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Wie soll ich noch mit dir reden?

13 Antworten1'142 AufrufeGestartet von JohnDoe ·

JohnDoeThemenstart
#1
Wenn die schwarze Leere

die Du mir schenktest

sich wieder breitmacht in mir

alles erstickt, alles vergiftet

dann versucht meine Seele zu fliehen

einen Weg aus dieser Dunkelheit zu finden

einen Hafen, ein Licht,

wie eine Motte, angezogen von dem

düsteren Glimmen der vergangenen Liebe

ein untoter Ort an dem keine Zeit vergeht

an der der Morgen dem Abend gleicht

dort ist sie alleine, klammert sich an das

kalte Licht, das keine Wärme verspricht.

Es gibt kein Licht am Ende des Tunnels

nur einen Spiegel, in dem sich unsere Suchscheinwerfer spiegeln.

Und dennoch müssen wir bis zum Ende gehen,

denn nur so können wir erkennen wer wir wirklich sind.

#2
ok hier mal etwas, was ich vor einiger Zeit nach der Trennung von meiner damaligen Freundin schrieb (ich hoffe englisch ist auch ok)

loves monologue

I am but one eternal thought

or would you rather call me feeling?

You won't forget the lessons I've tought

nor the pleasures I send reeling

in your heart and in your soul

where is my garden and my rest

In every life I play my part

now as jester then as demon

I breathe my wish right to your heart

then as cure and now as venom

In your heart and in your soul

where is my castle and my keep

I am in you and the one you love

or loved, if thats my whim

I come to you as vulture or as dove

come as whisper or sound as hymn

In your heart and in your soul

where my will conquers all

My strength is mighty, I move the stars

or stop the world on my command

in my wake there might be peace or might be wars

I am the fairy with her magic wand

In your heart and in your soul

where I'm the lock and I'm the key

Now ask, my seeker, and I might tell

as pandoras box is nearly open

Think, and put your question well

or it might cost you more than a few token

of your heart and of your soul

where I`m the beggar and the king.

#3
SCHÖÖN.. gefällt mir super gut..... :] ;) :]

Dear
#4
Hi,

bin zwar noch neu hier, finde aber deinen Text sehr treffend... abgesehen davon, dass er sehr schön ist. Das Schlimmste ist für mich im Moment, dass jede Taktik, mich abzulenken, selbst Ratgeber oder Freunde mit dem, was ich durchmache, eigentlich ziemlich überfordert sind, weil das, was mir im Moment helfen oder mich wenigstens trösten kann im nächsten Augenblick schon genau das Gegenteil bewirken kann. Das Gefühl, mich jeden Augenblick neu definieren zu müssen, um die nächste Sekunde zu überstehen, macht mich total fertig.

Und vor allem die Frage: WAS BIN ICH OHNE IHN???? Dieses "ohne" fühlt sich nämlich im Moment wie totale Leere an, die blitzartig und unerwartet von einem Sturm von Erinnerungen, Gefühlen, in denen sich vergangenes Glück mit gegenwärtiger Verzweiflung mischt, ab und zu mit einem Spritzer Hoffnung.... WIE HÄLT MAN DAS AUS???

Vielleicht wäre es wirklich eine gute Idee, ein offizielles Begräbnis der Beziehung zu feiern, alleine, irgendwo im Wald alles, was erinnet und materiell ist, in einem Grab unterbringen, das man besuchen kann, immer wieder, bis man die Trauer überstande hat. Ist das verrückt??

Dear

#5
Hmm, und noch eines - für den Menschen, der mir so fehlt ...

the keep

All seems so well until we part

but now I'm not so sure

no words from you as welcomed cure

for pains, inflicted on a longing heart

Doubts, like an invading army, storm

the battered walls of my loves keep

the fruits of sadness they're here to reap

and unknown thoughts in my head to form

Do you still think of me?

No! the chorus echos through the walls

(Another of my defenders falls)

Will we still be we?

No! the chorus echos through the halls

(They are in! I here the calls)

What will our future be?

None! the silent voices cry

(yet more of my heroes die)

for you it would be nought to expell these forces

few words by phone or letter brought

would still these painly nagging thought

would be the freeing army on white horses

so here I sit and wait for rescue

as all my walls are getting thinner

and I wonder who will be the winner

them or us and love so true

(which I deeply feel for you)

#6
Schön!!

#7
Danke!

Wirklich schön, daß es jemandem gefällt. Sonderbar, daß diese Traurigkeit solche Dinge hervorbringen kann.

Irgenwie muß ich dann immer an die Einleitung von Milan Kunderas "Unerträglich Leichtigkeit des Seins" denken.

Sind wir glücklich schweben wir, sind nicht wirklich real - die Trauer drückt uns nieder, bringt uns in Kontakt mit der Welt, läßt uns spühren wer wir wirklich sind.

Das Licht am Ende des Tunnels ist kein Licht - nur ein Spiegel, in dem sich unsere Suchscheinwerfer spiegeln. Doch müssen wir bis zum Ende gehen, um zu erkennen wer wir wirklich sind.
Tom Liwa
#8
Hmm, vielen Dank!

Freut einen natürlich, daß es anderen gefällt.

Gibt mir das Gefühl auch mal wieder was gutes gemacht zu haben (hört sich irgendwie blöd an)

Das Gefühl, mich jeden Augenblick neu definieren zu müssen, um die nächste Sekunde zu überstehen, macht mich total fertig.
Das kenn ich nur zu gut. Diese Leere, die in einem lauert, nur auf einen unachtsamen Moment wartet, um uns wieder in ihren Bann zu ziehen. Das ist wirklich sehr schwer zu ertragen. Es fühlt sich an, als sei der schlimmste Feind in uns, den man beständig bekämpfen muß. Und das kostet unedlich viel Kraft..

John

#9
Hier mal ein Text von der Band Kante - sehr schöne Melodie, kann ich hier leider nicht posten ;-)

Jedenfalls erinnert es mich an einige Nächte, in denen ich neben ihr lag und sie einfach nur angesehen habe...

zweilicht

der tag klingt aus

dunkelheit bricht ein

das haus steht still

wir sind allein

die nacht liegt schwer

um uns herum

ein stiller schmerz

hält uns noch wach

kein tag der die wunden

zu heilen vermag

uns bleibt ein versprechen

uns nicht zu verlieren

im grauen des morgens

im schweren der stunden

die über uns brechen

früh oder später

der mond steht hoch

in dieser nacht

zweilicht fällt

auf dein gesicht

ich seh dich an

und denk daran

wie schön es ist

Kante

#10
Früher habe ich noch in langen, ruhigen Sätzen gedacht.

Voll von Zuversicht und Träumen, voll vom Morgen.

Doch plötzlich sind sie kurz, nur im jetzt, so als hätten

sie keine Zeit, wären auf der Flucht.

Wie soll ich so noch mit Deinem Leben reden, wenn ich es

kaum noch schaffe, mich selbst zu verstehen? Kurze

Gedankenfetzen die vorbeiziehen, ohne das ich einen Sinn

erkenne.

Wie soll ich so noch mit Deiner Seele reden, wenn ich mich

selbst kaum hören kann, wegen dieser lärmenden Stille?

Wenn ich es nicht schaffe, das bischen Sinn, das ich noch

mache, festzuhalten - es mir immer wieder durch die Finger

rinnt.

Wie soll ich noch mit Deinem Herzen reden, wenn meine

Gedanken keinen Weg mehr aus mir - zu Dir finden? Sie mir

unausgesprochen im Halse stecken bleiben und die wenigen,

die doch einen Weg fanden, nun verloren sind in dieser

zerbrochenen Liebe.

Das sonderbare ist, das es Dir anscheinend keinerlei Mühe

bereitet, Deine Sätze zu mir zu schicken. Jedes einzelne

Wort findet seinen Weg in mich, obwohl ich mich selbst

kaum spüre. Aber ich wusste immer, Du bist der Schlüssel

zu Türen, die vielleicht besser verschlossen geblieben

wären.

Nun gehe ich durch diese leeren Flure, in denen Deine

Stimme noch immer wiederhallt und langsam beginne ich,

die Türen zu schließen.

#11
total gut...der letzte teil beschriebt meine momentane situation :heulen:

#12
In unseren letzten Gesprächen wusste ich, daß ich nicht wirklich ich selbst war. Ich konnte einfach nicht das sagen, was in mir vorging, was ich fühlte. Das wollte ich irgenwie rüberbringen. Freue mich, daß es Dir gefällt.

*einwenigmelancholisch*

John

#13
Das ist wirklich sehr gut! Kann ich mir das gegebenenfalls mal ausleihen?

#14
Sicher.

Alles Liebe

John

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