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Verlassen...

1 Antworten601 AufrufeGestartet von SonneistWeg ·

SonneistWegThemenstart
#1
Eigentlich schreibe ich nicht gerne in öffentliche Foren aber ich fühle mich dermaßen down dass ich nach 4 Stunden dauerweinen schon kaum mehr aus den Augen blicken kann.

Aus der Situation werde ich genauso wenig schlau...

Ich wurde heute von meinem Freund den ich vergöttere verlassen. Er sagte, er sähe keine Zukunft mit mir und sei sich nicht sicher ob seine Liebe halten würde. Wir lagen uns in den Armen haben beide geweint und ich habe ihn dann schweren Herzens ziehen lassen.

Zu mir: Ich bin 26 Jahre alt. Meine Beziehung ging 8 Monate. Glücklich. Bis auf den kleinen Aspekt, dass mein Freund im November zurück in die Staten geht. Er ist in den letzten 2 Monaten immer wieder hin und her geschwenkt zwischen bleiben und gehen, hatte sich letzendlich aber für bleiben entschieden. Er ist mein Sonnenschein, der Mann auf den ich so wie es mir scheint mein ganzes Leben gewartet habe. Ich kann ihn doch nicht einfach so gehen lassen. Ich weiß, dass er genauso für mich empfindet aber ihn plagt die Angst, in die er sich immer mehr reinsteigern zu scheint.

Er sagte: "Vielleicht komme ich wieder", und ich in meiner selbstdestruktiven, verzweifelten Art habe ihm gesagt, ich liebe dich dir steht zu jederr Zeit die Tür offen." Darauf hin hat er mich weinend geküsst und sagte ich liebe Dich auch und ist gegangen. Bin ich so bescheuert und will es einfach nicht wahrhaben, dass Schluss ist oder sollte ich mich einfach damit abfinden?!

#2
Für mich hört sich das ganze in etwa so an, als hätte dich dein Freund aus reinem Selbstschutz verlassen. Im Gegensatz zu Frauen sind Männer zumeist nicht gerade verschwenderisch mit ihren Tränen und ich denke auch nicht, dass er dir einfach eine große Szene vorgespielt hat, sondern dass es ihm wirklich schlecht ging.

Du schreibst ja, dass er im Nov. zurück in die Staaten geht und sich dieser Plan wohl auch nicht mehr verzögern oder ganz aufgeben lässt. Wahrscheinlich hat er Angst vor den letzten Monaten, Wochen und Tagen, die für euch sicherlich einen einzigen großen Abschied mit viel Schmerz und nochmehr Tränen dargestellt hätten. Ich kann mir gut vorstellen, dass er davor einfach Angst hat und es auch dir bis zu einem gewissen Grad ersparen wollte, vielleicht weil er sich bereits jetzt sicher ist, dass er dich zwar liebt, aber ihm einfach die Kraft bzw. die Möglichkeit fehlt, zurückzukommen oder gar eine Fernbeziehung über den Atlantik hinweg zu führen.

Ich weiß nicht, ob ihr eine Lösung finden könnt, wünsche es euch beiden aber von ganzem Herzen, denn ich glaube, dass die Liebe hier auf beiden Seiten zweifellos vorhanden ist. Evtl. musst du auch mit dir selbst ausmachen, ob du eine Beziehung "auf Zeit" führen und im November dann auch mit seiner Abreise einfach so beenden kannst. Ich habe so etwas gerade hinter mir und kann nur sagen: Es ist äußerst schmerzhaft und funktioniert meistens auch nicht - vielleicht solltest du in Anbetracht eurer Situation seine Entscheidung daher auch akzeptieren - selbst wenn es noch mehr wehtut zu wissen, dass man sich getrennt hat, obwohl man sich doch eigentlich liebt.

Mitfühlende Grüße,

Räuberli

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