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Richtig einsam ist es nun

10 Antworten2'189 AufrufeGestartet von LonelyBen ·

LonelyBenThemenstart
#1
Hallo zusammen,

als sehr schwacher Poster hier im Forum nehme ich mir heute wieder die Zeit, etwas zu schreiben. Ich möchte hier nur meine Gedanken niederschreiben. Jeder der möchte, kann sich hier anschliessen oder einfach nur lesen.

Zu allererst, vor etwa 2 Wochen, habe ich meine 9,5-jährige Beziehung beendet.

Dazu möchte ich eigentlich gar nicht sehr viel schreiben, ausser das es für mich schon lange nicht mehr gepasst hat, und es unausweichlich war.

Die Einsamkeit ist es nun irgendwie, die an mir nagt. Obwohl ich von Haus aus gerne alleine bin und Ruhe bei mir über alles geht, ist es doch ein sehr seltsames Gefühl zu wissen, das niemand mehr heimkommt.

Hinzu kommt, das ich wegen der Beziehung fast alle meine Freunde verloren habe. Nur einige wenige sind mir geblieben, und als "Stubenhocker", sag ich mal, fällt mir es auch nicht leicht, Neue zu gewinnen.

Nun denn, nach fast 10 Jahren Beziehung ist es, so denke ich, nicht einfach sich wieder an das völlige Alleinsein zu gewöhnen. Aber wenn ich ehrlich bin, möchte ich, so blöd das auch klingt, gleich wieder eine Freundin. Ich hätte halt gerne Eine, die etwa die gleichen Züge hat wie ich. Denn wenn es anders ist, funktionierts nicht, das weiss ich inzwischen auch schon.

Aber naja, es ist halt wie es ist. Als nüchterner, pessimistischer Realist fällt es mir dreifach schwer, die Wörter Liebe und Beziehung richtig zu interpretieren.

Hmm, dieses Mal ist es gar nicht so viel Text geworden.

Liegt vielleicht daran, das ich mich jetzt zwar etwas besser fühle, weil

ich überhaupt etwas geschrieben habe, ich aber momentan ein Gefühl verspüre, mit dem ich nicht recht was anfangen kann, und es mich daran hindert, weiterzuschreiben.

Nun ja ich lasse das hier mal so stehen und warte mal, ob was von euch kommt...

Mfg LonelyBen

#2
Hi

Ich denke, dass du dir zuerst einmal Zeit geben solltest die Trennung zu verarbeiten. 9.5 Jahren sind eine seeeeehhhhhr lanhe Zeit, vorallem in unserem Alter : ). Du hattest seit deiner Jugend eine Freundin, also immer einen Menschen bei dir. Es ist absolut normal, dass du dir gleich wieder eine Freundin wünschst aber es sollte dir klar sein, dass sie deine Leere nicht unbedingt so füllen kann, wie du es bei deiner Ex-Freundin erlebt hast. Ich kenne dein Gefühl aber genau. Mein Freund hat mich nach sechs Jahren Bezihung verlassen und ich fühle mich auch unendich einsam und würde mich am liebsten gleich neu verlieben, ich weiss aber aus Erfahrung, dass das nur eine Illusion ist.

Alles Gute!

#3
Liebe tara,

es ging mir nach 10 jähriger Beziehung genauso - ein paar survival- Tips:

1.Lächle Dich morgens im Spiegel an!!!

2. Stell Deine Möbel um, montiere in sichtweite des Bettes einen Spiegel und hänge rundherum Photos von Freunden auf - das sollte der erste Anblick des Tages sein: Du umgeben von Freunden

3. Gib ne Party - such Dir auch die Freunde raus, von denen Du seit Jahren nix gehört hast, das geht! - erst nach meiner "housrewarming Party" hat mein Telefon wieder geklingelt - sag bei der Einladung dazu, dass Du frischer Single bist, und einfach Freunde um Dich herum brauchst - sag Deinen Freunden, sie sollen Dich überall hin mitschleppen - egal wohin

... so war ich Fallschirmspringen, auf diversen Parties, hab bei Freundinnen genächtigt, wenn sie Strohwitwen waren (mit sehr viel Gekicher im Doppelbett tratschen bis nach Mitternacht - wie zu Schulzeiten auf Klassenfahrt - funktioniert auch bei Freundinnen, die Kinder im Haus haben)

4. Such Dir einen Verein, wo Du 1x pro Woche fix Kontakt zu anderen Leuten hast - bei mir war das erst ein Chor, dann kam noch ein Spanischkurs dazu - das waren mitunter über Wochen die einzigen Leute, mit denen ich privat geredet hab - aber dieses Minmum an sozialem Kontakt hilft enorm!

Achja, und ich hab mir California-Tropfen besorgt - Bachblüten etc... gibt's auch -

eben alternative Dinge um mich ein wenig aufzufangen (da gibt's Notfalltropfen, Tropfen gegen Liebeskummer, Tropfen zur Stärkung des Selbstbewußtseins , gemütsaufhellend, ......)

Das wird schon wieder - es wird zwar jetzt ein wenig anstrengend, weil Du ein wenig um die Häuser ziehen mußt mit Freunden, auch wenn's Dich mal nicht sooooo sehr freut, aber das ist der Preis, den man für ein klingelndes Telefon zahlen muss ;)

Alles Liebe,

S.

#4
Hoppala,

sollte natürlich 'lieber Lonely Ben heißen' -

und übrigens: bei mir war die Beziehung von 16-26

#5
@LonelyBen

Ohja,lieber Ben,da sprichst Du mir aus der Seele..

Als meine Beziehung noch funktioniert hat war es schön alleine zu sein und Dinge zu tun die ich nicht tun konnte wenn meine Freundin da war.Ob fernsehen,Viedeospiele oder einfach nur meine Ruhe haben wollen.

Jetzt wo ich weiß Sie wird nie wieder zurückkommen,sind diese Dinge nicht mal mehr genug Abwechslung um Sie kurzzeitig aus meinen Gedanken zu vertreiben.

Du kannst nun nur versuchen die Trennung als Herausforderung zu sehen.Gib Dich dem Gefühl hin es Ihr eines Tages zu zeigen.

Geh einfach raus,und wenn es auch nur spatzieren ist.Ruf alte Freunde an die nichts mit Ihr zu tun haben.Die gibt es immer,auch wenn man jahrelang nichts von Ihnen gehört hat.Geh arbeiten und konzentrier Dich voll auf diese Aufgabe.Renovier Deine Wohnung.streiche neu,schmeiß altes weg,kauf neues,stell Möbel um.

Es dauert aber es wird besser.Alleine die Tatsache das du Anschluß suchst ist Garant dafür,Anschluß zu finden.

Sprich aber nicht von einer neuen Freundin.Du versuchst damit nur auf dem selben Weg zu bleiben,den Du mit deiner Ex gegegangen bist doch Du mußt Dir klar darüber werden,daß Du dieser Weg schon am Ende ist und in einer Sackgasse mündet.

#6
Hallo an alle,

ich hatte schon gar nicht mehr damit gerechnet, das noch was kommt, nach ein paar Tagen hab ich nicht mehr nachgesehen, und jetzt sind vier Antworten hier, die ich natürlich nicht unbeantwortet lassen möchte.

Heute fällt es mir etwas leichter, über alles zu schreiben. Sehr viel hat sich in den letzten Monaten getan, das meiste ist allerdings nicht positiv.

Zum einen, das ich den Zorn von der Familie meiner Ex auf mich gezogen habe, zum anderen, das ich mich entscheiden muss, einer anderen Ex-Freundin zu gestehen, das ich Sie nie vergessen habe. (Eigentlich habe ich das schon getan, aber zurückgekommen ist nichts, was mich auch nicht wundert, aber, andere Geschichte...)

Nun, jetzt gerade steht eine andere Entscheidung an.

Nachdem ich mich nicht nur von meiner (langjährigen) Freundin, sondern auch von meinem Job getrennt habe, stellt sich nun die Frage was ich nun machen soll.

Momentan bilde ich mich etwas weiter, aber ich bin nicht sicher, ob ich das später machen will. Ich würde ganz gut verdienen, und auch ein bisschen rumkommen, trotzdem,....

Diejenigen von euch, die gemeint haben, ich soll meine Möbel umstellen und mich mit Freunden treffen, nun ja, das ist nett gemeint, aber bei mir gibts nicht viel zum Umstellen, und auch Freunde sind eigentlich keine vorhanden.

Das keiner mehr da ist, hängt vor allem damit zusammen, das ich damals die meisten verjagt habe, bewusst oder unbewusst. Ich bin ein Mensch, mit dem niemand gern zusammen ist. Dazu trage ich auch bewusst bei, ein ewiger Kreislauf halt, aus dem auszubrechen für mich schon unmöglich geworden ist. Bei mir würde nur noch eine Therapie helfen.

Ich sags wie es ist, ich habe eine Abneigung gegen allerlei Menschen. Selbst hier in der Virtualität des Internets habe ich nie die volle Wahrheit geschrieben, weil ich nie wollte, das jemand erfährt, wer ich wirklich bin.

Aber, weil ich jetzt schon dabei bin, jetzt mal Klartext:

Ich bin 26 Jahre alt, voll arbeitsfähig, und ja, ich hätte gern wieder eine Freundin.

Mein einziger Freund ist ein 25-jähriger, 150 Kilo schwerer "Kollege", mit dem ich eine Unterhaltungtiefe von etwa einer Bierflasche zusammenbringe, wobei das allerdings nicht an mir liegt.

Alle anderen Leute, die bei Gott nicht viele sind, die ich kenne, sind froh wenn sie nicht mehr als einen Satz mit mir reden müssen, was allerdings sehr wohl an mir liegt. (Siehe weiter oben)

Mein Vater, ein pensionierter Betreibsleiter einer Abteilung in einem Stahlwerk, eine Ausgeburt an Intelligenz wie man sie selten gesehen hat, weiß alles, kann alles voraussehen, und hat AUF WIRKLICH ALLES eine Antwort. Es versteht sich natürlich von selbst, dass alles, WIRKLICH ALLES, was ich tue, natürlich nur Nachteile hat, und nur das was er sagt gut ist.

(Schön daran ist, das er oft Recht hat, und seinen Triumph bis zum letzten auskostet, er geilt sich förmlich daran auf, er macht die Leute um sich mit dieser Psychomasche bis zum Zusammenbruch fertig)

Schlimm daran ist, das ich genauso bin wie er, was 2 Folgen hat. Erstens, das ist einer der Gründe, warum niemand mit mir etwas zu tun haben will, und zweitens, ich hasse mich mindestens soviel wie ihn.

Dann meine Mutter, eine an sich nette Frau, die aber nichts besseres zu tun hat, als mich jedes Mal mit ihren Problemen zuzutexten, die Sie mit meinem Vater hat.

Ich muss zugeben, sie hat mir früher oft geholfen, aber das ist jetzt vorbei. Meine Mutter ist stark unfähig alleine zu leben, deshalb sind meine Eltern auch wieder zusammengezogen.

Wenn ich ihr mal meine Probleme erzähle, endet es immer damit, das sie nach nicht mal 5 Minuten mit ihren Problemen anfängt, und jedes Mal wenn es wieder soweit ist muss ich "dringend was erledigen", weil ich es nicht mehr ertrage, mir diesen Scheiss anzuhören.

Dann wär noch mein Bruder, der sich nur meldet wann er was braucht, und das sollte man möglichst gleich machen und bis zur Haustür liefern, wenns geht.

Und natürlich meine Schwester, die ausser "Hallo" und "Tschüss" für mich kein weiteres Wort übrig hat.

Soviel zu meiner Familie. Ich bin heute dankbar dafür, mit 17 ausgezogen zu sein, um das alles nur mehr am Rand ertragen zu müssen.

Meine Geschwister sind eigentlich genauso wie ich, ein Produkt dieser ach so tollen Familie.

Aber kommen wir wieder zu mir. Ums kurz zu machen, ich bin ein einer in Selbstmitleid zerfließender, rückgratloser, besserwisserischer Zyniker, der am Rande des sozialen Lebens sein Dasein fristet. Mich belasten soviele Dinge, das es zu lange dauern würde, alles aufzuzählen.

Ich verlasse selten die Wohnung, ausser wenn es sein muss, mein Minderwertigkeitskomplex, meinem Vater sei Dank, hindert mich mich in Verbindung mit meinem Stotterproblem daran, selbst einfachste Konversation zu führen, ohne zum Schluss als völliger Idiot dazustehen.

Ich hatte bis heute EXAKT 4 (vier!) Freundinnen, früher, als meine Neurosen noch nicht so stark ausgeprägt waren, hätte ich jede genommen, nur um auch eine zu haben. Heute weiß ich was auf mich zukommt, daher versuchs ich gar nicht mehr wirklich.

Auch sonst erwarte ich von meinem Leben nicht mehr allzu viel. Ich hasse es, früher habe ich mir oft gewünscht, es möge doch endlich ein Ende haben.

Aber heute denke ich mir mit jedem neuem Tag, nein besser noch, ich träume von jedem neuem Tag, das sich vielleicht doch alles noch irgendwie so ändert, wie ich es gern hätte.

Mir ist allerdings klar, das ich dazu auch was beitragen muss, aber solange ich das nicht tue, wird sich nichts ändern.

Wer mir jetzt sagen will, ich bin psychisch krank und ich sollte mir helfen lassen, ja verdammt, dass sollte ich wohl.

Aber ich wüsste nicht wofür.

Für mein Privatleben, das nicht existiert?

Für meine Arbeit, das einzige wirklich sinnvolle in meinem Leben?

Für mich selbst?

So, und damit komme ich wieder auf die Entscheidung zurück, die ich in nächster Zeit treffen muss.

Auch das habe ich nie jemanden erzählt, aber ich denke, das einzige, was mir wirklich hilft, ist die ganze Scheisse hinter mir zu lassen und irgendwo ganz neu anzufangen.

Was ich meine, ist auszuwandern, und alles hier hinter mir zu lassen. Damit abzuschliessen würde mir schon gut tun, glaube ich. Alles hier belastet mich, auf vielfältigste Weise.

Ich weiß schon, das ich anderswo immer noch den selben Charakter habe, aber dennoch denke ich, das ein Abschluss mir helfen würde, zumindest mich selbst auf die Reihe zu kriegen.

Aber das ist etwas, was nur ich für mich entscheiden kann.

Für alle, die sich jetzt noch fragen, was ich mir wünsche, es ist etwas ganz banales, etwas das sich fast jeder wünscht.

Ich möchte nur eine Freundin, die mich versteht, die gern mit mir zusammen ist, die mich liebt und die ich lieben kann. Leider kenne ich keine Frau, die

diese Anforderungen erfüllen kann.

Ich möchte wirklich nur das, jemanden mit dem ich Reden und mein Leben teilen kann. Jemanden, der so wie ich die Oberflächlichkeiten hinter sich gelassen hat, und erkannt hat, worum es wirklich geht.

Ich hoffe und ich glaube auch ein bisschen daran, das sich das eines Tages erfüllen wird. Mit der Richtigen an meiner Seite könnte und würde ich mich ändern, so wie ich es schon einmal getan habe, aber bitter enttäuscht wurde.

So, das wars. Das bin ich. Heute habe ich einen Teil der ganzen Wahrheit erzählt, etwas was ich sonst selten tue.

Wer es ganz durch geschafft hat, danke fürs lesen.

Mfg LonelyBen

#7
Hi Ben

So mein Guter, Zeit für Klartext!

Entschuldige bitte mein mangelndes Mitgefühl und versteh es bitte nicht als angriff auf deine Persönlichkeit aber die folgenden Worte sind wohl überlegt und spiegel zu einhundertprozent meine Meinung.

Du beglagst dich so sehr über dein Leben ohne dir die Frage zu stellen warum du dich eigentlich beklagst.Deine Geschichte ist sehr aufschlußreich was deine innere Einstellung betrifft allerdings zeigt sie auch die Gründe warum du in den Seilen hängst und die Antworten auf deine Wünsche würdest du selbst finden wenn du deine Texte selbst durchlesen würdest.

Du hast den Zorn der Eltern deiner Ex auf dich gezogen? Na und?

Es sind die Eltern deiner Ex und somit unbedeutende und absolut unwichtige, von vorherein voreingenommene Menschen deren Meinung dir genauso wichtig sein kann wie ein Stück verbrannter Toast in Banglahdesh! Auf gut deutsch gesagt: "Drauf geschissen!"

Du mußt einer anderen Ex gestehen, daß du sie nie vergessen hast? Warum?

Sie ist schon so lange deine Ex, daß es völlig unwichtig ist ob du noch an sie denkst.Sicher, du kannst ihr sagen, daß du manchmal an sie denkst doch mal ehrlich; was soll das bringen? Um sie wirklich zu beeindrucken wäre es in erster Linie wichtig sie mal kennenzulernen.Nach einer gewissen Zeit mag sich ja der Mensch an sich nicht ändern doch seine Einstellungen und Ansichten können das durchaus.Erstmal sehn wer sie nun im innern ist und wie sie jetzt tickt bevor du versuchst an eine längst vergangene Zeit anzuknüpfen!

Die Frage was du jetzt machen sollst ist wohl nicht von Bedeutung.Mach was du kannst und was dir gefällt und nichts anderes.Man du lebst doch nur einmal also solltest du in diesem Leben frei entscheiden und handeln! Was genau du tust ist deine Sache nur fang damit an!

Du hast nicht viele Freunde? Wen wunderts? Wenn du nicht mal in der Lage bist in einem absolut anonymen I-net Forum offen und ehrlich zu sein, wirst du in der realen Welt sehr isoliert und abgeschottet leben, aus Angst es könnte ja jemand deine Gefühle verletzen.Du hast keine Abneigung vo den Menschen! Du hast Angst vor ihnen! Es ist absoluter Schwachsinn zu erzählen das andere froh sind nicht mehr als einen Satz mit dir reden zu müssen. Eher sieht es doch so aus, daß Menschen intuitiv spüren, daß du ihnen lieber aus dem Weg gehen würdest und dementsprechend weichen sie dir auch aus! Du mußt sicher nicht jeden mögen doch niemand wird dich mögen, wenn du nicht irgendwann anfängst deine Minderwertigkeitskomplexe zu vergessen und offen auf Menschen zuzugehen. Es ist nichts anderes als hier im Forum. Jemand erzählt seine Geschichte, manche hören zu ,andere antworten.Die die dir antworten sind die, denen du nicht egal bist.Doch es ist wie im echten Leben keine immerbrennende Flamme.Du mußt Öl nachgießen damit sie nicht erlischt und das heißt verläßlich, aufrichtig und vor allem ehrlich zu sein auch und gerade wenn es mal wehtut! Dann wirst du respektiert und darauf kann man bauen.

Dein Vater hat immer Recht und deine Mutter ist ne Nervensäge? Willkommen im Elternhaus! Alle Väter sind Besserwisser weil es in Ihrer Natur liegt ihren Söhnes das mitzugeben was sie selbst nie erfahren haben ,und durch sie das zu erleben, zu dem sie nie gekommen sind aber mit der Überzeugung es immer richtig gemacht zu haben!

Und da liegt der Grund warum deine Mutter dich volllabert:Wieviel hat man jemandem zu erzählen der alle Antworten kennt und welchen Reiz hat eine Liebe noch zu bieten nachdem man drei Kinder großgezogen hat? Sie ist einsam und sucht Zuspruch und Anerkennung weil ihr Leben an Ihr vorbeigezogen ist und ihr seit Jahren Ziel,- und Perspektivlos durch Ihre Ehe driftet mit einem Mann der in sich selbst verliebt ist, einer Tochter die offenbar zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist um Zuwendung zu geben und zwei Söhnen von denen der eine nur auf seinen persönlichen Vorteil bedacht ist und der andere ein selbstmitleidiger Jammerlappen der sich lieber vor der Welt und ihr versteckt als sich mitzuteilen! Was denkst du denn wie es ihr vorkommt? Du fängst an über deine Probleme zu reden und erwartest Gehör.Aus welchem Grund gehst du davon aus das es bei ihr nicht so ist?Lass sie sich doch einfach mal ausquatschen.Irgendwann gehnauch ihr die Worte aus.Und aus ihrer Geschichte gibt es sicher einiges zu lernen und wenn es nur die Art und Weise ist, etwas nicht zu tun!

Du hattest bisher erst 4 Freundinnen? Was bitteschön ist daran denn schlimm? Schlimm ist nur, daß es keine 5. wird wenn du nicht den Arsch hochkriegst und grundlegend was an deiner Einstellung änderst! Anfangen würd ich damit den Satz " auch sonst erwarte ich vom Leben nicht mehr allzuviel" ganz schnell zu vergessen!

Junge du bist erst jetzt in dem Alter, in dem Du ein Recht hast vom Leben etwas zu erwarten.Nur passiert nichts von alleine.Auch deine so sehr erträumte Liebe wird nicht eines Tages bei dir klingeln und sagen : " Hallo, da bin ich.Laß uns Kinder machen."

Du bist wer du bist also steh zu dir! Sei ehrlich zu dir selbst und zu anderen und fang an auf Menschen zuzugehen.Der Rest macht das Leben allein!

Ach ja, es gibt keinen Autound kein Flugzeug das schnell genug wäre seine Probleme abzuhängen.Sie sind ein Teil von dir und nur wenn du sie annimmst, kannst du ihnen entkommen! Aktzeptiere sie als einen Teil deines Ichs und sie werden möglicherweise sogar zu einer Stärke!

Dann, und nur dann besteht auch für dich die Hoffnung die Frau fürs Leben kennenzulernen!

Du bist nicht psychisch krank! Du mußt dir nur vertrauen lernen! Nichts ist unmöglich und du kannst alles erreichen.Vorraussetzung du fängst an daran zu glauben!

Falls meine Wortwahl dich gekränkt hat entschuldige ich mich. Doch ich bin kein Freund von weichverpackten und halbherzigen Antworten die um die Wahrheit herumschwänzeln wie 75 jährige Opas um ne Bahnhofskneipenbedinung! Und das macht mich eben aus!

Ich bin so wie ich bin!

Gruß Sax

#8
Lieber Loneley Ben,

na denkste echt, für alle anderen ist das Leben ein Spaziergang? Die Zeit, in der einem Freunde zufliegen, endet mit der Schulzeit! Nur in der Schule ist man mit anderen täglich zusammengesperrt und kämpft miteinander an derselben Front - im Job ist da eben noch der Konkurrenzkampf ... Freundschaften also schwierig ...

Also: Du hast nen Kumple für Bierflaschen Niveau Untehaltung? Gut! Hege und Pflege diese Freundschaft!!! - mein Freundeskreis setzt sich zum Teil aus Zeitungsverkäufern, Sekretärinnen, Maroniverkäufern, Arbeitskollegen, und Alkoholikern an der Bar (die sitzen verläßlich zur selben Zeit am selben Ort) etc... zusammen -

Smalltalk ist wichtig! Das sind die ganz normalen sozialen Kontakte! Und die gilt es zu hegen und zu pflegen! In der Schulzeit war ich auch ewige Aussenseiterin - ich war ein kleiner Klugscheisser und kam dann heulend heim: "Keiner will mit mir Freund sein"

- kein Wunder, im nachhinein gesehen -

Und als ich mich von meinem Freund trennte, war plötzlich quasi der gesamte Freundekreis futsch - ich hab dann mit Chorsingen begonnen - und in Ermangelung anderer Interessenten hab ich dann meinen 30-er gefeiert indem ich alle Mitglieder zumHeurigen eingeladen hab (das sind Wein-wirtshäuser in Österreich, falls Du's nicht kennst)-

und weißt Du was? War ein super Geburtstag - obwohl alle sehr erstaunt waren, als ich 2 Jahre später mal erwähnt hab, dass sie die einzigen waren, die mit mir den Geburtstag gefeiert haben.

Also:

1. Freundschaften definieren sich nicht über tiefsinnige Unterhaltung, sondern eher über das 'ganz gerne zusammen sein' - egal, ob man dann zusammen Bier trinkt, oder diskutiert ....

2. Selbst wenn ein Freund 'objektiv' nicht viel hermacht, keine Intelligenzbestie ist, nicht superschön, etc...

steht man hinter ihm - denn schon allein die Tatsache, dass ich von ihm gemocht werde, macht ihn zu etwas besonderem -

3. Beileid zu Deinem Vater - ich hab da mehr Glück, aber ich kenne viele, denen es ähnlich geht wie Dir - und es ist tatsächlich dann oft so, dass man andere 'runterputzt' nur um das eigene Selbstwertgefühl aufzupolieren - das hab ich trotz toller Eltern auch drauf gehabt ...

ich hatte eben so stark vorstehende Zähne, dass bei geschlossenem Mund die vorderen 6 Schneidezähne draussen waren, und ich hatte ein verdrehtes Bein - alles repariert, aber ich war dennoch wahrscheinlich auch deshalb ein Klugscheisser...

weißt Du was man lernen muss, wenn man so ist? Sich entschuldigen!!! Was glaubst Du, wie oft ich mich in meinem Leben schon bei Freunden entschuldigt hab, weil ich spitze Bemerkungen gemacht hab, jemandem sein Unwissen, oder ein Fehler dick unter die Nase gerieben hab, oder ähnliches ....

Und noch etwas: wenn Du merkst, dass Dich jemand mag, dann pflege diesen Kontakt - lauf nicht jenen hinterher, die cool und interessant sind! Mein Freundeskreis ist inzwischen groß und bunt - reicht von Akademikern und Professoren bis zu Reinigungskräften! Und weil ich jetzt grad umziehe, und deshalb viele soziale Kontakte verloren gehen, hab ich begonnen Kindheitsfreundschaften per Telefon wieder aufleben zu lassen.... die kennen und mögen mich mit all meinen Ecken und Kanten - ich hab sogar Freunde, mit denen ich besonders gut Streitdiskussionen führen kann, auch sehr tiefsinnige, philosophische und politische - mit denen würd ich NIIIEEE auf Urlaub fahren, denn da hauen wir uns die Köpfe ein - da tät ich erher gemütliche Bierkumpane einladen ... ;)

Also, Kopf hoch, wir werden alle seltsamer und schrulliger mit dem Alter, und wir alle wissen das, und werden untereinander toleranter .... wenn Du das Gefühl hast

" Gestern war ich wieder mal sehr unleidlich" - na, dann ruf am nächsten Tag die Betroffenen an, und entschuldig Dich - Du wirst oft die Antwort bekommen "Schon gut, wir kennen Dich ja"

Kopf hoch! Wir sind alle etwas schrullig - kein Grund, sich vor den anderen zu verstecken!!!!

Alles Liebe,

S.

#9
PS: Und punkto Familie: mach es Dir so leicht wie möglich, geh den Weg des geringsten Widerstandes -

schalt bei Deiner Mutter auf Durchzug, verschweige Deinen Eltern, was Du machst und vorhast - kannst ja evt. ruhig mal trotzen, und sagen:

Ich hab gar keine Lust, Euch da was zu erzählen - ist ja eh alles nicht gut genug für Papa - ;)

- achja, und pass auf, dass Du nicht in ne Depression reinrutscht ... diese Antriebslosigkeit ist schon verdächtig ... bleib in Bewegung! Und wenn Du nicht weiß, was Du machen willst, dann schreib mal handschriftlich so ein wenig vor Dich hin - so automatisches Schreiben :

was will ich? was will ich? - also als Kind wollte ich ...- und was ich schon immer mal wollte war Fallschirmspringen, aber Job ist das ja auch keiner - will ich was spannendes? ins Ausland? - na da wirds auch nicht einfacher, Freunde zu finden- aber mal so für ein paar Monate aussteigen - Cowboy auf ner amerikanischen farm oder so - hihi, da würd papa schauen - das Gesicht würd ich gern sehen ..... usw...

viel spaß!

#10
@ SAXDERERSTE

Du gefällst mir. (Positiv mein ich!) Ich mag Leute die Klartext reden. Ich habe lange über das Nachgedacht, was du geschrieben hast.

Nun, zum Grossteil hast du Recht. Das wollte ich hier nur mal vermerkt haben.

Das was du über meine Familie geschreiben hast, möchte ich nicht kommentieren. Ich wollte nur beschreiben wie es ungefähr bei uns aussieht, du kennst diese Leute nicht (ich will dich jetzt nicht runtermachen), aber so wie du es beschreibst, klingt es fast noch positiv. Was ich in dieser Familie erlebt habe in meiner Jugend und Kindheit, will ich jetzt nicht beschreiben. Jetzt ist es nicht viel besser, und die nächtse Katastrophe ist schon im Anrollen. Ich seh sie praktisch schon.

Nichtsdestrotrotz, hast du wie schon gesagt, mit vielem Recht. Dafür danke ich dir, darüber kann ich nachdenken, daran arbeiten und meinen Horizont erweitern.

@ spaziergängerin

Vieles in deinem Text erinnert mich an mich selbst, früher wie heute. Besonders in Punkt 3 erkenne ich mich wieder, früher wie heute.

Schon lange versuche ich mir das abzugewöhnen, mit eher mäßigen Erfolg.

Aja, hier muss ich gleich sagen, ich weiss was ein Heuriger ist, ich bin ja auch aus Österreich. :)

Auch sehe ich, du weisst wovon du redest. Ich kann so gut wie alles zu 100% auf mich ummünzen, das ist direkt erstaunlich.

Nun denn, woran es mir fehlt, ist weniger der Wille, sondern der geeignete Einstieg. Ich bin ein sehr tiefgründiger Mensch der sehr viel nachdenkt und alles von "Aussen" beobachtet.

Dennoch habe ich nicht das Gefühl, das Leben zieht an mir vorbei, ich fühle mich wohl so wie es ist.

Würde ich aber zb. eine Freundin suchen, wäre das ein sehr langwieriges Unterfangen. Nach 10 Jahren Beziehung weiss ich jetzt genau wie meine nächste Freundin "zu sein " hat.

Naja, und die "Auswahl" ist da schon etwas sehr gering.

Aber, ich möchte jetzt nicht schon wieder einen Roman schreiben, deshalb danke ich auch dir für deine Worte.

Es ist irgendwie auch "schön" zu sehen, das jemand anders das auch durchgemacht hat, auch wenns beileibe nicht toll war.

Mfg Ben

#11
Lieber Ben,

ja, soweit war ich nach der 10-jährigen Beziehung auch - führte dazu, dass ich dem nächsten Verehrer beinhart gesagt hab:

Du, ich werd mich sicher nicht in Dich verlieben, tut mir leid - aber echt keinen Bock im Moment. Gemeinsam ausgehen: o.k.

kuscheln: o.k.

aber ne Beziehung? Nein -

als er mir bei einem romantischen Dinner nach 2 Monaten erklärte, er habe sich nun doch in mich verliebt, war meine Antwort:

"Naja, das tut mir leid, ist aber hauptsächlich Dein Problem"

- ich war ein echter Schatz, was?

Im Enedeffekt waren wir 3.5 Jahre zusammen - es dauerte einige Zeit, bis mir klar wurde, dass ich mich in jemandem verliebt hatte, der absolut das Gegenteil von dem war, was ich für mich persönlich an Ansprüchen ausgetüftelt hatte -

mein 10-Jahres EX hatte kaum Verständnis für meine Lernerei für's Studium, daher wollte ich einen Studenten oder Akademiker, der das kapiert

außerdem jemanden, der in Wien wohnt, damit ich in der Nähe der Uni bin - jemand, mit dem ich in wesentlichen Ansichetn (politisch, wie philosophisch) einer Meinung bin - das mußte doch zu schaffen sein, oder?

- und dann verliebte ich mich in jemanden ohne Matura, aus Oberösterreich, der Meinungen und Ansichten zum Haare raufen hatte :klatsch:

- das hat einfach gedauert, bis ich das akzeptieren konnte - und es war eine diskussionsreiche, abwechslungsreiche Beziehung - er hatte Verständnis für meine Lernerei am Wochenende, er war lieb, aufmerksam, und hat mir ganz neue Perspektiven in politischer und philosophischer Hinsicht eröffnet -

und körperlich hat er mir auch ganz neue Sachen gezeigt ;)

Fazit: Suche nicht nach einem Seelenverwandten , sondern hör auf Deine Instinkte - wenn Du Herzklopfen bekommst bei einer Frau, überlege nicht, ob sie Deinen Ansprüchen genügt - selbst, wenn es dann nichts für die Ewigkeit ist: eine Beziehung ist bereichernd - gib anderen eine Chance, und entdecke, dass viele Menschen erst auf den 2. Blick eine unglaubliche Weisheit aufweisen, die man nie vermutet hätte ....

wenn sie sich als dumme Nuss herausstellt, kannste immer noch Schluß machen ;)

Alles Liebe,

Kopf hoch,

steh Dir nicht zuuuu sehr selbst im Weg - und vor allem pfeif drauf, was Deine Familie vom Partner hält! Entwickle so viel Selbstbewußtsein, dass es für Euch beide reicht!

S.

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