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Unglücklich verliebt

11 Antworten1'183 AufrufeGestartet von Colty ·

ColtyThemenstart
#1
Hallo Zusammen,

ich bin momentan unglücklich verliebt und da ich dieses Gefühl des Kummers so deutlich noch nicht ertragen musste bin ich entsprechend ratlos.

Die Vorgeschichte:

Eine Kollegin in der Firma hat es mir angetan. Ansich war mir schon länger klar, dass ich sie interessant finde, finden könnte. Die ersten zwei Jahre hatten wir aber kaum Kontakt - haben arbeitstechnisch nahezu nichts miteinander zu tun - und ich war auch nicht motiviert das zu ändern.

Irgendwie änderte sich das dann aber. Keine Ahnung warum, aber ich merkte, dass ich begann sie zu beobachten. Ich suchte zwar noch nicht sehr deutlich den Kontakt, war aber schon merklich interessiert an ihr.

Das steigerte sich dann die nächsten 1,5 Jahre dann so langsam aber sicher und kam dann zum "Höhepunkt". Es fand quasi alles auf der Arbeit selbst statt, aber schon deutlich vermehrt. Wir hatten täglich im Schnitt irgendwas zwischen 30 und 60 Minuten Kontakt schätze ich, längere Telefonate, kleine Treffen an der Kaffeebar und auch rumhocken auf der Couch. Es gab kleinere Geschenke, immer ein lächeln bei der Begrüßung, ihre Stimme wurde oft deutlich weicher, wenn sie mit mir sprach und täglich waren wir beide mehr oder minder darauf bedacht, irgendwie in Kontakt zu treten. Die Struktur dafür war eine sehr einfache: einer von uns fand einen "Scheingrund", woraus sich dann ein Smalltalk ergab und irgendwie kam's dann häufig zum "...kommst Du bei mir (=büro) vorbei, reden wir drüber...". Gab aber auch das spontan hingehen und einfach reden (aber nur meinerseits), von ihr gab's beim ausbleiben nur sowas wie "...kommst ja so selten vorbei".

Sie ist vom Typ her eher nicht kontaktfreudig, introvertiert und auch selbstzweifelnd.

Wie auch immer. Ich sah uns eigentlich eine ganze Zeit lang auf einem langsamen aber guten Weg, aber irgendwie ... ging da nicht mehr viel. Mittags mal was essen gehen war so gut wie nie drin - was schon recht eindeutig ist wie ich finde. Hab's 3-4x probiert, aber entweder musste sie arbeiten (=kann nicht weg) oder wollte mit ner Kollegin los. Habs nach den paar Versuchen gelassen, da ich schon im Zustand des "...jedes Wort, Goldwaage" war und somit war das unangenehm.

Da ich davon ausgehen konnte, dass von ihrerseits nichts erwarten kann bzw. sollte ich aber andererseits schon deutlich verliebt war habe ich mich durchgerungen mit ihr zu reden. Es war ein sehr beklemmendes Gespräch, in der ich einerseits ihr sagte, was ich fühle und andererseits aber gleich klarstellte, dass ich weiß, es wäre bei ihr nicht so. Das wunderte sie scheinbar "...woher weißt Du das?" wurde ich gefragt mit deutlich merkwürdiger Stimmlage. Letztlich habe ich ihr gesagt, dass ich Abstand will - kein Kontakt mehr so gut es eben geht. Sie "jammerte" etwas, dass das nicht gerade ein kleiner Gefallen wäre, den sie aber erbringen würde.

Mein Leidensweg begann dann eigentlich erst. Befreiung verspürte ich nicht und auch das Gefühl von Stolz, mit ihr darüber gesprochen zu haben, hielt keine 24 Stunden an. Ich war traurig, wütend, unausgeglichen, gleichgültig, ... und das abwechselnd mit wenigen Stunden "Haltedauer" einer Emotion.

Die erste Woche hatten wir dann wirklich keinen Kontakt. Wir haben kein Wort miteinander gewechselt, ich hab sie nichtmal angesehen wenn sie in der Nähe war. Es folgte dann am Wochenende eine eMail, in der sie ausführlich darüber schrieb, dass sie den jetzigen Zustand nicht gut findet. Sie umschrieb das mit "...gespräche waren schön ... jetzt auf entzug gesetzt ", "ich kann das nicht", "furchtbar", "grauenvoll", "ich fühle mich schlecht, damit du dich irgedwann besser fühlen kannst". Ebenfalls enthalten war "es tut mir leid, dass ich deine Gefühle nicht erwidern kann.....sind wir nicht sowas wie freunde geworden".

Ich schrieb ihr - vermtlich auch etwas abweisend - dass ich nicht sicher bin, ob "normaler umgang" mit ihr für mich möglich sein, dass es mir nicht gut geht usw. Sie schrieb dann, dass sie versuchen will zu akzeptieren wie ich sie nun behandeln würde und dass sie sie beschissen fühle. Hab sie dann noch angerufen, ihr gesagt wie sehr ich die situation bedauere ...

Seit diesen Vorfällen sind nun ein paar Tage vergangen, Urlaub war da, wir haben uns knapp 20 Tage nicht gesehen. Ich war die Tage über meist sehr niedergeschlagen und traurig obwohl ich stets "in Bewegung" war. Anfang des Jahres wurde es dann langsam besser und am ersten Arbeitstag dann wieder deutlich schlechter. Letztlich grüßen wir uns wieder, wir lachen uns wieder an - oder sie mich? weiß nicht genau, ob ich zuverlässig ein lächeln rauswürgen kann - und es gab Freitag das erste mal wieder ein wenig smalltalk, was dazu führte, dass ich die darauffolgenden 3-4h in der Firma happy war.

Mir ist klar, dass ich meinen Kummer "aussitzen" muss. Positiv ist zumindest, dass ich durch den Sport (alle 2 Tage 2h Krafttraining) immer wieder zu "Ruhepausen" komme, in denen ich sehr zuverlässig gut drauf bin und auch sonst neue Dinge entdecke, shoppen gehe, ... ich versuche "nett zu mir" zu sein. Negativ ist, dass ich kaum schlafen kann und mich zum Essen regelrecht zwingen muss. An machen Tagen schlafe ich 4h, manchmal sind es 6h. An ganz schlechten Tage kriege ich keine 3h zusammen :( Der Schlafmangel macht mir deutlich zu schaffen.

Dass ich nur unter selbstauferlegtem Zwang einigermaßen essen kann hat Vorteile, dass meine Figur sehr deutlich besser wurde. Ich war zwar nicht wirklich dick, aber einen schlanken Bauch hatte ich nicht. Jetzt schon...

Kleine Randinfo noch: sie hat keinen Freund, ist vermutlich schon relativ lang single, 10 Jahre älter als ich und durchlebt gerade eine nicht ganz einfache Zeit (will da nicht weiter drauf eingehen, weiß aber auch nicht soo viel darüber).

Was ich mir von Euch vor allem erhoffe ist eine "Manöverkritik". Was hätte ich besser machen können oder sollen, hätte ich früher die "Reißleine" ziehen müssen oder hätte ich es gar nicht tun sollen? Ebenfalls würde es mich sehr freuen, wenn ich ein paar Erfahrungswerte bzgl. der Trauerzeit haben könnte. Wie lange dauert es, wenn es gar nicht erst zu einer Beziehung kam, bis man darüber weg ist?

Vielen Dank für's Lesen des doch recht lang geratenen Text und für jede Antwort natürlich!

#2
Hallo Colty!

Ich habe mir deinen Beitrag aufmerksam durchgelesen.

Sich in eine Kollegin zu verlieben ist oft nicht einfach. Ich mache das wohl gerade selbst durch (noch bin ich mir darüber nicht im klaren).

Aber nun zu dir: ich glaube nicht, dass es viel bringt, "Manöverkritik" zu üben. Es ist eben so gelaufen, wie es letztendlich gelaufen ist. Im Nachhinein ist man immer klüger.

Du hast mit ihr geredet, somit hast du Klarheit - das ist schon mal etwas, auch wenn dich das Resultat nicht begeistert.

Wie ich dem letzten Teil deines Beitrags entnehmen kann, normalisiert sich euer Umgang miteinander ja wieder etwas.

Das ist gut so.

Darauf würde ich mal mein Hauptaugenmerk richten, sonst gehts euch beiden schlecht.

Alles Gute!

Lukas

#3
Hallo Lukas,

danke für die Antwort. Ich bin ehrlich nicht sicher, ob ein sich normalisierender Umgang wirklich gut ist. Soweit ich das bisher verstanden habe verlängert das nur den "Leidensweg", da man während des Kontakts wieder mit Dopamin "zugedröhnt" wird. Ein wenig so wie der Alki der mal zwischendurch nen Glas nimmt. Hast Du andere Erfahrungen?

Zu Dir: was meinst Du damit, dass Du Dir nicht sicher bist? Wenn Du den Verdacht hast ist es doch meist schon "passiert", nicht?

Vielen Dank für Deine Worte,

Colty

bearbeitet #4
Hallo Colty,

ich glaube, dass ein normaler Umgang prinzipiell immer gut ist. Du leidest doch so oder so in dieser Situation. Und sie ist ja auch noch da. Sie mag dich, unterhält sich gerne mit dir.

Ich habe mich in solchen Situationen früher auch immer zurückgezogen. Ich habe mit mir und der ach so ungerechten Welt gehadert, bin in Selbstmitleid zerflossen etc.

Dachte dann auch immer: Kontakt auf ein Minimum reduzieren oder ganz abbrechen, dann gehts mir besser. War aber eigentlich nicht so, da ich ja trotzdem noch Sehnsucht nach meiner Angebeteten hatte.

Ich habe dann festgestellt: ich bin lieber in ihrer Nähe als eben weit weg von ihr - leiden würde ich ohnehin. Und: wie kommt sie dazu, dass ich mich ihr entziehe, nur weil sie meine Gefühle nicht in der Form erwiedern kann, wie ich es mir wünsche? Sie mag mich ja (als Freund)!

Das ist natürlich extrem schwierig, das gebe ich zu. Aber bei mir hat es sich eigentlich immer ausgezahlt. Nach einer (meist kurzen) Phase der Irritationen hat sich das Verhältnis immer normalisiert, einmal wurde daraus eine richtige Freundschaft, die bis heute hält.

Gut, das ist meine persönliche Geschichte. Letztendlich muss das jeder für sich selbst entscheiden!

Zu meiner Situation: ich war lange nicht mehr verliebt und habe mich als Single eingerichtet - weil ich das so wollte.

Naja. Vor zwei Jahren kam eine neue Kollegin. Habe mich nicht sofort in sie verliebt, aber in ihrer Nähe fühlte ich mich immer schon irgendwie "anders", und ich habe mich dabei ertappt, dass ich manchmal aus heiterem Himmel an sie dachte - sporadisch, so alle paar Tage, Wochen, Monate mal. Wenn ich sie sah dachte ich lediglich: "Oh ja, nett, aber undurchsichtig". Wir hatten ab und zu Kontakt, aber ansonsten haben wir uns dem anderen gegenüber sehr reserviert verhalten. Ich hatte von Anfang an das Gefühl bei ihr: "Sie hat eine Mauer um sich aufgezogen".

Jetzt hatten wir durch einen dummen Zufall (privat) mehr Kontakt (sie ist richtig aufgetaut) und ich habe festgestellt, dass wir nicht nur sehr gut zueinander passen würden, sondern sie ebenfalls Single ist. In ihrer Nähe fühle ich mich wohl, ich mag es, mit ihr zu reden. Wir haben viele Gemeinsamkeiten.

Also: irgendwie ist da was zwischen uns (war von Anfang an da), aber ich weiß nicht, ob ich verliebt bin. Das Gefühl ist irgendwie "anders": ich zermartere mir nicht das Hirn, habe keine Schlafstörungen, denke nicht dauernd an sie, obwohl sie mir abgeht, wenn ich sie mal nicht sehe. Aber es ist nicht so, dass ich total neben mir stünde. Ich denke mir "Ach, mach dir mal keinen Kopf, wenns sein soll, dann wirds was, ansonsten nicht". Bin total gelassen (oder rede es mir ein).

Wahrscheinlich aber bin ich verliebt, will es mir aber nicht eingestehen, da sie eine Arbeitskollegin ist und ich mir geschworen habe, niemals etwas mit einer Kollegin anzufangen. Das ist irgendwie ein eisernes Prinzip bei mir.

Nützt aber alles nichts, wenn die Gefühl zuschlagen! ;)

Ich bin verwirrt und kenne mich mit mir und meiner Gefühlswelt momentan eben nicht aus!

Lukas

#5
Ich habe dann festgestellt: ich bin lieber in ihrer Nähe als eben weit weg von ihr - leiden würde ich ohnehin. Und: wie kommt sie dazu, dass ich mich ihr entziehe, nur weil sie meine Gefühle nicht in der Form erwiedern kann, wie ich es mir wünsche? Sie mag mich ja (als Freund)!

Das ist natürlich extrem schwierig, das gebe ich zu. Aber bei mir hat es sich eigentlich immer ausgezahlt. Nach einer (meist kurzen) Phase der Irritationen hat sich das Verhältnis immer normalisiert, einmal wurde daraus eine richtige Freundschaft, die bis heute hält.
Aus meiner jetzigen Sicht kann ich mir das im Resultat nicht vorstellen - was aber nix heißen muss. Was heißt denn für Dich "kurze Phase"? Und ab wann warst Du "geheilt"? Du bist eine super Quelle, wenn Du einerseits zu den Personen in Konktakt geblieben bist (auf effektiv 0 runterdrehen kann ich zwangsläufig nicht) und andererseits es mehrfach durchlebt hast :) Was mir für Dich natürlich Leid tut, ich hab das so noch nie durchlebt und hab da eigentlich auch kein Bedürfnis auf eine zweite Runde irgendwann mal.

Warst Du in diesen Fällen nach der Leidenszeit "clean", also frei von der Gefahr rückfällig zu werden?

Also: irgendwie ist da was zwischen uns (war von Anfang an da), aber ich weiß nicht, ob ich verliebt bin. Das Gefühl ist irgendwie "anders": ich zermartere mir nicht das Hirn, habe keine Schlafstörungen, denke nicht dauernd an sie, obwohl sie mir abgeht, wenn ich sie mal nicht sehe. Aber es ist nicht so, dass ich total neben mir stünde. Ich denke mir "Ach, mach dir mal keinen Kopf, wenns sein soll, dann wirds was, ansonsten nicht". Bin total gelassen.

Wahrscheinlich aber bin ich verliebt, will es mir aber nicht eingestehen, da sie eine Arbeitskollegin ist und ich mir geschworen habe, niemals etwas mit einer Kollegin anzufangen. Das ist irgendwie ein eisernes Prinzip bei mir.
Dieses Prinzip hatte ich mir auch mal auferlegt. Realistisch betrachtet habe ich mich daran auch gehalten, auch wenn ich nicht aktiv für die Einhaltung gesorgt habe :D (...Galgenhumor ;) )

Ich wünsche Dir auf jeden Fall mehr Glück als ich es hatte, auch wenn ich ein wenig unentspannter (was nicht angespannt heißen muss) sein würde. Wenn Du ewig "wartest" kann es sein, dass Du zu spät dran bist.

Darf ich Fragen, wie alt Du bist und wo Du herkommst? Deine Schreibweise sieht mir nach einem - nicht gebürtigen - Bayern aus, kann das sein?

Colty

#6
Darf ich Fragen, wie alt Du bist und wo Du herkommst? Deine Schreibweise sieht mir nach einem - nicht gebürtigen - Bayern aus, kann das sein?

Colty
Du bist nahe dran, alle Achtung! Bin in Süddeutschland geboren, lebe jetzt aber in Österreich (Nähe von Wien).

Ich bin 31.

Wenn du sagst, ich solle nicht zu lange warten: ich sehe momentan keine andere Möglichkeit. Möchte mal sehen, wie sich unser Verhältnis entwickelt. Langsames Vorgehen ist mir da lieber. Ich wüsste nicht, wie ich der Sache mehr Fahrt geben könnte, und ich weiß auch immer noch nicht, ob ich das wirklich will, das ist ja das "Problem".

Eigentlich falsch: ich wüsste natürlich schon wie - aber das OB steht im Raum ;)

Viele Grüße

Lukas

#7
Der "Sache" mehr Fahrt zu geben stelle ich mir relativ einfach vor: so viel Kontakt wie möglich, ohne dass man aufdringlich wird (also vielleicht nicht jeden Tag ;) ). Ist natürlich immer leicht gesagt, aber meist nicht viel schwieriger zu bewerkstelligen. Und dabei wirst Du zwangsläufig schon feststellen, ob Du willst oder nicht.

Wenn ich lese, dass die Kollegin seit 2 Jahren schon da ist ... ist die Gefahr natürlich da, dass Du zu spät sein könntest, wenn Du dann soweit bist. Auch wenn ich selbst nicht besser (schneller) bin ;)

Du hast leider einen Teil meiner Fragen übersehen, also quasi den ersten Teil meines Posts (...Dauer der Irritationsphase, Zeit bis man clean ist, Rückfallgefahr...), wäre toll wenn Du diese noch beantworten würdest.

Vielen Dank,

Colty

#8
Hallo Colty,

zu deinen übrigen Fragen kann ich dir leider wenig sagen. Das ist einfach unterschiedlich. Ich habe es zwar schon ein paarmal erlebt, aber das verlief immer ein bisschen anders.

Erzähl mal, gibts was Neues?

Lukas

#9
Hi Lukas,

eigentlich gibt es nicht viel neues. Ich hatte die Tage nach dem 11. ein paar kleinere ups and downs, ich wurde per mail mit ein paar mir eher unverständlichen Vorwürfen konfrontiert...strange irgendwie. Ich hab ein wenig den Eindruck gewonnen, dass sie Gefallen daran gefunden hat, dass meine Stimmungslage mehr oder minder direkt von ihr abhängt. "Freundlich distanziert" wird mein Fahrplan sein.

Die Woche danach wie auch heute und morgen habe ich Urlaub. Die vergangene Urlaubswoche war toll - ich hab verhältnismäßig selten an sie gedacht, habe mich sehr gut abgelenkt, war jeden Abend aus. Ich war eigentlich guter Dinge, dass sie diese Woche Urlaub haben müsste, sehe aber gerade, dass ich mich da wohl irrte.

Momentan geht's mir eigentlich ganz gut, habe auch heute wieder einiges vor und auch morgen ist schon halb verplant. Ab Mittwoch heißt es aber dann wieder ab zur Arbeit und ich vermag nicht vorhersagen, wie sich das auf meine Gefühlslage auswirkt.

Feststellen kann ich aber zumindest, dass es wie erwartet besser wird. Ich bin in manchen Momenten sogar schon in der Lage sie als "Mensch" (=fehlerbehaftet...) zu sehen und nicht als dieses idealisierte Geschöpf, das mir sonst so oft "vorgehalten wird".

Unser derzeit verkorkstes Verhältnis zueinander ist wohl momentan nicht zu "retten" - ein normales Auskommen scheint mir irgendwie nicht möglich. Es fehlt gar nicht mal am Wollen oder dem Versuch, es geht einfach nur nicht. Ich find das gar nicht weiter schlimm, denn umso weniger man miteinander auskommt desto schneller sollte ich von ihr loskommen. Denke ich...

Fazit: es wird besser, es dauer aber.

Und wie sieht's bei Dir aus, any news?

Colty

#10
Hallo Colty,

klingt eigentlich ganz gut, was du da schreibst.

Ich hoffe, dass es dir weiterhin gelingt und sich die Situation für dich schrittweise verbessert. Du wirst sehen ... geht schneller, als man denkt. Du bist, so scheint's, dabei dich zu lösen.

Ich im übrigen auch. Bin dabei, diese Frau aus meinem Kopf zu verbannen. Und das gelingt mir sehr gut. Möglicherweise bricht es wieder über mich herein, wenn ich mal wieder etwas mit ihr unternehme, aber das vermeide ich zur Zeit und konzentriere mich auf meine Hobbies und den Job.

Alles Gute,

Lukas

bearbeitet #11
Hi Lukas,

ist es in Deinem Fall wirklich erforderlich, Deine "Wunschkandidatin" zu verbannen? Wenn Du bisher noch relativ symtomfrei bist hat das sicher Vorteile, erstrecht wenn's eine Kollegin ist - ich wünsche niemanden, was ich die letzten Wochen ertragen musste - aber vielleicht verpasst Du ja etwas?

ich habe festgestellt, dass wir nicht nur sehr gut zueinander passen würden, sondern sie ebenfalls Single ist. In ihrer Nähe fühle ich mich wohl, ich mag es, mit ihr zu reden. Wir haben viele Gemeinsamkeiten.
Vielleicht solltest Du nochmal über Deine Entscheidung nachdenken. Es spricht offensichtlich nichts dagegen, dranzubleiben - außer, dass sie zufällig den selben Arbeitgeber hat.

Ich hatte nun gestern meinen ersten Arbeitstag. Eigentlich ist alles gut, außer dass ich wieder nicht schlafe und das wirkt sich sehr deutlich auf meine Arbeitsleistung und Freizeit aus. Gestern gegen 16 Uhr bin ich eingeknickt, konnte mich kaum noch konzentrieren vor Müdigkeit ... das nervt. Ich werde mir einen Termin beim Doc geben lassen, ein Schlafmittel für den "Endspurt" wäre eine wahre Erleichterung.

Viele Grüße.

#12
Ich habe sie zum Essen eingeladen. Sie hat ja gesagt. Kann mein Glück kaum fassen und freue mich sehr. Das war vielleicht eine Überwindung!!

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