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Trennung - warum?

17 Antworten4'057 AufrufeGestartet von DerLiebe ·

DerLiebeThemenstart
#1
Hallo!

Drei Monate lang war ich mit ihr zusammen.

Am 2. Feiertag machte ich mir mal wieder einen Kopf über die letzten Tage und entschied mich, endlich ein kleines klärendes Gespräch zu fordern.

Ich solle ihr doch per SMS mitteilen, wo ich später mit meinen Freunden unterwegs bin, sie würde dann vielleicht noch nachkommen. Das war mir nicht genug und so legte ich ihr freundlich nahe, gleich mit ihr kurz sprechen zu wollen, worauf sie mir zu erkennen gab, dass sie eh mal mit mir sprechen möchte.

So trafen wir uns und sie fiel gleich mit der Tür ins Haus!

Wir wüssten ja beide, dass nichts aus unserer Beziehung wird.

Natürlich dachte ich gleich an die letzten Tage! Nein, die waren für sie vollkommen ok.

Ihre Gefühle für mich? Die sind nicht schwächer gworden.

Auch gab es keine negativen Ereignisse zu berichten. Sie meinte, es läge nur an ihr.

Natürlich bestätigte sie mir, eine schöne Zeit gehabt zu haben.

Auf meine Frage, warum sie diese schöne Zeit denn eigentlich beenden möchte, meinte sie nur, dass alles auch noch z.B. 6 Monate weiterlaufen könnte, dann aber eine Trennung viel schwieriger wäre.

Den Entschluss hat sie am 23.12. gefasst, hätte aber auch schon vor vier Wochen fallen können, so ihre Worte.

Das anschließende Gespräch war dann recht offen. Jetzt wurde auch offiziell, wie oft sie an mich denken muss(te) und wie schön die gemeinsame Zeit war.

Dass ich, z.B. wenn ich 4x frage, ob meine Anwesenheit überhaupt erwünscht ist, nerven konnte war mir auch klar. Das war aber überhaupt kein Grund für eine Trennung.

Selbst sie gab nun zu, wie gut so eine Ausprache tut. Sie hätte schon viel früher kommen müssen, dann hätten wir uns wohl einige Unsicherheiten erspart.

Nach ca. 1 1/2 Stunden Gespräch war sie dann plötzlich überraschend der Auffassung, die Beziehung wohl doch besser nicht zu beenden - worauf ich erst mal nicht weiter einging.

Wieder eine Stunde später hielt sie es dann doch für besser, die Bezieung zu beenden.

Ich war natürlich fertig - vor allem auch deshalb weil sie nur ca. 2 Minuten später mir den Vorschlag machte, mit ihr spontan ins Kino zu gehen, als würde sie die Trennung einfach kalt lassen.

Was für ein Vorschlag! Ein paar Minuten später war das Gespräch mehr oder weniger zu Ende, aber sie ging dann tatsächlich noch davon aus, ich würde sie gleich noch zu meinem Freundeskreis auf ein Bier mitnehmen....

Nach einem 8-Seiten Brief, in dem ich ihr vor Augen führen wollte, wie unlogisch ihre Entscheidung ist und was ich für sie empfinde, habe ich nur noch regelmäßigen Kontakt zu ihrer besten Freundin, die ihre Aktion überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Sie hält mich quasi auf dem Laufenden. Erst vorgestern sprach sie mir noch Mut zu.

Wenn sie mir gesagt hätte, es passt einfach nicht mehr, die Gefühle sind nicht mehr da, so müssteauch ich jetzt wirklich abschließen, so hart es auch ist.

Jedoch hat sie in meinen Augen eigentlich keinen Grund - niemand versteht ihre Entscheidung.

Bis zuletzt waren wir offiziell nicht zusammen, obwohl es nach außen hin für alle sichtbar war - und erzählt hat sie auch nur ihrer besten Freundin davon.

Kann ich sie noch von ihrem Glück überzeugen? Hat sie wirklich (wie auf Knopfdruck) abgeschlossen und keine Gefühle mehr?

Kann und soll ich sie jetzt einfach weiterhin so treffen?

Es ging doch immer aufwärts!

Ich weiß nicht...

Danke für's Lesen!

#2
Hallo,

Frauen mit einer solchen Beziehungsneurose, wie Du sie beschreibst, benötigen m. E. psychologische Beratung.

Eine Option für Dich wäre herauszufinden, woran sie festmacht, dass es mit Euch sowieso nichts wird. Zitat: "dass alles auch noch z.B. 6 Monate weiterlaufen könnte, dann aber eine Trennung viel schwieriger wäre." --> was fürchtet sie?

Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass Du eine befriedigende Antwort bekommst.

Wenn ihre Haltung, dass Beziehungen in jedem Fall auf Zeit sind, unabänderlich ist, rate ich: Lass sie ziehen. Vielleicht wird sie irgendwann einsehen, wie dumm es war, Dich so vor den Kopf zu stoßen.

Rustaweli

#3
Leider kann ich mich nur meinem Vorredner anschliessen. Würde Dir gerne ein paar aufmunternde Worte mit auf den Weg geben, finde aber selbst keine. Ich habe eine sehr ähnliche Geschichte gerade hinter mich bringen müssen.

Obwohl ich mittlerweile für mich selbst damit abschliessen konnte und auf dem Weg der "Besserung" bin, verstehe ich bis heute kein Wort. Alles lief bestens bis es ihr "einfach irgendwann zu gut lief" :rolleyes:

Ich fühle echt mit Dir. Es tut weh damit klarzukommen, besonders wenn eigentlich überhaupt kein Problem in Sicht ist was nicht zu lösen wäre.

Bei mir machte sie ebenfalls Schluss und ich habe einen letzten erfolglosen Versuch gestartet und dann den Kontakt eingestellt, da es mir nur noch hundeelend ging.

Wie gesagt, verstehen werd' ich's wohl nie, muss es aber akzeptieren. Einen wirklichen Rat kann ich Dir leider nicht geben :(

Wünsche Dir das Allerbeste!

#4
Danke für eure Antworten!

Es ist so hart.

Irgendwie ist die Sache für mich nicht abgeschlossen.

Vielleicht muss ich erst alles auf eine Karte setzen - wobei dann das Ergebnis recht vorhersehbar ist...

Freunde raten mir auch, einfach ein weiteres Gespräch mit ihr zu suchen - natürlich ohne Forderungen, nur um ihre Handlung etwas besser zu kapieren.

Wahrscheinlich würde es aber auch keine neuen Antworten hervorbringen.

Kann sie sich überhaupt noch einmal für ein so tiefes Gespräch öffnen?

Immerhin ist das in den vergangenen drei Monaten nur 1x gelungen.

Unser Bekanntenkreis überschneidet sich ziemlich, so dass wir uns irgendwie zukünftig doch über den Weg laufen werden.

Gemeinsamen Freunden weicht sie schon jetzt ziemlich aus.

Jetzt hat sie genau die Situation, die sie vermeiden wollte, nämlich mit den Gefühlen konfrontiert zu werden.

Ich glaube wirklich, dass ihr weiterer Kontakt wichtig ist. Das hat sie betont und nicht nach dem Motto "Lass uns aber gute Freunde bleiben".

Ich habe keine Ahnung, wie sie sich den weiteren Kontakt vorstellt.

Kurz nach der Trennung war sie bestimmt noch der Meinung, alles (positive) könnte etwa so erhalten bleiben - und sie sich per Knopfdruck durch das offizielle Beenden von allen Gefühlen befreien. Deshalb wollte sie ja auch gleich mit mir in's Kino usw.

Mittlerweile dürfte sie gemerkt haben, dass ihre Aktion doch nicht so reibungslos verlief.

Glaubt ihr, sie kann ihre Gefühle wirklich so verdrängen? Wird sie nicht auch wieder Gefühle haben, wenn wir uns über den Weg laufen?

Danke!

#5
Ich glaube nicht, dass sie ihre Gefühle einfach abschalten kann. Sie wird sie sicher eine Weile "ausblenden", aber wenn es echt war, ist das nicht einfach so weg.

Ich glaube sogar, dass genau das die "Fehlkalkulation" ist - im Moment hat sie einfach so viel andere Sachen im Kopf dass sie glaubt keine Zeit für eine Beziehung zu haben oder nicht in der Lage wäre sich in eine Beziehung einzubringen. Dadurch wäre sie sich ihrer momentanen Gefühle aber gar nicht wirklich bewusst sondern hat das Gefühl, dass sie das abschalten kann obwohl die Gefühle nur durch Stress, Ärger, Probleme usw. überlagert werden. So hat sie vielleicht sogar wirklich das Gefühl sie könne das einfach abschalten. Das funktioniert aber nicht, es handelt sich ja lediglich um Verdrängung und das holt (zumindest fast) jeden irgendwann ein...

Letztlich bringt DIR das aber überhaupt nichts, weil Du ja keinen Schimmer hast ob sich irgendwann was daran ändert und selbst wenn, wie lange soll das dauern? Ein Monat, Ein Jahr, Drei Jahre? Ich hätte sogar mitgespielt, wenn ich ein Ziel gesehen hätte. Sogar wenn dieses Ziel weit weg gewesen wäre, aber ich hatte GAR NICHTS mehr! Weiterer Kontakt egal in welcher Form tat mir so unendlich weh, dass mir nichts übrig blieb als diesen einzustellen.

Eben weil ich so mit Dir fühle würde ich Dir unheimlich gerne sagen, dass nach einer Weile alles schon in Ordnung kommt, leider kann ich das nicht. Ich weiss nur zu gut wie dreckig es Dir geht - ich sehe leider keinen anderen Weg da wieder raus zu kommen als das Du für Dich einen endgültigen Strich drunter ziehst und den Kontakt ebenfalls komplett einstellst. Dafür ist es auch unerheblich ob ihr das in den kram passt oder nicht, sie kann von Dir nicht erwarten, dass Du ein tägliches Spiessrutenlaufen durchmachst. Auch da war's bei mir ähnlich, sie hat zwar akzeptiert, dass ich mich nicht mehr melde, ihr wär's aber lieber gewesen wenn wir weiterhin den Kontakt gepflegt hätten - das würde natürlich IHR Gewissen beruhigen. Ein doch recht egoistischer Schritt.

Als der ganze "unsinn" bei mir losging hat meine mal zu mir gesagt, für sie wäre es ideal wenn wir einfach die Beziehung auf Eis legen und ich noch "verfügbar" wäre wenn sie sich wieder unter Kontrolle hätte... 8o Was soll das denn sein? Wenn sie mir wenigstens einen Anhaltspunkt gegeben hätte, wann das denn in etwa wäre, wär das ja schon was. Dabei hätte es nichtmal 'ne Rolle für mich gespielt wie lange das dauert, ich wollte nur was woran ICH mich festhalten kann...naja, hab dann monatelang gewartet, jeden Tag ging's mir schlechter und irgendwann wusste ich nichtmal mehr worauf ich eigentlich warte weil sich GAR NICHTS änderte... Mir blieb nichts weiter übrig als einzusehen, dass ich mich damit völlig kaputtmache. Da ich mittlerweile ein bisschen besser damit umgehen kann muss ich bei allem Verständniss für sie und ihre Situation doch zugeben, dass sie es sich damit sehr einfach gemacht hat.

#6
Danke!

Sie ist eigentlich so ein lieber Mensch, der sich z.B. für ihre Freundin stundenlang am Krankenhausbett sitzend aufopfert.

Irgendwie kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die Gefühle einfach so weg sind.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass sie sich stündlich einredet, eine gute (bzw. die richtige) Entscheidung getroffen zu haben.

Mit den meisten anderen Menschen könnte ich ja darüber reden. Da ich aber weiß, wie verschlossen sie ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass wieder annähernd so ein offenes Gespräch zustande kommen kann.

Vorgestern habe ich sie das letzte Mal in einer Kneipe gesehen.

Ich wollte wissen,ob ich vor ihr stehen und ihr in die Augen sehen kann. Das hat überraschend gut funktioniert.

Bei der Begrüßungsumarmung habe ich sie extra eine Sekunde länger und etwas fester gedrückt. Kurze Zeit nahm ich auch an ihrem Tisch Platz, unterhielt mich aber nur mit ihrer besten Freundin.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie sogar Körperkontakt zuließ, indem sie mich mal mit der Hand auf meinen Oberschenkel tippte - so unwichtig sich das auch anhören mag.

Aber wie stellt sie sich die "neue" Beziehung vor?

Lässt sie es einfach so auf sich zukommen?

Aktive Treffen oder nur zufälliges "Sich-über-den-Weg-laufen"?

Eigentlich müsste ich sie das fragen, aber ich glaube, sie hat sich da keine großen Gedanken gemacht.

Was ich mir auch überlegt habe - nicht lachen! - irgendeinen spektakulären Liebesbeweis zu starten, um ihr u.a. zu zeigen, dass ich sie nie absichtlich verletzen würde. Vielleicht wird ihr dann noch klarer, was mir an ihr liegt, vielleicht kann sie so etwas mehr Vertrauen (und Gefühle) in eine Beziehung investieren.

Aber ist mein 8-seitiger Brief (auch wen ich "nur" beschreibe, dass sie mir fehlt und nicht gleich mit Liebesgeständnissen um mich schmeisse) nicht schon genug Ausdruck der Bedeutung?

Wenn ich erhrlich bin, glaube ich, dass ich sie am ehesten zurückgewinnen kann, wenn ich uns Zeit gebe. Dazu müssten ihre Augen mehr oder weniger bei regelmäßigen Treffen geöffnet werden.

Natürlich stellt sich dann die Frage, ob ich damit so locker umgehen kann. Außerdem hat sie ja jetzt eine Barriere aufgebaut, die durchbrochen werden muss.

Sollte ich - aus welchen Gründen auch immer- sie weiterhin treffen wollen, kann ich ja auch nicht einfach so abwarten bis sie mir zufällig über den Weg läuft.

Soll ich mich bei ihr melden? Ist sie nicht am Zug?

Sie ist ja bestimmt verunsichert und traut sich eventuell erst mal nicht, sich bei mir zu melden?

#7
Es ist überraschend wie ähnlich das wirklich zu mir und meiner Geschichte lief bzw. läuft. Du stellst Dir die gleichen Fragen wie ich auch. Deine ganzen Worte kommen mir unglaublich bekannt vor.

Ich habe mich genauso gefagt: Wie kann ich ihr beweisen, dass es mir ernst ist, dass ich jedes Problem mit ihr durchstehen will? Irgendwann fiel mir einfach nichts mehr ein, wir haben geredet, ich hab' Verständniss gezeigt, ich hab ihr zugehört, ich war für sie da wann immer sie mich gebraucht hat, ich hab ihr den Kopf gewaschen, ich hab' ihr auch mal die Pistole auf die Brust gesetzt, ich hab' ihr Zeit für sich selbst gelassen, was immer mir möglich war und was immer mir einfiel. Ich habe Wochen damit zu gebracht zu überlegen was ich ihr zum gebnurtstag schenke. Es sollte etwas sehr persönliches sein, was aber auch nicht "oversized" ist, was mir auch gelungen ist. Alle meine Freunde, besonders die Mädels waren ganz begeistert. Von IHR weiss ich bis heute nicht wie sie über das Geschenk denn nun denkt. Die Barriere die Du meinst wurde immer stärker und ich wusste nicht wo die herkam und ich wusste auch nicht ob ich dagegen noch was machen kann. Ich bin nicht der, der vom Anderen bestimmte Dinge erwartet, ich hab' kein problem damit ihr Zeit zu geben und sie nicht zu bedrängen. Aber letztlich war auch das egal - sie hat sich immer weiter von mir entfernt.

Genau wie Deine ist sie ein herzensguter Mensch der sich für Andere aufopfert, eine Eigenschaft die ich sehr zu schätzen weiss, ich hätte sie gar nicht anders haben wollen, nur irgendwann fängt es an sehr, sehr weh zu tun wenn Du merkst, dass sie versucht für jeden in der Familie und im Freundeskreis da ist, aber für Dich überhaupt nicht. Dabei hätte es gar nicht viel gebraucht, damit ich zurecht gekommen wäre. Ich hab' ihr Kompromisse angebote wo immer es nur ging, ich bin auf sie zugeagangen, wollte mein Leben so umstellen, dass ein wenig Zeit für uns bleibt, es hat nichts geholfen. Sie ist auf nichts eingegangen. Wann immer wir miteinander gesprochen haben, hat sie beteuert wie sehr sie mich liebt und das ich nichts verkehrt mache. Es läge an ihr. Ich hab das aber für mich nie überein bekommen. Wenn sie mich liebt und ich sie, warum nicht dafür kämpfen es irgendwie hinzubekommen?

Ich könnte mir aber vorstellen, dass sie sich stündlich einredet, eine gute (bzw. die richtige) Entscheidung getroffen zu haben.
Hehe, das Gleiche glaube ich auch von Meiner. Keine Ahnung ob's stimmt, aber anders kann ich's mir einfach nicht mehr erklären. Ich denke aber dass das gar nicht zutrifft, der Punkt ist wohl der, dass von ihrem Standpunkt gesehen sie tatsächlich alles richtig macht, ich mich in diesen Standpunkt aber einfach nicht hinein versetzen kann.

Für mich war (und ist) die Tatsache wichtig, dass sich beide wirklich aufrichtig lieben, der Rest findet sich dann, auch wenn's schwer wird, aber zusammen kann man das hinbekommen. Sie hat es wohl eher andersrum gesehen, sie wollte erst einen Weg sehen um dann zu entscheiden ob sie lieben kann oder nicht. Also hat sie versucht für sich alleine einen Weg zu finden und mich dabei einfach vergessen. Eine Sichtweise die ich einfach nicht nachvollziehen kann - ich habe nicht das Rcht zu entscheiden was hier richtig und was falsch ist, in meinen Augen ist mein Weg der Richtige, in ihren Augen der ihre. Und DAS ist das was ich irgendwann akzeptieren musste.

Bedenke bitte, dass Du letzlich versuchst sie zu verändern. Sicher aus gutem Grund und gutem Vorsatz, Du willst das nicht zu Deinem Vorteil sondern weil Du willst, dass sie glücklich ist. Was wenn sie aber gar nicht bereit ist sich zu verändern? Auch das wirst Du akzeptieren müssen. Ich bin bereit über meinen Schatten zu springen und für einen anderen Menschen an mir zu arbeiten - sie ist es vielleicht nicht. Das macht sie aber nicht zu einem schlechten Menschen, sondern einfach zu einem anderen Menschen mit eigenen Sichtweisen und eigenen Wegen. Und das wirst Du wohl oder übel akzeptieren müssen.

#8
Und wieder: Danke für die Antwort!

Was meine Motivation unterstützt:

Ihre beste Freundin hat mir wochenlang bei jeder Gelegenheit eingetrichtert, wie gut wir zusammen passen und dass ich ihr so gut tue!

Sie ist natürlich eine schwierge Frau, aber ich sei genau derjenige, der die "Nuss knacken" könnte.

Eine Woche vor der Trennung waren wir mit Freunden unterwegs.

Obwohl aus ihrem direkten Freundeskreis niemand - mal abgesehen von der wirklich allerbesten Freundin - eingeweiht wurde, ereignete sich folgendes:

Als eigentlich alle weg waren, kam eine ihrer Freundinnen zu mir, um mit mitzuteilen, dass sie zwar nicht offiziell wisse, was zwischen uns läuft, aber dass es sehr aufällig sei.

Sie war richtig froh und sprach mir Mut zu.

Da kommen alle möglichen Leute aus ihrem nächsten Umfeld, um mich zu motivieren.

Dauernd wird einem eingetrichtert, man sei der richtige Mann für sie und dann das...

Irgendwie fühle ich mich auf eine Art berufen, ihr die Augen zu öffnen.

Im Gegensatz zu deiner Liebe, Kaleu, war unsere Beziehung ja nie so weit, dass wir uns unsere Liebe gestehen konnten.

Für sie bin ich nur der 95%-Mann, wobei sie auch zugibt, noch nie einen 100%-Kerl getroffen zu haben. Es ist ja wahrscheinlich nicht so, dass sie mich über alles liebt.

Aber 95% (mehr würde ich ihr auch nicht zusprechen) sind doch, vor allem im Zusammenhang mit der schönen Zeit, nicht übel.

Und ich kann einfach nicht verstehen, wie sie diese Zeit einfach so aufgeben kann.

#9
Sorry, meld mich erst später wieder dazu, ok? Nicht böse sein, Dein letztes Posting hat ein paar alte Wunden aufgerissen und ich kann erstmal gar nichts dazu sagen. (keine Sorge, gebe Dir nicht die Schuld daran, damit muss ich laufend rechnen)

Muss mich jetzt erstmal irgendwie fangen... :heulen:

Meld mich aber wieder dazu. Lass Dich nicht unterkriegen, ok?

#10
Hallo DerLiebe,

meine Ansicht der Dinge wird dich wohl nicht erfreuen aber schon mal daran gedacht, dass sie dich vielleicht gar nie wirklich "geliebt" hat (was nach der kurzen Zeit sowieso nicht möglich ist, aber du weisst was ich meine)?

Original von DerLiebe: Irgendwie kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die Gefühle einfach so weg sind
Könnte es nicht auch sein, dass sie sich ihrer Gefühle zu dir gar nie wirklich sicher war und deswegen auch auf Abstand blieb, die Nähe nicht zugelassen hat und den Kontakt nicht gesucht hat?

Original von DerLiebe: als ich sie mal spontan besuchte, sagte sie mir gleich, dass sie mich spätestens um 22.30 Uhr rausschmeisst,
Das war der zweite Aufhänger, wieso ich auf diesen Gedanken kam. Wenn ich das richtig deute, wart ihr zu der Zeit ca. 2,5 Monate zusammen, was ich schon ein wenig komisch finde. Gut ich kann nur für mich selber sprechen, aber wenn ich frisch verliebt bin, dann ist es mir völlig wurscht, ob ich ausgeschlafen zur Arbeit erscheine oder nicht, ich würde meinen Freund nie um 22.30 rausschmeissen, weil ich dann ins Bett will. Ich würde eher alles drum geben, dass er bei mir bleibt und wir eine kuschelige Nacht haben - Arbeit am nächsten Tag hin oder her. Das ist doch der normale Lauf der Dinge in Liebessachen und wir alle weden zu kompletten Vollidioten! ;-))

Ich würde dir anraten, den Kontakt komplett abzubrechen, in meinen Augen bringt die Zeit nur mehr Schmerzen mit sich. Jedesmal wenn du sie siehst, steigert sich deine Hoffnung ins Unermessliche und du wirst immer wieder aufs Neue enttäuscht werden. Tu dir das nicht an, bringen wirds wenig.

Kann sein, dass ich mich irre, aber dies ist meine Ansicht der Dinge. Hoffe dich damit nicht alluzfest verletzt zu haben!

:trost:

Fägerli

#11
Hi!

Kaleu, hoffe dir geht's bald wieder besser!

Hallo Fagerli!

Die Gedanken hatte ich natürlich auch schon - vor allem als wir noch zusammen waren.

So eine Reaktion konnte ich auch nur schwer nachvollziehen, weil ich immer gerne einen kurzen Schlaf in Kauf genommen habe.

Und ich glaube auch nicht, dass sie 100% (wenn es das überhaupt so früh und oft gibt) in mich verliebt war, aber sie hat mir doch gestanden, dass sie oft an mich denkt, ich nicht selten ihr erster Gedanke am Morgen nach dem Aufwachen bin. Das deutet doch schon irgendwie auf ein Verliebtsein hin, oder?

Sie behauptet auch, in ihr sei keine "Rakete explodiert" - bei mir aber auch nicht. In den seltesten Fällen explodiert gleich eine Rakete. Liebe wächst - das behaupten zumindest die Leute, mit denen ich darüber gesprochen habe.

Ich glaube, dass ich auch weit davon entfernt bin, mich 100% in sie verliebt zu haben. Aber es war eine tolle Zeit, die ich wirklich vermisse und ich kann einfach nicht ihr Handeln nachvollziehen, besonders weil ich der Meinung bin, es ging bis zuletzt fast nur bergauf. Sie hat, weil ich mich aus oben genannten Gründen eher passiv verhalten habe, immer die Schritte nach vorne begonnen, sie konnte also auch das Tempo vorgeben.

Wenn ihre Gefühle (wie auch immer sie vorhanden waren) nicht abgenommen haben und drei Monate ausreichten, um die Beziehung stets (bis zur Trennung) zu intensivieren, dann verstehe ich nicht, warum die Beziehung nicht fortgesetzt werden sollte.

Menschen können die Liebe - bei allem Verliebtsein - vielleicht auch unterschiedlich gewichten. Ich schätze sie eher als Frau ein, die sehr viele Freiräume braucht.

Ähnliche Sprüche hat sie nicht gerade selten gebracht.

Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass ihr Selbstschutz vor Gefühlen schon damit (unterbewusst) beginnt: lieber nicht zu viel Zeit, Energie usw. in die Treffen investieren.

Und es war ja auch bei weitem nicht so, dass sie keine Nähe zugelassen hat.

Sie ist einfach nur sehr wechselhaft.

#12
Hallo DerLiebe

Ich mach mir halt so meine Gedanken, wenn ich frische Threads lese und dies war mein Gedanke, als ich deine Geschichte las. Ich habe auch einige Verbingungen zu einer "Beziehung" herstellen können, welche ich selber einmal führte. Ich war an der Stelle von ihr und handelte ziemlich ähnlich.

Ich glaube auch nicht, dass man vom ersten Tag an in einer Beziehung immer schon 100% verliebt sein muss, aber das es wie eine Rakete zündet, das sollte meiner Meinung nach der Fall sein - ansonsten denk ich mir ja, bevor ich in eine Beziehung gehe "Naja mal schauen obs gut geht, kann ja dann immer noch Schluss machen, wenns dann halt nicht geht". Man sollte eine Beziehung nur starten, wenn man 100% dahinter stehen kann und davon überzeugt ist. Obs dann was wird, dafür gibts natürlich keine Garantie, das ist klar!

Aber um auf meine eigens erlebten Parallelen zurückzukommen:

Ich denke, dass sie genau diesen Schritt gemacht hat und sich gedacht hat, dass sies mal probieren könnte, denn eigentlich bist du ja ein ganz feiner Kerl und eigentlich ein ganz Lieber - für mehr hats dann aber einfach nicht gereicht. Das würde auch ihre Schwankungen erklären, einmal Nähe, einmal Entfremdung. Das waren die Stadien der eigenen Unschlüssigkeit, "will ich ihn jetzt nun oder doch nicht". Ich denke, schlussendlich hats bei ihr einfach nicht ausgereicht...

Wieso wollte sie eigentlich nicht, dass eure Beziehung öffentlich wurde? Oder wars in ihren (euren beider) Augen nur eine Affäre?

Es ist doch wunderschön, wenn man am Anfang einer Beziehung steht und vor anderen Leute zeigen kann, was für ein toller Fisch einem da ins Netz gegangen ist - oder sehe ich das falsch?

#13
Hi!

Vielleicht habe ich das mit der Rakete etwas falsch formuliert.

Ich habe ihre Aussage so verstanden, dass es sie einfach nicht von Anfang an 100% erwischt hat. Mich ja auch nicht.

Ich fand sie sehr interessant und wollte sie näher kennenlernen. Gerade in den ersten Tagen opferte sie sehr viel Zeit und Energie, um mich zu sehen. Bei ihr machte es nicht den Eindruck, als wollte sie mich halt mal so irgendwann treffen, da war auf jeden Fall mehr da, was mir der Aufwand und ihr Mut zeigte.

Und ich kann auch nur das erzählen, was sie und ihre Freundinnen einstimmig zugeben:

sie hat ein total besch... Männerbild, das schon von Anfang an oft an die Oberfläche kam.

Beziehungen räumt sie automatisch eigentlich keine Chancen ein. Ihrer Meining nach sollte man sich immer darauf einstellen, dass es schon nach einigen Wochen vorbei sein könnte.

Warum sie die Beziehung nicht öffentlich machen wollte?

Das passt einfach zu ihrer speziellen Art, die eigentlich meine Theorie unterstreicht.

Es war ja nicht so, das wir unsere Zuneigung in der Öffentlichkeit irgendwie versteckt hätten.

Es ging ihr mehr um die Definition.

Meine Freunde, ihre beste Freundin und ich interpretieren das so: es war ganz eindeutig eine Beziehung. Und eine Beziehung ist natürlich auch mit verletzlichen Gefühlen verbunden.

Mit dem Versuch sich einzureden, es wäre keine Beziehung, versucht sie die Gefühle zu verdrängen. Wenn möglichst wenige Personen ihres Freundeskreises davon wissen, kann sie auch nicht so oft durch Fragen usw. mit den verletzlichen Gefühlen konfrontiert werden.

Natürlich war es eine Beziehuing - was hätte sie sonst offiziell beenden sollen?

Unschlüssigkeit?

Bei Unschlüssigkeit kann ich mir kaum vorstellen, dass man eine Beziehung so aktiv (was sie ja gemacht hat) Schritt für Schritt voran treibt.

Außerdem hätte sie diese in unserem Gespräch auch erwähnen können. Wäre bestimmt einfacher gewesen als zu sagen, dass das ganze auch noch gut und gerne 6 Monate schön weiterlaufen könnte, aber dann eine Trennung noch viel schwieriger wäre. Das war nämlich mehr oder weniger ihre Begründung.

Ihre Schwankungen hat sie auch als für sich typisch abgetan.

#14
Nur wie willst Du dagegen ankommen? Wenn Sie komplett blockiert und tatsächlich erwartet, dass eine Beziehung nur zu Schmerz führt - was willst Du denn da machen? Das ist tatsächlich eine Frage. Die ich nämlich genauso habe wie Du. Mir ist einfach nichts mehr eingefallen und ich hab irgendwann aufgegeben.

Um es mal metaphorisch zu sagen, wenn jemand "um's verrecken" nichts essen will, obwohl er weiss, dass er dann verhungert, was zum Geier willst Du denn machen...? :( :(

#15
Ja, ich dachte/denke mir einfach, das es irgendwann mal klappen müsste und die Schale nicht ewig halten kann.

Vor allem, das fällt mir gerade ein, weil die beste Freundin behauptet, sie wäre noch nie so weit gegangen und hätte sich bis jetzt auf keine auch nur vergleichbare Beziehung eingelassen.

#16
Hehe, das mit der Schale dachte ich auch mal, musste mich aber wohl eines besseren belehren lassen. Je länger es dauerte um so dicker wurde die Schale.

Obwohl - das trifft es gar nicht. Jetzt nehm ich mal 'ne Schildkröte. Den Panzer hatte sie schon, als ich sie kennenlernte, aber mir gegenüber hat sie ihn sofort abgelegt. Nie ganz, aber doch weit mehr als jedem Anderem gegenüber. Ganz einfach weil sie ihn bei mir nicht brauchte. Irgendwann fühlte sie sich aber genau deswegen wohl total verletzlich weil sie es ja seit Jahren gewohnt war mit dickem Panzer herumzulaufen. Also hat sie den Panzer einfach wieder angelegt und ab dem Zeitpunkt war ihr nicht mehr beizukommen.

Besser kann ich's irgendwie nicht in Worte fassen.

#17
.

#18
Hi!

Lohnt es sich, um sie zu kämpfen?

Wie?

Soll ich mich melden?

Oder warten?

Ich verstehe gerade die Welt nicht mehr...

Für Antworten bin ich dankbar!

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