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Träumende Mädchen ..

0 Antworten882 AufrufeGestartet von SecretSoul ·

SecretSoulThemenstart
#1
Es gab einmal ein Mädchen, das sehr viel träumte. Sie war wirklich sehr verträumt und baute sich in ihren Gedanken eine Welt, in der es alles gab was sie sich wünschte.

Sie hatte keine einfache Familie, die Mutter zeigte ihr nie, dass sie wichtig war. Das Mädchen wusste gar nicht was es bedeutet, geliebt zu werden.

Sie war nicht jemand, der viele Wünsche hatte, aber diese, die sie hatte, Wünschte sie sich zur Realität.

Ihren leiblichen Vater hat das Mädchen nie kennengelernt. Eigentlich wollte sie ihn suchen, aber das ging nicht ohne irgendeine Information.

Die Mutter des Mädchens hatte einen Freund, doch die beiden mochten sich gegenseitig nicht. Er machte dem Mädchen das Leben zur Hölle. Immer war sie an allem schuld, immer sie musste alles putzen, sie musste kochen und auf die Geschwister aufpassen und wenn sie sich gegen ihn wehrte wurde sie eingesperrt oder geschlagen. Es gab keinen Tag an dem das Mädchen nicht von ihm schikaniert und gedemütigt wurde. Irgendwann als sie die Nase bis oben voll hatte, schmiss er mit Erlaubnis der Mutter das Mädchen aus der Wohnung.

Etwa zwei Jahre später musste sie dann in ein Internat ziehen. Nicht wegen den familiären Gründen, sie ist von der Schule geflogen, das war der Grund.

Sie lebte sich ziemlich schnell ein und ging gar nicht mehr nach Hause. In ihrem Internat gibt es verschiedene Gruppen, jede gruppe lebt in einem anderen Haus, das Mädchen fühlte sich in diesem Haus so wohl, dass es ihr zuhause wurde.

Vorher hatte sie nie gewusst was ein Zuhause ist, sie hatte nie gewusst, dass es Menschen geben kann, die an sie glauben. Sie wuchs mit dem Glauben auf, sie sei unwichtig und nichts wert. Sie könne nichts und würde auch nie etwas können.

Doch dort bekam sie Unterstützung und Hilfe. Man glaubte an sie und ihre Fähigkeiten, man freute sich, wenn sie wiederkam. Sie lernte dort, dass sie nicht irgendein Mensch ist, sondern dass sie Sie ist, wichtig und wertvoll.

Sie schuf nicht nur eine Bindung zum Haus, an keinem anderen Ort fühlt sie sich so Wohl wie da, sie schuf auch Bindungen zu den verschiedenen Betreuern. Sie mochte alle und auch alle waren ihr sehr wichtig. Aber es gab einen Betreuer den mochte sie besonders. Sie sah diesen Betreuer immer als Vater, seit sie ihn zum ersten Mal gesehen hat. Tag und Nacht wünschte sie sich, dass er ihr Vater sei. Sie wusste immer wann er wie lange zur Arbeit kam und freute sich immer wenn er kommt. Jedoch war sie auch immer traurig wenn er wieder ging. An diesem Ort, der ihr zuhause ist, durfte sie 1,5 Jahre bleiben, dann musste sie weiterziehen, in die nächste Gruppe und ein neues Haus.

Sie war schon vor dem Umzug einige Male dort und wusste wie es war. Eigentlich hätte sie sich freuen müssen, dort gab es jetzt mehr Freiheiten, doch das Mädchen wusste, dass es nicht ihr zuhause ist. Sie wollte zurück, zurück nach Hause und zu ihrem „Vater“, doch sie durfte und konnte nicht. Sie hatte Angst den Kontakt mit ihrem „Wunschvater“ zu verlieren, deshalb schrieb sie ihm in einem Brief, was sie von ihm hält, wie sie ihn sieht und wie wichtig er ihr ist.

Er hatte den Brief traurig gefunden, nicht weil er was dagegen hatte, er wollte aber eigentlich, dass sie glücklich ist.

Der Kontakt zwischen den Beiden hielt und mittlerweile sah auch er sie als Tochter. Er hatte Zeit für sie, war für sie da wenn sie etwas brauchte, half ihr bei ihren Problemen und war stolz auf sie für alles, was sie tat.

Es wäre perfekt gewesen… wenn es so geblieben wäre..



Die Betreuer auf der Gruppe des Mädchens hatten etwas gegen den engen Kontakt der Beiden, sie fanden es merkwürdig, dass er so viel Zeit mit ihr verbrachte. Eigentlich hatten einige Betreuer genau darüber Bescheid gewusst, was und wie sie denken und fühlen, trotzdem wurden Gerüchte in die Welt gesetzt die ihm den Job hätten kosten können.

Er konnte es zwar sehr gut klären und es war auch kein Drama entstanden, trotzdem mussten sie ab jetzt vorsichtiger sein. Sie trafen sich noch genau so viel, einfach heimlich. Sie wussten beide, dass sie nichts Falsches machen, doch sie wussten auch, dass das die anderen nicht einsehen wollen.

Das Mädchen konnte die Betreuer einfach nicht verstehen, sie war glücklich gewesen, so glücklich wie sie sein konnte, doch diese Betreuer verdrehten alles und zerstörten sie innerlich.

Sie konnte jetzt zu niemandem mehr gehen, wenn es ihr seinetwegen schlecht ging, sie konnte niemandem mehr die Erlebnisse mit ihm erzählen, überhaupt fühlte sie sich nicht mehr wohl in ihrer Haut.

Es gefiel ihr eh nicht auf der Gruppe und auch die Betreuer waren weniger gut als vorher. Ihr einziger Halt war es gewesen, wenn sie sagen konnte, sie gehe zu ihm, zu ihrem Wunschdaddy <3..

Doch diese Zeiten waren jetzt auch vorbei und jetzt hatte sie noch mehr Angst denn je, ihn zu verlieren.

Quelle: Ich selbst =)




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