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Was fehlt mir eigentlich oder was will ich eigentlich?

32 Antworten4'772 AufrufeGestartet von kumiori ·

kumioriThemenstart
#1
hallo ihr.

ich habe festgestellt, dass ich mich ziemlich oft einsam fühle. anktiv etwas dagegen unternommen habe ich: obwohl ich sonst relativ wenig mit leuten unternommen habe, habe ich den spieß einmal umgedreht und jetzt schon seit bestimmt 8 wochen richtig etwas mit anderen leuten unternommen. und das nicht wenig. ich fühle mich aber auch in gesellschaft einsam. es ist egal welcher typ mensch vor mir sitzt. es ist egal wo ich bin. es ist egal ob ich spaß habe oder nicht. dieses gefühl wird vielleicht für 1 stunde unterdrückt aber es ist dennoch da. ich begreife einfach nicht wieso! und dieses gefühl ist so verdammt doof! woran kann das liegen? bin ich "ein fall" für eine therapie? ich versteh nicht was mit mir los ist und ich weine ziemlich oft deswegen.

vielen dank fürs zuhören bzw. fürs ideen-abgeben.

kumiori

#2
Hallo kumiori!

Ich weiss nicht, ob es dir hilft, aber wenn ich mich einsam fühle, denke ich immer: Ich bin ja gar nicht alleine. Ich habe immer noch mich. Mein Ich und ich. Ein duftes Team. Und ich hab da auch noch meine ganzen schönen Gedanken. Und natürlich meine Träume. Meine Ideen. Mein Lieblingsessen. Meine Zeit.

Ich fühle mich einsam, wenn ich manchmal keinen Sinn mehr in der Sache sehe. Kein Sinn, nirgends. Nun, ich habs mir zur Aufgabe gemacht jeder Sache ihren Sinn zu geben. Der ist da nicht einfach so drinn. Man muss ihn wohl selbst da rein tun. Und dann bin ich plötzlich nicht mehr so alleine.

grüsse, broken

#3
ich kann verstehen wie du dich fühlst, ich denke jeder hat sich mal so gefühlt, ich kenne das, aber das geht sicherlich bald vorbei, du bist ja schon auf dem richtigen weg, wenn du viel mit anderen leuten machst.

aber kennst du denn diese leute auch etwas besser? wenn ich mich mit mehr oder weniger "fremden" unterhalte, ist es klar dass man sich einsam fühlt, wenn man nicht von dem jenigen verstanden wird.

ich weiß nicht genau was ich dir da raten soll, aber mach einfach viel mit freunden und versuch dich darüber zu freuen mit ihnen zusammen zu sein, ganz ohne zwang.

Ich hoffe dieses gefühl wird dann schnell wieder verschwinden.

#4
danke für eure antworten!

@broken heart: darüber hab ich gestern auch schon nachgedacht. ob das ein gefühl ist "sinnlos" zu sein oder so. oder ist es ein gefühl von fehlender anerkennung? liegt es am mangelnden selbstbewusstein? ich möchte so gern die ursache kennen. wie kommt dieses gefühl zustande? manchmal fühl ich mich wie so eine oma die keine verwandte hat. wenn ihr etwas passiert bekommt es niemand mit. obwohl es bei mir jmd. mitbekommen würde, keine frage. aber nicht sofort. aber wie wichtig ist das? mit meinen eltern habe ich keinen kontakt. mit meinem neuen freund ist es anders als mit meinem alten freund - wir wohnen nicht zusammen. ich fühl mich so oft schrecklich einsam obwohl es total blödsinnig ist. ich hab nen freund, ne arbeit, ich hab mit mehr leuten zu tun als manch ein "computerfreak" und schaff es trotzdem mich einsam zu fühlen. ich hab auch eine katze die immer da ist. warum zum geier fühl ich mich dann noch einsam? mich ärgert das. ich hab viele ideen für meine hobbys, mit denen ich mich eigentlich beschäftigen müsste, aber dieses einsamkeitsgefühl wird manchmal so groß, dass ich nichts mehr anpacken kann. ich sitze dann wie gelähmt zuhause und kann nichts tun außer herumzusitzen und darüber nachzudenken woher dieses doofe gefühl kommt.

@summerlove: verabredungen mit oberflächlichen leuten mag ich gar nicht. also ich mein schon menschen mit denen ich über viele dinge reden kann. ist diese art von "ablenkung" wirklich der einzige weg der mir helfen kann?

nen lieben drücker

kumiori

#5
hmm das kann ich dir nicht sagen, ich denke das ist bei jedem menschen anders, aber vllt hilft es dir auch, wenn du dich mehr mit dir selber beschäftigst.

zb durch ein neues hobby oder ähnliches und dadurch lernst du noch dazu neue leute kennen mit denen du etwas gemeinsam hast.

#6
Hallo Kumi,

ich denke,das sich schon jede Menge Menschen so gefühlt haben. Es ist diese innere Einsamkeit, dieses unbefriedigende Gefühl nicht wirklich verstanden und gesehen zu werden.

Du kannst es nur bekämpfen, indem du mal offen mit jemandem, der dir nahe steht, der dir wichtig ist und dem du zugetan bist besprichst. Versuchst dieses Gefühl zu erklären und zu ergründen.

Sich zurückzuziehen und dich immer nur selbst damit beschäftigen, wird dich aus deiner eigenen Einsamkeit nicht rausholen.

#7
Hi Kumi,

dieses gefühl hatte ich auch, noch nicht all zu lang her. Hast du den einen guten freund oder freundin? Also Jemand mit dem du richtig gerne "rumhängst"? Also ich habe einfach mal mit meinem kollegen darüber gesprochen. Ich musste einfach viele dinge loswerden....einsamkeit,beruf,familie,liebe die mir momentan sehr fehlt. Und wenn du jmd hast der dir zuhört und du einfach alles rauslassen kannst, hilft dir das unglaublich. Also mir hatt es wirklich geholfen.

Ich hoffe ich konnte dir auch weiterhelfen.

Weiterhin alles gute und kopf hoch!

Lg

#8
Hallo liebe Kumi

Ich kenne dieses gefühl auch sehr gut. Hatte es auch, trotz einiger wirklich guter Freunde, guter Familie, liebem Freund (jetzt leider Ex)...

Hm, wie bin ich davon weg gekommen? Leider kann ich es dir nicht genau sagen, da es im Laufe einer Therapie weg gegangen ist. Also, nicht mit BEWUSSTEM daran arbeiten sondern einfach im Laufe der Therapie.

Was ich lern(t)e während der Therapie ist, mich anzunehmen wie ich bin. Ich hatte lange Zeit immer an mir herumgenörgelt im Kopf. dachte immer, ich müsse noch das un das und das an mir verbessern und verlor oft den Kontakt zu meinen Mitmenschen (auch wenn sie mir total nah und wohl gesinnt waren).

Mir half einfach, einen liebevolleren Umgang mit mir zu haben, gewisse Seiten an mir nicht mehr zu kritisieren oder zu zensurieren sondern einfach anzunehmen. Ich glaube, dass hat mir den Zugang zu mir und somit zu meinen Mitmenschen (wieder?) gebracht und ich fühle mich nun nicht mehr einsam, wenn ich alleine bin...oder wenn ich mit anderen zusammen bin...

Hast du einen guten Zugang zu dir? Hast du eine gute Beziehung zu dir selber?

denn ich glaube, umso besser die Beziehung zu sich selber ist, desto besser kannst du auch mit anderen in Beziehung treten und sie auch FÜHLEN.

Ich habe mich in dieser einsamen Zeit oft innerlich von den anderen abgekapselt, weil ich dachte, ich dürfe nicht alles zeigen von mir oder es würde nicht alles verstanden oder akzeptiert werden. Ja, es ist schon so, dass die Mitmenschen einen nicht immer verstehen aber wenn man sich selber versteht und nahe ist, kommt das auch nicht mehr so darauf an, ob einen die anderen verstehen und man lässt sie zudem auch näher an sich ran - dabei kann man auch entdecken, dass sie dich ebsser verstehen, als man meint.

Das sind jetzt natürlich alles meine Erfahrungen. Weiss nicht, ob du damit etwas anfangen kannst?

Was ich mich noch gefragt habe beim Durchlesen: Hattest du dieses Gefühl schon imme roder ist es neu? DAs wäre interessant, denn falls nicht, gäbe es vielleicht einen Vorfall oder Lebensumsatnd, der dieses Gefühl verursacht hat...

Liebe Grüsse (du bist nie alleine:-)

Astronautin

#9
Liebe Kumiori

Ich schreibe nun i.wie etwas ähnliches wie es die Anderen schon geschrieben haben. Naja...

Dieses Gefühl hab ich auch, und ich denke, es ist das Gefühl nicht verstanden zu werden. Vielleicht hast du etwas schlimmes durchgemacht, was die Anderen nicht haben. Dann hast Du es vllt. noch nie jemandem erzählt. Der Gedanke "sie werden es nicht verstehen, sie haben nicht dasseöbe durchgemacht" schwirrt vllt. oft umher. Das gibt Dir dann das Gefühl von Einsamkeit (war bei mir jedenfalls so)

Rede mit jemandem, einem gutem Freund oder sonst wem. Oder schreib einen Brief, alles detailreich, alle Gedanken, alle Taten an jemanden, den Du wirklich vertraust. Du kannst den Brief auch weg schmeissen, aufbewahren oder einfach immer wieder lesen und versuchen, die Sachen zu verbessern, bei denen Du denkst, es wird Dir helfen aus der EInsamkeit zu fliehen.

Viel GLück

Deine

FaLLen

#10
Hallo Katja,

ist ja echt krass was bei dir das letzte halbe jahr los war, da ist es doch ganz normal dass du dich auch mal einsam fühlst. Bzw ich schreib ja so spät ist es wieder besser geworden??? Ich denke wenn man so lange in einer Beziehung war ist es ganz normal dass man nach einer Zeit solche Gefühle bekommt, ich mein du hast ja die neue Beziehung relativ schnell wieder begonnen. Vielleicht hattest du nicht genug Zeit die Trennung zu verarbeiten? Vielleicht ist es ja nicht unbedingt ein Gefühl der Einsamkeit, sondern nur das Gefühl das irgendetwas fehlt, das lange da war. Ich wünsch dir das du wieder glücklich bist und alles bekommst was du dir wünscht.

viele Grüsse

Samy:schmatz:

#11
also ich rate dir---

du musst einen ausgleich finden---

ein Hobby wo dir spass macht---

tanzen, skaten...

gib diesem gefühl einsam keine chance...

mach was in deinem leben--

weiterbildung... etwas was dich erfreut daran...

hilft glaub mir..

einfach nicht negativ denken... uns zu hause sitzen und jammern... das bringt nichts---

schreibe sonst mal deine Ziele und auch deine Träume mal auf..

und es gibt sicher welche wo man ereichen möchte und dafür muss man was tun..

gib deinem leben einen sinn !!

Alles gute..

Knuddel °

bearbeitet #12
hallo kumiori,

zuerst einmal wollte ich sagen, dass ich dich sehr gut verstehen kann.

ich denke auch, dass jeder schon einmal solch eine phase hatte. nun, bei dir hält diese phase an und egal was du tust, es ändert sich nichts.

ich kann wie die anderen natürlich auch nur vermuten, was die ursache der ganzen misere ist, aber lass dir mal eins gesagt sein, nur weil man dies und dies und das hat (also freund, beruf etc.), heißt das nicht, dass man glücklich und erfüllt sein muss. das kann man nämlich nur selbst tun. was ist denn mit den ganzen ehrenamtlichen oder reisenden, partnerlosen menschen?

nein, ich tippe eher auf das thema sinnlosigkeit. explizit ausgedrückt, zukunft. was stellst du dir denn vor? was für ziele hast du im leben? wo

siehst du dich in ein paar jahren? jahrzehnten?

natürlich sollte man nicht sein ganzes leben vorausplanen, das bringt ja nichts, denn jeder tag bringt eine änderung mit sich, nicht wahr?

nun, nichts ist sicher, klar. aber trotzdem, wenn man sich vorstellungen oder gedanken macht über sein leben, dann hat man einen leitfaden, ein ziel (oder mehrere)...

ich weiß nicht, inwiefern du dir schon gedanken darüber gemacht hast, über dein zukünftiges leben, was spornt dich an, was macht dir freude, was willst du erreichen? wofür lebst du? das sind so fragen, die mir einfallen, wenn ich daran denke, warum ich jeden tag aufstehe.

was willst du aus deinem leben machen liebe kumiori?

edit: sehe grad, du warst schon eine weile nicht mehr hier, werd dir eine PN schicken, falls du doch mal wieder vorbeikommst.

#13
Hallo liebe Kumiori,

man sagt die schlimmste Art der Einsamkeit ist die, in einer Menschenmenge zu stehen und sich dennoch einsam zu fühlen. Ich glaube das Gefühl das du beschreibst zu kennen. Es ist hart zu bemerken das man nicht wie die Anderen ist. Man denkt scheinbar anders(oft tiefer), man fühlt scheinbar weniger Glück und manchmal scheinen alle anderen zu bemerken das man nicht ist wie sie.

Alle Menschen sind soziale Wesen! Das ist eine Erkenntnis die jeder im Lauf seines Lebens machen muss. Es gibt keine Ausnahmen! Wir brauchen den Austausch und die Erfahrung mit anderen Menschen. Kommt es dir nach einer gewissen Zeit so vor als hättest du jetzt genug Menschen um dich gehabt? Möchtest du dich wieder für eine Weile zurückziehen?

Du machst nichts falsch indem du versuchst dich so viel und so oft wie möglich mit Menschen zu umgeben! mach weiter so! Du hast verlernt Spaß daran zu haben und du hast noch nicht gelernt auf welche Art und Weise sozialer Austausch wirken kann! Mit der Zeit wirst du all das lernen. Hab keine Angst und gib nicht auf! Das Leben geht immer weiter. Es ist immer in Bewegung!

Du kannst dir natürlich durch Aussenstehende helfen lassen indem du autogenes Training oder therapeutische Einzelgespräche wahrnimmst aber deinen Weg wirst du gehen, so oder so!

bearbeitet #14
hallo ihr lieben!

danke erstmal an heartflowers dafür, dass sie mir bescheid gesagt hat, dass hier antworten stehen! sorry! und danke!

hmm.. ich denke dass ihr alle recht habt mit dem was ihr sagt. und ich bewundere jeden von euch der es geschafft hat da herauszukommen!

ich hab keine ahnung seit wann ich dieses gefühl habe. ewig. wenn nicht schon immer.

ja ich glaube auch das wir in wirklichkeit "rudeltiere" sind. aber ich spür es nicht. wenn ich mit einem menschen in kürzester zeit hintereinander nochmal etwas mache, dann fallen mir irgendwelche sachen an demjenigen auf, was auch klar ist weil niemand perfekt ist. und das ärgert mich so, dass ich mich dann immer zurücknehme in dem moment und es einfach aushalte und mir dann schwöre den anderen erstmal ncith zu begegnen.

ich fühl mich auch meistens allein zwischen vielen menschen.

und ich ja - ich glaub ich fühl mich auch nicht von menschen angenommen. wo ich jetzt darüber nachdenke.

aber woher bekommt man die richtige "therapie" wie fängt man an da hinzugehen, wie stellt man sicher dass einem auch über kurz oder lang geholfen wird und nicht jahrelang veräppelt wird? woher nehme ich die kraft dorthin zu gehen - ich trau mich nämlich wirklich nicht.

einmal habe ich überlegt zu einer therapeutin zu gehen - und war auch da, aber die sitzung war ein flopp. sie hat ständig alles vertauscht und mir richtig dumme ratschläge gegeben und hat viel zu wenig verstanden worum es ging.

heut gerade hab ich wieder einen ganz schlimmen "einsamkeitsanfall" und versuche mich abzulenken. habt ihr tipps was hilft? ist nicht schlimm wenn ihr viel später antwortet - es gibt bestimmt ein nächstes mal!! X-D

und ja: ich habe definitiv das gefühl, dass ich jmd. verloren hab der lange in meinem leben war. natürlich.

meine zukunft. ich stelle mir jeden tag vor was ich alles "erreichen", "erleben" etc. will vor. dauernd. dabei vergesse ich zu leben. ich habe richtig schlimme angst etwas nicht gemacht zu haben falls ich sterben sollte. und ein anderes mal will ich sterben und es ist mir lachs. aber keine sorge - ich wünsch es mir nur.

ich hab mir lange zeit ausgemalt, dass ich mit meinem ex an meiner seite glücklich bis zu meinem lebensende sein werde. hab mir alles ausgemalt. bis zum ende. und jetzt ist alles weg.

dann mein neuer freund. ich hab mir auch vieles ausgemalt.

aber mittlerweile weiß ich nicht ob ich die maßstäbe nicht viel zu hoch setze und dabei alles kaputt mache was ich hab.

hätte ich die alte beziehung weitergeführt, dann wäre ich in einigen punkten gerade glücklicher als jetzt. aber ich würde es nicht wissen. und ich würde mich nicht mit mir selbst auseinandersetzen müssen. und ich frag mich oft was richtiger ist.

was meint ihr?

derzeit hab ich ganz bescheuerte probleme. ich weiß z.b. genau dass ich gern eislaufen ausprobieren würde als hobby. aber ich hab immer ne ausrede hinzugehen.

ich hab vor irgendwas angst. vor etwas neuem.

ich wollte früher immer gern in der stadt wohnen und nicht im ruhigen teil.

jetzt hab ich angst umzuziehen und die vergangenheit und sowieso sämtlichen halt zu verlieren.

ich will einen neuanfang und hab keine kraft dafür.

brauch ich einen therapeuten?

irgendwie schon oder? *tränenkullern*

was mich bzgl. der nahen zukunft beschäftigt: weihnachten.

ich hab nen neuen freund, wieder kontakt mit meinen eltern (seit 5 jahren), nen bruder der darauf ein wenig eifersüchtig reagiert. dafür eine liebe nette familie verloren mit denen ich immer weihnachten gefeiert hab und einen lieben freund.

ich kann jetzt unmöglich mit meinen eltern weihnachten feiern und meinem neuen freund, weil ich mich nicht wohl damit fühle.

dann hatte ich überlegt wegzufahren mit meinem freund - und wiederum hab ich das gefühl mich auszugrenzen.

dasselbe mit silvester. jahrelang hab ich etwas mit meinem exfreund unternommen.

jetzt will mein freund mit mir zusammen feiern und noch anderen ---> ich kanns nicht. ich hab gesagt dass ich wahrscheinlich tanzen gehe. dabei geh ich nie tanzen.

aber ich würds versuhcen.

was ist bloß mit mir los???!

nen lieben drücker

kumiori

edit:

diesmal will ich versuchen den thread zu abonnieren - letztes mal hat es ja nicht geklappt..*aaaaaaaaaaah*

#15
wenn ich mit einem menschen in kürzester zeit hintereinander nochmal etwas mache, dann fallen mir irgendwelche sachen an demjenigen auf, was auch klar ist weil niemand perfekt ist. und das ärgert mich so, dass ich mich dann immer zurücknehme in dem moment und es einfach aushalte und mir dann schwöre den anderen erstmal ncith zu begegnen.ich fühl mich auch meistens allein zwischen vielen menschen.

und ich ja - ich glaub ich fühl mich auch nicht von menschen angenommen. wo ich jetzt darüber nachdenke.
Hm, das sind im Grunde zwei Seiten derselben Medaille. Nämlich dass du unbewusst das Gefühl hast, dass Menschen auf eine bestimmte Art sein müssen ("perfekt"), damit man sie akzeptieren kann. Wenn du dann bei jemandem etwas feststellst, das nicht in dieses Schema passt, fällt es dir schwer, ihn zu akzeptieren - so, wie er ist. Man fängt an zu beurteilen, werten, analysieren - und alles läuft darauf hinaus, Distanz zu schaffen. Man möchte gar keine allzu grosse Nähe aufkommen lassen.
Denn gegenüber sich selbst hat man diese Ansprüche ja auch. Oft lebt man deswegen quasi eine Fassade vor, eine Maske, und traut sich nicht, so zu sein, wie man ist. (Die Psychologen Carl R. Rogers und R. und A.-M. Tausch haben sich intensiv mit diesem Problem befasst.) Da erscheint natürlich zu grosse Nähe auch bedrohlich, weil der andere ja dann plötzlich Dinge sehen würde, die man bei sich selbst nicht akzeptieren kann - und weil man Angst hat, dass einen der andere dann nicht mehr akzeptiert, blockt man lieber vorher ab. Deshalb sind tiefe Beziehungen erst möglich, wenn man sich selber so akzeptiert, wie man ist, mit allen Stärken und Schwächen.

Vielleicht hat dir auch gerade dein letzter Freund stark das Gefühl gegeben, dass du so akzeptiert bist, wie du bist. Z.B. indem er dich so in seine Familie einbezogen hat.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang folgende Passage aus dem Artikel "Allein" in der Zeitschrift "Gehirn & Geist", 10/2009, S. 52:

"Einige Befunde des Sozialpsychologen Alexander Thomas von der Universität Regensburg zeigen, dass Einsame mitunter auch überzogene und unrealistische Erwartungen an Beziehungen haben. Sie ersehnen sich Zuwendung ohne eigene Investitionen und Zweisamkeit ohne Konflikte. Genügen andere Menschen nicht den eigenen hohen Ansprüchen, werden sie als potenzielle Beziehungs- und Kontaktpartner disqualifiziert – und der Betroffene bleibt allein."

ich weiß z.b. genau dass ich gern eislaufen ausprobieren würde als hobby. aber ich hab immer ne ausrede hinzugehen.ich hab vor irgendwas angst. vor etwas neuem.
Das ist evtl. etwas Ähnliches. Vielleicht magst du es nicht, wenn du etwas nicht gut kannst - und dich dann vor allen "blamierst" deswegen? Das hatte ich früher auch. Bis mir bewusst wurde, dass man sich nicht schämen muss, wenn man etwas neu lernt und nicht sofort alles kann. (Es hört sich lächerlich an, aber unbewusst hatte ich an mich wirklich den Anspruch, dass ich alles sofort beherrsche, wenn mir jemand etwas erklärt. In der Schule ist mir halt alles ziemlich leicht gefallen, und das hab ich automatisch auf alles andere übertragen.)
#16
hallo kumiori. bin wohl schon was älter als du und war sehr lange sehr einsam. Da schwer traumatisiert als Kind, hat sich das erst mal oft wiederholt. Hab mich dadurch einsam gemacht. Beziehungen kaputt, allein erziehend mit natürlich deswegen schwierigen Kindern, arbeiten ging nicht, dadurch niedriger sozialer Status und einfach sehr krank, psychisch und physisch. Hauptmerkmal: Einsamkeit. Depression. Todessehnsucht. Aber jetzt ist das alles weg, obwohl ich nicht arbeite, obwohl ich keinen Freundeskreis habe, obwohl das eine Kind ausgezogen ist und das andere mich im Prinzip für nichts braucht außer einen vollen Kühlschrank. Ich bin mindestens 15 Stunden alleine am Tag, aber nie einsam, nicht mehr traurig, keine Leere, keine Depressionen, einfach nur stilles, zufriedenes Glück. Aber wenn ich Dir erkläre, wie, dann wirst Du wahrscheinlich wie so viele andere, mit dem Kopf schütteln. Ich habe mich der Einsamkeit ausgesetzt und versucht zu glauben, was ich in Büchern, von Menschen und eigentlich auch irgendwo im Herzen gefühlt habe: da ist wer. Nenne es wie es Dir gefällt: Schutzengel, Alliebe, Gott, höhere Intelligenz, höheres Ich, Mama, Egon, Buddha, usw. Der Name ist egal. Wichtig ist, dass du es zuerst mal glauben musst, um dich überhaupt darauf einzulassen. Das innere Gegenüber ist immer da, nur wir nehmen es nicht ernst. Weil wir es nicht hören und sehen. Man kann es nur fühlen, ok, später kann man es als innere Stimme hören, mit der Zeit. Dieses innere Gegenüber ist eine Realität, die mit einer größeren und reiferen Liebe ausgestattet ist als wir. Wahrscheinlich sehen wir sie/es/ihn deshalb nicht. Wir sehen sie/ihn/es auch deshalb nicht, damit wir nicht zu einer Marionette werden, sondern lernen, aus eigenem Antrieb zu lieben und bedingungslos zu lieben. Es ist eine wahrhaftige Beziehung und wenn diese innere Beziehung besteht, so fehlt einem nichts mehr. Man braucht andere Menschen oder Ablenkung nicht mehr, sondern man kann dann wirklich geben und eigentlich erst dann. Vorher hat man andere Menschen gebraucht, um von dieser quälenden Einsamkeit wegzukommen, aber dann liebt man Menschen. Dann erst kann man sie so nehmen wie sie sind und hat nicht immer wieder das Bedürfnis, sie so zu ändern, dass sie unseren Bedürfnissen entsprechen. Was gar nicht heißt, dass es ok ist, sich schlecht behandeln zu lassen. Im Gegenteil- wenn dich dann einer schlecht behandelt, kannst du es in Ruhe sagen und wenn er sich nicht ändern will dann kannst du gehen ohne einen Verlust zu erleiden, denn es fehlt Dir nichts, da die Liebe immer von deinem inneren Gegenüber kommt, egal, ob sie von außen kommt oder nicht. Ich weiß, dass es nur so geht, aber ich weiß auch, dass es ein mühsamer Weg ist. Die Beziehung ist bis jetzt einseitig. Denn von drüben kommt sie schon, aber dein Teil fehlt noch. Dieses innere Gegenüber sehnt sich nach dir. Du musst es auch nicht glauben, nur probieren. Die innere Bereitschaft genügt. Still werden, nach innen lauschen, zuhören, annehmen. Das sind die Voraussetzungen.

Dann verschwindet die Einsamkeit für immer. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass du den Mut findest, deinen inneren Freund zu suchen. Ich bin inzwischen viel lieber mit mir und ihm/ihr zusammen als mit den allermeisten Menschen, die doch so oft nur benützen anstatt wirklich lieben. Liebe Grüße.

#17
he ihr beiden!

danke für eure antworten!

ein paar tage lang habe ich wieder versucht die einsamkeit zu verdrängen. es hat nicht geklappt.

@roxor: ich habe zwischendurch sehr viel nachgedacht - deshalb habe ich noch nichts dazu geschrieben. hier ein zwischenstand:

ja, mir fällt es schwer andere so zu akzeptieren wie sie sind, weil es mir bei mir selbst auch schwerfällt. ich hab das gefühl wenn ich nichts "schaffe" (was ich natürlich selbst definiere), dann bin ich niemand. das mit der nähe stimmt nicht immer. manchmal bin ich mir bei bestimmten menschen sehr sicher und zeige zuviel von mir. d.h. ich bereue es hinterher oft. weil ich anfänglich manchmal ein wenig zu naiv bin. - weil mir andererseits die erfahrung mit menschen fehlt weil ich mich nie auf sie einlasse.

ja, mein letzter freund hat mir gezeigt dass er mich so nimmt wie ich bin. und mein jetziger freund zeigt es mir nicht. bzw. bin ich mir sicher dass er es nicht so sieht. obwohl es vielleicht gar nicht stimmt. --> ein wichtiger tipp von dir - ich sollte es mal herausfinden.

zum artikel "allein": ein wenig würde ich mich auch da mit hineinwerfen - in die gruppe der dort angesprochenen menschen.

hohe erwartungen an eine beziehung hab ich. weil ich die ja auch generell hab. das trifft aber nicht zu:





Sie ersehnen sich Zuwendung ohne eigene Investitionen und Zweisamkeit ohne Konflikte


zum eislaufen: ich hab keine angst etwas zu lernen was ich nicht kann. ganz im gegenteil. mir ist es auch nicht peinlich. mir graust vor den menschen. vielleicht finde ich die dort alle doof?

irgendwie so ist die denke.... *aaah*

@silja: danke! als ich deine zeilen eben gelesen habe, hab ich mich total gefreut, dass es scheinbar möglich ist sich nicht mehr einsam zu fühlen.

ja das ist es: ich möchte die nähe anderer nicht ausnutzen um meine einsamkeit für einen augenblick zu vergessen. und ich möchte auch nicht von anderen so "benutzt" werden.

und ich würde auch gern so eine ruhe ausstrahlen wie du sie wahrscheinlich ausstrahlst.

aber ich habe auch angst davor mich irgendwo hineinzuflüchten um es mal vorsichtig auszudrücken. andererseits flüchte ich mich auch so in irgendeine angst. das problem ist ja auch dass man den sinn bzw. den wert des lebens nicht mehr erkennen mag.

ich bin wieder sehr verwirrt heute. kann nicht ins bett gehen und werde noch ein bißchen im internet nach lösungen finden. auch wenn ich weiß dass es dort nicht finden kann. aber wovor hab ich angst verdammt?!!

liebe grüße

kumiori

#18
Hallo du Liebe. Angst davor, zu flüchten... Die Angst führt uns dahin, wo wir hingehen sollen. Sich der Angst aussetzen, das tun, wovor wir Angst haben und damit die Angst überwinden. Der Angst versuchen, Vertrauen entgegenzusetzen...Und: Liebe macht weder blind, noch blöd sondern glücklich. Nimm Dich doch nur immer wieder selber in den Arm und genieße, dass Du lebst. Der Rest kommt dann schon in Ordnung.

#19
Hallöchen Ihr Lieben!!

Ich schreibe hier heute im Bereich "Einsam" herum, weil mir mal wieder folgendes auffällt: Ich sitze hier zuhause herum am Freitag Abend. Allein.

Und ich sitze hier bestimmt schon 1 Stunde herum. Mir fallen 1000 Sachen ein die ich machen könnte und auch will - wo soll ich bloß anfangen? Ich bin voller Energie: Aber irgendetwas hindert mich daran. Was ist mit mir los?

Anstatt zu malen, aufzuräumen, mit der Katze zu schmusen, Fahrrad zu fahren, schwimmen zu gehen oder sonstiges, schwänze ich meinen Yogakurs, esse mich voll (was schon seit längerem immer schlimmer wird - noch bin ich nicht übergewichtig, aber seit längerem nun schon pummelig und ich mach mir langsam Sorgen um mich) sitze ich hier herum. Und rege mich auf. Dass ich nichts vorhabe am Freitag Abend. Das alle anderen Menschen heute bestimmt etwas großartiges vorhaben, und nur ich die Dumme bin die zuhause herumsitzt und nichts besseres zu tun hat als aufzuräumen. Bzw. darüber nachzudenken ob sie es tun will.

Hab ich keine Freunde?

Doch. Schon. Aber keine spontanen. Bzw. die spontanen die ich kenne, sind die Freunde meines Exfreundes. Aber bei denen kann ich mich nicht so einfach mal melden.

Und schon bin ich beim nächsten Thema: Mein Exfreund. Ich weiß nicht ob ich noch immer etwas für ihn empfinde. Nein: Ich weiß nicht ob ich mehr für ihn empfinde. Oder ob ich einfach die Nicht-Einsamkeit vermisse. Aber warum denk ich dann so oft an ihn. Und das obwohl ich einen Freund habe?

Gut, das lässt sich auch ganz leicht erklären: Mit dem ist Ärger und Zank fast jeden 3ten Tag - aber etwas in mir weiß dass es nicht ganz stimmt.

9,5 Jahre - wer kann sich schon so schnell an etwas Neues gewöhnen?

Naja. Und anstatt nach vorn zu blicken blick ich gerade in der Vergangenheit umher.

Ich hatte das neue Jahr 2010 zu meinem Jahr gekürt an Silvester. Ich wollte soviel verändern. Ich bin ja auch dabei aber es geht mir alles viel zu langsam. Und ich weiß auch nicht ob ich das richtige ändern will. Ich will aktiver sein. Mir neue Menschen suchen. Gegen dieses Allein-Sei-Gefühl etwas tun. Eine Psychologin sagte mal: Wenn man sich in einer Gruppe allein fühlt, dann hat man zwischen sich und den Leuten keine richtige Verbindung aufgebaut. Ist es das? Hab ich gerade zu mir keine richtige Verbindung? Ich wohnte noch nie allein. Während meines Abis zog ich zu meiner Oma. Danach wohnte ich mit meinem Exfreund zusammen. Jetzt wohnt mein neuer Freund bei mir.

Aber es ist immer besonders der Freitag an dem ich mich allein fühle. So sinnlos. So als wenn einen niemand sehen will. Keine Ahnung.

Wer kennt das und wer weiß was hilft?

Ich möchte mich jetzt nicht krampfhaft Freitags verabreden. Ich möchte die Ursache bekämpfen! Falls es eine gibt....*grrr*

Liebe Grüße

Kumiori

#20
Du hastn neuen Freund, genau du sagst es "neu" -> alte loslassen, auch wenn es schön war, vergleich doch die Beziehungen, es ist immer schön zu vergleichen, das lieben Menschen,. dann findest du da was schönes und da was schönes und das lässt sich vll verbinden^^

Geh party machen mit deinem Freund, und lern nette Leute kennen, oder mit den Freunden deines Ex, sind ja auch deine Freunde, nur weil er sie vor dir gekannt hat, sind sie nicht seine!

Mach Sport oder so mit deinem Freund gemeinsam, viele Ausflüge

bringt dich auf andre Gedanken^^

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