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Trinktechnisches Problem

6 Antworten1'374 AufrufeGestartet von Wombat1 ·

Wombat1Themenstart
#1
Guten Tag, ich habe ein Problem, bei dem ich irgendwie nicht so richtig weiterkomme. Ich bin seit ca. 1 Jahr mit einer Frau zusammen, und die Beziehung läuft wirklich wunderbar. Alles sehr harmonisch. Wir sind beide mitte 30. Leider musste ich feststellen, dass ich mich etwas „anstelle“ wenn es um das Thema Alkohol geht. Vorweg... ich trinke selbst auch gerne mal was, und wenn dann auch oft nicht wenig. Allerdings nur mal an Wochenenden, und mit meinen Leuten, wenn wir weggehen. Ansonsten so gut wie nie, weil es mir nicht mal wirklich schmeckt. Bei meiner Freundin ist das etwas anders. Ihr schmeckt z.B. Wein sehr gut. Bevor wir zusammen waren, hat sie Abends auch oft ein Glas allein Zuhause getrunken, was ja im Grunde nicht verwerflich ist. Das Problem für mich fing an, als sie mir sagte, dass ihr das zu der Zeit gut tat, weil die Beziehung eine Katastrophe war, und sie einfach jeden Abend kurz vorm Heulen war. Nun ja... es gibt ja viele Leute die Abends ihr Bier oder ihren Wein trinken. Aber mir wird schon komisch, wenn ich nur daran denke, dass es mal bei ihr so war. Seit wir zusammen sind, macht sie das auch nicht mehr. Sie weiß, dass ich das nicht möchte, und sie möchte es auch nicht mehr. Aber bei mir ist es irgendwie trotzdem sehr extrem. Ich kann es nicht mal leiden, wenn sie Abends irgendwo ist, wo ich nicht mitkomme, und sie kommt nach Hause, und ich weiß, dass sie was getrunken hat. Auch wenn es nicht viel ist, weil sie ja sowieso noch Auto fahren musste. Trotzdem kann ich mich dann nicht normal und harmonisch ihr gegenüber verhalten. Mein Kopf sagt dann einfach, dass sie nicht genau die Person ist, die sie sonst ist. Aber es ist ja nun mal völlig normal, wenn die nen Mädels Abend haben oderso, dass da mal nen Glas Sekt oder Wein getrunken wird. Wenn wir zusammen weg sind, ist es nicht so schlimm. Da trinke ich ja selbst was, und das ist dann auch alles etwas lockerer. Manchmal trinkt sie auch selbst dann nichts. Also nicht, dass ihr denkt, sie schießt sich grundsätzlich ab. Aber wenn auf irgendwelchen Geburtstagen dann im Sommer schon um 17Uhr der Sekt auf dem Tisch steht, dann sehe ich das einfach extrem ungern. Und dieses Thema versaut mir auch so manche schöne Abende, wenn wir weg sind, weil ich vorher schon weiß, dass es wieder Alkohol gibt, und ich dass dann ungewollt kontrolliere, was sie trinkt. Ich kann nicht anders. Mein Kopf sagt, dass das alles völlig normal ist, und mein Bauch sagt, dass ich das trotzdem nicht will. Also ich suche das Problem kaum mehr bei ihr, sondern viel eher bei mir. Und ich weiß wirklich nicht, wie ich die Sache anpacken soll, so dass ich nicht jeden Tag darüber nachdenken muss. Aber wahrscheinlich kennt dieses Problem kaum jemand. Trotzdem versuche ich es hier einfach mal... vielleicht hab ich ja Glück.

Also Danke erstmal....

#2
Wenn sie Alkohol trinkt, gibt dir das ein mulmiges Gefühl weil....

 Das Problem für mich fing an, als sie mir sagte, dass ihr das zu der Zeit gut tat, weil die Beziehung eine Katastrophe war, und sie einfach jeden Abend kurz vorm Heulen war
... du denkst, dass sie nicht glücklich in eurer Beziehung ist?

weil....

Trotzdem kann ich mich dann nicht normal und harmonisch ihr gegenüber verhalten. Mein Kopf sagt dann einfach, dass sie nicht genau die Person ist, die sie sonst ist
... der Alkohol ihre Art verändert?

Und hier macht es dir nichts aus, da...

 Wenn wir zusammen weg sind, ist es nicht so schlimm. Da trinke ich ja selbst was, und das ist dann auch alles etwas lockerer.
.. ihr dann auf dem gleichen Level sind?

Hinterfrage deine Gefühle. Woher kommen sie? Welche Ängste stecken dahinter. Gibt es paralellen zu früheren Ereignissen?

2× hilfreich
#3
Sie weiß, dass ich das nicht möchte, und sie möchte es auch nicht mehr.
Da ist ein wichtiger Punkt drin: sie möche es auch nicht mehr! Vertrau ihr diesbezüglich, sonst vertreibst Du sie noch mit Deiner (auch heimlichen) Kontrolle über das Mass des Trinkens.

Des weiteren hat Bergwelt die für Dich wichtigen Punkte sicherlich gut zusammengefasst und Du solltest Dir diese Fragen mal direkt selbst stellen.

#4
Vielen Dank für eure Meinungen. Ich habe mir diese Fragen selbst gestellt. Und ich kann sagen, dass es nichts damit zutun hat, dass ich Ängste habe, dass sie unglücklich sein könnte. Damit hat es nichts zutun. Ich kann auch nur sagen, dass ich es für normal halte, welche Mengen sie an Alkohol trinkt. Es ist nicht viel. Und ihre Art verändert sich nicht ins Negative... zumindest habe ich das noch nicht mitbekommen. Ja, wenn wir auf dem gleichen Level sind, stört es mich kaum. Aber wenn ich weiß, dass sie was getrunken hat, und ich nicht, kann ich sie einfach nicht ernst nehmen. Auch wenn es wirklich wenig war, und ich es ihr nichtmal anmerken würde. Allein wenn ich es weiß, reicht das aus. Ich kann mir das nicht erklären, und vielleicht bin ich hier auch im falschen Forum, denn mit der Liebe hat das glaube ich nichts zutun... ich glaube, ich muss das Problem hier wirklich bei mir selbst suchen...

#5
 Und ihre Art verändert sich nicht ins Negative
Nein, nicht ins Negative, muss auch nicht Positiv sein, aber die Art verändert sich.

denn mit der Liebe hat das glaube ich nichts zutun
Das denke ich auch nicht.

 ich glaube, ich muss das Problem hier wirklich bei mir selbst suchen
Sobald nur sie Alkohol trinkt oder getrunken hat, schaue deine Gefühle die bei dir aufkommen, genau an. Was ist es, was dich daran  stört, dass sie trinkt (wenn auch nur wenig). Was löst das bei dir aus? 

bearbeitet #6
..sehe hier auch kein 'wirkliches' Problem resp. es hat wohl effektiv eher etwas mit dir zu tun..

starrily
bearbeitet #7
Wombat,

was in deiner Jugendzeit hast du erlebt, wo massiv oder regelmässig Alkohol getrunken wurde und du jetzt dieses

Verhalten überall siehst ? Und ich glaube dir ernsthaft, dass es dich stört und dich massiv verunsichert, wenn ein anderer sich

gerne mal einen genehmigt aber ich befürchte, dass du genau in diesem Moment wieder daran erinnert wirst, dass Alkohol und seine Gewohnheiten an ihn dein Leben in Gefahr bringt betreffend deiner Partnerschaft und du unbegründet oder nicht Angst hast, dich einer  sich nach dir anfühlenden Alkoholikerin anvertraut zu haben. ??

Trinken regelmässig in Maßen und Alkoholabhängigkeit in Massen und dies in Gewohnheit, im Zwang, sind zwei paar Stiefel. Aber deine Angst ist, dass aus ab und zu

Gewohnheit wird. Oder ?

gib mir Input.

starrily

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