Sandkastenliebe
7 Antworten2'533 AufrufeGestartet von Lunaris85 ·
Lunaris85Themenstart
Du bist alleine – oder zumindest fühlst du dich so. Du willst lieben – oder willst du nur geliebt werden?
Schlechte Erfahrungen, Zurückweisungen, wiederkehrende Einsamkeit. Bin ich stark genug es zu überstehen oder doch schon am Ende meiner Kräfte? ‚Alles im Griff?’ Ich glaube kaum… Suche ich Schutz im Vertrauten oder stelle ich mich der Gegenwart – dem Neuen?
Liebe ich mich oder liebe ich mich nicht? Liebe ich sie oder liebe ich sie nicht?
Eine lächerliche Frage… Natürlich liebe ich sie. Aber von welcher Art ist diese Liebe? Ist es die Liebe zu einer Frau, oder die Liebe, die der zur eigenen Schwester gleicht? Die Wahrheit ist: Ich weiß es nicht! Ich kenne sie nun seit ich denken kann, habe meine ersten sexuellen Erfahrungen mit ihr geteilt, den ersten Kuss und Unmengen an Zeit und Gedanken (das alles wohlgemerkt in einem Alter, in dem man noch unbeschwert lebt, sich keine Gedanken über die Zukunft oder das andere Geschlecht macht). Im Kindesalter sah man sich fast jeden Tag, dann eher jedes Wochenende, mittlerweile fast nur noch bei Familienfeiern, Geburtstagen und öffentlichen Festen. Wir waren schon mehrmals zusammen (mit Familie) im Urlaub. Ab und zu unternimmt man heute noch etwas zusammen. Bowling, Caipi-Abend zusammen mit meiner Schwester und ihrem Freund. Die ganze Zeit über ist da aber etwas zwischen ihr und mir. Eine Anziehungskraft, ein Gefühl der Vertrautheit. Das Wissen, dass man sich bedingungslos auf den anderen verlassen kann. Die heimlichen Erfahrungen, die uns verbinden. Es sind so viele Dinge, die unsere Freundschaft zu etwas wirklich Besonderem machen. Über alles reden können, sich anlehnen können. Wir haben uns vor kurzem auch mal spontan nach ihrem Feierabend (nachts um 4) bei mir getroffen und während ein paar Zigaretten über dies und jenes gesprochen. Das haben wir jetzt wirklich noch nie gemacht. Generell treffen wir uns selten außerhalb von Familie und Freunden. Aber es geht. Bei jedem anderen Mädchen würde jeder gleich glauben da bahne sich etwas an. Für uns war das Treffen ungewöhnlich, aber eine durchaus willkommene Abwechslung, vor allem aber unverbindlich – ohne Hintergedanken.
"Wenn wir groß sind heiraten wir, ja?" – "Ich heirate meine Mama, wenn ich groß bin"
Das hält sie mir noch heute vor – auf eine neckische, ironische Art und Weise.
"Ach du weißt doch, dass du der einzig Wahre für mich bist!" – auf eine neckische, ironische Art und Weise...
"Lunaris! Unser Lied" – Im Hintergrund läuft 1000 und 1 Nacht von Klaus Lage…
"Wann heiraten wir denn jetzt eigentlich?" *nach Ausreden such* "Wenn du 21 bist…" – noch 4 Monate…
"Hallo Bruder, hallo Schwester, hallo Mama, hallo Schatz!" *sie lacht* meine Mutter erstaunt: "Nennt er dich öfters so?"
Das ist nur eine kurze Liste von typischen Dialogen der letzten Jahre. Sie wurden zur Normalität. Mit dem Wissen, dass es beide Seiten nicht ernst meinen… oder?
Eltern, Geschwister - auf beiden Seiten - greifen dieses Thema immer wieder auf. 2010 heiratet ihr beide – spekuliert ihr Vater frohen Mutes. Meine Schwägerin in Spee meint "Warum eigentlich nicht". Daraufhin sie: "Also was Musik- und Filmgeschmack angeht sind wir schon mal auf einer Wellenlänge".
Auf dem 60. Geburtstag meines Vaters wurden wir letztens mehrmals gefragt, ob wir denn eigentlich zusammen wären. Meine Mutter hatte uns nebeneinandergesetzt… Gegen Ende des Abends habe ich ihren Rücken massiert. Nicht weil sie es wollte – ok, sie wollte es – aber ich wollte es auch. Es war ein merkwürdiges Gefühl. Die lächelnden Blicke der Menschen um mich herum. Der Gedanke, dass es ein Freundschaftsdienst ist, nicht mehr.
Ich weiß nicht was ich denken soll. Es ist als wäre ich gerade erst in die Pubertät gekommen und wüsste meine Gefühle ihr gegenüber nicht einzuordnen. Nur dass ich nicht in der Pubertät bin und mir durchaus der möglichen Konsequenzen eventueller Gefühle ihr gegenüber bewusst bin.
Ich versuche zu analysieren. Sehe mich, als notorischen Langzeitsolo und sie als männerverschleißende, missverstandene Frau, die nicht weiß was sie will, es aber allen recht machen muss (letzteres trifft übrigens ebenso auf mich zu). Sie die Discogängerin, extrovertiert, immer auf Party aus. Ich ein introvertierter Kerl, der es auch aushält mal ein paar Tage lang nicht auf Tour zu gehen. Das nur als kleines Beispiel. In Wirklichkeit sind wir zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Ziehen sich Gegensätze wirklich an? Wenn ja, wie lange?
Vielleicht habe ich bereits zu starke Gefühle für sie entwickelt, als dass es noch in meiner Macht stünde dem entgegenzusteuern. Vielleicht rede ich mir auch nur ein Gefühl ein, welches ich gerne hätte – in Wirklichkeit aber nicht habe.
Ich erlaube mir für einen kurzen Moment mir vorzustellen, wie es wäre, wenn ich sie wirklich lieben würde. Bei jeder anderen könnte es mir gleich sein, wie ihre Reaktion ausfällt. Ein Korb bringt einen nicht um. Aber bei ihr wäre das etwas anderes. Ein Teil in mir würde sterben - in ihr auch, das weiß ich. Es gäbe einen Bruch in unseren Familien. Da ist diese geheime Erwartungshaltung aller, die sich keiner eingestehen will. Wir könnten uns nicht aus dem Weg gehen. Immer bliebe die Erinnerung an das, was wir einmal hatten. So unbeschwert, so frei.
Was, wenn sie mir keinen Korb gibt…
Jetzt muss ich mich wieder bremsen. Aufhören Gedanken zu denken, die nicht gedacht werden müssen. Gedanken die so nie aufkommen dürfen. Gedanken, vor denen ich zu große Ehrfurcht habe.
Woher kommt dieses Gefühl? War es schon immer da oder ist es ein Auswuchs meiner Sehnsucht? Ich bin wieder an einem Punkt angekommen, an dem ich mir selbst nicht bedingunglos glaube - mir selbst nicht traue. Ich weiß nicht einmal, ob ich hier nur Selbsdarstellerei berteibe oder ob ich eine Antwort suche. Eine Antwort auf eine Frage, die ich nicht näher beschreiben kann. Eine Frage, deren Antwort ich vielleicht schon längst kenne - mich aber nicht traue sie zu denken.
... Lunaris
Schlechte Erfahrungen, Zurückweisungen, wiederkehrende Einsamkeit. Bin ich stark genug es zu überstehen oder doch schon am Ende meiner Kräfte? ‚Alles im Griff?’ Ich glaube kaum… Suche ich Schutz im Vertrauten oder stelle ich mich der Gegenwart – dem Neuen?
Liebe ich mich oder liebe ich mich nicht? Liebe ich sie oder liebe ich sie nicht?
Eine lächerliche Frage… Natürlich liebe ich sie. Aber von welcher Art ist diese Liebe? Ist es die Liebe zu einer Frau, oder die Liebe, die der zur eigenen Schwester gleicht? Die Wahrheit ist: Ich weiß es nicht! Ich kenne sie nun seit ich denken kann, habe meine ersten sexuellen Erfahrungen mit ihr geteilt, den ersten Kuss und Unmengen an Zeit und Gedanken (das alles wohlgemerkt in einem Alter, in dem man noch unbeschwert lebt, sich keine Gedanken über die Zukunft oder das andere Geschlecht macht). Im Kindesalter sah man sich fast jeden Tag, dann eher jedes Wochenende, mittlerweile fast nur noch bei Familienfeiern, Geburtstagen und öffentlichen Festen. Wir waren schon mehrmals zusammen (mit Familie) im Urlaub. Ab und zu unternimmt man heute noch etwas zusammen. Bowling, Caipi-Abend zusammen mit meiner Schwester und ihrem Freund. Die ganze Zeit über ist da aber etwas zwischen ihr und mir. Eine Anziehungskraft, ein Gefühl der Vertrautheit. Das Wissen, dass man sich bedingungslos auf den anderen verlassen kann. Die heimlichen Erfahrungen, die uns verbinden. Es sind so viele Dinge, die unsere Freundschaft zu etwas wirklich Besonderem machen. Über alles reden können, sich anlehnen können. Wir haben uns vor kurzem auch mal spontan nach ihrem Feierabend (nachts um 4) bei mir getroffen und während ein paar Zigaretten über dies und jenes gesprochen. Das haben wir jetzt wirklich noch nie gemacht. Generell treffen wir uns selten außerhalb von Familie und Freunden. Aber es geht. Bei jedem anderen Mädchen würde jeder gleich glauben da bahne sich etwas an. Für uns war das Treffen ungewöhnlich, aber eine durchaus willkommene Abwechslung, vor allem aber unverbindlich – ohne Hintergedanken.
"Wenn wir groß sind heiraten wir, ja?" – "Ich heirate meine Mama, wenn ich groß bin"
Das hält sie mir noch heute vor – auf eine neckische, ironische Art und Weise.
"Ach du weißt doch, dass du der einzig Wahre für mich bist!" – auf eine neckische, ironische Art und Weise...
"Lunaris! Unser Lied" – Im Hintergrund läuft 1000 und 1 Nacht von Klaus Lage…
"Wann heiraten wir denn jetzt eigentlich?" *nach Ausreden such* "Wenn du 21 bist…" – noch 4 Monate…
"Hallo Bruder, hallo Schwester, hallo Mama, hallo Schatz!" *sie lacht* meine Mutter erstaunt: "Nennt er dich öfters so?"
Das ist nur eine kurze Liste von typischen Dialogen der letzten Jahre. Sie wurden zur Normalität. Mit dem Wissen, dass es beide Seiten nicht ernst meinen… oder?
Eltern, Geschwister - auf beiden Seiten - greifen dieses Thema immer wieder auf. 2010 heiratet ihr beide – spekuliert ihr Vater frohen Mutes. Meine Schwägerin in Spee meint "Warum eigentlich nicht". Daraufhin sie: "Also was Musik- und Filmgeschmack angeht sind wir schon mal auf einer Wellenlänge".
Auf dem 60. Geburtstag meines Vaters wurden wir letztens mehrmals gefragt, ob wir denn eigentlich zusammen wären. Meine Mutter hatte uns nebeneinandergesetzt… Gegen Ende des Abends habe ich ihren Rücken massiert. Nicht weil sie es wollte – ok, sie wollte es – aber ich wollte es auch. Es war ein merkwürdiges Gefühl. Die lächelnden Blicke der Menschen um mich herum. Der Gedanke, dass es ein Freundschaftsdienst ist, nicht mehr.
Ich weiß nicht was ich denken soll. Es ist als wäre ich gerade erst in die Pubertät gekommen und wüsste meine Gefühle ihr gegenüber nicht einzuordnen. Nur dass ich nicht in der Pubertät bin und mir durchaus der möglichen Konsequenzen eventueller Gefühle ihr gegenüber bewusst bin.
Ich versuche zu analysieren. Sehe mich, als notorischen Langzeitsolo und sie als männerverschleißende, missverstandene Frau, die nicht weiß was sie will, es aber allen recht machen muss (letzteres trifft übrigens ebenso auf mich zu). Sie die Discogängerin, extrovertiert, immer auf Party aus. Ich ein introvertierter Kerl, der es auch aushält mal ein paar Tage lang nicht auf Tour zu gehen. Das nur als kleines Beispiel. In Wirklichkeit sind wir zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Ziehen sich Gegensätze wirklich an? Wenn ja, wie lange?
Vielleicht habe ich bereits zu starke Gefühle für sie entwickelt, als dass es noch in meiner Macht stünde dem entgegenzusteuern. Vielleicht rede ich mir auch nur ein Gefühl ein, welches ich gerne hätte – in Wirklichkeit aber nicht habe.
Ich erlaube mir für einen kurzen Moment mir vorzustellen, wie es wäre, wenn ich sie wirklich lieben würde. Bei jeder anderen könnte es mir gleich sein, wie ihre Reaktion ausfällt. Ein Korb bringt einen nicht um. Aber bei ihr wäre das etwas anderes. Ein Teil in mir würde sterben - in ihr auch, das weiß ich. Es gäbe einen Bruch in unseren Familien. Da ist diese geheime Erwartungshaltung aller, die sich keiner eingestehen will. Wir könnten uns nicht aus dem Weg gehen. Immer bliebe die Erinnerung an das, was wir einmal hatten. So unbeschwert, so frei.
Was, wenn sie mir keinen Korb gibt…
Jetzt muss ich mich wieder bremsen. Aufhören Gedanken zu denken, die nicht gedacht werden müssen. Gedanken die so nie aufkommen dürfen. Gedanken, vor denen ich zu große Ehrfurcht habe.
Woher kommt dieses Gefühl? War es schon immer da oder ist es ein Auswuchs meiner Sehnsucht? Ich bin wieder an einem Punkt angekommen, an dem ich mir selbst nicht bedingunglos glaube - mir selbst nicht traue. Ich weiß nicht einmal, ob ich hier nur Selbsdarstellerei berteibe oder ob ich eine Antwort suche. Eine Antwort auf eine Frage, die ich nicht näher beschreiben kann. Eine Frage, deren Antwort ich vielleicht schon längst kenne - mich aber nicht traue sie zu denken.
... Lunaris
Ich sehe schon. Eine 'Antwort' bekommt nur, wer eine 'Frage' in den Raum wirft.
Habe die letzten Tage oft über sie nachgedacht, bin aber nie zu einem 'Ergebnis' gekommen. Die Gedanken drehen sich im Kreis. Irgendwann blockt mein Gehirn ab und ich suche mir etwas anderes, worüber ich nachdenken kann.
Dienstag wurde ich krank - es war eine stressige Woche. Vielleicht mache ich mir auch nur Stress...
Kann es sein, dass ich mir die Gefühle nur einbilde? Kann es sein, dass ich auf Sprüche anderer einsteige, um schmerzlos glücklich zu werden? Rede ich mir eventuelle Gefühle für sie nur ein, weil es ein 'leichter' 'Weg' aus der Einsamkeit wäre?
Es wäre alles so einfach, wenn wir ein Paar wären. Aber wäre es richtig?
Was meint ihr dazu?
Habe die letzten Tage oft über sie nachgedacht, bin aber nie zu einem 'Ergebnis' gekommen. Die Gedanken drehen sich im Kreis. Irgendwann blockt mein Gehirn ab und ich suche mir etwas anderes, worüber ich nachdenken kann.
Dienstag wurde ich krank - es war eine stressige Woche. Vielleicht mache ich mir auch nur Stress...
Kann es sein, dass ich mir die Gefühle nur einbilde? Kann es sein, dass ich auf Sprüche anderer einsteige, um schmerzlos glücklich zu werden? Rede ich mir eventuelle Gefühle für sie nur ein, weil es ein 'leichter' 'Weg' aus der Einsamkeit wäre?
Es wäre alles so einfach, wenn wir ein Paar wären. Aber wäre es richtig?
Was meint ihr dazu?
hi lunaris85!
habe mich eben durch deinen thread " gekämpft ". es sind echt viele gedanken, die dir durch den kopf gehen. weshalb solltest du dir die liebe zu ihr nur einbilden!? so, wie du schreibst, bin ich mir eigentlich sicher, dass du sie liebst. hast du schonmal versucht, mit ihr über deine gefühle zu reden!? hat sie momentan einen freund!? ihr zwei habt wirklich schon sehr viel erlebt und offensichtlich hängst du auch sehr an diesen erinnerungen, was absolut in ordnung ist, aber du wirst aus deiner derzeitigen gemütslage nicht herauskommen, wenn du nicht mit ihr redest, um endlich klarheit zu bekommen. gegensätze können sich natürlich anziehen, aber du kennst doch sicher auch den spruch " gleich und gleich gesellt sich gern! ". ich denke in beiden sprüchen steckt ein fünkchen wahrheit. nur weil ihr sehr unterschiedlich seid, heißt das ja nicht, dass ihr nicht zusammenpasst. mein tipp also: rede mit ihr!
lg, tears_all_over
habe mich eben durch deinen thread " gekämpft ". es sind echt viele gedanken, die dir durch den kopf gehen. weshalb solltest du dir die liebe zu ihr nur einbilden!? so, wie du schreibst, bin ich mir eigentlich sicher, dass du sie liebst. hast du schonmal versucht, mit ihr über deine gefühle zu reden!? hat sie momentan einen freund!? ihr zwei habt wirklich schon sehr viel erlebt und offensichtlich hängst du auch sehr an diesen erinnerungen, was absolut in ordnung ist, aber du wirst aus deiner derzeitigen gemütslage nicht herauskommen, wenn du nicht mit ihr redest, um endlich klarheit zu bekommen. gegensätze können sich natürlich anziehen, aber du kennst doch sicher auch den spruch " gleich und gleich gesellt sich gern! ". ich denke in beiden sprüchen steckt ein fünkchen wahrheit. nur weil ihr sehr unterschiedlich seid, heißt das ja nicht, dass ihr nicht zusammenpasst. mein tipp also: rede mit ihr!
lg, tears_all_over
Hallo tears_all_over,
danke für deine Antwort.
Wahrscheinlich stimmt es, dass sich nur etwas an der Situation ändert, wenn ich handle. Aber wie soll ich handeln? Soll ich sie wirklich darauf ansprechen? Meine Gedanken sind momentan voller Unsicherheit. Wie stark sind meine Gefühle zu ihr? Welche Chance haben wir? Was könnten wir zerstören, was neu erschaffen?
Was soll ich ihr wohl sagen? "Hey du, ich muss mit dir reden..." Weiter bin ich noch nicht gekommen. Es ist alles viel zu abwegig. Es ergibt keinen Sinn. Wie kann ich mit ihr ernsthaft über Beziehung reden, nachdem wir das jahrelang nur auf einer ironischen Basis getan haben?
Ich habe noch nie versucht mit ihr darüber zu reden. Die Gedanken kamen auch erst vor kurzem auf. Wie oben schon angedeutet, wüßte ich auch gar nicht wie ich mit ihr 'ernsthaft' darüber reden sollte.
Einen Freund hat sie zur Zeit nicht. Sowas ändert sich aber normalerweise recht zügig.
Mein Dilemma besteht nicht darin, dass ich nicht weiß woran ich bei ihr bin. Ich weiß nicht woran ich bei mir bin.
Habe ich Angst davor mich wieder zu verlieben und kräftiger auf die Schnauze zu fallen als jemals zuvor oder zwinge ich mich unterbewusst dazu endlich etwas gegen meine Einsamkeit zu tun?
danke für deine Antwort.
Wahrscheinlich stimmt es, dass sich nur etwas an der Situation ändert, wenn ich handle. Aber wie soll ich handeln? Soll ich sie wirklich darauf ansprechen? Meine Gedanken sind momentan voller Unsicherheit. Wie stark sind meine Gefühle zu ihr? Welche Chance haben wir? Was könnten wir zerstören, was neu erschaffen?
Was soll ich ihr wohl sagen? "Hey du, ich muss mit dir reden..." Weiter bin ich noch nicht gekommen. Es ist alles viel zu abwegig. Es ergibt keinen Sinn. Wie kann ich mit ihr ernsthaft über Beziehung reden, nachdem wir das jahrelang nur auf einer ironischen Basis getan haben?
du wirst aus deiner derzeitigen gemütslage nicht herauskommen, wenn du nicht mit ihr redest, um endlich klarheit zu bekommen.Wenn ich ihr sage, dass ich mir meiner Gefühle ihr gegenüber nicht im Klaren bin, wird sie mir damit auch nicht mehr Klarheit verschaffen können, oder? Nach einem solchen Outing würde bei mir folgendes passieren: Ich fühle mich verunsichert, dementiere innerlich alles und blocke gegenüber der Möglichkeit, dass ich sie liebe, ab. Ein klassischer Rückzieher eben. Vielleicht erklärt sie mir dann aber, dass es ihr genauso geht. Schon sehe ich eine realistische Chance und steigere mich in etwas hinein, von dem ich um unser beider Willen lieber die Finger lassen sollte.
so, wie du schreibst, bin ich mir eigentlich sicher, dass du sie liebst. hast du schonmal versucht, mit ihr über deine gefühle zu reden!? hat sie momentan einen freund!?Das mit dem sich sicher sein aufgrund von Geschriebenem ist bei mir so eine Sache. Ich neige oft dazu zu dramatisieren. Vielleicht gelingt es mir aber auch nur, sehr detailliert darzustellen, wie es in mir aussieht.
Ich habe noch nie versucht mit ihr darüber zu reden. Die Gedanken kamen auch erst vor kurzem auf. Wie oben schon angedeutet, wüßte ich auch gar nicht wie ich mit ihr 'ernsthaft' darüber reden sollte.
Einen Freund hat sie zur Zeit nicht. Sowas ändert sich aber normalerweise recht zügig.
Mein Dilemma besteht nicht darin, dass ich nicht weiß woran ich bei ihr bin. Ich weiß nicht woran ich bei mir bin.
Habe ich Angst davor mich wieder zu verlieben und kräftiger auf die Schnauze zu fallen als jemals zuvor oder zwinge ich mich unterbewusst dazu endlich etwas gegen meine Einsamkeit zu tun?
Auf eigenen Wunsch gelöscht
he lunaris
irgendwie sind wir ein wenig in der selben situation auch wenn es bei mir nicht um die sandkastenliebe geht. ich hab auch gefühle für (meinen ex) entwickelt und wir haben nun schon jahrelang eine freundschaftlich/sexuelle "beziehung", will nun aber mehr und traue mich es auch nicht anzusprechen. ja im grunde das gleiche. das was jahrelang normal und richtig war wird jetzt von uns in frage gestellt....reicht uns das? ich weiss auch nicht was ich tun soll. habe mir eigtl vorgenommen mit ihm zu reden, aber bisher.... und die größte angst ist das ich zu lang zögere und er eine neue freundin findet....dann ist da noch die angst vor zurückweisung... das er nicht das empfidnet was ich empfinde und ja zu guter letzt, wie bei dir. ich weiss auch nicht genau was ich will. bin mir nicht 100 pro sicher ob eine beziehung überhaupt funktionieren würde.... ihc kann dich also sehr gut verstehen, dennoch denke ich wäre es das beste mit ihr zu reden... wenn du dich dazu übrewinden kannst?
lg Ich
irgendwie sind wir ein wenig in der selben situation auch wenn es bei mir nicht um die sandkastenliebe geht. ich hab auch gefühle für (meinen ex) entwickelt und wir haben nun schon jahrelang eine freundschaftlich/sexuelle "beziehung", will nun aber mehr und traue mich es auch nicht anzusprechen. ja im grunde das gleiche. das was jahrelang normal und richtig war wird jetzt von uns in frage gestellt....reicht uns das? ich weiss auch nicht was ich tun soll. habe mir eigtl vorgenommen mit ihm zu reden, aber bisher.... und die größte angst ist das ich zu lang zögere und er eine neue freundin findet....dann ist da noch die angst vor zurückweisung... das er nicht das empfidnet was ich empfinde und ja zu guter letzt, wie bei dir. ich weiss auch nicht genau was ich will. bin mir nicht 100 pro sicher ob eine beziehung überhaupt funktionieren würde.... ihc kann dich also sehr gut verstehen, dennoch denke ich wäre es das beste mit ihr zu reden... wenn du dich dazu übrewinden kannst?
lg Ich
Hi Ich_0619,
und wenn ich mich überwinde, mit ihr darüber zu sprechen? Ich wüßte gar nicht was ich sagen soll. In meiner jetzigen Situation und Gefühlslage kann ich doch eigentlich nur noch mehr kaputt machen, als etwas ins Reine zu bringen. Ich kann ihr sagen worüber ich nachdenke, kann ihr sagen, dass ich nichts sicher weiß. Und dann?
und wenn ich mich überwinde, mit ihr darüber zu sprechen? Ich wüßte gar nicht was ich sagen soll. In meiner jetzigen Situation und Gefühlslage kann ich doch eigentlich nur noch mehr kaputt machen, als etwas ins Reine zu bringen. Ich kann ihr sagen worüber ich nachdenke, kann ihr sagen, dass ich nichts sicher weiß. Und dann?
Auf eigenen Wunsch gelöscht
ich weiss es nicht aber Lunaris, im moment leidest du doch. wärst du sonst hier? nein. es gibt also ein "problem" (ich weiss ich wiederhole mich: ist im grunde wie bei mir). Ich wüßte auch nicht genau was ich sagen will und was ich überhaupt genau will, aber irgendwas passt nicht mehr. Nein du musst nicht unbedingt etwas kaputtmachen, wenn es ihr ähnlich geht wie dir findet ihr vielleicht einen weg zusammen,aber wenn sie total abblockt und dich garnet verstehen kann... ja dann hätte ich auch angst davor etwas kaputtzumachen.... ohmann ich kann dich so gut verstehen. kannst du nicht versuchen herauszufinden(irgendwie) ob sie mehr für dihc empfindet?
Ich weiß nicht ob man es momentan als Leiden bezeichnen kann. Ich würde es als eine gühlsmäßige Verwirrung bezeichnen, die ich in dieser Form noch nicht kenne. Ich bin hier um mir zu helfen mir Klarheit zu verschaffen, nicht um anderen mein Leid zu klagen ;)
Ich könnte versuchen, herauszufinden ob sie mehr für mich empfindet als es den Anschein hat. Der Weg führt über meine Schwester, die sehr gut mit ihr befreundet ist. Aber diesen Weg will ich nicht gehen. Nicht über meine Schwester.
Ihr kennt sicherlich alle dieses Gefühl des ersten Verliebtseins. Man hat Schmetterlinge im Bauch, sieht die Welt in einem neuen Blickwinkel. Alles wirkt intensiver, lebendiger, schöner. Man träumt davon händchenhaltend durch die Straßen zu laufen und stellt sich vor wie wohl der erste Kuss mit der geliebten Person sein würde. Man will den Menschen kennenlernen, ihn erforschen.
Ich habe keine Schmetterlinge im Bauch wenn ich sie sehe oder über sie nachdenke. Händchenhalten wäre befremdlich, würde sich aber nicht anders anfühlen als sonst. Ich kann mir nicht vorstellen wie es wäre sie zu küssen. Als würde ich meine Schwester küssen... Sex hingegen könnte ich mir vorstellen.
Ich glaube sie zu kennen, müsste sie aber neu kennenlernen, wenn ich mit ihr zusammen wäre. Es passt alles irgendwie nicht zusammen.
Ich könnte versuchen, herauszufinden ob sie mehr für mich empfindet als es den Anschein hat. Der Weg führt über meine Schwester, die sehr gut mit ihr befreundet ist. Aber diesen Weg will ich nicht gehen. Nicht über meine Schwester.
Ihr kennt sicherlich alle dieses Gefühl des ersten Verliebtseins. Man hat Schmetterlinge im Bauch, sieht die Welt in einem neuen Blickwinkel. Alles wirkt intensiver, lebendiger, schöner. Man träumt davon händchenhaltend durch die Straßen zu laufen und stellt sich vor wie wohl der erste Kuss mit der geliebten Person sein würde. Man will den Menschen kennenlernen, ihn erforschen.
Ich habe keine Schmetterlinge im Bauch wenn ich sie sehe oder über sie nachdenke. Händchenhalten wäre befremdlich, würde sich aber nicht anders anfühlen als sonst. Ich kann mir nicht vorstellen wie es wäre sie zu küssen. Als würde ich meine Schwester küssen... Sex hingegen könnte ich mir vorstellen.
Ich glaube sie zu kennen, müsste sie aber neu kennenlernen, wenn ich mit ihr zusammen wäre. Es passt alles irgendwie nicht zusammen.
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