Trennung nach langjäriger Ehe - was meint ihr?
4 Antworten1'037 AufrufeGestartet von thomy ·
thomyThemenstart
Melde mich mal hier mit meinem folgenden Problem, welches ich sicher grösstenteils selbst verschuldet habe. Weiss zur Zeit einfach nicht mehr weiter.
Ich bin 40 Jahre alt, meine Frau 3 Jahre älter. Wir sind seit 16 Jahren verheiratet, haben 2 Kinder im Alter von 5 und 7 Jahren und vor 5 Jahren ein kleines Haus gebaut. Wäre eigentlich alles da. Leider klappt es jedoch nicht mehr so wie früher, ich habe meine Frau zwar noch sehr gerne und möchte ihr bestimmt nicht weh tun aber die grosse Liebe ist es nicht (mehr). Schon seit einiger Zeit leben wir, sagen wir mal in so einer Art WG mit gemeinsamem Haus und Kindern...
Meine Frau liebt mich noch immer und leidet sehr unter der Situation. Anfangs Jahr haben wir uns entschieden uns mal räumlich zu trennen und ich lebte 3 Monate alleine. Bin dann jedoch wieder nach Hause zurückgekehrt, dies vor allem wegen meiner Kinder und wegen der weitreichenden Konsequenzen einer Trennung. Geändert hat sich die Situation zwischen uns eigentlich nicht wirklich. Hab mich na ja, sagen wir mal so mit der Situation mehr oder weniger abgefunden doch inzwischen habe ich eine - wesentlich jüngere - Frau kennengelernt. Seit 4 Monaten telefonieren oder kommunizieren wir täglich per SMS und sehen uns so einmal die Woche. Von Liebe möchte ich (noch) nicht sprechen obwohl unbestritten grosse Gefühle im Spiel sind.
Meine Frau weiss davon, die neue Bekanntschaft kennt meine Situation. Nun wird natürlich offen über Trennund diskutiert obwohl ich weiss, dass meine Frau noch immer bereit wäre, etwas für unsere Beziehung zu tun unter der - verständlichen Bedingung - ich würde die Beziehung zu meiner neuen Bekanntschaft abbrechen.
Es gibt einige Punkte die trotz allem für einen erneuten Versuch mit meiner Frau sprechen würden:
(Pseudo)Sicherheit, Bequemlichkeit, Kinder, Finanzen, die Situation ist an sich nicht unerträglich, aber viel mehr als eine WG eben auch nicht mehr, gemeinsamer Bekanntenkreis etc. etc.
Und trotzdem ist die Verlockung der neuen Beziehung - gerade in dieser Situation - natürlich sehr gross. Das ganze ist ja noch sehr frisch und welche Zukunft das hat steht in den Sternen, das weiss ich auch. Im schlimmsten Fall stehe ich in einigen Monaten einsam und finanziell ruiniert da und habe vielen Menschen weh getan. Zur Zeit weiss ich nicht was ich tun soll, meine Frau hat mal einen Anwalt eingeschaltet zur Ausarbeitung einer Trennungskonvention und ich schaue mich schon mal nach einer Wohnung um. Allerding habe ich auch grosse Angst vor diesem Schritt, da sich natürlich 16 Jahre Ehe nicht einfach so wegschmeissen lassen...
Was meint Ihr zu dieser Geschichte?
Ich bin 40 Jahre alt, meine Frau 3 Jahre älter. Wir sind seit 16 Jahren verheiratet, haben 2 Kinder im Alter von 5 und 7 Jahren und vor 5 Jahren ein kleines Haus gebaut. Wäre eigentlich alles da. Leider klappt es jedoch nicht mehr so wie früher, ich habe meine Frau zwar noch sehr gerne und möchte ihr bestimmt nicht weh tun aber die grosse Liebe ist es nicht (mehr). Schon seit einiger Zeit leben wir, sagen wir mal in so einer Art WG mit gemeinsamem Haus und Kindern...
Meine Frau liebt mich noch immer und leidet sehr unter der Situation. Anfangs Jahr haben wir uns entschieden uns mal räumlich zu trennen und ich lebte 3 Monate alleine. Bin dann jedoch wieder nach Hause zurückgekehrt, dies vor allem wegen meiner Kinder und wegen der weitreichenden Konsequenzen einer Trennung. Geändert hat sich die Situation zwischen uns eigentlich nicht wirklich. Hab mich na ja, sagen wir mal so mit der Situation mehr oder weniger abgefunden doch inzwischen habe ich eine - wesentlich jüngere - Frau kennengelernt. Seit 4 Monaten telefonieren oder kommunizieren wir täglich per SMS und sehen uns so einmal die Woche. Von Liebe möchte ich (noch) nicht sprechen obwohl unbestritten grosse Gefühle im Spiel sind.
Meine Frau weiss davon, die neue Bekanntschaft kennt meine Situation. Nun wird natürlich offen über Trennund diskutiert obwohl ich weiss, dass meine Frau noch immer bereit wäre, etwas für unsere Beziehung zu tun unter der - verständlichen Bedingung - ich würde die Beziehung zu meiner neuen Bekanntschaft abbrechen.
Es gibt einige Punkte die trotz allem für einen erneuten Versuch mit meiner Frau sprechen würden:
(Pseudo)Sicherheit, Bequemlichkeit, Kinder, Finanzen, die Situation ist an sich nicht unerträglich, aber viel mehr als eine WG eben auch nicht mehr, gemeinsamer Bekanntenkreis etc. etc.
Und trotzdem ist die Verlockung der neuen Beziehung - gerade in dieser Situation - natürlich sehr gross. Das ganze ist ja noch sehr frisch und welche Zukunft das hat steht in den Sternen, das weiss ich auch. Im schlimmsten Fall stehe ich in einigen Monaten einsam und finanziell ruiniert da und habe vielen Menschen weh getan. Zur Zeit weiss ich nicht was ich tun soll, meine Frau hat mal einen Anwalt eingeschaltet zur Ausarbeitung einer Trennungskonvention und ich schaue mich schon mal nach einer Wohnung um. Allerding habe ich auch grosse Angst vor diesem Schritt, da sich natürlich 16 Jahre Ehe nicht einfach so wegschmeissen lassen...
Was meint Ihr zu dieser Geschichte?
hallo thomy
dass die situation für dich nicht unerträglich ist kann ich mir gut vorstellen. du hast schliesslich alles. dein behütetes heim und eine junge freundin. was will man(n) mehr ? hast du dir schon mal überlegt dass du jetzt schon allen weh tust ? vorallem deiner frau ? dass die situation für sie ziemlich sicher unerträglich ist ?
meiner meinung nach hast du bereits ein teil deiner ehe weggeschmissen...
du solltest klare verhältnisse schaffen.
dass die situation für dich nicht unerträglich ist kann ich mir gut vorstellen. du hast schliesslich alles. dein behütetes heim und eine junge freundin. was will man(n) mehr ? hast du dir schon mal überlegt dass du jetzt schon allen weh tust ? vorallem deiner frau ? dass die situation für sie ziemlich sicher unerträglich ist ?
meiner meinung nach hast du bereits ein teil deiner ehe weggeschmissen...
du solltest klare verhältnisse schaffen.
Drastisch ausgedrückt aber wahr.
Du hast bereits keine Lust mehr auf die Ehe und willst aber das Gute daraus mitnehmen, wenn man es positiv sehen will dann wegen der Kinder. Ich bin erstaunt wie wenig den Menschen bewusst ist, wie sehr Kinder ihren Vater lieben und wie sehr er in der Familie fehlt.
Mir fehlt in Deiner Erzählung das Bemühen um Deine Frau. Hast Du außer wieder einzuziehen irgendetwas für eure Beziehung getan? Wart ihr weg, habt ihr versucht euch selber wieder zu entdecken? Habt ihr über eine Paartherapie nachgedacht?
Du hast nicht mehr viel Zeit zu überlegen, Deine Frau wird Dir über kurz oder lang die Koffer vor die Füsse werfen, weil sie die Situation nicht mehr aushält.
Hast Du denn da alles versucht um Deiner Frau näher zu kommen?
Von der neuen Beziehung will ich gar nicht sprechen, sie ist noch nicht reif und wird bei Deiner Geschichte vorerst keine Rolle spielen.
Überlege Dir was Du willst um handeln zu können sonst wirst Du demnächst nur noch reagieren.
Lieben Gruß,
justine
Du hast bereits keine Lust mehr auf die Ehe und willst aber das Gute daraus mitnehmen, wenn man es positiv sehen will dann wegen der Kinder. Ich bin erstaunt wie wenig den Menschen bewusst ist, wie sehr Kinder ihren Vater lieben und wie sehr er in der Familie fehlt.
Mir fehlt in Deiner Erzählung das Bemühen um Deine Frau. Hast Du außer wieder einzuziehen irgendetwas für eure Beziehung getan? Wart ihr weg, habt ihr versucht euch selber wieder zu entdecken? Habt ihr über eine Paartherapie nachgedacht?
Du hast nicht mehr viel Zeit zu überlegen, Deine Frau wird Dir über kurz oder lang die Koffer vor die Füsse werfen, weil sie die Situation nicht mehr aushält.
Hast Du denn da alles versucht um Deiner Frau näher zu kommen?
Von der neuen Beziehung will ich gar nicht sprechen, sie ist noch nicht reif und wird bei Deiner Geschichte vorerst keine Rolle spielen.
Überlege Dir was Du willst um handeln zu können sonst wirst Du demnächst nur noch reagieren.
Lieben Gruß,
justine
Was reiz dich an der neuen Frau? Dass du sie nicht 16 Jahre lang kennst und sie noch nicht berechenbar ist? Oder, dass der Sex noch nicht eingespielt und routiniert ist? Junge Frauen werden auch alt, die Beziehung wird nach einiger Zeit auch routinierter.
Doch sie sieht den finanziellen Part mehr im Vordergrund als die Demütigung, die du erträgst, weil du genau weißt, dass sie 2 gleisig fährt.
Wenn es bei dir nur die Faktoren Geld, Bequemlichkeit und Kinder sind, dann solltest du einen Cut machen. Und auch dabei bleiben. Und was denkst du, denken die Kinder über euch?
Ich kann verstehen, dass es nicht leicht ist, sich von jemanden zu trennen. Aber ich glaube, dass ein richter Cut auch für dich gut wäre. Die Frage ist nur, bist du bereit um deine Ehe zu kämpfen
Im schlimmsten Fall stehe ich in einigen Monaten einsam und finanziell ruiniert da und habe vielen Menschen weh getan.Diesen Satz finde ich bezeichnend. Stell dir vor. Deine Frau wäre aus- und wieder eingezogen, und du wüßtest, dass sie einen weitaus knackigeren Mann kennengelernt hätte, der auch nicht 40, sondern 30 ist.
Doch sie sieht den finanziellen Part mehr im Vordergrund als die Demütigung, die du erträgst, weil du genau weißt, dass sie 2 gleisig fährt.
Es gibt einige Punkte die trotz allem für einen erneuten Versuch mit meiner Frau sprechen würden:Die Gründe sollten eher lauten: du weißt, dass du eine Frau hast, die dich trotz des Wissens um eine Geliebte wieder zurück nehmen würde, dass du weißt, dass sie dich liebt und deine Kinder zur Welt gebracht hat.
(Pseudo)Sicherheit, Bequemlichkeit, Kinder, Finanzen, die Situation an sich nicht unerträglich, aber viel mehr als eine WG eben auch nicht mehr, gemeinsamer Bekanntenkreis etc. etc.
Wenn es bei dir nur die Faktoren Geld, Bequemlichkeit und Kinder sind, dann solltest du einen Cut machen. Und auch dabei bleiben. Und was denkst du, denken die Kinder über euch?
Ich kann verstehen, dass es nicht leicht ist, sich von jemanden zu trennen. Aber ich glaube, dass ein richter Cut auch für dich gut wäre. Die Frage ist nur, bist du bereit um deine Ehe zu kämpfen
Hallo Thomy,
und ich bin auch eine Frau, wie meine Vorrednerinnen.
Doch ich möchte mich in "Deine Schuhe stellen". Schwierige Situation. Und ich finde, Du hast die Vorteile, die Du bei beiden Frauen hättest, gut beschrieben.
Das macht es nicht einfacher.
Klar ist es so, dass in einer langjährigen Beziehung Leidenschaft und Spontanität auf der Strecke bleibt. Und die Schmetterlinge auch. Das nennt man dann Alltag. Das ist was Gutes (Sicherheit, Verläßlichkeit, Verbundenheit, Vertrautheit usw.), aber auch was nicht so Gutes (Langeweile, Eintöntigkeit, Nebeneinander her leben, Sex als Pflichübung, mit Kindern bleibt die Paarbezeihung etwas auf der Strecke usw.).
Wie alles im Leben: die Medaillie hat nun mal zwei Seiten.
Klar, da fragt man(n) und auch Frau sich schon mal: War das alles? Was will und erwünsche ich mir noch vom Leben?
Gute Frage!
Welcher Weg der Richtige ist, dafür gibt es keine Patentlösung. Für den Einen ist das richtig, für den Anderen genau der andere Weg.
Als Vater bleibst Du in der Verantwortung, egal ob Du mit der Mutter lebst oder auch nicht.
Wo möchtest Du in 5, wo in 10 Jahren sein? Was ist Dir in einer Beziehung wichtig? Wer kann Dir das geben? Was brauchst Du, um glücklich und zufrieden zu sein? Berücksichtige auch, dass in einer neuen Beziehung auch mal der Alltag kommt. Und ... letztlich kochen alle Frauen nur mit Wasser...
Wenn ich Dir einen Tipp geben darf, setze Dich mit Dir auseinander und dann triff eine Entscheidung. Wenn Du es nicht tust, tut das dann irgendwann eine der Frauen. Und dann hast Du nichts mehr in der Hand.
Und... ich finde es gegenüber Deiner Ehefrau auch fair. Denn das hat sie verdient, egal wie die Entscheidung ausfällt: Fairness und Respekt.
Solltet Ihr zusammen bleiben, wäre eine Paarberatung sinnvoll. Wie konnte es zu dieser Krise kommen? Was erwünschen sich beide (!!!) von der Beziehung? Wie kommt Ihr gut miteinander ins Gespräch, um über Wünsche, Bedürfnisse und Probleme zu sprechen?
Und im Trennungsfall: vielleicht hilft Beratung, gut die Beziehung zu Ende zu bringen, auch für die Kinder.
Ich wünsche Dir, dass Du die schwierige (Lebens-)Situation für Dich, aber auch für die Menschen, die Dir nahe stehen, gut meisterst.
Viele Grüsse,
Zipfel
und ich bin auch eine Frau, wie meine Vorrednerinnen.
Doch ich möchte mich in "Deine Schuhe stellen". Schwierige Situation. Und ich finde, Du hast die Vorteile, die Du bei beiden Frauen hättest, gut beschrieben.
Das macht es nicht einfacher.
Klar ist es so, dass in einer langjährigen Beziehung Leidenschaft und Spontanität auf der Strecke bleibt. Und die Schmetterlinge auch. Das nennt man dann Alltag. Das ist was Gutes (Sicherheit, Verläßlichkeit, Verbundenheit, Vertrautheit usw.), aber auch was nicht so Gutes (Langeweile, Eintöntigkeit, Nebeneinander her leben, Sex als Pflichübung, mit Kindern bleibt die Paarbezeihung etwas auf der Strecke usw.).
Wie alles im Leben: die Medaillie hat nun mal zwei Seiten.
Klar, da fragt man(n) und auch Frau sich schon mal: War das alles? Was will und erwünsche ich mir noch vom Leben?
Gute Frage!
Welcher Weg der Richtige ist, dafür gibt es keine Patentlösung. Für den Einen ist das richtig, für den Anderen genau der andere Weg.
Als Vater bleibst Du in der Verantwortung, egal ob Du mit der Mutter lebst oder auch nicht.
Wo möchtest Du in 5, wo in 10 Jahren sein? Was ist Dir in einer Beziehung wichtig? Wer kann Dir das geben? Was brauchst Du, um glücklich und zufrieden zu sein? Berücksichtige auch, dass in einer neuen Beziehung auch mal der Alltag kommt. Und ... letztlich kochen alle Frauen nur mit Wasser...
Wenn ich Dir einen Tipp geben darf, setze Dich mit Dir auseinander und dann triff eine Entscheidung. Wenn Du es nicht tust, tut das dann irgendwann eine der Frauen. Und dann hast Du nichts mehr in der Hand.
Und... ich finde es gegenüber Deiner Ehefrau auch fair. Denn das hat sie verdient, egal wie die Entscheidung ausfällt: Fairness und Respekt.
Solltet Ihr zusammen bleiben, wäre eine Paarberatung sinnvoll. Wie konnte es zu dieser Krise kommen? Was erwünschen sich beide (!!!) von der Beziehung? Wie kommt Ihr gut miteinander ins Gespräch, um über Wünsche, Bedürfnisse und Probleme zu sprechen?
Und im Trennungsfall: vielleicht hilft Beratung, gut die Beziehung zu Ende zu bringen, auch für die Kinder.
Ich wünsche Dir, dass Du die schwierige (Lebens-)Situation für Dich, aber auch für die Menschen, die Dir nahe stehen, gut meisterst.
Viele Grüsse,
Zipfel
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