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Warum gelingt es mir nicht eine Beziehung anzufangen?

10 Antworten1'065 AufrufeGestartet von Alessia ·

AlessiaThemenstart
#1
Guten Abend

ich bin seit einiger Zeit am grübeln und habe das Gefühl, dass ich mich auf dem Holzweg befinde, ohne zu wissen warum.

Ich bin seit etwas mehr als 1,5 Jahren Single. Nicht allzu lange und doch schleicht sich bei mir diese absurde Angst ein, dass das für immer so bleiben könnte. Natürlich ist das Quatsch, aber ganz sicher bin ich mir eben doch nicht.

Seit etwa einem Jahr, hätte ich gerne wieder eine Beziehung. Ich hatte in der Zeit auch einige Dates und an sich genug Gelegenheiten um jemanden kennenzulernen. Aber entweder haben sich die Männer in mich verliebt (oder hatten zumindest Interesse), ich mich aber nicht in sie nicht, oder dreimal habe ich mich in einen Mann verliebt aber er sich nicht in mich. Nun könnte man sagen, dass es einfach Pech ist (und vielleicht ist es das auch und ich mache mir unnötige Sorgen?), aber irgendwie denke ich, dass das etwas mit mir zu tun hat, dass ich mich vielleicht in die falschen verliebe? In die von denen ich denke, dass ich sie sowieso nicht "bekomme" (klingt blöd, aber ihr wisst wie ich das meine). Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich etwas speziell bin? (Mir wurde schon gesagt, dass ich ziemlich genau wisse, was ich will und wenig darauf gebe, was andere von mir denken.) Ich finde das eigentlich keine schlechten Eigenschaften, solange man es nicht übertreibt. Ich habe auch ziemlich klare Wertvorstellungen (was nicht heisst, dass ich andere nicht gelten lasse).

Vielleicht bin ich einfach schon so seltsam, dass es schwierig ist, jemanden zu finden, der mir ähnlich ist. Das Seltsame ist ja irgendwie, dass ich bei den Männern in die ich mich verliebt hatte (zumindest bei zweien) das Gefühl hatte, dass wir sehr ähnlich sind, so dass es für mich gepasst hätte. Einer der beiden hatte mir später auch gesagt, dass er findet, dass wir uns ähnlich sind. Zum einen frage ich mich natürlich, was stimmte für die Männer nicht, dass sich diese Männer nicht in mich verliebt haben? Warum habe ich mich umgekehrt nicht in die Männer verliebt, die ihrerseits das Gefühl hatten, dass das gut passen würde.

Mir ist schon klar, dass zum sich verlieben mehr dazu gehört, als dass es einfach nur passen muss. Aber ein wichtiger Grundstein ist es für mich doch. Zumindest verliebe ich mich sehr selten ohne dass es "passt" und je älter ich werde umso weniger.

Vielleicht (oder sogar wahrscheinlich) mache ich mich gerade selbst verrückt. Ich habe einfach das Gefühl, dass sich meine Gedanken im Kreis drehen, dass ich einen Denkfehler mache oder einfach irgendwie zu hohe Erwartungen habe, dass es doch klappen muss?

Ich wäre sehr froh, wenn ihr mir Denkanstösse geben könntet, falls euch etwas auffällt. Ich glaube ich stehe wirklich gerade so ein bisschen mir selber im Weg.

Ich danke euch schon mal fürs Lesen!

P.S: Da ist noch etwas wichtiges. Ich bin 29 und habe ein Kind. Und mir kommt öfters der Gedanke, dass es vielleicht daran liegt, dass Männer in meinem Alter eher keine Frau mit Kind möchten. Gefragt habe ich danach aber nie. Ich glaube es hätte mir weh getan, wenn ich gehört hätte, dass es so ist. Andererseits frage ich mich auch, ob ich nicht selbst zu sehr daran herum studiere, dass es daran liegen könnte und so erst recht diesen Gedanken auch "ausstrahle". Wenn so etwas möglich ist?

Helge1220
#2
Hi Alessia

Erstmal. Ich finde es gut, dass Du Dich so beschreibst, wie Du offenbar bist / rüberkommst - also wie Du Dich selber siehst. Daran kann ich nix neg. festellen (vom erstem Schreiben her). Einen Standpunkt zu haben und Wertevorstellungen zu haben sind Punkte, die so sind wie sie sind. Gut. Daran gibt es nix zu rütteln. Meine Meinung.

Zweitens. Kind. Du bist 29, wie ich lese. Eigentlich ein Alter, wo man Kinder durchaus erwarten kann bei einer Frau in Deinem Alter. Ansich auch kein Thema / Problem, WENN Dein Gegenüber dieses eben auch möchte. Nun ist die Frage, was möchten die Jungs von Dir? Ne schnelle Nummer oder ne ernsthafte Beziehung, in dem das Kind zu 100% dazugehört?

Was Du auf keinen Fall machen solltest. An Dir / Deine Einstellung und zu Deinem Kind die Einstellung überdenken / zu zweifeln.

So. Und jetzt sage ich es aus Mann-Sicht. Ich für mich, möchte keine Kinder. Dieser Standpunkt ist deutlich, auch in meinem Alter. Dieser hat sich nie geändert und wird sich auch nicht ändern. Auch möchte ich eine ernsthafte Beziehung und keine schnelle Nummer. Würden wir zusammenkommen, dann gäbe es hier bereits Differenzen. Das Kind gehört zu Dir dazu, ich möchte keines. Nun muss aber der Mann hier ein Kompromiss eingehen und NUR der Mann, denn das Kind weggeben steht nicht zur Debatte. Die, die die schnelle Nummer haben wollen, bekommen sie entweder von Dir (oder wenn Du Wertevorstellungen hast) eben nicht. 1. Schwung an Männern weg für eine Beziehung. Andere wiederrum möchten vielleicht das Hausmütterchen haben, mit Kind, gerne, aber nur, wenn Du daheim bist und Mann und Kind versorgst. Möchtest Du nicht? Wieder ein Schwung weg. Andere wiederrum möchten Dich, so wie Du bist, mit Kind. Aber herrje, Du möchtest nicht, weil die Sorte Mann irgendwas hat, was Dich nicht reizt. Wieder welche weniger.

Und nun das Dilemma. Finde exakt DEN Mann unter Mio der zu Dir passt, Dein Kind und Dich akzeptiert und Du auch noch möchtest. Du merkst? Gar nicht so einfach zu finden, oder? ;)

1 1/2 Jahr Single ist nix... Bleib wie Du bist, Deine Familie ist wichtig, Hobbies und Freunde / Bekannte auch. Wenn Du Arbeit hast, super. Es kann Dir doch eigentlich nicht besser gehen, oder? Irgendwann passiert es halt... oder auch nicht... aber das wird die Zeit zeigen. :)

bzw. Genau zu wissen, was man will kann auch als Waffe angesehen werden bzw. gefährlich wirken. Denn nämlich dann, wenn Dein Gegenüber dieses (noch) nicht weiss. Du kommst offenbar als starke Persönlichkeit rüber. Viele Männer können das nicht so ohne weiteres ab und daran scheitern auch ab und an gewisse Dinge. Aber das ist dann nicht Dein Problem.

#3
Lieber Helge

vielen Dank für deine schnelle und so ausführliche Antwort!

Du hast schon recht damit, dass da viele Männer schon mal rausfallen und das ist auch ein bisschen das, was mir sorgen macht. Wenn unter 1 Mio. Männern nur einer zu mir passt, dann muss ich (auch wenn ich "vorsortiere" ;-) unglaublich viele Männer daten, um diesen einen zu finden. Ich glaube aber auch nicht, dass es nur einer unter einer Million ist.

Das mit der schnellen Nummer, ich weiss nicht. Ich denke, das sagen Männer doch, wenn sie das wollen, zumindest ich kommuniziere das recht offen, was ich mir mit jemandem vorstellen kann, und was nicht. Und kenne ich auch von Männern so, zumindest wenn man sie fragt. ;-)

Dass ich eine Tochter habe, spreche ich meistens innerhalb der ersten halben stunde an, wenn ich mit jemandem ins Gespräch komme, da würde es dann sicher nicht zu einem zweiten treffen kommen, wenn es für ihn nicht stimmen würde.

Interessant deine sehr positive Analyse meiner Lebenssituation. Aber du hast schon recht, es geht mir wirklich sehr gut. Ich habe nicht nur eine liebe, lustige und clevere Tochter, eine Familie die mich unterstützt und einen Beruf, der mir Spass macht, sondern letzten Sommer auch noch ein Teilzeit-Studium begonnen, welches mir unglaublich gut gefällt. Nicht zu vergessen meine guten Freunde und der nette Mitbewohner. Ich kann mich also wirklich nicht beschweren.

Aber... ich bin unzufrieden. Und das ist ein Hinweis für mich, dass ich mir irgendwo selbst im Wege stehe, dass ich etwas möchte und aber nicht erreiche, ohne zu wissen warum. Vielleicht bin ich auch zu ungeduldig? Du hast natürlich recht, dass 1,5 Jahre so wenig ist! :-)

Andererseits denke ich, dass es eben möglich wäre innerhalb dieser zeit einen passenden menschen zu finden, wenn man zum einen möchte und zum anderen sich selbst nicht im weg steht.

Dass ich ziemlich selbstbewusst wirke, kann sein. Ich glaube aber durchaus, dass das viele Männer auch mögen. Ausserdem habe ich natürlich auch eine sehr weiche und verletzliche Seite, die ich (so denke ich) gerade auch dann zeige, wenn mir jemand gut gefällt.

Vielleicht hat es tatsächlich etwas damit auf sich, wie ich wirke.

Bin ich so stark wie ich wirke? Oder versuche ich damit etwas zu überdecken? Oder überdecke ich beim Kennenlernen (wenn mir ein Mann gefällt) meine Starke Seite und wirke so nicht authentisch?

Ich überlege gerade, ob ich den einen Mann, mit dem ich noch Kontakt habe und in den ich mich verliebt hatte, mal fragen soll, warum es aus seiner Sicht nicht gereicht hat/ er keine Gefühle für mich entwickelte. Das bräuchte aber einiges an Überwindung. ;-)

Helge1220
bearbeitet #4
Hallo Alessia.

Deine Zeilen lassen erkennen, dass Du Dir Gedanken über Dich und Deine Einstellung machst. Auch wie Du auf Andere wirkst. Finde ich gut.

Ich lese nun in diversen Foren und immer wieder beklagen sich vor allem Frauen, warum es keine Männer für eine ernsthafte Beziehung gibt. Die gibt es (ich bin so einer) - ich wiederrum finde keine Frau... also auch hier wieder, der Eine sucht, die Andere sucht. Beide finden nix... ab einem gewissen Alter fängt man glaube ich auch an zu selektieren - in Deinem (wie auch in meinem Fall) über Wertevorstellungen. Exakt den Einen zu finden dürfte schwierig werden.

Aber mal eine ehrliche Frage. Wann ist man schon (dauerhaft) zufrieden? Es ist doch immer was, was man ändern will - und auch kann, ansonsten gibt es kein Fortkommen. Über Dein Studium wirst Du sicher neue Leute kennenlernen, im Praktikum später sicherlich auch. Alles Weg, um Gleichgesinnte zu treffen.

Du bist in einer Zeit der Neuorientierung wie sich das so liest, hast gar ein Studium begonnen. Du hast scheinbar mit der alten Sache abgeschlossen, aber dennoch fehlt was.

Warum meinst Du aber, dass Du Dir selber im Wege stehst? In Bezug auf was? Weil Du Dir Fragen stellst? Weil Dein Leben nicht zu 100% "erfüllt" ist? Könnte es in der Tat sein, dass Du Dir zwar Ansprüche stellst, die Messlatte dafür vielleicht auch etwas zu hoch legst?

Deine Zeilen klingen für mich eigentlich recht positiv. Positiver als so manch andere Zeilen hier von Anderen. Ich würde mir an Deiner Stelle einfach keinen Kopf machen bzw. nach irgendwas drängen, denn dann bist Du wieder in einer Position die nach Aussen erkennbar ist. Erzwingen kann man eben keine Beziehung. Da würdest Du Dir in der Tat selber im Wege stehen, da Du dadurch mehr kaputtmachen würdest als Du in Deiner jetzigen Situation hast.

Von daher. Geniesse einfach das aktuelle Leben und Du wirst sehen, wenn es passiert, dann passiert es ganz unverhofft. :)

btw. Die Idee den Mann mal zu fragen, finde ich klasse. Viel Mut dabei, Du kannst ja nix verlieren, maximal gewinnen.

So wie Du schreibst, finde ich Deine Art Dich zu zeigen und zu geben wie Du bist (auf der einen Seite stark, auf der and. Seite verletzlich) genau richtig. Behalte das, Viele können das nicht (mehr). Vor allem nach (grossen) Enttäuschungen wird man häufig entweder extrem "stark" oder extrem "schwach".

#5
Dass ich eine Tochter habe, spreche ich meistens innerhalb der ersten halben stunde an, wenn ich mit jemandem ins Gespräch komme, da würde es dann sicher nicht zu einem zweiten treffen kommen, wenn es für ihn nicht stimmen würde.
Vielleicht solltest du es einmal nicht machen, sondern den Männern die Chance geben, DICH kennenzulernen.

Ja, ich weiß, das Kind gehört nun mal zu dir und der Partner muss auch damit umgehen können. Aber muss er das von Anfang an? Vielleicht hat er zum Zeitpunkt des Kennenlernens ein Problem mit einem Kind, würde aber mit deiner Tochter vielleicht doch klarkommen, wenn er sie kennenlernen würde? Du katalogisierst die Männer in "Mögen Kinder" und "Mögen keine Kinder". Meinst du nicht auch, dass es dazwischen ganz viele Grautöne gibt?

Weißt du, dieses "Ich erwähne mein Kind lieber gleich am Anfang" hat für mich immer den faden Beigeschmack, dass das Kind als Sache und nicht als eigenständige Persönlichkeit angesehen wird. So á la "Ich habe einen besonderen Status durch mein Kind". Ich weiß, in unseren Breitengraden wird eine Frau als schlechte Mutter angesehen, wenn sie ihr Kind nicht erwähnt. Wäre vielleicht mal überdenkenswert, ob das die richtigen Anschauungen sind. :cool:   Und schon wie du das Thema Kind hier im Forum präsentierst, scheint ein Kind für dich ein Makel zu sein. Bzw. deine Tochter ist dein Makel. Meinst du, dass das eine faire Einstellung gegenüber einem Menschen ist? :cool:  

Gib doch einem Mann erst einmal die Möglichkeit, DICH kennenzulernen, ehe du einen Schritt weitergehst. Es kommt auch reichlich verklemmt herüber, wenn du ihm gleich deinen ganzen Lebenslauf auf die Nase bindest. Ist ja wie im Bewerbungsgespräch und wirkt so bedürftig. :rolleyes:

Ich verstehe auch deine Panik nicht. Du bist 29!!!!! Warum nicht auch mal eine längere Zeit alleine sein?

Vielleicht gehst du deine Dates auch mit der falschen Einstellung an. Du gehst davon aus, dass du dich "verlieben musst". Wo steht das? Wieso kann man nicht mal einen Menschen kennenlernen und stellt im Laufe der Zeit fest, dass es DER Eine ist? Setzt natürlich voraus, dass du einen Mann auch richtig kennenlernen willst und ihn nicht nur auf einen bestimmten Status festnageln willst.

Überdenk mal deine Ansichten. Manchmal hilft es schon, den Blickwinkel ein wenig zu verändern. Vielleicht steht das Glück schon längst neben dir, nur hast du immer in die falsche Richtung geschaut. ;)

#6
Also Helge, das ist schon lustig wie du mir versuchst klar zu machen, dass ich eigentlich nicht wirklich ein Problem habe. :cool:

Aber du hast schon recht, dass ich die Dinge mehr auf mich zukommen lassen soll... Geduld ist nicht so sehr meine Stärke. Und ich mag es lieber wenn ich die Dinge beeinflussen kann, was halt bei dem Thema absolut nicht möglich ist. Aber ich versuchs.

Es ist schwierig zu erklären, warum ich denke, dass ich mir im Weg stehe. Vielleicht weil ich irgendwie gar nicht mehr so recht daran glaube, dass es jemanden passendes für mich gibt?
Ich verliebe mich nicht so leicht und wenn, dann habe ich vielleicht so sehr das Gefühl, dass es der jetzt der sein muss, dass der Andere das spürt und davon rennt?

Rundo: Danke, für deine kritischen Anmerkungen!

Ich hab das nie von der Seite betrachtet, fand es immer "fair" den Männern gleich von anfang an reinen Wein einzuschenken.

Wahrscheinlich hatte ich aber auch Angst, weil wenn ich es später gesagt hätte und sich der Andere dann verabschiedet hätte, dann wäre ja klar gewesen, warum. Das hätte mir weh getan.

Ausserdem, vielleicht stellst du dir das auch falsch vor. Ich sage ja nicht: Hey, übrigens ich bin Mutter und wenn du mit mir eine Beziehung möchtest, musst du damit klarkommen.

Das würd ich an seiner stelle auch seltsam finden.

Es ist eher so, dass ich das im Gespräch einfach erwähne, wenn wir über etwas sprechen, wo meine Tochter zum Thema gehört. Z.b. wenn wir über Orte reden, wo wir schon waren, ob wir alleine oder mit jemandem zusammen wohnen oder was auch immer. Und da müsste ich sie ja bewusst verschweigen das fände ich seltsam.

(Ich habe mir überlegt, ob ich nach deinem Geschlecht, Alter und ob du Kinder hast, fragen darf. Aber ich nehme an, wenns in deinem Profil nicht steht, möchtest du das auch nicht?)

Mit den Grautönen und dass nicht schon jeder Mann auf anhieb weiss, ob er mit einem Kind klarkommt oder nicht, da hast du schon recht. Aber wenn ich ihm sage, dass ich eine Tochter habe, erwarte ich ja auch keine Antwort in dem Sinne und kam auch noch nie. Es wurde einfach zur Kenntnis genommen, meist mit einer gewissen Überraschung seinerseits.

Dass meine Tochter ein Makel ist... Uff... Das sehe ich in gewisser weise wirklich so und ich weiss dass das gemein klingt. Aber ich denke selber nicht, dass sie ein Makel ist, ich denke nur dass die Männer das denken?

Es kann sein, dass ich da völlig falsch liege. Aber ist es nicht einfacher für einen Mann auf der Suche nach einer Partnerin, wenn sie noch kein Kind hat? Einfach mal angenommen, es gibt zwei verschiedene Frauen, sie sind beide genau gleich, haben die gleichen Ansichten, das gleiche Verhalten, das gleiche Aussehen. Ich würde da ganz pragmatisch denken, dass der Mann sich für die Frau ohne Kind entscheiden würde. Oder irre ich mich da?

(Natürlich ist mir klar, dass zwei Frauen nie genau gleich sein können, es war nur ein Beispiel um zu erklären was ich meine.)

Aber du hast schon recht, dass ich das selber etwas negativ sehe. Ich könnte ja auch wirklich stolz darauf sein, so wie andere Stolz von ihrem Job, den sie machen erzählen oder von den Reisen und wo sie schon überall gewesen sind....

Lustigerweise bekomme ich auch öfters positives Feedback zu meiner Tochter, meinem Umgang mit ihr und wie ich meinen Alltag manage.

Danke dir, für diesen Denkanstoss!

Das mit dem verlieben... Für mich gehört das dazu, genauso wie meine vernünftigen Gründe die dafür sprechen. Ich finde es muss beides da sein. Verliebt sein ist für mich in gewisser weise auch ein Zeichen: Hej, da ist jemand mit dem zusammen du wachsen kannst. Das finde ich wichtig.

Aber okay, ich könnte mich auch in denjenigen neben mir nur dann verlieben, wenn ich endlich mal rüberschaue. =)

bearbeitet #7
Es ist eher so, dass ich das im Gespräch einfach erwähne, wenn wir über etwas sprechen, wo meine Tochter zum Thema gehört. Z.b. wenn wir über Orte reden, wo wir schon waren, ob wir alleine oder mit jemandem zusammen wohnen oder was auch immer. Und da müsste ich sie ja bewusst verschweigen das fände ich seltsam.
Es wäre auch eine Möglichkeit, bevor solche persönliche Themen besprochen werden, dass du so ganz allgemein das Gespräch auf Kinder bringst. Letztendlich stellt es sich doch ziemlich schnell heraus, was jemand von Kindern hält. Spürst du dort schon anfänglich die Haltung "Oh Kinder! Wenn´s nicht meine sind, sind sie ja noch okay", kannst du deine Tochter auch gleich "unter den Tisch fallen lassen". Zu was ihm dann noch auf die Nase binden, dass du eine Tochter hast, wenn er eh bei dem Thema auf Abstand geht? Du musst allerdings aufpassen, wie du es sagst. Am Ende denkt er, du willst ein Kind von ihm. :D

Dass meine Tochter ein Makel ist... Uff... Das sehe ich in gewisser weise wirklich so und ich weiss dass das gemein klingt. Aber ich denke selber nicht, dass sie ein Makel ist, ich denke nur dass die Männer das denken?
Schwer zu sagen. Ich komme aus einer Region, in der es Männer gibt, die liebend gern eine Frau mit Kind nehmen.

Ich denke auch nicht, dass es eine Frage des Vorhandenseins eines Kindes ist. Wer positiv dem Thema Kinder gegenübersteht, wird damit kein Problem haben. Vor allem weil du auch noch so jung bist und weitere Kinder mit dem neuen Partner haben kannst. Warum sollte ein Mann dein Kind ablehnen und eigene, die später folgenden würden/könnten, nicht? Es spielt natürlich auch im weiteren Verlauf eurer Bekanntschaft eine Rolle, wie deine Tochter auf einen neuen Mann reagiert. Aber das ist dann schon ein anderes Thema. ;)

Aber ist es nicht einfacher für einen Mann auf der Suche nach einer Partnerin, wenn sie noch kein Kind hat? Einfach mal angenommen, es gibt zwei verschiedene Frauen, sie sind beide genau gleich, haben die gleichen Ansichten, das gleiche Verhalten, das gleiche Aussehen. Ich würde da ganz pragmatisch denken, dass der Mann sich für die Frau ohne Kind entscheiden würde. Oder irre ich mich da?
Siehe vorhergehende Antwort.

Ich denke, da spielt auch das Alter mit eine Rolle. Mit 29 bist du immerhin schon so "alt", dass es etwas ganz natürliches ist, wenn du ein Kind hast. Damit muss ein Mann rechnen. Wärst du 19, würde die Sache schon pein... äh anders aussehen. Welcher 22jährige will schon ein Kind haben? Da hast du bei einem Mann mit 32 schon wesentlich bessere Chancen. (Alter ist nur ein Beispiel.) Oder du triffst einen, der selbst schon aus erster Ehe/vorheriger Beziehung Kinder hat.

Aber du hast schon recht, dass ich das selber etwas negativ sehe.
Nein, dazu hast du absolut keinen Grund. Ein Kind ist kein Makel, sondern eine eigenständige Persönlichkeit, die jeder so zu akzeptieren und respektieren hat, wie sie ist.

Und du bist eine wundervolle Mutter, über die auch niemand die Nase zu rümpfen hat bzw. braucht.

Wo ist da also etwas Negatives?

Ich könnte ja auch wirklich stolz darauf sein,
Wieso schreibst du "könnte". Sei doch einfach stolz darauf und gut ist. ;) TU ES!!!

Das mit dem verlieben... Für mich gehört das dazu, genauso wie meine vernünftigen Gründe die dafür sprechen. Ich finde es muss beides da sein. Verliebt sein ist für mich in gewisser weise auch ein Zeichen: Hej, da ist jemand mit dem zusammen du wachsen kannst. Das finde ich wichtig.
Dazu braucht es aber Zeit. Ich stelle mir das bei dir so vor, dass du bei einem der ersten Dates (oder sogar bei dem ersten Date) auch gleich erwartest, dass da ein Funke überspringt. Okay, etwas wird sicherlich herüberspringen, aber das hat noch nicht viel mit Verliebtsein zu tun.  Da würde ich sagen, dass du das Thema mit deiner Tochter wirklich erst ansprichst, wenn du dir sagst, dass es etwas werden könnte, weil dir das dein Bauchgefühl verrät.

Nein, ich habe keine Kinder. :) Spielt aber bei meiner Antwort auch keine Rolle. :D

#8
Klar, ich kenne auch genügend Männer, die liebend gerne eine Frau mit Kind "nehmen". Aber ich möchte ja nicht einfach eine Beziehung mit irgendjemandem haben.

Ich denke, dass wir aus ganz unterschiedlichen Regionen kommen. Bei mir in meinem Umfeld ist es sehr unüblich in meinem Alter schon Kinder zu haben (das fängt jetzt erst so langsam an mit heiraten und Kinder kriegen). Und dann ist es ja nochmal was anderes, weil ich ein Kind habe und auch schon wieder Single bin, das ist erst recht selten.

Vielleicht ist verlieben etwas zu viel gesagt, mehr so ein Kribbeln im Bauch und eine Neugierde darauf den anderen kennenzulernen.

Aber dass ich mehr darauf stolz sein kann, eine so wundervolle Tochter zu haben, da hast du wirklich uneingeschränkt recht und werde das in Zukunft auch so sagen und denken! :]

Helge1220
bearbeitet #9
Hi Alessia

Das mit dem Kind und dem "wann sage ich es meinem Gegenüber" finde ich ehrlich gesagt recht schwierig... zu beantworten und zu wissen, wann der richtige Zeitpunkt wäre. Ich bin ja immer dafür, mit offenen Karten zu spielen. Sicherlich muss man nicht direkt beim 1. Treffen das Kind erwähnen, aber angenommen ihr beide findet Euch auf Anhieb sympathisch und Du kommst erst dann an, wenn beiderseits schon Gefühle da sind. Was dann?

Ich kann Rundo zwar in vielen Dingen beipflichten aber beim Thema Kind und Mann ist es nicht ganz so einfach, da viele Männer eben eigene Kinder möchten, wenn sie denn welche möchten und nicht fremde (so zumindest habe ich es oftmals gerhört / gelesen). Man muss hier glaube ich ehrlich sein in der Hinsicht. Auch gibt es Etliche, die (vielleicht durch and. Situationen) denken, "jetzt muss ich das Kind (auch noch) aushalten", sehen sich quasi schon im "Goldenen Kinderkäfig", da es eben viele Frauen auch so machen. Sich nen Mann angeln und ihn latzen (bezahlen) lassen für alles.

Um es nochmal deutlicher zu machen. Angenommen, wir beide lernen uns kennen, du sagst nix, ich finde Dich super etc. pp., dann irgendwann sagst Du "aber ich habe ein Kind", dann steht exakt der Mann (ich in dem Fall) vor der Entscheidung, auch wenn er in der Hinsicht keinen Kompromiss eingehen will. Entweder er ist so tough und sagt "sorry, das wird nix" oder er beisst die Zähne zusammen und macht warum auch immer mit um dann zu merken, dass es mit Kind nicht klappt.
Du musst Dir bewusst sein, eine eigene Familie zu haben ist sicherlich super und toll und schön, aber es ist natürlich mitentscheident, bei Dir und eben auch beim Mann, der in der Hinsicht einen grossen Kompromiss eingehen muss, wenn er denn "ja" sagt. Diesen Kompromiss zu schliessen, werden sicherlich nicht so viele machen, da heisst es nur "Geduld haben". Denn ehrlich gesagt wäre mir ein Partner lieb, der mein Kind und mich wirklich mag, als wenn so halbherzig was hinnimmt und Du eben auch, auch wenn ihr wisst, es bringt nix.

Meine Erfahrung dabei. Bleib' wie Du bist, mache dem Gegenüber nix vor, bleib offen und ehrlich vor allem bei diesem Thema und Du wirst irgendwann einen Partner für Dein Kind und Dich haben und keine halbherzige Sache. Da bin ich mir sicher. :)

btw. Die Zeilen lassen darauf schliessen, dass Du Dir selber ein Problem machst, wo eigentlich keines ist. ;)

#10
Habe eben noch ein Zitat gefunden, welches (vielleicht?) ganz gut passt. :-)

Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keins da. (Franz Kafka)

Helge1220
#11
Passt ganz gut finde ich. Ja. :)

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