Wie kann ich meiner Freundin helfen?
3 Antworten997 AufrufeGestartet von Sissi92 ·
Sissi92Themenstart
Hallo Leute,
Meine Freundin ist mit einem Jungen zusammen, der an Depressionen leidet. Mit den beiden war es wegen seinen Stimmungsschwankungen schon immer ein ziemliches hin und her. Eine Zeit lang war er in Therpie und es hat sich auch alles etwas gebessert, allerdings hat er jetzt damit aufgehört, weil er meint es ginge ihm wieder gut. Dabei macht er sein Glück komplett von meiner Freundin und ihrer Familie abhängig, weil er sich mit seiner eigenen leider nicht so gut versteht, da die ihn schon immer sehr unter Leistungsdruck gesetzt hat.
Ihr geht es nicht mehr gut mit ihm, die Last ist zu groß und er engt sie zu sehr ein. Aber verlassen kann/möchte sie ihn auch nicht, weil da einerseits wegen der langen Beziehung doch immer noch Gefühle sind und andererseits weil sie nicht weiß, was er dann vielleicht tut angesichts seiner Krankheit.
Ich würde ihr so gerne helfen, nur weiß ich nicht wie. Ich möchte für sie da sein, aber sie macht vieles mit sich selbst aus und erzählt erst im Nachhinein von neuen Problemen. Ich kann ihr nicht vorschreiben, was sie tun soll, ich möchte ihr einfach nur beistehen und so gut es geht helfen. Vielleicht hat von euch ja wer ernstgemeinte und hilfreiche Tipps wie ich sie unterstützen kann.
Meine Freundin ist mit einem Jungen zusammen, der an Depressionen leidet. Mit den beiden war es wegen seinen Stimmungsschwankungen schon immer ein ziemliches hin und her. Eine Zeit lang war er in Therpie und es hat sich auch alles etwas gebessert, allerdings hat er jetzt damit aufgehört, weil er meint es ginge ihm wieder gut. Dabei macht er sein Glück komplett von meiner Freundin und ihrer Familie abhängig, weil er sich mit seiner eigenen leider nicht so gut versteht, da die ihn schon immer sehr unter Leistungsdruck gesetzt hat.
Ihr geht es nicht mehr gut mit ihm, die Last ist zu groß und er engt sie zu sehr ein. Aber verlassen kann/möchte sie ihn auch nicht, weil da einerseits wegen der langen Beziehung doch immer noch Gefühle sind und andererseits weil sie nicht weiß, was er dann vielleicht tut angesichts seiner Krankheit.
Ich würde ihr so gerne helfen, nur weiß ich nicht wie. Ich möchte für sie da sein, aber sie macht vieles mit sich selbst aus und erzählt erst im Nachhinein von neuen Problemen. Ich kann ihr nicht vorschreiben, was sie tun soll, ich möchte ihr einfach nur beistehen und so gut es geht helfen. Vielleicht hat von euch ja wer ernstgemeinte und hilfreiche Tipps wie ich sie unterstützen kann.
Liebe Sissi,
Ich habe da erst einmal ein paar Fragen.
Wie alt sind denn die beiden? Leben beide noch bei ihren Eltern und gehen zur Schule? Wie lange sind sie denn zusammen? Hat er seine Freundin vorher gefragt bevor er seine Therapie beendet hat?
So wenig wie Eltern ihre Kinder vor Erfahrungen schützen können, kann man das unter Freunden. Auch ist es manchmal gar nicht sinnvoll. Was, wenn sie genau dadurch lernen kann, dass sie sich für sich und ihre Bedürfnisse stark macht? Was, wenn sie genau dadurch lernen kann, wie man den Partner unterstützt statt therapiert? Was, wenn sie dadurch lernen kann, dass man sich vom Partner durchaus abgrenzen darf und manchmal sogar muss?
Was Du tun kannst, ist für sie da zu sein. Pass dabei auf, dass Du nicht Teil des Systems wirst. Bleib mit ihr im Gespräch. Wenn Du merkst, dass sie depressiv wird, sag ihr, dass Du eben genau das Gefühl hast, dass sie depressiv wird. Es ist ihr Leben und ihre Entscheidung was und wie lange sie es selber zulässt. Wenn für Dich die Grenze des Schluss machens erreicht wäre, erwarte nicht, dass es für sie auch der Fall ist.
Alles Gute, pitsch
Ich habe da erst einmal ein paar Fragen.
Wie alt sind denn die beiden? Leben beide noch bei ihren Eltern und gehen zur Schule? Wie lange sind sie denn zusammen? Hat er seine Freundin vorher gefragt bevor er seine Therapie beendet hat?
So wenig wie Eltern ihre Kinder vor Erfahrungen schützen können, kann man das unter Freunden. Auch ist es manchmal gar nicht sinnvoll. Was, wenn sie genau dadurch lernen kann, dass sie sich für sich und ihre Bedürfnisse stark macht? Was, wenn sie genau dadurch lernen kann, wie man den Partner unterstützt statt therapiert? Was, wenn sie dadurch lernen kann, dass man sich vom Partner durchaus abgrenzen darf und manchmal sogar muss?
Was Du tun kannst, ist für sie da zu sein. Pass dabei auf, dass Du nicht Teil des Systems wirst. Bleib mit ihr im Gespräch. Wenn Du merkst, dass sie depressiv wird, sag ihr, dass Du eben genau das Gefühl hast, dass sie depressiv wird. Es ist ihr Leben und ihre Entscheidung was und wie lange sie es selber zulässt. Wenn für Dich die Grenze des Schluss machens erreicht wäre, erwarte nicht, dass es für sie auch der Fall ist.
Alles Gute, pitsch
Hallo pitsch, erstmal danke für deine Antwort!
Sie ist 20 und er 22 Jahre alt. Beide gehen zur Uni, zwar in verschiedenen Städten, aber diese liegen sehr nah beieinander. Am Wochenende kommen beide aber eigentlich immer nach hause in unsere Heimatdörfer. Sie lebt dann bei ihren Eltern und er bei seinen. Zusammen sind sie jetzt schon seit 3 Jahren, mit Unterbrechungen allerdings, da er in schlechten Zeiten auch schon gerne mal auf ziemlich fiese Weise mit ihr Schluss macht. Seine Therapie hat er selbstständig abgebrochen, weder meine Freundin noch seine Eltern hatten die Chance dagegen einzulenken.
Das Problem ist, dass sie einfach nie Abstand von ihm bekommt, um mal kurz von seinen ganzen Problemen abzuschalten. Er lässt sie nicht alleine auf Partys gehen, aber schiebt ihr eine Szene, wenn sie sich nicht rund um die Uhr um ihn kümmert und will dann sehr schnell wieder nach hause. Auch sonst steht er einfach gerne mal überraschend vor ihrer Tür und belädt sie mit neuen Problemen. Wie erwähnt wohnen sie sogar in verschiedenen Städten, aber auch das hält ihn nicht davon ab. Nie kann sie sich sicher sein, ob er nicht gleich doch plötzlich wieder vor ihrer Tür steht.
Danke für deinen Tipp. Ich werde einfach noch aufmerksamer sein und darauf achten, ob sich mit ihrer Persönlichkeit etwas tut und sie selbst depressive Züge annimmt. Für mich wäre die Grenze des Schluss machens schon lange erreicht, aber ich weiß auch, dass ich leicht reden hab, weil ich weder 3 jährige Beziehung mit ihm geführt habe, noch ihn liebe. Ich wünschte mir nur so sehr, dass sie es leichter hätte. Denn das hat sie verdient. Sie ist so ein positiver Mensch, aber er zieht sie immer wieder mit runter.. Aber ich weiß, dass es nichts bringt, wenn ich sie zusätzlich auch noch unter Druck setze.
Sie ist 20 und er 22 Jahre alt. Beide gehen zur Uni, zwar in verschiedenen Städten, aber diese liegen sehr nah beieinander. Am Wochenende kommen beide aber eigentlich immer nach hause in unsere Heimatdörfer. Sie lebt dann bei ihren Eltern und er bei seinen. Zusammen sind sie jetzt schon seit 3 Jahren, mit Unterbrechungen allerdings, da er in schlechten Zeiten auch schon gerne mal auf ziemlich fiese Weise mit ihr Schluss macht. Seine Therapie hat er selbstständig abgebrochen, weder meine Freundin noch seine Eltern hatten die Chance dagegen einzulenken.
Das Problem ist, dass sie einfach nie Abstand von ihm bekommt, um mal kurz von seinen ganzen Problemen abzuschalten. Er lässt sie nicht alleine auf Partys gehen, aber schiebt ihr eine Szene, wenn sie sich nicht rund um die Uhr um ihn kümmert und will dann sehr schnell wieder nach hause. Auch sonst steht er einfach gerne mal überraschend vor ihrer Tür und belädt sie mit neuen Problemen. Wie erwähnt wohnen sie sogar in verschiedenen Städten, aber auch das hält ihn nicht davon ab. Nie kann sie sich sicher sein, ob er nicht gleich doch plötzlich wieder vor ihrer Tür steht.
Danke für deinen Tipp. Ich werde einfach noch aufmerksamer sein und darauf achten, ob sich mit ihrer Persönlichkeit etwas tut und sie selbst depressive Züge annimmt. Für mich wäre die Grenze des Schluss machens schon lange erreicht, aber ich weiß auch, dass ich leicht reden hab, weil ich weder 3 jährige Beziehung mit ihm geführt habe, noch ihn liebe. Ich wünschte mir nur so sehr, dass sie es leichter hätte. Denn das hat sie verdient. Sie ist so ein positiver Mensch, aber er zieht sie immer wieder mit runter.. Aber ich weiß, dass es nichts bringt, wenn ich sie zusätzlich auch noch unter Druck setze.
Liebe Sissi,
Hast Du ihr schon einmal gesagt, dass Du sie als sehr positiven Menschen kennst und schätzt und es Dich traurig machen würde, wenn er das kaputt machen würde?
Wenn sie ihn liebt, wird sie aus dieser Situation lernend wachsen. Der Mensch tickt so, dass er sich erst unwohl fühlen muss bevor er etwas ändert. Wer liebt, dem muss es erst richtig dreckig gehen bevor er etwas ändert innerhalb der Beziehung. Viele distanzieren sich eher von ihren Freunden als vom Partner. Wenn alles innerhalb der Beziehung in Ordnung ist, ist dagegen auch gar nichts zu sagen. Nur wenn innerhalb der Beziehung Probleme sind, dann kann niemand auch noch Stress mit den Freunden vertragen. Dann hat man nämlich als erstes keine Kraft mehr für die Freundschaften. Es kostet weniger Kraft, sich von Freunden zu lösen als vom Partner.
Vielleicht lest ihr beide mal von Eva-Maria Zurhorst "liebe Dich selbst und es ist egal wen Du heiratest". So etwas können Freundinnen doch gut gemeinsam machen. Es ist auch eine Möglichkeit, sich über etwas anderes zu unterhalten als die konkrete Beziehung. Ich mache mit meiner besten Freundin auch gerne mal einen ganzen Tag Sauna. Das Handy kann sie inzwischen sogar ausschalten seit der Sohn 11 Jahre alt ist. ;) Vielleicht habt ihr ja auch etwas, das ihr beide gerne macht und euch beiden gut tut?
Alles Gute, pitsch
Ich werde einfach noch aufmerksamer sein und darauf achten, ob sich mit ihrer Persönlichkeit etwas tut und sie selbst depressive Züge annimmt. Für mich wäre die Grenze des Schluss machens schon lange erreicht, aber ich weiß auch, dass ich leicht reden hab, weil ich weder 3 jährige Beziehung mit ihm geführt habe, noch ihn liebe. Ich wünschte mir nur so sehr, dass sie es leichter hätte. Denn das hat sie verdient. Sie ist so ein positiver Mensch, aber er zieht sie immer wieder mit runter.. Aber ich weiß, dass es nichts bringt, wenn ich sie zusätzlich auch noch unter Druck setze.Stopp, Du bist bereits aufmerksam. Wenn es zuviel wird, könnte sie sich von Dir kontrolliert und eben unter Druck gesetzt fühlen. Sie braucht aber eine Freundin, der sie ohne Vorwürfe ihre Gedanken mitteilen kann. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, dass ich Fragen stelle, wenn mir etwas auffällt.
Hast Du ihr schon einmal gesagt, dass Du sie als sehr positiven Menschen kennst und schätzt und es Dich traurig machen würde, wenn er das kaputt machen würde?
Wenn sie ihn liebt, wird sie aus dieser Situation lernend wachsen. Der Mensch tickt so, dass er sich erst unwohl fühlen muss bevor er etwas ändert. Wer liebt, dem muss es erst richtig dreckig gehen bevor er etwas ändert innerhalb der Beziehung. Viele distanzieren sich eher von ihren Freunden als vom Partner. Wenn alles innerhalb der Beziehung in Ordnung ist, ist dagegen auch gar nichts zu sagen. Nur wenn innerhalb der Beziehung Probleme sind, dann kann niemand auch noch Stress mit den Freunden vertragen. Dann hat man nämlich als erstes keine Kraft mehr für die Freundschaften. Es kostet weniger Kraft, sich von Freunden zu lösen als vom Partner.
Vielleicht lest ihr beide mal von Eva-Maria Zurhorst "liebe Dich selbst und es ist egal wen Du heiratest". So etwas können Freundinnen doch gut gemeinsam machen. Es ist auch eine Möglichkeit, sich über etwas anderes zu unterhalten als die konkrete Beziehung. Ich mache mit meiner besten Freundin auch gerne mal einen ganzen Tag Sauna. Das Handy kann sie inzwischen sogar ausschalten seit der Sohn 11 Jahre alt ist. ;) Vielleicht habt ihr ja auch etwas, das ihr beide gerne macht und euch beiden gut tut?
Alles Gute, pitsch
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