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Wer ewig jagt, wird in der Zeit verloren gehen.

7 Antworten1'556 AufrufeGestartet von LionHunter ·

LionHunterThemenstart
#1

Unendlichkeit

​



​

Manchmal, zu Nachtschlafender Zeit,

​

frag ich mich, gibt es Unendlichkeit?

​

Herrscht dort Raum und Zeit,

​

von Heut bis in die Ewigkeit,

​

gibt es ‚Jetzt’ in der Unendlichkeit?


Die allergrößte Einheit


​

verschlang die Einsamkeit,

​

die wohl herrscht in der Unendlichkeit!

​

Wo ist das Geleit,

​

in der Ziellosigkeit,

​

mit der ich wand’re durch die Unendlichkeit,

​

der Einsamkeit,

​

der Ewigkeit.

​

Zusammen in der Unendlichkeit,

​

führt dieser Weg in die Ewigkeit?

​

Entsteht Zweisamkeit

​

Durch dunkle Einsamkeit?

​

Doch mein Denken geht zu weit, wo bin ich denn,

​

in dieser Unendlichkeit,

​

bei unserem treuen Zusammenhalt,

​

gedenke ich zu dieser Nachtschlafenden Zeit,

​

schlaf ein und träum von Zusammenhalt,

​

durch gegenseitigen Halt,

​

den man braucht in Ewigkeit,

​

durch den Weg der Einsamkeit,

​

Planlos durch die Unendlichkeit!

​

JN

​
Geschrieben von LionHunter alias Jackie Nightmare(JN)

#2
Eine Schuldzuweisung gibt es nicht.

Denn schuldig? Das bin ich nicht.

"Aber sie haben sich doch zwischen sie gedrängt?"

>>Ganz recht, wenn's meinen, doch ham' sich freiwillig getrennt!<<

"Aber beide waren unschuldig?"

>>Sicher nicht, viel zu ungeduldig!<<

"Sie woll'n also ihnen die Schuld geben?"

>>Ach, nicht ins diesem Leben.<<

"Nun, wann denn dann?"

>>Ach, was weiß ich denn, irgendwann.<<

"Sie meinen also, sie hatten die Falschen?"

>>Wenn ihre Köpfe nicht sauber schalten und walten...<<

"Sie waren also nicht füreinander bestimmt?"

>>Wenn keiner von beiden gewinnt?<<

"Wissen sie überhaupt, was Liebe ist?"

>>Also, bis jetzt hab' ich sie nie vermisst. Und somit hab' ich keine Schuld.<<

"Ich krieg' sie schon noch."

>>Verliebt?<<

"Nein!"

>>Ha ha, ich hab' Geduld.<<

Geschrieben von LionHunter alisa Jackie Nightmare(JN)

#3
Ich leg' mir eine Leine an,


an der ziehst du, stundenlang.






Dann werd' ich zu langweilig.



Sieh' gut zu, es wandelt mich.


Ich bin jetzt ein Bochusknecht,

gib' mir Sangria, ich trink' den echt.

Bald bist du unter'n Tisch getrunken,

und unter'n Tresen abgesunken.

Da machst du mir die Hose auf,

ich lass dem Schicksal mal seinen Lauf.

Dann wird's dir doch zu langweilig.

Sieh' gut hin, man wandelt mich.

Ich bin jetzt dein größter Feind,

ein böser Geist, der stets verneint!

Ich schub's dich rum, den ganzen Tag.

Bis der Zwerg hier nicht mehr mag.

Weil, dann wird's dir zu langweilig,

sieh' nochmal hin, ich wandle mich.

Jetzt bin ich ein Taugenichts,

ich schlaf sogar bei Tageslicht!

Und du bist mir voll egal,

ja für dich ist das voll die Qual.

Und ab jetzt, da wandle ich nicht,

so bleibt alles im Gleichgewicht-

und uns wird nicht langweilig.

Geschrieben von LionHunter alias Jackie Nightmare(JN)

#4
Lasst mich zieh'n, hinaus auf's Meer,

wo Stürme toben, stark und schwer!

Ich will frei sein, von Land zu Land,

Ich will keine Regeln, kein Ehrenmann.

Ich will gehen, durch diese Welt,

bei Windwetter, unter'm Himmelszelt!

Ich möchte weg, meine Beine zittern.

Ich sah so lange zu, wennn alle litten.

Ich will hier raus, also lass mich zieh'n.

Ich muss irgendwo, woanders hin.

Du bist mir wichtig, mein guter Freund,

doch wir haben viel zu lang geträumt.

Warum soll'n wir bleiben? Wir wollen fort!

Wollen wandeln von Ort zu Ort!

Meine Liebe, komm' geh' mit mir,

denn wenn ich gehe, bleibt mein Herz nicht hier.

Denk' nicht lang nach, was soll passier'n?

Ich lass nicht zu, dass wir uns verlier'n!

Ich will fort, über die Meere,

in mir ist zu lang diese Leere.

Will Neues ler'n & Neues seh'n,

fremder Ort fremde Dinge versteh'n.

Lasst mich zieh'n, hinaus auf's Meer,

wo Stürme toben, stark und schwer!

Ich will frei sein, von Land zu Land,

Ich will keine Regeln, kein Ehrenmann.

Ich will gehen, durch diese Welt,

bei Windwetter, unter'm Himmelszelt!

Geschrieben von LionHunter alias Jackie Nightmare (JN)

#5
Das Altern...

Ich liege auf dem Bette

& es wir langsam kalt.

Ich liege hier und wette;

ich werd' einsam alt.

Die Strafe

Als Gott dich schuf,

wollte er mich strafen.

Er gab mir des Wolfesruf

& machte dich zu einem von behüteten Schafen.

Ein Vergleich

Deine blauen Augen,

sie sind wie das Meer.

Sie können mir die Luft rauben,

zieh'n mich hinab, als wär' ich Zentner schwer.

Vorurteil (Vorsicht, Ironisch, nicht Rassistisch gemeint)

Die Polen klauen,

die Afrikaner teilen.

Die Russen hauen,

ich ahne warum die Deutschen sich so gefallen.

Alle samt geschrieben von LionHunter alias Jackie Nightmare (JN)

#6
Bruder in der Ferne,


wie fühlst du dich dort?



Bist du denn dort gerne,



an diesem finstren Ort?






Keiner weiß, wo du bist



Und keiner kann dich retten.



Niemand weiß von einer Galgenfrist,



man kann nur für dich beten.






Hier kämpft man nur für sich selbst,



wie soll es anders sein?



Ich weiß nicht für was du dich hältst,



doch dort bist du allein.






Wie soll ich nur für dich kämpfen,



kämpfe ich doch auch für deren und mich?



Der Krieg wird meinen Frust nie dämpfen,



ich verspreche, ich finde dich!






Dort wo du bist,



kann ich niemals sein, ohne mich tot zu wissen.



Wo ist jetzt deine List,



hat die Spinne dich gebissen?






Warum hast du dir das angetan



Und deinen Freunden?



Warum müssen wir all das jetzt erfahr‘ n



Wie könnten wir‘ s jemals leugnen?






Bruder in der Ferne,



ich sehne mich nach dir.



Ich hatte dich wohl gerne,



warst du doch ein Freund von mir.






Bruder in der Ferne,



ich hoffe du lebst.



Bruder in der Ferne



Und dass du das verstehst!






Bruder in der Ferne,



warum bist du verschwunden?



Sag, wozu ich lerne,



hat das Dunkle dich doch verschlungen!






Ja, in der Ferne, Bruder,



seh ich dich nicht.



Und wozu, lieber Bruder,



verschwendest du dich?






Warum lässt du uns hier allein,



wo wir dich doch brauchen?



Wolltest du nicht mehr sein,



begannst du zu straucheln?






Lieber Bruder, hör,



geh in meine Welt!



Damit ich dort beschwör,



ich spare weder Kraft noch Geld.






Höre wie ich ruf,



komm in diese Träume!



Sag, wo ich beginnen soll mit der langen Such,



damit ich dich nicht versäume.






Bruder in der Ferne,



warum bist du gefangen?



Dein Freund, dass bin ich gerne,



komm hilf mir, zu dir zu gelangen.






Lass uns alle fliehen,



vor all den Menschenwesen.



Komm lass uns weiter in die Ferne ziehen,



wir sind hie und dort zu lang gewesen!


(Ich vermisse dich, du Idiot...)

Geschrieben von LionHunter alies Jackie Nightmare (JN)

​


#7
echt genial deine texte! das passt doch alles und alles hat so was wahres,

#8
@liebeszauber

Danke für das Lob, ich habe mich sehr gefreut^^

Angelic/Lic: Versucht oft bei Sophia zu sein und ihre Aufmerksamkeit zu erregen. War bis zum Valentinstag dennoch sehr abweisend und gehässig.

Sophia/Phia: Ist in Lic verliebt, zeigt dieses jedoch nicht, fühlt sich von ihr belästigt und bedroht.

I feel like a Monster

A Valentins Story

Auf diesen Tag hatte Sophia sich lange vorbereitet: Sie hatte vor Jahren ihren Stil geändert, nun holte sie ihn sich zurück.

Schwarze Armyjacke, die Baggypants und dazu Chucks. Dazu schließlich noch die schwarze Choppercappy und sie war endlich wieder sie selbst.

Den ganzen Tag wollte sie nicht mit ihren Freunden, die sowieso nur knutschen würden, reden und nur eines tun: lernen.

Und so saß sie in der 1. großen Pause in der Mensa über ihre Bücher und Blöcke gebeugt und paukte.

Bis ein Schatten die Bögen verdeckten.

"Wer mir auch immer da in der Sonne steht, geh' da weg!", flötete sie fröhlich. Sie hörte, dass sich jemand hinter ihr räusperte und genervt drehte sie sich um.

Das "Was?!" blieb ihr noch im Rachen hängen, als sie Angelic erkannte.

"Hey, Sophia", sagte das hochgewachsene Mädchen und grinste.

Sophia spürte kalte Wut in sich hochsteigen.

In einer flüssigen Bewegung schob sie lautstark den Stuhl zur Seite und stellte sich, die Hände zu Fäusten geballt, direkt vor Angelic.

"Hey, mein kleiner Stalker", sagte sie, die Arme beschwichtigend erhoben.

"Halt bloss deine Klappe!", sagte Sophia bedrohlich leise und Angelics Freunde gingen einige Schritte zurück. Eine unheimliche Atmosphäre umgab die 2 jetzt.


The secret side of me, I never let you see.



I keep it caged but I can't control it.



So stay away from me, the beast is ugly!



I feel the rage and I just can't hold it.






"Nenn' mich nicht Stalker. Der Einzge, der hier verfolgt wird, das bin ich. Deine 300 Freunde die mir im Bus und vor meinem Haus auflauern und dein unglaublich blödes Gelaber nerven! Kannst du nicht vom Dach springen, du unterbelichtetes, sadistisches Arschl**h?", knurrte die Jüngere langsam und deutlich.

Nur Lic konnte sie hören und mit jedem Wort war sie bleicher geworden.

"Aber...", stotterte sie, doch Sophia drehte sich nur um, stopfte ihre Sachen in ihre Tasche.

Schließlich wandt sie sich zu Lic und kam ihr noch einmal ganz nahe: "Wenn du mich nochmal blöd anlaberst oder einer deiner Ferngesteuerten Slipeinlagen mich Stalker nennt, kriegst du eine Anzeige wegen Nachstellung, Beleidigung und übler Nachrede."

Dann ließ sie Lic und ihre Freunde stehen, wild entschloßen diesen Tag nicht mehr in die Vorhalle oder die Mensa zu gehen.

Die Rosen in Lic's Hand oder gar ihre Tränen sah sie nicht.

Nach der 2. Pause erfuhr Phia eher zufällig, dass Lic nach ihr, Phia, gefragt hatte und ziemlich aufgelöst gewirkt hatte.

In der 3. Pause war Lic schließlich verschwunden, vor Phias Klassenraum lagen Rosen, die an sie adressiert waren. Die Schrift war eindeutig die der Älteren.

"Trottel", knurrte die beste Freundin von Phia und schlug ihr mit den Rosen auf den Hinterkopf.

Das Mädchen selbst zuckte nur mit den Schultern und nahm schweigend die Rosen entgegen.

Doch innerlich machte sie sich große Sorgen.

In Gedanken verloren schritt sie durch die nun leeren Schulgänge, die durch kühles Licht beleuchtet waren.


It's scratching on the walls, in the closet, in the halls!



It comes awake and I can't control it!



Hiding under the bed, in my body, in my head!



Why won't somebody come and save me from this, make it end
?

Sie erinnerte sich daran, wie Lic sie damals heimlich nachhause verfolgt hatte und Fotos geschoßen hatte.

Der Blitz, der sie kurz fristig geblendet hatte und die Angst, vor dem, was Lic damit anstellen würde.

Es war ganz dunkel gewesen und sie kam gerade von einem Konzert. Auch dort hatte die Ältere sie beobachtet, immer wieder zu ihr gestarrt und sie mit den Blicken gerade zu analysieren versucht.

Schon oft davor hatte sie versucht, mit ihr zu reden, doch Lic hatte sie nur ausgelacht und mit den Finger auf sie gedeutet, sie behandelt wie einen Aussetzigen, so das Phia sie schließlich floh.

Doch es brachte ihr nicht viel, denn dieser Abend blieb kein Einzelfall.

Irgendwann saß Lic jeden Tag in ihrem Bus zur Schule und nach Hause. Nach einiger Zeit kannte sie jeden Ort, an den Phia ging, ob es das Haus ihres Bruders, ihre Lieblingsbar oder aber ihr Treffpunkt zum Schwertkampf war, Lic tauchte dort auf.

In der Schule grinste sie Phia überheblich an, wann immer sie in ihre Richtung sah.

I feel it deep within, it's just beneath the skin!


I must confess that I feel like a monster!



I hate what I've become, the nightmare's just begun!



I must confess that I feel like a monster!






Einzig Jule, eine gute Freundin von beiden, spornte Phia dazu an, sich davon nicht ärgern zu lassen.

Lic litt wohl sehr an der Trennung ihre Eltern, die nicht weit zurück lag und seit der sie sich um Bruder und Mutter kümmern müsse.

"Toll", hatte Sophia an diesem sonnigen Julitag gesagt, "Was ist daran mein Problem? Wenn sie sich um ihre Familie kümmern muss, warum hat sie dann noch die Zeit, mich zu verfolgen?"

Jule hatte den Kopf geschüttelt: "Vielleicht sieht sie in dir ein kleines Ebenbild und sucht Trost. Sie sucht die Stärke, die sie nicht mehr hat."

"In der Person, die sie niedermacht?", hatte Sophia gefragt, ihre Tasche genommen und war gegangen.

Als sie um die Ecke bog, wäre sie beinahe in Lic gerannt.

Wut stieg in ihr hoch, doch sie schluckte die Emotionen und ging an der Älteren vorbei.

Wie lange schien das her?

Auch damals hatte sie ihn nicht gesehen: Den traurigen Blick in Lics Augen, als sie Phia nachsah.


I, I feel like a monster



I, I feel like a monster






My secret side I keep hid under lock and key



I keep it caged but I can't control it



'Cause if I let him out he'll tear me up, break me down



Why won't somebody come and save me from this, make it end?


Als endlich der Computerraum aufgeschlossen und ein Großteil der Redaktion eingetroffen war, machte Phia sich sofort ans Schreiben ihrer neuen Kollumne, doch irgendwie wollten ihre Gedanken nicht so, wie sie wollte.

Was war nur mit Lic los?

Sie hatte sich immer irgendwie darauf verlassen, dass dieses Weib, diese Furier, sie irgendwann umbringen würde, eigenhändig oder durch den Streß, denn sie in der jungen Schülerin verursachte.

Doch nun, da war irgendetwas falsch.

Warum hatte Lic sie heute angesprochen? Warum hatte sie nach ihr gesucht, ihr Rosen geschenkt?

"Was für ein unpassender Tag, um mich in eine weitere, geschmacklose Falle zu locken", murmelte Phia und richtete damit ganz ungewollt die Aufmerksamkeit der Chefredaktorin auf sich, die neben ihr saß.

"Ist etwas?", fragte diese.

"Nein", log Phia. Eigentlich waren beide gute Freunde, aber sie wollte noch immer nicht sprechen.

Sie hätte eh nur ein Thema gehabt. Wie sie sich dafür hasste. Wer war besessener, Lic oder sie selbst?

I feel it deep within, it's just beneath the skin


I must confess that I feel like a monster



I hate what I've become, the nightmare's just begun



I must confess that I feel like a monster






I feel it deep within, it's just beneath the skin



I must confess that I feel like a monster



I, I feel like a monster



I, I feel like a monster





Draußen war es dunkel, als der Tumult los brach.

Vor den Fenstern hörte man laute Schreie und irgendjemand brüllte "Krankenwagen!" und "Polizei!".

"Was ist denn da los?", fragte die Chefradaktorin mit einer Mediengeilheit, die Phia schlecht werden ließ. Sie würde sich nie an diese Seite ihrer Freundin gewöhnen.

Schließlich begaben sie sich zum Fenster und spähten in die dunkle Nacht, als sie etwas entdeckten, was Phia die Nackenhaare aufstellte.

"Da...", stotterte sie und zeigte auf eine Schatten auf dem gegenüberliegenden Wohnhaus, "Da steht einer an der Kante!"

"Der will sich umbringen", kreischte einer der Jüngeren und hielt sich die Augen zu.

"Schnell!", rief die Chefredaktorin und die Gruppe flitzte hinab, aus der Schule hinaus, über die Straße um alles aus der Nähe betrachten zu können.

Phia hatte ein ganz schlechtes Gefühl bei der Sache, denn der Schatten kam ihr so bekannt vor. Ein Schatten der sie in ihre Träume verfolgt hatte, der sie nicht mehr in Ruhe gelassen hatte.

"Lic", murmelte sie und ihre Freundin fragte: "Was?"

"Lic!", rief Phia und rannte in das Gebäude. Aus der Ferne hörte sie Sirenen.

Was sollte das alles? War bei Lic entgültig eine Sicherung durchgebrannt?

Als sie endlich auf dem Dach ankam, wäre sie beinahe hingeflogen, doch sie konnte sie gerade so halten. Lic hatte sie noch nicht bemerkt.

Das Mädchen stand mit hängenden Kopf und Schultern an der Kante vom Dach und sah hinab.

"B-I-S-T D-U E-N-T-G-Ü-L-T-I-G W-A-H-N-S-I-N-N-I-G G-E-W-O-R-D-E-N?", brüllte sie voller Zorn und packte Lic fest am Kragen, so das diese nach hinten fiel und Phia gleich mitriß.

Der war das Recht, denn jetzt begann sie auf Lic einzuprügeln: "Du blöde Kuh! Wie kannst du mir das antun!"

Lic heulte auf, ob vor Schmerz oder wegen der ganzen Situation konnte keiner der Beiden sagen: "Ich habs nicht ertragen."

"Das ich deine dummen Rosen nicht als Entschuldigung angenommen habe?", sagte Phia und hielt inne.

Lic schüttelte weinend den Kopf: "Alles. Ich- ich darf mein Abi nicht machen, mein Vater ist abgehauen und jetzt kriegt meine Ma nicht mehr das Geld für die Wohnung zusammen! Und ehe ich wusste, was ich tat, da habe ich mich an dir ausgelassen und als du dich nicht gewehrt hast, da wollte ich immer mehr über dich wissen und habe- habe..."

Sie brach schluchzend ab.

Phia saß auf ihr und sah sie ungläubig an.

It's hiding in the dark, it's teeth are razor sharp!


There's no escape for me, it wants my soul, it wants my heart!



No one can hear me scream, maybe it's just a dream!



Maybe it's inside of me, stop this monster!






"Ich liebe dich!", rief Lic jetzt verzweifelt, "Und ich kann verstehen, wenn du mir den Tod wünscht. Was ich dir angetan habe, war furchtbar und ist..."

Wieder schluchzte sie.

"Ich wollte dir doch nur irgendwie zeigen, dass du mir wichtig bist und das es mir leid tut, aber du warst nicht mehr aufzufinden."

Sophia hätte jetzt auch Heulen können.

"Du hast in mir Liebe gesucht und Hass gefunden", sagte sie ganz leise, weil sie an Jules Worte denken musste. Wie lange war dieser unbeschwerte Sommertag her?

Lic nickte.

I feel it deep within, it's just beneath the skin


I must confess that I feel like a monster



I hate what I've become, the nightmare's just begun



I must confess that I feel like a monster






"Komm", sagte Sophia und richtete sich langsam auf.

Sie hielt Lic ihre Hand hin, unten hörte sie Polizei- und Krankenwagensirenen.

Lic griff nach der Hand der Jüngeren und zog sich hoch.

Mit einem Ruck zog diese Lic an sich heran und umarmte sie: "Du bist doch der allergrößte Trottel, den deine Mutter großziehen konnte."

Das sagte sie ganz leise und klang nicht mehr kühl oder zornig.

Ihre Stimme war jetzt sanft.

"Es tut mir so leid", schluchzte Lic. Immer noch zitterte sie.

Als sie unten ankamen, hatte sich eine gewaltige Menschentraube gebildet.

Schüler ihrer Schule, die in der Nähe wohnten, hatten den Tumult spitz gekriegt und wieder andere Schüler angerufen. Im Großen und Ganzen war eigentlich jeder da.

"Was ist passiert?", riefen sie und "Wer wollte springen?"

"Niemand wollte springen", sagte Sophia kühl und ging mit Lic zu den Sanitätern.

"Geht es euch gut?", fragte ein Mann in blauer Uniform, Sophia erkannte die großen Lettern, die das Wort "Polizei" bildeten.

"Nein", sagte sie müde und lächelte schwach.

Es war anstrengend gewesen. Nicht nur das mit dem Dach. Nein, die gesamten letzten 2 Jahre waren schwer gewesen. Für beide gleichermaßen.

Sie schloß kurz die Augen, aufeinmal wurde alles angenehm still und als sie die Augen wieder öffnete, da lag sie in einem hellen, weißen Raum, in einem weichen Bett.

"Was zum-?", murmelte sie. Sie fühlte sich unendlich schlapp und konnte sich nicht einmal richtig aufrichten.

Als sie rechts neben sich sah, bemerkte sie ein weiteres Krankenbett. Sie war in einem Krankenhaus und neben ihr lag Lic.

Diese schlief noch und wirkte ein bisschen wie das, was ihr Name bedeutete: wie ein Engel.

Vor beiden Betten lagen viele Blumen und unter größter Mühe erhob sich Phia, wobei sie nach ihrer Hose griff.

Dort zog sie ihr Portmone heraus, griff nach einer Tüte und kippte den Inhalt auf ihre Hand. Es war ein Ohrring.

Sie setzte sich an das Bett von Lic und lächelte.

Die begann ebenfalls zu lächeln und fragte leise: "Endlich wach, Prinzessin?"

"Ja", sagte Sophia leise und legte ihr den Ohrstecker in die Hand.

"Was ist das?", fragte Lic etwas verwirrt und Phia beugte sich über sie.

"Dein Valentinsgeschenk. Das habe ich vor mehr als 5 Monaten gekauft."

Lic öffnete die Augen: "Du bist verrückt."

"Wenn ich gewusst hätte, was du vor hast, hätte ich es dir gleich ausgehändigt. Was nimmst du auch alles so wörtlich?", schließlich grinste die Jüngere, "Fröhlichen Valentinstag, meine süße Stalkerin."

Text von "Monster" by Skillet.


Geschichte by LionHunter alias Jackie Nightmare (JN).



Für die, die es wahrscheinlich am Wenigsten erwartet.



Schönen Valentinstag.





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