Trennung im Guten

Maggie

Erfahrener Benutzer
24. Nov. 2002
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Hallo Ihr Lieben,

ich habe einfach mal eine Frage an Euch:

Ihr habt ja alle auf die ein oder andere Weise einen Verlust erlitten und Euren Partner verloren.

Meint Ihr, dass eine "Trennung im Guten" besser (wenn man überhaupt von "besser" reden kann...) ist als eine "Trennung im Bösen"?

Wer meine Geschichte (er fehlt mir noch so...) gelesen hat, der weiß ja, dass ich von meinem Freund wegen einem andern Mädel verlassen worden bin.

Wir sind weiterhin sehr fair und "lieb" zueinander, aber ist es wirklich das richtige, meine Wut größtenteils vor ihm zu verbergen?

Was meint ihr?

Ich weiß auf jeden Fall, dass es mich sehr belasten würde, wenn mein Ex und ich uns böse wären.

Aber bekomme ich "die Liebe zu ihm los", wenn wir immer so lieb zueinander sind?

Freue mich auf Eure Antworten.

Liebe Grüße,

Meg

 
hallo maggie,

im allgemeinen ist eine "trennung im guten" sicherlich besser. immerhin hat man diesen menschen, der nun einen anderen weg gehen will, verdammt nahe an sich herangelassen. man hat mit ihm die gedanken, gefühle und das bett geteilt. er war ein teil des eigenen lebens. eine gute trennung verhindert, daß man diesen teil einfach vergessen und verdrängen muß. man kann sich an die schönen zeiten trotz der trennung noch erinnern und sich freuen, daß man diese erleben durfte. kann man sich nach der trennung nicht mehr offen und ehrlich anschauen oder wurde einer der partner sehr verletzt, beraubt man sich im grunde seiner eigenen vergangenheit. weil man, um wieder aus dem sumpf des kummers hinauszukommen, die einzige chance im vergessen sieht.

allerdings gehört für eine solche "gute" trennung dazu, daß eben beide partner gut mit der neuen situation leben können. nicht so, wie du es bei dir schilderst, daß du vor ihm deinen wahren gefühle versteckst. das hört sich für mich eher nach einen "trennung im bösen" an. und es wird dir IMHO auf dauer auch nicht gut tun. wut ist ein sehr starkes gefühl, das man besser ein für alle mal aus der seele rauslassen sollte. hau mal auf den tisch, schrei ihn an und beschimpf ihn mit den übelsten worten, die du kennst 8o er muß ja nicht *unbedingt* dabei sein.

bei mir war es so, daß meine (jetzt ex) freundin sich vor drei monaten von mir getrennt hat. ich bin damals aus heiterem himmel gefallen, habe bestimmt zwei wochen lang kaum was gegessen, war richtig fertig, habe bei jeder verdammten fernsehwerbung mit einem paar drin weinen müssen und und und - das übliche sozusagen. hätte mir damals jemand gesagt, daß sie jetzt zu meinen guten freunden gehört, hätte ich ihn für bekloppt erklärt. wir können wieder normal miteinander umgehen - ohne daß einer seine wahren gefühle verstecken muß. das ist eine wunderbare erfahrung, weil man natürlich schon in einer anderen beziehung zueinander steht als mit einer ganz normalen freundin. nur als beispiel: in bestimmten situationen schauen wir uns an und wissen einfach was los ist.

solche schönen erfahrungen kann man aber meiner einschätzung nach nur machen, wenn man seine gefühle und den ganzen kummer richtig verarbeitet hat. ich hatte dafür 2 1/2 monate zeit, in denen wir überhaupt keinen kontakt hatten. das war ungemein wichtig für mich und ich habe die zeit genutzt, um nachzudenken und zu verarbeiten. ohne diese zeit könnte ich mich heute nicht ohne schmerz an die schöne zeit mit ihr erinnern.

eigentlich hast du doch auch die besten voraussetzungen, um vernünftig über die trennung hinwegzukommen. du kannst noch mit ihm reden. also nutze diese chance und sag ihm, daß du wütend auf ihn bist. rede mit ihm über deine gefühle. wenn du das zulassen kannst, wirst du wesentlich leichter und schneller *wirklich* frei mit ihm umgehen können. vielleicht ist es aber auch besser für dich, wenn du ihn um eine auszeit bittest und dich ersteinmal ganz zurück ziehst. das mußt du selber entscheiden.

ich hoffe, daß ich dir irgendwie weiterhelfen konnte,

lieben gruß

~tank

 
Ich denke, es kommt darauf an, ob Du verlassen wurdest oder verlassen hast.

Wurde ich verlassen, geht es mir wesentlich besser jeglichen Kontakt abzubrechen. Meine "Wut" oder die Entäuschung kann ich so mit mir selber ausmachen und werde nicht laufend erinnert. Abstand kann ich nur gewinnen, wenn ich keinen weiteren Kontakt habe.

Verlasse ich, ist es mir egal. Da kommt es dann sehr auf das Verhalten der/des Verlassenen an. Nervt es, brech ich jeglichen Kontakt ab. Ist es soweit ok, ist sicher nichts dagegen zu sagen Worte zu wechseln.

Gruß

Fly

 
Hallo Tank,

Du hast mir wirklich sehr geholfen. Ich versuche meine Wut oftmals alleine abzureagieren und schimpfe vor mich hin. Das kann auch befreiend sein.

Ich habe gestern und heute mit meinem Exfreund gesprochen und ihm viele meiner Gefühle geschildert. Da er sich ja mit mir eine Freundschaft wünscht, hat er auch zugehört und versucht darauf fair zu reagieren. Natürlich blockt er bei Vorwürfen ab und will es nicht an sich rankommen lassen.

Leider habe ich aber ziemliche Gewissensbisse, dass ich ihn so "belagert" habe heute mit meinem Anruf. Ich fühle mich dann immer so gedemütigt, weil ich es manchmal als "Hinterherrennen" sehe, wenn ich mit ihm rede. Ich meine das gar nicht so, ich möchte einfach nur verschiedene Punkte mit ihm klären, die mich noch tierisch wütend machen. Aber bringe ich mich damit nicht noch mehr ins Abseits?

Mache ich mich bei ihm nicht noch unbeliebter, wenn ich ihm weiterhin frei und offen meine Gefühle gestehe (die ja jetzt nicht so positiv sind...)?

Ich bin mir halt nie sicher, was das Beste für mich ist. Mal ist es Abstand und möglichst nichts von ihm hören, aber dann keimt in mir wieder eine Wut hoch und ich habe ein riesiges Bedürfnis ihn auf die Sache anzusprechen.

Das habe ich heute getan, weil er sich gestern so lieb bei mir gemeldet hat und mir gesagt hat, dass er meine Freundschaft will und er sich nicht gut fühlt, wenn er gar nichts von mir hört.

Tja, leider hat dieses positive Treffen bei mir so viele Fragen aufgeworfen, dass ich heute wieder mit so einigen Vorwürfen um mich geworfen habe.

War das Falsch oder sollte er das verstehen? Bin ich vielleicht zu kleinlich, dass ich ihn immer wieder mal nach Dingen aus der Vergangenheit frage und etwas ganz genau wissen will?

Wie hast Du es denn geschafft, den Abstand zu wahren? Wie bist Du mit Deiner Hoffnung bzw. Sehnsucht umgegangen. Die kann ich doch nicht einfach ausstellen.

Liebe Grüße,

Meg

 
hey meg,

ich kann deine gefühle und das ganze hin und her gut verstehen. an einem tag will man am liebsten sofort zum expartner hinfahren und dann zwei stunden später denkt man wieder, daß distanz doch die beste lösung ist. und das blöde an der sache ist, daß du diese frage eigentlich nur mit dir selber ausknobeln kannst...

daß du manchmal das gefühl hast, ihm hinterherzurennen, scheint mir aber durchaus zu zeigen, daß ein bißchen abstand vielleicht gut tun würde - damit meine ich vor allem einen abstand, der sich in deinem kopf abspielt. will sagen, die gedanken wieder auf die anderen wichtigen dinge im leben lenken. viele fragen, die dir im ersten moment so wichtig vorkommen, bringen dich, wenn du ehrlich zu dir bist, auch nicht weiter, sondern werfen nur wieder neue fragen auf. vieles was in einer beziehung passiert ist, läßt sich wahrscheinlich im nachhinein auch gar nicht mehr genau klären. beide partner erinnern sich nur an einen bestimmten teil der wahrheit. und wenn diese teile dann mal nicht zu einander passen, kommt es zum streit und zu den vorwürfen, von denen du schreibst. naja, ich will dir hier keine moralpredigt halten, du mußt selber entscheiden, ob dir diese fragen helfen, und wenn ja, gibt es nichts, was du mehr machen solltest :)

du hast danach gefragt, wie ich es geschafft habe, die distanz zu wahren. nun zum einen war ich in berlin zu der zeit und meine exfreundin wohnt in hamm. wir liefen also keine gefahr, uns irgendwo zufällig zu begegnen. trotzdem habe ich sie in berlin mehrmals auf der straße gesehen :D *lach* aber das wichtigste war, daß ich es geschafft habe, meine gedanken nicht auf die vergangenheit, sondern auf gegenwart und zukunft zu richten. ich war noch nie in so vielen museen wie zu dieser zeit - sogar im theater war ich wieder mal. ich habe angefangen, literatur zu lesen - möglichst schwer zu lesen, damit ich mich konzentrieren mußte. ich habe alles was mich an sie erinnern konnte radikal verbannt und zu hause im keller eingelagert. und ich habe solche gedankenspiralen, die sich drohend im kopf aufbauen - wo ist sie gerade? hat sie schon einen neuen freund? sie hat bestimmt gerade viel spaß. und so weiter - immer ganz bewußt durchbrochen und an etwas anderes gedacht. in der zeit habe ich auch angefangen im forum zu schreiben.

tja, ich glaube, das waren so die wichtigsten punkte. ach nein, wichtig war noch, daß ich nicht verdrängt habe, sondern in gesprächen, im forum und für mich alleine über mich nachgedacht habe. ich habe mich dadurch weiterentwickelt und die beziehung auch für mich abgeschlossen. so ist sie jetzt ein teil meiner vergangenheit und keine offene wunde mehr.

~tank

 
Hallo Tank, :p

habe es tatsächlich geschafft, mich abzulenken. :party: Ich war mit Freundinnen unterwegs und es hat sich zum ersten Mal seit fast 8 Wochen ein tolles Gefühl eingestellt: Ich musste nicht permanent an meinen Schmerz denken!!!

Diese ständigen Gedankenströme haben mich in den letzten Tagen voll fertig gemacht. Das war dieses Wochenende endlich verschwunden.

Ich weiß, dass wieder schlechtere Momente kommen. Aber es wird wirklich besser.

Leider komme ich noch nicht so mit dem Lesen/Lernen zurecht, weil ich mich nicht so sonderlich gut konzentrieren kann. Aber das steigert sich auch wieder. Ich hoffe, möglichst schnell.

Habe jetzt seit Freitag nichts von meinem Ex gehört und fühle mich noch immer gut und WILL auch nichts hören. Das ist ein neues Gefühl. Sonst wollte ich immer was von ihm hören und nun genieße ich auch mal, nichts von ihm zu hören.

Es wird wieder dieses nagende Gefühl einsetzten und ich werde wieder schwach werden, aber es wird trotzdem weniger und weniger. Und dafür bin ich dankbar!

Du hast so recht, dass meine Fragen an meinen Ex mich überhaupt nicht weiterbringen. Ich habe so das Gefühl, dass ich mich nur selbst quälen will und mich an so bedeutungslosen Fragen aufhänge bis ich ihn anrufe. So eine Art Vorwand für den Anruf suche! :mauer:

Ich hoffe, dass ich nicht mehr schwach werde und ihn anrufe, aber ich weiß es halt nicht.

Ich konnte wieder lachen und das gibt mir die Kraft, dass alles doch wieder besser wird.

Dein Tipp ist prima: Immer wenn ich in eine Gedankenfalle tappe, sage ich: STOPP! Und verbiete mir den Gedanken. Das hilft echt! :super:

Ganz liebe Grüße,

Meg

 
toll, maggie!

es tut mir leid, daß ich erst so spät antworte, aber auch ich bin halt am studieren und wenn ich dieses semester gut abschließen will, muß ich mich wohl oder über doch jetzt schon mal auf meinen hintern setzen. es freut mich auf jeden fall sehr, daß dir meine erfahrungen helfen konnten. so hat doch auch eine trennung ihre guten auswirkungen :]

Es wird wieder dieses nagende Gefühl einsetzten und ich werde wieder schwach werden, aber es wird trotzdem weniger und weniger.
das finde ich sehr wichtig, daß du das erkannt hast. denn der erste und wichtigste schritt ist eigentlich, daß man sich darüber klar wird, was eigentlich mit einem passiert. dann erst ist man seinen gefühlen nicht mehr aufs geratewohl ausgeliefert und kann versuchen, sich aus seinem kummer hinauszubewegen. wenn du weißt, daß es eben solche und solche phasen gibt, erscheinen die schwachen und traurigen momente in einem ganz anderen licht. sie sind plötzlich zeitlich begrenzt und nicht wie vorher unbegrenzt und allumfassend.

trotzdem gibt es diese momente natürlich immer wieder, in denen man den telefonhörer doch wieder in der hand hat - immer seltener, aber es gibt sie. eigentlich ist das aber doch genau so, wie wenn du deine gedanken versuchst unter kontrolle zu bekommen und auf irgendein "neutrales" thema umlenkst. die hemmschwelle ist sogar noch höher, weil du ja nicht nur denkst, sondern sogar handeln mußt, um ihn anzurufen. vielleicht kann es dir dann helfen, wenn du dich an deine letzten starken momente erinnerst: zum beispiel, daß du samstag abend - eigentlich DEM paartag - kaum an ihn gedacht hast. oder daß du dir das letzte mal verboten hast, ihm die mail doch zu schicken.

versuch halt, das ein bißchen im hinterkopf zu behalten.

und hey, ich habe keinen liebeskummer und kann mich doch kaum auf meine bücher konzentrieren... also: auch da kein grund zu echten sorgen :D

ich grüße dich herzlich,

~tank

 
Hallo Tank,

ja, ich versuche jetzt meine Gefühle zu akzeptieren, egal wie sie aussehen. Das ist recht schwer, denn ich habe totale Gefühlsschwankungen. Heute habe ich die letzten Sachen von meinem Ex ausgehändigt bekommen und ich dachte erst, ich müsse mich in seine Arme werfen und ihn einfach festkrallen. Aber mein rationaler Verstand hat mich davon abgehalten. Ein riesen Fortschritt. Normalerweise wäre ich vor ihm in Tränen ausgebrochen, aber ich habe es nicht getan und ich habe recht kühl mit ihm gesprochen.

Sehr schwer. Meine Gefühle können irgendwie noch nicht begreifen, dass es nie wieder sein wird. Aber mein Verstand weiß es schon und schützt mich oft vor solch "unüberlegten Handlungen". Ich habe ihm sogar sagen können, dass ich vorerst keinen Kontakt mehr will. :(

Aber diese Lücke im Leben ist schwer zu schließen. Ich gehe viel aus und feiere mit Freunden, aber kaum schließt sich die Tür, dann geht diese Einsamkeit los. :rolleyes:

Ich muß eigentlich auch mal langsam überlegen, ob ich nicht umziehe. Ich wohne ja in seiner Straße und will ihm nicht mehr so über den Weg laufen. Ich weiß aber leider nicht, ob mich so ein Umzug und eine Veränderung der Umgebung zunächst nicht noch einsamer macht. Was meinst Du? ?( ?( ?(

Warum ist die Ablösung nur so schmerzhaft? ?(

P.S. Auf die Uni kann ich mich immer noch nicht richtig konzentrieren. Habe heute wieder ein Seminar sausen lassen. Ist eigentlich gar nicht meine Art. Aber es geht nichts rein ins Hirn. Und lernen? Zuhause? Allein? - keine Chance. Ich mache alles, aber nicht lernen. Ich hänge sinnlos rum, lese, höre Musik, liege auf dem Boden und träume, boxe in mein Kissen, heule... :heulen:

Liebe Grüße,

Meg

 
hallo maggie,

Aber diese Lücke im Leben ist schwer zu schließen. Ich gehe viel aus und feiere mit Freunden, aber kaum schließt sich die Tür, dann geht diese Einsamkeit los.
ja. wer kennt dieses gefühl nicht. man kann in einer minute mit den freunden lachen und muß wirklich nicht an seine probleme denken, aber sobald man den schlüssel im schloß umdreht ist man alleine. wenn ich geschrieben habe, daß es mir viel gebracht hat, sehr viel zu unternehmen - alleine und mit freunden, so heißt das natürlich nicht, daß ich mich nicht auch furchtbar einsam gefühlt habe in eben diesen momenten. morgens beim bettdecke zurückschlagen, abends beim fernsehen usw. da hat man so viele schöne sachen gemacht und kann sie nicht mit dem menschen teilen, mit dem man die letzte zeit das gesamte leben geteilt hat... das tut verdammt weh und läßt sich auch durch jede mögliche ablenkung nicht verhindern. aber ich sehe darin auch einen wichtigen prozeß, der hilft, die trennung zu verarbeiten. denn irgendwann erkennt man, daß man gar nicht unbedingt diesem menschen von dem schönen buch erzählen *muß*, das man gerade gelesen hat, sondern das man dieses buch nur für sich alleine gelesen hat. wie gesagt das ist ein prozeß, der dauert und seine zeit fordert. weggehen mit freunden ist genau die richtige methode, um ihn zu beschleunigen - umgehen wirst du ihn damit nicht können.

die lücke muß in deinem kopf geschlossen werden, nicht in deinem terminplaner.

Ich muß eigentlich auch mal langsam überlegen, ob ich nicht umziehe. Ich wohne ja in seiner Straße und will ihm nicht mehr so über den Weg laufen. Ich weiß aber leider nicht, ob mich so ein Umzug und eine Veränderung der Umgebung zunächst nicht noch einsamer macht. Was meinst Du?
also ich glaube, da bin ich wohl nicht unbedingt der richtige ansprechpartner :rolleyes: durch mein studium muß ich mindestens jedes halbe jahr umziehen. diesen sommer kamen durch ein praktikum sogar noch mal zwei umzüge dazu. bei soviel bewegung gewöhnt man sich daran und fühlt sich auch in einer wildfremden stadt nicht soo einsam.

um doch zu versuchen, dir eine antwort zu geben: ich glaube, daß so einem umzug in deiner situation vor allem eine symbolische bedeutung zukommt. wenn du mit deiner aktuellen wohnung vor allem deinen ex und nicht so sehr dein heim - im sinne von "my home is my castle" - verbindest, dann wird dir ein umzug sicherlich viel bringen. du wirst eine ganze menge altlasten mit dem alten schlüssel in den briefkasten des vermieters werfen und eine ganze weile nichts mehr davon hören. sicherlich bedeutet eine neue wohnung auch, ersteinmal einsam zu sein, denn man läßt sozusagen seine vergangenheit hinter sich und muß sich in den vier wänden ein neues heim aufbauen. wenn du es aber schaffst in dem umzug mehr den neuanfang zu sehen, als die aufgabe von altem, dann wirst du in der neuen wohnung glücklich werden. da bin ich mir sicher. und so eine neue wohnung verlangt ja auch immer viel arbeit, kreativität. sie bietet die möglichkeit, mal wieder ikea zu plündern und das klo mal in knallorange zu streichen :D

also ich als alter umzugshase stehe dem eigentlich immer recht positiv gegenüber.

Warum ist die Ablösung nur so schmerzhaft?
weil eine beziehung meinem verständnis nach immer bedeutet, sich einem anderen menschen zu öffnen und sich ihm verletzbar zu zeigen. wenn er geht, liegt diese verletzbare öffnung wie eine wunde, von der man den verband gerissen hat, an der frischen luft und brennt. die heilung kommt von innen und braucht zeit.

~tank