Trennung aufgrund fehlender Gefühle?
3 Antworten1'697 AufrufeGestartet von Thomas_7 ·
Thomas_7Themenstart
bearbeitet #1
Hallo zusammen,
ja, vor ein paar Tagen hat es nun auch mich erwischt, meine Freundin hat mich nach gut zweieinhalb Jahren Beziehung verlassen. Für mich im ersten Moment natürlich unfassbar, nun werde ich logischerweise von abwechselnder Wut, Trauer und Verzweiflung heimgesucht. Die Trennung selber ist vergleichsweise recht ruhig verlaufen, wir haben uns weder wüst beschimpft noch dem anderen Vorwürfe gemacht, auch jetzt nach unserer Trennung haben wir uns jeden Tag geschrieben und reden einfach was uns so durch den Kopf geht.
Ich fange vielleicht damit an die generelle Situation zu beschreiben, sprich wie es zur Trennung kam. Grundsätzlich hat sie Schluss gemacht, weil sie einfach das Gefühl hat, ich investiere zu wenig Energie in die Beziehung und bringe aktiv zu wenig ein in die Beziehung. Und das schon seit einem sehr langen Zeitraum (ca ein Jahr). Natürlich will ich mich hier in keinster Weise in Schutz nehmen, diese Punkte treffen absolut zu, und im nachhinein betrachtet hätte man das vielleicht auch verhindern können. Zudem befinden wir uns seit einem Jahr in ziemlich unterschiedlichen Lebenssituationen, ich habe bzw. hatte eine sehr körperlich sowie psychisch anstrengende Arbeit, sie begann zu studieren. Wir hatten logischerweise komplett unterschiedliche "Arbeitszeiten", einen komplett anderen Lebensstil zuzusagen, was das gemeinsam Zeit für einander finden natürlich umso schwerer machte.
Dazu kam das wir nicht zusammen gelebt haben, sprich wir beide leben noch in unserem Elternhaus (gut 15 Minuten voneinader entfernt). So musste also immer der eine "das Opfer bringen" (beim anderen schlafen), wenn wir uns sehen wollten, und das war aufgrund meiner unchristlichen Arbeitszeiten meistens sie. Ich habe mich auch öfters geweigert zu ihr zu kommen, weil es für mich persönlich wirklich anstrengend war, zudem wollte ich ihre Familie nicht belasten wenn ich um Viertel Vier in der Früh aus dem Haus ging. Natürlich bin ich ab und zu auch zu ihr während dieser Zeit, leicht war das allerdings nicht für mich. Ferien bzw. Urlaub hatte ich auch nie, um das fehlende Defizit von meiner Seite aus auszugleichen.
So hat sich das ganze natürlich immer weiter hochgeschaukelt, unsere qualitative Kommunikation wurde auch immer weniger, sie wollte auch nicht mehr bei mir schlafen, wenn wir uns sahen war des ein mehr oder weniger nebeneinander herleben. Der Kick in der Beziehung fehlte einfach. Meine Freundin brachte das auch dieses Jahr im Februar zum Gespräch, und ich versprach diese Dinge zu ändern. Und ich habe das auch wirklich nach all meinen Bemühen versucht. Jedoch sagte sie nun wie es zur Trennung kam das sie nur kurzfristig das Gefühl hatte. Auch ein Arbeitswechsel im Sommer machte das ganze nicht besser, weil nun sie auch einen Ferialjob hatte und arbeiten musste. Zugegeben, wahrscheinlich hatte sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr die Motivation mich immer zu sehen, und ich daraus resultierend auch nicht.
Vor ein paar Wochen kam es zum Totalcrash, sie schlug eine Beziehungspause vor und sagte, dass sie glaube das diese Pause würde unserer Beziehung gut tun weil wir beide Zeit für uns haben und darüber nachzudenken wie wir dazu stehen. Sie sagte dann aber bereits sie wüsste nicht ob es je wieder so werden konnte wie im ersten Jahr unserer Beziehung. Nun gut, nach mehr oder weniger 3 Wochen Pause sahen wir uns wieder.
Und das war dann besagter Tag der Trennung. Ich habe versucht sie mit aller Kraft doch noch zu überzeugen es wieder zu probieren, vor allem da wir nun beide wieder Ferien hätten und beide wieder zum Studieren beginnne bzw. weiterstudieren daher wieder inein ähnliches Lebensumfeld einsteigen. Aber sie sagte nur das wir soviel Zeit hatten das zu ändern, es sich nicht wirklich geändert hat, und sie nicht glaubt das es wieder zu einer guten Beziehung zwischen uns kommen könnte.
Zudem meinte sie, sie wisse nicht mehr wie viel sie für mich empfindet. Außerdem solle ich mir keine Hoffnungen mehr machen. Und seit dem ist jetzt Schluss....
Für mich ist das natürlich unglaublich bitter weil ich wirklich die Motivation hatte unserer Beziehung zum besseren zu bekehren, vorallem da wir beide nun soviel Zeit miteinander verbringen könnten um daran zu arbeiten. Aber da sie meinte sie will mir nichts vorspielen wenn wir diese Beziehung weiterführen würden, weil sie wahrscheinlich nicht mehr so empfinden würde wie früher, respektiere ich das natürlich.
Zu guter letzt haben wir uns angeboten Freunde zu sein, und ich kam mit allerletzter Hoffnung mit dem Vorschlag, da sie sich ihrer Gefühle derzeit nicht sicher ist, falls sie irgendwann doch noch anders empfinde, natürlich wenn ein wenig Zeit vergangen ist, dass wir uns wieder treffen und über einen "Neustart" nachdenken.
Nun brauche ich eure Hilfe: Soll ich wirklich die Hoffnung aufgeben? Ist es hier wirklich angebracht das Beziehungsaus zu akzeptieren und einen Schritt nach vorne zu gehen? Wie soll ich mich ihr gegenüber in nächster Zeit verhalten? Ich bin wirklich ratlos, und das alles ist umso schlimmer weil ich sie wirklich noch liebe...
LG
ja, vor ein paar Tagen hat es nun auch mich erwischt, meine Freundin hat mich nach gut zweieinhalb Jahren Beziehung verlassen. Für mich im ersten Moment natürlich unfassbar, nun werde ich logischerweise von abwechselnder Wut, Trauer und Verzweiflung heimgesucht. Die Trennung selber ist vergleichsweise recht ruhig verlaufen, wir haben uns weder wüst beschimpft noch dem anderen Vorwürfe gemacht, auch jetzt nach unserer Trennung haben wir uns jeden Tag geschrieben und reden einfach was uns so durch den Kopf geht.
Ich fange vielleicht damit an die generelle Situation zu beschreiben, sprich wie es zur Trennung kam. Grundsätzlich hat sie Schluss gemacht, weil sie einfach das Gefühl hat, ich investiere zu wenig Energie in die Beziehung und bringe aktiv zu wenig ein in die Beziehung. Und das schon seit einem sehr langen Zeitraum (ca ein Jahr). Natürlich will ich mich hier in keinster Weise in Schutz nehmen, diese Punkte treffen absolut zu, und im nachhinein betrachtet hätte man das vielleicht auch verhindern können. Zudem befinden wir uns seit einem Jahr in ziemlich unterschiedlichen Lebenssituationen, ich habe bzw. hatte eine sehr körperlich sowie psychisch anstrengende Arbeit, sie begann zu studieren. Wir hatten logischerweise komplett unterschiedliche "Arbeitszeiten", einen komplett anderen Lebensstil zuzusagen, was das gemeinsam Zeit für einander finden natürlich umso schwerer machte.
Dazu kam das wir nicht zusammen gelebt haben, sprich wir beide leben noch in unserem Elternhaus (gut 15 Minuten voneinader entfernt). So musste also immer der eine "das Opfer bringen" (beim anderen schlafen), wenn wir uns sehen wollten, und das war aufgrund meiner unchristlichen Arbeitszeiten meistens sie. Ich habe mich auch öfters geweigert zu ihr zu kommen, weil es für mich persönlich wirklich anstrengend war, zudem wollte ich ihre Familie nicht belasten wenn ich um Viertel Vier in der Früh aus dem Haus ging. Natürlich bin ich ab und zu auch zu ihr während dieser Zeit, leicht war das allerdings nicht für mich. Ferien bzw. Urlaub hatte ich auch nie, um das fehlende Defizit von meiner Seite aus auszugleichen.
So hat sich das ganze natürlich immer weiter hochgeschaukelt, unsere qualitative Kommunikation wurde auch immer weniger, sie wollte auch nicht mehr bei mir schlafen, wenn wir uns sahen war des ein mehr oder weniger nebeneinander herleben. Der Kick in der Beziehung fehlte einfach. Meine Freundin brachte das auch dieses Jahr im Februar zum Gespräch, und ich versprach diese Dinge zu ändern. Und ich habe das auch wirklich nach all meinen Bemühen versucht. Jedoch sagte sie nun wie es zur Trennung kam das sie nur kurzfristig das Gefühl hatte. Auch ein Arbeitswechsel im Sommer machte das ganze nicht besser, weil nun sie auch einen Ferialjob hatte und arbeiten musste. Zugegeben, wahrscheinlich hatte sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr die Motivation mich immer zu sehen, und ich daraus resultierend auch nicht.
Vor ein paar Wochen kam es zum Totalcrash, sie schlug eine Beziehungspause vor und sagte, dass sie glaube das diese Pause würde unserer Beziehung gut tun weil wir beide Zeit für uns haben und darüber nachzudenken wie wir dazu stehen. Sie sagte dann aber bereits sie wüsste nicht ob es je wieder so werden konnte wie im ersten Jahr unserer Beziehung. Nun gut, nach mehr oder weniger 3 Wochen Pause sahen wir uns wieder.
Und das war dann besagter Tag der Trennung. Ich habe versucht sie mit aller Kraft doch noch zu überzeugen es wieder zu probieren, vor allem da wir nun beide wieder Ferien hätten und beide wieder zum Studieren beginnne bzw. weiterstudieren daher wieder inein ähnliches Lebensumfeld einsteigen. Aber sie sagte nur das wir soviel Zeit hatten das zu ändern, es sich nicht wirklich geändert hat, und sie nicht glaubt das es wieder zu einer guten Beziehung zwischen uns kommen könnte.
Zudem meinte sie, sie wisse nicht mehr wie viel sie für mich empfindet. Außerdem solle ich mir keine Hoffnungen mehr machen. Und seit dem ist jetzt Schluss....
Für mich ist das natürlich unglaublich bitter weil ich wirklich die Motivation hatte unserer Beziehung zum besseren zu bekehren, vorallem da wir beide nun soviel Zeit miteinander verbringen könnten um daran zu arbeiten. Aber da sie meinte sie will mir nichts vorspielen wenn wir diese Beziehung weiterführen würden, weil sie wahrscheinlich nicht mehr so empfinden würde wie früher, respektiere ich das natürlich.
Zu guter letzt haben wir uns angeboten Freunde zu sein, und ich kam mit allerletzter Hoffnung mit dem Vorschlag, da sie sich ihrer Gefühle derzeit nicht sicher ist, falls sie irgendwann doch noch anders empfinde, natürlich wenn ein wenig Zeit vergangen ist, dass wir uns wieder treffen und über einen "Neustart" nachdenken.
Nun brauche ich eure Hilfe: Soll ich wirklich die Hoffnung aufgeben? Ist es hier wirklich angebracht das Beziehungsaus zu akzeptieren und einen Schritt nach vorne zu gehen? Wie soll ich mich ihr gegenüber in nächster Zeit verhalten? Ich bin wirklich ratlos, und das alles ist umso schlimmer weil ich sie wirklich noch liebe...
LG
Hallo Thomas
So wie es aussieht habt ihr unterschiedliche Ansprüche und für Sie scheinen Ihre Gefühle für eine Beziehung nicht mehr auszureichen.
Freunde zu bleiben nach so einer langen Beziehung finde ich nicht das beste vorgehen. Ich persönlich bin immer der Meinung, dass man
erst einmal Abstand benötigt und sich nicht permanent mit der aktuellen Lage oder auch den Schmerz beschäftigt.
Für Sie scheint eine Freundschaft kein Problem zu sein, eben weil Sie keine Gefühle mehr hat, für dich jedoch schon.
Somit rate ich dir, erst einmal Abstand zu gewinnen und auch für dich neue Wege zu gehen.
Ihr vorzuschlagen, wenn Sie dann mal wieder möchte, kann man an einen Neustart denken - finde ich wie im Fussball
eine Ersatzbank.
Blicke nach vorne und nehme dein Leben neu in die Hand ohne Sie.
Alles Liebe
Lisa
So wie es aussieht habt ihr unterschiedliche Ansprüche und für Sie scheinen Ihre Gefühle für eine Beziehung nicht mehr auszureichen.
Freunde zu bleiben nach so einer langen Beziehung finde ich nicht das beste vorgehen. Ich persönlich bin immer der Meinung, dass man
erst einmal Abstand benötigt und sich nicht permanent mit der aktuellen Lage oder auch den Schmerz beschäftigt.
Für Sie scheint eine Freundschaft kein Problem zu sein, eben weil Sie keine Gefühle mehr hat, für dich jedoch schon.
Somit rate ich dir, erst einmal Abstand zu gewinnen und auch für dich neue Wege zu gehen.
Ihr vorzuschlagen, wenn Sie dann mal wieder möchte, kann man an einen Neustart denken - finde ich wie im Fussball
eine Ersatzbank.
Blicke nach vorne und nehme dein Leben neu in die Hand ohne Sie.
Alles Liebe
Lisa
1× hilfreich
Liebe Thomas
Es tut mir sehr leid für Dich, dass Du so leiden musst. Aber ich denke wie meine Vorrednerin, dass Du wohl oder übel akzeptieren musst, dass ihre Gefühle nicht mehr ausreichen. Leider ist das wirklich brutal, weil Du ja so komplett machtlos bist. Auch wenn der Griff Richtung "rettender Grashalm" noch so menschlich ist: Auf Freundschaft zu setzen und zu spüren, dass die Liebesgefühle sich auf einer Einbahnstrasse bewegen, tut immer wieder von neuem weh. Wie Lisa denke ich auch, dass Abstand - auch wenn es Dir noch so schwer fallen mag - Dir am Ehesten den Weg zum später einsetzenden Glück frei macht...
Ich wünsche Dir viel Kraft in dieser so schwierigen Zeit.
Lieber Gruss
Francesco
Es tut mir sehr leid für Dich, dass Du so leiden musst. Aber ich denke wie meine Vorrednerin, dass Du wohl oder übel akzeptieren musst, dass ihre Gefühle nicht mehr ausreichen. Leider ist das wirklich brutal, weil Du ja so komplett machtlos bist. Auch wenn der Griff Richtung "rettender Grashalm" noch so menschlich ist: Auf Freundschaft zu setzen und zu spüren, dass die Liebesgefühle sich auf einer Einbahnstrasse bewegen, tut immer wieder von neuem weh. Wie Lisa denke ich auch, dass Abstand - auch wenn es Dir noch so schwer fallen mag - Dir am Ehesten den Weg zum später einsetzenden Glück frei macht...
Ich wünsche Dir viel Kraft in dieser so schwierigen Zeit.
Lieber Gruss
Francesco
Lieber Thomas
Deine Trennung tut mir sehr leid! Egal unter welchen Umständen, es tut immer weh..
Ich kann mich mehr oder weniger meinen Vorrednern anschliessen - Egal ob mit Hoffnung oder ohne - mit Absichten oder ohne - akzeptiere Ihre Entscheidung in jedem Fall (und vor allem, wen du die Intension hast, es nochmals versuchen zu wollen)... Gib ihr die Freiheit, die sie nun haben möchte - halte lose Kontakt, aber bedränge sie auf keinen Fall oder erzwinge etwas... Auch eine Freundschaft ist eine fragile Angelegenheit, die Vertrauen, Freiraum, Respekt UND Zeit benötigt. Gib ihr die Zeit und nimm sie dir!
Weisst du, manchmal lässt einem die Zeit anders auf das soeben passierte zurückblicken und man merkt vielleicht plötzlich, dass es vielleicht gar nicht so schlecht ist, kein Paar mehr zu sein. Oder aber du merkst, dass du tatsächlich nicht mehr ohne sie willst - dann wirst du wohl aber auch bereit sein dein Handeln zu überdenken...
Dies braucht aber seine Zeit und die beginnt erst, nach dem anfänglichen Liebeskummer - dann wenn die Gedanken wieder frei sind und man sie bewusst denken kann ;-)
Ich hoffe, dass du gute Freunde und eine gewisse Ablenkung hast um aus dem gröbsten Liebeskummer rauszukommen - und wünsche dir, dass ihr es sogar vielleicht auf die Reihe kriegt, eine gute Freundschaft zu entwickeln (nicht ausgeschlossen, aber erfahrungsgemäss doch eher selten)
Viel Glück für die kommende Zeit!
Deine Trennung tut mir sehr leid! Egal unter welchen Umständen, es tut immer weh..
Ich kann mich mehr oder weniger meinen Vorrednern anschliessen - Egal ob mit Hoffnung oder ohne - mit Absichten oder ohne - akzeptiere Ihre Entscheidung in jedem Fall (und vor allem, wen du die Intension hast, es nochmals versuchen zu wollen)... Gib ihr die Freiheit, die sie nun haben möchte - halte lose Kontakt, aber bedränge sie auf keinen Fall oder erzwinge etwas... Auch eine Freundschaft ist eine fragile Angelegenheit, die Vertrauen, Freiraum, Respekt UND Zeit benötigt. Gib ihr die Zeit und nimm sie dir!
Weisst du, manchmal lässt einem die Zeit anders auf das soeben passierte zurückblicken und man merkt vielleicht plötzlich, dass es vielleicht gar nicht so schlecht ist, kein Paar mehr zu sein. Oder aber du merkst, dass du tatsächlich nicht mehr ohne sie willst - dann wirst du wohl aber auch bereit sein dein Handeln zu überdenken...
Dies braucht aber seine Zeit und die beginnt erst, nach dem anfänglichen Liebeskummer - dann wenn die Gedanken wieder frei sind und man sie bewusst denken kann ;-)
Ich hoffe, dass du gute Freunde und eine gewisse Ablenkung hast um aus dem gröbsten Liebeskummer rauszukommen - und wünsche dir, dass ihr es sogar vielleicht auf die Reihe kriegt, eine gute Freundschaft zu entwickeln (nicht ausgeschlossen, aber erfahrungsgemäss doch eher selten)
Viel Glück für die kommende Zeit!
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