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von einem unglück ins nächste...

2 Antworten981 AufrufeGestartet von Reginn ·

ReginnThemenstart
#1
Hallo zusammen. So recht weiss ich selber nicht, was ich von diesem Post erhoffe. Vermutlich muss/möchte ich es einfach mal niederschreiben.

Ich bin jetzt 22, hatte noch nie einen festen Freund. Es klappt einfach nie.

Ja, ich bin etwas ein Spätzünder, habe mich vor ca. 4 Jahren das erste Mal in jemanden verguckt, seither laufe ich von einem Liebeskummer in den nächsten. Vor ca. zwei Jahren habe ich mich dann das erste mal so richtig verliebt, was im Desaster geendet hat. Kaum bin ich über den Mann hinweg vergucke ich mich in jemand anderes, leider wurde ich jetzt ziemlich deutlich abgewiesen.

Ich habe das Gefühl mich ständig in Männer zu verlieben die für mich einfach eine Nummer zu gut sind. Alle die in den letzten 4 Jahren Gefühle in mir ausgelöst haben waren 5-8 Jahre älter als ich, charmant, intelligent, einfühlsam, kurz gesagt einfach zu gut. Klar haben die kein Interesse an mir, ich hab einfach das Gefühl für jene Männer nicht gut genug zu sein.
Es wäre auch nicht so, dass es nicht schon Männer gab, die Interesse an mir gezeigt hätten. Nicht dass das viele wären, aber für die beiden, die gerne eine Beziehung zu mir gehabt hätten hatte ich einfach keine Gefühle. Mit dem einen wollte ich es trotzdem versuchen, im Sinne von: Gefühle können auch wachsen. Nach dem ersten Kuss bin ich davongelaufen, weil da einfach nichts war. Ich hatte auch das Gefühl, dass diese Männer nicht wirklich an mir als Mensch interessiert waren, sondern an irgendeiner Eigenschaft an mir die ihnen gefiel, eine Seite an mir, die sie mochten und auf die sie mich reduziert haben, den Rest haben sie ignoriert.
Jetzt sitze ich hier un frage mich: Wie schaffen das andere, wie finden sie ihren Partner? Warum scheint es bei allen rundherum zu klappen, während ich noch immer alleine dasitze?
Ja, 22 ist noch jung und ich würde mir nicht solche Sorgen und Gedanken machen, wenn es nicht immer nach demselben Schema ablaufen würde: Ich verliebe mich in die tollsten Männer, die null Interesse an mir haben, brauche Ewigkeiten um darüber hinwegzukommen um mich dann in den nächsten zu verlieben und die Story geht wieder von vorne los, wie eine Kopie.

Ich weiss langsam nicht mehr, was ich tun soll. Ich kann nicht verhindern, dass ich mich verliebe und auch nicht aussuchen, in wen. Ich kann die Männer nicht zwingen mich zu mögen und das möchte ich auch nicht. Mein sonst schon tiefes Selbstwertgefühl fällt mit jeder Abweisung weiter.
Warum kappt es bei mir nicht? Kann es sein, dass es nie klappen wird, weil ich einfach auf ein Typ Mann stehe, dessen Typ Frau ich nicht bin?

bearbeitet #2
Vielleicht klappt es ja nicht, weil du dich in Männer verliebst, die dich gar nicht wollen. Wer weiss, ob das nicht ein unbewusstes Schema ist: solche Männer werden auch nicht gefährlich, weil sich keine Beziehung daraus ergibt. Bewusst möchtest du eine, aber bist du dir auch sicher?

der Druck scheint gross zu sein, es den andern gleich zu tun, die schon Beziehung haben. Lass dir doch Zeit damit. Nur weil du dich in Männer verguckst, müssen die noch lange nicht richtig sein (und sind es auch nicht).

wenn du schon nicht steuern kannst, in wen du dich verliebst, so kannst du doch bestimmen, ob du der Verliebtheit Platz einräumst oder dich dagegen stellst. Wenn also von deinem liebesobjekt nichts zurückkommt, dann musst du loslassen (ihnen geht es wie dir bei diesem Mann, den du geküsst hast ohne Gefühl).

ich bin nicht überzeugt, ob es stimmt, dass man jeden Frosch küssen muss, weil sich ein Prinz unter ihnen finden könnte. Wäre es nicht besser, ein paar Kriterien aufzustellen, an denen du dich orientieren kannst, solltest du dich wahllos wieder in jemanden verguckt haben?

ein paar schöne Worte und blicke mögen ja schmeicheln, eine abfuhr ist aber nicht aufbauend.

wenn du das aber schon zu Beginn hinterfragst und dann selber Abstand nimmst, dann stärkt dich das.

du bist nicht die Mauerblümchen, die froh sein kann, wenn sie jemand pflückt.

du bist die Rose, die alle sticht, wenn sie sich jemand ausrupfen will. Wer es gut meint, der kommt zwischen den stacheln durch. Aber es ist deine Aufgabe, zu bestimmen, wer das ist.

2× hilfreich
#3
Danke tonton für die Antwort

ja, ich hätte schon gerne eine Beziehung. Der Gedanke ist mir auch schon gekommen, aber wenn ich andere in einer Beziehung sehe wünschte ich immer, auch endlich jemand zu haben. Ausserdem hatte ich bei meiner letzten Liebe, als ich mich so richtig verliebt hatte wirklich das Gefühl, dass er auch etwas vom mir möchte, daher glaub ich nicht, dass ich einer Beziehung unbewusst aus dem Weg gehe. Sonst wäre es ja auch wahrscheinlicher, dass ich mich gar nicht verliebe anstatt mich in Männer zu verlieben, die mich nicht wollen und mir unnötig Hoffnung zu machen.

Ja, loslassen ist ein gutes Stichwort, damit habe ich häufig Mühe, nicht nur wenn es um Verliebtheit geht. Vielleicht ist das gerade ne gute Übung.
Schöne Metapher mit der Rose... Aber was, wenn jene, bei denen ich zulassen würde, dass sie mich pflücken, mich nicht pflücken möchten? Verliert man da mit der Zeit nicht die Stacheln und wird trotzdem zum Mauerblümchen?
Ich werde jetzt sicher auf Abstand gehen zu dem Kollegen in den ich mich verguck habe, schmerzen tut es trotzdem...  

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