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und auf einmal...

0 Antworten874 AufrufeGestartet von molog ·

mologThemenstart
#1
Und auf einmal merkst du äusserlich:

Wieviel Kummer zu dir kam,

Wieviel Freundschaft leise von dir wich,

Alles Lachen von dir nahm.

Fragst verwundert in die Tage.

Doch die Tage hallen leer.

Dann verkümmert deine Klage...

Du fragst niemanden mehr.

Lernst es endlich, dich zu fügen,

Von den Sorgen gezähmt.

Willst dich selber nicht belügen

Und erstickst es, was dich grämt.

Sinnlos, arm erscheint das Leben dir,

Längst zu lang ausgedehnt.--

Und auf einmal --: Steht es neben dir,

An dich angelehnt --

Was?

Das, was du so lang ersehnt.

(Joachim Ringelnatz)

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