worum geht es eigentlich beim liebeskummer?
10 Antworten1'579 AufrufeGestartet von kiaya ·
kiayaThemenstart
heute geht mir immer wieder die selbe frage durch den kopf:
worum geht es eigentlich bei meinem liebeskummer? oder besser: um wen?
ich vermisse einen geliebten menschen.
ich sehne mich nach seiner nähe, nach den gesprächen, der intimität...
ich kann nicht verstehen, dass ich zurückgewiesen wurde, nach der schönen zeit...
mein ego hat kräftig eins auf die kappe gekriegt.
mein stolz und mein selbstvertrauen haben erheblich gelitten.
was fällt mir dabei auf? es geht um mich, mich, mich, mich...
verdammt, und das nenne ich liebe?
liebe geht doch eigentlich ums "du" und nicht ums "ich". echte liebe gibt man freudig und frei, liebe kennt kein "ich liebe dich nur, wenn du mich auch liebst".
ich möchte mich wieder auf die liebe besinnen. und das heisst: mich daran freuen, was war. mich daran freuen, dass es ihm gut geht. mich daran freuen, dass es ihn gibt. mich daran freuen, dass er frei ist.
love rules! :party:
worum geht es eigentlich bei meinem liebeskummer? oder besser: um wen?
ich vermisse einen geliebten menschen.
ich sehne mich nach seiner nähe, nach den gesprächen, der intimität...
ich kann nicht verstehen, dass ich zurückgewiesen wurde, nach der schönen zeit...
mein ego hat kräftig eins auf die kappe gekriegt.
mein stolz und mein selbstvertrauen haben erheblich gelitten.
was fällt mir dabei auf? es geht um mich, mich, mich, mich...
verdammt, und das nenne ich liebe?
liebe geht doch eigentlich ums "du" und nicht ums "ich". echte liebe gibt man freudig und frei, liebe kennt kein "ich liebe dich nur, wenn du mich auch liebst".
ich möchte mich wieder auf die liebe besinnen. und das heisst: mich daran freuen, was war. mich daran freuen, dass es ihm gut geht. mich daran freuen, dass es ihn gibt. mich daran freuen, dass er frei ist.
love rules! :party:
Tja ist ja ne schöne vorstellung dass es bei der liebe nur um dengeht den ich liebe nur so ist es leider wohl eher selten.
Ich denke die wenigsten können sagen wenn sie betrogen werden ach egal ich liebe ihn ja hauptsache er ist glücklich und so ist es wohl auch bei anderen sachen wo liebe mit ihm spiel ist.
Bei liebe geht es immer auch ums ego um kränkungen um vermissen und das ist das ganz natürlich. Man kann sich doch nicht bis zum bitteren ende für jemand anderen aufopfern.
Ich denke die wenigsten können sagen wenn sie betrogen werden ach egal ich liebe ihn ja hauptsache er ist glücklich und so ist es wohl auch bei anderen sachen wo liebe mit ihm spiel ist.
Bei liebe geht es immer auch ums ego um kränkungen um vermissen und das ist das ganz natürlich. Man kann sich doch nicht bis zum bitteren ende für jemand anderen aufopfern.
eine Trennung wird selten von beiden Seiten ausgehen....deswegen ist es völlig normal das man plöötzlich ins "Ich " rutscht.....
Man ist verletzt, fühlz sich allein, vermisst die andere Person.....
Bevor du die Trennung nicht für dich selbst annehmen kannst, etwas herausnimmst für deinen weiteren Weg, solange kannst du dich auch nicht für seine neue "Freiheit" freuen.....
das ist auch nicht der Sinn....
dazu bedarf es Zeit und Verständnis.....
man muss sich erstmal ordnen....
Man ist verletzt, fühlz sich allein, vermisst die andere Person.....
Bevor du die Trennung nicht für dich selbst annehmen kannst, etwas herausnimmst für deinen weiteren Weg, solange kannst du dich auch nicht für seine neue "Freiheit" freuen.....
das ist auch nicht der Sinn....
dazu bedarf es Zeit und Verständnis.....
man muss sich erstmal ordnen....
Jane
Für mich entsteht Liebeskummer, wenn jemand aus diesem Zweierbund austritt, der sich Beziehung, Liebe nennt. Denn wenn man einander liebt, definiert man sich nicht mehr nur als einzelne Person, dann gibt es auch immer ein "Wir", das einen 24 Stunden am Tag begleitet, dessen man sich immer bewusst ist. Die Liebe, die man für den anderen empfindet, ist etwas ganz besonderes. Sie ist wie ein Puzzleteil, das nur zu einem ganz bestimmten anderen Puzzleteil passt. Das ist das, was man kitschig mit dem Wort "Einheit" umschreiben kann. Es ist geprägt von Vertrauen, Harmonie, Sorge und grenzenloser Zuneigung - wenn die Beziehung harmonisch ist und es keine größeren Streitigkeiten gibt-die erfüllte, vollkommene Liebe, die sicher in jeder Beziehung zeitweise vorkommt.
Dann gibt es aber leider imemr wieder den Fall, dass das Gemeinsam, das "zu-zweit-sein" halt eben kein 100%iges "zu-zweit-sein" ist, denn es geht imemr noch um zwei Individuen. Wenn sich der eine Teil aus unerfiindlichen Gründen zurückzieht und das Puzzle verlässt, ist das andere auch alleine, obwohl es sich doch als Einheit mit dem anderen verstanden hat. Und die ganzen positiven Gefühle für das andere Teil gehen ins Leere und werden auf einmal nicht mehr erwidert. Man sagt nicht umsonst nach einer Trennung, dass man sich wie ein halber Mensch fühlt. Wenn sich das eine Puzzleteil auf so abrupte Weise verabschiedet und geht, hat das übrige erst mal zu kämpfen. Denn es muss akzeptieren, dass das andere gegangen ist und muss lernen, sich wieder "nur" als Individuum zu betrachten und auch ohne das andere klar zu kommen. Das ist das, was den Schmerz verursacht. Die Trauer, die verzweiflung.... und irgendwann die Wut. Denn der Verstehensprozess, dass der andere freiwillig ging, ist nicht nachvollziehbar. Man ist bei sich, denkt an die eigenen Gefühle und der andere auch. Und wenn diese Gefühle unterschiedlich sind, kann man nicht in der gleichen Sprache kommunizieren. Deshalb wird man irgendwann auch wütend. Man wurde verletzt.
Das gehört - wie das Schöne - leider auch zur Liebe.....
Dann gibt es aber leider imemr wieder den Fall, dass das Gemeinsam, das "zu-zweit-sein" halt eben kein 100%iges "zu-zweit-sein" ist, denn es geht imemr noch um zwei Individuen. Wenn sich der eine Teil aus unerfiindlichen Gründen zurückzieht und das Puzzle verlässt, ist das andere auch alleine, obwohl es sich doch als Einheit mit dem anderen verstanden hat. Und die ganzen positiven Gefühle für das andere Teil gehen ins Leere und werden auf einmal nicht mehr erwidert. Man sagt nicht umsonst nach einer Trennung, dass man sich wie ein halber Mensch fühlt. Wenn sich das eine Puzzleteil auf so abrupte Weise verabschiedet und geht, hat das übrige erst mal zu kämpfen. Denn es muss akzeptieren, dass das andere gegangen ist und muss lernen, sich wieder "nur" als Individuum zu betrachten und auch ohne das andere klar zu kommen. Das ist das, was den Schmerz verursacht. Die Trauer, die verzweiflung.... und irgendwann die Wut. Denn der Verstehensprozess, dass der andere freiwillig ging, ist nicht nachvollziehbar. Man ist bei sich, denkt an die eigenen Gefühle und der andere auch. Und wenn diese Gefühle unterschiedlich sind, kann man nicht in der gleichen Sprache kommunizieren. Deshalb wird man irgendwann auch wütend. Man wurde verletzt.
Das gehört - wie das Schöne - leider auch zur Liebe.....
@ blubbimspinat: mich für den anderen aufzuopfern oder alles hinzunehmen, weil ich ihn liebe, davon habe ich nichts geschrieben. darum geht es nicht. es geht darum, dass ich mich im namen der liebe auf einen egotrip begebe, bei dem es schliesslich nur um mich geht.
@ julezmoon: ist es nicht auch möglich, durch die verschiebung der perspektive (vom ich zum du) etwas vom schmerz aufzufangen und den prozess anzukurbeln? natürlich muss man seine wunden lecken, und der schmerz ist am anfang so gross, dass es automatisch nur um einen selbst geht. doch manchmal dreht man sich bei liebeskummer doch endlos im kreis (nach eigener erfahrung..)...
@jane75: das ist eine von vielen definitionen der liebe...puzzleteil, es braucht jemanden, um ganz zu sein...funktioniert das denn tatsächlich? ist da der schmerz nicht vorgrogrammiert?
@ julezmoon: ist es nicht auch möglich, durch die verschiebung der perspektive (vom ich zum du) etwas vom schmerz aufzufangen und den prozess anzukurbeln? natürlich muss man seine wunden lecken, und der schmerz ist am anfang so gross, dass es automatisch nur um einen selbst geht. doch manchmal dreht man sich bei liebeskummer doch endlos im kreis (nach eigener erfahrung..)...
@jane75: das ist eine von vielen definitionen der liebe...puzzleteil, es braucht jemanden, um ganz zu sein...funktioniert das denn tatsächlich? ist da der schmerz nicht vorgrogrammiert?
da kommt gleich noch einmal eine frage auf: prägt nich auch unsere vorstellung davon, wie liebe oder eine "richtige" liebesbeziehung aussehen soll (konditioniert durch das bild, das in unserer gesellschaft über liebe vorherrscht, gepuscht von den medien, in denen eine gewisse art von liebesbeziehung vorgelebt wird) unsere art, mit einer "gescheiterten" beziehung umzugehen?
man darf sich natürlich nicht verrennen und im Selbstmitleid versinken....
Aber du musst die Gefühle in dir annehmen.....
Sie zulassen....
du darfst ruhig abwegen was bringt mir die Trennung...positives wie negatives....oftmals denkt man nur daran was alles verlorengegangen ist.....was man nun nicht mehr hat...wie schön es doch war....
dann kommt man freilich nicht aus diesem Kreislauf.....
in der Zeit des Liebeskummers muss man einfach auch wieder offene für neues werden....alles das was man die letzte Zeit hinten angestellt hat, für sich wieder finden
Aber du musst die Gefühle in dir annehmen.....
Sie zulassen....
du darfst ruhig abwegen was bringt mir die Trennung...positives wie negatives....oftmals denkt man nur daran was alles verlorengegangen ist.....was man nun nicht mehr hat...wie schön es doch war....
dann kommt man freilich nicht aus diesem Kreislauf.....
in der Zeit des Liebeskummers muss man einfach auch wieder offene für neues werden....alles das was man die letzte Zeit hinten angestellt hat, für sich wieder finden
n.b.
"Ich liebe Dich" fängt auch mit "Ich" an.....
Grüessli
"Ich liebe Dich" fängt auch mit "Ich" an.....
Grüessli
Original von kiayada kommt gleich noch einmal eine frage auf: prägt nich auch unsere vorstellung davon, wie liebe oder eine "richtige" liebesbeziehung aussehen soll (konditioniert durch das bild, das in unserer gesellschaft über liebe vorherrscht, gepuscht von den medien, in denen eine gewisse art von liebesbeziehung vorgelebt wird) unsere art, mit einer "gescheiterten" beziehung umzugehen?Wie meinst du das konkret?
Verbotene Liebe rulez our lifes? :evil:
Ich verstehe, was du meinst kiaya. Diese selbstlose Liebe, die nicht wehtut, weil es einem um den Menschen geht. Also ich hab das noch nie erreicht. Es ist wohl menschlich, dass man so einen Schmerz wegen einem anderen Menschen empfindet. Einfach das Gefühl, dass der Schmerz nur weggeht, wenn der andere da ist. Loslassen ist eine große Kunst. Muss ich wahrscheinlich noch lange für üben. Autsch...
Verbotene Liebe rulez our lifes?genau! 8o
uns wird doch von klein auf eingeflüstert: irgendwann triffst du den einen, deinen märchenprinzen, das andere stück zum puzzle...irgendwo läuft ein mensch rum, der dich "ganz" macht, der perfekt zu dir passt. in serien und filmen wird es uns diese bild täglich vorgespielt. und jedesmal, wenn wir uns neu verlieben, kommt diese stimme: der oder die ist es jetzt, mein gegenstück, der mann oder die frau meines lebens. es wird gehofft, projiziert, es werden ansprüche und erwartungen aufgebaut... und wenn die beziehung dann "scheitert" (kann man überhaupt von gescheiterten beziehungen sprechen?), dann kommt die riesenenttäuschung: aber er war es doch! ich wollte doch ein lebenlang mit ihr zusammen sein! wir gehören doch zusammen! und das ganze schöne luftschloss, das wir uns so schön zusammengebastelt haben, fällt mit einem lauten krach in sich zusammen. autsch! (ich bin ich übrigens auch meisterin darin, im luftschlösser bauen, denn obwohl ich da jetzt so nüchtern und skeptisch schreibe, bin auch ich eine hoffnungslose romantikerin und falle meinerseits immer wieder auf diesen er-ist-der-eine-quatsch herein :tongue: )
wäre es da nicht viel weniger schmerzhaft, wenn wir die beziehung bereits zu beginn in einem anderen licht sehen?
Ich verstehe, was du meinst kiaya. Diese selbstlose Liebe, die nicht wehtut, weil es einem um den Menschen geht.juhuu, danke zweiflerin, wenigstens jemand, der versteht, was ich meine! :klatsch:
Loslassen ist eine große Kunst. Muss ich wahrscheinlich noch lange für üben. Autsch...ich auch...aber loslassen ist tatsächlich eine kunst und ich finde, eine die es sich zu üben lohnt. ausserdem habe ich in letzter zeit herausgefunden, dass loslassen auf verschiedenen ebenen funktioniert. man muss sich also nicht darauf konzentrieren die geliebte person loszulassen (ist ja irgendwie ein widerspruch in sich... :schief: ), sondern kann das auch auf anderen ebenen üben: entspannungsübungen machen, andere dinge loslassen lernen. ich finde, das klappt sehr gut.
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