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Voller Ängste

6 Antworten898 AufrufeGestartet von Sazh ·

SazhThemenstart
#1
Hallo ihr ...

Es muss eigentlich keiner antworten ... ich will mir nur ein paar Dinge von der Seele schreiben, vielleicht hilft es, das alles in Worte zu fassen, vielleicht hilft es nicht.

Ich habe schon wieder eine eigentlich sichere Chance auf eine Beziehung verspielt, weil ich kurz bevor es in die Vollen gegangen wäre, die Notbremse gezogen hab und mich in meiner Einsamkeit vergraben hab. Ich konnte sie einfach nicht küssen, sondern musste nach Hause gehen. Ich hab es einfach nicht ausgehalten, bei ihr zu sein, ich konnte ihr nicht mehr in die Augen sehen, obwohl ich wusste, dass sie es wollte und ich wollte es vorher auch noch.

Kaum war ich alleine in meinem Zimmer, lag ich mit Bauchschmerzen auf dem Bett und hab quasi gespürt, wie sich die Leere durch meine Eingeweide frisst. Ich wäre am liebsten wieder unter Leuten gewesen, hätte mich am liebsten unter eine größtmögliche Menge gemischt, um ja nicht aufzufallen, um nicht anders zu sein, als andere ... um einfach nicht wirklich zu sein ... nur ein Teil einer Masse sein.

Dann hab ich ihr gesagt, dass es nichts mit uns wird ... Ich hab es versucht mit diesem bescheuerten Freunde bleiben-Quatsch, aber ich wusste schon, als ich es ausgesprochen habe, dass daraus nichts wird. Ich hab sie damit vergrault und jetzt habe ich den Menschen, der mir so viel bedeutet nicht mehr bei mir ... Dabei wollte ich doch eins nicht ... ihr weh tun. Ich hatte sie eigentlich zu gern, um ihr das anzutun, was jetzt mit allen meinen Ex-Freundinnen ist ... Ich hab zu keiner mehr Kontakt.

Dazu kommt, dass ich einfach selbst manchmal nicht weiß, wer ich bin. Unter Menschen kann ich oft sicher auftreten, kann lustig sein, kann den lebensfrohen Menschen mimen, aber innerlich zweifel ich daran, dass das alles einen Sinn hat. Für einen Job leben? Für Hobbies? Dann würde es keinen Unterschied machen, wenn ich mich selbst beseitige und diese Farce beende.

Aber eine Familie? Wozu? Irgendwann wird man dem anderen überdrüssig, geht sich nur noch auf die Nerven und verlässt sich ... irgendwann verlassen sie mich zumindest immer ... Und dann? Vor einem neuen Scherbenhaufen stehen und das Spiel von neuem beginnen?

Ich sehe darin langsam aber sicher keinen Sinn mehr. Ich kann mich oftmals nur noch deshalb aufraffen, mit Freunden mitzugehen und zu feiern, weil sich irgendwas in mir sträubt, auch nur einem Menschen, der mich erkennen könnte, zu sagen, wie ich wirklich fühle. Ich will nicht, dass jemand über mich lachen könnte ... dazu will ich niemandem einen Grund geben, auch wenn der dadurch vielleicht nicht gegeben wäre ... Aber Menschen sind ja seltsam. Und vor allem will ich nicht, dass sich jemand um mich sorgt und gleichzeitig verzweifel ich daran, dass es niemand tut ... dass ich jedem so weit egal bin, dass die Trauerzeit um mich wohl nur bis zum nächsten Wochenende reichen würde ... ich bin ein Niemand ohne ernstzunehmende Auswirkungen auf irgendeinen Menschen ... Ich kann nichts zum Besseren gemacht haben, wie es in "Ist das Leben nicht schön?" gezeigt wurde ...

Ich habe keine Lust mehr, das zu tun, was andere von mir erwarten, aber ich habe auch Angst, den letzten Faden zu verlieren, der mich irgendwie am Leben hält ... aber wozu? Damit ich in irgendeiner Disko tanze, während ich versuche genug zu trinken, um den Anblick, die Musik und die Menschen ertragen zu können ... genug um zu vergessen? ...

Ich kann aber auch nicht mit mir alleine sein, weil ich dann sehe, wie belanglos alles ist ... und in Gesellschaft ekelt mich das meiste nur an.

#2
Ich kann deinen Standpunkt sehr gut nachvollziehen. Aber wenn dir alles so sinnlos erscheint obwohl du noch nie versucht hast deinem Leben einen Sinn zu geben, ist irgendwie depremierend!

Wenn dich dieses "übliche" Leben nicht glücklich macht, dann änder etwas!

Und was deine Beziehungsängste angehen bist du selbst schuld! Mit so einer Lebenseinstellung, kann man sich und andere nicht glücklich machen! Von demher Daumen hoch, das du sie weggestoßen hast! :)

Hoffe mal das du vielleicht nochmal deinen Platz im Leben finden wirst.

LG Kate13

#3
Dazu kommt, dass ich einfach selbst manchmal nicht weiß, wer ich bin.
Da rollt die Kugel... links, links, rechts, reeeeechts: Striiiiike!

#4
@Sazh

Bis auf ein paar Details könnte auch ich sein...

Und ich kann auch genau Nachvollziehen, dass "ändere doch etwas" wohl nicht der Tip des Jahrhunderts ist. Etwas ändern bringt nämlich gar nichts, ausser man kann sich damit selbst ändern. Und dass wäre?... k.A.

Vielleicht ein Psychologe oder Antidepressivum für ein absolutes Luxus Problem? Nein, dass möchte ich nicht... da akzeptiere ich im Moment lieber mein Schicksal :super: . Oder vielleicht sollten wir uns ein paar richtige Probleme zu tun?? Die meisten suchen sich eine Frau und gründen Familie, soll anscheinend gut funktionieren. :D

#5
da akzeptiere ich im Moment lieber mein Schicksal
Solange ihr hier von Schicksal redet wird das nichts... ;)

Oder vielleicht sollten wir uns ein paar richtige Probleme zu tun?? Die meisten suchen sich eine Frau und gründen Familie, soll anscheinend gut funktionieren.
Auf jeden Fall nicht den Humor verloren. Gute Grundlage.

#6
wer überall nur lug und trug vermutet, der wird es auch sehen.

wer sich selbst betrügt hat schon verloren.

da braucht's keinen psychologen sondern eine andere lebenseinstellung, gibt's genug bücher dazu oder onlineberatung, also kostenlos.

ein glückliches und erfülltes leben ist so billig, es ist kaum zu glauben.

bearbeitet #7
@sahz

ich möchte dir sagen, dass ich dich sehr gut verstehen kann, und das es mir in bezug auf das allgemeine leben mit nähe und distanz genauso geht, ich habe mich gefreut das deine ansicht der dinge so identisch mit meiner ist, denn es gibt frauen die das sehen und verstehen werden, und es wird plötzllich eine anderes gefühl für dich sein wenn du jemanden kennenlernst mit dem du das teilen kannst, weil es an bedeutung verliert! und diese dinge dir nichts mehr ausmachen werden....entschuldige meinen seltsamen satzbau

ja das ist wohl auch meine hoffnung, es gibt sicher leute die sagen erst wenn du selbst mit dir glücklich bist kannst du eine glückliche beziehung führen, ich habe da aber auch andere erfahrungen gemacht! das stimmt nicht immer!

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