Wie geht es weiter?
2 Antworten603 AufrufeGestartet von Margot ·
MargotThemenstart
Hallo an alle!
Ich habe ein Problem, das schon eine ganze Weile andauert.
Es könnte ein ziemlich langer Text werden, also schon mal im voraus vielen Dank fürs Durchlesen!
Ich habe letzten Dezember im Internet auf einer Singlesseite eine Anzeige gemacht, eher weil mir langweilig war. Darauf hatte er, M., sich gemeldet. Wir haben wunderschöne Mails ausgetauscht und ziemlich grosse Gefühle entwickelt, obwohl wir uns bis dahin noch nie gesehen hatten. Nach einigen Umwegen kam es schliesslich zu einem Treffen. Dabei habe wir uns super verstanden, ich war auf der Stelle verliebt. Zum Abschied waren wir uns auch ein bisschen näher gekommen.
Er schrieb mir später auch, dass er den Abend sehr schön gefunden hätte und mich gerne wiedersehen möchte. Doch dann war plötzlich unglaublich Funktstille, er meldete sich einfach nicht mehr.
Weil mir so unglaublich viel an ihm liegt, habe ich aber nicht aufgegeben. Es kam schliesslich heraus, dass es seiner Mutter damals sehr schlecht ging und da sie in einem anderen Land wohnt, hatte er einfach keine Zeit.
Wir haben uns dann wiedergetroffen, ich war bei ihm zu Hause und wir haben stundenlang miteinander geredet über alles Mögliche. Später haben wir auch ein bisschen gekuschelt, es war einfach wunderschön!
Er fuhr mich dann nach Hause und zum Abschied meinte er dann, das sei jetzt alles ein bisschen viel für ihn gewesen.
Seither (Mai) war kam absolut nichts mehr von ihm, keine Antwort auf meine Nachrichten, nichts!
Ich habe alles mögliche versucht, ihn zu vergessen. Es gab Zeiten, da war ich soo traurig, konnte nur noch weinen, weil ich das Gefühl hatte, dass da etwas zwischen uns ist, ein Gefühl, das es nicht wert ist, einfach so zu vergessen.
Auf alle Fälle habe ich ihm dann letzte Woche wieder mal nach langer Zeit ein Mail geschrieben, einfach gefragt, wie es ihm geht. Und da kam der Hammer: Es geht ihm sehr schlecht, er hat eine Depression und zwar schon ziemlich lange. Dies sei auch der Grund, warum er den Kontakt zu mir abgebrochen habe, weil er mich da nicht mithineinziehen wolle, obwohl es ihm das Herz breche, mich unglücklich zu sehen.
Ich weiss einfach im Moment nicht, was ich tun soll. Denn im Grunde deutet alles was er mir schrieb, darauf hin, dass er was für mich empfindet. Und doch hat er sich seitdem wieder in sein Schneckenhaus verkrochen und meldet sich nicht mehr.
Wenn ich wüsste was er möchte: kein Kontakt, Freundschaft, Beziehung? ginge es mir schon viel besser. Aber ich möchte ihn auch nicht jetzt sofort danach fragen.
Und ich habe Angst, dass er sich wieder nicht mehr meldet, weil er denkt, er müsse mich schützen. Dabei möchte ich ihm doch so gerne helfen, zumindest einfach für ihn da sein.
Ich habe ein Problem, das schon eine ganze Weile andauert.
Es könnte ein ziemlich langer Text werden, also schon mal im voraus vielen Dank fürs Durchlesen!
Ich habe letzten Dezember im Internet auf einer Singlesseite eine Anzeige gemacht, eher weil mir langweilig war. Darauf hatte er, M., sich gemeldet. Wir haben wunderschöne Mails ausgetauscht und ziemlich grosse Gefühle entwickelt, obwohl wir uns bis dahin noch nie gesehen hatten. Nach einigen Umwegen kam es schliesslich zu einem Treffen. Dabei habe wir uns super verstanden, ich war auf der Stelle verliebt. Zum Abschied waren wir uns auch ein bisschen näher gekommen.
Er schrieb mir später auch, dass er den Abend sehr schön gefunden hätte und mich gerne wiedersehen möchte. Doch dann war plötzlich unglaublich Funktstille, er meldete sich einfach nicht mehr.
Weil mir so unglaublich viel an ihm liegt, habe ich aber nicht aufgegeben. Es kam schliesslich heraus, dass es seiner Mutter damals sehr schlecht ging und da sie in einem anderen Land wohnt, hatte er einfach keine Zeit.
Wir haben uns dann wiedergetroffen, ich war bei ihm zu Hause und wir haben stundenlang miteinander geredet über alles Mögliche. Später haben wir auch ein bisschen gekuschelt, es war einfach wunderschön!
Er fuhr mich dann nach Hause und zum Abschied meinte er dann, das sei jetzt alles ein bisschen viel für ihn gewesen.
Seither (Mai) war kam absolut nichts mehr von ihm, keine Antwort auf meine Nachrichten, nichts!
Ich habe alles mögliche versucht, ihn zu vergessen. Es gab Zeiten, da war ich soo traurig, konnte nur noch weinen, weil ich das Gefühl hatte, dass da etwas zwischen uns ist, ein Gefühl, das es nicht wert ist, einfach so zu vergessen.
Auf alle Fälle habe ich ihm dann letzte Woche wieder mal nach langer Zeit ein Mail geschrieben, einfach gefragt, wie es ihm geht. Und da kam der Hammer: Es geht ihm sehr schlecht, er hat eine Depression und zwar schon ziemlich lange. Dies sei auch der Grund, warum er den Kontakt zu mir abgebrochen habe, weil er mich da nicht mithineinziehen wolle, obwohl es ihm das Herz breche, mich unglücklich zu sehen.
Ich weiss einfach im Moment nicht, was ich tun soll. Denn im Grunde deutet alles was er mir schrieb, darauf hin, dass er was für mich empfindet. Und doch hat er sich seitdem wieder in sein Schneckenhaus verkrochen und meldet sich nicht mehr.
Wenn ich wüsste was er möchte: kein Kontakt, Freundschaft, Beziehung? ginge es mir schon viel besser. Aber ich möchte ihn auch nicht jetzt sofort danach fragen.
Und ich habe Angst, dass er sich wieder nicht mehr meldet, weil er denkt, er müsse mich schützen. Dabei möchte ich ihm doch so gerne helfen, zumindest einfach für ihn da sein.
Hallo liebe Margot,
eine furchtbare Situation, ja. Dass er aufgrund seiner Depression den Kontakt abgebrochen hat, kann ich mir schon gut vorstellen. Da stellt sich nicht die Frage, ob die Empfindungen ausreichen um Kontakt zu pflegen, zu suchen - ausgewogen und abwechselnd. Da geht es um die Gesundheit, um viele Ängste, um die Existenz.
Dein Freund ist eben nicht mit "gesunden" Maßstäben zu messen. Wenn man sich bei anderen Freunden erwarten kann, dass sie auch einmal initiativ werden, sich Bemühen und ihr Empfinden zeigen, dann wird er aber zur Zeit nur antriebs- und teilnahmslos sein - die typischen Symptome für eine Depression - auch wenn er dich lieben sollte.
Liebe Margot, wenn du ihm beistehen möchtest, dann ist das zwar sehr lobenswert, aber seine Befürchtungen, er könnte dich "hineinziehen" haben schon ihre Berechtigung. Du musst dir bewusst sein, dass du es mit einem kranken Menschen zu tun hast, der vielleicht deine Nähe braucht, es aber nicht sagen kann. Der Gesellschaft brauchen könnte, aber nichts zurück geben kann, zumindest im Moment nicht.
Eine Freundschaft mit ihm wäre sehr einseitig und die Garantie, dass er alles nachholt, sobald er gesund ist, hast du nie. Dankbarkeit kann man nicht erwarten, eigentlich kannst du gar nichts erwarten.
Du müsstest den Kontakt immer von dir aus aufrecht halten, auch wenn er dich wegstößt, das kann sehr hart werden für dich.
Macht der denn eine Therapie? Zu der solltest du ihm dringend raten, vielleicht hält ja das Gespräch über seine Fortschritte den Kontakt am Laufen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft, das durchzustehen! :trost:
Liebe Grüße von
eine furchtbare Situation, ja. Dass er aufgrund seiner Depression den Kontakt abgebrochen hat, kann ich mir schon gut vorstellen. Da stellt sich nicht die Frage, ob die Empfindungen ausreichen um Kontakt zu pflegen, zu suchen - ausgewogen und abwechselnd. Da geht es um die Gesundheit, um viele Ängste, um die Existenz.
Dein Freund ist eben nicht mit "gesunden" Maßstäben zu messen. Wenn man sich bei anderen Freunden erwarten kann, dass sie auch einmal initiativ werden, sich Bemühen und ihr Empfinden zeigen, dann wird er aber zur Zeit nur antriebs- und teilnahmslos sein - die typischen Symptome für eine Depression - auch wenn er dich lieben sollte.
Liebe Margot, wenn du ihm beistehen möchtest, dann ist das zwar sehr lobenswert, aber seine Befürchtungen, er könnte dich "hineinziehen" haben schon ihre Berechtigung. Du musst dir bewusst sein, dass du es mit einem kranken Menschen zu tun hast, der vielleicht deine Nähe braucht, es aber nicht sagen kann. Der Gesellschaft brauchen könnte, aber nichts zurück geben kann, zumindest im Moment nicht.
Eine Freundschaft mit ihm wäre sehr einseitig und die Garantie, dass er alles nachholt, sobald er gesund ist, hast du nie. Dankbarkeit kann man nicht erwarten, eigentlich kannst du gar nichts erwarten.
Du müsstest den Kontakt immer von dir aus aufrecht halten, auch wenn er dich wegstößt, das kann sehr hart werden für dich.
Macht der denn eine Therapie? Zu der solltest du ihm dringend raten, vielleicht hält ja das Gespräch über seine Fortschritte den Kontakt am Laufen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft, das durchzustehen! :trost:
Liebe Grüße von
Hallo Lisabel
Vielen Dank für deine Antwort und deine lieben Worte.
Vieles was du schreibst, geht mir auch durch den Kopf. Ich weiss, dass ich von ihm nichts erwarten kann und darf. Es würde micht aber auch unglaublich traurig machen, wenn ich ihn jetzt einfach so "fallen lassen" würde.
In der Zwischenzeit hat er mir seine ganze Geschichte per Mail erzählt und ich verstehe jetzt auch warum er sich so schlecht fühlt. Aber mir ist auch klar geworden, dass er da niemals ohne Therapie herauskommt. Momentan macht er ja noch keine. Ich habe ihn dazu ermuntert, doch der entscheidende Schritt muss von ihm kommen.
Er hat mir in seinen Mails auch geschrieben, dass er sich in mich verliebt hat, aber Angst hat wieder jemanden zu enttäuschen und zu verletzen und ich sei so ein wertvoller Mensch, der es nicht verdient habe wegen ihm traurig zu sein.
Ich habe ihm dann zurückgeschrieben, dass ich für ihn da sein möchte, dass ich ihm aber auch den Freiraum gebe, mit sich allein zu sein.
Mir ist klar, dass er von sich aus den Kontakt nicht suchen wird, weil er selbst gesagt hat, dass er zwar möchte aber nicht kann. Trotzdem werde ich versuchen den Kontakt aufrecht zu erhalten. Weil ich glaube, dass er froh ist, wenn ich ihm ab und zu kleine Nachrichten schreibe und weil es mich auch selbst beruhigt (oder auch nicht) zu hören wie es ihm geht. Ich wünsche mir so sehr, dass er sich dazu entschliessen kann, eine Therapie zu beginnen!
Vielen Dank für deine Antwort und deine lieben Worte.
Vieles was du schreibst, geht mir auch durch den Kopf. Ich weiss, dass ich von ihm nichts erwarten kann und darf. Es würde micht aber auch unglaublich traurig machen, wenn ich ihn jetzt einfach so "fallen lassen" würde.
In der Zwischenzeit hat er mir seine ganze Geschichte per Mail erzählt und ich verstehe jetzt auch warum er sich so schlecht fühlt. Aber mir ist auch klar geworden, dass er da niemals ohne Therapie herauskommt. Momentan macht er ja noch keine. Ich habe ihn dazu ermuntert, doch der entscheidende Schritt muss von ihm kommen.
Er hat mir in seinen Mails auch geschrieben, dass er sich in mich verliebt hat, aber Angst hat wieder jemanden zu enttäuschen und zu verletzen und ich sei so ein wertvoller Mensch, der es nicht verdient habe wegen ihm traurig zu sein.
Ich habe ihm dann zurückgeschrieben, dass ich für ihn da sein möchte, dass ich ihm aber auch den Freiraum gebe, mit sich allein zu sein.
Mir ist klar, dass er von sich aus den Kontakt nicht suchen wird, weil er selbst gesagt hat, dass er zwar möchte aber nicht kann. Trotzdem werde ich versuchen den Kontakt aufrecht zu erhalten. Weil ich glaube, dass er froh ist, wenn ich ihm ab und zu kleine Nachrichten schreibe und weil es mich auch selbst beruhigt (oder auch nicht) zu hören wie es ihm geht. Ich wünsche mir so sehr, dass er sich dazu entschliessen kann, eine Therapie zu beginnen!
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