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Sehnsucht - Angriff auf die Seele

1 Antworten1'579 AufrufeGestartet von gloeckchen ·

gloeckchenThemenstart
#1
Angriff auf die Seele

Du bist bei mir

ich bin bei dir.

Arm in Arm,

kuschelig und warm.

Wir küssen uns lange,

doch mir wird schon bange.

Denn gleich musst du gehen,

und das soll ich verstehen?

Die Zeit verging wie im Flug,

als wär´ sie ein Zug.

Du sagst: ,, Ich muss,

gleich fährt der letzte Bus."

Ich flüster: ,,Bleib doch hier,

es ist so schön mit dir!"

Plötzlich ziehst du mich an,

meinst wir sehen uns doch morgen.

Ich denke daran,

doch das bereitet mir Sorgen.

Dann gehen wir hinunter,

geben uns die letzten Küsse,

diese schmerzen wie Schüsse

und mir ist nicht mehr munter.

Und wie du nun eilst,

kaum einmal verweilst.

Blickst nicht zurück,

gleich endet mein Glück.

Meine Augen folgen dir, bis sie dich nicht mehr sehen,

sag mir nur, warum musstest du gehen?!

Nun blicken sie stumm,

bis um die letzte Ecke herum.

Dann verharren sie,

denn sie begreifen es nie.

Schaue dorthin immer noch,

bin wie in einem Traum.

Langsam verlass ich den Raum.

Vor mir nun das Loch.

Schwäche - meine Sehnsucht entbrannt,

schneidet mich tief wie eine Bucht das Land.

Und ich fühle mich so schlecht,

bin in Gedanken stets bei dir.

Von der Realität geschwächt

und zweifle an mir.

Minuten sollen vergehen

und Stunden auch.

Ich muss dich wieder sehen,

so ein seltsames Gefühl im Bauch.

Vergib mir meine Sorgen

und tadle sie.

Ich versprech, ich verschieb sie auf morgen,

aber vergesse sie doch nie.

Versprochen, leider gebrochen.

Schmerzt der Abschied auch so,

morgen mit dir, bin ich gewiss wieder froh.

#2
Das erste Gedicht entstand vor wenigen Tagen als ich mal wieder an meinen Freund dachte:

Du - Das Geschenk an meine Seele

Du bist die Zeit!

- mit dir vergeht sie.

- ohne dich steht sie.

Du bist die Luft!

- dank ihr, kann ich atmen.

- ohne sie sterbe ich.

Du bist das Licht!

- durch dieses kann ich sehen.

- ohne es vergehe ich.

Du bist das Gefühl!

- was mich erreicht.

- später quält.

Du bist mein Herz!

- was liebend schlägt.

- ohne dich einsam wäre.

Du bist die Nacht!

- in der ich träumen kann.

- ohne dich mich fürchtete.

Du bist die Liebe!

- dich mich rettete

aus der Sehnsucht.

Du bist das ich!

- für was es sich lohnt

ein wir zu erreichen.

Du….…

- bist das, was ich brauche.

- alles was ich habe.

- meine ganz große Liebe.

- das Geschenk an meine Seele.

_____________________________________________________________

Der Traum

Ein Knall!

Er war schneller als der Schall...

Kommt mit hoher Geschwindigkeit,

durch Raum und Zeit,

von ganz weit

und nun sind wir zu zweit.

Wir wissen beide bescheid,

vorbei ist meine Einsamkeit.

Nun liegt er neben mir

ganz dicht hier.

Und im Vollmondschein

lässt er mich glücklich sein.

Eine sanfte Verführung, zarte Berührung

und nach seinem Sinn, gebe ich mich ihm hin...

Er zeigt mir zu leben

und zu geben.

Der Traum macht frei,

denn wir sind zwei

und mein Kummer ist vorbei.

Alles andere ist egal,

Liebe so fenomenal!

Jetzt hält er mich fest,

dicht an sich gepresst

und dringt in mich ein

Lust fährt durch Mark und Bein.

Ich denke:"Was kann schon passieren,

lass es uns riskieren."

Und er macht weiter,

sein Grinsen wird breiter,

doch ich sehe das nicht,

geblendet vom Licht.

Plötzlich ein Schmerz,

als zerreißt mir das Herz.

Ich sage: „Steh auf!“,

aber er bleibt drauf.

Fragt nicht warum,

sondern lächelt nur dumm.

Beim Versuch mich zu wehren,

an seinen Haaren zu zerren,

kommt nichts bei raus

und ich ahn, es ist aus.

Das Gefühl geht tiefer in die Haut

und ich schreie laut -

In Tränen erwacht,

noch ist tiefste Nacht.

Mein Herz rast wie wild

vor mir noch das Bild.

Ich versuch die Augen zu schließen,

wieder die Wärme zu genießen,

erscheint mir wieder meine Qual

und ich habe keine Wahl.

Ich mache mir Licht,

geh zum Spiegel und schau in mein Gesicht.

Die Augen vom Weinen so klar,

doch der Traum war nicht wahr.

_____________________________________________________________

Verloren im Ich

Trauer immer nur Trauer

Tag für Tag das gleiche Spiel

In denselben Wunden tränkt sich das Leid.

So schwarz wie die Nacht,

wirkt die Seele schon.

Nimmt nichts mehr wahr

und will´s auch nicht.

Vertrauenslos schlägt das eisige Herz.

Erfroren nach endlosen Kämpfen,

dem Wunsch nach Liebe,

doch nie erreicht.

Leere sie erfüllt die Gedanken.

Gedanken von stummen Träumen,

dem nicht erreichten Ziel.

Und wie Schmerzen

fährt es durch die Glieder,

Gefühle versagen jämmerlich…

Und kein Schimmer der Hoffnung.

Die Wirklichkeit wird Schein.

Tatsachen werden fraglich.

Und so alles unterdrückend,

verlor ich am Ende doch das sein.

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