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Unglücklich verliebt in Kollegin - sie will definitiv nichts von mir wissen

8 Antworten8'946 AufrufeGestartet von Ralph66 ·

Ralph66Themenstart
#1
Hallo,

ich bin in meine Kollegin verliebt, doch sie will nichts von mir wissen. Sie sagt, sie wäre, was Beziehungen angeht, total verkorkst. Außerdem soll ich mir vorstellen, wie lange sie schon ohne Partner ist! Ich sagte ihr, ich habe auch schon längere Zeit keine Partnerin mehr gehabt, aber das ist doch nicht schlimm, Außerdem soll ich sie vergessen. Ich soll mich nach anderen Frauen umschauen. Es gibt doch noch so viele Frauen...

Tja, da hat sie recht. Aber es ist nicht einfach, wenn man diese Frau jeden Tag im Büro sieht. Und jeden Tag muss man, hat man beruflich irgendwelche Gesprächsthemen, so dass man doch sich sehen muss, bzw. zumindest telefonieren muss.

Wenn ich sie früh morgens begrüße, wendet sie nicht mal den Blick von ihrem Computer-Bildschirm ab um mir in die Augen zu schauen. Sie sagt dann nur guten Morgen und schaut auf den Bildschirm. Dies machte sie aber schon lange bevor ich ihr meine Liebe gestanden habe. Mir tut das weh, da ich noch sehr viel für sie empfinde.

Obwohl wir ganz unterschiedliche Interessen haben. Sie raucht - ich nicht. Sie hasst es ein Schritt mehr zu gehen als nötig und ich bin sehr sportlich. Sie hat außer Reiten keine Hobbies und liegt am liebsten auf der Couch oder abends im Bett und schaut Fernsehen.

Und jeden Tag sehe ich sie im Büro. Ich kann mich nicht normal verhalten. Bin eingeschnappt und möchte am liebsten kündigen. Tja, teilweise benehme ich mich wie ein kleiner eingeschnappter Junge, wenn dieser etwas nicht bekommt. Wie kann ich dieses Verhalten abstellen? Ich möchte nicht eingeschnappt sein und mich normal ihr gegenüber verhalten. Momentan versuche ich ihr aus dem Weg zu gehen, einfach aus Selbstschutz um sie nicht so oft zu sehen und nicht so oft an sie zu denken.

Hat jemand eine Idee?

Liebe Grüße

Ralph

#2
´nabend!

Die Gute hat entweder ganz schlechte Erfahrung mit Männern gehabt und will sich selbst schützen oder du bist einfach nicht ihr Typ. Ich würde sie nochmals um ein Gespräch bitten, sie zum Kaffee oder zum Essen einladen, um dann ausführlich hinterfragen zu können. Für das abweisende Verhalten finde ich nur die 2 oben genannten Möglichkeiten.

LG daffi

#3
Danke daffi für Deine Antwort.

Bei meinem Liebesgeständnis hat sie mir auch gesagt, dass sie sehr schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht hat. Also hast du richtig gelegen mit Deiner Vermutung.

Ich weiß, dass ich keine Chance bei ihr habe. Auch kann ich ihre Einstellung zu mir (ich bin wohl auch nicht ihr Typ) ändern.

In diesem Fall möchte ich einfach gerne eine Methode oder Verhaltensweise erlernen, mit der ich in dieser Situation mit meinen Gefühlen klar komme.

Tja, die lieben Gefühle...

Wenn ich diese Gefühle nur abschalten könnte? Wie einen Schalter. Am besten wäre es, einfach dieser Frau aus dem Weg zu gehen. Geht aber nicht. Flucht ist meistens nicht möglich. Was tun?

Der Spruch "Love it , change it or leave it" finde ich ganz passend.

Diesee Situation etwas Gutes abzugewinnen und diese Situation zu lieben, das klappt nicht. Diese Gefühle zu ändern, das wäre eine Möglichkeit. Fragt sich nur wie? Vor dem Ganzen zu flüchten? Geht schlecht, dann müsste ich mir eine neue Arbeit suchen.

Gruss

Ralph

#4
Hallo Ralph!

Das mit den Gefühlen gibt sich in den meisten Fällen von selbst, zumindest sollte es so sein. Probier es doch einfach noch einmal und bitte sie um ein Gespräch in gemütlicher Athmosphäre. Ich war auch mal so eine Frau die lange niemanden an sich ran lies, einer hat es jedoch geschafft mich zu erobern und das mit viel Humor. Versuch es mal auf die lustige Art und mach ruhig mal den Affen, wenn ihr unter euch seid versteht sich, sonst denken die anderen das du einen an der Bimmel hast. Gefühle lassen sich nicht einfach so auf Kommando abstellen. Flüchten würde ich dir auch nicht unbedingt empfehlen, denn ihr müsst ja miteinander arbeiten. Sieh es positiv und nimms mit Humor, versuch dich für sie interessant zu machen. Oder du wählst den scheinbar einfachen Weg und gibst kampflos auf. Letzteres finde ich persönlich ein wenig feige.

LG daffi

#5
Hallo daffi,

vielleicht hätte ich noch mehr schreiben sollen über meine Kollegin und mich. Doch ich will nicht mit seitenweisen Erfahrungsberichten langweilen.Vor über 2 Jahren habe ich ihr schon mal ein Liebesgeständnis gemacht. Das war kurz vor Weihnachten. Ich fragte sie auch, ob wir uns im Weihnachtsurlaub treffen könnten. Sie sagte ja, aber in den 3 Wochen meldete sie sich nicht. Dann habe ich ihr einen sehr netten Liebesbrief nach Hause geschickt und dann früh morgens auf der Arbeit sagte sie: Wir müssen in der Mittagspause kurz reden. Wie jetzt, auch damals die gleichen Sätze: Bezüglich Männer da ist sie total verkorkst. Und ich soll sie vergessen. Damals habe ich ihr versprochen sie in Ruhe zu lassen und das Thema "verliebt sein in sie" außen vor zu lassen.

Es kommen immer wieder die gleichen stereotypen Sätze. Wie vor zwei Jahren möchte sie auch jetzt auf gar keinen Fall über das sprechen, was sie damals erlebt hat. Vielleicht etwas ganz ganz Schlimmes? Ich hoffe nicht, denn wenn sie z.B. damals vergewaltigt wurde oder ihr sonstwie Leid zugefügt worden ist (ob körperlich oder psychisch), dann bin ich nicht ihr richtiger Ansprechpartner. Ich habe es ja versucht und habe dieses Thema ganz behutsam schon mehrere Male anschneiden wollen. Es ist wie eine Mauer des Schweigens. Ich bekomme überhaupt keine Antwort. Sie geht, für sich selbst vermutlich, den einfachsten Weg: nicht darüber reden, dem ganzen aus dem Weg gehen.

Ich muss aber nach jetzt zwei Jahren feststellen, dass ich niemanden ändern kann. Diese Person, die ich zwar von Herzen liebe, will mich einfach nicht oder ist beziehungstechnisch so verkorkst (sagt sie ja selbst). Ich vermute, dass hier nur professionelle Hilfe in Form eines Psychologen etwas ändern kann.

Ich muss mir selbst an die Nase greifen und mich fragen, warum ich das solange aushalten kann. Es gibt wirklich so viele andere Frauen und irgendwann werde ich auch jemand finden für die offene Kommunikation, Offenheit und Herzenswärme eine große Rolle spielt. Meine Kollegin ist nämlich, seit ich ihr vor einigen Tagen mein Liebesgeständnis mitgeteilt habe, wieder so eiskalt zu mir, wie vor zwei Jahren.

Ich war zwei Jahre lang mutig, habe alles versucht, doch ich bin an einem Punkt, bei dem ich jetzt feige sein muss. Auch ein weiterer Versuch würde nichts bringen.

Es ist schwierig, denn immer ich mache jeden Morgen den Anfang und begrüße sie. Und immer wieder der gleich Ablauf. Und wenn ich mal an einem Tag mich so gut wie gar nicht bei ihr blicken lasse, sagt sie, oh, habe gedacht, Du bist gar nicht da heute!

Mein Büro ist nur 50 Meter von ihrem entfernt, doch sie kommt nie früh morgens zu mir und begrüßt mich (innerlich koche ich). Immer muss ich sie zuerst begrüßen. Das hört sich jetzt ziemlich kindisch an. Wenn Du das nicht machst, dann mach ich das auch nicht (hier das Grüßen).

Wenn ich sie zufällig im Flur sehe, kommt von ihrer Seite keine Reaktion. Sie schaut in meine Richtung, aber ich könnte genau so gut Luft sein.

Eins werde ich machen: Ich versuche wieder mich normal mit ihr zu unterhalten und freundlich zu sein und das Ganze zu überspielen (ehrlich gesagt, das fällt mir momentan ganz schön schwer). Wenn ich aber im Hinterkopf habe, dass dies nicht die einzige Frau auf dieser Welt ist, dann könnte das klappen.

Und auf keinen Fall mittags mit ihr in die Pause gehen. Denn ihre Gegenwart bedrückt mich momentan.

Ich muss aus Selbstschutz hier Abstand gewinnen und was ganz wichtig ist: Meinen Freundeskreis wieder mehr in den Mittelpunkt stellen. Und andere Frauen kennen lernen.

LG

Ralph

#6
Hallo Ralph!

Das wusste ich natürlich nicht das es schon eine so lange Zeit so geht, muss dir ganz ehrlich sagen, wenn sie 2 Jahre lang kein Interesse zeigt wird sie das in Zukunft auch nicht tun. Im Prinzip hast du ja eigentlich weitesgehend alles versucht um ihr Interesse zu wecken, da dies alles nicht gefruchtet hat; ignorier sie. Guten Tag und guten Weg mehr würde ich an deiner Stelle nicht tun, du machst dich ja vollends zum Deppen und ich glaube weder das du das nötig hast noch das es dir gut tut. Du hast schon begriffen um was es geht kümmer dich um deinen vernachlässigten Freundeskreis und versuch ihn zu erweitern, dann wird sich sicherlich was ergeben. Und vorallem gib ihr nicht mehr das Gefühl das sie der Mittelpunkt der Erde wäre. Zeig ihr einfach die kalte Schulter. Klar kostet dich das auch Überwindung, aber ich bin mir sicher das du das schaffst.

LG daffi

#7
Vielen Dank daffi.

Ich bin nur durch Zufall auf diese Seite gekommen und habe nicht gedacht, dass es hier so nette verständnisvolle Helfer gibt. Ich werde gerne wieder dieses Forum besuchen und ich hoffe, dass ich auch mal anderen hier helfen kann.

Ganz liebe Grüße an Dich und an all die anderen Forummitglieder.

Ralph

#8
Nach ca. 3 Wochen kann ich folgendes mitteilen. Meine Kollegin versuche ich, falls möglich, links liegen zu lassen. Nicht dass ich unfreundlich ihr gegenüber bin, aber alleine mit Ihr in die Mittagspause gehen, vermeide ich. Auch meine früheren öfteren Besuche habe ich stark reduziert (nur wenn ich geschäftlich etwas von ihr wissen will). Sie merkt auch, dass ich mich zurückziehe, denn vor kurzem kam sie auf mich zu und meinte "Na, von Dir hört und sieht man ja gar nichts mehr". Ich lächelte und antwortete: "Und bei Dir ist es das Gleiche". Ich interpretiere in ihre Aussage nichts herein, denn ich will einfach von ihr Abstand gewinnen und das klappt ganz gut. Früh morgens begrüße ich sie freundlich und wie immer der gleiche Ablauf. Sie sagt zwar auch Guten Morgen, aber schaut mir dabei nicht in die Augen. Anders als vor ein paar Wochen stört mich das aber nicht. Ich lasse negative Gefühle ihr gegenüber nicht mehr zu.

Auch meinen Freundeskreis beziehe ich wieder mehr in mein Leben ein, unternehme öfters mit meinen Freunden etwas. Und ich mache regelmäßig wieder Sport. Dieses Verlangen unbedingt diese Frau näher kennen lernen zu wollen, ist nicht mehr vorhanden.

Ralph

#9
Danke für dein Feedback, dass macht doch schon viel Hoffnung.

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