wie sehr ändert einen das ausland?
6 Antworten1'148 AufrufeGestartet von helin ·
helinThemenstart
hallo ihr
bin noch ganz neu hier, vielleicht gebt ihr mir ja aber ein paar tips für den start.
bin jetzt 6 jahre mit meinem freund zusammen und vor 3 monaten ins ausland (in die usa) gegangen (beruflich). ich werde noch bis weihnachten in amerika bleiben, danach werde ich wieder zurückgehen.
mir ist hier jedoch einiges aufgefallen. als allererstes war es, entgegen aller meiner erwartungen, furchtbar leicht, meine heimat, sprich familie, freunde und freund aufzugeben. in den ersten beiden monaten hab ich mich nur sehr ungern daheim gemeldet und habs erst mal genossen, für mich allein zu sein. ich hab hier zum ersten mal in meinem leben erlebt, wie schön es ist, mal sein leben für sich selber zu haben (bin 24) und nicht ständig auf leute rücksicht zu nehmen, die mehr platz in meinem leben eingenommen haben, als sie verdient haben (eg die schwiegermutter). ich glaube auch, dass ich viel ruhiger und unnervöser geworden bin - soweit ists ja gut. seitdem melde ich mich zum seelenfrieden aller wieder etwas häufiger.
jetzt habe ich aber dann auch noch jemanden kennengelernt, der mich von anfang an interessiert hat. es war gegebenermassen verständnis auf den ersten blick (obwohl er nur sehr schlecht englisch geredet hat, so konnte ich jedoch mein französisch wieder mal auffrischen). ich habe ihn in meiner ersten woche hier auf einer party kennengelernt und erst mal nichts geahnt, dass er sich in mich verknallt hat. naja. so wars dann aber. und als erstes wollte ich einfach nur meine ruhe haben, aber schlussendlich war er mir dann wichtiger als ich mir eingestehen wollte (weil ich am anfang auch noch nicht so viele kontakte hier hatte). jedenfalls haben wir uns dann mal geküsst, und dann noch ein paar male, aber vor allem haben wir unsere seele miteinander geteilt. danach hab ich ihm gesagt, dass ich mir zwar meiner homebase nicht sicher bin, aber hier schon gar keine beziehung wolle. natürlich war er unheimlich enttäuscht, ich glaube aber, dass ich ihm nicht das herz gebrochen habe. heute ignoriert er mich, manchmal versuche ich, mich mit ihm zu unterhalten, wenn wir uns zufällig treffen (wir wohnen ganz in der nähe), aber aussichtslos. manchmal gehe ich bei ihm vorbei und hoffe, ihn zu treffen. ich fühl mich irgendwie ganz komisch, was das anbelangt. einerseits weiß ich, dass wir nicht zusammen gehören, und dass wir zu verschieden sind (und die ortsfrage ein riesenproblem wäre), andererseits wird mir noch ganz komisch zumute, wenn ich an ihn denke.
meine frage ist jetzt: hat jemand von euch erfahrung mit sowas? hattet ihr auch das gefühl, ihr müsstet, wenn ihr heimkommt, euer ganzes zuvor gelebtes leben auf den kopf stellen und mit allem aufräumen, was vorher war? ist das normal? ich bin einfach hier viel glücklicher als daheim, was sicher ausschließlich an meinen persönlichen verpflichtungen liegt, da ich im job hier viel mehr stress (dafür aber auch viel mehr anerkennung) habe.
danke für jede antwort
helin
bin noch ganz neu hier, vielleicht gebt ihr mir ja aber ein paar tips für den start.
bin jetzt 6 jahre mit meinem freund zusammen und vor 3 monaten ins ausland (in die usa) gegangen (beruflich). ich werde noch bis weihnachten in amerika bleiben, danach werde ich wieder zurückgehen.
mir ist hier jedoch einiges aufgefallen. als allererstes war es, entgegen aller meiner erwartungen, furchtbar leicht, meine heimat, sprich familie, freunde und freund aufzugeben. in den ersten beiden monaten hab ich mich nur sehr ungern daheim gemeldet und habs erst mal genossen, für mich allein zu sein. ich hab hier zum ersten mal in meinem leben erlebt, wie schön es ist, mal sein leben für sich selber zu haben (bin 24) und nicht ständig auf leute rücksicht zu nehmen, die mehr platz in meinem leben eingenommen haben, als sie verdient haben (eg die schwiegermutter). ich glaube auch, dass ich viel ruhiger und unnervöser geworden bin - soweit ists ja gut. seitdem melde ich mich zum seelenfrieden aller wieder etwas häufiger.
jetzt habe ich aber dann auch noch jemanden kennengelernt, der mich von anfang an interessiert hat. es war gegebenermassen verständnis auf den ersten blick (obwohl er nur sehr schlecht englisch geredet hat, so konnte ich jedoch mein französisch wieder mal auffrischen). ich habe ihn in meiner ersten woche hier auf einer party kennengelernt und erst mal nichts geahnt, dass er sich in mich verknallt hat. naja. so wars dann aber. und als erstes wollte ich einfach nur meine ruhe haben, aber schlussendlich war er mir dann wichtiger als ich mir eingestehen wollte (weil ich am anfang auch noch nicht so viele kontakte hier hatte). jedenfalls haben wir uns dann mal geküsst, und dann noch ein paar male, aber vor allem haben wir unsere seele miteinander geteilt. danach hab ich ihm gesagt, dass ich mir zwar meiner homebase nicht sicher bin, aber hier schon gar keine beziehung wolle. natürlich war er unheimlich enttäuscht, ich glaube aber, dass ich ihm nicht das herz gebrochen habe. heute ignoriert er mich, manchmal versuche ich, mich mit ihm zu unterhalten, wenn wir uns zufällig treffen (wir wohnen ganz in der nähe), aber aussichtslos. manchmal gehe ich bei ihm vorbei und hoffe, ihn zu treffen. ich fühl mich irgendwie ganz komisch, was das anbelangt. einerseits weiß ich, dass wir nicht zusammen gehören, und dass wir zu verschieden sind (und die ortsfrage ein riesenproblem wäre), andererseits wird mir noch ganz komisch zumute, wenn ich an ihn denke.
meine frage ist jetzt: hat jemand von euch erfahrung mit sowas? hattet ihr auch das gefühl, ihr müsstet, wenn ihr heimkommt, euer ganzes zuvor gelebtes leben auf den kopf stellen und mit allem aufräumen, was vorher war? ist das normal? ich bin einfach hier viel glücklicher als daheim, was sicher ausschließlich an meinen persönlichen verpflichtungen liegt, da ich im job hier viel mehr stress (dafür aber auch viel mehr anerkennung) habe.
danke für jede antwort
helin
Hallo Helin,
ich bin in meinem Leben alle 4 Jahre umgezogen, bis ich 17 war immer mit Familie, und hinterher dann auch ohne. Also mit 17 auf Austausch, mit 19 nach Afrika und dann mit 20 nach Australien.
und ja, es hat mich jedes mal verändert. mir ist aber auch immer bewusst geworden, was ich an zu hause habe.
als ich das erste mal in australien war hab ich meinen jetzt ex kennengelernt (mit 17) und wir waren ne ganze weile zusammen, mit einer unterbrechung als wir noch nicht wussten, dass ich wieder nach australien zurueck kommen wuerden. in der zeit habe ich in uganda einen mann kennengelernt, und weil wir beide in ner total ungewohnten extremsituation waren, sind wir sehr, sehr schnell und naeher gekommen und er wurde mir tota wichtig.bis dahin hatte ich immer gedacht, dass mein australischer freund der mann fuer mich waere, aber in uganda habe ich dann meine zweifel bekommen, wegen des neuen. aber ich habe dann auch schnell gemerkt, dass der neue auch nicht fdas wahre war, mit hat das ganze aber zu denken gegeben, was ich eigentlich an meinem australier so toll fand, und warum ich mit ihm zusammen sein will, ob ich ihn wirklich liebe, was denn die gefuehle fuer den anderen jetzt zu bedeuten haben. und dann bin ich nach australien und war schwups di wups wieder mit meinem australier zusammen. fuer 1.5 jahre. leider war diese zeit nicht unbedingt die gluecklichste, war zwar super schoen aber ich hatte immer noch meine zweifel, und weil ich mich damit nicht wirklich auseinandergesetzt hab, ist jetzt das ganze unschoen kaputt gegangen.
was ich damit sagen will...es ist normal, dass man merkt, was zu hause nicht so gut laeuft, ausland kann einem auch richtig die augen oeffenen, man kommt nach hause und weiss oft, was man besser machen kann, weil man ne voellig andere perspektive hat. bevor man aber zu hause alles beendet, sollte man drueber nachdenken, was man beendet, warum, ob man sich wirklich sicher ist usw...und im gleichen sinne gilt, man sollte auch nachdenken ueber was man beibehaelt und warum und wie sicher man sich ist dass bestimmte dinge gleich bleiben sollen. und mann sollte auch nciht vergessen, dass man menschen mit denen man vorher zusammen war und viel zeit verbracht hat, etwas von seiner eigenen neu gewonnen erfahrung mitbringen kann und diese teilen und damit vielleicht nicht nur fuer sich selbst sonder auch fuer andere was zum besseren aendern kann.
ich hab glaube ich von jedem umzug was gelernt, denke dass ich echt mit ner menge sachen dadurch fertig werden, aber manchmal habe ich entscheidungen getroffen, die etwas ueberhastet waren, und es bereut.
hoffe, dass du das alles gut gereregelt bekommst.'
liebe gruesse, und ueberleg dir das mit dem franzosen genau... vielleicht ist es nach 6 jahren auch einfach nur das beduerfnis nach was neuem, aber 6 jahre koennen einem auch etwas ganz besonderes bringen, was man so schnell nicht wiederfindet.
MaA
ich bin in meinem Leben alle 4 Jahre umgezogen, bis ich 17 war immer mit Familie, und hinterher dann auch ohne. Also mit 17 auf Austausch, mit 19 nach Afrika und dann mit 20 nach Australien.
und ja, es hat mich jedes mal verändert. mir ist aber auch immer bewusst geworden, was ich an zu hause habe.
als ich das erste mal in australien war hab ich meinen jetzt ex kennengelernt (mit 17) und wir waren ne ganze weile zusammen, mit einer unterbrechung als wir noch nicht wussten, dass ich wieder nach australien zurueck kommen wuerden. in der zeit habe ich in uganda einen mann kennengelernt, und weil wir beide in ner total ungewohnten extremsituation waren, sind wir sehr, sehr schnell und naeher gekommen und er wurde mir tota wichtig.bis dahin hatte ich immer gedacht, dass mein australischer freund der mann fuer mich waere, aber in uganda habe ich dann meine zweifel bekommen, wegen des neuen. aber ich habe dann auch schnell gemerkt, dass der neue auch nicht fdas wahre war, mit hat das ganze aber zu denken gegeben, was ich eigentlich an meinem australier so toll fand, und warum ich mit ihm zusammen sein will, ob ich ihn wirklich liebe, was denn die gefuehle fuer den anderen jetzt zu bedeuten haben. und dann bin ich nach australien und war schwups di wups wieder mit meinem australier zusammen. fuer 1.5 jahre. leider war diese zeit nicht unbedingt die gluecklichste, war zwar super schoen aber ich hatte immer noch meine zweifel, und weil ich mich damit nicht wirklich auseinandergesetzt hab, ist jetzt das ganze unschoen kaputt gegangen.
was ich damit sagen will...es ist normal, dass man merkt, was zu hause nicht so gut laeuft, ausland kann einem auch richtig die augen oeffenen, man kommt nach hause und weiss oft, was man besser machen kann, weil man ne voellig andere perspektive hat. bevor man aber zu hause alles beendet, sollte man drueber nachdenken, was man beendet, warum, ob man sich wirklich sicher ist usw...und im gleichen sinne gilt, man sollte auch nachdenken ueber was man beibehaelt und warum und wie sicher man sich ist dass bestimmte dinge gleich bleiben sollen. und mann sollte auch nciht vergessen, dass man menschen mit denen man vorher zusammen war und viel zeit verbracht hat, etwas von seiner eigenen neu gewonnen erfahrung mitbringen kann und diese teilen und damit vielleicht nicht nur fuer sich selbst sonder auch fuer andere was zum besseren aendern kann.
ich hab glaube ich von jedem umzug was gelernt, denke dass ich echt mit ner menge sachen dadurch fertig werden, aber manchmal habe ich entscheidungen getroffen, die etwas ueberhastet waren, und es bereut.
hoffe, dass du das alles gut gereregelt bekommst.'
liebe gruesse, und ueberleg dir das mit dem franzosen genau... vielleicht ist es nach 6 jahren auch einfach nur das beduerfnis nach was neuem, aber 6 jahre koennen einem auch etwas ganz besonderes bringen, was man so schnell nicht wiederfindet.
MaA
hattet ihr auch das gefühl, ihr müsstet, wenn ihr heimkommt, euer ganzes zuvor gelebtes leben auf den kopf stellen und mit allem aufräumen, was vorher war?ja, das geht mir auch so. ich schaff es nur nicht =)
ich habe sehr viel zeit in asien verbracht, sehr glückliche zeiten, und ich bin mir dann jedesmal, wenn ich wieder hier war, ne zeitlang vorgekommen wie auf einem anderen planeten. da unten komischerweise nicht. es ist bei mir scheinbar so, dass ich da sehr viel lieber leben würde, es aber leider nicht kann. aber ich stehe immer mit einem fuss hier und mit dem anderen in malaysia. oder indonesien, oder thailand.
"gefangen im goldenen netz der tropen", war mal ein spruch in einem roman, der sehr auf mich zutrifft.
wenn ich da unten aus dem flieger steige, denke ich, fühle ich: ich bin wieder daheim.
ich versuche immer, irgedwelche sachen, die mir da so gefallen, hier mit rüberzunehmen, aber leider lässt sich hier nicht annähernd leben, im praktischen.
aber bei dir gehts ja doch glaub ich mehr um die gefühle, die du den männern entgegen bringst. bleibst du beim "alten", beginnst du was neues? könntest du denn generell für immer nach USA gehen?
und eine andere idee wäre, mit deinem freund vielleicht mal einen urlaub dort zu verbringen, dass er evtl. nachvollziehen kann, was dir dort so gefällt.
hallo ihr beiden mädels, danke für eure konstruktiven beiträge. stosse mit der thematik offenbar doch nicht auf absolutes unverständnis.
ihr beide scheint mir auch menschen zu sein, die versuchen, ihr leben zu leben, und nicht das von jemand anders. das ist sehr wichtig, da in unserer gesellschaft alle, die sich nicht so daheim fühlen "passend gemacht werden".
es geht mir schon ein bisschen um das land. ich bin hier im nördlichen amerika, da sind die amerikaner sehr aufgeschlossen und ich habe auch noch nie diskriminierung als ausländerin erfahren. einfach ganz anders als daheim, wo jeder andersartige sofort als solcher identifiziert wird und ihm die selbstverständlichsten daseinsrechte aberkannt werden. mein englisch war nicht von anfang an perfekt, aber das hat hier niemanden gestört, alle haben mir geholfen. schwer vorzustellen in deutschland, oder? ich bin die unikonformität der leute daheim einfach leid. hier ist alles so multinational. es stört mich überhaupt nicht, wenn ich auf die straße gehe, und jeder sieht anders aus und ich versteh nicht immer alles, was gesagt wird. entgegen vieler anderer hatte ich überhaupt keinen kulturschock, eher das gefühl, ich würde heimkommen (@tioman).
dazu kommt, dass ich immer angst davor hatte, allein nicht zurechtzukommen (das hat mir meine umwelt auch immer schön vermittelt). jetzt hab ich herausgefunden, dass dem überhaupt nicht so ist, und mein leben viel weniger chaotisch ist, wenn ich nicht andere darin habe, die ständig herumorganisieren und an mir herumkritisieren (was ich bisher auch nicht vertragen habe). das ist der punkt, wegen dem ich mich frage, ob meine beziehung meine veränderung überleben wird. ich bin süchtig geworden nach der freiheit über mein leben zu verfügen. ich bin doch nicht das kleine mädi, für das mich alle gehalten haben.
zu den männern: ich glaube, dass ich über den anderen schon weg bin, es ist nur immer noch eine art band zwischen uns, das ich zuvor noch nie erlebt habe. wir hatten schon öfter so eine seltsame art von parallele, richtig schicksalshaft. und obwohl wir versucht haben, unsere verbindung geheimzuhalten haben uns alle sofort für ein paar gehalten, weil wir "uns so vertraut waren". vielleicht ist es einfach auch die art von extremsituation gewesen, von der ja eine von euch berichtet hat. da passt man sich vielleicht auch unbewusst schon mal an jemanden an, um einen seelenverwandten in der unbekannten neuen welt zu haben. ich fühle mich seit er sich distanziert hat, als würde mir ein teil fehlen. aber hat er sich seitdem sehr verändert, macht ständig einen auf überlustig, wenn wir uns sehen und ich habe das gefühl, dass alle aus unserem (anfänglich gemeinsamen) freundeskreis, die jetzt mehr mit ihm zu tun haben als mit mir, anfänglich immer komisch sind, wenn ich zeit mit ihnen verbringe. kurzum, ich glaube, dass er entweder sehr unsicher ist, wenn irgendwas mit mir zu tun hat, oder ich bin einem sehr guten schauspieler auf den leim gegangen, der mich nur ins bett bringen wollte (was natürlich nicht passiert ist, nur so als anmerkung)
mein freund geht mir eher selten ab. bei einer beziehung von 6 jahren ist ja dann auch schon viel vorhanden, was einen am anderen stört. zurzeit bin ich einfach mal froh, soviel arbeiten zu können, wie ich will, ohne mir ein schlechtes gewissen machen zu lassen, keine nervende schwiegermutter zu haben, die permanent in unsere beziehung interveniert und ähnliches. natürlich denk ich manchmal an ihn und ich hätte ihn auch manchmal gerne bei mir, aber ich weiß nicht, wie groß die liebe ist, dass ich sie nicht irgendwann einer freundschaft, in der ich dann alle diese probleme los bin, opfern würde. zurzeit bin ich überhaupt ziemlich gefühllos, was das anbelangt. das ist wie, wenn deine füße nach dem eislaufen ganz kalt sind und du glaubst, du hast sie nicht mehr, bis sie dann wieder aufwärmen und alles prickelt. so ähnlich war das dann auch mit dem mann, den ich hier kennengelernt habe, nur, dass es halt dann nachher auch weh getan hat, als ich mich getrennt habe.
vielleicht hat ja eine von euch auch diesbezüglich ähnliche erfahrungen gemacht. glaubt ihr eigentlich, dass es den "einen" menschen im leben gibt, oder dass man viele männer lieben kann, die auch zu einem passen.
grüße
helin
ihr beide scheint mir auch menschen zu sein, die versuchen, ihr leben zu leben, und nicht das von jemand anders. das ist sehr wichtig, da in unserer gesellschaft alle, die sich nicht so daheim fühlen "passend gemacht werden".
es geht mir schon ein bisschen um das land. ich bin hier im nördlichen amerika, da sind die amerikaner sehr aufgeschlossen und ich habe auch noch nie diskriminierung als ausländerin erfahren. einfach ganz anders als daheim, wo jeder andersartige sofort als solcher identifiziert wird und ihm die selbstverständlichsten daseinsrechte aberkannt werden. mein englisch war nicht von anfang an perfekt, aber das hat hier niemanden gestört, alle haben mir geholfen. schwer vorzustellen in deutschland, oder? ich bin die unikonformität der leute daheim einfach leid. hier ist alles so multinational. es stört mich überhaupt nicht, wenn ich auf die straße gehe, und jeder sieht anders aus und ich versteh nicht immer alles, was gesagt wird. entgegen vieler anderer hatte ich überhaupt keinen kulturschock, eher das gefühl, ich würde heimkommen (@tioman).
dazu kommt, dass ich immer angst davor hatte, allein nicht zurechtzukommen (das hat mir meine umwelt auch immer schön vermittelt). jetzt hab ich herausgefunden, dass dem überhaupt nicht so ist, und mein leben viel weniger chaotisch ist, wenn ich nicht andere darin habe, die ständig herumorganisieren und an mir herumkritisieren (was ich bisher auch nicht vertragen habe). das ist der punkt, wegen dem ich mich frage, ob meine beziehung meine veränderung überleben wird. ich bin süchtig geworden nach der freiheit über mein leben zu verfügen. ich bin doch nicht das kleine mädi, für das mich alle gehalten haben.
zu den männern: ich glaube, dass ich über den anderen schon weg bin, es ist nur immer noch eine art band zwischen uns, das ich zuvor noch nie erlebt habe. wir hatten schon öfter so eine seltsame art von parallele, richtig schicksalshaft. und obwohl wir versucht haben, unsere verbindung geheimzuhalten haben uns alle sofort für ein paar gehalten, weil wir "uns so vertraut waren". vielleicht ist es einfach auch die art von extremsituation gewesen, von der ja eine von euch berichtet hat. da passt man sich vielleicht auch unbewusst schon mal an jemanden an, um einen seelenverwandten in der unbekannten neuen welt zu haben. ich fühle mich seit er sich distanziert hat, als würde mir ein teil fehlen. aber hat er sich seitdem sehr verändert, macht ständig einen auf überlustig, wenn wir uns sehen und ich habe das gefühl, dass alle aus unserem (anfänglich gemeinsamen) freundeskreis, die jetzt mehr mit ihm zu tun haben als mit mir, anfänglich immer komisch sind, wenn ich zeit mit ihnen verbringe. kurzum, ich glaube, dass er entweder sehr unsicher ist, wenn irgendwas mit mir zu tun hat, oder ich bin einem sehr guten schauspieler auf den leim gegangen, der mich nur ins bett bringen wollte (was natürlich nicht passiert ist, nur so als anmerkung)
mein freund geht mir eher selten ab. bei einer beziehung von 6 jahren ist ja dann auch schon viel vorhanden, was einen am anderen stört. zurzeit bin ich einfach mal froh, soviel arbeiten zu können, wie ich will, ohne mir ein schlechtes gewissen machen zu lassen, keine nervende schwiegermutter zu haben, die permanent in unsere beziehung interveniert und ähnliches. natürlich denk ich manchmal an ihn und ich hätte ihn auch manchmal gerne bei mir, aber ich weiß nicht, wie groß die liebe ist, dass ich sie nicht irgendwann einer freundschaft, in der ich dann alle diese probleme los bin, opfern würde. zurzeit bin ich überhaupt ziemlich gefühllos, was das anbelangt. das ist wie, wenn deine füße nach dem eislaufen ganz kalt sind und du glaubst, du hast sie nicht mehr, bis sie dann wieder aufwärmen und alles prickelt. so ähnlich war das dann auch mit dem mann, den ich hier kennengelernt habe, nur, dass es halt dann nachher auch weh getan hat, als ich mich getrennt habe.
vielleicht hat ja eine von euch auch diesbezüglich ähnliche erfahrungen gemacht. glaubt ihr eigentlich, dass es den "einen" menschen im leben gibt, oder dass man viele männer lieben kann, die auch zu einem passen.
grüße
helin
Hallo helin,
Dein thread hat mich sehr angesprochen, denn ich habe was ganz aehnliches erlebt, vor nun 5 Jahren. Da bin ich zu einem Austauschjahr im Studium in die USA (westkueste), und war zu dem Zeitpunkt als ich ging mit meinem Freund in Deutschland fast 5 Jahre zusammen. Ich war zwar auch in Deutschland schon selbststaendig, habe alleine gewohnt, und alles alleine gereget was man so regeln muss, eigentlich seit ich so 17 war.
Aber so ganz "neu anzufangen" irgendwo, und in dem Fall eben in den USA, das war schon noch ne ganz andere Stufe von "selbststaendig" sein. Denn zuhause war ja mein Freund und auch meine Eltern immer "um die Ecke", falls ich sie gebraucht habe waren sie schnell da. Aber eben musste man auch viele Kompromisse machen, damit alle gluecklich sind. Und in den USA kannte ich erstmal niemanden, keiner war da fuer den ich Kompromisse eingehen musste. Und auch als ich dann Freunde hatte war ich noch sehr frei, denn schliesslich waren es ja auch alles erst neue Freundschaften, da stellt man noch nicht so viele Ansprueche an den anderen.
Ich habe dort auch mein Leben gelebt, ohne Kompromisse, und meinen Freund kaum vermisst. Wie es immer so ist lief mir da auch schnell ein "seelenverwandter" (wie ich dachte....) ueber den Weg, aber ausser vielen Gespraechen liess ich nichts zu, denn ich wollte meinen Freund nicht verletzten. Trotzdem habe ich viel nachgedacht, ob ich ihn wirklich liebe, wiso ich mit ihm zusammen sein will, und nicht z.B. mit dem Typen in den USA. Oder irgend jemand anders. Und ob es ueberhaupt noch klappen kann mit uns, wenn ich wider da bin und ganz anders geworden bin. Das ueberlegen hat lange gedauert, aber kurz bevor er Weihnachten zu Besuch kam war ich mir sicher das ich es zumindest mit ihm probieren will, und es ja vielleicht klappen kann, auch wenn ich mich veraendert habe. Und als ich ihn dann wiedersah, da habe ich auch die Liebe wieder gespuert. Leider hatte er sich inzwischen neu verliebt und kam nur um mir das zu sagen....schlechtes Timing, gerade wo ich mir sicher war das ich ihn wollte... :heulen:
Das es so gekommen ist macht mich immer noch traurig, und es hat sicher beeinflusst wie mein Leben weiterging. Auch wenn ich natuerlich nicht weiss wie es anders gewesen waere. Aber so kam ich wieder und fuehle mich nicht mehr "daheim", ich hatte schreckliches Heimweh nach den USA, meinem Leben dort, und Deutschland ging mir total auf die Nerven, es war nicht mehr "daheim". Und mein Freund, der ja vielleicht ein "Anker" gewesen waere der es mir ermoeglicht haette wieder wirklich heimzukommen, der war ja nicht mehr da (jedenfalls nicht als mein Freund, nur noch als "Freund", aber eben weit, weit weg, mit neuer Freundin). Ich habe also weiter versucht "mein Leben" zu leben, wieder mit mehr Kompromissen, aber doch anders als davor, mit mehr Selbstbewusstsein und mehr Mut. Aber trotzdem fuehlte ich mich nie mehr "zuhause", in den ganzen zwei Jahren die ich dann wieder da war, denn in Deutschland ist es nunmal anders als in den USA. Und nun bin ich wieder in Nordamerika, seit zwei Jahren, und fuehle mich hier sehr wohl. Aus aehnlichen Gruenden die Du auch beschreibst, mehr Toleranz, mehr Offenheit, mehr Freiheit, weniger negative Menschen. Und ich denke daher nicht das ich in absehbarer Zeit zurueck nach Deutschland gehe, denn es gefaellt mir hier, hier passe ich hin, und ich weiss ja das ich mich damals auch nicht mehr wirklich eingelebt habe.
Ein erster Schritt bei Dir waere da vielleicht etwas weiter von der Schwiegermutter wegziehen, damit die nicht mehr so leicht in Dein Leben funken kann. Und mit Deinem Freund zu reden, ihm zu sagen das Du Zeit fuer Dich brauchst, das Du kein schlechtes Gewissen haben willst wenn Du abends mal spaet kommst.
Ob die Liebe stark genug ist, das koennen wir hier ja nicht wissen, aber ich wuerde es versuchen. Ich denke Du wirst erst wirklich merken was Du noch fuer ihn fuehlst wenn Du ihn wiedersiehst, denn gerade ist er nicht ein Teil Deines Lebens, da ist es klar das Du ihn kaum vermisst.
Sechs Jahre sind eine lange Zeit, man kennt sich sehr gut, und eine neue Beziehung kann das Loch das so eine Beziehung hinterlaesst nicht stopfen. Jedenfalls nicht so schnell, es braucht Zeit. Natuerlich kein Grund eine Beziehung weiterzufuehren, aber etwas was man bedenken sollte bevor man alles hinschmeisst, finde ich.
Und die Beziehung in eine Freundschaft umwandeln....da muss ich Dir sagen das das meist einfach nicht funktioniert. Denn bevor es dazu kommen kann braucht man Abstand voneinander, um aus der Beziehungsrolle rauszukommen, und der Abstand ist um so laenger um so mehr einer verletzt ist. Und in dieser Zeit des Abstands veraendern sich beide sehr, denn beide muessen ein neues Leben aufbauen, und selbst wenn man dann wieder "Freunde" ist, meist ist dann eben die alte Vertrautheit noch da, aber den neuen Menschen, denn kennt man nicht mehr. Und somit verliert man doch meist den ganzen Menschen, nicht nur den Partner, sondern auch den Freund.
Ich wuerde Dir raten den Rest der Zeit dort noch zu geniessen, ohne nochmal was mit dem Franzosen anzufangen (so seelenverwandt ist der vielleicht auch nicht, naeher betrachtet (habe ich jedenfalls bei "meinem" damals feststellen muessen, mit dem ich dann nachdem mein Freund eh Schluss gemacht hatte natuerlich doch noch was hatte).
Und dann wenn Du wieder "daheim" bist kannst Du schauen wie es mit Deinem Freund noch laeuft. Und wie MaA schreibt, kannst Du dann auch versuchen Deinen Freund auch davon profitieren zu lassen von dem was Du gelernt hast, ihn mitzureissen mit Deinem Schwung was zu aendern. Und wenn ihr dann zusammen Euer Leben veraendert, dann schweisst Euch das sicher zusammen. Wenn er allerdings kein Verstaendnis hat fuer Deine Veraenderung, dann wird es natuerlich schwer.
Ich wuensche Dir jedenfalls alles Gute! Und egal wie es ausgeht, ich denke fuer Dich hast Du viel gelernt durch diese Zeit im Ausland (wie Du ja schon schreibst: Selbstvertrauen; Du bist kein kleines Maedchen!). Ich habe jedenfalls nie bereut weggegangen zu sein, auch wenn es mich damals meinen Freund gekostet hat (denn der war zu alleine und hat sich daher jemand neuen gesucht). Aber ich habe fuer mich sehr viel gelernt, und bin sehr gewachsen an der Zeit. Und dadurch jetzt gleucklicher als ich es vorher je war, weil ich mich selbst besser kennengelernt habe.
Alles Liebe,
ocean
P.S. Ich denke nicht das es nur den "einen" gibt. Aber genauso wenig denke ich das eine Beziehung "einfach so" fuer immer haelt, ich denke man kann mit verschiedenen Maennern gluecklich werden, aber eben nur wenn man auch an der Beziehung arbeitet, und sich auch mal bewusst fuer die entscheidet (und das bedeutet gegen jemand anderes). Und nicht jedesmal wenn jemand anderes auftaucht der einen anzieht alles beendet. Denn ich denke das passiert immer wieder, das einen jemand interessiert. Das ist es was ich meinem Ex am meisten uebel nehme, das er alles so einfach hingeschmissen hat fuer ne neue. Ich dachte er waere reifer. Ist er aber nicht gewesen, und auch immer noch nicht, das gleiche hat er mit der Freundin nach mir gemacht, nach drei Jahren. Wir werden sehen wie lange die naechste Beziehung haelt, aber ich fuerchte es kommt wieder jemand anderes, und dann macht er wieder Schluss. Ausser er lernt doch irgendwann mal dazu. Aber das ist meine Meinung, muss nicht universal gueltig sein.
Dein thread hat mich sehr angesprochen, denn ich habe was ganz aehnliches erlebt, vor nun 5 Jahren. Da bin ich zu einem Austauschjahr im Studium in die USA (westkueste), und war zu dem Zeitpunkt als ich ging mit meinem Freund in Deutschland fast 5 Jahre zusammen. Ich war zwar auch in Deutschland schon selbststaendig, habe alleine gewohnt, und alles alleine gereget was man so regeln muss, eigentlich seit ich so 17 war.
Aber so ganz "neu anzufangen" irgendwo, und in dem Fall eben in den USA, das war schon noch ne ganz andere Stufe von "selbststaendig" sein. Denn zuhause war ja mein Freund und auch meine Eltern immer "um die Ecke", falls ich sie gebraucht habe waren sie schnell da. Aber eben musste man auch viele Kompromisse machen, damit alle gluecklich sind. Und in den USA kannte ich erstmal niemanden, keiner war da fuer den ich Kompromisse eingehen musste. Und auch als ich dann Freunde hatte war ich noch sehr frei, denn schliesslich waren es ja auch alles erst neue Freundschaften, da stellt man noch nicht so viele Ansprueche an den anderen.
Ich habe dort auch mein Leben gelebt, ohne Kompromisse, und meinen Freund kaum vermisst. Wie es immer so ist lief mir da auch schnell ein "seelenverwandter" (wie ich dachte....) ueber den Weg, aber ausser vielen Gespraechen liess ich nichts zu, denn ich wollte meinen Freund nicht verletzten. Trotzdem habe ich viel nachgedacht, ob ich ihn wirklich liebe, wiso ich mit ihm zusammen sein will, und nicht z.B. mit dem Typen in den USA. Oder irgend jemand anders. Und ob es ueberhaupt noch klappen kann mit uns, wenn ich wider da bin und ganz anders geworden bin. Das ueberlegen hat lange gedauert, aber kurz bevor er Weihnachten zu Besuch kam war ich mir sicher das ich es zumindest mit ihm probieren will, und es ja vielleicht klappen kann, auch wenn ich mich veraendert habe. Und als ich ihn dann wiedersah, da habe ich auch die Liebe wieder gespuert. Leider hatte er sich inzwischen neu verliebt und kam nur um mir das zu sagen....schlechtes Timing, gerade wo ich mir sicher war das ich ihn wollte... :heulen:
Das es so gekommen ist macht mich immer noch traurig, und es hat sicher beeinflusst wie mein Leben weiterging. Auch wenn ich natuerlich nicht weiss wie es anders gewesen waere. Aber so kam ich wieder und fuehle mich nicht mehr "daheim", ich hatte schreckliches Heimweh nach den USA, meinem Leben dort, und Deutschland ging mir total auf die Nerven, es war nicht mehr "daheim". Und mein Freund, der ja vielleicht ein "Anker" gewesen waere der es mir ermoeglicht haette wieder wirklich heimzukommen, der war ja nicht mehr da (jedenfalls nicht als mein Freund, nur noch als "Freund", aber eben weit, weit weg, mit neuer Freundin). Ich habe also weiter versucht "mein Leben" zu leben, wieder mit mehr Kompromissen, aber doch anders als davor, mit mehr Selbstbewusstsein und mehr Mut. Aber trotzdem fuehlte ich mich nie mehr "zuhause", in den ganzen zwei Jahren die ich dann wieder da war, denn in Deutschland ist es nunmal anders als in den USA. Und nun bin ich wieder in Nordamerika, seit zwei Jahren, und fuehle mich hier sehr wohl. Aus aehnlichen Gruenden die Du auch beschreibst, mehr Toleranz, mehr Offenheit, mehr Freiheit, weniger negative Menschen. Und ich denke daher nicht das ich in absehbarer Zeit zurueck nach Deutschland gehe, denn es gefaellt mir hier, hier passe ich hin, und ich weiss ja das ich mich damals auch nicht mehr wirklich eingelebt habe.
hattet ihr auch das gefühl, ihr müsstet, wenn ihr heimkommt, euer ganzes zuvor gelebtes leben auf den kopf stellen und mit allem aufräumen, was vorher war?Zu Deiner Frage: Ja, ganz klar, kenne ich. Und ich denke das ist ziemlich normal, wenn man sich wirklich auf ein neues Leben, eine neue Umgebung einlaesst, und damit zwangslaeufig "daheim" loslaesst. Das ist denke ich der Knackpunkt, manche halten an "daheim" fest und dann gefaellt es ihnen nicht woanders, weil sie nur alles vermissen, und alles eben "anders" ist, und andere lassen los, und lassen sich ganz auf ein neues Leben ein. Und wenn es dann gut laeuft, dieses neue Leben, dann ist es schwer wieder zurueck zu gehen, denn im alten Leben alles umzukrempeln damit es mehr wie das neue Leben ist, das ist schwer. Aber ich denke wenn man genug im alten Leben hat das es wert macht zurueck zu gehen, wie einen Freund, dann kann es klappen das man es schafft sich wieder umzugewoehnen, eben weil man ja einen Grund hat, etwas was es wert ist. Das heisst nicht das man ins alte Leben zurueck muss, und unter Umstaenden klappt die Beziehung auch nicht, wenn man sich zu sehr geaendert hat, aber ich denke nur dann macht man den ernsthalfen Versuch sein Leben daheim so zu veraendern das es einem besser entspricht.
Ein erster Schritt bei Dir waere da vielleicht etwas weiter von der Schwiegermutter wegziehen, damit die nicht mehr so leicht in Dein Leben funken kann. Und mit Deinem Freund zu reden, ihm zu sagen das Du Zeit fuer Dich brauchst, das Du kein schlechtes Gewissen haben willst wenn Du abends mal spaet kommst.
Ob die Liebe stark genug ist, das koennen wir hier ja nicht wissen, aber ich wuerde es versuchen. Ich denke Du wirst erst wirklich merken was Du noch fuer ihn fuehlst wenn Du ihn wiedersiehst, denn gerade ist er nicht ein Teil Deines Lebens, da ist es klar das Du ihn kaum vermisst.
Sechs Jahre sind eine lange Zeit, man kennt sich sehr gut, und eine neue Beziehung kann das Loch das so eine Beziehung hinterlaesst nicht stopfen. Jedenfalls nicht so schnell, es braucht Zeit. Natuerlich kein Grund eine Beziehung weiterzufuehren, aber etwas was man bedenken sollte bevor man alles hinschmeisst, finde ich.
Und die Beziehung in eine Freundschaft umwandeln....da muss ich Dir sagen das das meist einfach nicht funktioniert. Denn bevor es dazu kommen kann braucht man Abstand voneinander, um aus der Beziehungsrolle rauszukommen, und der Abstand ist um so laenger um so mehr einer verletzt ist. Und in dieser Zeit des Abstands veraendern sich beide sehr, denn beide muessen ein neues Leben aufbauen, und selbst wenn man dann wieder "Freunde" ist, meist ist dann eben die alte Vertrautheit noch da, aber den neuen Menschen, denn kennt man nicht mehr. Und somit verliert man doch meist den ganzen Menschen, nicht nur den Partner, sondern auch den Freund.
Ich wuerde Dir raten den Rest der Zeit dort noch zu geniessen, ohne nochmal was mit dem Franzosen anzufangen (so seelenverwandt ist der vielleicht auch nicht, naeher betrachtet (habe ich jedenfalls bei "meinem" damals feststellen muessen, mit dem ich dann nachdem mein Freund eh Schluss gemacht hatte natuerlich doch noch was hatte).
Und dann wenn Du wieder "daheim" bist kannst Du schauen wie es mit Deinem Freund noch laeuft. Und wie MaA schreibt, kannst Du dann auch versuchen Deinen Freund auch davon profitieren zu lassen von dem was Du gelernt hast, ihn mitzureissen mit Deinem Schwung was zu aendern. Und wenn ihr dann zusammen Euer Leben veraendert, dann schweisst Euch das sicher zusammen. Wenn er allerdings kein Verstaendnis hat fuer Deine Veraenderung, dann wird es natuerlich schwer.
Ich wuensche Dir jedenfalls alles Gute! Und egal wie es ausgeht, ich denke fuer Dich hast Du viel gelernt durch diese Zeit im Ausland (wie Du ja schon schreibst: Selbstvertrauen; Du bist kein kleines Maedchen!). Ich habe jedenfalls nie bereut weggegangen zu sein, auch wenn es mich damals meinen Freund gekostet hat (denn der war zu alleine und hat sich daher jemand neuen gesucht). Aber ich habe fuer mich sehr viel gelernt, und bin sehr gewachsen an der Zeit. Und dadurch jetzt gleucklicher als ich es vorher je war, weil ich mich selbst besser kennengelernt habe.
Alles Liebe,
ocean
P.S. Ich denke nicht das es nur den "einen" gibt. Aber genauso wenig denke ich das eine Beziehung "einfach so" fuer immer haelt, ich denke man kann mit verschiedenen Maennern gluecklich werden, aber eben nur wenn man auch an der Beziehung arbeitet, und sich auch mal bewusst fuer die entscheidet (und das bedeutet gegen jemand anderes). Und nicht jedesmal wenn jemand anderes auftaucht der einen anzieht alles beendet. Denn ich denke das passiert immer wieder, das einen jemand interessiert. Das ist es was ich meinem Ex am meisten uebel nehme, das er alles so einfach hingeschmissen hat fuer ne neue. Ich dachte er waere reifer. Ist er aber nicht gewesen, und auch immer noch nicht, das gleiche hat er mit der Freundin nach mir gemacht, nach drei Jahren. Wir werden sehen wie lange die naechste Beziehung haelt, aber ich fuerchte es kommt wieder jemand anderes, und dann macht er wieder Schluss. Ausser er lernt doch irgendwann mal dazu. Aber das ist meine Meinung, muss nicht universal gueltig sein.
auch ich war einige zeit im ausland und es ist normal das man sich verändert bedingt durch die dortigen lebensumstände.aber es ist eine gefühlssache ob man dann die trennung von seinem partner gemeinsam übersteht oder es auseinander geht.und es ist immer für den der geht einfacher.immer.neue eindrücke,neue menschen,tausend ablenkungen.da gerät der partner in vergessenheit,fast immer.
ach ja,nur nebenbei.diskriminierung gibt es ja wohl noch extrem in den usa.schwarz und weiss.sehr deutlich zu merken wenn auch nicht so aggrssiv wie noch vor ein paar jahren!
ach ja,nur nebenbei.diskriminierung gibt es ja wohl noch extrem in den usa.schwarz und weiss.sehr deutlich zu merken wenn auch nicht so aggrssiv wie noch vor ein paar jahren!
glaubt ihr eigentlich, dass es den "einen" menschen im leben gibt, oder dass man viele männer lieben kann, die auch zu einem passen.dazu hab ich vor langer zeit mal einen eintrag in mein tagebuch geschrieben, den finde ich heute noch irgendwie passend. nachdem ich ja in meinem leben schon mehrere "große lieben" hatte, kann das mit dem einen ja nicht stimmen. es gibt die bekannte geschichte von der zweiten hälfte. die geht so:
Der Philosoph Platon (427-347 v. Chr.) berichtet in seinem Werk Symposion (189c-191d), dass auf diesem Gastmahl, bei dem es um das Thema Eros geht, der Komödiendichter Aristophanes die folgende Geschichte der Kugelmenschen erzählt:
Früher habe es drei Geschlechter von Menschen gegeben. Das männliche Geschlecht stamme von der Sonne ab, das weibliche von der Erde und das aus den beiden zusammengesetzte vom Mond. Dieses Geschlecht waren also die Kugelmenschen, mit je vier Händen und Füßen und zwei entgegengesetzten Gesichtern auf einem Kopf. Sie waren stark und schnell und wurden deshalb selbst den Göttern gefährlich. Deswegen zerschnitt der Göttervater Zeus jeden von ihnen in zwei Hälften. Seitdem gehen die beiden Teile getrennt aufrecht auf zwei Beinen und beide haben Sehnsucht danach, sich mit dem jeweils anderen Teil wieder zu vereinen. Dieser Drang der zwei Hälften, sich zu vereinen, wird als Eros bezeichnet. Mit diesem Mythos beschreibt Platon die Beziehung zwischen Mann und Frau. (quelle: wikipedia)
gut, und da ich nun aufgrund meiner bisherigen erfahrungen feststellen musste, dass es durchaus nicht nur "den einen" gibt, hab ich mir die theorie zurechtgebastelt, nicht so ernst zu nehmen natürlich, dass es eben kein 4-füssler war, sonder ein tausendfüssler. der in zweibeinige scheibchen geschnitten wurde. und jedesmal, wenn ich so einem scheibchen begegne, knallts. mag skuril klingen, aber mir gibt es zumindest ne art von erklärung ab, warum es bei manchen menschen einfach "funkt". man kann die theorie auch noch weiterfabulieren, je nach phantasie machts spass oder wird abstrus. ist das scheibchen näher dem kopf- oder dem schwanzende, ist die beziehung eben mehr kopf oder .... gesteuert. usw.
nun gut, ich will das hier nicht übertreiben, aber du siehst schon worauf es rausläuft. es gibt für mich definitiv nicht "den einen". diese vorstellung ist einfach von unserer kultur geprägt, und hatte mit dem wirklichen leben nie viel gemein. und war allenfalls vorstellbar, als die menschen mit 20 geheiratet und mit 40 gestorben sind. so unromantisch es klingt, aber die "lebensabschnittspartner" treffen da eher zu, heutzutage.
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