Was zum Teufel ist los mit mir?
13 Antworten1'707 AufrufeGestartet von salsolakali ·
salsolakaliThemenstart
Ich weiss gar nicht, womit ich anfangen soll. Mit meinen Stimmungsschwankungen? Meinen Schuldgefühlen? Meiner Unzufriedenheit mit mir selbst? Meiner zeitweiligen Unfähigkeit, überhaupt etwas zu empfinden (die sich aber von einem Moment auf den anderen wieder legen bzw. in regelrechte Energieschübe umschlagen kann)? Seit einigen Monaten geht das nun schon so. Und weiss nicht, woran es liegt.
Zu meiner Situation: Seit fast 10 Jahren bin ich mit meinem Mann zusammen, seit einem Jahr sind wir verheiratet. Er ist 30 Jahre älter als ich. Ich bin 35, er also 65. Abgesehen von diesem wirklich grossen Altersunterschied passen wir auch nicht wirklich zusammen. Wir beide wussten das von Anfang an und haben dieses Thema intensiv und von allen Seiten beleuchtet, und wir lieben uns trotzdem. Das ist eigentlich das einzige, was ich z.Zt. nicht in Frage stelle: Meine Liebe.
Alles andere verschwimmt im Moment, ich kann mich auf mein eigenes Urteil nicht mehr verlassen, bin wankelmütig, bilde mir eine Meinung und revidiere sie im nächsten Moment wieder.
Ein Beispiel: Mein Mann und ich haben uns vor einigen Monaten wieder eine gemeinsame Wohnung genommen, davor haben wir in unterschiedlichen Städten gearbeitet und hatten getrennte Haushalte. Dann endete mein Engagement bei meinem alten Arbeitgeber (ich bin Freiberuflerin), und ich zog in seine Stadt.
Das ist jetzt ein halbes Jahr her, und ich tue mich unheimlich schwer mit der neuen Umgebung. Ich weiss nicht, ob ich mir nur einbilde, dass hier im Vergleich zu meinem letzten Wohnort alles so kleinstädtisch und unzugänglich ist, oder ob das alles nur in meinem Kopf passiert und ich der Stadt damit jede Chance nehme, sich mir wirklich zu erschliessen.
Auch die Wohnsituation macht mir zu schaffen: Ich bin ein Freigeist und muss manchmal die Türe hinter mir zumachen können. Zur neuen Zweisamkeit habe ich ein sehr gespaltenes Verhältnis und kann überhaupt keine Tendenz erkennen, in welche Richtung sich das entwickelt: In manchen Momenten geniesse ich das Zusammenleben und bin richtig glücklich darüber, dass wir uns dafür entschieden haben. Und dann passiert irgendwas, irgend eine Kleinigkeit - mein Mann zündet sich eine Zigarette an, und plötzlich bin ich wieder draussen, wieder auf Distanz, als hätte ich mir meine Zufriedenheit eben nur eingebildet. Das mit den Zigaretten ist auch so eine Sache: Manchmal stört mich die Pafferei meines Mannes über die Massen. Und in anderen Momenten halte ich mich deswegen für kleinlich und gehe mir mit meinem Gemecker selbst auf die Nerven.
Was ist mit mir los? Warum bin ich nicht mehr in der Lage, eine klare Position zu beziehen?
Ich wache nachts oft auf, von Schuldgefühlen geplagt. Bilde mir ein, mich zu wenig zu bemühen. Tatsache ist: Ich habe viel gearbeitet in der letzten Zeit und wenig verdient. Erheblich weniger als mein Mann. Früher war das kein Problem für mich, mir war von Anfang an klar, dass es zwischen seinem und meinem Gehalt ein grosses Gefälle gibt. Ich habe mich immer im Rahmen meiner Möglichkeiten an unserem Haushalt beteiligt und mich gut dabei gefühlt. Warum komme ich mir plötzlich vor wie ein Schmarotzer? An unserer finanziellen Situation hat sich nichts geändert. Ausserdem habe ich die Aussicht auf ein vielversprechendes Engagement ab Mitte November. Warum beruhigt mich das nicht? Ich fühle mich in letzter Zeit oft klein und unnütz. Im Vergleich mit meinem Mann, aber auch grundsätzlich. Das war früher nicht so: Ich hatte dieses Grundvertrauen, auf dem richtigen Weg zu sein. Das ist mir irgendwie abhanden gekommen.
Ich fühle mich in der Gegenwart anderer Leute oft einsam, das schliesst meinen Mann mit ein. Dabei kann ich eigentlich nicht behaupten, dass er sich nicht für mich interessiert. Er ist liebevoll, grosszügig, weiss um meine Fähigkeiten und Defizite. Dass er manche Aspekte meiner Persönlichkeit nicht versteht, ist ein Generationenproblem. Da geht's um Themen, zu denen er keinen Zugang hat. Das ist aber nicht erst seit gestern so, und bis anhin konnte ich damit gut leben. Wir haben immer noch genügend Gemeinsamkeiten: Wir sind beide Weltenbummler und reisen, wann immer es geht, wir interessieren uns für Kunst und Kultur und sind leidenschaftliche Theatergänger. Ab und zu arbeiten wir auch zusammen, und das ist immer sehr fruchtbar. Er ist eine spannende Persönlichkeit, der mich als Mensch und Mann nach wie vor fasziniert.
Und trotzdem ist da plötzlich ein grosses Loch. Ich habe ständig das Gefühl, etwas kompensieren zu müssen, kann das Kind aber nicht beim Namen nennen. Wenn ich genauer hinschaue, ist da nur Leere. Manchmal hab ich das Gefühl: Es wird immer kälter um mich herum. Und denke im nächsten Moment: Blödsinn! Du hast doch alles! Wo ist das Problem?
Und bei dieser Frage bleibe ich dann hängen. Was ist das? Die übliche Desillusionierung, die das Leben mit zunehmendem Alter so mit sich bringt?
Entschuldigt, sollte sich das alles ein bisschen wirr anhören. Aber ich krieg das Knäuel auch nicht wirklich zu fassen, das es zu entwirren gilt...
Zu meiner Situation: Seit fast 10 Jahren bin ich mit meinem Mann zusammen, seit einem Jahr sind wir verheiratet. Er ist 30 Jahre älter als ich. Ich bin 35, er also 65. Abgesehen von diesem wirklich grossen Altersunterschied passen wir auch nicht wirklich zusammen. Wir beide wussten das von Anfang an und haben dieses Thema intensiv und von allen Seiten beleuchtet, und wir lieben uns trotzdem. Das ist eigentlich das einzige, was ich z.Zt. nicht in Frage stelle: Meine Liebe.
Alles andere verschwimmt im Moment, ich kann mich auf mein eigenes Urteil nicht mehr verlassen, bin wankelmütig, bilde mir eine Meinung und revidiere sie im nächsten Moment wieder.
Ein Beispiel: Mein Mann und ich haben uns vor einigen Monaten wieder eine gemeinsame Wohnung genommen, davor haben wir in unterschiedlichen Städten gearbeitet und hatten getrennte Haushalte. Dann endete mein Engagement bei meinem alten Arbeitgeber (ich bin Freiberuflerin), und ich zog in seine Stadt.
Das ist jetzt ein halbes Jahr her, und ich tue mich unheimlich schwer mit der neuen Umgebung. Ich weiss nicht, ob ich mir nur einbilde, dass hier im Vergleich zu meinem letzten Wohnort alles so kleinstädtisch und unzugänglich ist, oder ob das alles nur in meinem Kopf passiert und ich der Stadt damit jede Chance nehme, sich mir wirklich zu erschliessen.
Auch die Wohnsituation macht mir zu schaffen: Ich bin ein Freigeist und muss manchmal die Türe hinter mir zumachen können. Zur neuen Zweisamkeit habe ich ein sehr gespaltenes Verhältnis und kann überhaupt keine Tendenz erkennen, in welche Richtung sich das entwickelt: In manchen Momenten geniesse ich das Zusammenleben und bin richtig glücklich darüber, dass wir uns dafür entschieden haben. Und dann passiert irgendwas, irgend eine Kleinigkeit - mein Mann zündet sich eine Zigarette an, und plötzlich bin ich wieder draussen, wieder auf Distanz, als hätte ich mir meine Zufriedenheit eben nur eingebildet. Das mit den Zigaretten ist auch so eine Sache: Manchmal stört mich die Pafferei meines Mannes über die Massen. Und in anderen Momenten halte ich mich deswegen für kleinlich und gehe mir mit meinem Gemecker selbst auf die Nerven.
Was ist mit mir los? Warum bin ich nicht mehr in der Lage, eine klare Position zu beziehen?
Ich wache nachts oft auf, von Schuldgefühlen geplagt. Bilde mir ein, mich zu wenig zu bemühen. Tatsache ist: Ich habe viel gearbeitet in der letzten Zeit und wenig verdient. Erheblich weniger als mein Mann. Früher war das kein Problem für mich, mir war von Anfang an klar, dass es zwischen seinem und meinem Gehalt ein grosses Gefälle gibt. Ich habe mich immer im Rahmen meiner Möglichkeiten an unserem Haushalt beteiligt und mich gut dabei gefühlt. Warum komme ich mir plötzlich vor wie ein Schmarotzer? An unserer finanziellen Situation hat sich nichts geändert. Ausserdem habe ich die Aussicht auf ein vielversprechendes Engagement ab Mitte November. Warum beruhigt mich das nicht? Ich fühle mich in letzter Zeit oft klein und unnütz. Im Vergleich mit meinem Mann, aber auch grundsätzlich. Das war früher nicht so: Ich hatte dieses Grundvertrauen, auf dem richtigen Weg zu sein. Das ist mir irgendwie abhanden gekommen.
Ich fühle mich in der Gegenwart anderer Leute oft einsam, das schliesst meinen Mann mit ein. Dabei kann ich eigentlich nicht behaupten, dass er sich nicht für mich interessiert. Er ist liebevoll, grosszügig, weiss um meine Fähigkeiten und Defizite. Dass er manche Aspekte meiner Persönlichkeit nicht versteht, ist ein Generationenproblem. Da geht's um Themen, zu denen er keinen Zugang hat. Das ist aber nicht erst seit gestern so, und bis anhin konnte ich damit gut leben. Wir haben immer noch genügend Gemeinsamkeiten: Wir sind beide Weltenbummler und reisen, wann immer es geht, wir interessieren uns für Kunst und Kultur und sind leidenschaftliche Theatergänger. Ab und zu arbeiten wir auch zusammen, und das ist immer sehr fruchtbar. Er ist eine spannende Persönlichkeit, der mich als Mensch und Mann nach wie vor fasziniert.
Und trotzdem ist da plötzlich ein grosses Loch. Ich habe ständig das Gefühl, etwas kompensieren zu müssen, kann das Kind aber nicht beim Namen nennen. Wenn ich genauer hinschaue, ist da nur Leere. Manchmal hab ich das Gefühl: Es wird immer kälter um mich herum. Und denke im nächsten Moment: Blödsinn! Du hast doch alles! Wo ist das Problem?
Und bei dieser Frage bleibe ich dann hängen. Was ist das? Die übliche Desillusionierung, die das Leben mit zunehmendem Alter so mit sich bringt?
Entschuldigt, sollte sich das alles ein bisschen wirr anhören. Aber ich krieg das Knäuel auch nicht wirklich zu fassen, das es zu entwirren gilt...
Liebes salsolakali,
du betrachtest dein Leben plötzlich von einem neuen Standpunkt und siehst natürlich viele Situationen/Gegebenheiten in deinem Leben dadurch in einem neues Licht- und neues Licht wirft auch immer neue Schattenseiten auf.
Kann es sein, dass du dich einfach in eine neue Richtung entwickelt hast? Schau jeder Mensch entwickelt sich nun mal jeden Tag ein bisschen weiter, durch jede Begegnung durch jedes Erlebnis. Gerade wenn man dann so viel gerennt ist wie du und dein Mann kann man sich sehr schnell auseinander entwickeln...
Zudem begünstigt natürlich eure neue Wohnsituation (ihr wohnt ja jetzt zusammen) auch dass du viel mehr Zeit und Gelegenheit hast auf die "Makel" deines Partners aufmerksam zu werden. Ist nur normal... Vorher habt ihr euch nicht so oft gesehn, da fällt es auch leichter über so manches drüber zu sehen. Und wenns einem mal ganz bunt wird geht man halt seinen Steig, das ist jetzt nicht mehr möglich.
Ich würde mir innerhalb der Wohnung Freiraum schaffen, eine Bibliothek/Arbeitsraum... nur für dich. Wo du deinen Gedanken nachhängen kannst...
Setze dich mal mit einem Blatt Papier zum Tisch und mach dir klar was du willst in deinem Leben, wo du hinwillst.
Dann überlege dir wie du dorthin kommst bzw was dich daran hindert und wie du das aus dem Weg räumen kannst.
Mach dir einen Lebensplan!
Du hast schlechtes Gewissen weil du nicht das gleiche finanzielle Pensum hinzusteuern kannst? Ach Gott, bist du denn glücklich mit deinem Beruf?? Ja? - dann arbeite an deine Einstellung zu dir und deinem Beruf! Nein? - dann schau wie du dich weiterbilden kannst damit du einem anderen Beruf nachgehen kannst!
Aber komm in die Socken und werd dir über dein Leben/deine Wünsche/deine Sehnsüchte klar!
Wo siehst du dich in 10 Jahren??
Alles Liebe
Wirbelwindchen
du betrachtest dein Leben plötzlich von einem neuen Standpunkt und siehst natürlich viele Situationen/Gegebenheiten in deinem Leben dadurch in einem neues Licht- und neues Licht wirft auch immer neue Schattenseiten auf.
Kann es sein, dass du dich einfach in eine neue Richtung entwickelt hast? Schau jeder Mensch entwickelt sich nun mal jeden Tag ein bisschen weiter, durch jede Begegnung durch jedes Erlebnis. Gerade wenn man dann so viel gerennt ist wie du und dein Mann kann man sich sehr schnell auseinander entwickeln...
Zudem begünstigt natürlich eure neue Wohnsituation (ihr wohnt ja jetzt zusammen) auch dass du viel mehr Zeit und Gelegenheit hast auf die "Makel" deines Partners aufmerksam zu werden. Ist nur normal... Vorher habt ihr euch nicht so oft gesehn, da fällt es auch leichter über so manches drüber zu sehen. Und wenns einem mal ganz bunt wird geht man halt seinen Steig, das ist jetzt nicht mehr möglich.
Ich würde mir innerhalb der Wohnung Freiraum schaffen, eine Bibliothek/Arbeitsraum... nur für dich. Wo du deinen Gedanken nachhängen kannst...
Setze dich mal mit einem Blatt Papier zum Tisch und mach dir klar was du willst in deinem Leben, wo du hinwillst.
Dann überlege dir wie du dorthin kommst bzw was dich daran hindert und wie du das aus dem Weg räumen kannst.
Mach dir einen Lebensplan!
Du hast schlechtes Gewissen weil du nicht das gleiche finanzielle Pensum hinzusteuern kannst? Ach Gott, bist du denn glücklich mit deinem Beruf?? Ja? - dann arbeite an deine Einstellung zu dir und deinem Beruf! Nein? - dann schau wie du dich weiterbilden kannst damit du einem anderen Beruf nachgehen kannst!
Aber komm in die Socken und werd dir über dein Leben/deine Wünsche/deine Sehnsüchte klar!
Wo siehst du dich in 10 Jahren??
Alles Liebe
Wirbelwindchen
Ou mann, ich weiss genau wie du dich fühlst. Nur ich hatte zum Glück keinen Partner, so konnte/musste ich nur auf mich selber kucken. Aber ja, fühlte mich auch immer Einsam auch wenn viele Leute um mich wahren. Ich fühlte mich auch oft unverstanden usw....
Ich war an der selben Stelle wie du. Ein neuer Job in aussicht, aber unglaublichen bammel. Es beruigte mich keineswegs.
Doch glaube mir, mit der Zeit kommt auch rat. Aber ich gebe wirbelwindchen recht. Du musst dich mal hinsetzen und ganz klar überlegen, was du eigentlich willst.
Bist du zufrieden mit deinem Job?
Möchtest du weiterhin mit deinem Mann zusammensein? Vielleicht trotzdem wieder mit getrennten Wohnungen? Macht es dann aber sinn überhaupt noch eine Beziehung zu führen?
Was auch mal guttut. Du hast geschrieben, dass du viel gearbeitet hast in letzter Zeit. Dann gönn dir dafür auch was richtiges. Ein par Wochen Ferien am Strand oder kauf dir was schönes.... Mach irgendwas für dich, zur Belohnung für deine Arbeiten.
Wünsch dir viel Glücke
Ich war an der selben Stelle wie du. Ein neuer Job in aussicht, aber unglaublichen bammel. Es beruigte mich keineswegs.
Doch glaube mir, mit der Zeit kommt auch rat. Aber ich gebe wirbelwindchen recht. Du musst dich mal hinsetzen und ganz klar überlegen, was du eigentlich willst.
Bist du zufrieden mit deinem Job?
Möchtest du weiterhin mit deinem Mann zusammensein? Vielleicht trotzdem wieder mit getrennten Wohnungen? Macht es dann aber sinn überhaupt noch eine Beziehung zu führen?
Was auch mal guttut. Du hast geschrieben, dass du viel gearbeitet hast in letzter Zeit. Dann gönn dir dafür auch was richtiges. Ein par Wochen Ferien am Strand oder kauf dir was schönes.... Mach irgendwas für dich, zur Belohnung für deine Arbeiten.
Wünsch dir viel Glücke
Liebes Wirbelwindchen,
danke, dass du dich meines doch recht wirren Gedankenknäuels annimmst! Wie soll da einer durchblicken? Ich tu's ja selbst nicht...
Jedenfalls hast du hast Recht: Ich habe mich in eine neue Richtung entwickelt. Allerdings verheisst die irgendwie nichts Gutes. Ich bin müde und desillusioniert, im Vergleich zu früher.
Und das, obwohl ich eigentlich genau da bin, wo ich hinwollte. Ich wollte meine Leidenschaft zum Beruf machen, und das ist mir gelungen. Ich liebe meinen Beruf und kann mir eigentlich nichts anderes vorstellen.
Was das Zusammenleben mit meinem Mann betrifft: Wir hatten vor einigen Jahren schon einmal eine gemeinsame Wohnung, und ich hab damals schon gemerkt, dass ich mehr Luft brauche als er. Darüber konnte ich aber mit ihm reden, und er hat mich verstanden.
Ich werde mir auch diesmal Freiräume schaffen, ganz klar. Möglicherweise werde ich mir sogar ein eigenes Zimmer nehmen an meinem neuen Arbeitsort (20 Fahrminuten von der Stadt entfernt, in der wir jetzt leben). Mein Mann geht damit d'accord, das ist also irgendwie nicht das Problem.
Ich könnte auch nicht behaupten, dass wir uns auseinandergelebt haben. Ich kenne seine Makel, und an schlechten Tagen nerven sie mich. An guten Tagen kann ich darüber hinwegsehen.
Aber womit ich wirklich zu kämpfen habe, und das liegt wohl nicht an ihm, sondern an mir, ist das beängstigende Phänomen, dass Gefühle oft einfach aufhören, von einer Sekunde auf die andere, wie ausgeknipst. Ich kann mich ihm im einen Moment sehr nahe fühlen - und im nächsten nicht mehr. Und das bezieht sich nicht nur auf ihn, sondern auf mein gesamtes Leben: Was heute Sinn macht, scheint morgen aussichtslos. Und umgekehrt. Ich kann mich auf mich selbst nicht mehr verlassen. Und habe keine Ahnung, woran das liegt.
Verwirrend, ich weiss...
danke, dass du dich meines doch recht wirren Gedankenknäuels annimmst! Wie soll da einer durchblicken? Ich tu's ja selbst nicht...
Jedenfalls hast du hast Recht: Ich habe mich in eine neue Richtung entwickelt. Allerdings verheisst die irgendwie nichts Gutes. Ich bin müde und desillusioniert, im Vergleich zu früher.
Und das, obwohl ich eigentlich genau da bin, wo ich hinwollte. Ich wollte meine Leidenschaft zum Beruf machen, und das ist mir gelungen. Ich liebe meinen Beruf und kann mir eigentlich nichts anderes vorstellen.
Was das Zusammenleben mit meinem Mann betrifft: Wir hatten vor einigen Jahren schon einmal eine gemeinsame Wohnung, und ich hab damals schon gemerkt, dass ich mehr Luft brauche als er. Darüber konnte ich aber mit ihm reden, und er hat mich verstanden.
Ich werde mir auch diesmal Freiräume schaffen, ganz klar. Möglicherweise werde ich mir sogar ein eigenes Zimmer nehmen an meinem neuen Arbeitsort (20 Fahrminuten von der Stadt entfernt, in der wir jetzt leben). Mein Mann geht damit d'accord, das ist also irgendwie nicht das Problem.
Ich könnte auch nicht behaupten, dass wir uns auseinandergelebt haben. Ich kenne seine Makel, und an schlechten Tagen nerven sie mich. An guten Tagen kann ich darüber hinwegsehen.
Aber womit ich wirklich zu kämpfen habe, und das liegt wohl nicht an ihm, sondern an mir, ist das beängstigende Phänomen, dass Gefühle oft einfach aufhören, von einer Sekunde auf die andere, wie ausgeknipst. Ich kann mich ihm im einen Moment sehr nahe fühlen - und im nächsten nicht mehr. Und das bezieht sich nicht nur auf ihn, sondern auf mein gesamtes Leben: Was heute Sinn macht, scheint morgen aussichtslos. Und umgekehrt. Ich kann mich auf mich selbst nicht mehr verlassen. Und habe keine Ahnung, woran das liegt.
Verwirrend, ich weiss...
Ich denke, das liegt daran dass du eigentlich einfach nicht weisst, was du genau willst. Was noch dazukommt. Du weisst eigentlich gar nicht wirklich was den nicht okey ist.
Könnte das dran liegen, dass du eben jetzt alles hast was du wolltest? Ich denke, du brauchst neue Ziele. Weil anscheinend ist noch nicht der Zeitpunkt gekommen wo du dich zur Ruhe setzten kannst und dein Leben einfach geniessen. Du bist vielleicht jemand, der immer Ziele braucht und für die Ziele arbeiten möchtest.
Vielleicht löst das deine Unzufriedenheit aus.
Könnte das dran liegen, dass du eben jetzt alles hast was du wolltest? Ich denke, du brauchst neue Ziele. Weil anscheinend ist noch nicht der Zeitpunkt gekommen wo du dich zur Ruhe setzten kannst und dein Leben einfach geniessen. Du bist vielleicht jemand, der immer Ziele braucht und für die Ziele arbeiten möchtest.
Vielleicht löst das deine Unzufriedenheit aus.
Salsolakali,
hmmm... fly_high hat keinen schlechten Ansatzt geliefert: kann es sein dass du zum ersten Mal in deinem Leben keine wirklichen neue Ziele in deinem Leben hast für die du kämpfen musst um sie zu erreichen?
Vieleicht hast du genau darum genau jetzt Zeit auf einmal auf die Kleinigkeiten in deinem Leben aufmerksam zu werden die vielleicht schon länger etwas wurmen aber nix großes sind? Aber vielleicht kennst das, wenn man Zeit at fällt mehr auf und ins Auge als unter Stress...
Gefühle kommen und gehen bei dir? Hmmm ich kenne es, dass sie gehen. Bin gerade erst selbst aus einer Beziehung gegangen weil es mir plötzlich dämmerte, dass er ein unglaublich toller Mensch ist aber meine Gefühle über Freundschaft und Brüderlichkeit nicht hinausgehen, zumindest nicht mehr :o (
Bezüglich dessen dass sich deine Gefühlschwankungen auf dein gesamtes Leben ausweiten hab ich leider die Befürchtung dass du aus irgendeinem Grund in einem emotinalen Tief hockst.
Ist den etwas geschehen in der Vergangenheit das du nicht verarbeiten konntest und dich jetzt einholt? - aber wie gesagt da kann ich nur spekulieren...
Lg,
Wirbelwindchen
hmmm... fly_high hat keinen schlechten Ansatzt geliefert: kann es sein dass du zum ersten Mal in deinem Leben keine wirklichen neue Ziele in deinem Leben hast für die du kämpfen musst um sie zu erreichen?
Vieleicht hast du genau darum genau jetzt Zeit auf einmal auf die Kleinigkeiten in deinem Leben aufmerksam zu werden die vielleicht schon länger etwas wurmen aber nix großes sind? Aber vielleicht kennst das, wenn man Zeit at fällt mehr auf und ins Auge als unter Stress...
Gefühle kommen und gehen bei dir? Hmmm ich kenne es, dass sie gehen. Bin gerade erst selbst aus einer Beziehung gegangen weil es mir plötzlich dämmerte, dass er ein unglaublich toller Mensch ist aber meine Gefühle über Freundschaft und Brüderlichkeit nicht hinausgehen, zumindest nicht mehr :o (
Bezüglich dessen dass sich deine Gefühlschwankungen auf dein gesamtes Leben ausweiten hab ich leider die Befürchtung dass du aus irgendeinem Grund in einem emotinalen Tief hockst.
Ist den etwas geschehen in der Vergangenheit das du nicht verarbeiten konntest und dich jetzt einholt? - aber wie gesagt da kann ich nur spekulieren...
Lg,
Wirbelwindchen
Hallo ihr beiden,
aus irgend einem Grund weiss ich nicht MEHR, was ich genau will. Ich war auf meine Art eigentlich immer recht zielstrebig. Will heissen: Ich hatte immer ein Gefühl dafür, welche Richtung ich einschlagen muss, damit's konstruktiv weitergeht. Auch wenn ich dabei manchmal sehr unkonventionelle Wege eingeschlagen habe, aber ich glaube, das ist in meiner Branche (Theater) oft der Fall. Man muss kreativ sein und um die Ecke denken können.
Und mit den Zielen ist das so eine Sache: Ich glaube, in diesem Job stellt sich nie das Gefühl ein, es so richtig geschafft zu haben. Man muss dranbleiben und sich seinen Platz immer wieder auf's Neue erkämpfen. Ich bin im Grunde ständig auf der Start-Ziel-Geraden. Eigentlich macht mir das Spass, und bis anhin war ich mit meinen Leistungen grundsätzlich zufrieden. Ich dachte, ich hätte ein Händchen für das, was ich tue. Und plötzlich bin ich mir dessen nicht mehr sicher. Um mich 'rum wimmelt's von Leuten, die das alles viel besser können als ich - ich ertappe mich immer öfter dabei, dass ich so denke. Nicht bei der Arbeit, da komm' ich in der Regel nicht dazu, mich zu hinterfragen. Aber danach. Und davor. Ich sehe das Ziel und habe immer öfter kein Gefühl mehr dafür: Ist das gut? Ist das richtig?
Irgendwas Grundlegendes stimmt nicht mit mir. Ich hocke definitiv in einem Tief, auch wenn's für mich (auch beim näheren Hinsehen) keinen klar definierbaren Auslöser gibt. Vielleicht hast du Recht, Wirbelwindchen, vielleicht sind's ja ganz viele Kleinigkeiten, die sich irgendwie summieren. Die neue Umgebung, der neue Job, meine finanzielle Teilabhängigkeit (zumindest kommt's mir im Moment so vor), die fehlenden Freunde - da bewegt sich gerade vieles auf einigermassen dünnem Eis.
Ich kenn' mich nur eigentlich nicht so dünnhäutig. Hätte nicht gedacht, dass mir das so zusetzt. Wenn das denn die Gründe sind.
aus irgend einem Grund weiss ich nicht MEHR, was ich genau will. Ich war auf meine Art eigentlich immer recht zielstrebig. Will heissen: Ich hatte immer ein Gefühl dafür, welche Richtung ich einschlagen muss, damit's konstruktiv weitergeht. Auch wenn ich dabei manchmal sehr unkonventionelle Wege eingeschlagen habe, aber ich glaube, das ist in meiner Branche (Theater) oft der Fall. Man muss kreativ sein und um die Ecke denken können.
Und mit den Zielen ist das so eine Sache: Ich glaube, in diesem Job stellt sich nie das Gefühl ein, es so richtig geschafft zu haben. Man muss dranbleiben und sich seinen Platz immer wieder auf's Neue erkämpfen. Ich bin im Grunde ständig auf der Start-Ziel-Geraden. Eigentlich macht mir das Spass, und bis anhin war ich mit meinen Leistungen grundsätzlich zufrieden. Ich dachte, ich hätte ein Händchen für das, was ich tue. Und plötzlich bin ich mir dessen nicht mehr sicher. Um mich 'rum wimmelt's von Leuten, die das alles viel besser können als ich - ich ertappe mich immer öfter dabei, dass ich so denke. Nicht bei der Arbeit, da komm' ich in der Regel nicht dazu, mich zu hinterfragen. Aber danach. Und davor. Ich sehe das Ziel und habe immer öfter kein Gefühl mehr dafür: Ist das gut? Ist das richtig?
Irgendwas Grundlegendes stimmt nicht mit mir. Ich hocke definitiv in einem Tief, auch wenn's für mich (auch beim näheren Hinsehen) keinen klar definierbaren Auslöser gibt. Vielleicht hast du Recht, Wirbelwindchen, vielleicht sind's ja ganz viele Kleinigkeiten, die sich irgendwie summieren. Die neue Umgebung, der neue Job, meine finanzielle Teilabhängigkeit (zumindest kommt's mir im Moment so vor), die fehlenden Freunde - da bewegt sich gerade vieles auf einigermassen dünnem Eis.
Ich kenn' mich nur eigentlich nicht so dünnhäutig. Hätte nicht gedacht, dass mir das so zusetzt. Wenn das denn die Gründe sind.
Sorry, aber irgendwie egal was wir dir schreiben du ziehst dich aus der sache raus und es ist wieder irgendwas anderes und eigentlich ist es doch nichts usw...
Vielleicht bildest du dir auch einfach ein, dass du ein Problem hast, bzw. redest es dir ein. Sei doch einfach zufrieden oder dann stell dir wirklich die frage, was den nicht stimmt. Denn wenn wirklich was nicht stimmt, dass weisst nur du es und du kannst das auch herausfinden.
Vielleicht bildest du dir auch einfach ein, dass du ein Problem hast, bzw. redest es dir ein. Sei doch einfach zufrieden oder dann stell dir wirklich die frage, was den nicht stimmt. Denn wenn wirklich was nicht stimmt, dass weisst nur du es und du kannst das auch herausfinden.
Hallo salsolakali!
Beim lesen deiner Beiträge, stach für mich heraus, das Dinge die dich mal erfüllt haben, jetzt offensichtlich nicht mehr den selben Stellenwert in deinem Wertesystem haben...
dieser Satz z.B.
möglicherweise fehlt dir auch die Anerkennung für "Dich"...
man verändert sich...man möchte auch nicht immer kämpfen müssen...egal um was...
Vielleicht haben sich deine Perspektiven was das Leben angeht verändert...
Ich kenne dich und deine Wünsche nicht...aber vielleicht möchtest du auch noch Familie/Kind(er) haben....und hinterfragst auch insgeheim ob das mit deinem Partner auch noch möglich ist...
Menschen ändern sich salsolakali...und wenn man gewohnt ist, das man relativ leichtfüssig durchs Leben gleitet, fällt es einem dann oft noch schwerer wenn das von sich aus auf einmal nicht mehr so funktioniert.
Es ist nicht immer leicht die Ursachen dafür zu erkennen und sie sich auch selbst einzugestehen, und dann auch einen Hebel anzusetzen und da dagegenzusteuern und möglicherweise auch einiges zu verändern.
Evt. auch neue Wege zu beschreiten und sich mit Ängsten auseinander zu setzen.
Überlege dir auch einmal, was du für ein Ziel hast. Ein Lebensziel. Visuallisiere es. Male es dir in den buntesten Farben aus. Und bleibe auch bei diesem. Erweitere es vielleicht, aber verändere es auch nicht immer wieder. (Ich weiss natürlich nicht ob es dir diesbezgl. so geht, aber es ist möglicherweise ein Ratschlag der dir hilft)
Ich verstehe dich schon recht gut...und ich kann das auch gut nachvollziehen.
Sind, in deinem Leben Dinge passiert, die dich irgendwie auf "die Matte" geschmissen haben?
Liebe Grüsse
die ilmy
Beim lesen deiner Beiträge, stach für mich heraus, das Dinge die dich mal erfüllt haben, jetzt offensichtlich nicht mehr den selben Stellenwert in deinem Wertesystem haben...
dieser Satz z.B.
Eigentlich macht mir das Spass, und bis anhin war ich mit meinen Leistungen grundsätzlich zufriedenVielleicht hast du es satt....dich ständig aufs neue zu behaupten...
möglicherweise fehlt dir auch die Anerkennung für "Dich"...
man verändert sich...man möchte auch nicht immer kämpfen müssen...egal um was...
Vielleicht haben sich deine Perspektiven was das Leben angeht verändert...
Ich kenne dich und deine Wünsche nicht...aber vielleicht möchtest du auch noch Familie/Kind(er) haben....und hinterfragst auch insgeheim ob das mit deinem Partner auch noch möglich ist...
Menschen ändern sich salsolakali...und wenn man gewohnt ist, das man relativ leichtfüssig durchs Leben gleitet, fällt es einem dann oft noch schwerer wenn das von sich aus auf einmal nicht mehr so funktioniert.
Es ist nicht immer leicht die Ursachen dafür zu erkennen und sie sich auch selbst einzugestehen, und dann auch einen Hebel anzusetzen und da dagegenzusteuern und möglicherweise auch einiges zu verändern.
Evt. auch neue Wege zu beschreiten und sich mit Ängsten auseinander zu setzen.
Überlege dir auch einmal, was du für ein Ziel hast. Ein Lebensziel. Visuallisiere es. Male es dir in den buntesten Farben aus. Und bleibe auch bei diesem. Erweitere es vielleicht, aber verändere es auch nicht immer wieder. (Ich weiss natürlich nicht ob es dir diesbezgl. so geht, aber es ist möglicherweise ein Ratschlag der dir hilft)
Ich verstehe dich schon recht gut...und ich kann das auch gut nachvollziehen.
Sind, in deinem Leben Dinge passiert, die dich irgendwie auf "die Matte" geschmissen haben?
Liebe Grüsse
die ilmy
Soll ich es auch noch in die Runde werfen oder kann ich das für einmal getrost bleiben lassen - dieses abgedroschene Stichwort, das mir bei diesem Thread immer wieder durch den Kopt geistert? Ach wo, ihr habt doch sicher alle auch schon dran gedacht ..... :P
(notfalls: Fendrich hören :rolleyes: )
(notfalls: Fendrich hören :rolleyes: )
Liebe fly_high, ich wäre wirklich gerne zufrieden. Und ich würde auch gerne schneller zu irgendwelchen Erkenntnissen kommen. Ich weiss nicht, warum ich so feststecke. Es macht mir Angst. Ich kenne mich so nicht.
ilmy, danke auch für deinen Beitrag, er ist mir die ganze Nacht im Kopf herumgegangen. In erster Linie das Stichwort "kämpfen müssen", das bringt etwas zum Schwingen. Ich muss jetzt zur Arbeit, werde mich später eingehend damit auseinandersetzen.
Nuthello, meinst du mit "ihr" auch mich? Ich hab nämlich keine Ahnung, was du andeuten möchtest...
ilmy, danke auch für deinen Beitrag, er ist mir die ganze Nacht im Kopf herumgegangen. In erster Linie das Stichwort "kämpfen müssen", das bringt etwas zum Schwingen. Ich muss jetzt zur Arbeit, werde mich später eingehend damit auseinandersetzen.
Nuthello, meinst du mit "ihr" auch mich? Ich hab nämlich keine Ahnung, was du andeuten möchtest...
Hallo,
kann salsolakalis Position grade gut verstehen. Mir geht es so ähnlich, den ersten Absatz hätte ich genauso schreiben können...
Manchmal weiss man eben einfach nciht, was los ist... Ich bilde mir dann immernoch 1000 Dinge ein, die ich falsch gemacht haben könnte, was gewesen sein könnte, was sein könnte, was ich alles nicht geschafft habe...
Man gerät in einen Strudel, aus dem man so leicht nicht mehr rauskommt... Ich bin grad auch wieder in einer schlechten Phase und weiss nicht, was ich machen soll...
kann salsolakalis Position grade gut verstehen. Mir geht es so ähnlich, den ersten Absatz hätte ich genauso schreiben können...
Manchmal weiss man eben einfach nciht, was los ist... Ich bilde mir dann immernoch 1000 Dinge ein, die ich falsch gemacht haben könnte, was gewesen sein könnte, was sein könnte, was ich alles nicht geschafft habe...
Man gerät in einen Strudel, aus dem man so leicht nicht mehr rauskommt... Ich bin grad auch wieder in einer schlechten Phase und weiss nicht, was ich machen soll...
Hi,hast du vieleicht ne Depression.Du schreibst von innerer Leere und das du dich unter Menschen einsam fühlst.Ebenso von Schuldgefühlen.Könnte es das sein?
lg
lg
Hallo ihr beiden,
danke für eure Beträge. Ich habe mich in den letzten Tagen in die Arbeit gestürzt, das hat mich ganz gut abgelenkt. Nachts lag ich dafür oft wach und habe versucht, in mich hineinzuspüren, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was eigentlich mit mir los ist. Aber ich habe nichts gespürt. Als wäre ich innerlich versteinert.
Über's Wochenende hab ich dann meine Mum besucht. Sie wohnt über 500km weit weg von mir, wir sehen uns also nur selten. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte ich einen schrecklichen Alptraum und hab nach dem Aufwachen erstmal eine Stunde geheult. Das war zunächst sehr befreiend, weil ich mich dabei wenigstens wieder spüren konnte. Als ich dann aber wieder fahren sollte, kriegte ich Panik, und zwar heftigst. Ich hatte das Gefühl: Wenn ich jetzt da rausgehe ohne Mama, bin ich aufgeschmissen. Als wär' ich wieder ein kleines Mädchen und nicht eine erwachsene Frau von 35. Hab mich dann sehr zusammengerissen und bin trotzdem gefahren, aber ich hab auf der ganzen Fahrt geheult.
Seitdem geben sich diese beiden Zustände quasi die Klinke in die Hand: Auf Gefühlskälte folgt das übermächtige Bedürfnis zu weinen. Ich kann das zwar einigermassen kontrollieren, aber es ist anstrengend, und ich frage mich, wie lange ich so weiterarbeiten kann.
Depression - damit kenn ich mich nicht aus und bin grundsätzlich vorsichtig damit, solche Begriffe in den Mund zu nehmen. Aber wenn das so weitergeht, werde ich mir wohl Hilfe holen müssen.
danke für eure Beträge. Ich habe mich in den letzten Tagen in die Arbeit gestürzt, das hat mich ganz gut abgelenkt. Nachts lag ich dafür oft wach und habe versucht, in mich hineinzuspüren, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was eigentlich mit mir los ist. Aber ich habe nichts gespürt. Als wäre ich innerlich versteinert.
Über's Wochenende hab ich dann meine Mum besucht. Sie wohnt über 500km weit weg von mir, wir sehen uns also nur selten. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte ich einen schrecklichen Alptraum und hab nach dem Aufwachen erstmal eine Stunde geheult. Das war zunächst sehr befreiend, weil ich mich dabei wenigstens wieder spüren konnte. Als ich dann aber wieder fahren sollte, kriegte ich Panik, und zwar heftigst. Ich hatte das Gefühl: Wenn ich jetzt da rausgehe ohne Mama, bin ich aufgeschmissen. Als wär' ich wieder ein kleines Mädchen und nicht eine erwachsene Frau von 35. Hab mich dann sehr zusammengerissen und bin trotzdem gefahren, aber ich hab auf der ganzen Fahrt geheult.
Seitdem geben sich diese beiden Zustände quasi die Klinke in die Hand: Auf Gefühlskälte folgt das übermächtige Bedürfnis zu weinen. Ich kann das zwar einigermassen kontrollieren, aber es ist anstrengend, und ich frage mich, wie lange ich so weiterarbeiten kann.
Depression - damit kenn ich mich nicht aus und bin grundsätzlich vorsichtig damit, solche Begriffe in den Mund zu nehmen. Aber wenn das so weitergeht, werde ich mir wohl Hilfe holen müssen.
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