's schwierig, denn die einzige möglichkeit sehe ich darin, dass deine freundin sich weiter entwickeln muss, um auf den gleichen stand zu kommen, wie du es bist. tönt jetzt auch etwas seltsam.
doch ich stelle bei euch einfach fest, dass sie mit sich selbst nicht viel anzufangen weiss und alles von dir abhängig macht und auf dauer - und jetzt scheint der zeitpunkt da - läuft das nicht. vor allem für dich nicht, da du ein ausgefülltes leben zu haben scheinst und auch nicht mit deinem leben unglücklich bist, sondern deswegen, weil sie sozusagen nicht mitzieht und in letzter zeit meistens nur noch klagt. und du verspürst ein schlechtes gewissen, fühlst dich selbst schlecht, weil du merkst, dass sie unglücklich ist. deshalb würdest du sie gerne in die arme nehmen in solchen momenten.
ich erlebe es ja gerade selbst, habe auch seit (nur) 8 monaten eine fernbeziehung. die woche über muss man halt schon recht selbständig und unabhängig sein und sein leben leben, sonst funktionierts nicht. auch ich habe an manchen tagen das gefühl, physisch von ihm entfernt zu sein, je nachdem, was abgelaufen ist auch in meinem beruf. doch mich beunruhigt dies nicht, denn es gibt sich dann wieder.
um so mehr ihr denselben beruf habt, sollte noch mehr verbindendes da sein, das hab ich hingegen nicht.
tja, was soll ich dir noch sagen? du hast erwähnt, dass du einen job auf fest in aussicht hast. ist es ein ding der unmöglichkeit, dass sie nach ihrem jetzigen temporären job oder schon während, etwas in deiner nähe sucht?
oder ihr mit eurem inzwischen verdienten geld mal einen monat eine reise zusammen macht?
alles nur vorschläge, vermutungen.
lg mörli
hallo zukunft :)
vergleiche mörli: ja dieselben fragen würden mich auch interessieren, vor allem ob ihr es nicht doch noch einmal schafft eure beruflichen aktivitäten in einem näheren radius zueinander zusammenzubringen.
fernbeziehung allgemein: hatte ich auch mal und ist auch ehrlich gesagt nicht an der entfernung gescheitert denn eigentlich haben die positiven aspekte dabei überwogen. natürlich war ich im alltag alleine aber das führte dazu dass ich mein eigenes leben darüber nicht vergass, meiner arbeit nachging, meinen freundeskreis nicht vernachlaessigte, ganz genau so wie du es jetzt von dir beschreibst. das ist nämlich etwas was einem viel leichter fällt wenn der partner etwas weiter weg ist und gleichzeitig halte ich das auch für unheimlich wichtig dass man sich diese eigenständigkeiten bewahrt und nicht irgendwann aufwacht und feststellt dass man an der hüfte zusammengewachsen ist. weiterhin denke ich dass die gemeinsame kommunikation besser wird sobald sie erschwert ist weil man jede minute miteinander bewusster und sinnvoller nutzt denn man hat sich ja gerade nicht jeden tag und achtet so vermehrt darauf nur schöne momente zu sammeln.
deine fernbeziehung: und genau beim letzten punkt sehe ich das grosse problem wovon ich denke dass es auch dich fertigmacht: die halbe zeit lang kommst du um vor sehnsucht nach deiner freundin und sie ist so weit weg. wenn ihr dann aber zusammen seit kommt sie dir zickig im bezug auf die menschen die du magst, klammert sie sich in den telefonaten an dich und verstopft so eure kommunikation mit dingen die die welt nicht braucht. das widerum macht dich dann traurig weil doch wenigstens die wenigen gemeinsamen momente schön sein sollten hab ich das richtig erfasst?
babes lösung: ok, eure beziehung ist nicht besonders alltäglich aber vielleicht tust du mal was aussergewöhnliches was sich ausserhalb der festgefahrenen gleise bewegt und deiner liebe zu ihr neuen ausdruck nach aussen verleiht? ganz egal was ( ein comic für sie zeichnen, ihr eine blume mit einem kartengruss schicken, ein päckchen mit liedern die du für sie aufnimmst - ich meine jetzt nichts riesig kostenintensives aber eben irgendwas das ihr in der einsamkeit unter der woche richtig zeigt wie gerne du sie hast). und dann tust du auch am wochenende mal was ähnliches für sie - z.b. nur die freunde einladen von denen du weisst dass sie sie mag oder einen speziellen abend für sie gestalten von dingen die sie mag....deiner kreativität sind keine grenzen gesetzt du kannst richtig reinhauen :]
ich glaube nämlich dass sie nur deswegen so klammert und so viel nörgelt weil diese einsamkeit unter der woche sie auffrisst und unsicher in bezug auf deine gefühle für sie werden lässt. du bist cool und gehst toll mit der situation um gerade weil du weisst du liebst sie. aber vielleicht zweifelt sie öfter mal daran (ja das tun frauen auch gerne mal völlig grundlos wir sind eben zweifelnde wesen =) ) und wenn sie sieht was du da für sie veranstaltest wird sie auch wieder lockerer und ihr habt schönere zeiten.
soviel zu meinem rat ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen. trotz allem sieht es für mich so aus als hättet ihr eine gute chance darauf noch viel schönes zu erleben was in diesem forum wohl sehr selten ist also kopf hoch und ab in die zukunft :]
babe
vergleiche mörli: ja dieselben fragen würden mich auch interessieren, vor allem ob ihr es nicht doch noch einmal schafft eure beruflichen aktivitäten in einem näheren radius zueinander zusammenzubringen.
fernbeziehung allgemein: hatte ich auch mal und ist auch ehrlich gesagt nicht an der entfernung gescheitert denn eigentlich haben die positiven aspekte dabei überwogen. natürlich war ich im alltag alleine aber das führte dazu dass ich mein eigenes leben darüber nicht vergass, meiner arbeit nachging, meinen freundeskreis nicht vernachlaessigte, ganz genau so wie du es jetzt von dir beschreibst. das ist nämlich etwas was einem viel leichter fällt wenn der partner etwas weiter weg ist und gleichzeitig halte ich das auch für unheimlich wichtig dass man sich diese eigenständigkeiten bewahrt und nicht irgendwann aufwacht und feststellt dass man an der hüfte zusammengewachsen ist. weiterhin denke ich dass die gemeinsame kommunikation besser wird sobald sie erschwert ist weil man jede minute miteinander bewusster und sinnvoller nutzt denn man hat sich ja gerade nicht jeden tag und achtet so vermehrt darauf nur schöne momente zu sammeln.
deine fernbeziehung: und genau beim letzten punkt sehe ich das grosse problem wovon ich denke dass es auch dich fertigmacht: die halbe zeit lang kommst du um vor sehnsucht nach deiner freundin und sie ist so weit weg. wenn ihr dann aber zusammen seit kommt sie dir zickig im bezug auf die menschen die du magst, klammert sie sich in den telefonaten an dich und verstopft so eure kommunikation mit dingen die die welt nicht braucht. das widerum macht dich dann traurig weil doch wenigstens die wenigen gemeinsamen momente schön sein sollten hab ich das richtig erfasst?
babes lösung: ok, eure beziehung ist nicht besonders alltäglich aber vielleicht tust du mal was aussergewöhnliches was sich ausserhalb der festgefahrenen gleise bewegt und deiner liebe zu ihr neuen ausdruck nach aussen verleiht? ganz egal was ( ein comic für sie zeichnen, ihr eine blume mit einem kartengruss schicken, ein päckchen mit liedern die du für sie aufnimmst - ich meine jetzt nichts riesig kostenintensives aber eben irgendwas das ihr in der einsamkeit unter der woche richtig zeigt wie gerne du sie hast). und dann tust du auch am wochenende mal was ähnliches für sie - z.b. nur die freunde einladen von denen du weisst dass sie sie mag oder einen speziellen abend für sie gestalten von dingen die sie mag....deiner kreativität sind keine grenzen gesetzt du kannst richtig reinhauen :]
ich glaube nämlich dass sie nur deswegen so klammert und so viel nörgelt weil diese einsamkeit unter der woche sie auffrisst und unsicher in bezug auf deine gefühle für sie werden lässt. du bist cool und gehst toll mit der situation um gerade weil du weisst du liebst sie. aber vielleicht zweifelt sie öfter mal daran (ja das tun frauen auch gerne mal völlig grundlos wir sind eben zweifelnde wesen =) ) und wenn sie sieht was du da für sie veranstaltest wird sie auch wieder lockerer und ihr habt schönere zeiten.
soviel zu meinem rat ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen. trotz allem sieht es für mich so aus als hättet ihr eine gute chance darauf noch viel schönes zu erleben was in diesem forum wohl sehr selten ist also kopf hoch und ab in die zukunft :]
babe
So, da bin ich mal wieder "zurück aus der Zukunft" ;) . Erstmal vielen Dank für eure aufmunternden Worte.
Die Frage nach der beruflichen Perspektive kann ich derzeit nur verneinen. Es muss dazu auch gesagt, werden, dass wir beiden einen schon recht seltenen Beruf ausüben, wo es wirklich schwer oder gar dem Zufall überlassen werden muss, dass man irgendwann auch nur annähernd räumlich zusammenkommt.
Gut ich überlege zwar schon seit geraumer Zeit mich irgendwie selbstständig zu machen, das könnte dann die Gelegenheit sein evtl. näher zusammenzurücken. Doch ich glaube und irgendwo in mir weiß ich auch, dass ich nicht dafür bereit wäre alle Zelte hier abzubrechen. Ich habe zwecks Studium, Beruf bereits mehrmals alles abbrechen müssen und immer wieder neu anfangen müssen (jedes Mal für knapp ein Jahr) und ehrlich gesagt…es kotzt mich einfach an, sowas ständig zu tun. Vor allem jetzt. Ich bin wieder da, von wo ich vor einigen Jahren losgezogen bin und ich bin glücklich hier, jetzt so wie es ist. Es passt (außer der Beziehung) einfach wieder alles.
Die Dinge, die ich in den letzten 5 Jahren sehnsüchtig vermisst habe sind für mich endlich wieder greifbar, erfüllbar geworden. Einige dieser Dinge lassen sich gut in der Woche machen, aber vieles lässt sich eben nicht nur auf Montags bis Donnerstags beschränken. Bspw. habe ich mit Freunden unsere alte Band wiederaufleben lassen und da ist es leider häufiger so, dass gerade im Sommer Auftritte am Wochenende stattfinden. Bislang habe ich noch fast immer den Spagat zwischen Freundin und Band hinbekommen, aber ich merke schon, dass ich irgendwie beide Seiten nicht zu 100% zufrieden stellen kann. Zum einen kann ich verstehen, wenn die Bandkollegen (wie ich auch) für unsere Fleiß und Mühe irgendwo mit schönen Auftritten entlohnt werden wollen, zum anderen kann ich aber auch verstehen, dass meine Freundin (und ich im Grunde ja auch) die Zeit, die wir haben irgendwie nutzen wollen.
Bislang habe ich das dann an den wenigen Wochenenden, wo sich beides überschnitt so gehandhabt, dass ich „kurz“ zum Auftritt hin, Programm abgespielt und zurück bin. Aber ganz ehrlich, ich bin dabei ziemlich unglücklich, weil alles irgendwie zwanghaft erscheint…du kannst die Jungs nicht im Stich lassen, du musst dich um deine Freundin kümmern usw.
Es ist auch so, dass in letzter Zeit unsere Besucherei sehr einseitig geworden ist. Meist kommt sie nun zu mir und die Wochen, an denen ich bei ihr bin sind wirklich sehr, sehr selten geworden. Das liegt auch daran, dass ich mir denke, hey, ich könnte ja hier etwas verpassen. Zurecht hat sie das auch schon mehrmals bemängelt. Mag jetzt alles sehr egoistisch klingen, ist es mit Sicherheit auch ist, aber ich habe die Sachen oben auch bewusst etwas vereinfacht dargestellt um deutlich zu machen um was es mir geht.
Ich denke mir immer, wenn sie jetzt hier wäre, also wir in irgendeiner Form zusammenleben würden, wäre die ganze Sache einfacher. Man würde die Zeit des Zusammenseins nicht so zwanghaft auf ein Wochenende projektieren müssen und der Ausgleich zwischen Freunden und Freundin wäre irgendwo sicher leichter zu schaffen (viell. mache ich mir hier aber nur etwas vor)
Diese Zwangssituation ist es, die mich auf Dauer zermürbt. Ebenso das, wie ihr es sagtet, elende Vermissen. Das ist vielleicht auch der Grund warum ich mich in so viele Aktivitäten stürze, vielleicht ganz einfach um sie nicht vermissen zu müssen…das führt aber leider auch dazu, dass ich irgendwo merke, dass sich mit der Zeit auch das Vermissen sehr gut damit einstellen lässt…und in mir ihr gegenüber eine Art Gleichgültigkeit entsteht, die ich wiederum überhaupt nicht möchte…
Seit meinem letzten Eintrag hier bin insbesondere ich vermehrt auf Abstand zu ihr gegangen d.h. weniger Telefonate seit knapp 3 Wochen haben wir uns auch nicht gesehen. Ich merke wie sie insbesondere in den letzten Tagen sich sichtlich um mich bemüht, das baut mich auch immer wieder auf und gibt mir Hoffnung...aber meine Gedanken bewegen sich dennoch ständig auf den Abgrund zu. Dieses Wochenende kommt sie vorbei und ich habe Angst, dass ich egal wie ich mich letztendlich entscheiden werde, eine falsche Entscheidung treffe...
Die Frage nach der beruflichen Perspektive kann ich derzeit nur verneinen. Es muss dazu auch gesagt, werden, dass wir beiden einen schon recht seltenen Beruf ausüben, wo es wirklich schwer oder gar dem Zufall überlassen werden muss, dass man irgendwann auch nur annähernd räumlich zusammenkommt.
Gut ich überlege zwar schon seit geraumer Zeit mich irgendwie selbstständig zu machen, das könnte dann die Gelegenheit sein evtl. näher zusammenzurücken. Doch ich glaube und irgendwo in mir weiß ich auch, dass ich nicht dafür bereit wäre alle Zelte hier abzubrechen. Ich habe zwecks Studium, Beruf bereits mehrmals alles abbrechen müssen und immer wieder neu anfangen müssen (jedes Mal für knapp ein Jahr) und ehrlich gesagt…es kotzt mich einfach an, sowas ständig zu tun. Vor allem jetzt. Ich bin wieder da, von wo ich vor einigen Jahren losgezogen bin und ich bin glücklich hier, jetzt so wie es ist. Es passt (außer der Beziehung) einfach wieder alles.
Die Dinge, die ich in den letzten 5 Jahren sehnsüchtig vermisst habe sind für mich endlich wieder greifbar, erfüllbar geworden. Einige dieser Dinge lassen sich gut in der Woche machen, aber vieles lässt sich eben nicht nur auf Montags bis Donnerstags beschränken. Bspw. habe ich mit Freunden unsere alte Band wiederaufleben lassen und da ist es leider häufiger so, dass gerade im Sommer Auftritte am Wochenende stattfinden. Bislang habe ich noch fast immer den Spagat zwischen Freundin und Band hinbekommen, aber ich merke schon, dass ich irgendwie beide Seiten nicht zu 100% zufrieden stellen kann. Zum einen kann ich verstehen, wenn die Bandkollegen (wie ich auch) für unsere Fleiß und Mühe irgendwo mit schönen Auftritten entlohnt werden wollen, zum anderen kann ich aber auch verstehen, dass meine Freundin (und ich im Grunde ja auch) die Zeit, die wir haben irgendwie nutzen wollen.
Bislang habe ich das dann an den wenigen Wochenenden, wo sich beides überschnitt so gehandhabt, dass ich „kurz“ zum Auftritt hin, Programm abgespielt und zurück bin. Aber ganz ehrlich, ich bin dabei ziemlich unglücklich, weil alles irgendwie zwanghaft erscheint…du kannst die Jungs nicht im Stich lassen, du musst dich um deine Freundin kümmern usw.
Es ist auch so, dass in letzter Zeit unsere Besucherei sehr einseitig geworden ist. Meist kommt sie nun zu mir und die Wochen, an denen ich bei ihr bin sind wirklich sehr, sehr selten geworden. Das liegt auch daran, dass ich mir denke, hey, ich könnte ja hier etwas verpassen. Zurecht hat sie das auch schon mehrmals bemängelt. Mag jetzt alles sehr egoistisch klingen, ist es mit Sicherheit auch ist, aber ich habe die Sachen oben auch bewusst etwas vereinfacht dargestellt um deutlich zu machen um was es mir geht.
Ich denke mir immer, wenn sie jetzt hier wäre, also wir in irgendeiner Form zusammenleben würden, wäre die ganze Sache einfacher. Man würde die Zeit des Zusammenseins nicht so zwanghaft auf ein Wochenende projektieren müssen und der Ausgleich zwischen Freunden und Freundin wäre irgendwo sicher leichter zu schaffen (viell. mache ich mir hier aber nur etwas vor)
Diese Zwangssituation ist es, die mich auf Dauer zermürbt. Ebenso das, wie ihr es sagtet, elende Vermissen. Das ist vielleicht auch der Grund warum ich mich in so viele Aktivitäten stürze, vielleicht ganz einfach um sie nicht vermissen zu müssen…das führt aber leider auch dazu, dass ich irgendwo merke, dass sich mit der Zeit auch das Vermissen sehr gut damit einstellen lässt…und in mir ihr gegenüber eine Art Gleichgültigkeit entsteht, die ich wiederum überhaupt nicht möchte…
Seit meinem letzten Eintrag hier bin insbesondere ich vermehrt auf Abstand zu ihr gegangen d.h. weniger Telefonate seit knapp 3 Wochen haben wir uns auch nicht gesehen. Ich merke wie sie insbesondere in den letzten Tagen sich sichtlich um mich bemüht, das baut mich auch immer wieder auf und gibt mir Hoffnung...aber meine Gedanken bewegen sich dennoch ständig auf den Abgrund zu. Dieses Wochenende kommt sie vorbei und ich habe Angst, dass ich egal wie ich mich letztendlich entscheiden werde, eine falsche Entscheidung treffe...
An die Zukunft,
deine Einträge lesen sich für mich so:
Mein Leben ist gut, so wie es ist. Was mir fehlt, ist die Frau an meiner Seite, die mein Leben so teilt, wie es ist (weil es gut ist). Dann würde auch die Sehnsucht aufhören und alles wäre gut. Aber so wie es ist, stirbt die Liebe langsam…
Wenn du dich in dieser Zusammenfassung finden kannst und auch selbst schon angemerkt hast, dass deine Wünsche egoistisch sind, dann darf ich auf folgende Bedenken hinweisen:
Dein Leben, wie du es führst, ist gut für dich, für sie ist es das nicht, denn sonst würde sie nicht an deinen Freunden mäkeln. Sie führt ihr eigenes Leben und findet das gut. Hier einen Kompromiss zu finden ist schwer und wäre nur möglich, wenn die Liebe sehr groß ist, größer als die Bequemlichkeit.
Entweder ihr fangt ganz neu an, zieht zusammen in einer Umgebung, die für beide neu ist, oder ihr findet eine Lösung für die Fernbeziehung und dazu gehören – finde ich – ganz eindeutige Kriterien, die beide erfüllen müssen:
Unbedingte Ehrlichkeit:
Man sieht den anderen nicht beim Telefonieren, man weiß nicht, ist er müde oder abgespannt oder genervt. Woher soll sie es also wissen? Sie ruft dich an und hat ein Problem. Du bist am Telefon, also erzählt sie es.
Es wäre meiner Ansicht nur fair, wenn man sagt „Du, ich bin für heute k.o., schreib mir doch ne E-Mail mit dem Problem, die schau ich mir morgen in der Arbeit an, da bin ich geistig wieder hellwach. Und jetzt sag mir noch was Liebes, damit ich gut schlafen kann“.
Akzeptiert sie aber nur mit viel Toleranz, das wäre das nächste Kriterium.
Absolute Toleranz:
Es ist ein großer Unterschied, ob man miteinander oder allein lebt. Wenn der Freund/die Freundin so weit weg ist, führt jeder sein eigenes Leben, viel mehr als in einer engen Beziehung. Darauf muss der andere immer Rücksicht nehmen und spielt daher immer die zweite Geige, das ist so.
Strenge Organisation:
Um nicht zu leiden oder andere leiden zu lassen, muss man das Leben viel strenger organisieren, dann wird auch die Sehnsucht erträglich, davon bin ich überzeugt.
Man muss auch nicht jeden Tag lang telefonieren oder sich jedes Wochenende sehen, finde ich. Aber dazu muss man der Typ sein, der auch zwei Wochen oder länger ohne den anderen auskommen kann.
Wenn man Treffen zu einem Zeitpunkt vereinbart, an denen nichts anderes die Aufmerksamkeit erfordert, dann haben diese Treffen doch viel höhere Qualität als jedes Wochenende zu verbringen, etwas oder jemand anderen zu vernachlässigen und sich ev. im Streit und Ärger zu verabschieden, da vergeht die Lust auf die Freundschaft sehr schnell, das ist verständlich.
Für euch gibt es nur eine Lösung, die für alle partnerschaftlichen Probleme gilt: viel miteinander sprechen! Dann wenn sie da ist und dir gegenüber sitzt. Und manches, was zwischenzeitlich besprochen werden sollte, kann man auch auf das nächste Treffen schieben, oder nicht?
fragt
deine Einträge lesen sich für mich so:
Mein Leben ist gut, so wie es ist. Was mir fehlt, ist die Frau an meiner Seite, die mein Leben so teilt, wie es ist (weil es gut ist). Dann würde auch die Sehnsucht aufhören und alles wäre gut. Aber so wie es ist, stirbt die Liebe langsam…
Wenn du dich in dieser Zusammenfassung finden kannst und auch selbst schon angemerkt hast, dass deine Wünsche egoistisch sind, dann darf ich auf folgende Bedenken hinweisen:
Dein Leben, wie du es führst, ist gut für dich, für sie ist es das nicht, denn sonst würde sie nicht an deinen Freunden mäkeln. Sie führt ihr eigenes Leben und findet das gut. Hier einen Kompromiss zu finden ist schwer und wäre nur möglich, wenn die Liebe sehr groß ist, größer als die Bequemlichkeit.
Entweder ihr fangt ganz neu an, zieht zusammen in einer Umgebung, die für beide neu ist, oder ihr findet eine Lösung für die Fernbeziehung und dazu gehören – finde ich – ganz eindeutige Kriterien, die beide erfüllen müssen:
Unbedingte Ehrlichkeit:
Man sieht den anderen nicht beim Telefonieren, man weiß nicht, ist er müde oder abgespannt oder genervt. Woher soll sie es also wissen? Sie ruft dich an und hat ein Problem. Du bist am Telefon, also erzählt sie es.
Es wäre meiner Ansicht nur fair, wenn man sagt „Du, ich bin für heute k.o., schreib mir doch ne E-Mail mit dem Problem, die schau ich mir morgen in der Arbeit an, da bin ich geistig wieder hellwach. Und jetzt sag mir noch was Liebes, damit ich gut schlafen kann“.
Akzeptiert sie aber nur mit viel Toleranz, das wäre das nächste Kriterium.
Absolute Toleranz:
Es ist ein großer Unterschied, ob man miteinander oder allein lebt. Wenn der Freund/die Freundin so weit weg ist, führt jeder sein eigenes Leben, viel mehr als in einer engen Beziehung. Darauf muss der andere immer Rücksicht nehmen und spielt daher immer die zweite Geige, das ist so.
Strenge Organisation:
Um nicht zu leiden oder andere leiden zu lassen, muss man das Leben viel strenger organisieren, dann wird auch die Sehnsucht erträglich, davon bin ich überzeugt.
Man muss auch nicht jeden Tag lang telefonieren oder sich jedes Wochenende sehen, finde ich. Aber dazu muss man der Typ sein, der auch zwei Wochen oder länger ohne den anderen auskommen kann.
Wenn man Treffen zu einem Zeitpunkt vereinbart, an denen nichts anderes die Aufmerksamkeit erfordert, dann haben diese Treffen doch viel höhere Qualität als jedes Wochenende zu verbringen, etwas oder jemand anderen zu vernachlässigen und sich ev. im Streit und Ärger zu verabschieden, da vergeht die Lust auf die Freundschaft sehr schnell, das ist verständlich.
Für euch gibt es nur eine Lösung, die für alle partnerschaftlichen Probleme gilt: viel miteinander sprechen! Dann wenn sie da ist und dir gegenüber sitzt. Und manches, was zwischenzeitlich besprochen werden sollte, kann man auch auf das nächste Treffen schieben, oder nicht?
fragt
Hallo Lisabel,
deine Zusammenfassung trifft es wohl ganz gut, wobei ich unbedingt noch die Suche nach Perspektive aufnehmen möchte. Bis vor kurzem war es ja noch so, dass wir uns ständig gesagt haben, "jaaa sooo in einem Jahr werden wir doch sicher irgendwo etwas zusammen finden." Aber jetzt, wo sich erstmals abzeichnet, dass dem nicht der Fall sein wird, überlege ich schon, was denn dann Perspektive sein soll? Was kann man sich als (erreichbares) Ziel für eine Beziehung setzen?
In kurzer bzw. mittelfristiger Zukunft zusammenziehen bzw. näher heran ziehen: Möp..wenn man nicht ganz die Realität aus den Augen verliert, ist das nicht drin. Genau das Gegenteil ist der Fall 4 Stunden Fahrtzeit werden ab nächsten Monat zu 6-7 Stunden!
Familiäre Planung? Abseits davon, dass ich es mir im Moment nicht vorstellen kann - wer möchte denn bitte eine Wochenendfamilie haben?
Zu deinen Kriterien:
Ehrlichkeit: Ist denke ich soweit in dem Maße auf beiden Seiten vorhanden. Mit „nett vertagen“ meine ich genau das, wenn ich mich nicht in der Lage fühle jetzt mit ihr über ein ihr wichtiges Thema zu diskutieren, dann sage ich das auch so und biete ihr an das auf morgen zu verschieben oder so (auch E-Mail etc.). Die Sachen werden dann auch am nächsten Tag besprochen. Das kommt bei mir nur eben recht häufig vor, so dass sie schon verständlicherweise etwas enttäuscht ist, wenn ich „schon wieder“ abends früh kaputt bin.
Toleranz: Hier hapert es glaube ich mehr an mir, als an ihr. Soviel Toleranz wie sie mir für meinen "chaotisch spontanen" Lebensstil entgegenbringt, kann ich nämlich im Gegenzug für ihr Leben nicht aufbringen.
Strenge Organisation: Leider ist es so, dass was beruflich das notwendigste und beste Talent von dir ist, bei mir privat die größte Schwäche ist. Ich will nicht groß planen, organisieren etc.; ich will nicht jetzt darüber nachdenken, was ich am 19.Oktober mache …ich denke darüber vielleicht mal am 10. Oktober nach (es sei denn irgendwer heiratet oder macht sonst irgendwas wichtiges ). Konkret heißt dass, dass ich bspw. mit solchen Rhythmen wie „wir sehen uns jedes Wochenende (alle 2-, 3-, 4- Wochen) nichts anfangen kann. Am liebsten würde ich Donnerstags sagen, dass am Wochenende gut ist oder nicht…aber ok, so kann man es natürlich nicht machen. Kompromissweise sage ich spätestens eine Woche vorher zu. Feste Regel bleibt aber ungefähr, dass man sich mind. 1x (im Normalfall 2x) monatlich sieht. Telefoniert wird ungefähr alle 2 Tage, wobei das natürlich auch nicht immer festgelegt ist :rolleyes: . Auch halten wir es so, dass alle Dinge unabhängig vom Zeitpunkt eines nächsten Treffens, sofort angesprochen werden, wenn sie sich ergeben. Ich halte wenig davon, sowas auf die „lange Bank“ zu schieben…wenn dann jetzt, wenn es einen bedrückt…
Und bisher sind wir ja auch 1 1/2 Jahre mit diesem System gut gefahren…daran sollte es dann doch nicht liegen, oder?
Meint die Zukunft ;)
deine Zusammenfassung trifft es wohl ganz gut, wobei ich unbedingt noch die Suche nach Perspektive aufnehmen möchte. Bis vor kurzem war es ja noch so, dass wir uns ständig gesagt haben, "jaaa sooo in einem Jahr werden wir doch sicher irgendwo etwas zusammen finden." Aber jetzt, wo sich erstmals abzeichnet, dass dem nicht der Fall sein wird, überlege ich schon, was denn dann Perspektive sein soll? Was kann man sich als (erreichbares) Ziel für eine Beziehung setzen?
In kurzer bzw. mittelfristiger Zukunft zusammenziehen bzw. näher heran ziehen: Möp..wenn man nicht ganz die Realität aus den Augen verliert, ist das nicht drin. Genau das Gegenteil ist der Fall 4 Stunden Fahrtzeit werden ab nächsten Monat zu 6-7 Stunden!
Familiäre Planung? Abseits davon, dass ich es mir im Moment nicht vorstellen kann - wer möchte denn bitte eine Wochenendfamilie haben?
Zu deinen Kriterien:
Ehrlichkeit: Ist denke ich soweit in dem Maße auf beiden Seiten vorhanden. Mit „nett vertagen“ meine ich genau das, wenn ich mich nicht in der Lage fühle jetzt mit ihr über ein ihr wichtiges Thema zu diskutieren, dann sage ich das auch so und biete ihr an das auf morgen zu verschieben oder so (auch E-Mail etc.). Die Sachen werden dann auch am nächsten Tag besprochen. Das kommt bei mir nur eben recht häufig vor, so dass sie schon verständlicherweise etwas enttäuscht ist, wenn ich „schon wieder“ abends früh kaputt bin.
Toleranz: Hier hapert es glaube ich mehr an mir, als an ihr. Soviel Toleranz wie sie mir für meinen "chaotisch spontanen" Lebensstil entgegenbringt, kann ich nämlich im Gegenzug für ihr Leben nicht aufbringen.
Sie führt ihr eigenes Leben und findet das gutIch glaube dass sollte ich ebenso zu akzeptieren lernen…
Strenge Organisation: Leider ist es so, dass was beruflich das notwendigste und beste Talent von dir ist, bei mir privat die größte Schwäche ist. Ich will nicht groß planen, organisieren etc.; ich will nicht jetzt darüber nachdenken, was ich am 19.Oktober mache …ich denke darüber vielleicht mal am 10. Oktober nach (es sei denn irgendwer heiratet oder macht sonst irgendwas wichtiges ). Konkret heißt dass, dass ich bspw. mit solchen Rhythmen wie „wir sehen uns jedes Wochenende (alle 2-, 3-, 4- Wochen) nichts anfangen kann. Am liebsten würde ich Donnerstags sagen, dass am Wochenende gut ist oder nicht…aber ok, so kann man es natürlich nicht machen. Kompromissweise sage ich spätestens eine Woche vorher zu. Feste Regel bleibt aber ungefähr, dass man sich mind. 1x (im Normalfall 2x) monatlich sieht. Telefoniert wird ungefähr alle 2 Tage, wobei das natürlich auch nicht immer festgelegt ist :rolleyes: . Auch halten wir es so, dass alle Dinge unabhängig vom Zeitpunkt eines nächsten Treffens, sofort angesprochen werden, wenn sie sich ergeben. Ich halte wenig davon, sowas auf die „lange Bank“ zu schieben…wenn dann jetzt, wenn es einen bedrückt…
Und bisher sind wir ja auch 1 1/2 Jahre mit diesem System gut gefahren…daran sollte es dann doch nicht liegen, oder?
Meint die Zukunft ;)
Huhu nochmal!
Sicher, für eine Fernbeziehung muss man geschaffen sein, soll heißen:
dass man darin mehr Vorteile als Nachteile sieht (und zwar beide), sonst kann es ja nicht dauerhaft funktionieren.
Was deine anderen Punkte angeht: Toleranz, Gespräch verschieben, genaues Planen, das muss man in einer Beziehung, die unter einem Dach stattfindet, genauso - das hat also mit der Distanz nichts zu tun.
Du sagst ja selbst, du brauchst eine Perspektive. Wenn es in einem halben Jahr möglich wäre, in der selben Stadt zu leben, ist das ja auch Planung.
Was das berufliche Dilemma betrifft: ich kennen Wissenschafter, die immer unterwegs sind und bei denen die Familie das toleriert, weil es anders eben nicht geht. Wenn man Forscher ist und das als Lebensmittelpunkt betreibt, dann muss das die Familie akzeptieren oder sie bricht auseinander.
Dabei geht es eben wieder darum, inwiefern die Prioritäten aller Beteiligten sich ähneln.
Mir scheint, du wirst mit deiner Freundin ein sehr konkretes Gespräch führen müssen, wenn dir an dieser Freundschaft noch genug liegt, um sie aufrecht zu erhalten. Ein Grundsatzgespräch über gemeinsame Ziele und Pläne oder eben über Differenzen.
Vll sieht die Welt nach diesem Gespräch schon anders aus.
Alles Gute für euch und liebe Grüße von
Sicher, für eine Fernbeziehung muss man geschaffen sein, soll heißen:
dass man darin mehr Vorteile als Nachteile sieht (und zwar beide), sonst kann es ja nicht dauerhaft funktionieren.
Was deine anderen Punkte angeht: Toleranz, Gespräch verschieben, genaues Planen, das muss man in einer Beziehung, die unter einem Dach stattfindet, genauso - das hat also mit der Distanz nichts zu tun.
Du sagst ja selbst, du brauchst eine Perspektive. Wenn es in einem halben Jahr möglich wäre, in der selben Stadt zu leben, ist das ja auch Planung.
Was das berufliche Dilemma betrifft: ich kennen Wissenschafter, die immer unterwegs sind und bei denen die Familie das toleriert, weil es anders eben nicht geht. Wenn man Forscher ist und das als Lebensmittelpunkt betreibt, dann muss das die Familie akzeptieren oder sie bricht auseinander.
Dabei geht es eben wieder darum, inwiefern die Prioritäten aller Beteiligten sich ähneln.
Mir scheint, du wirst mit deiner Freundin ein sehr konkretes Gespräch führen müssen, wenn dir an dieser Freundschaft noch genug liegt, um sie aufrecht zu erhalten. Ein Grundsatzgespräch über gemeinsame Ziele und Pläne oder eben über Differenzen.
Vll sieht die Welt nach diesem Gespräch schon anders aus.
Alles Gute für euch und liebe Grüße von
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