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Warum nur kann ich SIE nicht vergessen???

8 Antworten1'613 AufrufeGestartet von mata-d-or ·

mata-d-orThemenstart
#1
Die Trennung

Seit SIE mich verlassen hat, ist es nun mehr als drei Monate her. Ich war beruflich im Nahen Osten, SIE hat sich nur noch sehr spartanisch gemeldet. Schliesslich habe ich SIE angerufen und wohl ziemlich empört eine Antwort gefordert. SIE sagte, dass SIE lieber nicht mehr mit mir zusammen sein will.

Drei Wochen später bin ich nach Hause geflogen. Wir haben uns noch einmal getroffen, SIE war total abweisend. SIE hat sich nicht mehr wohl gefühlt in der Beziehung, eingeengt. Ich erinnere mich noch an diese Sätze: "Mir zieht es den Hals zusammen, wenn ich nur daran denke, mit dir zusammen zu sein. Ich kann nicht mehr mit dir zusammen sein, auch wenn ich dich noch lieben würde. Ich habe keine Gefühle mehr für dich."

In der Zwischenzeit habe ich ihr zwei Mal per E-Mail ein Treffen vorgeschlagen, da ich noch viele Fragen habe und auch ein (soweit wie möglich) positives Klima herstellen wollte. Diese zwei E-Mails waren übrigens der einzige Kontakt seit unserer Trennung. Auf mein letztes E-Mail hat SIE mir geantwortet, dass ich ihr allfällige Fragen per E-Mail zusenden solle. Das habe ich auch getan. Ich erhielt auf meine sehr nüchterne und zurückhaltende E-Mail keine richtigen Antworten auf meine Fragen. Ihr E-Mail war sehr verletzend formuliert. SIE schrieb, dass SIE oft über Dinge, welche ihr an unserer Beziehung nicht passten, reden wollte. Ich habe aber immer abgeblockt. Deshalb habe SIE sich nicht ernst genommen gefühlt.

Ich habe wirklich ein übersteigertes Harmoniebedürfnis, aber auch kann SIE leider keine konstruktive Kritik anbringen. Wir haben uns nie zusammengesetzt und in Ruhe und mit gegenseitiger Achtung über unsere Beziehung gesprochen. Des Weiteren schrieb SIE, dass wir uns einfach auseinander gelebt haben und dass SIE keine Gefühle mehr für mich hat.

Das Problem

So ihr fragt euch sicherlich: Was will der Typ nun? Tönt doch wie ein klarer Fall! Eine nicht allzu gute Beziehung wurde beendet, eigentlich sollten beide das akzeptieren können. So habe ich Anfangs auch gedacht, oder ich habe es mir versucht einzureden.

Ich habe mich abgelenkt, viel unternommen, und mich bei guten Freunden ausgeheult. Nur leider krieg ich SIE nicht aus meinem Kopf. Ich liebe SIE immer noch, ich denke sehr viel an SIE. Oft weine ich mich in den Schlaf. Und gerade, dass SIE mich schon fast mit Verachtung behandelt schmerzt besonders. Es Schmerzt, SIE als Freundin zu verlieren. Aber SIE endgültig als Menschen zu verlieren und sämtlichen Kontakt zu ihr abzubrechen tut verdammt weh. In schwachen Momenten flüchte ich mich in den Gedanken, wieder mit ihr zusammen zu sein.

Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich SIE endgültig vergessen kann, wie ich mich aus der Abhängigkeit von ihr löse? Hat jemand eine Idee, warum SIE mich mit einer solchen Verachtung behandelt, auch wenn SIE keine Gefühle mehr für mich hat? Wie solle ich mich weiterhin ihr gegenüber Verhalten? Den Kontakt endgültig abbrechen, auch wenn es sehr schmerzt? Ich liebe SIE doch!

Danke für eure Antworten.

Die Vorgeschichte

Wir waren für zwei Jahre zusammen. Da wir in zwei verschiedenen Städten studierten, sahen wir uns meistens nur am Wochenende. Vor einem Jahr habe ich ein Semester im Ausland verbracht, in dieser Zeit haben wir uns in vier Monaten nur drei Mal gesehen. Wir haben uns von Anfang an viel gestritten und hatten einige Tiefs, die wir aber immer gut überwunden haben. SIE war besonders am Anfang schon fast krankhaft eifersüchtig, nicht nur auf andere Frauen sondern auch auf meine männlichen Freunde.

Da es für uns beide die erste Beziehung war, haben wir einiges falsch gemacht. Über unsere Beziehung haben wir fast nie gesprochen, z.B. was uns stört oder gemeinsame Zukunftsperspektiven. Wir haben beide unser sonstiges soziales Leben ziemlich vernachlässigt und auch als Paar keine "Aussenkontakte" aufgebaut. Besonders dies hat SIE gegen Ende der Beziehung sehr gestört.

In den letzen Monaten der Beziehung hat es gekriselt. SIE reagierte sehr gereizt und hatte vieles an mir Auszusetzen. SIE hatte einige unbegründete Wutausbrüche (oh ja, die können furchtbar sein *träum*). Ich selbst fühlte mich nicht mehr genügend geliebt, da die Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit abnahm.

Einige Wochen vor meiner Abreise in den Nahen Osten hatte SIE einen "Zusammenbruch". SIE weinte bitterlich und sagte, dass SIE keine Gefühle mehr empfinde. Zum einen galt dies für mich, aber auch für alles andere um SIE herum. Wir haben darüber geredet (das erste Mal in unserer Beziehung!), SIE fand auch, dass wir zuviel Zeit zusammen verbringen. Schlussendlich bestand SIE gegen meinen Willen darauf, bei mir zu übernachten und wir sind Arm in Arm eingeschlafen. Unsere Beziehung lief dann im gleichen Muster weiter wie vorher, nur haben wir uns seltener gesehen.

Schlussendlich hat SIE mich an den Flughafen begleitet. Die Verabschiedung war etwas kalt, da ich bereits am Flughafen Kundschaft meiner Firma getroffen habe. SIE hat mir dann aber während der ganzen ersten Woche sehr süsse SMS geschickt und auch am Telefon haben wir uns sehr gut unterhalten.

#2
Hallo erstmal Matador,

ich bin zwar noch nicht so Alt wie du aber ich hab schon mehr beziehungen hinter mir auch längere wie deine. Ich versuch dir so gut es geht zu helfen, auch wenn ich selbst noch nicht über meine letzte beziehung weg bin aber vielleicht ist das ja gut weil ich dich besser verstehe.

Nun wie du richtig gesagt hast war das problem zum teil das ihr nie über wichtige sachen geredet habt. Auch wenn es jetzt zu spät ist denke ich das du dir auf jeden fall in deine neue beziehung die auf jeden fall kommen wird mitnehmen solltest. Du wirst merken wie schwer es einem fällt mit dem Partner offen zu reen zum teil auch wegen der Angst etwas verlezendes/falsches zu sagen das die beziehung beenden könnte und meistens fehlen dir dir Worte um ihm/ihr klarzumachen wie du denkst. Also Denk in zukunft daran, vorallem rede auch über andere deiner probleme mit ihr das giebt Ihnen das gefühl das sie ein wichtiger bestantteil deines lebens bist.

Nun aber zum hauptproblem: auch wenn du nicht kannst, ich kanns im moment auch nicht, du MUSST sie vergessen. das beste mittel dabei für Männer sind neue beziehungen (frauen heulen eher mit Ihrer besten freundin und lenken sich nach längerer zeit damit ab raus zu gehen und neue leute kennen zu lernen) was du auch machen solltest. Nicht verkriechen raus am Wochenende in die Disco oder auf eine Privat-party von deinen freunden. vllt findest du ja ein anderes interressantes mädchen (vergiss nicht: andere töchter haben auch noch scöne Mütter :D ) und wenn sie nicht die richtige war hat sie dir auf jeden fall ein bischen geholfen und irgendwann wird auch wieder eine kommen in deren nähe du zu zittern anfängst, wo dein pulls steigt, und wo du merkst das du doch noch fähig bist andere zu lieben. Und dann denkst du zurück und fragst dich warum du wegen "der" so schlecht drauf warst. vlt auch suizid gefärdet warst.

Wenn du diese neue gefunden hast und du sie liebst ganz fest, aber erst dann, kannst du versuchen mit deiner ex befreundet zu sein, denn diereckt nach der beziehung bringt es nichts da auf jeden fall einer sich davon erhofft wieder mit dem andern zusammen zu kommen und diese hofnung wird meist durch einen neuen partner an der seite der Person für die du alles tun würdest zerstört und du hastwieder die kakke am dampfen auf gut deutsch gesagt.

Ich hoffe ich konnte einem Leidensgenossen etwas helfen. weist du was ? ich werde Gleich eine frau anrufen und wie willt weiter an ihr baggern. warum versuchst du nicht das selbe ?

Mit Kollegialem Grus Dr. Deadrich ;)

#3
Hallo matador,

verstehen kann ich deine momentane Situation sehr gut. Dieser Kummer, der dich begleitet, wechselt sein Bild – es sind wie Wellen: Zuerst ist man schockiert, dann erleichtert und schließlich – wenn schon Abstand stattgefunden hat und man meint, es müsste nun immer besser und leichter werden – dann plötzlich quälen dich die Fragen nach dem Warum und Wieso, die dich nicht loslassen, und dauernd wandert sie durch deinen Kopf.

Es ist immer ein großer Unterschied, ob man selbst eine Beziehung beendet, weil man nichts mehr fühlt oder einfach nicht mehr will, oder ob die Entscheidung vom Partner getroffen wird und einem selbst völlig unvorbereitet trifft.

Du fühlst dich verschmäht und vernachlässigt, kannst dir nicht erklären, woran es liegt, und bist mit diesem Gefühl der Wertlosigkeit allein gelassen.

Ist es so? Das tut mir sehr leid. :trost:

Doch ich kann dir sagen, wie es weitergehen könnte: zuerst halte ich es für eine denkbar schlechte Idee, sich sofort wieder in eine neue Beziehung zu stürzen. Das tun zwar viele, weil es der einfachste Weg des Vergessens ist – und unzweifelhaft auch ein sehr schöner.

Aber wenn du aus der Zeit eurer Beziehung etwas gelernt haben möchtest, bzw. wenn du die Fehler, die du gemacht hast, nicht unbedingt wiederholen möchtest – dann brauchst du Zeit zum Nachdenken und zum Beobachten, sonst wiederholen sich die Muster, immer und immer wieder.

Wenn du dir diese Auszeit nimmst und dazu nutzt, aufmerksam und feinfühlig auf deine Umgebung einzugehen, dann hast du die Chance vieles zu lernen, das zur Reifung deiner Persönlichkeit beiträgt. Mir hat das sehr geholfen: ich habe vieles sehen können, als ich aufmerksamer wurde, ich habe gelernt zu verstehen und irgendwann sieht man ein, was man selbst anders machen sollte.

Doch der erste Schritt wäre, endlich zu akzeptieren, dass es mit dieser Frau einfach nicht klappen konnte. Schon die gemeinsame Gesprächsbasis hat nicht funktioniert, daher würde auch ein letztes, ein klärendes Gespräch keinen Sinn machen – ihr würdet aneinander vorbei reden.

Es ist, wie es ist: es ist vorbei. Ihr könnt nicht miteinander reden. Ihr habt verschiedene Vorstellungen. Und Liebe und Sehnsucht sind kein Thema mehr. Wenn du sie in Gedanken loslässt und dir immer wieder vorsagst, dass es zwar vorbei ist, diese Zeit mit ihr aber nicht sinnlos war, weil du viel über dich und über Beziehung als solche lernen konntest, dann wird es dir bestimmt bald gelingen damit abzuschließen – innerlich einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen, auch ohne ein letztes Gespräch.

Alles Gute!

#4
Hallo Dr. Deadrich und Lisabel (und natürlich auch alle anderen)

Danke euch beiden erstmals für eure Antworten. :klatsch:

Euer Zuspruch ist schön und unterstützt, gerade da er von "ausserhalb" kommt. Auch bin ich über eure Anregungen sehr froh!

Nun ja, es war nicht so, dass wir nicht miteinander gesprochen haben. Wir haben über fast alles zusammen gesprochen. Nur leider war mir (und wohl auch ihr) nicht klar, dass eine Beziehung Pflege benötigt.

Deadrich, du hast wohl Recht, dass Ablenkung das beste Mittel gegen Trübsinn ist. Auch wenn ich mich momentan nicht in eine neue Beziehung stürzen kann und will. Es wäre - so finde ich - der neuen Frau und auch mir gegenüber nicht ehrlich und kann schlussendlich auch nur in Tränen enden. Ich brauche zuerst Mal etwas Zeit, so glaube ich, um das ganze zu Verarbeiten und auch um zu Vergessen. Aber wie schon gesagt: Gegen den einen oder anderen Flirt gibt es nichts einzuwenden. Wenn ich mich amüsieren gehe (sei es nun Volksfest, Kino oder Disco) dann gibt es Momente, in denen mein Trübsinn überhand nimmt. Dann kommt mir die ganze Situation mit den sich amüsierenden Leuten wirklich surreal vor.

Was ist den dir passiert, Dr. Deadrich? Wurdest du auch verlassen? Erzähl mal, wenn du willst. Ach ja, meine ex-Kleine hat (noch) keinen Neuen, da bin ich mir mal sicher...

Lisabel, es ist erstaunlich wie gut du meine Gefühle nachvollziehen kannst! Wohl schon Mal etwas Ähnliches durchgemacht, wie? Es ist wirklich so, dass ich nach der Trennung schon fast froh war, dass es zu Ende ist. Das auch, weil ich in den letzten zwei Wochen vor dem entscheidenden Telefonat fast nichts mehr von ihr gehört habe. So war es schon fast eine Erlösung, da ich wusste was los war. Nur leider hat es nicht lange gedauert bis mich der Trennungsschmerz eingeholt hat.

Gerade zu akzeptieren, dass es vorbei ist und dass es nicht klappen konnte ist so schwierig. Ich denke, dass wir zusammengepasst haben. Im Grossen und Ganzen war unsere Beziehung harmonisch. Wir haben vor meiner Abreise sogar noch gemeinsamen (unseren ersten richtigen) Urlaub geplant. Wir hätten ihn auch schon fast gebucht, dann haben wir uns jedoch für Last-Minute entschieden. Auch kann ich mir meine ex-Kleine nicht einfach als Mittel zum Zweck ansehen, um für spätere Beziehungen zu lernen. Sie ist etwas ganz besonderes und so einen Menschen zu verlieren schmerzt ungemein. Du siehst, ich hänge immer noch sehr an ihr.

Aber trotzdem werde ich versuchen, deinen Tipp umzusetzen. Ich sollte versuchen mich an der Trennung zu stärken und nicht mich durch sie zu Grunde richten lassen. Aber es fällt mir so schwer einen Schlussstrich zu ziehen, gerade weil ich noch viel für meine ex-Kleine empfinde.

Wie soll ich mich also ihr gegenüber verhalten? Wenn ich euch richtige verstehe, einfach den Kontakt abbrechen, auch wenn sie mir noch am Herzen liegt?

Ich denke, dass ich mich damit abfinden kann, dass sie nicht mehr mit mir zusammen sein will oder kann. Aber mir fällt es so schwer, sie aus meinem Leben zu verbannen. Sie ist für mich ein wichtiger Mensch.

Meine ex-Kleine hingegen scheint mit mir nichts mehr zu tun haben zu wollen. Ich habe ihr doch nichts Schlimmes angetan, auch sie sagt, dass wir beide zum Scheitern unserer Beziehung beigetragen haben. Warum verhält sie sich so? Wieso behandelt sie mich seit (und auch bei) der Trennung mit Ablehnung? Sie hat gesagt, dass sie keine Gefühle mehr für mich hat. Weshalb kann sie dann nicht ganz nüchtern mit mir umgehen?

Danke nochmals euch beiden!

Mata-d-or

#5
:( hey ich habe mir deine geschichte durch gelesen und 2 jahre sind schon lang,bei mir warn es 3 und wurde auch von heute auf morgen abgeschoben,was nicht grad schön ist.

anfangs klar es riss mich in die hölle weinte auch nur obwohk ich ein junge bin habe ich noch nie damals-----alles schon 7 monate her-------so viel geweint weil ich sie so seher libete,ich bekamm wie du auch keine antworten es gab von ihr nichts mehr zu sagen ausser nein ende.

ok ich geb zu hatte hass wut trauer,doch dann halfen mir gute freunde wieder auf.

ich würde ihr nicht mehr nachweinen da sie anscheint ein kalter mensch ist.

nun jetzt ist es bei mir so wenn wir uns sehen freuen wir uns mehr aber auch nicht............in den 3 jahren wurde alles geasagt was in einer liebe geasagt werden muste-----hoch und tiefs.gelacht geweint gestritten,ich wünsche dir aber auch alles gute und doch etwas hoffnung.

auch du wirst sie mal vergessen glaub mir.

oder noch mal glücklich...........nur warte nicht darauf das glück kann man sich nicht hollen es kommt zu dir :klatsch: :party:

#6
Du liebst sie also und möchtest sie nicht "verlieren"?

Doch hast du sie nicht schon längst verloren.

Oder: Hast du sie jemals "besessen"?

Lieber Matador, so wie ich das sehe, liebst du einen Menschen, der nicht das Gleiche für dich empfindet und der deine Nähe nicht sucht.

Du hättest sie gern als Freundin, du wärst ihr gern nahe? Warum? Sie will dich nicht. Was bringt eine Freundschaft mit jemanden, der dich ablehnt?

Ob man nur befreundet ist oder sich sogar liebt: ein Treffen, sich sehen wollen, sich unterhalten, kann doch nur erfüllend sein, wenn es beide wünschen und wollen und sich freuen.

Du empfindest Liebe? Es gehört auch zur Liebe, ihr den freien Willen zu lassen. Wenn es ihr Wille ist, dich NICHT sehen zu wollen, dann wäre es an dir, das zu akzeptieren.

Klar ist es schade, es könnte auch anders sein. Wenn man sich verliebt, wünscht man nichts so sehr, als dass der andere genauso denkt und handelt, wie man selbst. Genauso viel Nähe und Distanz braucht und wünscht und sucht und das alles am besten zur gleichen Zeit.

Ja, ich kenne das genau und habe eines gelernt: die Gefühle des anderen sind nie vorherzusagen, zu planen und zu verstehen. Liebe kann man nur für sich selbst bewahren. Ob du ein liebender und liebenswürdiger Mensch bist, entscheidest immer du, was von anderen kommt, ist immer ungewiss.

Ich wünsche dir sehr, du kannst dir diese zarte Liebe erhalten, dieses sanfte Gefühl, das dich liebenswert macht, aber ohne sie von anderen zu erwarten.

Alles Gute :trost:

#7
Hallo

Weidner, es tut gut von dir und deiner Geschichte zu hören. Mir tut es auch Leid für dich, du scheinst es aber ziemlich gut verarbeitet zu haben. Danke für deinen Zuspruch! Es gibt mir Zuversicht, dass andere eine ähnliche Situation gemeistert haben.

Lisabel, schön wieder von dir zu lesen. Wie Recht du doch hast, deine Worte haben mich sehr aufgebaut.

Wenn ich meine ganze Situation streng logisch durchdenke, komme ich zum gleichen Schluss wie du. Mein Kopf sagt mir, dass es zu Ende ist, was früher einmal war existiert nicht mehr. Liebe basiert immer auf Gegenseitigkeit. Mein Kopf sagt mir auch, dass ich gerade weil ich noch starke Gefühle für sie empfinde ihre Entscheidung akzeptieren muss.

Ich denke, dass Liebe leider nicht immer so selbstlos ist, oder ich habe die Grösse zur Selbstlosigkeit (noch) nicht. Liebe ist immer auch ein sehr egoistisches Gefühl, das viel Leid verursachen kann, auch für sich selbst. Ansonsten wäre dieses Forum sicherlich nicht so gut besucht.

Auch wenn mir mein Kopf sagt, dass ich sie ziehen lassen muss und es das Beste ist, so empfindet mein Herz doch anders. Wir haben uns Mal geliebt und diese Erinnerungen sind tief in mir. Ich flüchte mich in sie, wenn es mir schlecht geht. Ich vermisse sie, ich denke so oft an sie. Sie bedeutete für mich die ganze Welt, und jetzt ist sie einfach von einem auf den anderen Tag weg. Sie hat sich dafür entschieden, auch diese Einsicht schmerzt gewaltig. Dann sind da noch diese Selbstzweifel, wie dass ich nicht gut genug für sie war oder dass ich während der Beziehung so vieles falsch gemacht habe. Auch spuckt immer noch die Hoffnung auf einen Neuanfang in meinem Kopf herum. Ich halte mir dann vor Augen, dass sie sich für das Ende entschieden hat. Ihre Entscheidung und ihr Abschotten von mir sind wohl Zeichen genug, dass es keinen Neuanfang geben kann. Aber wie heisst es doch so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Na ja, deine Antworten haben mir geholfen und sie haben auch ein bisschen Trübsinn vertrieben, danke!

Mata-d-or

#8
Hallo Matador!

Natürlich geht das nicht so von heute auf morgen. Du wärst doch kein Mensch mit so tiefen Gefühlen, wenn du so einfach zur Tagesordnung übergehen könntest. :trost:

Mein Beitrag sollte dich ein bisschen trösten, wenn es mir hoffentlich gelungen ist, dass alles was passiert, auch etwas Gutes hat.

Aber es gehört viel Abstand dazu, diese Einsicht zu gewinnen. Den kannst du jetzt noch nicht haben, der kommt mit der Zeit. Du solltest dich nicht dazu zwingen. Ich bitte dich um Vertrauen, den Dingen ihren Lauf zu lassen, dann renkt sich das wie von selbst ein.

Hoffnung ist etwas Gutes! Und auch wenn wir im Hinterkopf immer wissen, wie wenig Hoffnung eigentlich besteht, hilft sie uns doch weiter, motiviert uns und gibt uns Selbstvertrauen.

Selbstlose Liebe … hmm :schief:

Tatsache ist doch, dass wir uns nur wohl fühlen können, wenn wir einerseits Liebe geben, und andererseits genauso viel zurückbekommen. Einseitig zu lieben macht auf Dauer frustriert. Und dann auch noch von dem geliebten Menschen weggestoßen zu werden, löst Schmerz aus, weil wir uns minderwertig fühlen. Vielleicht ist es eine Hilfe, wenn man weiß, dass diese Gefühle nichts mit Liebe zu tun haben, wenn man es trennen kann.

Denn selbst wenn sich ein Mensch abwendet, bleibt die Liebe als solche erhalten. Du musst nur Geduld haben bis jemand kommt, der sie von Herzen gern aufnehmen möchte. Auch wenn du dir das heute noch nicht vorstellen kannst: auf dich wartet jemand, der zu schätzen weiß, dass du ein mitfühlendes Herz hast, denn das ist gar nicht selbstverständlich.

Alles Gute :trost:

#9
Hallo Lisabel

Ja, von der positiven Seite kann ich die ganze Geschichte leider (noch) nicht sehen, für das bin ich wohl einfach noch zu tief drin und habe einfach auch noch zu viele Gefühle.

Aber ich habe das Gefühl, dass es langsam ein bisschen aufwärts geht. Nein wirklich, vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass das Studium wieder begonnen hat: Bietet schliesslich genügend Abwechslung, zuerst Mal all die Leute wieder sehen, dann zu Semesterbeginn das ganze organisatorische Zeugs... Ich denke nicht mehr ständig an sie, und meine Grundstimmung ist - jetzt Mal abgesehen von einigen Tiefs - eigentlich gar nicht so schlecht. Ich muss sagen, dass sie es mir ja (glücklicherweise) relativ einfach macht, mich von ihr zu lösen. Ich habe einige andere Geschichten hier im Forum gelesen, und muss sagen, dass sie sich zumindest in dieser Hinsicht ziemlich fair verhält und denn Kontakt ganz abgebrochen hat.

Natürlich gibt es da auch diese Momente, in denen ich mich wahnsinnig alleine fühle, in welchen ich sie wirklich vermisse, in denen ich gerne ihre Nähe spüren würde. Aber diese Momente werden immer weniger.

Zur "selbstlosen Liebe": Sicher macht einseitige Liebe nicht glücklich und sie kann eigentlich nur in den Abgrund führen... Und ich denke, dass es vielleicht genau diese Schmerzen vom Weggestossen-Werden sind, welche uns auch eine Ablösung von der geliebten Person erlauben. Ich spüre, dass sie mir langsam etwas gleichgültig wird, wenn auch nur ein ganz kleines Stückchen. Etwa so, dass ich nicht bei jeder neuen E-Mail wahnsinnig Herzklopfen bekomme, da sie ja etwa von ihr sein könnte. Wenn sich dieser Prozess nun so fortsetzt, bin ich eigentlich für die Zukunft ganz zuversichtlich. Du merkst bin gerade eben in einer Hochphase...

Also dann, hab mich mit ein paar Kumpels verabredet, das wird mich sicher auf andere Gedanken bringen.

Danke für deine lieben Antworten, Lisabel! :klatsch:

Mata-d-or

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