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Philosophie

408 Antworten33'443 AufrufeGestartet von Rosenkatze ·

#301
das find ich nun sehr schön gesagt:

Frei sein bedeutet nun, diese Melodie spielen zu können, ohne dass sie gestört wird. Entfaltungsfreiheit also, die im besten Fall mit anderen Melodien zusammenklingt und eine Harmonie bildet.

Die meisten Einschränkungen dieser Freiheit ergeben sich übrigens nicht durch äußere Schranken, sondern dadurch, dass wir diese Schranken in unser Selbstkonzept übernehmen und eine Einschränkung in uns somit zulassen

.. trifft uach genau auf das zu was ich mir seit tagen überlege. braucht es nicht gerade das wenn man mit einem menschen ernsthaft glücklich sein will? die freiheit seinen eigenen weg gehen zu können, im zusammenspiel mit der freiheit des anderen. ich glaube gerade die echte liebe braucht sehr viel freiheit. deine aussage hat gerade sehr in meine gedanken gepasst udn eigentlich auch eine frage beantwortet. danke schön.

lg

#302
hehe, freut mich. sehr witzig, dass wir uns auf den jeweils anderen threats antworten. danke auch für den anderen comment.

um deinen freiheitsgedanken noch ein wenig weiter zu führen...ich versuche namen zu vermeiden, aber in diesem fall sei auf den existentialismus verwiesen...im grunde ist jedes subjekt allein. diese erkenntnis führt erstmal zu panik. gekoppelt mit der erkenntnis, dass scheinbar alles nichtig und beiläufig ist (was ist es denn wirklich wert, getan zu werden, ohne dass man es auch unterlassen könnte), führt die panik zur krise, da ein weiterleben absurd erscheint. völlig allein und es gibts keinen halt, auch nicht als objektiven sinn. doch die kunst ist es, diese absurdität zu überwinden und das absurdeste zu schaffen, nämlich trotzdem weiterzuleben, obwohl es sinnlos ist. nur wer diese krise durdchschreitet (nicht theoretisch!), kann wirklich frei sein.

und dann stellt sich doch immer wieder die ganz und gar nicht existetialistische frage, woher dieses gefühl kommt, wahrheit erkennen können...

(keine angst, es geht mir gut ;-)

bearbeitet #303
So meine Lieben! Gruezi zusammen!

Wow, Ihr machts mir gar nicht so leicht, dem Tread nachzukommen! ;) Tolle Beiträge habt Ihr hier in der Zwischenzeit hinterlassen! :super:

Dem Sinn einer Zusammenfassung wie Henut es sich gewünscht hat, komme ich nicht nach, aber ich will auch mal wieder meinen Senf dazu geben! :D

während ich mich so fragte, wo ich wohl bei den vielen guten und lustigen Beiträgen einen Anfang finden sollte, fiel mir nach kurzer- zweitägiger Grübelei auf, dass mir immer der eine Satz im Kopf umherrschwirrte. Also nehme ich den doch! ;)

Aber um faul zu sein, sind die Meisten einfach zu bequem. (Charlies Berta # ?)
Ein Satz ganz nach meinem Geschmack! Wieso? Ist wohl Geschmackssache, auf jeden Fall kann man viel daraus interpretieren, wenn man lustig ist. (Und ich bin sehr lustig:D)

Ob sich nun der Gesprächsfaden durch Beziehungskisten, Psychologie oder Freiheitsideale und Pin(k)g Pong Spiele geschlängelt hat- hier finde ich Alles wieder.

Was ist mit der hier erwähnten "Faulheit"? Ist doch auch eine Interpretation, eine Wertung, ein Systemabgleich mit dem eigenen (Werte)System!

Für die Einen ist diese Faulheit der reinste und pure Egoismus. "wie kann man nur im Gras rumliegen, währrend Andere (besser ich) im Büro schuften und mir die Frühstücksmilch noch ausschwitzen muss"?

Für die Anderen ist es eine Möglichkeit, um Kräfte zu sammeln, neu zu tanken oder um sich neu zu ordnen. Vielleicht sogar ein Weg zu sich selbst, wenn es Denjenigen möglich ist, "einfach" mal zu sein. ... denn Das (einfach sein) scheint gar nicht so einfach, in unserer heutigen Zeit, wenn ich mich hier mal von Degradierungen alà "Egozentriker/Egoist" über eingepleute Wertesysteme und viel schlimmer noch: anerzogene Schuldgefühle aus der Vergangenheit umsehe.

(Ich hoffe Ihr verlangt von mir keine genauen Zitatangaben, denn mit der genauen und sachlichen Unterlegung wäre ich wohl bis zum nächsten Sommerbeginn beschäftigt! Ich will nur darauf hinweisen, dass ich diese Gedanken alle aus euren genialen Beiträgen gefischt habe, meine Musen! :D Danke vielmals hierfür!

wenn ihr doch Zitatangaben wünscht: in den letzten 11 Seiten werdet Ihr fündig! ;) )

Nun, wir sind also verschiedener Meinung. Super! Ist das nicht auch eine Art der Freiheit? Jeder so, wie er eben möchte!? ... Wobei, da fällt mir folgendes Zitat ein, was Heartflower in Beitrag #117 von "Gangaji" zu bedenken gegeben hat:

Frei zu sein um zu tun, was ich tun möchte, ist auf keinen Fall vertrauenswürdige Freiheit. »Was man einfach tun möchte«, wird von Impulsen, Instinkten, Wünschen und anderer Leute Meinungen diktiert. Es wird befohlen von Erinnerungen und von Gedanken darüber, was als nächstes anstehen könnte. Das ist das Gegenteil von Freiheit! (Gangaji)
...Ist es so? Ist man immer bestimmt und geleitet von Instinkten, Impulsen, Wünschen Anderer und -ich möchte hinzufügen - alten Weltbildern und Erfahrungswerten, selbst wenn man glaubt "frei" zu sein?Merkt man das denn nicht?

Es wäre nun spekulativ und voreingenommen von mir zu sagen: "nein!" man merkt das nicht! Trotzdem denke ich, dass sich viele damit schwer tun, ernsthaft zu hinterfragen. Und mehr noch, ja eigentlich genau DAS zu hinterfragen was man selbst als das Wichtigste und wahr erachtet! eine ziemlich fiese Aufgabe, so gesehen, oder?

Ist ja bequemer (wo wir wieder beim Anganfssatz wären) einfach sein eigenes wertesystem zu behalten und dafür mit dem Finger auf jene zu zeigen, die ein anderes als man selbst besitzen. .. Trotzdem bin ich da guter Hoffnung - denn wenn ich beispielsweise lese:

Heartflower # 131: Damals hab ich mir nur eine einzige Frage gestellt, nämlich die, liegt es im Bereich des Möglichen, dass alles, was ich zu wissen glaube Schwachsinn sein könnte und alles vielleicht ganz anders sein könnte? (Gangaji)
oder

"Liegt es im bereich des Möglichen, dass das was Du als wahr siehst, ganz anders sein kann"? (charlies Berta)
dann freue ich mich, dort scheinbar auf Zustimmung oder eben ähnliche Fragestellungen getroffen zu sein. Man reist ja nicht gerne alleine, nicht?

Doch wieso sollte man überhaupt auf die idee kommen, seine eigenen Erfahrungen, Werte und Einstellungen zu hinterfragen? Vorallem, wenn man damit bereits "gut" gefahren ist...?

Nun, das ist es eben! Man verlässt nicht einfach bekanntes "Terrain" ohne zu wissen ob die Abreise einem etwas bringt oder ohne, dass man sich davon etwas erhofft!

Wenn man glücklich und zufrieden mit dem "Altbekannten" ist, wird man es wohl kaum hinter sich lassen oder hinterfragen... es sei denn, man hat Gründe dafür - etwas verändern zu wollen oder Veränderung haben zu wollen.

Weil man beispielsweise das Gefühl hat, dass moch etwas "fehlt", oder man neugierig ist oder man mit dem "Alten" doch in so manche Sackgasse gefahren ist...? -dann probiert man vielleicht den nächsten Schritt, raus aus der "sicheren" und "bekannten" Umgebung.

Weil man letzendlich "mehr" will.

mehr Sinn, mehr tiefgang, mehr Freiheit... man will "mehr"...

wenn man sich nun auch noch von den gedanken lösen kann, dass man "mehr" ja vielleicht gar nicht "verdient" hat, dann ist der erste und wichtigste Schritt getan.

Man ist bereit, sein eigenes Weltbild zu hinterfragen.

und das ist mutig, weiss man ja nicht was einen erwartet oder worauf man sich eingelassen hat.

man steht also "wieder" (zunächst) alleine und sogar nackt dar.

Keine alten Gerüste und regeln mehr, an denen man sich festklammern kann. Das kann beängstigend sein.

#302 ...ich versuche namen zu vermeiden, aber in diesem fall sei auf den existentialismus verwiesen...im grunde ist jedes subjekt allein. diese erkenntnis führt erstmal zu panik. gekoppelt mit der erkenntnis, dass scheinbar alles nichtig und beiläufig ist (was ist es denn wirklich wert, getan zu werden, ohne dass man es auch unterlassen könnte), führt die panik zur krise, da ein weiterleben absurd erscheint. völlig allein und es gibts keinen halt, auch nicht als objektiven sinn. doch die kunst ist es, diese absurdität zu überwinden und das absurdeste zu schaffen, nämlich trotzdem weiterzuleben, obwohl es sinnlos ist. nur wer diese krise durdchschreitet (nicht theoretisch!), kann wirklich frei sein. (mr.a)
und nun heisst es, sich zurecht zu finden. sich "neu zu kleiden".

Vielleicht mit neuen Mustern und Wertesystemen, vielleicht aber auch mit dem blossen "Drang": "einfach zu sein".

Freiheit zu sein.

Heartflower #117...Aber Freiheit sein – nichts kann das aufhalten. Freiheit ist die Essenz deines innersten Wesenskerns. Diese tiefere, vertrauenswürdige Freiheit ist der Kern dessen, was und wer du bist. Absolute Freiheit ist immer hier, ungeachtet der Erfüllung oder Nichterfüllung von Wünschen. (Gangaji)
Und ferner fühle ich mich beflügelt von solchen Beiträgen, (der Länge halber etwas gekürzt):

Heartflower #218 Lass dein individuelles Bewusstsein in die Quelle des Bewusstsein fallen, in den Raum, wo alle Gründe und Begründungen, der Hingabe zu widerstehen, als simple Geschichten gesehen werden, als etwas, das erfunden wurde, dass du leicht loslassen kannst.

Erlaube allen Geschichten, allen Verteidigungen, als das angesehen zu werden, was sie sind. Ist eine dieser Geschichten es wert, behalten zu werden? Was ist der Preis zu deinem Leben?

Die Liebe, nach der du überall suchst, ist schon in dir. Sie mag durch eine Anzahl von Menschen oder Ereignisee heraufbeschwört werden. Ein Berg kann diese Liebe heraufbeschwören. Ein Sonnenaufgang kann diese Liebe heraufbeschwören. Doch letztendlich musst du erkennen, das du diese Liebe bist. Die Quelle aller Liebe ist in dir." (Aus "The Diamond In Your Pocket", Kapitel 41)
... #300 Jeder ist doch ein wenig anders und - vielleicht etwas blumiger - beherbergt eine eigene Melodie. Frei sein bedeutet nun, diese Melodie spielen zu können, ohne dass sie gestört wird. Entfaltungsfreiheit also, die im besten Fall mit anderen Melodien zusammenklingt und eine Harmonie bildet. (mr.a)
ich kann nicht für Alle sprechen, doch ich habe vorallem die letzten Tage mit euch hier im Tread als sehr befreiend empfunden und danke euch hiermit einfach für die vielen Anstösse und den köstlichen privaten Anektoden, Lektüren und "Ölungen"!! ;)

Zu guter Letzt will ich alte Träumerin (um etwas Motivation zu sähen) noch eine Vermutung vom Stapel lassen. Nach Allem, was ich nun über die Freiheit zu wissen und fühlen glaube, muss es, wenn es einen Gott oder eine ähnlich geartete höhere Instanz(en) gibt, so sein, dass diese wohl schier grössenwahnsinnig sein müssen! Denn was ist es Weniger als das Unmögliche, in einem irdisch begrenzten Körper, in einer materialistisch existierenden Welt - zu etwas zu gelangen, das "Freiheit" bedeutet???

Eine wahrscheinlich nicht ganz so anspruchslose "Aufgabe" ... ;)

Also Freunde, vielen Dank und: auf zum Unmöglichen! :D Auf ins Getümmel!

Liebst,

Rosenkatze

bearbeitet #304
Eine wahrscheinlich nicht ganz so anspruchslose "Aufgabe"
Findest Du? Nur weil Du ein Paradoxon eingebaut hast, heißt es nicht, daß es anspruchsvoll wäre diese Aufgabe zu lösen.

Nach Allem, was ich nun über die Freiheit zu wissen und fühlen glaube, muss es, wenn es einen gott oder eine ähnlich geartete höhere Instanz(en) gibt, so sein, dass diese wohl schier grössenwahnsinnig sein müssen! Denn was ist es Weniger als das Unmögliche, in einem irdisch begrenzten Körper, in einer materialistisch existierenden Welt - zu etwas zu gelangen, das "Freiheit" bedeutet?
Wenn es eine beliebige höher geartete Instanz gibt, ist die Existenz dadurch bereits nicht mehr auf die Materie allein beschränkt und Freiheit somit wieder verfügbar. Die tatsächlich gefühlte Freiheit um die es hier geht, liegt nicht in der Materie. Solang man aber materialistisch denkt, indem man die Materie benötigt um sich mit dieser zu identifizieren, ist die gennante Freiheit unerreichbar.Dabei bedarf es nicht einmal die Anerkenntnis einer höheren Instanz sondern nur die Anerkenntnis daß mein Selbst nicht ausschließlich Materie ist oder ich andere Materie benutze um mir eine Identität zu verleihen.

Was ist mit der hier erwähnten "Faulheit"? Ist doch auch eine Interpretation, eine Wertung, ein Systemabgleich mit dem eigenen (Werte)System!
Mitnichten. Einen persönlichen Wert zu haben, bedeutet nicht zwingend ein Wertesystem zu haben mit dem man abgleicht. Der persönliche Wert entsteht aus der bewußten Wahrnehmung des Moments, nicht aus dem Abgleich mit einem imaginären System. Der Abgleich mit einem Wertesystem würde das bewußte Wahrnehmen des Moments jedoch wieder verunmöglichen. Ein tatsächlich gefühlter Wert entsteht somit aus dem Augenblick und nicht aus dem Wertesystem.
bearbeitet #305
Liebe Berta,

vielleicht gibts kleine Missverständnisse, macht aber so gesehen ja nichts.

Mitnichten. Einen persönlichen Wert zu haben, bedeutet nicht zwingend ein Wertesystem zu haben mit dem man abgleicht. Der persönliche Wert entsteht aus der bewußten Wahrnehmung des Moments, nicht aus dem Abgleich mit einem imaginären System. (Charlies Berta)
Wo ich mit dem "Wert" hier eine subjektive "Wertung" gemeint habe - eben in Zusammenhang damit, dass eine Tätigkeit bereits als "faul" (Faulheit) bezeichnet wird, (was ja schon eine gewisse Wertung in sich trägt), meintest du mit dem "Wert" vermutlich etwas ganz anderes, ... ein persönlicher Wert der aus dem "Augenblick" entsteht, wie Du sagst. Etwas ganz anderes. Im Übrigen habe ich das an dieser Stelle nicht angesprochen. Aber ich gebe Dir somit Recht, dass das Wort "Wert" mehrheitlich gedeutet werden kann.

Findest Du? Nur weil Du ein Paradoxon eingebaut hast, heißt es nicht, daß es anspruchsvoll wäre diese Aufgabe zu lösen.
Ja, aus meinem dargestellten und bewusst überspitzen Blickwinkel ist es eine ziemlich anspruchsvolle "Aufgabe". Eine "Unmögliche" um genauer zu sein. ;)

Unabhängig davon, ob man meinen Humor verstehen mag oder nicht, bleibt hier etwas Wahres dran:

ein Mensch - der gezwungenermassen schon durch die körperliche Ausdehnung die er nunmal besitzt - "Material" ist - (Genauer: AUCH "Material" ist) - kann nicht gleichzeitig die Eigenschaft der Freiheit haben: "unbegrenzt" zu sein. Allein aus diesem banalen und nicht sehr tiefsinnigen Grund heraus schon, ist eine "totale" und "vollkommene" Freiheit für einen Menschen - solange er diese Eigenschaft besitzt - nicht möglich!

Das hat nichts damit zu tun, dass es für unser Leben überhaupt keine Rolle spielen mag! :rolleyes: Wer sagt denn, dass es die "vollkommene Freiheit" ist, um die es geht....?

Ich habs denke ich nicht gesagt. ;) Ich mag das Philosopieren... :rolleyes: Heute sehr sogar, obwohl es mich in der Schulzeit verwirrt hat, dass der Lehrer nicht gesagt hat: das stimmt, das nicht! Einer der Besten die ich je kennen gelernt habe übrigens..

Ich muss nicht immer "meinen" Standpunkt vertreten. Das ist mir auch zu langweilig. Den kenne ich schon. Es macht mir mehr Spass, die Ungereimtheiten und Ecken weiter auszuloten, die für mich vielleicht noch nicht ganz "geklärt" sein könnten...

(das nur so nebenbei)

Liebe Grüsse!

Rosenkatze

bearbeitet #306
Wo ich mit dem "Wert" hier eine subjektive "Wertung" gemeint habe - eben in Zusammenhang damit, dass eine Tätigkeit bereits als "faul" (Faulheit) bezeichnet wird, (was ja schon eine gewisse Wertung in sich trägt)
Nur wenn man das Wort Faulheit unnötigerweise gegen ein Wertesystem abgleicht. Das Wort Faulheit ist nicht mehr als ein Wort, eine Aneinanderreihung von Buchstaben und in seiner Assoziation eine Tätigkeitsbeschreibung. Mehr nicht. Alles weitere ist das, was Du oder der, der es liest/hört daraus macht.
Um den Bogen zur Freiheit zu spannen, da Du davon überzeugt bist, im Wort Faulheit läge bereits eine Wertung (was sie nicht tut, das stellst Du her aufgrund Deines Wertesystems) nimmst Du Dir selbst Deine Freiheit. Dir wird es je nach Art Deiner Wertung nicht mehr gelingen Faulheit einfach nur zu erleben, da sie durch Dein Wertesystem bereits im Vorfeld als gut, schlecht, weniger gut etc. bewertet wurde und das bei Ausübung Deine Gefühle und Dein Erleben beeinflussen wird. Wenn Du dann mal faul bist, kannst Du nicht mehr einfach nur sein.

ein Mensch - der gezwungenermassen schon durch die körperliche Ausdehnung die er nunmal besitzt - "Material" ist - (Genauer: AUCH "Material" ist) - kann nicht gleichzeitig die Eigenschaft der Freiheit haben: "unbegrenzt" zu sein. Allein aus diesem banalen und nicht sehr tiefsinnigen Grund heraus schon, ist eine "totale" und "vollkommene" Freiheit für einen Menschen - solange er diese Eigenschaft besitzt - nicht möglich! Das hat nichts damit zu tun, dass es für unser Leben überhaupt keine Rolle spielen mag!
Solange Freiheit für Dich bedeutet unbegrenzt zu sein, wird wohl aus der erlebten Freiheit nichts. Freiheit ist nicht mehr, als die Freiheit zu sein.
Das ganze Paradoxe kommt nur aus dem Versuch, etwas erklären zu wollen, was man jedoch nur leben kann.

#307
@berta, um mich zu vergewissern, dass ich deinen gedankengang verstanden habe: meinst du damit, dass sich freiheit und grenze(n) somit nicht ausschließen?

#308
Solange Freiheit für Dich bedeutet unbegrenzt zu sein, wird wohl aus der erlebten Freiheit nichts.
Unsinn, in keinem Wort habe ich erklärt, WAS Freiheit für mich bedeutet. Im gegenteil habe ich sogar darauf verwiesen, auch andere Standpunkte einzunehmen! (Ist ein Philosophietread ;) )

Freiheit ist nicht mehr, als die Freiheit zu sein.
Wer sagt das? Möglich, ja! Aber zu behaupten, dass Das Alles ist, was Freiheit bedeuten kann, ist in meinen Augen auch eine (Be)wertung.

ich muss zur Arbeit. (Weil ich arbeiten will ;) ) Also bis später.

Rosenkatze

bearbeitet #309
@berta, um mich zu vergewissern, dass ich deinen gedankengang verstanden habe: meinst du damit, dass sich freiheit und grenze(n) somit nicht ausschließen?
Nicht nur das. Freiheit ohne Grenzen ist unmöglich. Wer völlig natürliche Grenzen als störend empfindet, verbaut sich doch jede Freiheit. Selbst Bindungen zu anderen Menschen sind ein elemntarer Bestandteil um frei sein zu können, wer sich nicht binden kann, kann nicht frei sein.
Wer grenzenlose Freiheit sucht wird diese nie erreichen und die Suche danach wird ihn für immer gefangen halten.

Grenzenlos ist meine Freiheit erst, wenn ich mich nicht mehr als eingeschränkt wahrnehme in dem was ich bin weil ich einfach nur bin und das im vollen Umfang annehme (und feiere :D )

Im gegenteil habe ich sogar darauf verwiesen, auch andere Standpunkte einzunehmen! (Ist ein Philosophietread ;) )
Irgendwann ist es aber nicht mehr Philosophie, sondern nur noch Rethorik. Ich erkenne keinen Mehrwert darin, sich Gedanken zu machen warum ein Apfel sich nicht darüber ärgert, daß er nicht eckig ist. Außer vielleicht im Zeitvertreib. Aber dann ess ich den Apfel in der Zeit lieber.

Wer sagt das? Möglich, ja! Aber zu behaupten, dass Das Alles ist, was Freiheit bedeuten kann, ist in meinen Augen auch eine (Be)wertung.
In diesem Fall hab ich das gesagt. Mir ist es eigentlich wurscht was Freiheit alles sein könnte, sollte, müsste. Ich hab meine gefunden und das genügt mir. Und die ist nicht mehr als meine Freiheit zu sein. Und mehr brauchts auch gar nicht. Aber wie oben schon gesagt, man kann es nur leben. Wer sich den Kopf darüber zerbricht, kommt nur immer weiter weg davon.
#310
Liebe Berta,

Mir ist es eigentlich wurscht was Freiheit alles sein könnte, sollte, müsste. Ich hab meine gefunden und das genügt mir. Und die ist nicht mehr als meine Freiheit zu sein. Und mehr brauchts auch gar nicht. Aber wie oben schon gesagt, man kann es nur leben. Wer sich den Kopf darüber zerbricht, kommt nur immer weiter weg davon.
Nicht mehr aber auch nicht weniger! Liebe Berta, ich unterschätze diese "Freiheit, einfach zu sein" nicht und ich hoffe du verstehst mich nicht falsch wenn ich jetzt sage, dass ich genau diese Ansicht als sehr wertvoll erachte! ;) Du hast vollkommen Recht, um dorthin zu gelangen, brauchts keine Quasselstrippen und auch keinen Philosophietread eigentlich, es kann nur erreicht werden, wenn man sich auf den Weg dorthin macht (im übertragenen Sinne). In dieser Hinsicht bist Du mir wahrscheinlich auch sehr vieles vorraus (bitte ohne das jetzt auch als Wertung zu betrachten), denn ich befinde mich noch auf dem Weg dorthin, währrend ich nichtmal wirklich einschätzen kann, "WO" Du Dich wohl "befindest"...

Ich muss Dir jedoch wiedersprechen, die dargestellten "Überlegungen" als Rhetorik zu bezeichnen. Es geht mir persönlich (kann ja jeder so handhaben wie er/sie will) nicht darum (undzwar ganz und gar nicht) hier in diesem Tread "meine" Ansichten oder Darlegungen irgendwem aufzustülpen. Das verstehe ich nicht unter Philosopie. Das Wort alleine beinhaltet schon die Aussage "Viele Weisheiten" (Philosopie), und darum gehts! Es muss nicht zu einem allgemein Konsenz oder Schluss kommen. In meinen Augen ist das das Besondere hieran. Es kann, aber es muss nicht. Steht jedem frei, was er sich mitnehmen will oder was nicht. Und weiterhin finde ich es wirklich spannend, auch zwischendurch die Standpunkte einzunehmen, die man zunächst eigentlich eher weiter weg geschoben hat. Das habe ich teils probiert. Hilft mir, die verschieden Ansichtsweisen besser zu verstehen und letzendlich sehe ich daran auch immer wieder, dass es nicht nur "die Eine" allgemeingültige Wahrheit und Antwort geben muss.

Ich denke, dass man sich ja nicht gezwungenermassen falsch verstehen muss, es sei denn, es macht irgendwem Spass :D , aber ich hab n bisschen den Eindruck, als rede man etwas aneinander vorbei. Wie dem auch sei ist vielleicht auch nicht so wichtig.

Wenn Du erlaubst, gebe ich Dir mal ein Beispiel: Heartflower hat Dich gefragt, wie Du zu dieser Frage stehst

@berta, um mich zu vergewissern, dass ich deinen gedankengang verstanden habe: meinst du damit, dass sich freiheit und grenze(n) somit nicht ausschließen?
und Deine Ansicht dazu ist sehr praxisnah und bietet dem Mitleser zudem auch eine Möglichkeit, sich darum Gedanken zu machen und vielleicht zu einem Schluss zu gelangen, der Ihm sehr dienlich sein kann. Finde ich wunderbar, ehrlich! Auch wenn das hier nix zur Sache tut.
So löblich und hilfreich sind meine Gedankenansätze aber nicht unbedingt, oder nicht grundlegend. Die Absicht beispielsweise bei meiner Darstellung, dass "Gott wohl grössenwahnsinnig" wäre- ist vielleicht nicht ganz so hilfreich. Möglicherweise sogar verunsichernd, wenn Jemand es sich zu ernst genommen hat. Ich sehe schon diesen Unterschied im Hintergrund der Aussagen beispielsweise, liebe Berta.

Aber nur ums dazu zu sagen, vielleicht habe auch ich für solche Behauptungen durchaus meine Gründe. Sie fallen nicht wahllos. Und an deiner Reaktion, die davor warnen möge, dass es nicht zu viel ins Theoretische abschweift und es hilfreicher ist, wenn man sich an das hält, was ist und nicht was sein könnte... sehe ich ein bisschen meine absicht damit erfolgt, was ich "erreichen" wollte.

Weisst du was ich meine?

Bloss wenn du magst, geb ich dir ein Beispiel dazu.

Im Übrigen, Freiheit und Grenzen schliessen sich in meinen Augen auch nicht aus. Theoretisch tut es das. Die Welt besteht jedoch nicht bloss aus Theorie.Unser kümmerlicher Verstand kommt einfach irgendwann an "Grenzen"... das heisst aber nicht, dass es diese aufgrund unserer verminderten Denkfähigkeit auch wirklich geben mag. ;) Es kann sowohl Grenzen geben, wo es auch Freiheit gibt. Ein Wunder wie ich finde, aber es existiert. Und wir sind alle mittendrin.

Liebe Grüsse

Rosenkatze

bearbeitet #311
Unser kümmerlicher Verstand kommt einfach irgendwann an "Grenzen".
Du bist so nah dran. Nur noch ein kleiner Hopser und Du erkennst, daß Du mit dem Verstand nicht weit kommen kannst :)

In dieser Hinsicht bist Du mir wahrscheinlich auch sehr vieles vorraus
Bin ich nicht. Das würde nämlich bedeuten, daß Du mir folgen müsstest um zu Dir zu kommen, aber so würdest Du nur von Dir weg kommen.

denn ich befinde mich noch auf dem Weg dorthin, währrend ich nichtmal wirklich einschätzen kann, "WO" Du Dich wohl "befindest"...
Du kannst da wo ich mich befinde nicht hin und wenn Du's versuchst wirst Du scheitern müssen. Versuch nicht mich zu verstehen, versuch nicht das zu machen oder zu durchdenken was ich mache oder durchdenke. Du kommst so nur weg von Dir. Wenn Du Deinen Weg gehen willst, versuch die Wege zu verlassen.
Ich bin kein großer Fan von Zitaten, denn es geht nicht darum andere zu zitieren oder andere zu verstehen, sondern darum sich selber zu verstehen. In dem Fall mag ich mich aber nicht mit fremden Federn schmücken. Krishnamurti nannte es "das pfadlose Land" - im ZEN heißt es, es gibt keine Tür durch die man hindurch gehen muss, die Tür ist nur in unseren Gedanken und die Suche danach sie zu öffnen führt einen nur weg. Der Weg dahin liegt im Vergessen der Tür.

Irgendwo hab ich's schonmal hier geschrieben. Wenn Du verstehen willst, lass das Denken sein oder das lesen. Geh raus und schau Dir 'n Blatt an oder 'n Stein oder 'ne Blume.

#312
Liebe Berta,

In dieser Hinsicht bist Du mir wahrscheinlich auch sehr vieles vorraus
hiermit meinte ich lebensnahe Sachen, Erfahrungen... usw. Aufgrund Deiner bisherigen Beiträge und gewisser Ansichten über die innere Freiheit kam ich dazu, dass ich mir Dich als einen Mensch vorstelle, der sehr viel auf diese innere Stimme achtet. Ohne hier zu esoterisch werden zu wollen (denn da gehen ja bei Einigen leider ziemlich schnell die Alarmsignale auf rot :D ) denke ich, dass es genau diese "Stimme" ist, die Dich auf Deinem eigenen Weg weiterbringt. Man kanns auch Geflüster, Bauchgefühl, Eingebung oder Intuition nennen... ich bleib bei der Stimme. ;)

Ein Vergleich ist ohnehin nicht wirklich möglich. Wenn, wie ich Dir zustimme, ein Jeder seinen eigenen Weg zu gehen hat. Ich hab nicht wirklich vor gehabt, in Deine wunderschönen Fussspuren zu treten, liebe Berta, wenns auch ein gewiss sehr interessanter und abenteuerlicher Weg wäre... aber damit käme ich ja gar nicht auf meine Kosten! :rolleyes: Glaube nicht, dass ich die gleichen Sehnsüchte und Wünsche wie Du teile... Außerdem wird mir "Anpassung" immer unsympatischer...

Was das Denken anbelangt,... ja scheint eine Berufskrankheit zu sein :D . Seit ich nicht mehr in der Uni bin, machts mir auch wieder vermehrt Spass, also gönn ichs mir. ;)

Und um mal noch ein Zitat miteinzubauen :D , um auf die Blättergeschichte zurückzukommen: Wie Innen, so Außen. Wie Oben, so Unten. (Verfasser mir unbekannt) Was Du Makrokosmos findest, findest Du auch im Mikrokosmos, also beispielsweise einem einzelnen Blatt. Es ist faszinierend.

Meist staune ich jedoch in den Himmel hinein und begrüsse meine Drachen, Phönixe, trinke Kaffee mit Dumbledore oder schau einem grandiosen Himmelsschauspiel zu. :D

Auch wenn Du kein Fan von Zitaten bist, ich fand dieses einfach super:

Du kannst da wo ich mich befinde nicht hin und wenn Du's versuchst wirst Du scheitern müssen. Versuch nicht mich zu verstehen, versuch nicht das zu machen oder zu durchdenken was ich mache oder durchdenke. Du kommst so nur weg von Dir. Wenn Du Deinen Weg gehen willst, versuch die Wege zu verlassen. (Charlies Berta)
"Wege entstehen beim Gehen" (Franz Kafka)

Im Grunde ists mir bei Zitaten auch egal, was für ein Name dahinter steht. Wenn mir aber eines gefällt, weiss ich zumindest, unter welcher Suche ich möglicherweise ähnlich ansprechende finden könnte...

Ich glaube, dass der "Weg" zur inneren Freiheit sehr viel damit zutun hat, wie man sich selbst betrachtet und wahrnimmt. Man kreiirt sich Selbst, sein Leben ... und je eher diese "Kreation" (Kreatur) mit dieser inneren Stimme übereinstimmt - umso mehr Freiheit kann empfunden werden...

Liebe Grüße an Alle!

Rosenkatze

bearbeitet #313
hiermit meinte ich lebensnahe Sachen, Erfahrungen... usw. Aufgrund Deiner bisherigen Beiträge und gewisser Ansichten über die innere Freiheit kam ich dazu, dass ich mir Dich als einen Mensch vorstelle, der sehr viel auf diese innere Stimme achtet. Ohne hier zu esoterisch werden zu wollen (denn da gehen ja bei Einigen leider ziemlich schnell die Alarmsignale auf rot :D ) denke ich, dass es genau diese "Stimme" ist, die Dich auf Deinem eigenen Weg weiterbringt. Man kanns auch Geflüster, Bauchgefühl, Eingebung oder Intuition nennen... ich bleib bei der Stimme.
Ja, zuhören lernen ist das Wichtigste. Anderen und sich selbst. Ist alles schon da. Das Denken ist da nur im Weg, weil dann alles schon voll ist und man nicht mehr zuhören kann. Manch einer mag ja auch nicht zuhören, schon gar nicht auf seine innere Stimme, könnt ja weh tun. Wieder ein anderer kann nicht zuhören, weil er dann Verantwortung für sich übernehmen müßte. Mir ist es gleich, ob da bei irgendwem irgendwelche Alarmglocken angehen. Sind doch seine Alarmglocken dessen Geschrei er ertragen muss, ich bevorzuge ruhiger zu leben.

Was das Denken anbelangt,... ja scheint eine Berufskrankheit zu sein :D . Seit ich nicht mehr in der Uni bin, machts mir auch wieder vermehrt Spass, also gönn ichs mir
Gegen das Denken ist auch nichts zu sagen. Manchmal ist es sogar recht hilfreich, aber vor allem dann, wenn es kein Gegrübel ist sondern sich im Einklang mit der inneren Stimme befindet. Abschalten kann das Denken sowieso Niemand. Nur hab ich gemerkt, daß es lang nicht den Stellenwert hat, der ihm gerne beigemessen wird. Denken ohne Bewusstsein oder das Leben seiner Gedanken sind auch nur hohle Worte ohne Inhalt.

Ich glaube, dass der "Weg" zur inneren Freiheit sehr viel damit zutun hat, wie man sich selbst betrachtet und wahrnimmt. Man kreiirt sich Selbst, sein Leben ... und je eher diese "Kreation" (Kreatur) mit dieser inneren Stimme übereinstimmt - umso mehr Freiheit kann empfunden werden...
Schön geschrieben. Ich glaub's nicht nur, ich weiß es sogar. Das ist es nicht ganz, weil noch ganz viel loslassen dazu gehört, da alles was wir beseitzen, auch im Geiste besitzen, uns also daran Klammern, uns einschränkt. Dazu gehören eben auch die Wertesysteme und all das worüber wir oben schon geschrieben haben. Seit ich's probiert und bemerkt habe wie unnötig all dieser, auch mir vorher, so angeblich wichtige Firlefanz ist, möchte ich's nimmer missen.
Wenn ein Mensch irgendwas brauchen würde, würde er es bei der Geburt mitbringen. Aber alles was er braucht, ist schon da. Leider hilft ihm Niemand beim zuhören lernen, sondern er wird stattdessen vollgestopft mit Regeln. Das nennen wir dann Gesellschaft oder Zivilisation. Führt aber weg von uns, weg vom Menschen und auch weg von der inneren Freiheit und der Eigenverantwortung die jeder für sich trägt.

#314
"Was für’n großes Gefühl.

Was für große Erwartungen, die ich fühl.

Was für große Verantwortung, was für ne große Bürde.

Zu beschreiben was für mich die Freiheit heißt, was für ne große Hürde.

Ich kann nur meinen kleinen Teil dazu beitragen.

Freiheit kann man nicht eingrenzen, Freiheit muss man ausatmen.

Freiheit bedeutet sein wie ich bin, Freiheit heißt für mich Fehler machen wie’n Kind.

Und wenn’s sein muss, fall ich halt hin.

Doch ich steh wieder auf, Freiheit heißt zöger nicht, sondern lauf

Wenn du weißt was du willst, dann tu es, wenn nicht dann tust du es auch

Freiheit bedeutet frei sprechen, frei machen, frei bleiben

Mauern die, die Angst vom Versagen errichtet einreißen, Mut haben

Freiheit bedeutet auch zu enttäuschen, sich selbst zu erfüllen

anstatt die Erwartungen von anderen Leuten

Freiheit heißt auch Entscheidungen treffen

Freiheit heißt hin und wieder sich die Freiheit zu nehmen die Meinung zu wechseln

Freiheit heißt es macht manchmal auch Sinn,

dass meine Freiheit da enden muss, wo die Freiheit eines Anderen beginnt

Aber Freiheit darf niemals heißen: entsagen von unseren Rechten

Nach ihr zu leben, zu streben und frei über sie zu sprechen

Freiheit kann man nicht eindämmen, Freiheit muss man ausatmen

Freiheit, Freiheit

Ist das Einzige was zählt

Freiheit, Freiheit

Ist das Einzige was zählt

Freiheit, was für ein großes Wort, ich hab gehört, dass du grenzenlos bist

Trotzdem, kennen viele Menschen dich nicht, sie kämpfen für dich

Manche mit reden, schweigen und beten, andere mit Macheten

weil andere Perspektiven fehlen

Du bist für jeden was Anderes

Umso paradoxer ist es, wenn man Politiker um dich handeln lässt

Du bist das Recht, du bist das, was jeder verdient

niemand sollte um dich bitten müssen, nirgendwo, nie

Du bist so intim und persönlich, wie die innersten Wünsche und Träume

doch die verwirklichen nur wenige Leute

Manche glauben wirklich man könnte dich kaufen

andere laufen zehntausende Kilometer durch Wüstensand, weil sie an dich glauben

Migranten lassen ihr Land zurück nur für dich, in der Hoffnung auf dich

und manche finden dich trotzdem noch nicht

Manchmal opfer ich einen Teil von dir um andere zu haben

und manchmal muss ich mich trennen um dich mehr zu erfahren

denn du bist FREIHEIT

Freiheit kann man nicht eingrenzen, Freiheit muss man ausatmen

(©Curse - Freiheit)

#315
Weisst Du, Was Du bist? Weisst Du, wonach Du im Innersten strebst? Wofür Du lebst und wofür Du stirbst? Was ist die Sehnsucht, die Dich treibt?

Freiheit "bist DU". "DU SEIN".... Eine absolute Freiheit entspricht wohl deinem wahren und absoluten Selbst, oder? Die Frage ist weiterhin: Wer/Was bist Du? ;)

@ Berta und Purgi: ausser dem hier kann ich nichts hinzufügen... finds wunderschön

#316
Die Frage ist weiterhin: Wer/Was bist Du?
Du bist! Warum willst Du das mit einem wer oder was einschränken?

#317
ich finde, du bist wer du bist in diesem augenblick und du wirst sein, wer du werden willst.

#318
Du bist! Warum willst Du das mit einem wer oder was einschränken? (Charlies Berta)
ich frage mich, ob man "DU" sein kann (also man selbst)- wenn man nicht (instinktiv) weiss, was man ist. Wie ist man einfach "Du", wenn der Begriff einem nichts sagt?

Ich will kurz ein Beispiel aus meinem Leben anbringen, denn nur das kenne ich so gut.

Es gibt Tage und Momente, da fühle ich mich "fehl" am Platz. Ich aknn dann nicht wirklich ergründen wieso das so ist, denn Alles, was man eigentlich bräuchte - ist da!

Nur dringen Emotionen, Licht oder Dunkelheit - irgendwie nicht zu mir vor. Ich fühle mich "fremd". Anders kann ichs nicht beschreiben... ich kann das Leben nicht "anfassen" es nicht berühren und es berührt mich nicht.

Erst, wenn ich in mich gehe, meine Einsamkeit suche und "mich" suche... finde ich nach einer Zeit des Trauerns wieder "zu mir". Ich fühle mich wieder und auch das Leben. Doch jedesmal wenn ich auf die Suche nach mir gehe- erfahre ich auch etwas mehr von mir. Teile von mir, was auch zu mir gehört und was ich auch bin. Auf den ersten Blick manchmal erschreckend, doch wenn ich es annehme, empfinde ich Licht, Wärme, Leben und das Gefühl "es passt".

Es ist nicht so, dass ich durchweg im Fluss des "Seins" lebe. manchmal muss ich durch eine Phase des "nicht-seins" der isolation hindurch, um wieder zu sein.

Es geht mir so.

ich finde, du bist wer du bist in diesem augenblick und du wirst sein, wer du werden willst. (Heartflower)
Wir haben das Potential, uns dazu hin zu verändern, wo wir hinstreben, hinwollen. Doch wisse erstmal, was Du wirklich willst! Gar nicht so leicht, finde ich. ;)

Liebe Grüsse!

Rosenkatze

#319
Auf den ersten Blick manchmal erschreckend, doch wenn ich es annehme, empfinde ich Licht, Wärme, Leben und das Gefühl "es passt".
Weil Du Dich dann annimmst. Bewusstes sein! Da steckt schon alles drin.

Wie ist man einfach "Du", wenn der Begriff einem nichts sagt?
In dem man es ist. Muss man es definieren, kann man's schon nicht mehr sein.
Es ist egal womit ich versuchen würde mich zu definieren, indem ich's versuche kann ich mich nicht mehr annehmen. Es reicht völlig mich bewusst anzunehmen. Alles darüber hinaus ist schon wieder viel zu viel und bringt mich nur weg.

Ich kann mir noch so eine Latte von Eigenschaftsbeschreibungen an's Bein nageln, aber die werden nie ich sein. Wenn ich mich aber nur durch Beschreibungen wahrnehmen kann, kann ich nie mich wahrnehmen, sondern nur den Teil, der gerade durch die Schablone passt, die ich anlege. Und passt mir der Teil dann nicht, versuche ich an mir rumzufummeln und mich zu verbiegen, damit ich mir in den Kram passe. Völlig daneben :D

#320
naja, ich kann ja aber auch jede minute neu denken, dass ich jetzt weiß, was ich wirklich will.

man kann seine entscheidungen/ziele immer hinterfragen, vorallem fällt das am leichtesten, wenn sich probleme in den weg stellen... das heißt aber nicht, dass man nicht wirklich weiß, was man will. und umgekehrt denke ich, dass, wenn man dann an sein ziel angelangt ist, einem auffallen kann, das es nicht das ist, was man wirklich will.

manchmal hat man das schon was man will und merkt es gar nicht, dass man es wollte, bis man erkennt, ohhh das habe und wollte ich schon die ganze zeit :D

will damit sagen, für mich gibt es keinen großen unterschied zwischen 1. wollen und 2. wirklich wollen, außer vielleicht eine erhöhte bereitschaft an kraftaufwand um 2. zu erreichen.

so schwer ist das herausfinden von "was will ich", eigentlich gar nicht - das gleiche gilt für "wer bin ich".

edit: berta, darf ich deinen text meinem jetzt-ex, der sich auf die suche nach seinem Ich machen will, mitgeben bitte ? ;)

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