Wie ein Boxer in den Seilen
4 Antworten876 AufrufeGestartet von the_profx ·
the_profxThemenstart
Hallo!
Ich brauche euren Rat, eure Hilfe oder einfach nur ein bisschen Anteilnahme...
Meine 3,5 jährige Beziehung endete vor 7 Monaten. Ich habe Funkstille gewahrt (wie es mir empfohlen wurde) und wir haben seit ner Weile sporadisch Kontakt per mail! Nur jedes Mal wenn ich ihre mail lese verkrampft sich etwas in mir, mein Herz fängt an zu rasen und mein Körper schüttet unentwegt Adrenalin aus.
Ich habe mich wie gesagt 6 Monate den Kontakt abgebrochen und mich erst wieder gemeldet als ich „dachte“ ich sei über sie hinweg.
Ist diese Reaktion meinerseits ein Zeichen, dass ich doch noch nicht soweit bin?!
Sie "quält" mich micht mehr aber ich quäle mich selbst mit ihr. Es vergeht kaum ein Tag an dem ich nicht an sie denke, obwohl sie schon einen Neuen hat!
Ich will es aber nicht... Ich will wissen was sie macht und wie es ihr geht und doch will ich es nicht.
Sie soll verschwinden (ist ja so gesehen auch) und doch soll sie bleiben.
Ich hasse sie für alles was sie mir angetan hat und doch will ich sie nicht hassen.
Ich habe das Gefühl, dass sie mir wie eine Bleiweste anhaftet, mich behindert, einschränkt, obwohl sie doch gar nicht da ist. Ich will frei sein.. bin ich es oder nicht...?!
Ich habe derzeut leider niemanden mit dem ich darüber reden kann, deshalb wende ich mich an euch!
Ohne dieses Forum würde es mir glaub ich noch schlechter gehen. DANKE
Ich komme mir so hilf- und machtlos vor. Wie jemand der vor einem großen dunkelen Gespenst davonläuft, vor dem er aber keine Angst mehr hat.
Es droht mich innerlich zu zerreissen, mich aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Diese quälenden Fragen/Gedanken, ich will sie nicht und doch sind sie da und kommen immer wieder!
Es ist fast so als ob ich 2 Gegenstücke in mir hätte:
Der rationale Kopf und das irrationale Herz, welches diese Gedanken erzeugt. Es lauert mir auf in einsamen Momenten und bringt eine Art von Traurigkeit. Leider kann dies mein Kopf nicht verhindern. Anscheinend reagiert er für solche Attacken zu langsam.
Ich wehre mich gegen dieses einen überkommende Gefühl, weil ich weiß, wie sinnlos es ist, aber ich habe Angst irgendwann einmal keine Kraft mehr zu haben.
Ist das normal...Ich überleg mir schon ernsthaft zum Psychologen zu gehen??!
Hoffentlich könnt ihr mir ein paar Tipps geben, denn langsam glaube ich, dasss das nicht normal sein kann.
Danke fürs lesen!
Ich brauche euren Rat, eure Hilfe oder einfach nur ein bisschen Anteilnahme...
Meine 3,5 jährige Beziehung endete vor 7 Monaten. Ich habe Funkstille gewahrt (wie es mir empfohlen wurde) und wir haben seit ner Weile sporadisch Kontakt per mail! Nur jedes Mal wenn ich ihre mail lese verkrampft sich etwas in mir, mein Herz fängt an zu rasen und mein Körper schüttet unentwegt Adrenalin aus.
Ich habe mich wie gesagt 6 Monate den Kontakt abgebrochen und mich erst wieder gemeldet als ich „dachte“ ich sei über sie hinweg.
Ist diese Reaktion meinerseits ein Zeichen, dass ich doch noch nicht soweit bin?!
Sie "quält" mich micht mehr aber ich quäle mich selbst mit ihr. Es vergeht kaum ein Tag an dem ich nicht an sie denke, obwohl sie schon einen Neuen hat!
Ich will es aber nicht... Ich will wissen was sie macht und wie es ihr geht und doch will ich es nicht.
Sie soll verschwinden (ist ja so gesehen auch) und doch soll sie bleiben.
Ich hasse sie für alles was sie mir angetan hat und doch will ich sie nicht hassen.
Ich habe das Gefühl, dass sie mir wie eine Bleiweste anhaftet, mich behindert, einschränkt, obwohl sie doch gar nicht da ist. Ich will frei sein.. bin ich es oder nicht...?!
Ich habe derzeut leider niemanden mit dem ich darüber reden kann, deshalb wende ich mich an euch!
Ohne dieses Forum würde es mir glaub ich noch schlechter gehen. DANKE
Ich komme mir so hilf- und machtlos vor. Wie jemand der vor einem großen dunkelen Gespenst davonläuft, vor dem er aber keine Angst mehr hat.
Es droht mich innerlich zu zerreissen, mich aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Diese quälenden Fragen/Gedanken, ich will sie nicht und doch sind sie da und kommen immer wieder!
Es ist fast so als ob ich 2 Gegenstücke in mir hätte:
Der rationale Kopf und das irrationale Herz, welches diese Gedanken erzeugt. Es lauert mir auf in einsamen Momenten und bringt eine Art von Traurigkeit. Leider kann dies mein Kopf nicht verhindern. Anscheinend reagiert er für solche Attacken zu langsam.
Ich wehre mich gegen dieses einen überkommende Gefühl, weil ich weiß, wie sinnlos es ist, aber ich habe Angst irgendwann einmal keine Kraft mehr zu haben.
Ist das normal...Ich überleg mir schon ernsthaft zum Psychologen zu gehen??!
Hoffentlich könnt ihr mir ein paar Tipps geben, denn langsam glaube ich, dasss das nicht normal sein kann.
Danke fürs lesen!
Hi
ich glaube, wir alle in diesem Forum wissen, wie Du dich jetzt fühlst.
Jeder von uns hat sein eigenes Tempo und wenn Du vielleicht 6 Monate brauchst, um über jemanden hinweg zu kommen, dann braucht jemand anders vielleicht nur 3 Monate, und noch jemand anders vielleicht 1 Jahr.
Vielleicht so richtig "geheilt" ist man im Endeffekt nie, die Person wird immer ein besonderes Platz in unserem Herzen haben, und das spricht eigentlich nur für uns: dass wir iin der Lage sind, so leidenschaftlich zu lieben, und alles darin zu investieren...
ich finde, jeder kommt auf seiner Art und Weise mit Liebeskummer klar, und ich bin mir sicher, dass Du auch Deinen Weg finden wirst. Vielleicht brauchst du mehr als die anderen, vielleicht auch nicht. Ich habe z.B. fast 2 Jahre (!) gebraucht, um jemanden zu "vergessen", wobei "vergessen" kein richtiges Wort ist. Aber erst nach 2 Jahren schmerzten die Erinnerungen nicht mehr wie früher und erst nach 2 Jahren war der grosse Widerspruch zwischen Herz und Verstand weg...
Ich wünsche Dir alles Gute!
Carlo
ich glaube, wir alle in diesem Forum wissen, wie Du dich jetzt fühlst.
Jeder von uns hat sein eigenes Tempo und wenn Du vielleicht 6 Monate brauchst, um über jemanden hinweg zu kommen, dann braucht jemand anders vielleicht nur 3 Monate, und noch jemand anders vielleicht 1 Jahr.
Vielleicht so richtig "geheilt" ist man im Endeffekt nie, die Person wird immer ein besonderes Platz in unserem Herzen haben, und das spricht eigentlich nur für uns: dass wir iin der Lage sind, so leidenschaftlich zu lieben, und alles darin zu investieren...
ich finde, jeder kommt auf seiner Art und Weise mit Liebeskummer klar, und ich bin mir sicher, dass Du auch Deinen Weg finden wirst. Vielleicht brauchst du mehr als die anderen, vielleicht auch nicht. Ich habe z.B. fast 2 Jahre (!) gebraucht, um jemanden zu "vergessen", wobei "vergessen" kein richtiges Wort ist. Aber erst nach 2 Jahren schmerzten die Erinnerungen nicht mehr wie früher und erst nach 2 Jahren war der grosse Widerspruch zwischen Herz und Verstand weg...
Ich wünsche Dir alles Gute!
Carlo
Hallo!
Es gibt - meiner Meinung nach - keine festlegbare Zeitspanne, wann man über jemanden "hinweg" wäre. Doch warum es dir so vorkommt, nach sechs Monaten noch immer am Anfang mit all dem Liebeskummer, den Ohnmachtsgefühlen und dem Schmerz zu stehen, kann ich dir schon sagen.
Wie geht's dir sonst in deinem Leben - Freunde, Beruf oder Studium? Bist du jemand, der es gewohnt ist, dass alles so läuft, wie er es gern hätte?
Ich war so jemand, ich war das gewohnt, bis mich die Realität eingeholt hat. Dann musste ich langsam und sehr mühevoll lernen, dass es Grenzen gibt und dass auch ich Grenzen ziehen und mich schützen muss - weil ich nicht unverwundbar bin.
Was mich zu der Erkenntnis führte? Alles zu verlieren und nichts und niemanden mehr um sich zu haben bedeutet, nichts mehr verlieren zu können. Und mit dieser Erkenntnis verschwand jede Angst und jeder Widerstand. Die Welt war plötzlich still. In dieser Ruhe steckt viel Kraft.
Die wünsche ich dir und alles Gute! :trost:
Es gibt - meiner Meinung nach - keine festlegbare Zeitspanne, wann man über jemanden "hinweg" wäre. Doch warum es dir so vorkommt, nach sechs Monaten noch immer am Anfang mit all dem Liebeskummer, den Ohnmachtsgefühlen und dem Schmerz zu stehen, kann ich dir schon sagen.
Original von the_profxIch wehre mich gegen dieses einen überkommende Gefühl, weil ich weiß, wie sinnlos es ist, aber ich habe Angst irgendwann einmal keine Kraft mehr zu haben.Solange du dich wehrst, wird es nicht besser, egal wie viel Zeit vergeht. Das kann Jahre dauern. Oft denke ich, diese Erlebnisse müssen doch einen Grund haben: vll sind sie einfach dazu da, dass wir lernen, zuzulassen, zu akzeptieren, auch den Schmerz und das Verlieren anzunehmen, um wirklich frei zu werden.
Ist das normal...
Wie geht's dir sonst in deinem Leben - Freunde, Beruf oder Studium? Bist du jemand, der es gewohnt ist, dass alles so läuft, wie er es gern hätte?
Ich war so jemand, ich war das gewohnt, bis mich die Realität eingeholt hat. Dann musste ich langsam und sehr mühevoll lernen, dass es Grenzen gibt und dass auch ich Grenzen ziehen und mich schützen muss - weil ich nicht unverwundbar bin.
Was mich zu der Erkenntnis führte? Alles zu verlieren und nichts und niemanden mehr um sich zu haben bedeutet, nichts mehr verlieren zu können. Und mit dieser Erkenntnis verschwand jede Angst und jeder Widerstand. Die Welt war plötzlich still. In dieser Ruhe steckt viel Kraft.
Die wünsche ich dir und alles Gute! :trost:
hallo the_profx
Ich weiss was du gerade durchmachst.. ich habe es vor 2Jahren erlebt.. und habe 1Jahr lang mit dem Herz-Schmerz gelebt!
Ich musste es lernen mit diesem 'Liebeskummer' umzugehen.. ich probierte immer das positive zu sehen.. was ich schönes mit ihm erlebt habe.. was ich daraus gelernt habe.. usw. und dass ich dankbar dafür sein kann, dass ich es überhaupt erleben durfte! (Die hat mir persönlich geholfen!)
Probier DEIN Leben zu leben ohne sie.. glaub mir, es geht! Auch wenn du es mir jetzt nicht glaubst!
Ich wünsche dir viel Kraft.. :trost:
Gruss Sister
Ich weiss was du gerade durchmachst.. ich habe es vor 2Jahren erlebt.. und habe 1Jahr lang mit dem Herz-Schmerz gelebt!
Ich musste es lernen mit diesem 'Liebeskummer' umzugehen.. ich probierte immer das positive zu sehen.. was ich schönes mit ihm erlebt habe.. was ich daraus gelernt habe.. usw. und dass ich dankbar dafür sein kann, dass ich es überhaupt erleben durfte! (Die hat mir persönlich geholfen!)
Probier DEIN Leben zu leben ohne sie.. glaub mir, es geht! Auch wenn du es mir jetzt nicht glaubst!
Ich wünsche dir viel Kraft.. :trost:
Gruss Sister
Danke! :schmatz:
Es ist komisch aber es tut gut zu wissen das man zumindest noch ein bisschen "normal" ist...
Ich würde mich schon als Realsit einschätzen!
@ Lisabel:
Wie hast du deine Grenzen gezogen?! Hast du dich komplett zurückgezogen? Mit diesem Gedanken hab ich auch schon gespielt (ein Kumpel lebt nach diesem Motto), aber ich kann mich nicht dazu durchringen.. Ist das leben dann noch lebenswert... so verlockend es auch klingt.
Ich habe in den langen Monaten genug Zeit gehabt um über alles nachzudenken! Wie blind ich doch gewesen war! So gesehn hab ich auf jeden Fall etwas gelernt!
Aber warum reicht diese Erkenntnis nicht um mich besser zu fühlen?! Ich fühle mich gedanklich soweit mit ihr ein für alle mal abzuschließen aber was zur Hölle ist da noch was eine solche Reaktion in mir auslösen kann?!
Dieses Unwissen ist so zermürbend...
Es ist komisch aber es tut gut zu wissen das man zumindest noch ein bisschen "normal" ist...
Ich würde mich schon als Realsit einschätzen!
@ Lisabel:
Wie hast du deine Grenzen gezogen?! Hast du dich komplett zurückgezogen? Mit diesem Gedanken hab ich auch schon gespielt (ein Kumpel lebt nach diesem Motto), aber ich kann mich nicht dazu durchringen.. Ist das leben dann noch lebenswert... so verlockend es auch klingt.
Ich habe in den langen Monaten genug Zeit gehabt um über alles nachzudenken! Wie blind ich doch gewesen war! So gesehn hab ich auf jeden Fall etwas gelernt!
Aber warum reicht diese Erkenntnis nicht um mich besser zu fühlen?! Ich fühle mich gedanklich soweit mit ihr ein für alle mal abzuschließen aber was zur Hölle ist da noch was eine solche Reaktion in mir auslösen kann?!
Dieses Unwissen ist so zermürbend...
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