Was soll ich nur tun?
1 Antworten549 AufrufeGestartet von Nordlicht101 ·
Nordlicht101Themenstart
Hallo!
Ich bin grad total verzweifelt, wie wahrscheinlich alle die den Weg hierher finden.
Ich bin 28 und seit 2 1/2 Jahren mit meinem Freund (34) zusammen. Angefangen hat es schon vor ein paar Monaten. Ich fing an, mal ein paar ernstere Themen anzuschneiden, Familienplanung, Jobsuche, etc. Das hatte ich vorher nicht gemacht, weil mein Freund noch studiert hat und Diplomarbeit schrieb. Die hat er letzten Sommer beendet und arbeitet seitdem 3 1/2 Stunden von mir entfernt, also Wochenendbeziehung. Jedenfalls merkte ich, dass es ihm schwer fällt darüber zu reden, wie schwer, habe ich erst vorgestern erfahren. Er schob das drüber reden immer vor sich her und redete nur drumrum, er müsse erst noch drüber nachdenken.
In den letzten Monaten merkte ich dann, dass sich etwas in unserer Beziehung geändert hat. Mehr auf der sexuellen Ebene, ich merkte, dass er nicht so oft Lust hat und er mich nicht mehr einfach zwischendurch berührte. Sicher ist es doof, man könnte denken, es gehe nur darum. Das ist es aber nicht. Das ist nur der Punkt an dem man merkt, dass etwas nicht stimmt. Mehrmals sprach ich ihn darauf an, aber er tat es als nichts ab.
Letztes Wochenende sprach ich ihn wieder darauf an, diesmal etwas konkreter und plötzlich wurde er nachdenklich und meinte er hätte selbst gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ich fragte ihn ob er mich liebt. Er zögerte und sagte: Ich denke schon. Er denkt ... na toll ... Er weinte und wir redeten etwas, aber wieder nur drumrum. Wir versuchten den Tag darauf normal weiter zu machen, fuhren weg. Er nahm mich auch in den Arm, küsste mich aber nicht. Ich machte gar nichts in Sachen Zärtlichkeit.
Als er Montag morgen fuhr, küsste er mich, aber ich konnte nicht. Abends schrieb ich ihm, dass ich es für besser halte, wenn wir die ganze Woche keinen Kontakt haben. Ich dachte, nur so kann er Klarheit gewinnen und merken, ob er mich vermisst oder nicht. Er schrieb: Das wird schwer, ich versuchs. Die ganze Woche also kein Kontakt und Freitag, als er kam wussten wir beide nicht wie wir uns verhalten sollen.
Vorgestern redete er endlich. Er fühlte sich durch meine Fragen massiv unter Druck gesetzt. Er selbst setzte sich aber noch viel mehr unter Druck, weil er weiß, dass es eigentlich ganz normale Fragen sind und er sich selbst nicht versteht, warum er keine Antwort rausbringt. Er wolle seine heile Welt behalten und keinem weh tun. Er könne momentan nicht objektiv beurteilen, ob er mich liebt und ob er mich nur in den Arm nimmt, weil ich ihm leid tue. Er weiß es einfach nicht.
Nun müssen wir es irgendwie hinbekommen, dass er Normalität in seinen Kopf bekommt und herausfindet was er wirklich will. Nur wie? Verordnen wir uns Funkstille ist es nicht normal und er kriegt den Kopf nicht frei. Mit jemandem reden kann und will er nicht. Einfach weitermachen wie vorher geht aber auch nicht. Was ist also die Lösung? Hier nur rumhängen und "uns selbst bemitleiden" bringt uns ebenfalls nicht weiter.
Gestern hat er endlich von sich aus eine Entscheidung getroffen, dass er für ein paar Stunden allein sein will. Was dabei herausgekommen ist, hat er nicht gesagt, aber er wollte etwas unternehmen. Also sind wir abends noch auf einen Mittelaltermarkt gefahren. Wir konnten über alltägliche Dinge reden, uns Sachen ansehen und darüber lachen, aber alles was eine Beziehung ausmacht vermieden wir.
Ich bin bereit alles zu ertragen, solange noch ein Funken Hoffnung besteht. Ich weiß, dass er mich nicht verarscht. Natürlich tut es mir wahnsinnig weh, was da gerade abläuft und ich bin auch permanent am heulen, aber es ist (noch) nicht das Ende. Und deshalb will ich versuchen ihn zu unterstützen.
Was meint Ihr zu der Situation?
Ich bin grad total verzweifelt, wie wahrscheinlich alle die den Weg hierher finden.
Ich bin 28 und seit 2 1/2 Jahren mit meinem Freund (34) zusammen. Angefangen hat es schon vor ein paar Monaten. Ich fing an, mal ein paar ernstere Themen anzuschneiden, Familienplanung, Jobsuche, etc. Das hatte ich vorher nicht gemacht, weil mein Freund noch studiert hat und Diplomarbeit schrieb. Die hat er letzten Sommer beendet und arbeitet seitdem 3 1/2 Stunden von mir entfernt, also Wochenendbeziehung. Jedenfalls merkte ich, dass es ihm schwer fällt darüber zu reden, wie schwer, habe ich erst vorgestern erfahren. Er schob das drüber reden immer vor sich her und redete nur drumrum, er müsse erst noch drüber nachdenken.
In den letzten Monaten merkte ich dann, dass sich etwas in unserer Beziehung geändert hat. Mehr auf der sexuellen Ebene, ich merkte, dass er nicht so oft Lust hat und er mich nicht mehr einfach zwischendurch berührte. Sicher ist es doof, man könnte denken, es gehe nur darum. Das ist es aber nicht. Das ist nur der Punkt an dem man merkt, dass etwas nicht stimmt. Mehrmals sprach ich ihn darauf an, aber er tat es als nichts ab.
Letztes Wochenende sprach ich ihn wieder darauf an, diesmal etwas konkreter und plötzlich wurde er nachdenklich und meinte er hätte selbst gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ich fragte ihn ob er mich liebt. Er zögerte und sagte: Ich denke schon. Er denkt ... na toll ... Er weinte und wir redeten etwas, aber wieder nur drumrum. Wir versuchten den Tag darauf normal weiter zu machen, fuhren weg. Er nahm mich auch in den Arm, küsste mich aber nicht. Ich machte gar nichts in Sachen Zärtlichkeit.
Als er Montag morgen fuhr, küsste er mich, aber ich konnte nicht. Abends schrieb ich ihm, dass ich es für besser halte, wenn wir die ganze Woche keinen Kontakt haben. Ich dachte, nur so kann er Klarheit gewinnen und merken, ob er mich vermisst oder nicht. Er schrieb: Das wird schwer, ich versuchs. Die ganze Woche also kein Kontakt und Freitag, als er kam wussten wir beide nicht wie wir uns verhalten sollen.
Vorgestern redete er endlich. Er fühlte sich durch meine Fragen massiv unter Druck gesetzt. Er selbst setzte sich aber noch viel mehr unter Druck, weil er weiß, dass es eigentlich ganz normale Fragen sind und er sich selbst nicht versteht, warum er keine Antwort rausbringt. Er wolle seine heile Welt behalten und keinem weh tun. Er könne momentan nicht objektiv beurteilen, ob er mich liebt und ob er mich nur in den Arm nimmt, weil ich ihm leid tue. Er weiß es einfach nicht.
Nun müssen wir es irgendwie hinbekommen, dass er Normalität in seinen Kopf bekommt und herausfindet was er wirklich will. Nur wie? Verordnen wir uns Funkstille ist es nicht normal und er kriegt den Kopf nicht frei. Mit jemandem reden kann und will er nicht. Einfach weitermachen wie vorher geht aber auch nicht. Was ist also die Lösung? Hier nur rumhängen und "uns selbst bemitleiden" bringt uns ebenfalls nicht weiter.
Gestern hat er endlich von sich aus eine Entscheidung getroffen, dass er für ein paar Stunden allein sein will. Was dabei herausgekommen ist, hat er nicht gesagt, aber er wollte etwas unternehmen. Also sind wir abends noch auf einen Mittelaltermarkt gefahren. Wir konnten über alltägliche Dinge reden, uns Sachen ansehen und darüber lachen, aber alles was eine Beziehung ausmacht vermieden wir.
Ich bin bereit alles zu ertragen, solange noch ein Funken Hoffnung besteht. Ich weiß, dass er mich nicht verarscht. Natürlich tut es mir wahnsinnig weh, was da gerade abläuft und ich bin auch permanent am heulen, aber es ist (noch) nicht das Ende. Und deshalb will ich versuchen ihn zu unterstützen.
Was meint Ihr zu der Situation?
hallo nordlicht
schwierig..., das mit dem unter druck setzen kenne ich. ist aber eher eine art sich vor einer entscheidung zu drücken.
auf die eine art willst du ja weiterkommen und möchtest nicht negatives hier lesen. wer will das hier schon. nach meinen erfahrungen ist er nicht mehr verliebt in dich aber dich verlieren möchte er auch nicht. das ist eben dann der punkt wo man sich drum herumdrückt und selbst nicht richtig weiss, was man jetzt möchte. da hilft meist nur der abstand zum partner um die gedanken neu zu sortieren.
es liebs grüessli cana
schwierig..., das mit dem unter druck setzen kenne ich. ist aber eher eine art sich vor einer entscheidung zu drücken.
auf die eine art willst du ja weiterkommen und möchtest nicht negatives hier lesen. wer will das hier schon. nach meinen erfahrungen ist er nicht mehr verliebt in dich aber dich verlieren möchte er auch nicht. das ist eben dann der punkt wo man sich drum herumdrückt und selbst nicht richtig weiss, was man jetzt möchte. da hilft meist nur der abstand zum partner um die gedanken neu zu sortieren.
es liebs grüessli cana
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