unglücklich verliebt ...
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schwarz_wolfThemenstart
Ich hätte nicht gedacht, dass mir das in meinem Leben noch mal passieren würde, dass ich da nochmal durch muss, wie so oft in meiner Zeit, bevor ich meine Frau fand. Wegen meinem Beruf, den ich so liebe, und der mir so viel Unglück brachte in der Liebe. Dann doch eine Ehe, Kinder und so viele Sehnsüchte, die nie erfüllt werden. Da ist viel unausgefüllter Raum, und als ich SIE kennenlernte, andersartig wie ich, aber wieder anders als ich, da glaubte ich doch, es könnte nochmal Wärme geben für mich. Zwei Wölfe abseits des Rudels. Ich weiss, dass wir unmöglich zusammenpassen, aber das Verliebtsein liess sich nicht mehr aufhalten und traf mich wie ein Blitz eine alte Bergföhre trifft. Zum x-ten mal, und jedesmal schlimmer. Zusammen mit den beruflichen und privaten Problemen eigentlich zuviel für einen Menschen. Wie man mit der Hand über eine schmerzende Stelle streicht, schrieb ich deshalb dieses Gedicht. Geben kann ich ihr's nicht. Ihr: Zierlich, filigran fast, wunderschöne Augen, lange Haare, attraktiv und verlockend, ein Versprechen in Menschengestalt ...
An einem Sonntag Morgen stand dann erstmals ein fremdes Auto vor ihrem Haus. Ich habe dort Land. Es war bitterkalt, das Gras, das ich für meine Kühe holte, war gefroren und weiss vom Rauhreif. Der Fremde lag bei ihr im warmen Bett, während ich draussen in der Kälte tat, was ich immer tue, auch Sonntag morgens früh, wenn der Rest der Welt schläft: Für meine Tiere und Pflanzen schauen. Aber an jenem Morgen hatte ich wieder weder Arme noch Beine, was meine Augen sahen und meine Haut fühlte, was meine Ohren hörten und meine Nase roch, das alles war ein Film von jemand anderem. Geblieben ist dieses Gedicht, das ich mir immer wieder aufsage, wie schon so oft in den Wochen vorher, als könnte es besänftigen und heilen:
Buuremundart
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d' Blüete gsi,
d' Farbe ganz apart.
Bi 's Wiili blibe stoh drbi,
ha 's aagluegt, ganz verliebt.
Äs hett mi packt, nit nur e chlii,
ha gwüsst, dass öbbis blibt.
Ha witer müesse, bi dört nit rächt,
wär gärn doch blibe stoh.
Ha halt nit passt, bi villicht z' schlächt,
drum han i müesse goh.
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d' Blüete gsi,
d' Farbe ganz apart.
No öbbe gsehn i 's Blüemli stoh,
wenn i in dr Nööchi bi.
I luege 's denn vrstohle aa,
und gspüre d Freud e chli.
'S isch mr nit rächt, han i müesse goh,
i weiss, es blibt drbi:
Wenn d' einisch liebsch, chasch nie drvo,
ä Teil wird immer sii.
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d' Blüete gsi,
d' Farbe ganz apart.
Nimmt 's eine mit, so duet 's mir weh,
und furchtbar isch mr z Muet.
Doch hätt i 's Blüemli dört nie gseh, so wäri 's au nit guet:
D' Liebi isch doch uf än Art
wie vom Läbe 's Bluet.
Und witer goht mi Läbenswäg,
wohi, das weiss i nit.
Villicht git mir dr liebi Gott
doch no äs Blüemli mit.
I weiss jo, dass 's verblasse muess,
das isch dr Lauf vor Zyt.
Gliich isch äs au mit mine Füess,
si träge nümm so wit.
Wenn 's Härz denn nit älleige isch,
miech 's einewäg drum nüt.
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d’ Blüete gsi,
d’ Farbe ganz apart.
Und mängisch luegt ’s mi a ä chli,
und scho bin ich parat:
Mis Härz goht uf, mis Gmüet wird warm,
d’ Sunne schickt ä Strahl.
Und ’s isch mr gwüss, ’s wär nach im Chrieg
dr Fride zrugg im Tal!
Ich hätte nicht gedacht, dass mir das in meinem Leben noch mal passieren würde, dass ich da nochmal durch muss, wie so oft in meiner Zeit, bevor ich meine Frau fand. Wegen meinem Beruf, den ich so liebe, und der mir so viel Unglück brachte in der Liebe. Dann doch eine Ehe, Kinder und so viele Sehnsüchte, die nie erfüllt werden. Da ist viel unausgefüllter Raum, und als ich SIE kennenlernte, andersartig wie ich, aber wieder anders als ich, da glaubte ich doch, es könnte nochmal Wärme geben für mich. Zwei Wölfe abseits des Rudels. Ich weiss, dass wir unmöglich zusammenpassen, aber das Verliebtsein liess sich nicht mehr aufhalten und traf mich wie ein Blitz eine alte Bergföhre trifft. Zum x-ten mal, und jedesmal schlimmer. Zusammen mit den beruflichen und privaten Problemen eigentlich zuviel für einen Menschen. Wie man mit der Hand über eine schmerzende Stelle streicht, schrieb ich deshalb dieses Gedicht. Geben kann ich ihr's nicht. Ihr: Zierlich, filigran fast, wunderschöne Augen, lange Haare, attraktiv und verlockend, ein Versprechen in Menschengestalt ...
An einem Sonntag Morgen stand dann erstmals ein fremdes Auto vor ihrem Haus. Ich habe dort Land. Es war bitterkalt, das Gras, das ich für meine Kühe holte, war gefroren und weiss vom Rauhreif. Der Fremde lag bei ihr im warmen Bett, während ich draussen in der Kälte tat, was ich immer tue, auch Sonntag morgens früh, wenn der Rest der Welt schläft: Für meine Tiere und Pflanzen schauen. Aber an jenem Morgen hatte ich wieder weder Arme noch Beine, was meine Augen sahen und meine Haut fühlte, was meine Ohren hörten und meine Nase roch, das alles war ein Film von jemand anderem. Geblieben ist dieses Gedicht, das ich mir immer wieder aufsage, wie schon so oft in den Wochen vorher, als könnte es besänftigen und heilen:
Buuremundart
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d' Blüete gsi,
d' Farbe ganz apart.
Bi 's Wiili blibe stoh drbi,
ha 's aagluegt, ganz verliebt.
Äs hett mi packt, nit nur e chlii,
ha gwüsst, dass öbbis blibt.
Ha witer müesse, bi dört nit rächt,
wär gärn doch blibe stoh.
Ha halt nit passt, bi villicht z' schlächt,
drum han i müesse goh.
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d' Blüete gsi,
d' Farbe ganz apart.
No öbbe gsehn i 's Blüemli stoh,
wenn i in dr Nööchi bi.
I luege 's denn vrstohle aa,
und gspüre d Freud e chli.
'S isch mr nit rächt, han i müesse goh,
i weiss, es blibt drbi:
Wenn d' einisch liebsch, chasch nie drvo,
ä Teil wird immer sii.
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d' Blüete gsi,
d' Farbe ganz apart.
Nimmt 's eine mit, so duet 's mir weh,
und furchtbar isch mr z Muet.
Doch hätt i 's Blüemli dört nie gseh, so wäri 's au nit guet:
D' Liebi isch doch uf än Art
wie vom Läbe 's Bluet.
Und witer goht mi Läbenswäg,
wohi, das weiss i nit.
Villicht git mir dr liebi Gott
doch no äs Blüemli mit.
I weiss jo, dass 's verblasse muess,
das isch dr Lauf vor Zyt.
Gliich isch äs au mit mine Füess,
si träge nümm so wit.
Wenn 's Härz denn nit älleige isch,
miech 's einewäg drum nüt.
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d’ Blüete gsi,
d’ Farbe ganz apart.
Und mängisch luegt ’s mi a ä chli,
und scho bin ich parat:
Mis Härz goht uf, mis Gmüet wird warm,
d’ Sunne schickt ä Strahl.
Und ’s isch mr gwüss, ’s wär nach im Chrieg
dr Fride zrugg im Tal!
Von mir ...
Ich kann es nicht auf Hochdeutsch übersetzen, weil zuviel Heimat und Boden darin liegt.
Quelle: schwarz wolf
An einem Sonntag Morgen stand dann erstmals ein fremdes Auto vor ihrem Haus. Ich habe dort Land. Es war bitterkalt, das Gras, das ich für meine Kühe holte, war gefroren und weiss vom Rauhreif. Der Fremde lag bei ihr im warmen Bett, während ich draussen in der Kälte tat, was ich immer tue, auch Sonntag morgens früh, wenn der Rest der Welt schläft: Für meine Tiere und Pflanzen schauen. Aber an jenem Morgen hatte ich wieder weder Arme noch Beine, was meine Augen sahen und meine Haut fühlte, was meine Ohren hörten und meine Nase roch, das alles war ein Film von jemand anderem. Geblieben ist dieses Gedicht, das ich mir immer wieder aufsage, wie schon so oft in den Wochen vorher, als könnte es besänftigen und heilen:
Buuremundart
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d' Blüete gsi,
d' Farbe ganz apart.
Bi 's Wiili blibe stoh drbi,
ha 's aagluegt, ganz verliebt.
Äs hett mi packt, nit nur e chlii,
ha gwüsst, dass öbbis blibt.
Ha witer müesse, bi dört nit rächt,
wär gärn doch blibe stoh.
Ha halt nit passt, bi villicht z' schlächt,
drum han i müesse goh.
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d' Blüete gsi,
d' Farbe ganz apart.
No öbbe gsehn i 's Blüemli stoh,
wenn i in dr Nööchi bi.
I luege 's denn vrstohle aa,
und gspüre d Freud e chli.
'S isch mr nit rächt, han i müesse goh,
i weiss, es blibt drbi:
Wenn d' einisch liebsch, chasch nie drvo,
ä Teil wird immer sii.
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d' Blüete gsi,
d' Farbe ganz apart.
Nimmt 's eine mit, so duet 's mir weh,
und furchtbar isch mr z Muet.
Doch hätt i 's Blüemli dört nie gseh, so wäri 's au nit guet:
D' Liebi isch doch uf än Art
wie vom Läbe 's Bluet.
Und witer goht mi Läbenswäg,
wohi, das weiss i nit.
Villicht git mir dr liebi Gott
doch no äs Blüemli mit.
I weiss jo, dass 's verblasse muess,
das isch dr Lauf vor Zyt.
Gliich isch äs au mit mine Füess,
si träge nümm so wit.
Wenn 's Härz denn nit älleige isch,
miech 's einewäg drum nüt.
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d’ Blüete gsi,
d’ Farbe ganz apart.
Und mängisch luegt ’s mi a ä chli,
und scho bin ich parat:
Mis Härz goht uf, mis Gmüet wird warm,
d’ Sunne schickt ä Strahl.
Und ’s isch mr gwüss, ’s wär nach im Chrieg
dr Fride zrugg im Tal!
Ich hätte nicht gedacht, dass mir das in meinem Leben noch mal passieren würde, dass ich da nochmal durch muss, wie so oft in meiner Zeit, bevor ich meine Frau fand. Wegen meinem Beruf, den ich so liebe, und der mir so viel Unglück brachte in der Liebe. Dann doch eine Ehe, Kinder und so viele Sehnsüchte, die nie erfüllt werden. Da ist viel unausgefüllter Raum, und als ich SIE kennenlernte, andersartig wie ich, aber wieder anders als ich, da glaubte ich doch, es könnte nochmal Wärme geben für mich. Zwei Wölfe abseits des Rudels. Ich weiss, dass wir unmöglich zusammenpassen, aber das Verliebtsein liess sich nicht mehr aufhalten und traf mich wie ein Blitz eine alte Bergföhre trifft. Zum x-ten mal, und jedesmal schlimmer. Zusammen mit den beruflichen und privaten Problemen eigentlich zuviel für einen Menschen. Wie man mit der Hand über eine schmerzende Stelle streicht, schrieb ich deshalb dieses Gedicht. Geben kann ich ihr's nicht. Ihr: Zierlich, filigran fast, wunderschöne Augen, lange Haare, attraktiv und verlockend, ein Versprechen in Menschengestalt ...
An einem Sonntag Morgen stand dann erstmals ein fremdes Auto vor ihrem Haus. Ich habe dort Land. Es war bitterkalt, das Gras, das ich für meine Kühe holte, war gefroren und weiss vom Rauhreif. Der Fremde lag bei ihr im warmen Bett, während ich draussen in der Kälte tat, was ich immer tue, auch Sonntag morgens früh, wenn der Rest der Welt schläft: Für meine Tiere und Pflanzen schauen. Aber an jenem Morgen hatte ich wieder weder Arme noch Beine, was meine Augen sahen und meine Haut fühlte, was meine Ohren hörten und meine Nase roch, das alles war ein Film von jemand anderem. Geblieben ist dieses Gedicht, das ich mir immer wieder aufsage, wie schon so oft in den Wochen vorher, als könnte es besänftigen und heilen:
Buuremundart
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d' Blüete gsi,
d' Farbe ganz apart.
Bi 's Wiili blibe stoh drbi,
ha 's aagluegt, ganz verliebt.
Äs hett mi packt, nit nur e chlii,
ha gwüsst, dass öbbis blibt.
Ha witer müesse, bi dört nit rächt,
wär gärn doch blibe stoh.
Ha halt nit passt, bi villicht z' schlächt,
drum han i müesse goh.
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d' Blüete gsi,
d' Farbe ganz apart.
No öbbe gsehn i 's Blüemli stoh,
wenn i in dr Nööchi bi.
I luege 's denn vrstohle aa,
und gspüre d Freud e chli.
'S isch mr nit rächt, han i müesse goh,
i weiss, es blibt drbi:
Wenn d' einisch liebsch, chasch nie drvo,
ä Teil wird immer sii.
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d' Blüete gsi,
d' Farbe ganz apart.
Nimmt 's eine mit, so duet 's mir weh,
und furchtbar isch mr z Muet.
Doch hätt i 's Blüemli dört nie gseh, so wäri 's au nit guet:
D' Liebi isch doch uf än Art
wie vom Läbe 's Bluet.
Und witer goht mi Läbenswäg,
wohi, das weiss i nit.
Villicht git mir dr liebi Gott
doch no äs Blüemli mit.
I weiss jo, dass 's verblasse muess,
das isch dr Lauf vor Zyt.
Gliich isch äs au mit mine Füess,
si träge nümm so wit.
Wenn 's Härz denn nit älleige isch,
miech 's einewäg drum nüt.
Ha an mim Wäg äs Blüemli gseh,
grad wie Du so zart!
Äs Chöpfli fiin isch d’ Blüete gsi,
d’ Farbe ganz apart.
Und mängisch luegt ’s mi a ä chli,
und scho bin ich parat:
Mis Härz goht uf, mis Gmüet wird warm,
d’ Sunne schickt ä Strahl.
Und ’s isch mr gwüss, ’s wär nach im Chrieg
dr Fride zrugg im Tal!
Von mir ...
Ich kann es nicht auf Hochdeutsch übersetzen, weil zuviel Heimat und Boden darin liegt.
Quelle: schwarz wolf
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