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von der wahren Liebe...

6 Antworten1'891 AufrufeGestartet von Halbgott ·

HalbgottThemenstart
#1
Liebe

Gebrochen, durch Finsternis kaum Licht

Bin unter Freunden, doch alleine

Seh ich nur Umrisse, mehr nicht

treibt Sehnsucht durch mein Gebeine

Dürre, kein Wasser, kein Leben

Jage nur Geister in der Dunkelheit

Geister ohne Sinn und Streben

Immer weiter in meine Einsamkeit

Schreiende Stille, stillende Schreie

Nur vage höre ich die Stimmen

Fern die Laute des Glücks und der Freie

Nun spür ich es mit allen Sinnen

Nichts schwarz, nichts weiss - alles reisst

Lang erträumte Ruhe und Freiheit

Aufgegangen in der Geister’ Geist

Durchtränkt von ihr, der einz’gen Wahrheit

r.m. - for Marianne, the loved one who can not love - 30.11.2005 and throughout eternity

....

#2
um mit einem Text wirkung zu erziehlen, sollte man nicht versuchen um besonders viele ecken zu reden und auszuschmücken sondern die gedanken die wir haben, so einfach wie möglich auszudrücken. Nur dann wirken sie auch...Bei dir komtms mri vor, als würdest du gerne viel sagen und beeindrucken indem du eine Sprache gebrauchst die schwer verständlich ist und dir deshabl besonders erscheint. Aber das ist nicht so.

Um etwas klar zumachen, muss man es in den einfachen Dingen suchen. Und nichts braucht mehr einfachheit als die Liebe. Denn alles verwirrend ist, ist auch auf verschiedene Weise zu verstehen und nicht gradlinig. Aber Liebe sollte doch etwas sein, in dem man sich sicher ist und das nicht in frage zu stellen ist. Denn sonst ist es doch keine Liebe, oder? Vollkommene Abhängigkeit etc.

Wenn du so íntelligent bist, wie du mit deinen Worten tust, dann hast du verstanden was ich meine.

Ganz ehrlich, ich hab eine andere Auffassung von Liebe.

Wenn du versuchen würdest deine Gefühle zu erklären, auf simplere weise und nicht sie hochzustecken, könntest du trotzdem ein guter Gedichte-Schreiber sein :]ich hoffe, du verstehst..liebe Grüße Lanelle

#3
Hallo Lanelle,

Danke für deinen Kommentar! Ich möchte mein Schreiben nicht rechtfertigen, denn ich weiss, dass es dafür keinen Grund gibt, doch würde ich gerne versuchen, dir kurz zu erklären, weshalb ich dieses Gedicht so geschrieben habe, wie es nun dasteht und nicht „einfach“.

Du hast Recht, die vollkommene Liebe ist einfach, mehr noch, sie ist absolut und bedingungslos und bedarf in diesem Sinne keiner grossen Worte, vielleicht weil es keine Worte gibt die ihrer gerecht wird - schon gar keine grossen? Hätte ich die vollkommene Liebe erfahren, hätte ich aber kaum ein solches Gedicht geschrieben und schon gar nicht auf dieser Website veröffentlicht.

Dieses Gedicht - dessen Titel ja „von der wahren Liebe“ und nicht der „...vollkommenen Liebe“ lautet - ist mehr als eine Art Selbsttherapie zu verstehen. Meine Liebessituation ist oder war – bedauerlicherweise – alles andere als einfach. Und auch wenn ich jetzt nicht jede Zeile erklären werde, so kann ich dir doch versichern, dass eine jede dieser Zeilen in sich selbst und auf mich bezogen, sehr geradlinig ist, wenn ich auch verstehe, dass es für „aussenstehende“ anders erscheinen mag.

Du erntest meinen Neid, wenn du von dir behaupten darfst, die vollkommene Liebe erfahren zu haben (oder sie gar noch erfährst...). Leider hatte ich – dieses mal – ein bisschen weniger Glück. Und etwas ist Gewiss, ich habe dieses Gedicht mit Sicherheit nicht geschrieben, um mein Ego mit hochtrabendem Blabla irgendwie aufzupolieren, ich stehe nicht wirklich auf geistige Masturbation und muss auch niemandem beweisen wie klug oder dumm ich bin ;-)

Aber eben, ich verstehe, was du meinst und hoffe, du verstehst nun auch was ich meinte.

LG

#4
lieber Halbgott,

aus reiner Neugierde: wie kamst du dazu dich so zu nennen? :)

Ich verstehe gut was du meinst. Und nach einem weiteren Durchlesen deines Gedichts, muss ich sagen, mein Urteil war gerade zu vernichtent und nicht ganz gerechtfertigt.

Auch ich kenne die vollkommene Liebe nicht, geschweige denn die unvollkommene. Ich bin sehr warscheinlich zu jung um von Liebe reden zu können, doch kann ich von ihr schreiben :]

Ich weiß noch immer nicht, was du unter Liebe verstehst und es interessiert mich!

Ist Liebe das, was nach dem Verliebt sein kommt, bloses Träuegefühl und Gefühl der Zugehörigkeit, oder ist sie eben dieser Wahn der Verliebtheit, die Bereitschaft der Selbstopferung,Leidenschaft etc....ist Liebe in deinen Augen ein Trugbild? Findest du sie ist das wichtigste im Leben?

Liebe Grüße, Lanelle

#5
ich hab da grade treue mit ä geschrieben....

#6
Hallo Lanelle,

Sähe ich Liebe als Trugbild, wäre mein - oder das Leben ganz allgemein - wohl kaum besonders lebenswert...

Was ist Liebe? Ist Liebe nur ein anderes Wort für Wahnsinn? Ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Fragen überhaupt beantworten kann... Was ich aber mit ziemlicher Bestimmtheit sagen kann, ist, dass ich nicht glaube, dass Liebe weiter nichts als eine chemische Reaktion im Gehirn ist, die in etwa dieselbe sinnesbetäubende Wirkung hat wie zwei Flaschen Rotweins. Ich bin ein Romantiker, neige also dazu die Dinge zu idealisieren, das weiss ich nur zu gut, dennoch, ich denke, dass Liebe, vollkommene Liebe, der Zustand - und zwar der einzige Zustand - ist, der aus uns mehr macht als wir sind. In der Liebe wachsen wir über uns selbst hinaus. Friedrich Nietzsche – man halte von ihm was man will – hat einmal gesagt: „was aus Liebe geschieht, geschieht immer jenseits von Gut und Böse“. Das trifft es für ziemlich, Liebe ist etwas das nur losgelöst von menschlichen Werten und Grössenverhältnissen betrachtet werden kann, da sie viel mehr ist und deshalb auch kaum fassbar... Was ist also Liebe für mich? Vielleicht Gewissheit; Gewissheit und Hoffung. Gewissheit darüber, dass es in dem Augenblick in dem man gerade ist, keine Alternative gibt, Gewissheit darüber dass man ohne ein zögern alles geben würde und zwar nicht um des anderen Willen, noch weniger um seiner selbst, sondern weil es das einzige ist das man überhaupt tun kann und die Hoffnung darauf, dass diese Gewissheit auf ewig währt. Es geht dabei nicht um Aufopferung sondern Bedingungslosigkeit, nicht um Vergnügen sondern Glück, nicht um Verpflichtung sondern Freiheit, nicht um Nebensächlichkeiten sondern um alles – oder nichts.

So ungefähr sehe ich das jedenfalls; keine Ahnung ob damit deine Frage beantwortet ist, aber ich hab’s zumindest versucht ;-)

Übrigens, ich weiss zwar nicht wie alt du bist, doch glaube ich nicht, dass man zu jung oder zu alt sein kann, um zu von Liebe reden zu können. Es ist etwas das in uns ist, unabhängig davon wer oder was wir sind.

Lg

Halbgott :-)

Ps.

Der Übername „Halbgott“ hat mir eine Kollegin mal gegeben, vermutlich wegen meines zu Zeiten wohl etwas gar grossen Egos ;-) Und ich fand es irgendwie witzig...

Ach ja, wenn du eine (meiner Meinung nach) sehr schöne und wahre „Definition“ der Bedeutung von Liebe willst, dann hör dir mal das Lied „Hallelujah“ von Rufus Wainright an... Es lohnt sich – ehrlich.

#7
Blume meiner unsterblich Seele,

blühend nur bei Tage,

strahlend erst in der Nacht,

deiner Echtheit ich bezweifeln wage,

zu pflücken warst du nie gedacht,

bist zu schön gar um zu bestaunen,

zu erreichen - nie geschafft.

Sonne meines dunklen Herzens,

still ruhend alles in mir,

ganz anders ohne Schmerzens,

lebe ich vom Lichte, aus dir,

mein ganzer Köper durchdringt,

will alles aufnehmen in mir,

von deiner Wärme, die mich umringt.

Engel meiner bangen Träume,

ohne Furcht steh ich vor dir,

Dein Lachen mich verzaubert,

wie alles andere nur an dir,

meiner Sinnlosigkeit hast mich beraubet,

in dieser Wüste aus Leere hier.

Nie kannt ich wahre Liebe,

Nie, hätte ich nicht dich geliebt.

...

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