Sich selber quälen
4 Antworten4'290 AufrufeGestartet von Rockgöre ·
RockgöreThemenstart
Ich hoffe diesen Thread gibt es noch nicht, sonst bitte ich die Mods ihn einfach zu löschen. Danke!
Gestehen wir es uns doch selber ein, wir finden es toll uns selber zu quälen. Was ist sonst der Grund dafür, das wie uns jeden Tag aufs Neue schmerzen zufügen.
Suche seine/ihre nähe obwohl wir wissen das wir nie mit ihm/ihr zusammen sein werden. Schauen uns Fotos an, nur um wieder in Tränen auszubrechen. Das könnte man ewig so weiter führen. Warum nicht einfach mit der Vergangenheit abschließen, negative Ereignisse hinter sich lassen. Warum immer Salz in die Wunden streuen?
Ich hoffe ihr versteht was ich meine. Kennt ihr das nicht auch? Ein bisschen sadistisch, oder?
LG
Rockgöre
Gestehen wir es uns doch selber ein, wir finden es toll uns selber zu quälen. Was ist sonst der Grund dafür, das wie uns jeden Tag aufs Neue schmerzen zufügen.
Suche seine/ihre nähe obwohl wir wissen das wir nie mit ihm/ihr zusammen sein werden. Schauen uns Fotos an, nur um wieder in Tränen auszubrechen. Das könnte man ewig so weiter führen. Warum nicht einfach mit der Vergangenheit abschließen, negative Ereignisse hinter sich lassen. Warum immer Salz in die Wunden streuen?
Ich hoffe ihr versteht was ich meine. Kennt ihr das nicht auch? Ein bisschen sadistisch, oder?
LG
Rockgöre
hallo rockgöre
ich kann das nachvollziehen! aber es muss nicht immer gewollt sein. manchmal kommt einfach ein song im radio oder jemand fragt nach deiner anderen hälfte und wusste noch nichts von der trennung. oder du liegst auf dem sofa und schaust dir eine sendung an die du dir zum letzten mal mit deinm/deiner Partner/in angeschaut hast und plötzlich fällt es dir wieder ein.
ich meine, es gibt einfach momente da holt einem die vergangenheit ein, egal ob man will oder nicht.
ich kann das nachvollziehen! aber es muss nicht immer gewollt sein. manchmal kommt einfach ein song im radio oder jemand fragt nach deiner anderen hälfte und wusste noch nichts von der trennung. oder du liegst auf dem sofa und schaust dir eine sendung an die du dir zum letzten mal mit deinm/deiner Partner/in angeschaut hast und plötzlich fällt es dir wieder ein.
ich meine, es gibt einfach momente da holt einem die vergangenheit ein, egal ob man will oder nicht.
Hi Rockgöre,
ich finde das ist von Dir gut beobachtet und es ist ein sehr sehr ausuferndes Thema, warum das so ist.
Zu erst einmal denke ich, hat es etwas mit unserer Erziehung, den Moralvorstellungen und damit verbunden der Religion zu tun, die unser Verhalten über Jahrhunderte geprägt hat.
Wenn aus unserem Leben, sei es durch Trennung oder Tod, ein Mensch verloren geht, empfinden wir es als Verlust. Dabei spielt der Aspekt wer jetzt wen verläßt noch keine Rolle. An diesen Verlust werden wir immerwieder erinnert, wie dean schon richtig sagte, bis wir über den Verlust hinweg sind.
Aber wenn diese Trennung ungewollt stattfindet bzw. eine Schuldfrage für die Trennung mit ins Spiel kommt, dann, so meine Meinung, wird oft auch der Schmerz provoziert. Es wird dabei auch stark auf die Außenwirkung geachtet a la "Seht ihr meinen Schmerz? Ich wurde verlassen. Ich bin unschuldig." Dieses Verhalten möchte ich niemanden nachsagen, jedoch wurde es geprägt und so zergehen wir schon mal ganz gerne in unserem eigenen Schmerz, einfach um auch moralisch uns unschuldig an der Trennung zu fühlen.
Die Zeit ist es dann, die diese (auch selbst zugefügten) Wunden heilt. Der Schmerz hilft uns die Trennung zu verarbeiten. Schlimmer wäre es, wenn du gar nichts empfindest. Dann verarbeitest du die Trennung nämlich nicht und wirst auch nicht wieder offen sein für eine neue Liebe.
Lieben Gruß
La_Penna
ich finde das ist von Dir gut beobachtet und es ist ein sehr sehr ausuferndes Thema, warum das so ist.
Zu erst einmal denke ich, hat es etwas mit unserer Erziehung, den Moralvorstellungen und damit verbunden der Religion zu tun, die unser Verhalten über Jahrhunderte geprägt hat.
Wenn aus unserem Leben, sei es durch Trennung oder Tod, ein Mensch verloren geht, empfinden wir es als Verlust. Dabei spielt der Aspekt wer jetzt wen verläßt noch keine Rolle. An diesen Verlust werden wir immerwieder erinnert, wie dean schon richtig sagte, bis wir über den Verlust hinweg sind.
Aber wenn diese Trennung ungewollt stattfindet bzw. eine Schuldfrage für die Trennung mit ins Spiel kommt, dann, so meine Meinung, wird oft auch der Schmerz provoziert. Es wird dabei auch stark auf die Außenwirkung geachtet a la "Seht ihr meinen Schmerz? Ich wurde verlassen. Ich bin unschuldig." Dieses Verhalten möchte ich niemanden nachsagen, jedoch wurde es geprägt und so zergehen wir schon mal ganz gerne in unserem eigenen Schmerz, einfach um auch moralisch uns unschuldig an der Trennung zu fühlen.
Die Zeit ist es dann, die diese (auch selbst zugefügten) Wunden heilt. Der Schmerz hilft uns die Trennung zu verarbeiten. Schlimmer wäre es, wenn du gar nichts empfindest. Dann verarbeitest du die Trennung nämlich nicht und wirst auch nicht wieder offen sein für eine neue Liebe.
Lieben Gruß
La_Penna
Hallo,
zu einem gewissen Grad kann das auch helfen, eine Trennung zu verarbeiten. denn mit jeder Träne, die man vergiesst, lässt man meiner Meinung nach ein wenig los und jede Trennung und jeder Liebeskummer ist eben mit Schmerzen verbunden.
das andere Extrem wären jetzt die Menschen, die den Schmerz einer Trennung komplett verdrängen..........was sich dann natürlich an unerwünschter Stelle wieder entladen kann.
irgendwie muß man da einen Mittelweg finden.
Liebe Grüße
Verlassen?
zu einem gewissen Grad kann das auch helfen, eine Trennung zu verarbeiten. denn mit jeder Träne, die man vergiesst, lässt man meiner Meinung nach ein wenig los und jede Trennung und jeder Liebeskummer ist eben mit Schmerzen verbunden.
das andere Extrem wären jetzt die Menschen, die den Schmerz einer Trennung komplett verdrängen..........was sich dann natürlich an unerwünschter Stelle wieder entladen kann.
irgendwie muß man da einen Mittelweg finden.
Liebe Grüße
Verlassen?
Hallo!
"Meine Sammlung von Lebensweisheiten, Lust und Leid liegen eng beieinander, Grenzüberschreitung kann Lust und Leid bedeuten. Sie läßt dich spüren, daß du lebst."
(Charles Dickens)
Ich vermute, in vieler Hinsicht vergisst man sich im Alltag. Erst wenn etwas nicht funktioniert, sei es eine Beziehung insbesondere, dann beginnt man nachzudenken.
Das Betrachten von Fotos und anderen Erinnerungsstücken ist eigentlich der Versuch, den gemeinsamen Traum noch ein Stückchen weiterzuträumen. Schmerzhafter wird es jedoch, je länger man träumt und der Traum sich nicht mehr mit der sich verändernden Wirklichkeit deckt.
Ich glaube, diese Art von Flucht aus der Realität und der dafür zu zahlende Preis ist nicht auf Liebeskummer beschränkt. Aber bei Liebeskummer ist es eben existentiell.
ENTICE
"Meine Sammlung von Lebensweisheiten, Lust und Leid liegen eng beieinander, Grenzüberschreitung kann Lust und Leid bedeuten. Sie läßt dich spüren, daß du lebst."
(Charles Dickens)
Ich vermute, in vieler Hinsicht vergisst man sich im Alltag. Erst wenn etwas nicht funktioniert, sei es eine Beziehung insbesondere, dann beginnt man nachzudenken.
Das Betrachten von Fotos und anderen Erinnerungsstücken ist eigentlich der Versuch, den gemeinsamen Traum noch ein Stückchen weiterzuträumen. Schmerzhafter wird es jedoch, je länger man träumt und der Traum sich nicht mehr mit der sich verändernden Wirklichkeit deckt.
Ich glaube, diese Art von Flucht aus der Realität und der dafür zu zahlende Preis ist nicht auf Liebeskummer beschränkt. Aber bei Liebeskummer ist es eben existentiell.
ENTICE
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