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Versteh ich die Frauen nicht?

7 Antworten1'148 AufrufeGestartet von fat damon ·

fat damonThemenstart
#1
Hallo zusammen

Ich bin wieder mal im Forum unterwegs;-) Bin jetzt auch schon wieder ein paar Jahre älter (30) und "weiser". Jedoch bin ich beim Thema Frauen immer noch nicht vorangekommen. Ich kann mich wirklich nicht darüber beklagen, dass ich keine Frauen in meinem Umfeld hätte. Jedoch werde ich in die Freundeskiste verstaut, oder es werden Spielchen getrieben. Vor einem Date sitzengelassen, über Nummer erhalten und doch nicht mehr gemeldet, habe ich so ziemlich alles erlebt, was die negative Seite von Kennenlernen so zu bieten hat. Ich weiss nicht genau, ob es wirklich nicht an mir liegt, oder ob ich bis jetzt einfach die falschen Frauen kennengelernt habe. Bei der hohen Anzahl solcher Frauen könnte man jedoch meinen, dass es grundsätzlich an mir liegen müsste. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich absolut verzweifelt bin, aber es fällt mir schwer noch weiterhin ein Lächeln aufzusetzen um die von Frauen geforderte "Ausstrahlung" noch aufrecht zu erhalten. 

Ich mache mir schon Gedanken wie das jetzt weitergehen soll. Bin eigentlich sehr offen, witzig und weiss mich zu benehmen. Ich sehe fast 10 Jahre jünger aus und somit ist es schwierig in meiner Altersklasse Frauen kennenzulernen. Ich habe jedoch das Gefühl, dass Frauen Anfangs bis Mitte 20 sehr verspielt sind und dies gerne zeigen. Ich habe diese Vorgehensweise jedoch schon oft genug erlebt und bin an Frauen interessiert, die das bereits hinter sich haben. Zu sagen ist, dass diese dann halt schon verheiratet, oder generell bereits vergeben sind.

Ich finde es Schade, dass die heutigen Menschen in der Zeit von absoluter Selbstdarstellung sich keine Zeit mehr nehmen jemanden kennenzulernen. Oder wie seht ihr das? Was läuft da falsch?

Lg

#2
Hallo!

Ich finde es Schade, dass die heutigen Menschen in der Zeit von absoluter Selbstdarstellung sich keine Zeit mehr nehmen jemanden kennenzulernen. Oder wie seht ihr das? Was läuft da falsch?


Ich da ganz bei Dir, abstreiten kann man nicht, dass Selbstdarstellung ungeheuer wichtig ist bei der Partnersuche - für einen sehr großen Teil der Menschen. Je unsicherer ein Mensch ist, umso mehr sucht er oder sie Bestätigung im Anderen, und zwar so, dass der Andere über einen bestimmten Status und eine ... nennen wir es "Herzeigbarkeit" ... verfügen sollte. Das ist in meinen Augen einfach Unsicherheit - soziale Unsicherheit und persönliche Unsicherheit.

2 Dinge sind da hilfreich:

1. Erfahrung

2. Die Tiefe der Persönlichkeit.

So wie Du über potentielle (und nicht-potentielle) Partnerinnen schreibst, glaube ich, dass Du Dich ganz einfach in einem Freundes - und Bekanntenkreis aufhältst, in dem überwiegend unreifes, weniger gebildetes, sehr äußerlichkeitenorientiertes Verhalten vorherrscht.

Bei Gott sind nicht alle Menschen mit Anfang 20 so wie Du das beschreibst.

Mein Tipp: den Bekanntenkreis erweitern und verändern. Und wie?

Die Orientierungsfrage dazu lautet: Wo finde ich Menschen, die einmal ganz anders sind als jene, mit denen ich jetzt abhänge?

Zusatzfrage: Wo finde ich Menschen, die über einen guten Bildungsstand verfügen, sich für Persönlichkeiten statt Äußerlichkeiten interessieren?

Plakativ gesprochen (also nicht unbedingt auf Dich bezogen, sondern etwas überskizziert): Wenn es bisher der ewiggleiche Freundeskreis in der ewiggleichen Dorfdisko war, mit dem man und über den man Frauen kennenlernen wollte; wenn es immer die gleiche Kegelbahn im 17. Bezirk war;  wenn es immer ähnliche Freunde sind, so vom Typ her, die Hausparties und Houseparties veranstalten - warum nicht mal ganz was anderes? Was hast Du noch nie gemacht, was Dich aber interessieren könnte - ne neue Sportart? Mal auf ne Dichterlesung gehen? Mal Theaterspielen statt Dorfdisko? Mal ne leichtere Bergbesteigung mit ner Hobbygruppe? Ein Vortrag zu einem interessanten Thema? Was fällt Dir völlig neues, verrücktes ein? Wo Du Menschen treffen könntest, die Du noch nie trafst?

Und Zusatztipp: ALLEINE hingehen und Dich im Smalltalk üben. Mut ist gefragt!

:D

Manana

1× hilfreich
#3
Der Anfang ist oft das Schwerste. Das erste mal hingehen und dann die darauffolgenden Male auch wieder. Egal wobei. Wie Manana schon sagt, such mal nach unbekannten Dingen. Die gibts überall. Und wer weiß, vielleicht machts ja sogar richtig Spaß?! ;-)

#4
Hallo zusammen

Vielen Dank für eure Antworten. Ich möchte zu euren Beiträgen sagen, dass ich einige meiner Kolleginnen im Studium kennengelernt habe. Mein Kollegenkreis ist ziemlich breit gefächert und beinhaltet verschieden Menschengruppen (vom Charakter, Beruf her usw.) Diejenigen im Studium zähle ich daher nicht unbedingt zu den Ungebildeten, obschon das Wort Bildung ja nicht nur auf Schule zu beziehen ist. Ab wann sind Frauen reif? Ab 30? Wann hört dieses spielerische Verhalten auf?

Ich gebe euch absolut recht, dass ich mal was total anderes machen sollte. Vielleicht etwas völlig absurdes, das nicht zu mir passt.

Ich denke man muss sich vielleicht wieder mal neu erfinden, um weiterzukommen.

Trotzdem ist es nicht unbedingt leicht, den Antrieb dafür zu finden.

In die Disco gehe ich übrigens schon seit ein paar Jahren nicht mehr. Immer das gleiche Muster, die gleichen Leute, die gleichen Drinks, die gleiche Oberflächlichkeit, also grundsätzlich völlig monoton.

Manchmal habe ich das Gefühl, ich lebe nach völlig veralteten Mustern in der Partnersuche, die gar nicht mehr gefragt sind, oder auf die Frauen keinen Wert mehr legen. Weshalb gibt man einer Person nicht die Möglichkeit ihn oder sie besser kennenzulernen? Weshalb muss Mann/Frau immer gleich voreingenommen sein und auf etwas warten (Traumprinz, Traumfrau), das sich vielleicht nie erfüllen wird? So kann man doch nicht glücklich werden, oder seht ihr das anders?

#5
Lieber fat damon,

zunächst würde mich mal interessieren: wo lernst du die Frauen genau kennen und in welcher Altersklasse bewegen sich diese? Hier würde ich auf jeden Fall schauen und auch proaktiv Neues ausprobieren, um neue Leute kennenzuleren (Sport, Hobbies, Freizeit, etc.).

Ich denke nicht, dass solche Enttäuschungen eine Frage von Schuld sind, sondern eher von Inkompatibilität. Das passende Gegenstück trifft man leider nicht an der nächsten Ecke.

Du sagst, du bemängelst die Oberflächlichkeit vieler Frauen, die sich nicht auf ein weiteres Kennenlernen einlassen. Bist du denn grundsätzlich für jede Frau offen oder selektierst du nicht auch aus? Weisst du, ob besagte Frauen nicht vielleicht auch vergeben sind oder sich vielleicht in einer Lebensphase befinden, in der sie alleine sein möchten?

Meist kennt man ja die genauen Umstände nicht. Daher nimm solche Absagen nicht allzu persönlich.

Liebe Grüße

Kerstin

bearbeitet #6
Wieso versuchst du nach Jahren immer noch (neue) Antworten auf die gleichen verallgemeinerten Fragen zu bekommen? 

Hier ist mal eine schöne verallgemeinerte Frage für dich: Wieso traut sich eigentlich keiner mal, seine tiefsten und innigsten Wünsche auszudrücken und fest daran zu glauben, dass diese wahr werden? 

Das wäre doch mal ein heißes Gesprächsthema.

#7
Hier ist mal eine schöne verallgemeinerte Frage für dich: Wieso traut sich eigentlich keiner mal, seine tiefsten und innigsten Wünsche auszudrücken und fest daran zu glauben, dass diese wahr werden? 

Das wäre doch mal ein heißes Gesprächsthema.


Hallo

Finde das eine sehr gute Frage. Ich glaube es ist einfach schwierig konstant eine Hoffnung aufrecht zu erhalten wenn Sie dann sehr lange nicht eintrifft. Ich denke auch oft an eine perfekte, zukünftige Frau die meine "Wünschen" (in meiner Fantasie) entspricht um mich wieder aufzuraffen. Verstehe aber auch das man nicht die ganze Zeit so draufsein kann.

#8
Na klar, kannst du nicht immer so drauf sein. Musst du auch nicht. Aber du darfst. Wenn du willst.

Es geht auch nicht ums Fantasieren oder daran Denken, sondern ums Glauben. Ums Zulassen.

Kein Notnagel fürs Aufraffen.

Kein Festhalten fürs Untergehen.

Sondern der innere, unumstößliche, tief ruhende Glaube, besser: die feste Überzeugung, dass die Träume in Erfüllung.

Egal wann. Egal wie.

Und dann das Leben mit diesem Gewissen leben.

Das wäre doch mal ein Gedankenansatz.

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