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Sackgassen

Geschlossen205 Antworten11'925 AufrufeGestartet von Kaleu ·

#61
Ich weiss nicht so richtig wie ich es rüber bringen soll. Ich suche etwas worauf ich mich stützen, wohin ich mich anlehnen kann. Dauerhaft.

In der Beziehung habe ich das nicht, Andere haben das da, ich nicht, meine Beziehung funktioniert nunmal anders. Darum geht es auch gar nicht. Klar wünschte ich mir manchmal, ich könnte manche Dinge wie emotionale Schwäche in der Beziehung lassen. Das kann ich nicht. Bzw. nur dann, wenn es ihr gerade Recht ist.

Es stellt sich jetzt für den Ein- oder Anderen da, als wäre diese Beziehung nur schlecht, das ist sie aber nicht. Sie ist nur nicht so ganz klassisch. Emotionalen Halt bekomme ich in der Beziehung nur sehr wenig und wenn dann meisstens, wenn ich ihn sowieso gerade nicht brauche.

Irgendwie hab ich mich auch damit arrangiert. Trotzdem weiss ich nicht wohin mit meiner schwachen Seite. Jeder, wirklich jeder den ich damit zu texte, der empfiehlt mir mich zu trennen. Und das hilft mir nicht, denn ich werd mich nicht trennen. Ich wehre mich sofort dagegen und es endet im Streit weil ich "unbelehrbar" bin. Also kostet mich jedes Gespräch über meine Schwächen und Probleme nur noch mehr Energie weil ich meinen Standpunkt rechtfertigen muss. Das führt dazu, dass ich noich mehr in mich reinfresse und mit gar Niemandem mehr rede.

Gerade aber zum Rechtfertigen hab ich nämlich überhaupt keine Lust mehr.

Die Trennung ist keine Option! Dafür ist die Beziehung nicht schlecht genug!

Emotionalen halt bei meinen Eltern kann ich ebenfalls vergessen. Da kommen auch nur "gut gemeinte" Ratschläge. Genauso von Freunden. Letzten Endes immer nur die Aussage - ist doch Dein Problem.

Ich weiss aber, dass es mein Problem ist. Ich finde aber keine Lösung dafür! Ich suche konkrete hilfe wie ich mit solchen beschissenen Momenten umgehen kann, wie ich dann irgendwie Halt finde wenn er mir in der Beziehung genommen wird.

Es ist mir auch egal ob ihr das als altruistisch seht, oder selbstaufopfernd oder obsessiv oder, oder. Das juckt mich einfach nicht. Es geht mir höchstens auf den Zeiger. Ich weiss, dass es gut gemeint ist, dennoch hilft es mir kein bisschen.

Auch wenn es albern klingt. Aber "Koch Dir doch einen Tee und nimm ein Bad" ist eigentlich das was ich suche.

Es ist anstrengend sich immer wieder selbst hochzuholen. Und das muss ich aber. Je mehr ich über die Beziehung für mich behalte, um so leichter wird es für mich weil ich mich nicht rechtfertigen muss, warum ich eine Beziehung führe in der ich nicht ausleben kann, was allgemein eben eigentlich zu einer Beziehung gehört.

Oder um es als Metapher auszudrücken. Das Boot hat etliche Lecks. Und ich schaffe es das Boot über Wasser zu halten. Ich stopfe hier ein Leck und da ein Leck. Und trotz aller Vorhersagen geht das Boot nicht unter. Ratschläge mir einfach ein neues Boot zu kaufen, kommen bei mir aber nicht an, denn ich mag dieses Boot nicht aufgeben. Entweder bin ich mit dem Boot zufrieden genug oder ich bin einfach noch nicht so weit.

Was auch immer es ist spielt für mich nicht so die Rolle. Ich geb das Boot nicht auf. Entweder sinkt es, dann ist das so und ich geh mit unter. Dann kann ich immer noch ein Neues suchen. Es aufgeben werde ich nicht. Wenn mir aber jemand 'ne Rolle Tesa hinlegt oder mir sagt, hey, probiers mal mit Bauschaum, damit hast Du ein Leck gestopft, dann hilft mir das.

Ich weiss, ich hab gestern Abend ganz schön gegiftet. Ich bin es halt manchmal leid Löcher zu stopfen. Und gestern Abend hab ich das gesamte Boot verflucht. Aus irgend einem Grund hänge ich aber an diesem alten Dreckskahn. Und er schwimmt noch und schwimmt auch weiter wenn ich die Löcher stopfe.

Ich will auch nicht jammern, nur manchmal wünsche ich mir jemanden, der mir einfach hilft ein Loch zu stopfen statt mir zu sagen, ich soll mir ein anderes Leben suchen.

Wenn der Kahn dann wirklich irgendwann untergeht, dann ist das halt so und ich weiss, dass ich selbst schuld bin wenn ich mit untergehe.

#62
In Bezug auf meine derzeitige Situation kam mir heute so der Gedanke:

Wenn man sich nicht selber liebt, sucht man die Liebe durch andere.

Weiß nicht, ob du dich damit identifizieren kannst.

#63
Hey Kaleu,

wie wär´s denn mit klassischer Musik? Klingt so banal, ist aber etwas, was mir selbst wahnsinnig hilft, und zwar selbst dann, wenn ich das Gefühl habe, innerlich zu platzen. Man muss allerdings den Zugang haben, selbiger ist mir erst vor ganz kurzem zugeflogen und ich will das nie und nimmer mehr hergeben. Und Literatur. Ein gutes Buch kann sooo gut tun. Man kann da so abtauchen.

Das war jetzt ein toller Badewannen-Tee-Kochen-Tip. In Ermangelung erstere muss ich echt sagen: komme was wolle, lieber hungere ich, aber auf meine Musik würde ich nie mehr verzichten wollen.

Liebe Grüße,

K.

#64
Kaleu, ich erkenne aus deinen Worten Absicht, Ich-weiss-was-ich-will, ...

Solange du das machst, was dir persönlich passt, ist es auch ok, eine solche Beziehung zu führen. Ich mache es nicht anders. Auch mir wird laufend geraten "vergiss sie". Ich tu's auch nicht, weil ich es nicht will. Aber wenn du erkennst, dass eine Situation dir mehr schadet, dann musst du handeln, für dich, für niemanden anders. Du musst dich nicht rechtfertigen. Das wichtigste aber ist, dass du dir selbst treu bleibst und Halt gibst. So kannst du auch deiner Freundin "ein Baum" sein, an den sie sich lehnen kann, ohne dass es dich runterzieht (umhaut).

Hast du dir schon einmal überlegt, was in dir die Leidenschaft wecken könnte? Etwas organisieren, tun, mitmachen, ...

#65
Also ich bleib bei Freunden. Netten, guten Freunden, die hinter Dir stehen und denen Du erzählst, dass sie Dich mit Ratschlägen Dich zu trennen in Ruhe lassen sollen und Dir einfach einen Tee kochen. Oder mit Dir Tatort gucken. Oder so. Wenn Du Deine Freundin nicht hast, um Halt zu bekommen, dann hol Dir andere Leute. Es gibt genug Menschen auf der Welt.

Deine Freunde werden wahrscheinlich trotzdem weiter denken, dass Du Dich trennen sollst, aber wenn sie das Thema ein paarmal angeschnitten haben und Deine Reaktion kennen, werden sie irgendwann die Klappe halten und Dich damit in Ruhe lassen.

Also solltest Du rausgehen und neue Leute kennenlernen - oder alte aktivieren.

#66
Hallo kaleu,

war zwar vor 4 Jahren viel hier im Forum (unter anderem Namen), aber gehöre sicher nicht zu den alten Forenknochen, die Du gestern angesprochen hast.

Und ich bin sicher eine der letzten, die Dir Rat geben kann, wie Du ihn Dir wünschst/brauchst.

Nur soviel: Auch ich habe sieben Jahre eine "andere" Beziehung geführt, und auch ich habe so gefühlt, wie Du im letzten Post schreibst... und habe auch hier so ähnlich geschrieben. Schluss machen war keine Option.

Alle haben es geraten. Und es brachte mir nichts. Meine Lösung war, diese Beziehung zu leben, zu versuchen, Lecks zu stopfen, und bei Durchhängern irgendwie aufzutanken...nebenbei: mit einer vierjährigen Tochter.

Meine damalige Liebe hatte allerdings keine Kinder, aber macht das einen Unterschied? Die guten Momente waren zu gut für ein Beziehungsende, die schlechten hart für mich, aber ich wollte sie durchstehen.

Allerdings wollte nicht ich Nähe und er ab und zu Abstand... wir waren da beide nicht ganz "im gängigen Sinn normal". Aber ich war irgendwann bereit für mehr, besser: verlässlichere Nähe - er nicht. Und irgendwann war ich Puppe an seinen Fäden. Zumindest sehe ich das heute so. Damals hätte ich das empört abgestritten..

Verstehe mich nicht falsch! Ich setze mich absolut nicht gleich mit Dir/Euch! Ich möchte Dir nur sagen, dass meine Liebe sich ähnlich angefühlt hat, und auch ich merkte, dass ich manchmal überfordert war, dass ich das Gefühl hatte, meinem Kind nicht das geben zu können, was es brauchte... Heute sage ich: ich drehte mich um ihn. Er nahm alle Kraft.

Irgendwann (durch äußere Einflüsse) wurde klar, dass mein Kind den Bach runter geht, wenn ich nicht den Focus von ihm aufs Kind lenke. Und auch wieder mehr auf mich.

Ich hatte mich nämlich vernachlässigt. Heute weiß ich, dass ich mich viel zu wenig lieb hatte. Und ihn im Vergleich viel zu sehr. Und weil ich immer um seine Nähe kämpfen musste, ging mein Kind dazwischen fast unter. Ich selbst völlig.

Nein, ich sage nicht, dass das bei Dir so ist. Das kann ich gar nicht. Jede Beziehung ist anders. Und Du bist definitiv anders als ich ;-)

Aber irgendwann war ich so fertig, sah mein Kind so verlieren, dass ich die Reißleine zog.

Er haderte. Wollte mich das erste Mal wirklich (angeblich). Weinte, litt.

Ich sagte, ich müsse erst mich, meinen Mittelpunkt wiederfinden. Meinem Kind alle Aufmerksamkeit schenken. Obwohl ich noch immer liebte.

Jetzt fühle ich mich stark genug für eine andere Art von Beziehung. Er hat sich immer wieder gemeldet. Aber es scheint, er ist böse auf mich, weil ich das nicht mehr will, was war.

Ich habe ihn wohl verloren.

Aber ich habe mich! Und mein Kind. Und habe erstmals das Gefühl, durchatmen zu können. Er bestimmt nicht mehr, sondern ich. Obwohl es wehtut, zu wissen, dass man viell. eine Zukunft mit Familie für immer begräbt...

Ich weiß nicht, was ich Dir raten soll. Aber ich wünsche Dir, dass Du entweder eine Form von Zufriedenheit in der Nähe-Distanz-Kiste findest, die mehr ist als Resignation, oder irgendwann den Ausweg wählst.

Und dass Du nicht an den Punkt kommst, an dem wir waren.

Herzliche Grüße!

Katha

#67
Aber wenn du erkennst, dass eine Situation dir mehr schadet, dann musst du handeln, für dich, für niemanden anders.
Tja. Wann schadet es mehr?

Hast du dir schon einmal überlegt, was in dir die Leidenschaft wecken könnte? Etwas organisieren, tun, mitmachen, ...
Bloss nix mit Verantwortung oder woraus sich irgend eine Erwartungshaltung an mich ergibt. Noch mehr davon kann ich nicht gebrauchen :D Ja, sowas fehlt mir, irgend ein Ausgleich bei dem ich wieder auftanken kann. Hier fehlt es an einem äußeren Ansporn. Da ich ja selbst in einer Resignations-Warteschleife stecke fehlt mir die Motivation was auszuprobieren.

Am liebsten wär mir ein Ausgleich für zu Hause. Vor allem wegen dem Kleinen, der ist eh so lang allein. Aber da will mir so recht nichts einfallen. Hab früher gern Modelle geklebt. Vielleicht sollte ich das wieder aufleben lassen.

Einfach irgendwer, der mit mir 'n Tatort schaut, einfach weil er Lust dazu hat, das wär schon was. Klingt billig, oder? Für mich ist sowas schon 'ne Menge. Jemand der einfach mal sagt, hey, hast Du nicht mal Lust auf...? Mag gern xyz mit Dir machen.

bearbeitet #68
Na dann man los! Freunde dich doch mal mit alten Freunden oder Kollegen oder irgendwelchen lockeren Bekannten ein wenig an. Frag sie, ob ihr mal ins Kino geht oder Bierchen trinken. Oder du baust ne Spielegruppe auf. Vielleicht lernst du ja Leute kennen, die du nett findest und mit denen du dich näher anfreunden kannst (evtl. auch andere Alleinerziehende). Und irgendwann kocht ihr mal was und guckt zusammen Tatort... ;)

Oder ein/e neue/r Mitbewohner/in. Wenn du noch ein Zimmer frei hast.

#69
Mit alten Freunden siehts eher Mau aus. Die haben alle ihr Leben. Haus, Familie, Kids. Wohnt leider auch keiner mehr um die Ecke, hat sich über die Jahre alles im Sande verlaufen. Wenn ich sie brauch, kann ich auf sie zählen, das ist nicht das Problem. Ein Anruf genügt und ich könnte sofort untertauchen ohne dass einer 'ne Frage stellt. Das heb ich mir aber für echte Notfälle auf.

freunde für gemeinsame Unternehmungen hab ich keine. Traurig, ich weiss. Kollegen kann ich knicken, denn das sind die oben genannten Freunde. Wir haben alle in der gleichen Bude angefangen. Und neue Leute kennenlernen ist nicht einfach weil ich eben nicht viel weggehen kann oder so. Ausserdem fällt es mir schwer zur zeit auf jemanden zuzugehen. Glaube da klemmt es ganz gewaltig. Habe da eher Bammel, dass sich daraus wieder eine Erwartungshaltung an mich ergibt.

Ich hab das nach der Therapie probiert. Da hab ich mit meiner Lieblingstante wieder Kontakt aufgenommen. Wir haben oft telefoniert und das tat mir ganz gut. Leider wurde daraus jetzt, dass ich mich ständig melden soll und es fängt an mich zu belasten.

Meine Eltern lassen mich in Ruh seit ich ausgelöst durch die Therapie ausgetickt bin und ihnen vor den Latz geknallt habe was seit meiner Kindheit unter den Teppich gekehrt wurde. Sie lassen mich jetzt einfach so sein, wie ich bin und das tut richtig gut. Weihnachten war ich dort, leider durfte ich mir da wieder anhören wie das leben so läuft und so weiter. Obwohl ich nicht danach gefragt habe. Nur mein Bruder war cool. Der wohnt im gleichen Haus und hat mich gefragt, ob wir nicht einfach 'n Film zusammen schauen wollen, hat mir 'n Bier hingestellt und mir 'n Kissen gebracht. Das war nur Kleinkram, aber er wollte einfach, dass es mir gut geht und lies mich ansonsten in Frieden. Ist ziemlich neu. Hat gut getan.

Früher war ich sehr, sehr offen. Hatte viele lose Freundschaften, war optimistisch und bin auf Menschen zugegangen. Irgendwas ist da futsch. Es steckt noch in mir drin, das merk ich, aber ich bekomms nicht aktiviert. Es mag infantil klingen, aber ich möcht mich mal ausruhen bei jemand der mich an die Hand nimmt und 'n Stück mit mir geht, ohne was dafür von mir zu erwarten.

#70
So so, du hast also ein Messer in dir stecken und willst es nicht rausziehen. Die Wunde fängt vielleicht mal zu eitern an, aber besser diese als keine.... Was könnte denn passieren, wenn du das Messer mal ganz langsam rausziehst?

#71
Eigentlich will ich einfach mal nichts machen. Und schon gar nicht weiter an mir rumdoktern. Ich mag mich nämlich so wie ich bin! Und vor lauter Ändern hier, Ändern da, ist schon nimmer viel von mir übrig, jedenfalls nicht mehr viel von dem ich weiss was nun ich bin und was nicht.

Und selbst wenn da irgendwo ein Messer steckt, hab ich einfach keine Lust es zu suchen und rauszuziehen. Jedenfalls nicht im Moment.

Statt dessen geh ich jetzt baden. Mit Tee, Kerze und Lala!

#72
Ich mag mich nämlich so wie ich bin!
Du hast in's Schwarze getroffen. Genau das ist das Ziel. Nimm es mit Gelassenheit.

Statt dessen geh ich jetzt baden. Mit Tee, Kerze und Lala!
gute Idee

Ja, sowas fehlt mir, irgend ein Ausgleich bei dem ich wieder auftanken kann.
Wie wärs mit Meditation? oder Yoga?

bearbeitet #73
Du hast in's Schwarze getroffen. Genau das ist das Ziel. Nimm es mit Gelassenheit.
Manchmal fällts noch so verflucht schwer. Ich habe meine Anforderungen an mich selbst schon ganz schön runtergeschraubt. Leider gelingt mir trotzdem manchmal nicht, den Ball flach zu halten.

Wie wärs mit Meditation? oder Yoga?
Versuch wär's auf jeden Fall wert. Ich hab von sowas nicht viel gehalten, aber schlecht soll's ja nicht sein. Muss ich da'n Kurs machen oder tut's erstmal 'n Buch? So Do-it-Yourself mäßig? Hab damit überhaupt keine Erfahrungen. Aber ich brauch echt sowas in der Art um mich irgendwie wieder selbst in die Mitte bringen zu können.
Edit: Irgendwie war das der richtige Denkanstoss, denn jetzt klickerts wieder im Grosshirn. Genau das schaffe ich nämlich nicht. Mich selbst in die Mitte zu bringen. Dafür bin ich noch auf Andere angewiesen bzw. mach mich da immer noch abhängig. Ich bin ein ziemliches Gefühlsbündel und mein Temperament zu zügeln ist für mich selbst sehr, sehr schwierig. Dass ich genau diese Gelassenheit aber eigentlich täglich brauche, weiss ich selbst nur finde ich keinen Weg dahin.

Das Situation und Beziehung nicht unbedingt optimal sind ist mir bewusst. Das muss mir Niemand erklären. Der Weg wie ich besser damit umgehen kann, der ist mir nicht bewusst.

Ich bin nunmal so, dass ich relativ schnell aufdrehe. Ich bin ein leidenschaftlicher Mensch und das kann ich nicht abstellen, nur unterdrücken und dann bricht es anderswo wieder auf. Ich bin mir selbst aber auch gar nicht böse, dass ich so bin, denn es hat auch gute Seiten, nämlich, dass ich enormen Biss entwickeln kann, wenn ich einmal zugebissen habe. Nur genau das zu zügeln wenn es mir selbst im Weg steht - das schaff ich nicht. Und ich bin mir nichtmal böse, dass ich das nicht schaffe. Ich will mich nicht darauf ausruhen. Die Idee mit Yoga und Meditation klingt plötzlich gar nicht so abwegig. Ich werd mich mal intensiv damit auseinandersetzen. Eine toller Anstoss. Danke :)

#74
Badewanne, ringsum Vanilleduftteelichter, Kaffeepott, leise die Lieblingsmusik, Schaum bis unters Kinn, Gedanken nachhängen oder Kopf ausschalten, ja, so entspanne ich bis mir Flossen wachsen...versuch es :)

Aber mal eine ganz andere Idee. Irgendwie kommt mir bei dir der Gedanke, ( Begründung? Keine Ahnung *schulterzuck* ) hinsetzen, schreiben was das Zeug hält, über dein Leben, über alle deine Gedanken ( Zweifel, Enttäuschung, Liebe, Glück, Stolz usw. ) die dich beschäftigen.

Mit dem Hintergedanken > Das wird irgendwann ein Buch <

Beschäftige dich mit Buchaufbau usw.

Was erwartet ein Lektor, was ein Verlag?

Und schreib, schreib, schreib.

sages!

bearbeitet #75
WOW! Auch eine tolle Idee. Ja, über sowas hab ich schonmal nachgedacht, irgendwie war's mir aber zu albern. Komisch, dabei ist da nichts albernes dran. Ich glaube sogar, dass ich das machen werde. Auch eine tolle Idee. Danke sages. Wirklich!

Jetzt klickerts, das sind die Tips, Anregungeungen, Ideen die mir gut tun. Das rockt und ich bin total offen für sowas. Da kommt sofort mein Optimismus in Gang und ich hab Lust das alles zu probieren.

Vielleicht ist es für den Ein- oder Anderen schwer zu verstehen oder nachzuvollziehen, ich hab diese Beziehung mal angefangen um mich selbst da einbringen zu können. Das kann ich vergessen. Diese Beziehung ist wie sie ist und nicht ich entscheide wann ich mal Beziehung habe, sondern sie. Das sind die Regeln und ich hab es akzeptiert.

Jetzt weiss ich aber nicht wohin mit mir, meinen Leidenschaften, meiner Emotionaliät. Das sind alles Dinge, die zu mir gehören und die ich behalten möchte, nicht nur das, ich will sie ausleben. Kann ich in der Beziehung vergessen, meisstens zumindest. Ok. Pech gehabt, aber für mich als Grund die Beziehung sausen zu lassen einfach nicht ausreichend.

ich hab etwa das letzte halbe bis ein jahr gebraucht um einzusehen, dass die beziehung für die Füsse ist und da nix bei rumkommt. Jedenfalls nicht im Sinne einer klassischen Beziehung. Ich hab wirklich verdammt hart dafür arbeiten müssen. Aber ich brauch neue Ziele weil die alten futsch sind. Mein leben will ich aber dafür nicht über den Haufen werfen. Solche Denkanstösse, wie der Vorschlag mit dem Buch, auch mit dem Yoga, ja, das sind ideen, die machen mir freude. Da hab ich wieder Ziele. Und für deren verwirklichung brauch ich mich nicht an Andere klammern, das kann ich für mich tun!

Danke dafür!

Ein Buch schreiben. Hammer! Schon fliegen die Gedanken, schon lösen sich die Blockaden auf und ich will sofort anfangen! Weiss nicht ob ihr das verstehen könnt, ich bin voller Tatendrang. So bin ich. Ich wollte das alles in der Beziehung lassen, aber da ist es nunmal nicht Willkommen. Der Fehler den ich gemacht habe war, meinen Tatendrang zu blockieren weil er nicht Willkommen war. Ich hab's auch schon an anderer Stelle versucht, hab mich in den Elternbeirat wählen lassen. Aber musste erkennen, dass ich mich da auch nicht austoben kann, so wie ich will. ich will mich nämlich gar nicht zügeln, ich finde nur nicht das Richtige wohin damit. Ich bin wie ich bin. Ich wurde dazu erzogen mich ständig zu kontrollieren. Überhaupt Kontrollverluste zulassen zu können, mich so anzunehmen wie ich bin, mich zu mögen wie ich bin, war für mich ein hartes Stück Arbeit. Das hab ich geschafft und ob das jemand verstehen kann oder nicht, mich macht es stolz. Was ich noch nicht geschafft habe ist meine Leidenschaften so zu kanalisieren, dass ich damit nichts kaputt mache.

#76
Progressive Muskelrelaxation. Gibt´s Bücher mit Übungs-CD. Was für Hibbel, die mit autogenem Training nix anfangen können.

#77
Gleich mal notieren. Wird alles mal ausprobiert. Es wird doch mal was für mich dabei sein? Kann doch nicht sein, dass ich nicht MEINS finde. Es muss doch da draussen auch was für mich geben, was nur meins ist, was ich für mich tun kann, was mir Freude macht, mir einen Ausgleich schafft, einen Rückzugspunkt wohin ich mich für mich selbst verkrümeln kann.

Sport isses nicht, hab ich probiert. Vereinsmitgliedschaften oder dergleichen sind es auch nicht, ist zwar schön mit Menschen zu tun zu haben, aber die resultierende Erwartungshaltung geht einfach im Augenblick gar nicht.

Ich suche dieses "Meins" - tut mir gut, macht mir Spass, bringt mir Ausgleich und das teile ich auch nicht sondern es ist Meins!

Genau das brauche ich, habs aber nicht gefunden bisher.

Das mit dem Buch könnte es werden und zum Abschalten und entspannen gerne irgendwas Yogaähnliches. Ich werd mich mal ausführlich damit auseinandersetzen. Weitere Ideen herzlich Willkommen.

Danke :)

#78
Kaleu, es gibt verschiedenste Arten von Meditationen. Schlussendlich haben sie alle das gleiche Ziel, d.h. mit dir selbst ins Reine zu kommen, deine Mitte zu finden. Es ist ratsam, einen Kurs zu machen, danach kannst du alleine weitermachen. Aber es geht auch ohne. Ich habe selbst Erfahrungen damit gemacht (nur positive).

Das mit dem Schreiben wollte ich auch schon vorschlagen. Mir gefällt dein Schreibstil. Super Idee von sageslaut2002.

#79
Ich hab mal Tagebuch geschrieben, hab's aber gelassen wegen Sinnlosigkeit. Zwar tat es mir gut, aber irgendwann musste ich mich dazu zwingen. Das soll's aber nicht sein. Ich brauch immer einen Grund, einen Sinn dahinter. Bzw. ein Ziel. Ein Tagebuch aber ist ziellos. Schreiben des Schreibens wegen ist für mich auf Dauer nichts. Bei einem Buch wäre das etwas ganz Anderes. Da hätte ich ein Ziel vor Augen was ich dann auch erreichen will und kann. Zwar schriebe ich letzten Endes auch nur des Schreibens willen, aber dennoch mit Ziel.

Für mich ist ein Ziel zu haben das Wichtigste überhaupt. Habe ich keins, verfalle ich in Stagnation und es geht mir schlagartig nicht gut.

Das Ziel welchem ich die letzten Jahre nachgehetzt bin, hat mich zwar nicht glücklich gemacht, aber es hat mich "am Leben gehalten" - jetzt hab ich eingesehen, dass dieses Ziel nur eine Seifenblase ist. Aber plötzlich war kein "Da will ich hin" mehr da. Damit kann ich nicht umgehen.

Ich weiss, dass man sich selbst Ziele setzen muss um da wieder raus zu kommen, nur genau da klemmte es in letzter Zeit. Ich hatte einfach keinen Anstoss. Und von selbst hab ich einfach nichts gefunden, hier brauche ich unbedingt die äusseren Eingebungen. Nicht um mir das abzunehmen, sondern als Anstoss um wieder zu probieren, zu versuchen, zu machen, aktiv zu werden.

#80
Wieso schreibst du nicht einfach über das was du denkst oder verarbeitest, wie du damit umgehst, wie du aus der Sache rauskommen möchtest? Suche dir einen Titel dazu.

Du bist nicht der Einzige mit diesem Problem, und es wird vielleicht viele interessieren.

Du wirst im Lauf der Schreib-Zeit auf neue Inhalts-Ideen kommen und das Buch bestimmt mehrmals überarbeiten. Aber so wird dein Buch authentisch.

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